Mittwoch, 31. Juli 2013

Rollenspiele (Hans Olsson)

Hallo! :)

Das heutige Buch klingt zwar stark nach Erotik, aber es ist nur ein harmloses Jugendbuch. :D
"Rollenspiele" von Hans Olsson erschient im Omnibusverlag, umfasst 287 Seiten und handelt von einem Jungen namens Alexander, der versucht, sich einzugestehen, dass er schwul ist.


Beschreibung:

Johan Alexander - der von den meisten Alexander genannt wird - hat alles, was er will. Einen guten Freundeskreis, eine tolle Familie und haufenweise Mädchen, die auf ihn fliegen.
Das einzige Problem an der Sache ist, dass er sich bereits eingestehen musste, mehr Interesse an Jungs zu haben.
Weil er das aber nicht zugeben möchte, flüchtet er sich nahezu in Beziehungen zu Mädchen, die dann natürlich im Desaster enden. Er spielt also - um den Titel aufzugreifen - eine Rolle, damit niemand erahnen kann, was eigentlich mit ihm los ist.
Dies führt dazu, dass er sich nur Schritt für Schritt damit abfinden kann und lernt, zu sich zu stehen. 

Meine Meinung:

Was die Gefühle, Gedanken und Ängste eines Jungen angeht, der erkennt, dass er schwul ist, gibt es kaum ein Buch, dass dies so detailliert, ausführlich und einfühlsam schildern kann, wie dieses.
Dadurch, dass auch noch die Ich-Perspektive verwendet wird, kann man sich komplett in Alex hineinversetzen und nachvollziehen, warum er wann wie reagiert.
Von dieser Seite aus betrachtet, ist das Buch sehr gelungen und beschreibt auf eindrucksvolle Art und Weise den Weg, den ein Junge gehen muss, ehe er sich outen kann.
Andererseits ist das Buch am Anfang ziemlich langwierig. So ausführlich die Gefühle und Gedanken geschildert werden, so ausführlich wird auch auf Nebensächlichkeiten eingegangen, die teilweise schon ein wenig stören können. Zum Beispiel erleben wir sehr lange Beziehung um Beziehung mit einem Mädchen, was anfangs sicher noch gut in das Geschehen passt, irgendwann aber nervt. Ich persönlich hätte Alex zwischendurch gerne geschüttelt und angeschrieen: Jetzt reicht es aber mal mit deinen Frauengeschichten!!!
Ein tolles Buch also, in welchem mir nur die Liebe ein wenig zu kurz kam, was aber nicht schlimm ist, weil die Hauptthematik nun mal nicht Liebe sondern Coming-out ist.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

In dem Buch tauchen zwar sexuelle Elemente auf, die aber nicht zu ausführlichst beschrieben werden, so dass man das Buch ohne Probleme ab 14 Jahren lesen kann.
Geeignet ist es für alle, die gerne eine Coming-out-Geschichte mit allen Problemen, die ein Coming-out so mit sich führt, lesen wollen. Wer allerdings auf eine romantische Liebesgeschichte hofft, sollte vielleicht doch ein anderes Buch wählen.

Das war's von mir zu dem Buch! Ich weiß nicht, ob das Buch so bekannt ist. Aber vielleicht hat es wer von euch schon gelesen? Was haltet ihr davon?
Liebe Grüße, Jules! :)

Dienstag, 30. Juli 2013

Will & Will (John Green / David Levithan)

Hallo!!! :)

Der heutige Roman ist eine Zusammenarbeit von John Green und David Levithan, nennt sich "Will & Will" und erschien bei cbt. Er besitzt 378 Seiten und lässt sich im Genre Jugendbuch einordnen.
Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei dem Buch um zwei Jungs, die beide Will heißen, und deren Weg sich eines Tages kreuzt.


Beschreibung:

Will Grayson ist 17 und über beide Ohren in seine Mitschülerin Jane verknallt. Das will er sich allerdings nicht eingestehen.
Der andere will Grayson ist ebenfalls 17, schwul aber nicht geoutet und verknallt in seine Internetbekanntschaft Isaac.
Beide können sie mit ihren Problemen nicht wirklich umgehen, bis sich ihr Weg eines Abends schneidet.

Meine Meinung:

Ich weiß nicht warum, aber David Levithans Bücher gehen mir persönlich ziemlich gegen den Strich. Auch in diesem Buch ist alles wieder auf  heile Welt getrimmt. In der Schule gibt es wie immer kaum Probleme - so läuft es nur leider im echten Leben nicht!
Und dann will man zwar auf die Homosexualität des einen Will eingehen, theamtisiert sie dann aber bei dem anderen Will seinem besten Freund Tiny, der so ziemlich der Inbegriff aller Schulen-Klischees sit.
Überhaupt ist dieses Buch voller Klischees gepackt, was ich einfach nur schade finde, weil man mit der Grundhandlung sicher ein gutes Buch hätte daraus machen können.
Was wieder ein großes Thema ist: Freundschaft. Was an sich gut ist, aber ich frage mich, warum man dann unbedingt ein Buch über Schwule schreiben will, wenn diese genauso gut von Heteros ersetzt werden könnten.
Unterm Strich ürde ich es so sagen: Wer Kitsch und Klischees sucht, der wird sie hier finden!

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Da es ein Jugendbuch ist, unterliegt es keiner Altersbeschränkung und kann ab 12 Jahren gelesen werden, da es keine sexuellen Komponenten enthält.
Als Zielgruppe würde ich primär Fans von John Green und David Levithan nennen, aber natürlich ist es auch für alle anderen, die gerne realitätsferne Bücher über die - nicht immer ganz so heile - Welt eines Teenagers lesen wollen, bestens geeignet.

Ich weiß, dass die Rezension sich total von denen abhebt, die man sonst zu diesem Buch findet. Ich frage mich wirklich, warum mich so ein Buch nicht anspricht, wo es doch scheinbar sonst jeden anzusprechen scheint...
Fandet ihr es gut? Was hat euch denn daran gefallen? Welchen Zauber hat dieses Buch auf euch gehabt, der bei mir irgendwie nicht angekommen ist?
Und lobt das Buch nur jeder, obwohl es eigentlich ziemlich schlecht ist?
Naja... vielleicht bekomm ich ja eine Antwort darauf. Bis morgen dann, Jules :)

Montag, 29. Juli 2013

Meine Sicht der Dinge (Will Davis)

Hey ihr! :)

Ich möchte euch heute einen meiner Lieblingsromane vorstellen. "Meine Sicht der Dinge" stammt von Will Davis, erschien im Bruno Gmünder Verlag und enthält 234 Seiten.
Gehandelt wird das Buch nur im groben Genre Gegenwartsliteratur, aber ich würde es tatsächlich als Jugendbuch bezeichen.
Es geht um den 17jährigen Jazz, der in seinem Leben allerhand Probleme zu meistern hat, die sich um seine Sexualität drehen.


Beschreibung:

Jazz hat mehr Probleme, als nötig. Die Ehe seiner Eltern steht kurz vor dem aus, seine Schwester sieht sich als neue Heilige, weil er sich nicht an die Regeln hält, soll er zur Psychotherapie und geoutet ist er auch noch nicht.
Und wäre das alles nicht schon genug, trifft er plötzlich den Jungen seiner Träume in einer Discothek.
Bei dem Versuch, ihm nahe zu kommen, verstärken sich seine Probleme nur mehr und mehr, bis er die Schnauze voll hat und mit seiner besten Freundin abhaut.

Meine Meinung:

Ich habe das Buch nahezu verschlungen, weil es so erfrischend zu lesen ist. Man bekommt als Leser ein Art Monolog von Jazz vor die Nase gehalten, in dem er alles schonungslos ehrlich berichtet.
Dabei schlägt er einen Ton an, der dem Leser das Gefühl vermitteln soll, Jazz sei das alles scheiß egal. Dank diesen teils ironischen, teils sarkastischen und immer humorvollen Aussagen ist es völlig unmöglich, nicht zu lachen. Dies macht das Buch zu einem sehr spaßigen Leseabenteuer.
Schade finde ich nur, dass man seine Schwester ein wenig zu drastisch dargestellt hat. Mir hätte es besser gefallen, sie ein wenig gediegener und nicht so gottesgläubig darzustellen.
Andererseits führt gerade diese Tatsache ebenfalls zu einigen Lachern, so dass es unterm Strich schon so in Ordnung ist.
Natürlich ist es an manchen Stellen ein wenig übertrieben - aber gerade das macht es ja so lustig.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Das Buch kann ich einfach nur jedem empfehlen. Es macht Spaß, es zu lesen und man bekommt einen Einblick in die Welt eines schwulen Teenagers, der mit allerlei - teil skurrilen - Problemen zu kämpfen hat.
Eine Altersbeschränkung gibt es nicht, ich würde es aber, da zumindest kurzweilig auch Sex eine Rolle spielt, ab 14 Jahren empfehlen.

Ich liebe dieses Buch so sehr, dass ich es schon mehr als einmal gelesen habe! Wie geht es euch? Kennt ihr es? Mochtet ihr es? Ich habe auch schon viele negative Rezensionen dazu gelesen, die ich persönlich nicht  gerechtfertigt finde. Aber vielleicht seht ihr das ja anders. Lasst es mich wissen.
Jules :)

Sonntag, 28. Juli 2013

Noahs Kuss... und plötzlich ist alles anders (David Levithan)

Hallo ihr Lieben! :)

Heute geht es um David Levithans "Noahs Kuss... und plötzlich ist alles anders", welcher im cbt Verlag erschienen ist und 283 Seiten besitzt.
Es ist ein Jugendbuch und handelt von Paul und Noah, die sich in einander verlieben und deren Beziehungsglück kurz darauf von Pauls Ex Kyle bedroht wird.


Beschreibung:

So ganz ist Paul noch nicht über Kyle hinweg, obgleich sein Leben ansonsten perfekt scheint. Er hat keinerlei Probleme mit seiner Homosexualität und auch sein Umfeld nimmt es gelassen auf.
Als er eines Abends Noah kennenlernt, verliebt er sich ganz plötzlich und versucht tagsdrauf den Jungen wieder zu finden.
Tatsächlich trifft er erneut auf Noah und eine zarte Beziehung baut sich zwischen den beiden Jungs auf. Doch kurz darauf tritt Kyle wieder in Pauls Leben und nach einem verhängnisvollen Kuss - der von Noah nicht ungesehen bleibt - muss Paul um seine Beziehung bangen und versuchen, Noah wieder für sich zu gewinnen.

Meine Meinung:

Ich finde das Buch an sich eigentlich sehr lesenswert. Es ist eine zarte Liebesgeschichte zwischen Teenagern ohne große Probleme und Skandale. Es wird sich voll und ganz auf Pauls Probleme rund um Noah konzentriert, was es zu einem kurzweiligen, aber äußerst niedlichen Roman macht, der sicher viel Freude bereiten kann.
Leider finde ich, dass in dem Buch viel zu stark auf heile Welt gemacht wird. Niemand scheint mit Homosexuellen ein Problem zu haben, in der Schule sind alle homosexuellen und bisexuellen Protagonisten - welche in unrealitstisch hoher Anzahl dort auftreten - beliebt, Pauls Familie akzeptiert ihn ohne Probleme und überhaupt ist alles perfekt. So ist es also kein Wunder, dass es sich nur um Pauls kleine Welt und dessen Beziehung zu Noah dreht, was teilweise fast schon wieder langweilig ist, weil sonst einfach gar nichts anderes passiert.
Man kann also durchaus behaupten, dass es sicher eine süße Liebesgeschichte ist, die aber durch ihre realitätsferne und ihre, dadurch enstehende, Begrenzung zu einem einzigen Problem auch schnell sehr langweilen kann.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Da es ein Jugendroman ist, ist der lockere-jugendliche Schreibstil auch auf eine junge Zielgruppe ausgelegt. Ebenso die Thematik und der Handlungsort. Man kann ihn also ohne Probleme ab 12 Jahren lesen, da er auch keinerlei sexuelle Handlungen enthält.
Als Zielgruppe würde ich in der Tat auch jüngere Leute ansprechen, die einfach in eine süße romantische Welt eintauchen möchten und denen es egal ist, ob das Buch nahe an der Wirklichkeit dran ist oder nicht.

Das war's auch schon!
Wie fandet ihr das Buch? Eher spannend oder eher langweilig?
Euer Jules ;)

Samstag, 27. Juli 2013

Ich dich auch nicht (Sacha Sperling)

Hey hey :)

Das heutige Buch nennt sich "Ich dich auch nicht" von Sacha Sperling und erschien bei Piper. Er umfasst 212 Seiten und handelt von Sacha, einem Jungen aus guten Hause, der von Augustin in einen Sog aus Alkohol, Drogen und Sex gezogen wird.


Beschreibung:

Sacha stammt aus guten Hause und hat alles, was man sich wünschen kann: Er ist beliebt und verwöhnt. Als er jedoch Augustin kennenlernt, gibt es etwas an diesem Jungen, dass ihn nicht mehr los lässt. Und so taucht er immer mehr in eine Welt aus Alkohol, Drogen und Sex und kann dieser nicht mehr entkommen.
Immer mehr ist er auf der Suche nach sich selbst und entfernt sich dabei nur immer mehr von seinem wahren Ich.
Auch dreht sich alles um Augustin, vor dem er cool dastehen möchte und deshalb Mädchen aufreißt, als wäre es ein Sport - obwohl er eigentlich nur Augustin selbst möchte.

Meine Meinung:

Ehrlich gesagt ist es mir unverständlich, warum so viele Leute dieses Buch so sehr loben.
Ich finde, darin sind viel zu viele Elemten einer zerütteten Gesellschaft eingebaut, so dass das Buch von Klischee zu Klischee stolpert und einfach nichts auslässt. Man kann nun natürlich sagen, dass es die Leute wachrüttelt will, allerdings brauche ich nur aus dem Fenster stehen, um der Realität ins Auge zu blicken und muss dafür nicht extra dieses Buch lesen.
Auch wirkt es auf den Leser absolut unbefriedigend, weil Sacha einfach alles tut, nur nicht das, was richtig ist und weil diese ganze Geschichte rund um die Begierde von Augsutin einfach total fehl am Platz wirkt. Es ist, als hätte man es noch schnell mit eingebaut, um noch einen Punkt mit abzudecken, der Sacha so sehr in seine Verzweiflung und Sinnsuche stürzt. Man wollte hier provozieren und das ist auch gelungen. Für mich persönlich war man aber zu verbissen darauf fixiert, so dass das Buch unterm Strich eigentlich totaler Quatsch ist.
Und obwohl Homosexualität durch die Liebe zu Augustin eigentlich in diesem Buch vorhanden ist, wird sie doch kaum thematisiert. Ebenso hätte Augustin ein Mädchen sein können, es hätte sich genauso in die Geschichte einbauen lassen, was nur wieder zu dem Schluss führt, dass man damit nur ein weiteres Element abdecken wollte, um das Buch so skandalös wie nur möglich zu machen.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Auch, wenn ich in diesem Bereich eigentlich keine persönliche Meinung einfließen lassen möchte, so muss ich doch sagen, dass ich dieses Buch nur Leuten empfehlen kann, die darauf abzielen, ein Buch über einen zerütteten Jugendlichen zu lesen, der einfach kein Klischee auslässt.
Allen Leuten, die - wie ich - das Buch lesen wollten, weil sie dachten, ein Buch über Homosexualität in Händen zu halten, rate ich ab.
Eine Altersbeschränkung gibt es nicht. Ich würde es ab 14 Jahren empfehlen.

Was sagt ihr denn zu dem Buch?
Findet ihr, ich habe es zu stark kritisiert oder würdet ihr zustimmen?
Freu mich auf eure Meinung!
Jules :)

Freitag, 26. Juli 2013

A strong hand (Catt Ford)

Hey ihr! :)

Heute möchte ich euch einen Roman vorstellen, den man gut und gerne in den Bereich Erotik stecken könnte.
Und zwar handelt es sich um Catt Fords "A strong hand", welcher im Cursed Side Verlag erschienen ist und 297 Seiten umfasst.
Handeln tut er von Fotograf Damien, der lange in der BDSM-Szene tätig war und sich nun ganz der Fotografie widmen will. Dieser Vorsatz wird aber duch seinen neuen Assistenten Nicholas zerstört.


Beschreibung:

Damian war lange in der BDSM-Szene als Top tätig und hat nun damit abgeschlossen. Für ihn ist diese Welt zu oberflächlich und er hat keine Lust mehr auf Spielereien, die er teils ziemlich affig findet.
Stattdessen möchte er sich ganz seinem Hobby und Beruf, dem Fotografieren, widmen.
Als er für einen guten Freund Fotos für einen Sexspielzeugkatalog im BDSM-Bereich machen soll, kommt ihm sein neuer Assistent Nicholas als Model gerade Recht.
Tatsächlich scheint Nicholas gerne Model zu sein, genießt er doch die sexuelle angehauchten Momente während der Shootings.
Das entgeht Damian natürlich nicht und es fällt ihm von Mal zu Mal schwerer, Nicholas zu widerstehen. Es kommt also schließlich so, wie es kommen muss: Die beiden beginnen eine BDSM-Affäre, mit deren Verlauf auch immer mehr Gefühle zwischen den Beiden zu enstehen scheinen.

Meine Meinung:

Ich muss ehrlich sagen, dass die BDSM-Szene etwas ist, dass mich immer abgeschreckt hat. Deswegen hatte ich auch ein wenig Angst, den Roman zu lesen.
Aber meine ersten Hemmungen sind schnell verflogen, weil die Geschichte einfach unglaublich gut erzählt wird. Zum einen sind zwar viele BDSM-Elemente eingebaut, die dem Leser aber alle so erklärt werden, dass es gar nicht mehr all zu abschreckend wirkt.
Man bekommt also einen guten Einblick in die BDSM-Szene und - was für mich noch bedeutsamer ist - man lernt, dieses seltsame Verhältnis zwischen Top (dominanten Part) und Sub (devoten Part) zu verstehen.
Was der Roman sehr schön deutlich macht ist die Tatsasche, dass trotz der zunächst harten Behandlungen in den Sessions durchaus Gefühle mit ihm Spiel sind. Und mir sind diese sogar viel intensiver vorgekommen, als in manch anderem normalen Liebesroman.
Wenn man an BDSM denkt, so meint man immer, dass es nur um Schmerz geht, aber es geht auch um viel Zärtlichkeiten. Und das Verhältnis der beiden zu einander ist von viel besitzergreifenden und schützenden Verhalten beeinflusst, dass einfach irgendwie rührend ist. Tatsächlich handelt es sich bei dem Roman also um eine Liebesgeschichte, deren sexueller Teil einfach nur stark von BDSM-Elementen lebt. Damit lässt das Buch diese Szene in einem ganz anderen Licht erscheinen - und das ist wunderbar!


Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Für mich überraschend steht auf diesen Roman - wie bei Romanen aus dem Cursed Side Verlag üblich - keine Altersbeschränkung.
Da es aber BDSM-Elemente und Sexszenen enthält, würde ich hier durchaus eine Altersbegrenzung bei 16 Jahren ziehen. (18 erscheint mir ein wenig zu hart, weil die BDSM-Elemente von vielen liebevollen Momenten ausgewogen werden.)
Ans Herz legen kann ich den Roman eigentlich jeden. Er ist in einer sehr lockeren Sprache geschrieben, die Erwachsene sicher nicht abschreckt und sich aber natürlich damit gut für junge Leute eignet.
Wer Hemmungen bezüglich der Thematik haben sollte, der braucht vor diesem Roman keine Angst haben. Im Gegenteil - er räumt mit Vorurteilen gegenüber dieser Szene auf, gibt gute Einblicke in diese und macht richtig Lust, zumindest harmolsere Varianten vielleicht einmal selbst auszuprobieren.

Das war es auch schon zu diesem Buch.
Mich würde ja sehr interessieren, ob ihr es euch kaufen würdet oder ob euch das Thema wirklich total abschreckt. Vielleicht habe ich mit der Rezesion auch schon jemanden bekehrt?
Wäre schön, wenn ihr antwortet!
Grüße, Jules. :)

Donnerstag, 25. Juli 2013

Libellenfeuer (Juna Brock / Stefanie Herbst)

Hallo! :)

Da es gestern keine Rezension gab, gibt es heute eben zwei!
Also stelle ich euch noch das Buch "Libellenfeuer" von Juna Brock und Stefanie Herbst vor, welches im Dead Soft Verlag erschien und 240 beinhaltet.
Es ist dem Genre Gegenwartsliteratur zugeordnet und handelt von Robin, der nach seinem Gefängnisaufenthalt einen neuen Job annimmt, den er absolut nicht leiden kann und dabei auf den Sohn des Chefs, Oliver, trifft.



Beschreibung:

Nachdem Robin wegen Brandstiftung im Gefängnis saß, muss er den Bewährungsauflagen gerechet werden und im "Dragonfly" jobben. Dort nervt ihn nicht nur sein strenger, kaltherziger Chef, sondern auch dessen Sohn Oliver, der Robin einfach zu neugierig ist. Dennoch kann er sich dem Jungen nicht lange entziehen und es entsteht eine Art Affäre, die immer wieder mit Problemen konfrontiert wird.
Als das "Dragonfly" abbrennt, gerät Robin natürlich unter Verdacht und das Vertrauen zwischen den beiden Männern scheint zu zerbrechen.

Meine Meinung:

Das Buch beinhaltet eine klassiche Liebesgeschichte: Eine zarte Beziehung, in welcher man mit Höhen und Tiefen zu kämpfen hat.
Das schöne ist, dass immer wieder abwechselnd aus der Sicht von Robin und Oliver erzählt wird. Weil es bei beiden hauptsächlich um ihre Gefühle geht und das Thema Beziehung nie wirklich in den Schatten rückt, stört dies aber nicht. Stattdessen erhält man einen guten Blick auf beide Seiten der Geschichte.
Alles in allem ist es ein Liebesroman mit durchdachter Story, der sich locker lesen lässt.
Dadurch, dass die Charaktere noch sehr jung sind, enthält er auch eine spritzige Leichtigkeit, die ihn zu einem unterhaltsamen Leseerlebnis macht.
Das einzig störende ist, dass man Robin irgendwann einfach nur noch schütteln möchte, da er immer wieder mit der gleichen Leier anfängt, die ein wenig nerven kann. Dennoch ist dies aber nicht so störend, als dass das Buch deshalb nicht mehr lesenswert wäre.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

"Libellenfeuer" ist ein schöner Liebesromant und für alle, die eine kurzweilige aber süße Lovestory lesen wollen, genau das richtige. Er ist sowohl für Erwachsene, als auch für Jugendliche geeignet und es gibt keine besondere Altersbeschränkung.
Da er aber Sexszenen enthält, die zwar nicht allzu detailliert, aber dennoch ausführlich beschrieben werden, würde ich das Buch ab 14/15 Jahren empfehlen.

Habt ihr das Buch gelesen? Wie fandet ihr es?
Bis zum nächsten Mal, Jules :)

Mein Freund Lukas (Christine Rüegg)

Hey ihr Lieben! :)

Heute mal kein Jugendbuch. :D
Stattdessen möchte ich euch heute "Mein Freund Lukas" von Christine Rüegg vorstellen. Das Buch ist bei Literareon erschienen und umfasst 177 Seiten.
Ich würde es in die Kategorie Schicksalsroman einordnen, aber ehrlich gesagt fällt es mir sehr schwer, dafür eine passende Bezeichnung zu finden.
Wie dem auch sei, es geht jedenfalls um den Protagonisten Marc, der sich nach dem Selbstmord von Lukas um dessen Familie kümmert. Das Problem an der Sache ist, dass er jahrelang nicht nur bester Freund, sondern auch Geliebter von Lukas war.


Beschreibung:

Nach Lukas' Tod ist alles anders. Marc weiß nicht wohin mit sich und seiner Trauer um seinen besten Freund und Geliebten. Er versucht, für dessen Familie dazu sein, die alle auf verschiedenste Art und Weise versuchen, dessen Tod zu überwinden.
Während dessen Frau Halt und Trost sucht, reagiert Lukas' älterer Sohn mit Abweisung, der jüngere mit dem Wusch, Marc als neuen Vater ansehen zu können.
Doch über all der gemeinsamen Trauerverarbeitung steht das bittere Geheimnis, dass Lukas und Marc ein Paar waren.
Als dies zur Sprache kommt, gibt es plötzlich viele offene Fragen zu klären.

Meine Meinung:

Ich fand das Buch sehr ansprechend, weil es gleich mehrere Themen zu Tage fördert.
Zum einen geht es um die Trauerbewältigung von Marc und von Lukas' Familie. Diese ist im Buch sehr authentisch beschrieben und all die quälenden Fragen nach dem "Warum?" und dem "Was wäre wenn...?" sind sehr einfühlsam und mitreissend beschrieben.
Zudem behandlet das Buch natürlich ein prekäres Thema, nämlich dass, das sich viele Homosexuelle noch immer hinter einer Ehe verstecken, Kinder zeugen und dennoch immer wieder in die Arme von einem Mann flüchten müssen, um wenigstens kurz sie selbst sein zu können.
Die ganze Geschichte ist sehr dramatisch, auf der anderen Seite aber auch sehr bezaubernd. Man gewinnt Luaks' Familie lieb und kann sich auch in Marc gut hineinversetzen.
Zum Ende hin wird es noch einmal spannend, wenn Luaks' älterer Sohn Beachtung erhält.
Man könnte meinen, ab und an ist die Geschichte ein wenig abgedroschen, aber tatsächlich könnte sie jederzeit so passieren, also sollte man dem Buch eine Chance geben.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Eine Altersbeschränkung gibt es für das Buch nicht und sexuelle Handlungen kommen darin nicht vor.
Ich würde das Buch all denen empfehlen, die nicht auf eine ereignisreiche Story hoffen, sondern sich einer komplexen Geschichte mit großen Themen widmen wollen.

Das war es auch schon wieder. Was sagt ihr zu dem Buch?
Freu mich auf eure Meinung, Jules :)

Dienstag, 23. Juli 2013

Frederick liebt Maria liebt Victor (Alex Sanchez)

Hallo Leute! :)

Heute geht es um das Buch "Frederick liebt Maria liebt Victor" von Alex Sanchez. Es ist ein Jugendbuch, welches im Ueberreuter Verlag erschien und beinhaltet 221Seiten.
Handeln
tut es von Frederick, der ein totales Gefühlschaos stürzt, als er erkennt, dass er sich Mädchen gegenüber nicht öffnen kann.



Beschreibung:

Frederick ist mit Maria - auch Xio genannt - zusammen, aber wirklich einlassen kann er sich auf diese nicht und auch mit anderen Mädchen funktioniert es eher nur mäßig. Stattdessen kreisen seine Gedanken immer wieder um Victor, einen Jungen aus seiner Schule.
Nach und nach muss Frederick seine Gefühle ergründen, dabei möchte er auf gar keinen Fall schwul werden! Denn an seiner Schule gibt es auch noch den schwulen Iggy und der ist alles andere, als beliebt.

Meine Meinung:

Ich habe das Buch in der Erwartung gekauft, einen Coming-out-Roman mit einer zarten ersten Liebesbeziehung lesen zu können.
Letztlich wurde ich ziemlich enttäuscht. Immer wieder flüchtet Frederick zu Maria, statt sich endlich einzugestehen, Jungs anziehender zu finden. Zwar sind Angst und Zweifel gut herausgearbeitet und man kann sich gut in den Jungen einfühlen, aber was anfangs noch nachvollziehbar ist, hat mich irgendwann nur noch genervt.
Gut an dem Buch finde ich, dass dargestellt wird, wie heikel das Thema in gewissen Teilen Amerikas noch immer betrachtet wird. Man bekommt immer wieder Einblicke, wie hart es für einen Schwulen ist, sich zu outen, wenn das ganze Umfeld dermaßen negativ auf Homosexualität eingestellt ist.
Für mich ein weiterer negativer Punkt ist, dass immer abwechselnd auch Marias Sicht dargestellt wird.  Zwar bekommt man so auch einen Eindruck von ihrem Gedankengängen, kann sich aber nicht auf eine Figur einstellen. Auch stört es oft ein wenig, wenn man eigentlich nur wissen möchte, wie Frederick nun weiter verfahren wird. Schön ist aber, dass Maria sich als eine großartige Freundin herausstellt.

Das Ende ist dann relativ offen, aber man kann sich dennoch vorstellen, wie es wohl weiter gehen wird.
Alles in allem sicher nicht das schlechteste Buch, meinen Geschmack hat es aber nicht getroffen und es erfüllt nicht ganz die Erwartungen, die man hat, wenn man die Beschreibung liest.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Es gibt keine Altersbeschränkung auf dem Buch, da es aber ein Jugendbuch ist, welches keinerlei sexuelle Inhalte enthält, würde ich es ab 12 Jahren empfehlen.
Das Buch ist sowohl für Jungs als auch für Mädchen geeignet und das finde ich, ist das schöne an dem Buch. Dadurch, dass immer wieder auch Marias Sicht deutlich wird, spricht es auch Mädels an, die vielleicht in einer ähnlichen Situation sind.


Soweit, so gut. :D Ihr merkt, das Buch hat mich nicht so angesprochen. Habt ihr es schon gelesen? Seht ihr es anders? Das würde mich mal interessieren.
Ansonsten bis zum nächsten Mal, euer Jules! :)



Montag, 22. Juli 2013

Bist du schwul, oder was? (Frank G. Pohl)

Hey hey :)

Diesmal möchte ich euch das Buch "Bist du schwul, oder was?" von Frank G. Pohl vorstellen. Es erschien im Verlag an der Ruhr und umfasst 102 Seiten. Dieses Buch ist ebenfalls ein Jugendroman und beschäftigt sich mit einem Jungen, der anfängt, an seiner sexuellen Orientierung zu zweifeln.



Beschreibung:

Hauptcharakter ist Basti, der in seiner Klasse richtig gut ankommt und dem jeder Respekt entgegenbringt. Als ihn ein Mitschüler aus einem Spaß heraus "Schwuchtel" nennt, beginnt ein Kampf in Basti.
Er fragt sich immer wieder, ob sein Klassenkamerad das gesagt hat, weil er ihn tatsächlich für schwul hält oder ob er es nur als Schimpfwort benutzt hat. Außerdem setzt er sich mit der Frage auseinander, was es eigentlich bedeutet, schwul zu sein und ob es in der heutigen Zeit wirklich noch dazu verwendet werden kann, jemanden zu beleidigen.
Darüber hinaus kommen ihm über seine Gedanken erste Zweifel, ob er vielleicht tatsächlich schwul sein könnte, obwohl er bisher nur an Mädchen Interesse fand.

Meine Meinung:

Dadurch, dass das Buch  voll und ganz als Schullektüre ausgerichtet ist, wird man als normaler Leser nicht lang Freude daran haben.. Die ohnehin schon geringe Seitenzahl ist an sich schon negativ, wird aber noch vom großen Schriftgrad überboten.
Die Story ist vollkommen auf Toleranz ausgerichtet, wer also denkt, dass auch ein schwules Liebesleben darin Platz findet, ist auf dem Holzweg.
Auch ist aufgrund des geringen Platzes wegen Spielraum für eine tiefgründigere oder gar bewegende Geschichte.
Am Ende nimmt das Buch eine überraschende Wendung, die noch einmal Diskussionen im Unterricht aufwerfen kann, für einen Leser, der aus Spaß an der Freude lesen möchte, aber nur Fragen mit sich bringt, wie das Ganze weitergehen wird.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:


Wie bereits gesagt, wird das Buch als Lektüre gehandelt, das gut im Deutschunterricht verwendet werden kann und ich finde, genau da sollte es auch eingesetzt werden. Dadurch, dass man sich als heterosexueller Junge in der Pubertät mit Basti sehr gut identfizieren kann, schafft es einen wunderbare Basis für Gespräche, die sich über Toleranz und Akzeptanz gegenüber Homosexuellen drehen.
Die Art und Weise, wie Basti sich mit der Frage nach dem Schwulsein und allem darum beschäftigt, wirkt offen und ehrlich und passt genau in das Denken der heutigen Jugend.
Für jeden Lehrer, der bei seinen Schülern etwas erreichen will, ist dieses Buch also eine gute Wahl!
Deshalb kann man auch nur jedem Lehrer raten, dieses Buch in seinen Unterricht aufzunehmen und jeden Schüler animieren, seinen Lehrer auf dieses Buch anzusprechen.
Auch ist auf dem Buch eine Altersbeschränkung von 12-16 Jahren angegeben; es ist also genau an das Alter angepasst, in dem man einen Jugendlichen in der Schule erreichen kann.
Ich finde, diese Altersangabe sollte man auch berüchsichtigen - allen, die mit Schule nicht mehr viel am Hut haben, rate ich eher ab.

Bis zum nächsten Mal, euer Jules :)
PS: Was haltet ihr von dem Buch? Würdet ihr es in der Schule als Lektüre lesen wollen?

Samstag, 20. Juli 2013

Der Neuanfang (Peter Conrad)

Hallo! :)

Das erste Buch, das ich euch vorstellen möchte, ist "Der Neuanfang" von Peter Conrad. Es ist im Engelsdorfer Verlag erschienen und beinhatlet 263 Seiten.
Das Buch ist ein Jugendroman, der sich mit der Thematik der ersten großen Liebe beschäftigt.


Beschreibung:

Das Buch handelt vom 17jährigen Danny. Danny ist schwul und zumindest bei den meisten Leuten in seinem Umfeld geoutet. Er lebt bei seiner Mutter, die ihren Sohn so akzeptiert, wie er ist, und zu der er ein recht freundschaftliches, gutes Verhältnis führt.
Als Dannys Mutter sich neu verliebt, trifft Danny auf seinen neuen Stiefbruder, mit dem er sich sofort gut versteht. Leider entwickelt sich aus diesem guten Verhältnis heraus bald mehr und es passiert, was passieren muss: Danny verliebt sich.
Leider ist sein Stiefbruder aber nicht schwul und so muss Danny sich wohl oder übel nach einem anderen Jungen umsehen.
Aber das ist gar nicht so leicht!

Meine Meinung:

Ich finde das Buch wirklich sehr gut! Es ist in der Ich-Form geschrieben, so dass man sich noch besser in Danny hineinversetzen kann und wirklich alles aus seiner Sicht erlebet.
In dem Buch steckt richtig viel Humor, so dass man oft mal schmunzeln oder richtig lachen muss.
Danny ist ein sehr sympathischer Charakter, der es einen leicht macht, sich in seine Situation einzufühlen, ihn zu verstehen und mit ihm zu leiden, aber auch mit ihm zu lachen.
An sich ist das Buch sehr locker und - da es Dannys Sicht ist - jugendlich geschrieben. Das ist aber kein Nachteil. Im Gegenteil: So können sich gerade junge Leser eher damit identifizieren und es sorgt für ein spritziges Leseerlebnis.
Es hat mir sehr viel Freude bereitet, dieses Buch zu lesen und ich habe es auch schon mehr als einmal getan. Es war eines der ersten Bücher, die ich mir zu diesem Thema gekauft habe und mir persönlich hat Danny sehr geholfen, ein wenig selbstbewusster mit meiner Homosexualität umzugehen.
Ich kann es wirklich nur jedem empfehlen!

Zielgruppe/Altersbeschränkung:

Da es ein Jugendroman ist, würde ich es vor allem jungen Lesern ans Herz legen, die eine homosexuelle Lovestory lesen möchten, die auch noch viel Humor beinhaltet.
Aber es ist ganz sicher auch etwas für ältere Leser, die schon aus dem Jugendalter raus sind, sich aber immer noch jung fühlen.
Es gibt keine Altersbeschränkung, da das Buch keine Sex-Szenen enthält. Prüde ist es aber dennoch nicht. Das Thema Sex ist also kein Tabu-Thema, nur dem Genre des Jugendromans angepasst.

So, das war's erstmal.
Was haltet ihr von dem Buch? Schon gelesen? Würdet ihr es euch kaufen?
Bis zum nächsten Mal!
Jules :)