Freitag, 31. Januar 2014

Bruder (Ted van Lieshout)

Hallo ihr Lieben!

Heute gibt's also endlich einen neuen Blogpost.
Es geht um Ted van Lieshout Roman "Bruder", welcher bei Middelhauve erschien und 173 Seiten beinhaltet. Bei dem Buch handelt es sich um ein Jugendbuch, dass die Geschichte von Luuk, der das Tagebuch seines verstorbenen Bruders vor den Flammen retten will und darin einen Dialog mit ihm beginnt.


Beschreibung:

Nach Marius' Tod möchte seine Mutter alle Sachen verbrennen, um endgülitg Abschied  von ihm nehmen zu können. Dessen Bruder Luuk kann dies nicht nachvollziehen und versucht Marius Tagebuch vor dem Flammentod zu retten, indem er beginnt, selbst in es zu schreiben.
Um zu verhindern, dass seine Mutter einfach Marius' Seiten rausreißt und verbrennt, beginnt er, auf Marius' Gedanken zu antworten und so diese Seiten mit seinen Gedanken vollzuschreiben.
Dabei entsteht ein Dialog mit Marius und Luuk kommt einem Geheimnis auf die Spur, was ihn dazu bringt, auch Marius ein Geheimnis anzuvertrauen.

Meine Meinung:

Ich habe selten ein solch emotionales Buch gelesen! Die meiste Zeit über hatte ich Tränen in den Augen und ich musste es auch in einem Rutsch durchlesen, weil ich es einfach nicht weglegen konnte.
Ich finde sehr erstaunlich, wie es dem Autor gelang, die Homosexualität von Luuk und Marius zu einem zentralen Aufhänger zu machen und sie gleichzeitig dennoch nicht zu stark in den Vordergrund rücken zu lassen. Stattdessen geht es auch um das Verhältnis der beiden Brüder und um Marius' Krankheit und seinen damit verbundenen Tod.
Dadurch beinhaltet dieses Buch sehr viele große Themen, die es alle gebrührend darstellt. Die Art und Weise, in der das Buch geschrieben ist, lässt den Leser dabei stark mitfühlen, was einen den Inhalt noch einmal viel näher bringt.
Für mich gibt es kaum Kritik an diesem Buch. Das einzige, was mich ein wenig gestört hat, war, dass beide Brüder homosexuell sind. Ich finde das zwar nicht unmöglich, aber doch recht unwahrscheinlich. Allerdings war es für den Plot der Geschichte natürlich von essentieller Wichtigkeit und deshalb ist es durchaus legitim, dass beide Brüder schwul sind, auch, wenn es auf den ersten Blick ein wenig komisch wirkt.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Obwohl das Buch als Jugendbuch gehandelt wird, kann ich es auch Erwachsenen nur wärmstens empfehlen. Es ist schön geschrieben und behandelt Themen, die sicher auch für ältere Leute interessant sein dürften. Auch wenn beide Brüder schwul sind, muss man das Buch nicht nur aufgrund der homosexuellen Thematik lesen, sondern es ist auch für alle anderen geeignet, die sich vielleicht in Büchern nicht unbedingt mit Homosexualität auseinander setzen wollen.
Es gibt keine klare Altersbegrenzung für das Buch, aber ich würde es ab 13 oder 14 Jahren empfehlen.

Das war es auch schon wieder. Kurz und knapp, aber ich denke, ich habe dennoch das Wesentliche erfasst.
Meine Frage heute: Was haltet ihr von Büchern, die stark auf traurigen Thematiken aufbauen. Lest ihr das gerne oder mögt ihr lieber Bücher, die einen lockerleicht und fröhlich stimmen?
Liebe Grüße,
Jules ;)