Samstag, 11. Februar 2017

Eine Unverschämtheit ist das! [K]

Hi ihre Lieben!

Ihr wisst, dass ich eigentlich ein Verfechter freier Meinungsäußerung bin und immer wieder darüber predige, dass man in einer Rezension schreiben dürfen sollte, was man eben schreiben möchte, ohne dass irgendjemand einen für diese Meinung beschimpft oder in anderer Art und Weise angeht. Wenn allerdings Leute ihren persönlichen Frust in einer Rezension unterbringen, hat meine Toleranz ihre Grenzen.
In letzter Zeit habe ich mehrere Rezensionen auf Amazon entdeckt, die mich wirklich aufgeregt haben und die einfach nicht in Ordnung sind. Beispiel Nummer 1: Ein Buch bekam eine richtig schlechte Rezension, weil es die Liebe zwischen zwei Männern beschrieben und auch noch mit Sexszenen untermalt hat. Ja nun, das hätte man sich vielleicht auch vorher denken können, wenn doch groß und breit Gay Romance dabei steht und in der Buchbeschreibung auch noch darauf hingewiesen wird, dass in diesem Buch explizite Szenen zwischen zwei Männern dargestellt werden. Aber offenbar sind manche Leute zu – sorry – blöd, auch nur irgendetwas zu checken, oder aber die Rezension war nur ein Mittel zum Zweck, um mal wieder seine Homophobie kund zu tun. Was auch immer der Grund ist, warum man so etwas schreibt, das ist einfach scheiße und ich möchte solche Leute am liebsten ohrfeigen. Nein, schlimmeres… Ich meine, es geht nicht nur alleine darum, dass das ziemlich homophob ist, sondern einfach ums Prinzip. Ich kann keinen Krimi scheiße finden, weil darin ein Mord passiert. Ich kann keinen Comic scheiße finden, weil er aus Bildchen besteht. Und ich kann kein Gay Romance scheiße finden, weil darin Schwule vorkommen. So ein dummes Gelaber ist keine ernstzunehmende Rezension und hat NICHTS mit Meinungsfreiheit zu tun.
Beispiel Nummer 2: Ein Buch bekam nur einen von fünf Sternen, weil es eigentlich echt gut geschrieben ist, aber die Autorin leider eben weiblich ist. Laut besagtem Leser ist es nämlich eine Unverschämtheit, dass eine Frau sich einbildet, sie wüsste über das Innere eines Mannes bescheid und maßt sich auch noch an, darüber zu schreiben. Soll ich euch was sagen? Eine Unverschämtheit ist NICHT, dass eine Frau Gay Romance schreibt, eine Unverschämtheit ist, dass jemand sich hinstellt und ein gutes Buch schlecht redet, nur weil es von einer Frau geschrieben wurde. Eine Unverschämtheit ist, dass solche diskriminierenden Äußerungen in einer Rezension verpackt werden, weil sie darin nämlich einfach nichts zu suchen haben. Eine Unverschämtheit ist, dass sich jemand anmaßt, so einen Schwachsinn überhaupt als sachliche Rezension zu verkaufen.
Und soll ich euch was sagen? Bei so was hört mein Verständnis für freie Meinungsäußerung einfach auf. Wenn ich mir schon diese beiden Beispiele angucke, dann wünschte ich mir, manchen Leuten würde man einfach das Maul verbieten, damit dem Rest der Menschheit ein Gefallen getan wird.
Und das sind ja nur die krassesten Beispiele. Es gibt auch andere Dinge, die nicht okay sind. Wenn zum Beispiel mindestens ein Stern abgezogen wird, weil das Cover nicht schön ist, finde ich das auch nicht in Ordnung. „Die Geschichte ist perfekt, aber das Cover ist hässlich, also nur vier von fünf Sternen.“ Was soll das bitte? Als hätte das auch nur IRGENDETWAS mit dem Inhalt des Buches zu tun.
Ich verstehe es wirklich nicht. Macht es die Leute geil, wenn sie so einen Schwachsinn schreiben. Fühlen sie sich dann superwichtig? Geilen sie sich jetzt an diesem Post auf, weil ich meine wertvolle Zeit dafür verschwende, ihnen zu sagen, dass sie sich schämen sollten, so eine Scheiße zu posten?
Es tut mir leid, ich flippe hier noch völlig aus, aber das macht mich so unglaublich wütend, weil ich diese Ungerechtigkeit nicht in Ordnung finde. Weil ein gutes Buch auch eine gute Bewertung verdient hat und nicht wegen irgendwelcher Diskriminierungen nur einen Stern bekommen sollte. Oder weil ein Leser einfach nichts besseres zu tun hat, als krampfhaft nach einem lächerlichen Grund zu suchen, um bloß keine fünf von fünf Sternen zu geben…
Für mich ist das einfach nur noch ein weiterer Grund, warum ich mich nicht mehr nach Amazon-Rezensionen richte, sondern lieber auf die Meinung von Bloggern/Freunden/sonst wem vertraue. Weil wirklich ernst nehmen, kann man nur noch einen sehr geringen Teil von Meinungen auf Amazon. Alles andere ist einfach nur Gelaber, das mit einer Rezension nicht mal im Entferntesten etwas zu tun hat.
Jules :)

Samstag, 4. Februar 2017

Esmeralda's mysthische Geschichten 2 - Denny van Heynen [Q]

Hi!

Diesmal möchte ich euch den zweiten Teil von Denny van Heynens Geschichtensammlung mit dem Titel "Esmeralda's mysthische Geschichten" vorstellen. Das Buch umfasst 51 Seiten und wird frei publiziert. Auch diesmal erzählt uns Esmeralda wieder drei unheimliche Geschichten, die uns Gänsehaut beschehren.
Ihr müsst Teil 1 nicht gelesen haben, um Teil 2 zu verstehen, weil es einzelne Geschichten beinhaltet. Wenn ihr aber Interesse an den anderen Geschichten habt, hier die Rezension zu Band 1.


Beschreibung:

Wieder sind wir bei Esmeralda und dürfen uns von ihr drei mysteriöse Geschichten in ihrem Wohnwagen erzählen lassen. Auch diesmal dürfen wir dabei auch wieder in Esmeraldas Welt eintauchen.

Meine Meinung:

Irgendwie haben mir die Geschichten in diesem Teil besser gefallen, als die in Teil 1. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich sie nachts im Bett gelesen habe und man sich da automatisch ein wenig mehr gruselt? Wie dem auch sei, die Geschichten sind natürlich nicht voll mit Horror und bis auf eine Gänsehaut kann man hier nicht viel erwarten - das ist aber genau das, was mir gefällt. Weil sie so für jeden geeignet sind und dank ihrer Kürze eben für einen kleinen Schauer vor dem Zubettgehen sorgen.
Dennys Stil ist wie immer klar, kurz angebunden und wenig ausschmückend. Ich mag, dass er sich auf das wichtigste beschränkt und nur die solchen Details hervorhebt, die für die Geschichte von Bedeutung sind. Natürlich kann man auf die Art keinen ausschmückenden Roman erwarten, aber ich finde diese klare Linie doch besser, als zu viel Blabla außen rum.
Ich finde auch immer wieder schön, dass Denny seine eigenen Überzeugung in das Buch einfließen lässt und man darin einfach ihn selbst erkennt. Ich glaube, ich habe das noch nie so gesagt, deswegen möchte ich das hier mal erwähnen.
Auch schön - und das habe ich schon 100x gesagt - ist, dass er es immr wieder schafft, Homosexualität in seinen Werken selbstverständlich zu nehmen und sie präsent, aber nie Hauptthema sein zu lassen. Das gefällt mir sehr gut.

Zielgruppe:

Wie gesagt, es ist ein kurzes Lesevergüngen, dass euch einen kleinen Schauer den Rücken runterlaufen lässt. Ich finde das immer ganz schön und mal eine Abwechslung zu dem ganzen 0-8-15-Kram in diesem Genre.

Geht es eigentlich nur mir so, dass mich momentan das ganze Angebot im Gay Romance Bereich so anödet? Bis auf wenig Ausnahmen, ist es echt immer das gleiche und irgendwie verliere ich dabei echt die Lust.
Jules :)

Samstag, 28. Januar 2017

12 Worte (Isabelle Rowan) [Q]

Hallo meine Lieben!

Der heutige Quickie nennt sich "12 Worte"*, stammt von Isabelle Rowan und erschien bei Dreamspinner Press. Er setzt die Geschichte aus "Eine Randbemerkung" auf 71 Seiten fort und lässt uns an Johns und Davids Weihnachten teilhaben.
Ihr müsst "Eine Randbemerkung" gelesen haben, um das Buch zu verstehen.


Beschreibung:

Weihnachten ist für viele Grund zur Freude, doch im Buchladen Margins heißt es für John, David und Jamie, über sehr vieles nachzudenken. David kämpft noch immer mit der Vergangenheit und gerade an Weihnachten fällt es ihm umso schwerer, mit seinem Sohn wieder eine Verbindung aufzubauen.
John sorgt sich um David und wird auch noch mit seinem eigenen Vater konfrontiert und Jamie muss zum ersten Mal das Fest alleine verbringen.

Meine Meinung:

Mir ging "Eine Randbemerkung" damals ziemlich nahe und ich hatte ein wenig Angst, dass diese weihnachtliche Kurzgeschichte nicht daran anknüpfen kann, aber das tut sie. Sie nimmt genau die gleiche Stimmung wieder auf, die auch im ersten Buch herrschte und schafft es, die Geschichte weiter zu erzählen und auch ein wenig weihnachtlichen Frohsinn einzubringen, ohne dass etwas von der eigentlich Story darunter leidet. Gerade David kämpft noch immer und ich mag es sehr, wie man erkennt, dass er gerade an Weihnachten wieder Probleme hat, mit seiner Situation zurecht zu kommen und die Vergangenheit ruhen zu lassen. Es ist schön, dass wir erkennen, wie er sich um Adam zu bemühen versucht und damit doch restlos überfordert ist. Vielleicht ist das ein wenig melancholisch und vielleicht ist das auch nicht eine typische, fröhliche Weihnachtgeschichte, aber für mich ist sie sehr viel tiefer und für ganz viele Leute auch realistischer. Deshalb gefällt es mir so gut.
Vielleicht kommt gerade John in der kurzen Story ein wenig zu kurz, so wird die Konfrontation mit seinem Vater nur in einer einzigen Szene behandelt. Das ist ein wenig schade, aber trotzdem okay, weil sich ja auch die Hauptgeschichte eher um Davids Schicksal und seine Beziehung zu John sieht.
Noch immer finde ich den Stil wunderschön, ich mag die Charaktere der drei Männer und wie sie zusammen agieren. Ich mag, dass Weihnachten einen Platz findet, ohne Kitsch und Glamour und Friede, Freude, Eierkuchen. Und ich mag, wie es einen Platz findet. Ich liebe Davids "Adventskalender" und die Art, wie die drei Männer für einander da sind. Und ich liebe es, wie so viele Anekdoten von früheren Weihnachtsfesten in die Geschichte eingebaut werden.
Für mich eine sehr gelungene Weihnachtgeschichte, die ich nur empfehlen kann.

Zielgruppe:

Wie gesagt, ihr müsst "Eine Randbemerkung" gelesen haben, um hier mitzukommen, aber wenn ihr es getan habt, dann solltet ihr sie wirklich lesen. Ihr erfahrt, wie es mit den Männern weitergeht, was euch sicher interessieren wird.

Ich weiß, Weihnachten ist schon um, tut mir leid. Aber naja, ich finde, man kann solche Geschichten eigentlich das ganze Jahr lesen. Also beschwert euch nicht. ;D
Jules :)




* Diese Geschichte wurde mir von "Dreamspinner Press" als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! :)

Samstag, 21. Januar 2017

Like a dream (Juliane Seidel)

Hey!

Heute möchte ich euch die Benefizanthologie "Like a dream"* vorstellen, welche von Juliane Seidel herausgegeben worden ist. Sie wird frei publiziert und umfasst auf 424 Seiten ganz viele Geschichten rund um das grobe Thema "Traum".
Der Erlös geht an das Mainzer LSBTI-Zentrum „LBSK e.V.“.


Bescheibung:

Ich habe überlegt, jede einzelne Geschichte hier noch einmal zu beschreiben, aber dann habe ich mich doch dagegen entschieden, weil ich schätze, dass ihr sowieso nicht jede einzelne Beschreibung der 16 Geschichten durchlesen werdet.
Grob gesagt, handeln sie alle vom Thema "Traum", dass aber auf ganz unterschiedliche Art und Weise umgesetzt wird. So unterschiedlich, wie die zahlreichen Autoren, sind natürlich auch die Geschichten selbst, aber gerade dadurch, dürfte für jeden von euch etwas dabei sein.

Meine Meinung:

Ich selbst tue mir immer schwer mit Anthologien. Ich lese sie ungern und ich rezensiere sie ungerne und deshalb beschränke ich mich darauf, ein paar zusammenfassende Worte zur Anthologie an sich zu geben.
Ein bisschen ist so eine Anthologie wie ein Adventskalender und auch hier weiß man nie, welcher Schatz sich hinter der nächsten Story verbergen mag. Ganz viele kunterbunte Autoren haben hier mitgewirkt und einigen von ihnen hatte ich schon abgeschworen, manch andere kannte ich noch gar nicht. Umso mehr hat es mich gefreut, dass ich hier noch mal eine kurze Geschichte von ihnen lesen  konnte und mich teilweise wirklich vom Gegenteil überzeugen lassen konnte. Es ist schön, dass man durch so einen Band immer noch auf Schätz stößt, die man vorher gar nicht gekauft hätte.
Die Geschichten sind sehr unterschiedlich und es ist nur logisch, dass einem nicht jede einzlene gefallen kann. Auch mir haben nicht alle gleich gefallen. Aber dafür findet man eben auch welche, die einen unglaublich gut gefallen und alleine dafür lohnt sich der Kauf dann natürlich schon.
Man merkt auch, dass hier sehr viel Mühe in die einzelnen Geschichten gelegt worden ist, weshalb sie durchweg auf einem guten Niveau liegen, auch was den Schreibstil betrifft.
Allein schon, weil sie einem guten Zweck dient, lege ich euch diese Anthologie natürlich ans Herz, aber auch, weil ich wirklich überzeugt davon bin, dass ihr hier ganz viele, ganz tolle Geschichten finden werdet, in denen man genau merkt, dass sehr viel Mühe darin steckt.

Zielgruppe:

Wie gesagt, eigentlich müsste bei einer solchen bunten Sammlung für jeden etwas dabei sein, aber natürlich kann ich das nicht versprechen. Alledings möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass ihr mit dem Kauf etwas Gutes tut. Alleine das sollte meiner Meinung nach schon Grund genug sein.

Ich muss euch gestehen, ich möchte so viel Gutes tun und wenn dann gewisse Spendenaufforderungen im Briefkasten landen, zögere ich, weil ich gar nicht weiß, wohin mein Geld bei solch großen Organisationen fließt. Umso mehr liebe ich solche Aktionen wie diese hier, bei der ich genau weiß, wofür das Geld verwendet wird. Ich denke, man kann hier punktgenau etwas Gutes tun und das finde ich schön.
Jules :)

Samstag, 14. Januar 2017

Kampf der WuLi [K]

Hi ihr Lieben!

Ich bin mir sicher, ihr kennt das Problem: Eine ewig lange Wunschliste an Büchern, von der man weiß, dass man sie niemals abarbeiten werden wird. Sie wächst und wächst und man weiß einfach nicht, wann man all das jemals lesen soll. Und dann entstehen irgendwann WuLi-Leichen, also Bücher, die schon ewig auf der Liste stehen, aber die ihr einfach nie lest, weil immer andere dazu kommen, die ihr lieber lesen möchtet.
Ich habe mein Problem jetzt endlich mal in Angriff genommen und meine WuLi konsequent auf einen kleinen Haufen Bücher reduziert. Anlässlich dieser radikalen Maßnahme, dachte ich mir, könnte ich euch ja auch ein paar Tipps und Tricks mit auf den Weg geben, damit ihr eure Liste auch etwas schmälern könnt. Ihr müsst ja nicht so streng vorgehen wie ich, aber wenn eure Liste aussieht, wie meine es tat, dann glaubt mir: Es ist wirklich nötig!

1. Der richtige Moment
Bevor ihr überhaupt loslegt, solltet ihr euch genau überlegen, wann ihr diese Aktion macht. Erstens dauert es vielleicht ein wenig, alles durchzuschauen, also braucht ihr Zeit und zweitens müsst ihr in der richtigen Stimmung dafür sein. Ihr kennt das vielleicht: Manchmal schaut man seine WuLi an und freut sich einfach, dass noch so viele tolle Bücher auf einen warten – und manchmal kotzt sie einen voll an, weil sie so lang ist. Wenn ihr gerade wieder genervt seid, dann macht ihr diese Aktion. Nur so seid ihr in der Lage, euch von Büchern darauf zu trennen, ansonsten werdet ihr immer sagen: „Ach na ja, dass lass ich mal drauf. Und das auch. Und das….“

2. Beschreibungen abchecken
Wenn ihr dann loslegt, beginnt ihr am besten mit Büchern, die euch völlig unbekannt sind. Heißt: Vielleicht geht es euch wie mir und ihr habt Bücher auf der Liste, die ihr euch noch nie genau angesehen habt. Irgendjemand hat sie euch mal empfohlen, ihr habt sie auf einem Blog gefunden oder das Cover hat euch einfach angesprochen. Dann habt ihr sie schnell auf die WuLi gepackt, damit ihr sie nicht vergesst und seitdem gammeln sie dort rum.
Um die kümmert ihr euch als erstes. Schaut euch all die Bücher an, von denen ihr nicht mehr genau wisst, warum sie überhaupt auf der Liste stehen und entscheidet euch dann, ob sie dort berechtigt stehen oder ob ihr sie nicht gleich verbannen könnt.

3. Wunschlisten-Leichen
Ähnlich verfahrt ihr mit den Büchern, die ihr schon ewig auf der Liste habt und deren Kauf ihr immer wieder verschoben habt. Vielleicht wisst ihr nicht mal mehr, um was es darin genau geht, so lange habt ihr sie nicht mehr beachtet. Guckt euch die Bücher an, lest euch die Beschreibung durch und fragt euch einfach: „Warum habe ich es noch nicht gelesen?“
Vielleicht lest ihr es einfach nicht, weil es euch nur halbherzig anspricht. Dann weg damit! Oder ist es zu teuer? Dann überlegt euch einfach, ob ihr es euch irgendwann gönnen werdet, oder ob es nicht sinnvoller ist, es dann gleich ganz zu vergessen.

4. Ranking-System
Erstmal in der Form reduziert, habt ihr vielleicht schon etwas Platz geschaffen und könnt euch nun den Büchern widmen, die mit einer gewissen Berechtigung auf der Liste stehen. Jetzt ist es sinnvoll, die WuLi in Papierform vor euch zu haben. (Also falls ihr sie nicht handschriftlich führt sondern z.B. nur auf dem Kindle, dann tipp sie fix aber oder schmiert sie euch auf einen Zettel, denn sonst wird es schwierig, den Überblick zu behalten.)
Nehmt euch drei verschiedenfarbige Textmarker und dann markiert ihr mit je einer Farbe: „will ich unbedingt lesen“ – „will ich lesen“ – „will ich vielleicht“
Die, die ihr unbedingt lesen wollt, könnt ihr dann gleich abhaken. Die bleiben auf der Liste und ihr wisst dann beim nächsten Kauf genau, welche ihr als erstes wegmachen möchtet.
Die, die ihr jedoch nur mit „vielleicht“ markiert habt, solltet ihr euch noch mal ansehen und euch fragen, warum sie nur ein „vielleicht“ abbekommen haben. Sicher könnt ihr euch dann doch noch von dem einen oder anderen davon trennen und ihr solltet diese Bücher auch im Auge behalten. Wenn sie dann doch zu Wuli-Leichen werden, einfach löschen.
Die Bücher, die ihr irgendwann mal lesen wollt, sind die neutralen Bücher. Auch sie können erstmal stehen bleiben, aber auch sie solltet ihr im Auge behalten. Nur für den Fall, dass sie in ein paar Wochen nur noch ein „Vielleicht“ abbekommen würden.

5. Bleibt am Ball
Nun habt ihr es geschafft und eure Liste ist kleiner geworden. Aber wie in Punkt 4 schon angedeutet, solltet ihr sie alle paar Monate neu durchgehen. Manchmal verändert sich einfach der persönliche Geschmack recht schnell und dann interessieren die Bücher, für die man mal Feuer und Flamme war, einen gar nicht mehr so sehr. Oder ihr merkt auf Dauer, dass euch ein Buch einfach nicht genug anspricht, um es zu kaufen.
Also einfach alles ab und an mal wiederholen, um die Liste nie mehr so endlos lang werden zu lassen.

6. Vorsicht ist besser als Nachsicht
Was ihr auch tun solltet, ist kritisch zu hinterfragen, ob ein Buch es überhaupt auf die Liste schafft. Heißt, nie mehr solche Aktionen starken, wie oben beschrieben, damit ein Buch nur zum „vormerken“ auf der Liste landet. Gleich ganz genau prüfen, ob es euch wirklich interessiert, ihr den Autor mögt, etc. Entweder merkt ihr dann gleich, dass es doch nicht sooo interessant für euch ist oder aber ihr könnt euch sicher sein, dass es auf der Liste auch wirklich mit Begründung steht. Vielleicht dauert das dann einen Moment länger, als das ursprüngliche Verfahren, dafür habt ihr aber nicht mehr so viel Ärger, die Liste klein zu halten.

Jules :)

Samstag, 7. Januar 2017

Zuflucht im Käfig (Tempeste O'Riley)

Hallo!

Endlich wieder BDSM! Das Buch nennt sich "Zuflucht im Käfig"*, stammt von Tempeste O'Riley und erschien bei Dreamspinner Press. Es handelt von Kaden, der nach einem Unfall gelähmt ist und nun glaubt, keinen Dom mehr zufrieden stellen zu können.


Beschreibung:

Kaden sitzt seit einem Angriff von homophoben Idioten im Rollstuhl und hat die Hoffnung aufgeben, jemals wieder eine BDSM-Beziehung führen zu können. Er ist überzeugt, dass kein Dom sich für einen Sub interessiert, der nicht mehr beweglich genug für diverse Spielarten ist.
Durch Freunde lernt er dann aber Deacon kennen und dieser hat Interesse an Kaden und lässt sich auch nicht von seiner Behinderung abschrecken. Als Dom recht anspruchsvoll, scheint ausgerechnet Kade der Sub zu sein, der ihn glücklich machen kann. Nun liegt es an Kade, ob er Deacon wirklich Vertrauen schenken und selbst wieder Selbstbewusstsein aufbauen kann.

Meine Meinung:

An sich hat mir das Buch sehr gut gefallen. Endlich wieder ein BDSM-Buch, dass duch einen schönen, flüssigen und detaillierten Schreibstil überzeugen kann. Die Geschichte geht durchaus langsam voran, man merkt nach und nach, wie Deacon sich Kadens Vertrauen sichert und Kaden lernt, selbstbewusster mit sich und seiner Behinderung umzugehen. Dieser Fortschritt zieht sich durch das ganze Buch und es gefällt mir sehr, dass Stück für Stück zwischen den beiden Männern ein Band gesponnen wird, dass für den Leser einfach greifbar ist.
Wahrscheinlich könnt ihr es euch schon denken, aber mir gefällt eben hier besonders gut, dass Kaden im Rollstuhl sitzt und der Fokus eben darauf liegt, dass er auch so noch begehrenswert ist. Übrigens finde ich es großartig, dass dies auch noch mit BDSM verwoben wird, denn - wie im Buch auch angesprochen - ist gerade eine solche Sexpsielart dann nochmal eine richtige Herausforderung für Sub und Dom. Übrigens finde ich, dass hier super darauf eigegangen wird, wie die beiden ihre Sessions mit Kades Behinderung meistern.
Leider ist es mir trotzdem noch zu wenig BDSM. Oft werden tatsächlich die eigentlichen Sessions sogar übersprungen. Das Thema ist eigentlich immer vorhanden, es gibt aus gute, ausfürhliche Sessions - aber für mich hätte es noch mehr sein könne. Auch dann, wenn eine Session beschrieben wird. Allerdings muss man auch sagen, dass sich viel Mühe damit gegeben wurde, gerade eben auch auf Kades Behinderung einzugehen. Also wirklich meckern möchte ich nicht und das, was geboten wird, ist eigentlich auch sehr schön.
Außerdem ist in dem Buch auch eine Session mit einem anderen Paar enthalten und einmal spielt Deacon auch mit Kade im Club. Ich persönlich mag es zwar nicht so, wenn "geteilt" wird, aber ich finde es einfach schön, dass auch solche Varianten eingebaut wurden.
Ansonsten kann ich an dem Buch wirklich nicht viel nörgeln, einzig vielleicht noch, dass es mir an der einen oder anderen Stelle ein wenig zu kitschig war - allerdings noch im Rahmen, weil es wirlich nur ab und an vorkommt.


Zielgruppe:

Wenn ihr BDSM mögt, dann gefällt euch dieses Buch sicher. Zumal die Beziehung zwischen Deacon und Kaden wirklich super dargestellt wird und sozusagen sämtliche Grundsätze, die eine richtige BDSM-Beziehung meiner Meinung nach ausmachen, enthält. Durchaus empfehlenswert.

Wie, wenn nicht mit BDSM, sollte ich denn in den Januar starten? Ich freue mich auf 2017 und darauf, weiterzumachen mit dem Blog.
Jules :)



* Dieses Buch wurde mir von Dreamspinner Press als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! :)

Dienstag, 3. Januar 2017

Ankündigung #25 - es geht weiter!

Hey!

Für alle, die zu faul waren, die ewig lange Jahreszusammenfassung durchzulesen, hier noch einmal kurz und knapp das allerwichtigste:

> Ab 2017 ist die Blogpause beendet und ich werde wieder regelmäßig jeden Samstag um 10:00 Uhr einen Post bringen

> Alledings wird es samstags nicht immer eine Rezension geben, sondern auch alle anderen Beiträge, die ich so im Laufe des letzten Jahres gebracht habe (Kolumnen, Neuzugänge, etc.)

> Ob und wann es wieder Specials wie z.B. die Themenwoche geben wird, halte ich mir offen. Ausgeschlossen habe ich es nicht.

> Momentan lese ich vorwiegend Rezensionsexemplare. Wer mir ein solches schicken möchte, kann das gerne tun, muss aber mit größeren Wartezeiten rechnen, auch wenn natürlich solche Bücher Priorität bei mir haben

> Es kann sein, dass ich auch mal ein Buch ablehne, wenn ich sehr viel zu lesen und sehr wenig Zeit habe, aber ich merke es mir vor und komme dann evtl. später noch mal auf euch zurück, wenn wieder mehr Zeit ist.

So ist der aktuelle Plan, ich weiß natürlich nicht, wie sich 2017 entwickelt. Vielleicht schaffe ich auch wieder mehr Posts, vielleicht höre ich doch noch auf... auf jetzt konzentriere ich mich erstmal darauf, euch jeden Samstag wieder mit Lesefutter und anderen Beiträgen zu füttern.

Auf ein schönes 2017 mit euch!
Jules :)