Mittwoch, 31. Dezember 2014

Ankündingung #14

Hey meine Lieben!

Ich wünsche euch allen ein schönes und v. a. gesundes neues Jahr! Ich hoffe, ihr freut euch auf ein weiteres Jahr voller Überraschungen, schöner und trauriger Momente und allem, was eben sonst so dazu gehört und könnt all eure gute Vorsätze einhalten.
Auch ich habe mir viel vorgenommen in 2015 und einiges davon betrifft auch meinen Blog. Ihr könnt also sicher sein, dass ich dieses Jahr vorhabe, ein wenig Kreativität in ihn zu investieren und versuche, ein paar Neuerungen im Laufe des Jahres einzuführen. Ideen habe ich genug, nur an der Umsetzung muss ich noch feilen.
Bis es also soweit ist, möchte ich euch aber sagen, worauf ihr euch schon mal sicher freuen könnt:

  • Ich finde, das Konzept, dass ich die letzten Monate hatte, was Rezensionen betraf, ist eigentlich recht gelungen und hat sich bewährt. Deshalb werde ich es auch genauso so beibehalten und in gewohnter Ordnung Blogposts on stellen.

  • Leider ist es noch immer so, dass ich nicht genug Quickies habe, um wieder regelmäßig solche on stellen zu können. Ich möchte deshalb versuchen, zumindest jeden Monat einen hochzuladen .Ich hoffe, es gelingt mir. (Drückt mir die Daumen!)

  • Sicher ist euch schon aufgefallen, dass es seit ein paar Monaten eine Randliste gibt, die Bücher, die ich aktuell lese, beinhaltet. Ich dachte, es könnte euch vielleicht interessieren, auch, weil ihr dann schon mal wisst, was demnächst für Rezensionen kommen werden. Deswegen werde ich diese auch weiterhin fortführen.

  •  Letztlich habe ich mir noch überlegt, dass ich euch ein wenig mehr von mir selbst erzählen möchte. Am Anfang habe ich ja sehr wenig Persönliches gepostet und so langsam macht es mir aber Spaß, euch an winzigen Momenten meines Lebens teilhaben zu lassen. Ich weiß noch nicht, wie genau das aussehen wird, aber vielleicht habt ihr ja eine Idee? Ansonsten wird das Jahr wohl zeigen, was genau da kommen wird.

Ihr seht, es bleibt relativ spannend. Ich freue mich sehr auf all das und hauptsächlich natürlich auf ein weiteres Jahr mit euch. Danke noch mal für all die Resonanz, die ich 2014 von euch allen bekommen habe!
Viel Spaß in 2015 wünsche ich euch,
Jules :)


Das Bild von Frauen im Genre "Gay Romance" [K]

Hey ihr Lieben!

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und zum Abschluss möchte ich noch einmal ein sehr heikles Thema ansprechen, dass mir wirklich sehr am Herzen liegt. Es geht – wie der Titel schon verrät - um das Bild von Frauen im Genre „Gay Romance“.
Erst neulich hatte ich wieder ein Buch in Händen, in welchem Frauen geradezu lächerlich dargestellt wurden. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie mich das aufgeregt hat. Ich verstehe einfach nicht den Sinn dahinter, Frauen allesamt als Tussis und Pestbeulen zu beschrieben. Im Gegenteil: Gerade beim Thema Homosexualität wird immer viel Wert auf Toleranz und Akzeptanz gelegt – und dann diskriminiert man aber Hetero-Frauen, wo man nur kann. Wie paradox ist das denn bitte?! Zumal man nicht vergessen darf, dass heterosexuelle Frauen eine der größten Zielgruppen im Genre „Gay Romance“ sind. Weiß der Teufel, warum, aber es ist so.
Leider scheinen Autoren nur so mit Klischees um sich zu werfen. Interessanterweise bilden lesbische Figuren fast immer eine Ausnahme davon, was auch schon wieder Fragen aufwirft. Was will der Autor uns mit dieser Tatsache sagen? Dass Lesben keine „normalen“ Frauen sind? Oder dass Hetero-Damen ihnen gegenüber minderwertig sind? Was auch immer der Grund dafür ist, unnötig ist es allemal. Gerade, wenn so viel Wert darauf gelegt wird, keine Klischees zu benutzen, die Schwule in eine Schublade stecken, muss es doch möglich sein, auch die Frauenwelt frei von Vorurteilen in das Buch einzubeziehen.
Zumal es auch gar keinen Grund gibt, es nicht zu tun. Es mag ja sein, dass für einen schwulen Mann die Vorstellung, mit einer Frau Sex zu haben, ein wenig eklig ist. Aber deshalb äußert er sich noch lange nicht abfällig über diese oder findet Frauen allgemein eklig. Das ist doch Blödsinn! Viele Männer haben – auch wenn das natürlich auch ein Klischee ist –, eine beste Freundin. Glaubt ihr vielleicht, dass diese ihre beste Freundin eklig oder tussig oder was-auch-immer finden? Nein! Natürlich nicht. Dazu besteht auch gar keinen Anlass. Und deshalb besteht erst Recht kein Anlass, Frauen dann in den Geschichten so darzustellen.
Ich verstehe natürlich, dass es manchmal im Sinne der Geschichte ist, eine Frau in genau diesem übertriebenen Maß zu beschreiben. Traurig – und es ist wirklich traurig! – wird es aber dann, wenn man alle Frauen über einen Kamm schert. Es wird immer Damen geben, die diese bösartigen Klischees tatsächlich erfüllen, aber eben genauso viele, die das komplett Gegenteil sind, oder einfach „normal“. Und genau deshalb kann man sie auch genau so darstellen: normal. Das tut der Geschichte keinen Abbruch, im Gegenteil. Und vor allem beleidigt es dann auch nicht eine sehr große Zielgruppe des Romans.
Eine weitere Zielgruppe von derartigen Geschichten sind übrigens Bisexuelle. Ganz offensichtlich finden diese Frauen auch nicht so abscheulich, wie man sie manchmal in diesen Romanen dargestellt findet. Also vielleicht sollte man erstmal das Denken anfangen, ehe man zu Tippen beginnt.
Ihr merkt schon, es regt mich ziemlich auf und ich könnte mich da noch viel mehr hineinsteigern, aber ich verschone euch. Ich möchte nur noch anmerken, dass das natürlich nicht auf alle Bücher im „Gay Romance“-Bereich zutrifft. Eher auf einen kleinen Teil, der meist Kurzgeschichten und eBooks umfasst. (Da merkt man dann wieder, dass kein Verlag dahinter steht, aber das ist ein anderes Thema…) Leider ist es mir in letzter Zeit in gehäufter Weise aufgefallen und deshalb musste ich einfach einmal Dampf ablassen.
Seid ihr auch schon mal auf so eine Geschichte gestoßen? Fandet ihr es genauso nervig? Ich würde mich über Antworten und rege Diskussionen darüber sehr freuen – damit können wir das alte Jahr dann auch gebührend beenden. :D

Jules :)

PS: Einen guten Rutsch wünsch ich euch allen!!! :3

Samstag, 27. Dezember 2014

Zu viel: Dick, sensibel, ungeliebt (Kooky Rooster)

Hallo meine Lieben!

Diesmal möchte ich euch Kooky Roosters "Zu viel: Dick, sensibel, ungeliebt" vorstellen. Es erschien bei BookRix und umfasst 214 Seiten. Darin geht es um den übergewichtigen Wolfgang, der sich in seinen Kollegen Simon verliebt.


Beschreibung:

Wolfgang ist übergewichtig und leidet darunter sehr. Nicht nur, dass er keinerlei Selbstbewusstsein hat, er wird auch noch zum Mobbingopfer auf der Arbeit. Sein einziger Lichtblick ist sein Kollege Simon, den er täglich kurz zu Gesicht bekommt und in den er schon längere Zeit verliebt ist. Simon darf davon natürlich nichts erfahren, viel zu peinlich wäre es Wolfgang. Als er jedoch plötzlich mit Simon zusammen arbeiten muss, wird es immer schwerer, seine Gefühl vor diesem geheim zu halten.

Meine Meinung:

Irgendwie finde ich es gerade schwierig, dieses Buch zu rezensieren, weil mein Eindruck so rund um positiv ist, ich aber gar nicht in klare Worten fassen kann, weshalb. Aber ich versuch einfach mal, euch an meinen wirren Gedanken teilhaben zu lassen.
Mich hat ja schon, ehe ich angefangen habe zu lesen, begeistert, dass Wolfgang übergewichtig ist. Ich finde es immer super, wenn die Charaktere keinem gängigen Schönheitsideal entsprechend, sondern einfach nur ganz normale Menschen sind. Und ich sehe auch keinerlei Grund, dass nicht mal ein Mensch, der etwas dicker ist, eine Hauptfigur sein kann. Deshalb hat es mich auch begeistert, dass dieses Thema nicht nur am Rande mitlief, sondern wirklich angesprochen und in die Story mit eingebracht wurde. Sprich, die Selbstzweifel, die Wolfgang aufgrund seiner Leibesfülle hat, wurden gut mit eingewoben und verständlich dargestellt. So konnte man nachvollziehen, warum ihm der Umgang mit Simon meist ziemlich schwer fiel und hat richtig mitgelitten.
Allgemein kann man sagen, dass die Geschichte sehr mitreißend beschrieben wurde und bis fast zu letzt super spannend blieb. Klar weiß man schon, dass es am Ende zu einem Happy End kommt, aber das interessante sind ja immer die Irrungen und Wirrungen, die dazu führen. Gerade hier spannen diese einen wirklich auf die Folter und man leidet und bangt die ganze Zeit mit. Am besten daran ist noch, dass die Geschichte ganz ohne irgendwelche Intrigen oder so einen ähnlichen Quatsch auskommt, sondern einfach die Situation selbst die ganze Sache so interessant macht.
Um noch mal auf das Thema "zu dick" zu sprechen zu kommen: Ich finde es großartig, dass durch das Buch so ein positiver Eindruck vermittelt wird. So können all die "echten Wolfgangs" da draußen, die vielleicht selbst ähnliche Zweifel haben, ihr Selbstbewusstsein ein wenig stärken und beginnen, wieder zu hoffen.
Das gilt übrigens auch für die Sexszenen. Wer glaubt, eine solche Szene könnte nicht erotisch sein, nur weil einer der beiden Sexpartner dick ist, der sollte dringend dieses Buch lesen. Sie waren so schön und anregend beschrieben, trotz oder vielleicht sogar wegen Wolfgangs Übergewicht.
Auch gefallen hat mir, wie das Thema Mobbing behandelt wird. Es wird nicht nur angesprochen, sondern wirklich beschrieben und man leidet regelrecht mit Wolfgang mit und spürt den Schmerz fast schon selbst.
Die Nebencharaktere haben mir auch gut gefallen, ob es nun die "guten" oder die "bösen" waren. Sie hatten alle ihre einen Persönlichkeiten und Eigenarten, die perfekt in die Geschichte gepasst haben. Ihr wisst ja, dass ich es immer schön finde, wenn sie nicht nur wie bloße Schattenfiguren auftauche. So ist es im wahren Leben ja auch nicht und dann lässt es die Geschichte folglich viel realistischer wirken.
Allgemein wirkte die Geschichte für mich wie aus dem wahren Leben. Nichts wirklich übertrieben, zu kitschig oder unrealistisch. Dafür aber mit einer guten Würze aus Humor, Details und manchmal sogar Erotik.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Meiner Meinung nach sollte das hier jeder lesen, weil es so eine wunderbare Message enthält. Ansonsten ist es einfach eine süße Liebesgeschichte, ohne Kitsch, aber mit viel Gefühl. Ihr habt schon gemerkt, dass ich oben nur Lob übrig hatte und das kommt ja nicht von ungefähr - ihr wisst, ich kann auch anders.
Ansonsten empfehle ich es aufgrund der Sexszenen ab 15/16 Jahren.

Ich mag Geschichten, in denen z.B. einer der Protagonisten übergewichtig oder sonst wie einfach nicht perfekt ist. Das ist so schön alltäglich und irgendwie einfach toll. Wenn ihr noch eine ähnliche Geschichte kennt, wäre ich euch dankbar, wenn ihr sie mir empfehlen könntet.
Jules :)

Freitag, 26. Dezember 2014

And then we kiss...: Wenn Weihnachten alles verändert (Papilio Faye)

So meine Lieben,

die letzte Rezension für die Feiertage steht an. Es geht um Papilio Fayes "And then we kiss...: Wenn Weihnachten alles verändert". Dieses umfasst 219 Seiten und erschien bei BookRix.
Handeln tut sie von Luca, der von seinen Freunden Weihnachten aus seiner Depression gezogen werden soll.



Beschreibung:

Luca ist in einer waschechten Depression versunken, nachdem ihn seine Freundin verlassen hat. An Weihnachten soll er endlich auf andere Gedanken kommen und mit zu einer Party in einem Schwulenclub gehen. Seine besten Freunde sind nämlich der Meinung, dass er durchaus solche Tendenzen haben könnte. Dort trifft er auch gleich auf Chris, den er einmal in betrunkenen Zustand geküsst hat, den er aber eigentlich gar nicht leiden kann.

Meine Meinung:

Was mir bei dieser Geschichte aufgefallen ist, ist, dass wahnsinnig viel erklärt wird. Jede Gegebenheit, und ist sie auch noch so unwichtig für das Geschehen, wird ausführlichst beschrieben. Und nicht nur das, es kommt auch noch total viel Gerede über sämtliche gefühlstechnischen Zusammenhänge dazu. Sprich: Das Verhalten eines jeden Einzelnen wird ständig analysiert und thematisiert. Und am Ende versteht auch immer jeder ganz genau, warum der andere sich wie verhalten hat. Ich finde das ein wenig übertrieben. Im wahren Leben läuft es auch nicht so ab, dass über jeden - sorry - Scheiß gerdet wird und dass sich wirklich jeder zu 100% in den anderen hineinversetzen kann, ist mir auch noch nicht passiert.
Bevor jetzt aber zu viel Negatives gesagt wird, sollte ich anmerken, dass die Geschichte trotzdem schön zu lesen ist und weiß, wie man Spannung aufbaut. Bis zu letzt ist nicht wirklich klar, was Luca im Schilde führt. Klar, man ahnt natürlich schon, für wen er sich entscheidet, warum die Frage wie und warum sorgt für Spannung.
Ich fand es auch schön, dass hier auch viel auf das Thema Freundschaft eingegangen wird und nicht ständig seine Gefühlswelt im Zentrum steht. Es hat mich nur ein wenig verstört, dass es ihn nicht mal interessiert hat, dass Chris mit seinen besten Freunden im Bett war. Ich weiß nicht, ob ich das könnte, aber gut.
Wo wir eh gerade beim Sex sind, muss ich gestehen, dass ich die Sexszenen unglaublich erotisch fand. Hier kommt der ausfürhliche Stil dann wirklich super hervor und ist auch anregend und passend. Auch, da es ja Lucas erstes Mal mit einem Jungen ist, wird super dargestellt. Und was ich immer erwähnens- und lobenswert finde: HIV wird erwähnt.
Schade ist, dass kaum Weihnachten darin vorkommt. Es spielt zwar an Weihnachten, aber letztlich werden die Feiertage eher übersprungen, was ich nicht so gut finde. Immerhin soll es ja eine Weihnachtsgeschichte sein.
Man muss auch sagen, dass einige Rechtschreibfehler (bzw Tippfehler) und Zeichensetzfehler enthalten sind. Die stören zwar nicht sonderlich, aber gut finde ich es trotzdem nicht.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Man kann es gut und gerne ab 14 Jahren lesen. An sich ist die Story wohl eine schöne Geschichte über Freundschaft und Gefühlschaos und das Entdecken seiner eigenen Gefühle und von diesem Themen her auch gut beschrieben. Aber wer es gerne etwas weihnachtlicher möchte, ist hier dann eher falsch.

Einen schönen 2. Weihnachtsfeiertag wünsche ich euch!
Jules :)

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Zuckerstangen und Herzchenwaffeln (Coco Zinva)

Hallo ihre Lieben!

Einen schönen ersten Weihnachtsfeiertag wünsche ich euch. Heute möchte ich euch Coco Zinvas "Zuckerstangen und Herzchenwaffeln" vorstellen. Die Geschichte umfasst 153 Seiten und ist auf Amazon erhältlich.
Handeln tut sie von Chris, dessen weihnachtliche Ruhe vom schillernden Anton zerstört wird.


Beschreibung:

Chris versucht auf einer einsamen Holzhütte dem Weihnachtsstress zu entgehen. Er rechnet nicht mit Anton, der wegen einer Autopanne plötzlich vor seiner Tür steht. Obwohl dieser ein bunter Vogel ist, hat er etwas an  sich, das Chris sofort fasziniert. Mit seiner offenen Art zerstört er nicht nur Chris' Ruhe, sondern auch dessen Einsamkeit.

Meine Meinung:

Was mir hier gut gefallen hat war, dass es zwar eine äußerst süße Liebesgeschichte ist, die aber dennoch ohne Kitsch auskommt. Natürlich geht das ganze Verlieben unglaublich schnell und das finde ich ein wenig übertrieben. Trotzdem ist es nicht so, dass die Charaktere die ganze Zeit vor sich Hinschmachten und was soll man bei einer weihnachtlichen Kurzgeschichtre auch anderes erwarten.
Wenn ich schon das Thema Weihnachten anschneide, sollte ich erwähnen, dass hier der Spagat zwischen weihnachtlicher Romantik und Normalität gelungen ist. Es spielt an Weihnachten, handelt von Weihnachten, aber wird dennoch nicht übertrieben festlich dargestellt. Davor habe ich ja immer Angst bei solchen Geschichten.
Der Stil gefällt mir ebenfalls gut. Ausführlich, aber nicht auf Unwichtiges beschränkt. Er liest sich flüssig und man kann ganz in die Geschichte abtauchen. Am Anfang kam ein wenig viel Umgangssprache zu. Ich kann gar nicht mehr so genau sagen, ob es sich mit Weiterschreiten der Geschichte bessert oder man es einfach nicht mehr bemerkt, aber ich konnte mich am Ende nicht mehr darüber beklagen.
Das Ende ist aus Sicht von Anton. Eigentlich finde ich es blöd, wenn so plötztlich für ein einziges Kapitel die Perspektive gewechselt wird, aber hier passte es ganz gut, weil es auch ein wenig anders gestaltet worden ist, als die vorherigen Kapitel, und weil man so noch einmal die Geschichte aus Antons Sicht erleben konnte.
Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, die Geschichte sei nicht vorhersehbar. Man muss ihr aber zu Gute halten, dass sie sich dennoch ein wenig Spannung behält. Also ist das auch gar nicht weiter schlimm.
Schön fand ich auch die Sexszenen, auch sehr passend und nicht gezwungen in die Situation eingefügt.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich würde es als seichte Liebesgeschichte in weihnachtlicher Atmosphäre beschreiben. Und wer in Feststimmung ist und genau sowas sucht, ist hier goldrichtig und wird sicher nicht enttäuscht. Ansonsten kann ich sagen, dass man das gut und gerne auch schon ab 14 Jahren lesen kann.

So viel Weihnachtsgeschichten habe ich schon ewig nicht mehr gelesen. Irgendwie hat es aber auch Spaß gemacht. Sonst scheue ich mich ja immer davor, aber dieses Jahr hat es mich dann doch in Stimmung versetzt.
Jules :)

Mittwoch, 24. Dezember 2014

In weihnachtlicher Mission (Jill J. Jenkins) [Q]

Hallo meine Lieben!

Ich wünsche euch nochmal frohe Weihnachten und möchte euch das Fest auch gleich noch mit einigen Rezensionen versüßen, die sich auch alle um das Thema Weihnachten drehen. Beginnen tu ich mit Jill J. Jenkins Kurzgeschichte "In weihnachtlicher Mission"*. Sie umfasst 54 Seiten und ist auf Amazon als eBook erhältlich. Handeln tut sie von Chris und Dean, die in einem Einkaufszentrum einen ungewöhnlichen Job antreten müssen.


Beschreibung:

Eigentlich sind sie Vertreter für Herrenschuhe, aber ihr aktueller Auftrag sieht vor, dass sie in einem Kaufhaus Weihnachtsmann und Elf mimen müssen. Davon sind die beiden besten Freunde Chris und Dean nicht sonderlich begeistert. Allerdings ist es genau dieser Job, der letztlich Schwung in die Sache bringt, denn die beiden sind schon lange ineinander verliebt, haben sich ihre Gefühle bisher aber noch nicht gestanden.

Meine Meinung:

Was ich zunächst vielleicht anmerken sollte, ist, dass die Geschichte zwar in gewisser Hinsicht schon mit Weihnachten zu tun hat (sie verkleiden sich ja schließlich als Weihnachtsmann/Elf und feiern Heilig Abend zusammen...), aber dieser ganze Weihnachtskram nicht sonderlich im Fokus steht. Es ist mehr eine einfache Liebesgeschichte vor weihnachtlichem Hintergrund. Ich persönlich finde das aber super, weil ich mit dieser ganzen romantischen-weihnachtlichen Stimmung in Geschichten eh nicht so viel anfangen kann. Mit anderen Worten: Man kann es auch als Weihnachtsmuffel noch ertragen, muss aber als Weihnachtsfreund nicht komplett zurückstecken.
Zur Geschichte selbst: Ich fand sie ganz putzig, aber natürlich ist sie relativ vorhersehbar. Dass sie auf so wenigen Seiten aber keine sonderlich große Spannung aufbauen kann, ist igendwie klar.
Aber trotzdem finde ich, dass sie nicht all zu plump und doch recht ausführlich ist. Es gibt zwar viele Zeitsprünge und eine schnell voran schreitende Handlung, aber es ist nicht alles nur oberflächlich beschrieben, bitte nicht verwechseln.
Beim Stil würde ich anmerken, was ich schon bei vorherigen Geschichten von Jill J. Jenkins angemerkte habe, nämlich, dass manchmal noch unwichtiges, eigentlich offensichtliches erzählt wird und im Gegenzug aber die wörtliche Rede ziemlich Überhand nimmt.
Dafür hat mich der Humor einfach absolut begeistert. Ich fand ja schon die anderen Geschichten von ihr recht witzig, aber hier konnte ich wirklich aus vollem Herzen lachen. Das lag vor allem an Deans Art und Einstellung. Teilweise konnte ich mich auch ein wenig wiedererkennen und fand es deshalb nur umso witziger.
Überhaupt waren mir die Charaktere sehr sympathisch; in Dean hätte ich mich auch verliebt. ;)
Wie oben erwähnt, bleibt übermäßiger Kitsch aus. Am Ende der Story haben meine Alarmglocken zwar schon laut geläutet, aber dann wurde das Ruder noch mal herumgerissen und es war eigentlich sogar ganz süß.
Es gibt eine schön gestaltete Sexszene, die man als netten Bonus ansehen kann.

Altersbeschränkung//Zielgruppe:

Wieder mal eine typische Gay Romance Geschichte, die hier auch noch für Weihnachtsfans geeignet ist. Wer auf weihnachtliche Romantik lieber verzichten will, braucht aber keine Angst vor der Geschichte haben, da, wie schon gesagt, Weihnachten nicht im Vordergrund steht.

Wenn ich so rede, könnte man denken, ich wäre ein Weihnachtsmuffel. Dem ist aber gar nicht so, ich liebe Weihnachten eigentlich. Nur in Geschichten ist mir diese ganze Stimmung dann oft zu ktischig, deshalb finde ich die Mischung hier auch so gelungen.
Nun denn, verbringt noch ein schönes Fest - morgen gibt es dann eine weitere Rezension.
Jules :)

* Diese Geschichte wurde mir von Jill J. Jenkins zu Rezensionszwecken überlassen. Noch einmal ein herzliches Dankeschön dafür! 

Ankündigung #13

Hey ihr Lieben!

Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ich hoffe, ihr genießt das Fest mit euren Liebsten und vielleicht auch mit einem guten Buch.
Ich möchte euch Weihnachten noch ein wenig versüßen, deshalb gibt es heute Nachmittag eine Bonus-Rezension zu einem tatsächlich recht festlichen Buch. Vielleicht ist das ja eine kleine Anregung, was ihr mit eurem Weihnachtsgeld anstellen könnt.

Eine besinnliche Zeit wünsche ich Euch!
Jules :)




Samstag, 20. Dezember 2014

Guilty Pleasure - Heimliches Verlangen (Stefanie Herbst & Juna Brock)

Hallo!

Heute geht es um den Roman "Guilty Pleasure - Heimliches Verlangen" von Juna Brock und Stefanie Herbst. Er umfasst 152 Seiten und erschien bei Dead Soft. Handeln tut sie von Musiker Dice, der eine Affäre mit seinen Bodyguard Ceely geheim halten muss.


Beschreibung:

Rockstar Dice und sein Bodyguard Ceely unterhalten eine heimliche Affäre, von der niemand erfahren darf, da sonst Dices Karriere auf dem Spiel stehen könnte. Dies könnte alles recht einfach sein, könnten die beiden Männer an ihren Grundsätzen festhalten, ihre Beziehung nicht über Sex hinaus gehen zu lassen. Doch leider geraten diese immer mehr ins Wanken und dann sorgt auch noch ein ungünstiges Foto in der Press für Wirbel. Dies scheint das Ende für ihre Affäre zu sein.

Meine Meinung:

Als erstes ist mir an diesem Buch die unglaubliche erotische Ausstrahlung aufgefallen, obwohl ich das Buch nicht mal in die Sparte Erotik stecken würde. Es gibt wirklich viele Sexszenen in der Geschichte, die aber teilweise nicht mal konkret ausgeführt werden und trotzdem so wahnsinnig sexy sind, dass es einfach totalen Spaß macht, sie zu lesen. Manchmal schießen sie ein wenig über das Ziel hinaus, aber meistens sind sie einfach nur großartig.
Mir hat auch der Humor in dem Buch gefallen. Nicht, dass es sonderlich witzig geschrieben ist, aber die Art und Weise, wie die Bandmitglieder miteinander umgehen, finde ich irgendwie sehr amüsant zu lesen. Wo wir auch schon beim nächsten Punkt wären: Ich mag Bücher, die uns in eine Welt mitnehmen, in den "normale" Menschen einfach nicht hinein sehen können. Und hier ist es so. Man blickt hinter die Kulissen einer Rockband, erlebt das Bandleben, das Miteinander und das Gefühl, wie es ist, auf der Bühne und nicht vor ihr zu stehen. In dem Buch gelingt es, einiges davon darzustellen, ohne den Leser mit öden Ausfürhungen über die Showelt zu langweilen. Eine wirklich perfekte Mischung.
Ebenso perfekt finde ich die Story an sich. Bis zu letzt bleibt es spannend, weil man wirklich nicht erahnen kann, wie genau es ausgeht. Alles scheint möglich zu sein. Sowas mag ich sehr. Ich habe erst in einer meiner letzten Rezensionen gesagt, dass ich es nicht leiden kann, wenn die Geschichte zu vorhersehbar gestaltet ist und das war es hier nicht, obwohl man natürlich schon irgendwie weiß, dass es gut ausgehen wird.
Das es so nicht war, lag vor allem daran, dass die Problematik, wie der Ruhm sich auf das Privatleben auswirken kann, unglaublich gut dargestellt wurde. Man erfasst die Situation und die Schwierigkeit dahinter und kann so viel besser mitbangen. Auch hier spricht die Geschichte wieder für sich, ohne einen mit langen Ausführungen zu langweilen.
Ich will gar nicht weiter schwärmen, aber das Buch ist wieder mal eines, dass mich seit langem fast komplett überzeugt hat, sie man mal von ein paar Kleinigkeiten ab - und das muss man ja auch mal sagen dürfen.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Hier tue ich mir schwer, weil das Buch so eine erotische Ausstrahlung hat, dass ich gar nicht weiß, ob ich es nun in das Genre Erotik packen soll oder nicht. Ich empfehle es aber mal ab 16 Jahren, weil ich finde, dass die Sexszenen noch in einem Bereich sind, den man nicht erst ab 18 Jahren lesen braucht.
Ansonten ist es wirklich großartig und wer mal wieder eine richtig gute, spannende Geschichte in diesem Genre lesen möchte, sollte hier zuschlagen!

Ich ärgere mich immer noch, das Buch nicht schon viel früher gekauft zu haben. Ich hatte es ewig auf der Wunschliste stehen und den Kauf immer wieder verschoben, weil andere Bücher "wichtiger" waren und dann hat das Budget nicht gereicht... Komisch. Ging es euch auch schon mal so?
Jules :)

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Flotte Dreier [K]

Heyho!

Man sieht es immer öfter und so langsam kann man auch nicht mehr daran vorbei, ohne nicht zumindest einen kleinen Blick auf die Beschreibung erhascht zu haben: Bücher mit einer Dreierkonstellation. Es scheint, als wären „normale“ Pärchen langweilig geworden, oder zumindest bahnt sich mit der „Dreierbeziehung“ ein neuer Trend an, der beginnt, Fuß zu fassen. Zunächst war ich ja ein wenig skeptisch, was diese Thematik anbelangt, aber mittlerweile finde ich sie ganz spannend. Damit bin ich wohl nicht der einzige, aber warum eigentlich?
Wahrscheinlich ist es einfach die Tatsache, dass es etwas relativ Neues ist, die uns so fasziniert. Für manche mag dieses Thema gar ein Tabuthema sein – und bekommt genau deshalb seinen Reiz. Wer einen festen Partner hat – und wirklich nur einen! –, wird sich kaum vorstellen können, wie so eine Beziehung ablaufen würde und kann sich schon gar nicht vorstellen, so eine selbst zu führen. Und genau deshalb lesen wir sie dann so gerne: Denn was gibt es schöneres, als die Fantasie in Bereiche zu führen, die wir in der Realität niemals betreten würden?
Allerdings bin ich der Meinung, dass dafür ein paar Grundvoraussetzungen erfüllt sein müssen, die dafür sorgen, dass solche Geschichten für uns, die wir uns so eine Beziehung nicht vorstellen können, glaubhaft machen.
Man denkt ja bei einem Dreiergespann eher, dass die Beziehung zum scheitern verurteilt ist. Die Kunst ist es aber, die Protagonisten sich so ergänzen zu lassen, dass sie gerade erst durch diese Konstellation zueinander passen. Das heißt, die Herausforderung liegt beim Autor, es überzeugend darzustellen und zu verdeutlichen, dass die Chemie zwischen den Dreien nicht nur vorübergehend stimmt, sondern eine ganz essentielle Rolle in dieser Art von Beziehung spielt. Der Leser muss nachvollziehen können, warum es niemals nur mit zwei der drei Protagonisten funktionieren könnte.
Das gelingt vor allem dann, wenn man darauf bedacht ist, dass sich die Beziehung nicht nur auf der Sexebene abspielt. Wenn sich die Beziehung nur auf Sex fokussiert, dann kann das zwar sehr prickelnd sein, aber kein Leser wird dann noch eine Beziehung nachvollziehen können. Was nicht heißt, dass Bücher mit einem wahrhaftigen „Flotten Dreier“ nicht lesenswert sind. Eine solche Sexszene kann sehr erotisch sein, auch wenn der Rest sich dann nur auf zwei Personen beschränkt.
Falls ihr nun Blut geleckt habt, findet ihr unter dem Label "Dreier" Bücher, die sich mit dem Thema „Dreierbeziehung“ beschäftigen, aber auch Bücher, die vielleicht nur einen „Flotten Dreier“ beinhalten und sonst um ein ganz „normales“ Pärchen spielen. Vielleicht ist ja auch etwa für euch dabei.

Jules :)

Samstag, 13. Dezember 2014

Herzrasen (Sam Nolan)

Hey ihr Lieben!

Heute geht es um Sam Nolans Story "Herzrasen." Es umfasst 210 Seiten und erschien bei BookRix. Handeln tut es von Jan, der vor seinen Gefühlen in die Schweiz flüchtet, nur um dort wieder jemanden zu begegnen, der sein Leben ins Chaos stürzt.


Beschreibung:

Um vor den Gefühlen für den Freund seines Bruders wegzulaufen, flüchtet Jan in die Schweiz und möchte dort neu beginnen. Das klappt soweit ganz gut, bis er im Fußballclub auf Neven trifft, der ihn vom ersten Moment an nicht zu mögen scheint. Als Jan jedoch Nevens Geheimnis entdeckt, kommen sich die beiden näher - nur leider erkennt Jan seine Gefühle fast zu spät und dann muss Neven sie ihm auch erst einmal glauben.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist eine wahre Achterbahn der Gefühle, weil so viel darin geschieht, bis es endlich mal zu einem Happy End kommt. Ich persönlich fand das total klasse, weil es eben nicht so vorhersehbar war, wie viele andere Bücher, die ich schon gelesen habe. In der Tat geschieht sogar etwas vollkommen unvorhergesehenes, dass im ersten Moment ein wenig plötzlich und seltsam erscheint, dem Buch aber eine interessante Note verleiht. Leider kommt man davon dann wieder ab, was ich ehrlich gesagt überhaupt nicht toll fand. Irgendwie hätte es mir besser gefallen, man hätte die Wendung aufgegriffen und ein überraschendes, aber irgendwie schönes Ende darauf geform. Aber gut, das ist meine Meinung.
Fakt ist aber, dass das Buch Überraschungen bereithält, die es super spannend und alles andere als 08/15 erscheinen lassen. Super!
Allerdings steht dem entgegen, dass in dem Buch teilweise ein wenig viel Drama vorkommt und man an machen Stellen das Gefühl hat, es ist ein wenig sehr übertrieben. Wirklich schaden tut es dem Ganzen aber nicht, also kann man darüber schon hinweg sehen.
Was ich allerdings wirklich schade finde, ist, dass es einige Fehler (hauptsächlich Tippfehler) und unsinnige Sätze enthält. Das behindert den Lesefluss, man stutzt, muss kurz nachdenken - sowas ist dann einfach nicht schön.
Auch wirkt der Anfang ein wenig sehr gehetzt und wenig spannend, obwohl gleich zu Beginn eine Schlüsselszene passiert, die man besser hätte ausführen können. Glücklicherweise ändert sich das innerhalb des Buchs recht schnell und die Szenen sind dann wesentlich besser gestaltet. Leider beinhaltet es aber sehr viel wörtliche Rede, die für sich spricht und nicht noch einmal mit Text umrahmt wird. Aber trotzdem finde ich, dass man sich gut einlesen und die Geschichte auch gut mitverfolgen kann.
Mein Herz schlägt ja immer höher, wenn ein wenig Sport in der Geschichte vorkommt. Ihr wisst, ich mag Sportromane. Viel gibt es davon leider nicht, aber immerhin wird es angeschnitten. Und in dem Zusammenhang ist der Titel dann wirklich klasse gewählt.
Mich hätte die Story von Tristan, einem der Nebencharaktere, noch interessiert. Wie geht es mit ihm weiter? Schade, dass dies nicht mehr erklärt wird, aber hey - vielleicht gibt es ja dazu irgendwann eine seperate Geschichte! (Oder gibt es die schon? Weiß da jemand mehr als ich? Bitte sagt mir das, wenn es so sein sollte!)
Auch wenn ich nun einges kritisiert habe, hat mir das Buch doch gut gefallen. Irgendwie hat es eben einfach eine schöne Geschichte erzählt und das noch so unvorhersehbar, dass ich mich mal wieder richtig darin vertiefen konnte und bis zu letzt neugierig war. Das schaffen ja einige Bücher einfach nicht und schon allein deshalb mochte ich dieses so sehr. Und im Übrigen sind die Sexszenen zwar sehr wenig, aber sehr süß.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Im Prinzip können Jugendliche das Buch genauso lesen wie Erwachsene. Es sollte für jeden etwas dabei sein. Die Protagonisten sind noch relativ jung, die Sexszenen eher soft - trotzdem macht es Spaß und ist sicher auch für ältere Fans von Gay Romance etwas. Also wer auf eine Mischung aus Herzschmerz, Drama, Sport und Überraschung steht, der ist hier richtig.

Es ist unfassbar, aber momentan wird meine Wunschliste zunehmend weniger und so langsam bekomme ich ein wenig Angst. Es ist zwar gut für meinen Geldbeutel, wenn ich nicht gefühlte 1000 Bücher möchte, aber für den Blog ist es echt schlecht.
Deshalb bitte ich euch heute inständig: Empfehlt mir ganz viele neue Bücher aus dem Gay Romance Genre. Ihr wisst ja, was ich mag und ich bin sicher, ihr könnt mir ganz viele Titel nennen!
Jules :)

Samstag, 6. Dezember 2014

Gabriel (Maria Stein)

Hey ihr Lieben!

Heute geht es um Maria Steins "Gabriel", ein BDSM Buch, welches 456 Seiten umfasst und auf Amazon als eBook erhältlich ist. Handeln tut es von Daniel, der sich in den wesentlich älteren Gabriel verliebt.


Beschreibung:

Zweimal hat Gabriel Daniel das Leben gerettet und seitdem ist dieser in den älteren Mann verliebt. Als sich ihm endlich eine Chance ergibt, ihm Näher zu kommen, ergreift er sie und schafft es tatsächlich, dass dieser sich auf ihn einlässt. Aber in Gabriels Vergangenheit gibt es dunkle Schatten, die zwischen ihnen stehen und die Gabriel an ihrer Beziehung zweifeln lassen.

Meine Meinung:

Meine Meinung zu diesem Buch ist tatsächlich sehr zwiegespalten, weil es ungefahr genauso viele gute wie schlechte Dinge gibt, die mir daran aufgefallen sind. Am schlimmsten war, dass es ein wenig langatmig ist. Ich sage bewusst nicht langweilig, weil es immer wieder Momente gibt, die einen fesseln und gerade am Anfang und am  Ende ist es wirklich richtig spannend. Trotzdem wird es manchmal ein wenig künstlich in die Länge gezogen, weil manche Dinge immer wieder wiederholt werden. Zum Beispiel, was die Gefühle der Beiden zueinander angeht. Aber nicht nur das. Sogar das Äußere der Beiden wird ständig aufs Neue beschrieben, obwohl man ja irgendwann weiß, sie denn nun aussehen. Leider kann ich das nicht mal so sehr kritisieren, wie ich es gerne würde, weil es teilweise leider nötig ist, um die Komplexität, die dieses Buch behandelt, wirklich zu erfassen. Mit anderen Worten: An manchen Stellen muss man eben mehrmals in die Tiefe gehen, damit der Leser auch wirklich weiß, was da zwischen den beiden abgeht.
Nun habe ich ja schon gesagt, dass es trotz dessen recht spannend ist und dabei bleibe ich auch. Überhaupt finde ich, dass es viel gibt, was dem Roman sein gewisses Etwas verleiht. Der Altersunterschied zum Beispiel, der in dem Buch oft Thema ist, wird gut behandelt, ohne dass er zu krass wirkt. Auch das Thema BDSM-Beziehung und was damit einher geht, wird gut erläutert. Was mich allerdings zu meinem nächsten Kritikpunkt bringt. Obwohl es in dem Buch viel um BDSM geht, fehlte mir irgendwie der Zauber. Ich kann das gar nicht beschreiben, aber ich habe so viel in dem Genre gelesen und hier wirkte es irgendwie oberflächlich. Keine Ahnung, ob das Wort beschreibt, was ich davon denke, aber ein anderes will mir nicht einfallen.
Darunter fällt auch, dass Daniel sich so schnell in sein Sub-Leben einfindet, worauf nicht weiter eingegangen wird. Es wird zwar oft angesprochen, dass es noch neu für ihn ist, aber es wird nicht in die Tiefe gegangen. (Dabei geht das Buch ja sonst gerne in die Tiefe...) Irgendwie schade, denn so wirkt es eher verwunderlich, wenn Daniel z.B. regelrecht bettelt, in den SM-Club zu gehen und gar nicht  nervös ist. Wer ist denn bitte nicht nervös, wenn er das erste mal so einen Club besucht?
Hinzu kommt - und ihr wisst, dabei verstehe ich überhaupt keinen Spaß! -, dass die Sexszenen oft übergangen werden. Oder was heißt oft, aber zumindest nicht selten. Das macht mich wirklich wahnsinnig, vor allem, wenn es sich teilweise auch um BDSM-Szenen handelt.
Ansosnten möchte ich aber noch mal betonen, dass das Buch eine gewisse Vielschichtigkeit aufweist, die mir gut gefallen hat. Ich mag Bücher, die sich in gewisser Weise um Erotik drehen, aber einfach auch eine Geschichte hinter dem blanken Sex haben. Und das bietet das Buch defintniv. Und auch wenn ich viel kritisiert habe, finde ich, dass es sich definitiv zu lesen lohnt. Auch, weil es so lang ist.  Es ist einfach erfrischend, wenn man mal wieder in einer Geschichte versinken kann, ohne dass man sie nach einer Stunde schon wieder fast durch.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Definitiv ab 18 Jahren, da das Buch BDSM beinhaltet und auch sonst viel Sex darin vorkommt. Ansonsten ist es gleichermaßen für BDSM-Fans, als auch für bloße Gay Romance-Fans etwas. Ich lege darauf viel wert und sage es deshalb auch immer mit dazu: Es ist kein reiner Sex, sondern da steckt wirklich etwas dahinter, weshalb es sich zu Lesen lohnt.

Ich brauche mehr BDSM in meinem Leben! Ich habe nur noch ein Buch auf meiner Wunschliste, dass BDSM beinhaltet und bin dringend auf eure Empfehlungen angewiesen. Ihr wisst, ich habe einen Faible für dieses Genre. Irgendwie kommt es mir so vor, als wären BDSM-Bücher die tiefsinnigeren Bücher.
Jules :)

PS: Schönen Nikolaustag! :)

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Gibt es das perfekte Buch? [K]

Hey Leute!

Vor einigen Tagen habe ich eine Rezension geschrieben, die mir wirklich Bauchschmerzen bereitet hat. Es tat mir unglaublich leid, so viel Schlechtes über eine Geschichte sagen zu müssen, aber ich konnte auch einfach nicht viel Positives finden. Dabei scheue ich mich eigentlich immer davor, zu stark Kritik zu äußern, weil ich der Meinung bin, dass jedes Buch seine Zielgruppe hat und ich wohl einfach nur kein Teil davon war. Dennoch muss ich in diesem Fall schonungslos meine Meinung sagen – immer mit dem Verweis darauf, dass es eben meine Meinung ist – , weil das Buch für mich einfach alles andere als perfekt war. Wobei wir eigentlich schon beim Thema sind, denn an diesem Punkt stellt sich natürlich die Frage: Gibt es denn überhaupt das perfektes Buch?
Die Antwort ist erstaunlicherweise ein ganz klares „Ja!“. Allerdings muss man einräumen, dass jeder dabei ein anderes Buch nennen wird. Und das ist ja auch ganz klar, immerhin besitzen wir alle ganz individuelle Vorlieben und Abneigungen und entscheiden somit ganz subjektiv, was wir als „perfekt“ erachten. Das wird wohl jeder wissen, deswegen muss ich dazu wohl auch nicht mehr viel sagen.
Was einigen aber nicht so klar sein wird, ist, dass wir uns manchmal auf diese Tatsache besinnen sollten, ehe wir überstürzt handeln. Ich möchte damit sagen, dass man sich nicht von der Meinung anderer beeinflussen lassen sollte, wenn man sich ein Buch kaufen möchte. Das soll nicht bedeuten, dass niemand mehr Rezensionen lesen soll, weil sie eh nicht seiner eigenen Meinung entsprechen können, sondern nur, dass man diese beim Lesen auch kritisch hinterfragt. Gerade auf großen Portalen gibt es so viele Kundenrezensionen, die sich teilweise ziemlich stark widersprechen, dass man gar nicht mehr weiß, wem man eigentlich glauben soll. In diesem Fall muss man wohl einfach auf sein Bauchgefühl hören und sich überlegen: „Könnte mir das Buch gefallen?“ Klar kann man sich täuschen, aber warum sollte man es nicht wagen, nur weil jemand wildfremdes anderer Meinung war?
Bevor ihr jetzt aber alle beschließt, nie wieder eine Rezension oder einen Bücherblog zu lesen, muss ich einräumen, dass gerade Blogs dennoch eine gute Entscheidungshilfe sein können. Ihr kennt den Autor/die Autorin des Blogs ja vielleicht schon länger, habt zumindest schon einige Rezensionen zu Büchern durchgeschaut, die ihr vielleicht auch selbst schon gelesen habt, und könnt somit sehr schnell schlussfolgern, ob die Meinung in dem Blog sich mit euerer relativ deckt oder gänzlich von dieser abweicht. Ist Ersteres der Fall, so spricht wohl nichts dagegen, sich doch auf die Rezension zu verlassen. Wenn aber eure Meinung des Öftern schon abgewichen ist, lohnt sich der Kauf vielleicht trotzdem.
Seid also ein wenig kritischer, wenn ihr einen Blog besucht oder eine Kundenrezension lest und denkt immer daran, dass sich dahinter auch nur ein Mensch mit einer subjektiven Meinung verbirgt. Es kann nie verkehrt sein, sich ein paar Entscheidungshilfen zu holen, aber letztlich entscheidet ihr. Denn sicher ist, dass es nichts bringt, einer Rezension blind zu vertrauen – ebenso wenig, wie es nichts bringt, den Menschen für seine eigene Meinung zu kritisieren. Denn auch das kann passieren: Ihr habt ein Buch geliebt und ein anderer hat es stark kritisiert. Bevor ihr also einen unfreundlichen Kommentar unter dieser Rezension hinterlasst, denkt daran, dass Geschmäcker eben verschiedenen sind. Niemand kann etwas für seine eigene Meinung, also lasst sie ihm und vertraut auf eure eigene.

Jules :)

Montag, 1. Dezember 2014

Welt Aids Tag

Heute ist Welt-Aids-Tag! Zeigt Solidarität für HIV-Infizierte und AIDS-Kranke!


Samstag, 29. November 2014

Liebe per Smartphone (Jill J. Jenkins)

Hey ihr!

Heute gibt es ein Rezension zu Jill J. Jenkins Geschichte "Liebe per Smartphone".* Erstehen könnt ihr diese als eBook auf Amazon. Auf 213 Seiten wird euch die Geschichte von Leeroy erzählt, der sich in seinen Chef verliebt, parallel aber noch mit einer Internetbekanntschaft flirtet.

 

Beschreibung:

Weil seine Freunde der Meinung sind, dass Leeroy schon viel zu lange alleine ist, zwingen sie ihn förmlich dazu, sich auf einem Datingportal anzumelden. Prompt lernt er auch jemanden kennen, der ihm auf Anhieb sympathisch ist. Gleichzeitig darf er sich auf der Arbeit aber mit seinem neuen Chef herumschlagen, den er zwar unter allen Umständen versucht, nich zu mögen, dem er sich aber dennoch nur schwer entziehen kann.

Meine Meinung:

Zunächst muss ich sagen, dass ich die Idee der Geschichte schon sehr spannend finde. Für mich sind Datingportale ja eher nichts, weil sich da so viele gruselige Menschen herumtreiben, aber umso interessanter finde ich dann immer Geschichten, die sich mit den positiven Aspekten solcher Plattformenen auseinandersetzen.
Die Geschichte hier beschreibt einige witzige Dialoge, die sich jedoch auf das Wesentliche beschränken und nicht Überhand nehmen. Das finde ich gut, weil es sonst schnell zu viel werden kann. Stattdessen wird viel aus Leeroys Alltag und von den Begegungen mit seinem Chef erzählt, was ich sehr schön finde. So bleibt die Geschichte auch spannend.
Die Charaktere selbst find ich allesamt recht liebenswert und auf ihre eigene Art sympathisch. Mag sein, dass Mitch, einer von Leeryos Freunden, ein wenig über dem Ziel ist, aber trotzdem muss man ihn irgendwie mögen.
Wie bei vielen Romanen aus dem Bereich Gay Romance ist die Geschichte ein wenig vorhersehbar, aber ich finde immer, dass ja nicht so darauf ankommt, wie das Ende wird, sondern wie es zu dem Ende kam. Und in diesem Punkt behält die Geschichte definitiv ihre Spannung, was mir gut gefallen hat.
Leider muss man aber sagen, dass in dem Buch schon sehr viel wörtliche Rede vorkommt. Das ist zum einen ganz schick, weil die Dialoge teilweise wirklich witzig sind, andererseits mag ich es ja mehr - und ich schätze mal, da bin ich nicht der einzige -, wenn die Dinge ein wenig mehr ausgeführt werden. Oder wenn die Dialoge zumindest beschrieben werden. (Spricht: XY sagt: "...")
Dem Entgegen stehen dann einige Nebensätze, die das Geschehen an Stellen erläutern, die ich persönlich als selbsterklärend bezeichenen würde und bei denen ich folglich keine extra Satz mehr gebraucht hätte. In diesem Punkt könnte noch ein wenig Balance gefunden werden, um den Schreibstil zu verbessern. Aber damit möchte ich natürlich nicht sagen, dass der Stil schlecht ist. Wenn man von diesen Kleinigkeiten absieht, kann man wirklich flüssig lesen und in die Geschichte abtauchen.
Am Ende des Buchs befindet sich noch eine Leseprobe zu einem zweiten Teil, in dem noch einmal Jaysens und Leeroys Beziehung mit all ihren - um dem Titel treu zu bleiben - Stolpersteinen beschrieben wird. Sowas mag ich sehr gerne, weil man dann auch gleich sieht, dass die Geschichte der Beiden in gewisser Weise weitergeht. Ich weiß nicht, ob man das so nachvollziehen kann, aber das macht die ganze Sache irgendwie greifbarer und wem Teil 1 gefallen hat, wird es auch einfach freuen, einen Teil 2 vorzufinden.
Ich werde euch natürlich auch demnächst von Teil 2 berichten.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Das Buch ist ein einfaches Gay Romance Buch für ein kurzweiliges aber angenehmes Leseerlebnis, also so ziemlich das, was man in dem Genre im Prinzip erwartet. Wer also Lust auf eine schöne, einfache Geschichte hat, die weitestgehend auch noch ohne Kitsch auskommt, der ist hier goldrichtig.
Aufgrund der Sexszenen, die zwar vorkommen, aber nicht sonderlich explizit und ausführlich sind, würde ich sie ab 15 Jahren empfehlen.

Dieser Monat ist unglaublich stressig und ich komme kaum zum Lesen. So langsam mache ich mir Sorgen um meine regelmäßigen Blogposts. Aber für euch werde ich die Wochenenden durchlesen, damit hier alles Rund läuft.
Jules :)


* Diese Geschichte wurde mir von Jill J. Jenkins zu Rezensionszwecken überlassen. Noch einmal ein herzliches Dankeschön dafür!

Mittwoch, 26. November 2014

Ist es Liebe? Miguel und Linus (Gabriele Oscuro) [Q]

Hallo!

Heute gibt es endlich wieder einen Quickie-Post. Und zwar stammt die Kurzgeschichte von Gabriele Oscuro, nennt sich "Ist es Liebe? Miguel und Linus" und erschien im BookRix Verlag. Sie umfasst 95 Seiten und handelt vom unscheinbaren Linus, der sich in den rassigen Miguel verliebt.
Diese Geschichte gibt es übrigens nur als eBook.


Beschreibung:

Linus ist eher unscheinbar und das ist auch gut so, weil er sich vor der Häme seiner Mitschüler fürchtet. Miguel ist das ganze Gegenteil von ihm und deshalb unerreichbar. Umso erstaunlicher ist es, als ausgerechnet Miguel mit ihm befreundet sein möchte. Nun fragt sich Linus, auf wie viel er hoffen darf und ob seine Liebe zu Miguel vielleicht tatäschlich eine Chance haben könnte.

Meine Meinung:

Die Geschichte ist recht kurz, wirkt aber tatsächlich gar nicht so, da sie doch recht viel ausführlich beschriebnene Inhalt besitzt. Das finde ich bei solche knappen Seitenzahlen immer sehr schön, weil ich die Meinung vertrete, dass man auch in kurze Geschichten viel Zeit und Aufwand stecken sollte. Schon allein deswegen hat mir die Story ganz gut gefallen.
Was wirklich grandios beschrieben wurde, war die Schwärmerei, die Linus für Miguel hegt. Wir alle kennen doch z.B. noch diese romantischen Tagträume, die einen überkamen, wenn man an den Schwarm dachte. Vielleicht geht es uns heute noch genauso. Ich finde es einfach herrlich, wie diese jugendliche Liebe beschrieben wird und auch, wie deren Entwicklung in der Geschichte verliebt. Leicht, vorsichtig, ein wenig ängstlich und noch recht hilflos. Das ist unglaublich realistisch und macht diese Geschichte wirklich besonders.
Was ebenfalls dafür spricht, sind die Sexszenen. Im zarten Jugendalter sind diese noch scheu und werden kaum beschrieben, wenn die Protagonisten schon älter sind, sind auch die Sexszenen offener und ausführlich ausgebaut. Ich kann mich nur wiederholen: Unglaublich realistisch.
Das gilt auch für die Tatsache, dass die Charaktere nicht alle dem Schönheitsideal entsprechen. Gerade in der Jugend hält man sich ja immer gleich für hässlich, wenn man nicht aussieht wie ein junger Gott und es ist nur förderlich, dass diese Story die Geschichte ganz normaler Menschen schildert, die vielleicht nicht aussehen wie Popstars, aber trotzdem ihr Liebesglück finden. Das ist gerade für Teenager, die noch an sich zweifeln, sicher eine gute Sache.
Was mich persönlich sehr ergriffen hat, waren die Elemente der Geschichte, die sich mit Miguels Bruder befasst haben. Ich habe ihn schnell ins Herz geschlossen und sein Leid hat ein paar persönliche Erinnerung geweckt, die mich doch unglaublich berührt haben. Dafür, dass es doch eigentlich eine leichte Liebesgeschichte beschreibt, bringt sein Schicksal doch ein wenig Ernst in die Story, was ich sehr befürworte.
Leider gibt es nicht nur Positives zu der Geschichte zu sagen, denn ein paar Kleinigkeiten haben mich doch gestört. Zum einen fand ich es schade, dass manche Teile der Geschicht einfach übersprungen und dann nur kurz zusammengefasst, aber nicht ausführlich erläutert wurden. Es ist nicht so, als würde man diese Teile wirklich vermissen, aber doch finde ich derartige Zeitsprünge immer schade.
Auch fand ich die Geschichte teilweise ein wenig kitschig. Das lag wahrscheinlich daran, dass manche Liebeserklärungen doch recht bald und in gehäufter Weise auftraten.
Ansonsten kann ich aber nichts Schlechtes an der Story finden - auch, weil sich darin eigentlich sogar zwei Geschichten verbergen. Es geht nämlich auch um Sören, der im weiteren Verlauf der Story eine Rolle spielt und dessen eigenes Schicksal am Ende noch einmal beschrieben wird. Solche kleinen Bonusgeschichten erfreuen mich ja immer sehr.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich bin nicht wirklich sicher, ob man dieses Buch nun Jugendbuch nennen darf oder nicht. Zu Anfang hätte ich sofort Ja gesagt, aber später sind die Jungs ja doch schon älter. Doch allein wegen der Art und Weise, wie die Geschichte mit der Jugend der Protagonisten umgeht, muss man dieses Buch einfach allen Jugendlichen ans Herz legen. Es wird sie sicher erfreuen.
Natürlich ist es aber für alle anderen ein kurzes, aber schönes Lesevergnügen.

Anfang des Monats ist bei mir immer Büchertag. Dann ist mein Geld auf dem Konto und ich kann mir neue Geschichten kaufen. Dem fiebere ich schon immer entgegen - gerade wenn es sich noch um Bücher meiner liebsten Autoren und Autorinnen handelt. Unglaublich, in was für Euphorie mich das immer wieder versetzt. Kennt ihr sie auch, diese unbändige Freude, ein neues Buch in Händen zu halten?
Jules :)

Samstag, 22. November 2014

Say something: Daemon (Andrew Summers)

Hey ihr!

Heute gibt es mal ein wenig was anderes. Darauf freu ich mich ehrlich gesagt schon, weil ich das doch recht spannend und innovativ finde. Aber erstmal zu den Standartangaben: Die Rezension gibt es heute zu "Say something: Daemon" von Andrew Summers. Die Geschichte umfasst 109 Seiten und erschien bei X-Scandal Books. Ihr könnt sie als eBook erwerben.
Handeln tut das ganze von Phil, der sich in seinen Mitschüler Daemon verliebt, aus welchem er einfach nicht schlau wird.


Beschreibung:

Phil ist schwul und wird deshalb von seinen Klassenkameraden gemobbt. Als er in eine neue Klasse kommt, hofft er, dass endlich alles anders wird und er scheint Glück zu haben. Als dann auch noch sein hübscher Mitschüler Daemon seine Nähe sucht, scheint alles perfekt. Aber als wieder das Gerücht umgeht, er sei schwul, verändert sich auch Daemon. Mal sucht er seine Nähe und mal geht er total auf Distanz. Auch Jahre später stellt Daemon Phils Leben noch auf den Kopf, obwohl dieser doch eigentlich schon längst mit ihm abgeschlossen hat.

Meine Meinung:

Ich habe ja schon angekündigt, dass dieses Buch ein wenig anders ist. Das liegt daran, dass es eine wahre Geschichte erzählt und deshalb nicht wirklich zu einem Ende kommen kann. Es mag vielleicht für den einen oder anderen unbefriedigend sein, asm Ende keine Auflösung vorzufinden, aber so ist das wahre Leben nun mal.
Andrew Summers möchte mit dieser Geschichte die Meinung seiner Leser einholen, was das ganze ja eigentlich schon zu einem interaktiven Leseerlebnis macht. Ich finde es unglaublich fannah, wenn er seinen Lesern die Chance gibt, ihre eigenen Gedanken und Interpretationen zum Besten zu geben und ihnen so ermöglicht, an der ganzen Sache teilzuhaben. Natürlich möchte man damit wohl auch ein Stück weit eine Erklärung für Daemons Verhalten finden, die letztlich nur dieser selbst kennt.
Deshalb auch der Titel, denn wie der Autor selbst schon im Nachwort andeutet: Eine Aussprache ist wirklich wichtig und es wäre nur angemessen, wenn Daemon den Mut hätte, ein klärendes Gespräch zu führen.
Aber egal, ehe ich abschweife, lasst euch gesagt sein, dass das Buch natürlich eher in einer Art Berichtsform verfasst ist. Klar, man möchte eben alle Informationen zur Verfügung stellen, um eine Diskussion ermöglichen zu können. Aber trotzdem werden auch Gefühle geschildert bzw. kann man trotzdem in die Geschichte eintauchen und sich die Sache vorstellen. Also nicht so, als würdet ihr jetzt einen Zeitungsartikel lesen oder so.
Mehr kann ich eigentlich nicht dazu sagen. Nachdem die Geschichte auf einer wahren Gegebenheit beruht, ist es überflüssig, etwas daran ändern zu wollen. Die Frage ist also einfach, ob ihr lieber eine "richtige" Geschichte lesen wollt, oder auch mal für so eine Art vom Story offen seid.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Gerade hab ich es eigentlich schon gesagt: Man muss natürlich ein Stück weit bereit sein, sich darauf einzulassen. Wer aber nichts gegen offene Enden hat und es spannend findet, seinen Senf dazu geben zu können, ist hier genau richtig.

Du meine Güte, ich glaube, ich habe alles, was im Oktober von meinem Gehalt übrig war, für Bücher ausgegeben. Das ist wirklich nicht gut! Das muss sich unbedingt wieder ändern. Ich schwöre euch, ich werde mich die nächste Zeit mehr zusammenreißen!
Jules :)

PS:
Ich möchte natürlich auch gerne sagen, was ich von der ganzen Sache mit Daemon halte. Das ist natürlich ein Stück weit ein Spoiler, also wenn ihr euch erst selbst ein Bild machen wollt, dann lest das hier vorher nicht. Ich hab euch gewarnt.:D
Also ich glaube, dass Daemon wirklich Interesse an Phil hat und sich einfach nicht eingestehen kann, auf Männer zu stehen. Vielleicht kann er es auch und sein Umfeld (Familie? Freunde?) schüchtert ihn zu sehr ein, um dazu zu stehen. Wahrscheinlich hat man ihn auch immer wieder gesagt, wie falsch das alles ist und er ist deshalb mit sich selbst nicht im Reinen. Das würde auch erklären, warum er zu Phil eigentlich immer sehr nett ist, wenn sie alleine sind, und seine Nähe sucht - in der Öffentlichkeit dann aber auf Distanz geht oder ihn gar beschimpft. Die Tatsache, dass er immer sehr deprimiert schein, wenn er in Phils Nähe ist, unterstreicht dies nur. Wahrscheinlich hat er sich nichts mehr gewünscht, als seinen Gefühlen nachgehen zu können, konnte dies aber einfach nicht.
In der Schulzeit mag dies ja noch nachvollziehbar sein, aber so langsam könnte man ja dann doch mal zu sich selbst stehen und seinen eigenen Weg gehen. Falls dies nicht möglich ist (warum auch immer, ist ja egal), dann sollte er aber wirklich die Courage besitzen, Phil zu sagen, warum alles so kommen musste, wie es eben gekommen ist. Ich finde, das ist er ihm schuldig.
Zu Phil: Ich glaube, die Art, wie Daemon mit ihm umgegangen ist, hat ihn als Teenager eben einfach sehr getroffen und weil das, was einen als Jugendlicher beschäftigt, dass gesamte weitere Leben ein Stück weit prägt, kann er auch einfach nicht richtig loslassen. Es ist, wie es schon im Buch gesagt wird: Die erste Liebe vergisst man nicht. Und folgich vergisst man auch nicht, wenn die erste Liebe dermaßen in die Hose geht. Wahrscheinlich wird er erst richtig Ruhe finden, wenn er Daemon Version konnt. Oder aber, er trifft irgendwann den Mann seines Lebens und kann wirklich mit Daemon abschließen. Aber ehe das nicht geschehen ist, wird er sich doch immer wieder daran erinnen und sich Fragen stellen. Auch, weil man mit nichts abschließen kann, von dem man gar nicht weiß, was eigentlich geschehen ist. Wie sollte das auch möglich sein?

Mittwoch, 19. November 2014

Auf in neue Gefilde! [K]

Hallo ihr Lieben!

Neulich hat man mir ein Buch empfohlen und es nahezu in den Himmel gelobt, so dass ich wirklich neugierig wurde. Aber als ich mir dann noch einmal die Beschreibung im Internet durchgelesen habe, musste ich schnell feststellen, dass das Buch und ich keine Freunde werden würden, denn dieses Buch war aus dem Bereich „Crime“.
Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich schätze, fast jeder wird ein Genre besitzen, auf das er gut und gerne verzichten kann. Das ist auch nur natürlich, denn jeder besitzt ja Vorlieben und Abneigungen – und das sicher auch im Bereich Bücher. (Deshalb fällt es mir auch sehr schwer, Leuten zu glauben, die von sich behaupten, „alles“ zu lesen. „Alles“ ist ja doch ein sehr breit gefächerter Begriff und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es für die Leute keine Grenzen gibt – bzw. kann ich mir gut vorstellen, dass sie zwar alles lesen, aber nicht alles deshalb auch gut finden. Das kommt dann eigentlich schon fast auf das Gleiche hinaus.)
Ich habe also beschlossen, oben genanntes Buch nicht zu kaufen und mich lieber den Genres zu widmen, die mir zusagen. Kurz darauf musste ich meine Meinung aber komplett revidieren, denn ich habe ein Buch gekauft, von dem ich nicht wusste, dass es so viele Crime-Elemente enthalten würde, und habe dieses nahezu verschlungen. Nie hätte ich das für möglich gehalten, aber es war tatsächlich so und letztlich musste ich mir eingestehen, dass ich mit meiner Abneigung gegen dieses Genre wohl einfach zu voreilig war. Oder anderes gesagt: Mir wurde klar, dass nicht jedes Buch in diesem Bereich automatisch schlecht sein muss und es durchaus Bücher geben kann, die auch mir gefallen könnten.
Da habe ich einen Entschluss gefasst und mir gesagt: „Sei mutig! Les’ mehr Crime!“ Letztlich habe ich noch einen Thriller gelesen und vielleicht werde ich mich auch irgendwann an diesen Krimi wagen, der mir so frenetisch empfohlen wurde. Und wer weiß, vielleicht werde ich auch noch ein anderes Gerne, dass ich bisher gemieden habe, wie eine Katze das Wasser, in Angriff nehmen. Mit „Fantasy“ zum Beispiel konnte man mich bisher wirklich jagen, aber eine meiner Lieblingsautorinnen hat ein Buch in diesem Bereich geschrieben und ich denke, dass könnte mir auch gefallen – ist ja immerhin von ihr!
Ich schätze, dass es ganz spannend sein kann, mal ein Genre auszuprobieren, das man nicht sonderlich (oder gar nicht) mag. Vielleicht hat man Glück und findet ein Buch, das einen dann doch begeistert oder einen gar den Horizont für dieses Genre erweitert.
Ich möchte jetzt keine große Aktion starten, aber vielleicht hab ihr ja Lust, es mit mir auszuprobieren. Ich jedenfalls werde weiter in neuen Gefilden wandern und hoffe, ihr versucht es ebenfalls einmal und berichtet mir vielleicht sogar von euren Erfahrungen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es einige geben wird, die im Nachhinein nicht mehr so schlecht über ihr Hass-Genre denken, wie zuvor.
In diesem Sinne gehe ich mit gutem Beispiel voran und möchte auf diesen Wege gleich ein Buch für mein Vorhaben finden. Falls ihr also ein Buch kennt, dass natürlich Gay Romance ist, aber eben auch ins Genre „Crime“ fällt, dann wäre es sehr nett, wenn ihr es mir empfehlen könntet. Ich habe gemerkt, dass ich in diesem Bereich Bücher bevorzuge, die ein wenig auf die Abgründe des menschlichen Geistes hinweisen. Es wäre zum Beispiel ganz nett, wenn der Protagonist ein wenig leiden muss. Prinzipiell bin ich aber für alles in diesem Bereich offen und freue mich auf eure Vorschläge.
Bis dahin, traut euch und testet ein neues Genre! Ich wünsche euch viel Spaß damit und bin mir sicher, ihr werdet es nicht bereuen!

Jules :)

Samstag, 15. November 2014

Nachtpark (Violet Mascarpone)

Hey ihr!

Es geht wieder mal um ein Buch von Violet Mascarpone, ich freue mich. "Nachtpark" heißt es, erschien bei dead soft und besitzt 322 Seiten.
Handeln tut er von Kiji und Silvester, die eine Affäre beginnen, die nur nachts im Park vollzogen werden soll und in welcher ihr Leben am Tag nichts zu suchen hat.


Beschreibung:

Kiji und Silvester treffen sich nachts im Park und beginnen dort auch eine Affäre, in welcher ihr Leben am Tag nichts zu suchen hat. Leider ist das Schicksal anderer Meinung und so kreuzen sich ihre Wege auch tagsüber auf eine unglückliche Weise, die es ihnen unmöglich macht, den Tag aus ihrer Beziehung fernzuhalten.

Meine Meinung:

Ich hab jetzt ja schon einiges von Violet Mascarpone gelesen, konnte aber nie in Worte fassen, was es ist, was mich an ihren Romanen so begeistert. Jetzt glaube ich es so langsam zu wissen. Es ist die Tatsache, dass sie es schafft, in die Tiefe unser aller Wesen zu sehen und die Dinge, die sie darin findet, so vollkommen zu akzeptieren. Sie schafft es, die negativen Eigenschaften ihrer Charaktere als etwas positives dazurstellen, als etwas, was einen liebenswert macht. Oder anders gesagt, sie schafft es, die jeweiligen Makel schön erscheinen zu lassen. Und das ist etwas, dass gerade im BDSM-Bereich etwas sehr wichtiges ist - weshalb ihre Romane auch immer so lebending und vollkommen auf den Punkt wirken.
Dies und überhaupt ihre ganze Art, Dinge zu beschreiben, fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Und auch dieses Buch bildet da keine Ausnahme. Ich muss zugeben, dass ich ein wenig schwerer in es gefunden habe, als in ihre anderen Geschichten. Das lag wohl auch daran, dass die beiden Protagonisten zunächst noch Geheimnisse umschweben, die selbst dem Leser nicht vollkommen klar sind, und sich erst mit Fortschreiten der Geschichte auflösen. Gerade das macht es aber wiederum so spannend, weshalb ich - wie immer - nicht aufhören konnte zu lesen, bis ich es durch hatte.
Dabei hat natürlich auch die Art und Weise, wie Silvesters Problem mit seinem Vater dargestellt und gelöst wurde, seinen Teil beigetragen. Fast bis zu letzt leidet man mit ihm mit, ist frustriert und wartet auf eine zufriedenstellende Lösung.
Ansonsten ist das Buch rein vom erotischen Aspekt her wieder großartig. Ich habe schon so vieles in diesem Genre gelesen und oft wiederholen sich die Dinge einfach nur, aber Violet Mascarpone schafft es immer wieder, selbst altbekannte "Methoden" in einem neuen Licht erscheinen zu lassen. Ich  mag ihre kreativen, detaillierten Sessions unglaublich gerne und allein deswegen finde ich dieses Buch schon wieder absolut gelungen.
Wie immer tue ich mir schwer, Kritikpunkte zu finden.Vielleicht sollte ich fairerweise zugeben, dass mich dieser Roman nicht so stark mitgerissen hat, wie es die "Thekenwelt"-Trilogie getan hat. Allerdings weiß ich auch nicht, ob das überhaupt möglich ist. Ihr habt ja sicher mitbekommen, wie sehr ich diese Trilogie liebe.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Wie immer empfehle ich BDSM erst ab 18 Jahren. Ansonsten ist es wieder für jeden Fan dieses Genres ein Must-have, insofern man nicht nur auf sinnlose Fickerei steht, sondern eine richtige Hintergrundgeschichte bevorzugt.

Als ich gesehen habe, dass ein neuer Roman von Violet Mascarpone rauskam, musste ich meine ganze Planung auf den Kopf stellen, um das Buch SOFORT lesen zu können. Leider habe ich dabei gemerkt, dass auch noch von einem anderen meiner Lieblingsautoren ein neues Buch rausgekommen ist. Das macht mich irgendwann noch arm.
Jules :)

Samstag, 8. November 2014

Einfach nur nett (Florian Höltgen)

Heyho!

Heute geht es um Florian Höltgens Roman "Einfach nur nett", der 204 Seiten umfasst und auf Amazon erhältlich ist.
Handeln tut er von Außenseiter Timo, der sich in den coolen Macho Yannick verliebt.


 Beschreibung:

Als Außenseiter, der von seinen Mitschülern gemobbt wird, hat Timo es nicht leicht im Leben. Deshalb verwundert es ihn auch, dass ausgerechnet der Neue, ein totaler Macho, nett zu ihm ist. Timo fragt sich, ob er diesem wirklich Vertrauen kann und diese Frage schein bald berechtigt. Auch Jahre später, als Timo schon längst studiert, kann er noch immer nicht sagen, was genau Yannick und ihn wirklich verbindet.

Meine Meinung:

Was mich am Anfang ein wenig verwundert hat, war die harte Kritik am Genre Gay Romance, die sich in dem Roman verbirgt. Ständig wird - aufgrund der Tatsache, dass Timo selbst solche Geschichten schreibt - auf vielen Klischees dieses Genres herumgehackt, obwohl die Geschichte diese doch gleichzeitig selbst beinhaltet. Ich bin nie so wirklich schlau geworden, ob das nun ironisch gemeint ist, der Geschichte förderlich wirkt oder einfach nur zui viel ist.
Auch hat mich gestört, dass man den Dialogen zuerst schlecht folgen konnte, weil sie nicht mit Verben und Personen verpackt waren. (Sprich: Timo sagt: "blabla")  Aber das ändert sich spätestens, als Yannick auftaucht - da ist es unmissverständlich, er gerade spricht. :D
Ansonsten hab ich aber nicht viel an der Story auszusetzen. Im Gegenteil. Ich finde, der Aspekt Mobbing war selten so gut beschrieben, wie in diesem Buch. Und die Schlüsselszene ist dermaßen ungeschönt geschrieben, dass man einfach nur mit Timo mitleiden kann. Wirklich großartig!
Auch sonst ist die Geschichte unglaublich fesselnd und spannend geschrieben, man weiß bis zu letzt nicht, was genau Yannicks Intention ist und wie die Sache mit den beiden ausgehen wird.
Obwohl sie - wie so schön kritisiert wird - einigen Klischees absolut enspricht, hatte ich das Gefühl, dass etwas neues zu lesen, was ich so noch nicht hatten. Das mag vielleicht an dem Mobbingthema gelegen haben, ich weiß es nicht, aber es hat mich doch sehr in seinen Bann gezogen.
Hinzu kommt noch, dass die Sexszenen wirklich erotisch sind, aber trotzdem so beschrieben, dass man sich wie Timo nie ganz schlüssig sein kann, was sie bedeuten.
Ich mag überhaupt sehr, dass man sich so eindeutig in Timo hineinversetzen kann.
Was man vielleicht auch mal sagen darf, ist, dass die Gestaltung des Buchs sehr hübsch ist. Ich mein jetzt nicht mal so das Cover, sondern die schicke Schrift, in der die Kapitel geschrieben sind. Am besten lest ihr das Buch einfach, dann werdet ihr es ja selber sehen.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Obwohl es um Jugendliche geht, möchte ich es nicht als wirklich Jugendbuch beschreiben, was so ziemlich die Zielgruppe beschreiben dürfte.  Man kann es genauso gut als Erwachsener lesen. Vor allem, wenn man sich auch mal mit dem Thema Mobbing auseinander setzen möchte.
Ansonsten beinhaltet es schon Sex, also vielleicht erst ab 14 Jahren zu empfehlen.

Ich möchte schon ewig was von Florian Höltgen lesen. Das ich es noch nicht getan habe, liegt an einem kleinen aber feinen Grund, den ich in einer Kolumne viel Aufmerksamkeit widme.
Ich bin aber sehr froh, dass es mit diesem Werk endlich mal geklappt hat und ich muss sagen, mir gefällt was Höltgen schreibt. Ich schätze, ich werde irgendwann noch einmal etwas von ihm lesen.
Jules :)

Mittwoch, 5. November 2014

Ein Herz für Klischees [K]

Hallo Leute!

Wir alle kennen sie – und wir alle hassen sie: Klischees. Kaum eine Kritik im Bereich Gay Romance kommt ohne dieses Wort aus, dabei sollte man doch eigentlich meinen, dass viele Autoren mittlerweile wissen, dass Klischees von den Lesern nicht unbedingt gewünscht sind. Warum lassen sie diese dann nicht einfach weg? Und warum finden wir diese eigentlich so schlimm?
Man könnte viele Fragen über Klischees stellen, und müsste doch erst einmal die wichtigste klären: Was sind überhaupt Klischees? Denn auch wenn viele immer die gleichen Aspekte nennen würden, würde man sie befragen, so müsste man sich doch eingestehen, dass Klischees teilweise sehr subjektiv definiert sind. Was für den einen ein schwerwiegendes Vorurteil ist, stört den anderen überhaupt nicht. Wie also soll man sämtliche Klischees aus Romanen fernhalten, wenn man manchmal gar nicht bemerkt, dass man gerade ein solches beschreibt? Unmöglich!
Davon ab, dass nicht alle Klischees gleich schlecht sind. Das mag sich jetzt vielleicht blöd anhören, aber hinter jedem Vorurteil steckt doch oft ein bisschen Wahrheit. Und wenn man mal wirklich ganz ehrlich zu sich selbst ist, dann muss man sich auch eingestehen, dass manche Klischees nicht einfach nur Vorurteile, sondern in einigen Fällen einfach Realität sind. Wenn man jetzt mal vom bösen Begriff „tuntig“ Gebrauch macht, dann wird es sehr viele schwule Männer geben, auf die dieses Wort einfach nicht zutrifft – aber eben auch genauso viele, die tatsächlich „tuntig“ sind. Warum auch nicht, daran ist ja nichts Verwerfliches. Es darf sich ja jeder verhalten, wie er will. Und warum sollten Leute, auf die dieses Klischee so exakt zutrifft, nicht auch in einigen Romanen vorkommen? Ist es ihnen denn nicht gestattet, in diesen Büchern auch eine Stimme zu bekommen? Doch! Davon ab, dass wir uns eingestehen müssen, dass diese Leute eine der Hauptzielgruppen von Gay Romance sind und es deswegen gar nicht verwunderlich ist, dass sie darin auch beschrieben werden.
Oder nehmen wir ein anderes Beispiel: Der schwule Charakter hat eine beste Freundin. Selbstverständlich gibt es sehr viele schwule Kerle, die vielleicht keine Frau beste Freundin haben – aber eben auch genauso viele, bei denen das tatsächlich zutrifft. Warum kann das im Roman nicht auch der Fall sein, wenn es in der Realität so viele Beispiele davon gibt? Das ist dann doch nur noch die Pingeligkeit des Bloggers und keine wirklich konstruktive Kritik mehr, findet ihr nicht auch?
Darüber hinaus kommt hinzu, dass solche Klischees manchmal dem Buch erst seine eigentliche Form und Geschichte geben, so dass sie gar nicht vermieden werden können. Wie oft gab es schon Bücher, in denen der eine sehr „tuntig“ und der andere ein richtiger „Macho“ war - und dann beide zusammen gefunden haben. Das ist ein ganzer Topf an Klischees, aber lässt man diese weg, dann bleibt ja nichts mehr übrig.
Zumal das eine oder andere Klischee auch einfach ganz amüsant sein kann. Manchmal ist es gerade diese Charaktereigenschaft, die ein solches Vorurteil als Ursprung hat, die den Protagonisten erst richtig sympathisch werden lässt.
Ich persönlich bin der Meinung, man sollte auch mal über ein Klischee hinweg sehen dürfen. Wenn es nicht gehäuft und im übertriebenen Maße vorkommt, kann man gut und gerne auch auf diese Kritik in der Rezension verzichten. Vielleicht sollte wir sogar umdenken und uns ein Herz für Klischees fassen, denn manchmal sind es genau diese Klischees, die das Buch so liebenswert und vor allem lesenswert machen. Denkt mal darüber nach!

Jules :)

Samstag, 1. November 2014

Der Satellit: Liebe in der Umlaufbahn (Kooky Rooster)

Hey!

Lange ist es her, dass ich das letzte Mal etwas von Kooky Rooster gelesen habe, aber jetzt musste es unbedingt mal wieder sein. Das eBook nennt sich "Der Satellit : Liebe in der Umlaufbahn", umfasst 356 Seiten und stammt aus dem BookRix Verlag.
Handeln tut es von Thomas, der eigentlich eine glückliche Beziehung mit Sandra führt, nun aber feststellen muss, dass sein bester Freund Max in ihn verliebt ist.


Beschreibung:

Max ist immer anwesend, was vor allem Thomas' Freundin Sandra auf die Palme bringt, die nicht verstehen kann, warum der beste Freund ihres Freundes wie ein Satellit um  sie beide kreist. Als sie versucht, ihn mit ihrer Freundin Nicole zu verkuppeln, beichtet Max Thomas seine Liebe und das Chaos beginnt. Thomas weiß nämlich nun nicht mehr, was er eigentlich will. Sandra oder Max?

Meine Meinung:

Wenn mir an dem Buch etwas besonders gut gefallen hat, dann der Humor. Ich fand es einfach total witzig und musste eigentlich ständig lachen. Solche Geschichten gefallen mir immer sehr gut, weil sie einen quasi mitnehmen in ihre Welt und wirklich ein paar Stunden von unseren eigenen Problemen ablenken können.
Auch gut hat mir gefallen, dass sich die Erkenntnis, was Thomas für Max empfindet, ganz langsam eingestellt hat. Man hat immer seine Gedanken mitbekommen und konnte nachvollziehen, was er gerade durchmacht. Man könnte kritisieren, dass es doch recht lange gedautert hat, bis er mal zu seinen Gefühlen gestanden hat, aber ich finde das eigentlich gar nicht so sehr. Immerhin gibt es Prozesse im Leben, die sich nicht so leicht einstellen wollen. Zu glauben, man schnippst einmal mit dem Finger und schon ist man sich seiner Homosexualität bewusst, finde ich wirklich lächerlich.
Zumal wirklich eine optimale Mischung aus eigentlich-schon-wissen und einfach-nicht-wahr-haben-wollen gefunden wurde.
Und da wir gerade bei den positiven Aspekten des Buches sind: Die Sexszenen sind wirklich heiß!
Allerdings habe ich auch etwas zu kritisieren. Ich verstehe zum Beispiel nicht, warum Thomas nicht einfach bi sein kann. Am Anfang des Buchs hat er wirklich unglaublich heterosxeuelle Fantasien gegenüber Sandras Freundin Nicole und die kommen ja auch nicht von ungefähr. Es hätte doch gereicht, zu sagen, er steht auf Männer und Frauen. Warum muss er erst solche Gedanken haben und plötzlich NUR auf Kerle stehen. Da passt was nicht zusammen, da hätte man entweder diese "Nicolefantasien" weglassen müssen, oder man hätte ihn einfach bi lassen sollen.
Und wo wir schon bei Nicole sind: Irgendwie sind die Nebencharaktere in dem Buch alle ein wenig gaga. Auch Thomas Eltern finde ich übertrieben. Ich meine, wie sie auf seine Homosexualität reagieren, kann wohl in einigen Fällen tatsächlich Realität sein, aber ansonsten haben sie eine so schrullige Ansicht von der Welt, die schon wieder ein wenig too much für mich war.
Und auch Sandra: Also wenn man so eine Frau als Freundin hat, dann kann man ja nur schwul werden. Andererseits ist natürlich klar, dass sie sehr unzufrieden mit sich und der Welt ist, bedenkt man die Entwicklungen und Erkenntnisse, die sie in dem Buch noch durchmacht.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich empfehle das Buch ab 16. Es ist einfach kein Jugendbuch, aber ich finde, man kann es trotzdem schon im Jugendalter lesen, weil es einfach eine locker-flockige Liebesgeschichte mit ein wenig Tiefgang ist. Ansosnten ist wohl für jeden etwas, der sich für Gay Romance interessiert.

Gerade habe ich meine Wunschliste ein wenig abgearbeitet, kommen wieder gefühlte 100 neue Bücher hinzu. Ist das nicht schrecklich? Vielleicht sollte ich meinen Job kündigen und für immer und ewig nur auf der Couch liegen und lesen.:D
Jules :)

Freitag, 31. Oktober 2014

Schattennebel (Amber Redd)

Hallo Leute!

Ich dachte mir, anlässlich meines Lieblingsfestes gibt es heute auch ein Special auf diesem Blog. Entgegen meiner Abneigung gegen das Genre Fantasy, habe ich für euch ein Buch aus dieser Richtung gelesen, dass sicher perfekt zu Halloween passt, weil es nämlich gleichzeitig auch ein wenig gruselig ist.
Und zwar spreche ich von "Schattennebel" von Amber Redd, welches im Cursed Verlag erschfien und 189 Seiten umfasst. Handeln tut es von Usher, auf dessen Grundstück sich seltsame Dinge ereigenen.


Beschreibung:

Auf Ushers Grundstück geschehen merkwürdige Dinge und als er ein verstümmeltes Fohlen findet, ahnt er, dass nicht alles mit rechten Dingen zugehen kann. Doch niemand will ihn anhören, nur der Postbote Jareth scheint ihm zu glauben. Aber dieser ist auch gleichzeitig Ushers nächstes Problem, denn er kann seine wachsenden Gefühle für ihn kaum unterdrücken - was er muss, weil Jareth ihn immer wieder zeigt, dass sie nicht auf Gegenseitigkeit beruhen. Oder doch?

Meine Meinung:

Prinzipiell bin ich bei Fantasy eher skeptisch, aber gleichzeitg bin ich ein totaler Horrorfanatiker und deswegen hat mich das Buch auch angesprochen, da es eine Mischung aus beiden beinhaltet, die mich doch überzeugen konnte. Obwohl ich finde, dass es in Büchern schwer ist, eine gruslige Atmosphäre zu schaffen, passiert dies hier dennoch. Zumindest am Anfang. Irgendwann kann mansich dann schon denken, wie alles zusammenhängt und es ist nicht mehr wirklich unheimlich, aber trotzdem spannend. Aber sind wir ehrlich - so ist das doch fast immer Bereich Horror.
Mir hat gefallen, dass in dem Buch gleichermaßen die Liebesgeschichte und die mysteriösen Vorkommnisse angesprochen wurden, ohne das eines wirklich überwogen hat. Der Spagat zwischen Horror/Fantasy und Gay Romance ist also geglückt.
Obowhl in dem Buch nur eine wirklich Sexszene vorkommt, finde ich das gar nicht tragisch. Ich hätte hier sogar ohne leben können, weil der Rest wirklich gut gelungen ist. Wie schon gesagt, bleibt die Spannung auch erhalten, wenn man schon ahnen kann, was geschieht, weil man eben nicht weiß, wie genau es geschieht und weil man bis zum Ende mit Usher mitfiebert, wann Jareth ihn nun endlich erhört.
Die Charaktere sind allesamt sehr sympathisch und ich mochte auch die Nebencharas sehr, weil sie ihre eigenen Persönlichkeit haben und nicht nur irgendwelche Randfiguren waren, sondern auch eine gewisse Daseinsberechtigung hatten.
Es ist nicht besonders lang, was aber nichts macht, weil man in dem Buch während des Lesens nichts vermisst. Ich finde, der Schreibstil ist detailliert und schafft es, eine gewisse Atmosphäre zu schaffen. Mit anderen Worten: Perfekt geeignet für Halloween.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Für Fantasyfans ist das natürlich ein gefundenes Fressen, aber auch Leute, die sich eigentlich - wie ich - eher davon fern halten, dürfte es gefallen, weil es nicht zu übertrieben ist. Ansonsten schlage ich es einfach jedem vor, der an Halloween ein wenig schmökern und sich dabei trotzdem leicht gruseln will.

Ich weiß, die Rezension kommt natürlich genau so, dass man sich das Buch wohl nicht merh besorgen kann, aber falls ihr das Buch in den heutigen Tag mit einbinden wollt, dann holt es euch doch einfach als eBook. Ansonsten ist es doch ideal, um die Halloweenstimmung noch ein paar Tage aufrecht zu erhalten.

Ach, ich liebe Halloween wirklich. Für mich hat das so einen besonderen Zauber an sich, an dem diese ganzen Horrorgeschichten so greifbar und gleichzeitig so märchenhaft werden - das gefällt mir total. Was macht ihr heute so? Ich werde mir mit ein paar Freunden DVDs ansehen (Horrorfilme natürlich) und danach draußen herumgeistern. Bei uns gibt es einen kleinen Park, in dem angeblich ein kopfloser Hund spukt. Ich glaube daran ja nicht, aber um Halloween Willen tue ich gerne so also ob.
In diesem Sinne:


Jules :)

Samstag, 25. Oktober 2014

Mein Mitbewohner ist Sportler? Oh, schei...! (Wade Kelly)

Hallo ihr Lieben!

Heute geht es um Wade Kellys eBook "Mein Mitbewohner ist Sportler? Oh, schei...!", das bei Dreamspinner Press erschien und 227 Seiten umfasst. Es handelt von Cole, der sich in seinen neuen Mitbewohner verknallt.



Beschreibung:

Cole ist selbstgewählter Außenseiter, was vor allem daran liegt, dass er eine ziemlich pessimistische Haltung an den Tag legt. Außerdem kann er - aufgrund eines traumatischen Ereginisses in seiner Kindheit -, vor allem keine Sportler mehr leiden, die es auf dem Campus aber leider viel zu häufig gibt. Deswegen schiebt er auch ziemliche Panik, als sein Mitbewohner auszieht und er einen neuen zugeteilt bekommt, der natürlich - wie es der Zufall will - zu jenen Sportlern gehört. Allerdings schein Ellis recht nett zu sein und Cole fällt es immer schwerer, seine wachsende Libido unter Kontrolle zu behalten.

Meine Meinung:

Obwohl ich die Geschichte eigentlich mochte, fand ich das Buch stellenweise ein wenig langatmig. Nicht langweilig, aber manchmal hat sich die Handlung schon echt gezogen. Oder aber das Gegenteil war der Fall und es wurde einfach ein ziemlicher Zeitsprung gemacht, der nur wage zusammengefasst wurde. Die Folge davon war dann, dass die Geschichte ein wenig... ich möchte nicht unglaubwürdig sagen, aber wirklich realistisch war es dann auch nicht. Überhaupt fand ich die Figur von Cole stellenweise echt übertrieben. Allgemein wurde in der Geschichte manchmal übertrieben und tief ins Klischeetöpfchen gelangt. Ich weiß nicht, ob es einfach die starken Kontraste hervorheben sollte, oder ob es der krampfhafte Versuch war, witzig zu sein, aber ich finde einfach: Weniger ist manchmal mehr. Das Ende war ein wenig sehr kitschig, was nach der eher zögerlichen Handlung vorher auch nicht wirklich gepasst hat.
Aber ehe ihr denkt, die Geschichte sei es nicht wert, gelesen zu werden, möchte ich euch gerne noch ein paar positive Aspekte nennen, die wirklich nicht zu verachten sind:
Zunächst fand ich gut, wie das Gefühlschaos der Protagonisten beschrieben wurde. Man konnte sich gut in Cole einfühlen und obwohl die Geschichte aus dessen Sicht geschrieben ist, konnte man auch Ellis gut verstehen. Überhaupt fand ich, dass Ellis gut dieses "Hadern-mit-sich-selbst" symbolisiert hat.
Ein großes Thema in dem Buch ist immer wieder Toleranz und ich finde wirklich, dass das Buch sehr gut dafür einsteht. Es gibt einige Phrasen in dem Buch die - wie man so schön sagt - "zum Nachdenken anregen".
Und übrigens sind die Sexszenen in dem Buch auch nicht zu verachten. 

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich würde sagen, man kann das Buch gut ab 14 Jahren lesen. Ansonsten ist es für all diejenigen geeignet, die auf Romantik und Coming-out stehen. Also ganz klassisch, sozusagen.

Ich hab neulich 4 Bücher an einem Wochenende gelesen. Krass, oder? Man könnte fast denken, ich mach nichts anderes. (Mach ich manchmal auch nicht. :D)
Aber irgendwie ist es die Sache schon wert gewesen. :3
Jules :)

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Bücherpreise [K]

Hallo Leute!

Beim durchstöbern meiner Wunschliste sind mir vorhin wieder ein paar Bücher ins Auge gestochen, die ich nun schon seit 3 (!!!) Jahren darauf verweilen, die ich aber einfach noch nicht gekauft habe. Das liegt nicht daran, dass sie mir nicht zu sagen – tun sie durchaus –, sondern dass sie mir einfach viel zu teuer sind. Und ganz allgemein ist es mir bei diesem Verlag schon öfters aufgefallen: Die Bücher sind unverschämt teuer. Und das ist jetzt kein subjektives empfinden, weil ich ein kleiner Geizhals bin, sondern einfach Fakt: Ein Buch, dass nicht mal 200 Seiten hat, nur ein Softcover besitzt, aber fast 15€ kostet, ist teuer! Punkt! Da braucht man wirklich nichts schön reden. (Im Übrigen kommt noch hinzu, dass die Bücher, die ich bisher von diesem Verlag besitze, alle eine relativ große Schriftgröße haben, so dass die Seitenanzahl damit noch einmal künstlich gestreckt wird.)
Ich meine, es ist klar, dass Bücher mit Hardcover teurer sind, als solche mit Softcover oder gar Taschenbücher. Auch klar ist, dass ein Verlag mit kleinen Auflagenzahlen und nicht all zu umfassenden Programm seine Bücher etwas teurer verkaufen muss, um Kosten zu decken und Gewinn zu machen. Und gerade zu Zeiten des Internets ist es auch verständlich, dass Printversionen ein wenig teurer werden, da die Druckkosten einfachen steigen. Aber ich finde trotzdem, dass 15€ für nicht mal 200 Seiten viel zu viel Geld ist. Dann lieber das Buch als Taschenbuch raus gebracht, da haben die Leute mehr davon!
Und was ich bei dem Verlag auch eine absolute Unverschämtheit finde: Das zugehörige eBook ist gerade mal einen Euro günstiger! Da zahlt man dann statt 15€ nur noch 14€, welch Schnäppchen! Das kann es ja wohl mal überhaupt nicht sein. Diese Werte stehen in keinerlei Relation zueinander. Es fallen ja schon allein die gesamten Druckkosten weg, da kann man doch nicht nur einen Euro weniger verlangen. Daran sieht man, dass es dem Verlag ganz offensichtlich nur um Geldmacherei geht, etwas, was ich ja hasse wie die Pest.
Ich finde es vollkommen in Ordnung, eine gewisse Summe für ein Buch zu bezahlen – auch höhere, wenn ganz allgemein die Preise steigen. Aber ich bin der Meinung: Der Preis muss nachvollziehbar sein. Ich werde mich weigern, für so ein Buch so viel Geld auszugeben. Und ich werde mich auch weigern, das zugehörige eBook zu kaufen. Man muss klar das eBook nicht spottbillig zur Verfügung stellen, aber mit nur einem Euro Differenz ist ja wohl eindeutig was schief gelaufen. Mit welcher Begründung rechtfertigt der Verlag das bitte?
Also ihr könnt ja sagen, was ihr wollt, ich bleibe bei meiner Meinung. Ein Preis sollte gerechtfertigt und nachvollziehbar sein – und das ist er in diesem Fall ganz und gar nicht. Sicher gibt es Menschen, denen das egal ist, die es sich leisten können und vielleicht gar nicht auf den Preis achten müssen. Aber es gibt eben auch Leute, die das Geld nicht allzu locker sitzen haben und die im Monat genau überlegen müssen, wie viel Geld sie für Bücher ausgeben müssen. Wenn ich mein knappes Budget ansehe, dann hab ich mit dem Kauf eines solchen Buchs nicht mehr viel übrig. Und das, für nicht mal 200 Seiten. Sorry, aber dafür ist mir mein Geld echt zu schade. Da kaufe ich lieber von einem anderen Verlag. Ich kenne genug, die auch ein relativ kleines Programm haben, ihre Bücher aber zu kundenfreundlichen Preisen herausbringen. Die machen trotzdem Gewinn, können ihr Programm sogar erweitern. Es scheint also doch möglich zu sein – wenn man nur will!
Was sagt ihr denn dazu? Würdet ihr besagtes Buch kaufen? Und ab wann ist ein Buch für euch überteuert? Lasst es mich wissen!

Jules. :)

Samstag, 18. Oktober 2014

Plötzlich anders (C. Griethe)

Hey ihr!

Heute geht es um C. Griethes Werk "Plötzlich anders". Es wird frei publiziert und besitzt 212 Seien. In dem Buch geht es um Tim, der sich langsam aber sicher eingestehen muss, schwul zu sein.


Beschreibung:

Tim zieht sich immer weiter von seinen Freunden zurück, weil etwas in ihm arbeitet, dass er selbst noch nicht ganz verstanden hat. Immerhin ziehen ihn Mädchen kaum noch an, aber bei dem hübschen Kellner Daniel kribbelt es in seinem Bauch dafür umso mehr. So langsam muss er sich der Tatsache stellen, schwul zu sein, aber das bringt so einige Irrungen und Wirrungen mit sich.

Meine Meinung:

Ich mochte die Geschichte wirklich sehr, weil sie so spannend war. Dadurch, dass Tim noch mit vielen Unsicherheiten zu kämpfen hat, kam es auch immer wieder zu Missverständnissen oder Zweifeln, welche die Story am Laufen hielten. Trotzdem ist sie gleichzeitig wahnsinnig romantisch, ohne dabei wirklich kitschig zu sein.
Auch den Schreibstil fand ich hier wirklich klasse. Detailliert und emotional - wenn Tim ins Stolpern geraten ist, konnte man als Leser gut mitfühlen und vor allem mitleiden.
In dem Buch gibt es auch die eine oder andere erotische Szene, die wirklich heiß und - blöd gesagt - befriedigend waren.
Ich fand auch schön, wie die Nebenfiguren mit eingebunden wurden und das auch ihre Charakter einige gewisse Liebenswürdigkeit aufweisen. Überhaupt haben mich die Charaktere sehr überzeugt. Es gab eigentlich keinen, der nicht authentisch war.
Obwohl... und das ist auch einer meiner Kritikpunkt, der mir schon manchmal in diesem Genre aufgefallen ist: Frauen werden hier ziemlich abfällig dargestellt. Als wären sie alle notgeile, billige Tusse, die sich viel zu aufdringlich an Kerle schmeißen. Selbst Tims Schwester wirkt unsympathisch. Ich finde das einfach unnötig.
Ansonsten finde ich, dass man auf die Sache mit Daniels Stiefbruder noch ein wenig hätte eingehen können. Nicht, dass es unbedingt nötig wäre, aber es wäre einfach cool gewesen. Aber das ist nur eine Kleinigkeit, denn an sich ist das Buch wahnsinnig gut gelungen und ich kann noch immer nicht glauben, dass es aus der gleichen Feder wie "lovely toyboy" stammt. Wenn ihr meine Rezension dazu gelesen habt, werdet ihr gemerkt haben, dass ich von der Geschichte alles andere als begeistert war. Deshab war ich auch ein wenig entsetzt, als ich gemerkt habe, von wem diese Geschichte hier überhaupt stammt. Getreu den Motto "Jeder hat eine zweite Chance" verdient, habe ich dann natürlich trotzdem gelesen und muss nun eingestehen, dass es wirklich sehr gelungen ist und ich zu vorschnell war, Griethe zu meiden. Bin ich froh, dieses Buch versehentlich gekauft zu haben! Tja, so kann's gehen. Verrückt!

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich überlege gerade, ob man das Buch nicht auch als Jugendbuch bezeichnen kann. Zumindest kann es aber von Jugendlichen gelesen werde, auch wenn Sex darin vorkommt. Ansonsten kann ich es wirklich jedem empfehlen, der auf süße Coming-out-Geschichten steht - denn so eine ist diese wirklich.

Hattet ihr das auch schon mal? Dass ihr einen Autor auf eure imaginäre Blacklist gesetzt habt und dann eines Besseren belehrt worden seid? Ich mag solche positiven Überraschungen ja immer sehr gerne. :D
Jules :)