Samstag, 27. September 2014

Erdbeeren, Zimt und Einsamkeit (Marie Sexton)

Heyho, ihr Lieben!

Die heutige Rezension dreht sich um den Roman "Erdbeeren, Zimt und Einsamkeit" von Marie Sexton, welcher beim Cursed Verlag erschien und 280 umfasst.
Handeln tut er von Jonathan, welcher eine Affäre mit dem klischeebehafteten Cole beginnt.


Beschreibung:

Für Jonathan steht sein Job an oberster Stelle und er bekommt gar nicht mit, wie er andere Menschen dadurch vor den Kopf stößt. Als sich Cole bei ihm meldet und eine lockere Affäre vorschlägt, stimmt Jonathan zu, obwohl er Coles "tuntiges" Verhalten ziemlich nervig findet.
Bald erkennt er jedoch nicht nur, dass hinter Coles Fassede viel mehr steckt, sondern auch, dass der Job nun mal nicht alles im Leben ist.

Meine Meinung:

Die Spannung wird so ziemlich bis zum Ende des Buchs aufrecht erhalten, weil das Verhältnis der beiden bis dahin ziemlich ungeklär ist. Das führt natürlich dazu, dass man da Buch kaum aus der Hand legen will, weil man wissen möchte, wie es weiter geht.
Hinzu kommt, dass die Geschichte zwar aus Jonathans Sicht geschrieben ist, man aber immer wieder E-Mails zu lesen bekommt, die von Cole an einen seiner Freunde geschickt werden, wodurch man auch einen Einblick ins dessen Gedanken bekommt. Mal ganz davon abgesehen, dass man die Geschichte so besser versteht und die Spannung noch verstärkt wird, weil man als Leser Dinge weiß, die Jonathan nicht weiß, finde ich das mit dem Mails eine klasse Idee und ziemlich kreativ.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Charaktere haben mir alles gut gefallen. Ich hatte am Anfang Angst, ich könnte Cole nicht mögen, weil ich selbst mit dieser klischeehaften Art nicht viel anfangen kann, aber mir ging es wie Jonathan: Man musste ihn einfach lieb gewinnen.
Am besten hat mir aber ehrlich gesagt Jonathans Vater gefallen. Obwohl er sich nicht so ganz damit arrangieren konnte, einen schwulen Sohn zu haben, hat er doch nichts mehr versucht, als die Tatsache zu akzeptieren, weil für ihn am wichtigsten ist, Jonathan glücklich zu sehen. Das fand ich unglaublich süß und schön.
Es gibt zwar Sexszenen, aber die sind immer nicht all zu detailliert, was aber keinen Kritikpunkt darstellen soll. Wenn eine ausführlicher ist, dann lohnt es sich dafür auch wirklich, sie zu lesen.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Da die Sexseznen zwar anregend-sexy, aber nicht sonderlich krass sind, kann da Buch gut und gerne ab 14 Jahren gelesen werden.
Ansonsten ist es - wie man das vom Verlag ja schon zur Genüge kennt - eine süße, lockere Liebesgeschichte, welche die Herzen von Romantikfans höher schlagen lässt, ohne einem kitschig zu erscheinen. Wer also Lust auf ein paar gemütliche Stunden mit einem süßen Pärchen hat, ist hier genau richtig.

Ich bin heute so unwahrscheinlich müde, das ist unglaublich. Aktuell habe ich Urlaub und verbringe meine Abend ausschließlich mit Lesen. Leider werden die Nächte dadurch sehr kurz. Ich glaube, ich schlafe im Urlaub weniger, als wenn ich arbeite. -,- Es gibt aber auch Bücher, die man einfach nicht aus der Hand legen kann! Was soll ich also tun? Ich bin machtlos!
Jules :)

Mittwoch, 24. September 2014

Zu viele Bücher... Zu wenig Zeit und Geld [K]

Hey Leute!

Ich gebe es lieber gleich zu: Das hier wird ein reiner „Auskotz“-Post. Im Moment ist es nämlich wirklich schlimm bei mir. Meine Wunschliste wächst ins unendlich, ging es nach ihr, könnte ich wohl jeden Monat doppelt so viel lesen, als eh schon, und hätte noch immer nicht im Entferntesten alle Bücher „abgearbeitet“.
Ich bin sicher, euch geht es auch so. Man hat so viele Bücher im Hinterkopf, die man gerne lesen würde, aber einfach keine Zeit dafür. So geht es mir momentan. Ich habe wieder eine Vollzeitstelle und dementsprechend natürlich auch wieder weniger Zeit für meine heiß geliebten Bücher. Und neben der Arbeit warten natürlich auch noch andere Dinge, die erledigt werden wollen. Man kann ja seine restliche Freizeit nicht ganz alleine nur für Bücher verplanen. Hinzu kommt noch, dass ich mir durch den Blog hier natürlich selbst Druck aufbaue. Es müssen immer genug Bücher da sein, um den Blog mit neuen Rezensionen zu füttern – ihr ahnt nicht, wie schwer es mich getroffen hat, die Quickie-Reihe ihrer Regelmäßigkeit zu berauben – und obwohl ich noch einige Rezensionen auf Vorrat habe, muss ich ja dennoch für Nachschub sorgen. Irgendwann ist ja jeder Vorrat einmal aufgebraucht und so ganz ohne „Notfallpost“ in der Hinterhand fühle ich mich wirklich nicht gut. Nicht, dass ihr Angst haben braucht, dass hier bald keine Rezensionen mehr hoch geladen werden, nur weil der arme Jules sich dem harten Alltag stellen muss, aber manchmal nervt es mich schon. Vor allem dann, wenn ich eben auch gerne mal wieder etwas lesen möchte, was sich weit außerhalb des Gay Romance Bereichs bewegt. Ich meine, es ist mein liebstes Genre, aber ich lese eben auch andere Dinge und hätte nichts gegen ein Buch einzuwenden, in dem vielleicht mal keine Lovestory zwischen Jungs im Mittelpunkt steht.
Tja und dann kommt noch das liebe Geld hinzu. Ich meine, es wäre sicher möglich, im Urlaub oder am Wochenende noch viele, viele Bücher mehr zu lesen und auch das letzte Häufchen Freizeit mit einem Buch auf der Couch zu verbringen, aber selbst wenn ich es wollte, könnte ich es nicht. Ich gebe eh schon viel zu viel Geld für Bücher aus. Tatsächlich habe ich mir selbst schon ein Limit gesetzt, um meinen Kaufwahn zu bremsen. Und das ist auch bitter nötig, ich glaube, wenn ich mir nicht selbst den Geldhahn abdrehen würde, dann würde ich schon längst rote Zahlen schreiben.
Das traurige an der Sache ist nur: Bis vor kurzem hatte ich ja noch mehr Zeit zum lesen und habe es z. B. im Juli tatsächlich geschafft, dass mein Pensum an Büchern schon am 12. des Monats aufgebraucht war. Tja und was liest man dann bitte den ganzen Rest des Monats? Ihr könnt euch einfach nicht vorstellen, wie langweilig das war. Ich war so froh, als am 29. dann ein Buch geliefert worden ist, dass ich vorbestellt hatte – mit dem Ergebnis, dass ich es am 30. schon wieder durch hatte.
Vielleicht ist es also ganz gut, wenn ich demnächst weniger Zeit zum lesen habe. Das schont wohl meinen Geldbeutel, denn solche Katastrophen wie im Juli brauche ich echt nicht öfters. Sonst gebe ich entweder zu viel Geld aus oder leide unter zu wenig Lesestoff.
Wenn ich das so schreibe, dann klingt es fast schon wie eine Sucht. Aber wahrscheinlich ist es das auch. Und Schande über euch, wenn ihr nicht zugebt, dass es euch genauso geht!
Ich bin nun definitiv gespannt, was mich im kommenden Monat erwartet. Und ihr dürft auch gespannt sein, immerhin wirken sich sämtliche Neuerungen meiner Lesegewohnheit auch auf diesen Blog aus. :D Bis es so weit ist, wünsch ich euch viel Spaß mit euren eigenen Büchern. Ich hoffe, ihr habt es ein wenig besser als ich.

Jules ;)

Samstag, 20. September 2014

lovely toyboy (C. Griethe)

Hallo ihr Lieben!

Das heutige Buch nennt sich "lovely toyboy", wurde von C. Griethe geschrieben, umfasst 136 Seiten und wird frei publiziert. Es handelt von Max, der sich in seine Affäre Vico verliebt und sich gleichzeitig eine Stalkerin vom Hals halten muss.


Beschreibung:

Eigentlich hat er Vico nur geküsst, um seiner Stalkerin Gilda zu zeigen, dass er nicht an ihr interessiert ist, aber dieser Kuss war der Beginn einer heißen Affäre, die für Max schnell zu mehr wird. Leider lässt sich Gilda davon nicht groß beeindrucken und setzt Max mächtig unter Druck, was letztlich zu einer ernstzunehmenden Gefahr wird - auch für Vico.
Und als hätte Max nicht schon allein deswegen Sorgen genug, muss er sich auch noch mit seinen Gefühlen für Vico rumschlagen, die offensichtlich recht einseitig sind.

Meine Meinung:

Oh man, Leute... ich weiß gar nicht, wo ich hier anfangen soll, ehrlich nicht. Bevor ich das Buch gekauft habe, habe ich mir ein paar Rezensionen durchgelesehen und musste schnell feststellen, dass viele den Schreibstil kritisieren, weil die Sätze oft mit Bindewörtern beginnen. Ich persönlich habe mich daran überhaupt nicht gestört und fand es auch gar nicht so auffällig. Aber was mich dafür umso mehr gestört hat, war, dass einfach durch die Geschichte durchgehetzt wird. Gerade am Anfang kommt man mit Lesen gar nicht nach, so schnell stürzen die Eindrücke auf einen ein. Zur Mitte hin wird es entweder besser oder man gewöhnt sich dran, das kann ich im Nachhinein gar nicht mehr so genau sagen. Jedenfalls wirkt der Stil (und die komplette Geschichte) auf mich sehr hektisch und wenig detailreich. Die einzigen Momente, in denen etwas sehr ausführlich beschrieben wird, sind die, in denen Max von Vico schwärmt. Und diese Momente gibt es einfach s t ä n d i g! Es ging mir wirklich auf die Nerven. Überhaupt hatte ich das Gefühl, dass Max einfach nicht denkt. Es gibt so viele Situationen, in denen er sich sagt, er will sich von Vico fernhalten oder das Vico ihn verletzt hat und er sich gefühlsmäßig von ihm distanzieren will - und dann taucht Vico auf und er schwärmt sofort von ihm, wobei auch noch ständig die gleichen Worte und Ausdrucksweisen verwendet werden. Zwangsläufig denkt er dabei natürlich auch nur noch an Sex und seine Vorsätze fallen ihm dann plötztlich nicht mehr ein. Und das heißt im Klartext: Man hat das Gefühl, sein Schwanz übernimmt vollkommen die Kontrolle und er kann sich kein bisschen mehr zusammen reißen. Nie kommt es mal zu einem klärenden Moment, weil ständig der Sex im Vordergrund steht. Und das schlimme ist, dass sie im ganzen Buch einfach nie wirklich Sex haben. Entweder bricht Max ab oder sie werden gestört. Das Buch könnte wirklich ein Erotikbuch sein, so oft wie Vicos Körper oder der Sex thematisiert werden, wenn sie nur mal zur Sache kommen würden.
Und Vico ist mindestens genauso seltsam. Er könnte ein selbstbewusster, süßer Junge sein, stattdessen wird er als Sexmonster beschrieben, dessen Libido 24/7 auf Hochtouren läuft.
Okay, ich steigere mich rein, aber - ohne Mist jetzt -, mich hat da Buch aufgeregt und ich hab an den wenigen Seiten eine Woche gelesen, weil es mich manchmal so genervt hat, dass ich es einfach aus der Hand legen musste.
Und das schlimmste ist: Es ist wirklich schade um die Geschichte! Die Idee ist nämlich eigentlich klasse, die Handlung könnte süß und spannend und wirklich durchdacht sein. Aber leider wird alles durch diese Pseudo-Erotik zerstört.
Hinzu kommt dann auch noch, dass einige Dinge nicht ausreichend erklärt werden. Ich möchte nicht sagen, dass irgendetwas unlogisch an dem Buch ist, aber manche Dinge sind eifnach nicht zu Ende gedacht oder der Leser wird nicht wirklich ins Bild gesetzt.
Zum Beispiel gibt es keine Vorgeschichte zu Gilda, es wird nicht darauf eingegangen, warum ein Hetero nach einem einzigen Kuss einem Jungen verfällt, am Ende ist auch noch ein weiterer Protagonist an einem Jungen interessiert, obwohl das wirklich nicht hätte sein müssen, Vicos Nebenerwerb ist auch ziemlich märchenhaft... Ihr versteht, was ich meine?
Ich muss sagen, mich hat das Buch richtig enttäuscht, weil ich mich darauf gefreut habe und mir gedacht habe, dass die Geschichte sich richtig interessant anhört. Und wie gesagt, es ist schade drum, weil die Story echt Potential gehabt hätte.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Toll, und was soll ich nach dieser Rezension jetzt noch sagen? Es tut mir echt Leid, dass ich hier so böse rezensiert habe. Ich hätte mir soooo gewünscht, dass mir die Geschichte gefällt. Und vielleicht solltet ihr euch von meiner Meinung einfach nicht total abschrecken lassen, sondern sie selbst austesten. Ich fand sie ja auch süß, wenn es nur nicht so viele Kritikpunkte geben würde. Also ihr trotzdem Interesse habt, dann lest sie ruhig! Oder erfreut euch an den positiven Dingen und wappnet euch einfach gegen zu viele Sexandeutungen.
Ansonsten würde ich sie ab 14 Jahren empfehlen.

Also, ich muss sagen, dass ich sicher auch kein Engel bin und man als Mann wohl einfach oft an Sex denkt. Aber man wird dabei doch nicht zum hirnlosen Sexmonster, wie es uns die Geschichte irgendwie vorgaukeln will - ob nun beabsichtigt oder nicht. Ich bin wirklich fassungslos!
Jules :)

Mittwoch, 17. September 2014

Der fantastische Finn (Noah Berg) [Q]

Hallo Leute!

Endlich wieder ein Quickie. Ich hab die Reihe total vermisst, keine Ahnung, warum. :D
Nun denn, es handelt sich um Noah Bergs Kurzgeschichte "Der fantastische Finn". Sie ist als eBook erhältlich und umfasst 12 Seiten. Handeln tut sie von Benjamin, der sich in den neuen Schüler Finn verliebt.



Beschreibung:

Der neue Schüler, Finn, hat es Benjamin vom ersten Tag angetan. Er kann kaum noch an etwas anderes denken und glaubt zu träumen, als Finn sich ihm annähert. Aber als er sich mit Finn treffen möchte, scheint es, als wenn dieser nur mit ihm spielt.

Meine Meinung:

Erst mal sorry, dass die Beschreibung so unsagbar kurz ist, aber was soll ich denn bei 12 Seiten noch groß zusammenfassen, ohne zu viel vorweg zu nehmen. Hab ich wahrscheinlich eh schon. :(
Also gut, was kann man zu der Geschichte sagen? Wie ich das von Noah Berg schon kenne, schafft er es auch hier wiedere, eine sehr kurze Geschichte relativ ausführlich zu gestalten. Natürlich bieten 12 Seiten kaum platz für detaillierte Beschreibungen, aber man kann sich zumindest in die Geschichte einfühlen. Die Handlung ist dementsprechend aber sprunghaft, ich würde sagen, der Blick liegt auf dem Wesentlichen. Trotzdem werden nicht nur Handlungen, sondern auch Gedanken angesprochen.
Die Geschichte selbst wird von einem süßen, wenig außergewöhnlichen Plot bestimmt, der auch nicht viel mehr her gibt, also die ideale Länge hat. Das Ende ist ein wenig überraschend, aber irgendwie witzig - außerdem erklärt es den Titel.
Ich war ein wenig irritiert von der Geschichte, aber doch sehr erheitert. Man liest natürlich nicht sehr lange daran, aber irgendwie fand ich es trotzdem ganz schön. Der Preis ist auch in Ordnung.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich denke, die Geschichte ist ganz gut für jüngere Leser geeignet, also sprich Teenager. Man kann sie natürlich auch als Erwachsener lesen, aber vielleicht erwartet man dann einfach ein wenig mehr.
Ansonsten enthält sie keine expliziten Szenen und ist einfach eine kurze, witzige Alltagserzählung.

Vielleicht schaffe ich es ja, wenigstens einmal im Monat einen Quickie hochzuladen. Aber versprechen kann und will ich natürlich nichts. Fakt ist, ich würde gerne noch etwas von Noah Berg lesen. Da bieten sich noch ein paar kurze Geschichten an, es besteht also zumindest Hoffnung.

Jules :)

Samstag, 13. September 2014

Thekenwelt - Dritter Gang: Dessert de vengeance (Violet Mascarpone)

Hey ihr!

Heute gibt es also nun den letzten Teil der Trilogie von Violet Mascarpone. Er nennt sich "Thekenwelt - Dritter Gang: Dessert de vengeance", erschien bei dead soft und umfasst 338 Seiten.


Beschreibung:

Während Biscuit mit seinen beiden Bottoms noch immer seinen Urlaub genießt, versucht zu Hause Tango mit dem beziehungsscheuen Linus anzubandeln. Obwohl dieser vorgibt, sich nicht für Tango zu interessieren, spielt er doch dessen Ex-Top einen Streich. Dieser ist nämlich der Meinung, dass Biscuit, Tornado und Kai dahinter stecken und versucht sich nun an diesen zu rächen, was eine Kette verhängsnisvoller Ereignisse in Gang bringt.

Meine Meinung:

Ich merke gerade, dass es mir ziemlich schwer fällt, immer wieder neue Dinge zu finden, die ich euch zu dieser Trilogie sagen kann. Nicht, dass das Buch nicht genung Inhalt hätte, aber ich fürchte mich immer davor, einfach zu viel zu verraten oder es gar zu stark zu loben. Ihr wisst, ich mag sowas nicht. Naja, fang ich einfach mal an.
Zu Anfang des dritten Teils bekommt man zwei Briefe zu lesen, die Biscuit an seine beiden Bottoms geschrieben hat. Ich musste so weinen dabei - ich konnte kaum weiterlesen. Selten habe ich Liebeserklärungen gelesen oder gehört, die mich so tief bewegt habe. Die so ehrlich, so tiefgreifend und so passend waren, dass die Briefe alleine schon zwei kleine Meisterwerke in sich sind.
Zudem hat mir gefallen, dass nun auch mehr auf den armen Tango eingegangen wurde, der ja schon viel erleiden musste und bisher einfach zu kurz kam. Ich muss sagen, dass mich seine Geschichte sehr erheitert hat, weil ich Linus einfach so cool finde. Aber auch sonst kann ich der Beziehung der beiden viel abgewinnen. Erneut schafft es die Autorin, eine weitere Facette des BDSM aufzuzeigen - nämlich die, wenn man einfach schon die volle Dröhnung abbekommen hat und einen eigentlich nichts mehr überraschen kann. Im Buch selbst wird es als 'abgenutz' bezeichnet und das sagt wohl so ziemlich alles. Gerade wenn es noch - wie bei Tangos Fall - dank einer Beziehung geschehen ist, die einfach nicht so gelaufen ist, wie es derartige Beziehungen eigentlich sollten.
Schön finde ich übrigens auch, dass ausgerechnet Linus' gefühlskalte Art Tango wieder erwärmt und dass die beiden, so kaputt sie sind, gerade bei einander finden, was sie brauchen.
Ansonsten haben mich die Intrigen fasziniert, die in dem dritten Teil aufkommen. Ich fand sie - auch wenn das abgedroschen klingt - schön durchdacht und es hat mir gefallen, wie sie bis zu letzt für Spannung gesorgt haben. Außerdem fand ich es beeindruckend, wie gezeigt wurde, dass wahre Liebe selbst die größten Probleme überstehen kann. Was da zwischen Bisquit und Kai geschieht, ist wirklich unglaublich ergreifend und schön zu lesen.
Ich glaube, ich verrate schon zu viel, also höre ich jetzt auf. Was soll man dazu auch noch sagen? Wie schon die ersten beiden Teile, hat mir auch dieser hier wieder sehr gefallen und imponiert. Ich kann mich nur wiederholen, wenn ich sage, dass ich mich scheue, Bücher zu sehr zu loben, aber hier einfach nicht anders kann. Manche Bücher muss man eben einfach gelesen haben und für mich gehören diese drei definitiv dazu.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich empfehle es noch immer ab 18 Jahren und bin der Meinung, jeder, der auch nur den Hauch von Interesse für BDSM aufbringen kann, sollte diese Trilogie lesen!

So, nun habe ich tatsächlich alle drei Bände gelesen und bin schwer begeistert. Eigentlich schade, dass es schon vorbei ist - vor allem, weil es nämlich schwer ist, niveauvolle BDSM-Geschichten wie diese zu finden. Außerdem frage ich mich, wie ich je wieder ohne Kai leben soll. T_T
Wer also Tipps hat, was BDSM-Romane anbelangt, nur her damit!
Jules :)

Mittwoch, 10. September 2014

Freie Publikationen - Segen oder Fluch? [K]

Hallo!

Heute geht es um ein sehr brisantes Thema und ich schätze, ich mache mir mit diesem Post nicht unbedingt Freunde, aber ich muss es einfach loswerden: Es geht um freie Publiaktionen. Wir wissen alle, früher war es kaum möglich, ein Buch ohne einen Verlag herauszubringen. Aber zu Zeiten des Internets und der eBooks ist dies so einfach wie nie.
Das ist natürlich eine wahnsinnig tolle Sache für talentierte Autorinnen und Autoren, die noch keinen Verlag gefunden haben, deren Geschichten es aber wirklich wert sind, veröffentlicht zu werden. Davon gibt es einige, das wissen wir alle.
Aber leider bietet sich diese Option auch solchen, die einfach nicht genügend Selbsteinschätzung besitzen, um zu erkennen, dass ihre Geschichten eigentlich nicht gut genug für die Vermarktung sind. Ich weiß, dass es schwer ist, seinen Traum aufzugeben oder zu warten, bis man sich so weit verbessert hat, dass man potentiellen Lesern ein gelungenes Werk verkaufen kann. Ich weiß das vor allem deshalb, weil ich selbst mir nichts mehr wünsche, als ein Buch zu veröffentlichen und immer wieder zögere, weil ich weiß, dass meine aktuellen Werke noch nicht mit denen mithalten können, die ich gerne lese. Gleichzeitig weiß ich aber auch, dass ich mich von Geschichte zu Geschichte verbessere und in einigen Jahren vielleicht so weit sein werde. Ich kann warten. Aber viele andere können es nicht.
Erst neulich habe ich eine Kurzgeschichte gekauft – ich nenne keinen Titel, das wäre nicht in Ordnung! Ihr braucht auch nicht meine Rezensionen zu durchforsten, ich habe es mir verkniffen, etwas zu diesem eBook zu sagen! –, die einfach schlecht war. Nicht, weil sie so kurz war, denn es gibt auch sehr kurze und dennoch gute Geschichten, sondern weil sie einfach schlecht geschrieben war. Rechtschreibfehler, ein grausamer Stil und ein völlig undurchdachter Plot. Ich kenne viele Amateure – aufgrund gewisser Internetportale, ihr wisst schon -, die einfach sehr viel bessere Geschichten schreiben, ohne damit ihr Geld zu verdienen.
Und genau hier hört der Spaß meiner Meinung nach auch auf. Jeder sollte schreiben, was ihm gefällt. Jeder hat andere Ansprüche. Und sicher hat auch die – sorry – schlechteste Geschichte noch ihre Fans. Aber da, wo man anderen Leuten Geld abknöpft, sollte ein gewisses Niveau vorhanden sein. Ich habe mich wahnsinnig geärgert, Geld für diese Geschichte ausgegeben zu haben. Es war nicht viel, aber in der heutigen Zeit muss man auch sagen, dass es Menschen gibt, für die 2€ doch schon viel sind. Leider ist es so, ohne jetzt groß über die Gesellschaft reden zu wollen.
Umso unmöglicher ist es, dass so ein Mist einfach so verkauft werden kann. Hier merkt man einfach, dass kein Verlag die Finger im Spiel hat. Es hat kein Lektor darüber gesehen, den Plot kritisiert oder die Geschichte auf Rechtschreibfehler geprüft.
Das ist bitter. Und es ruiniert den Ruf der Autoren, die frei publizieren und dabei sehr gute Geschichten vorzuweisen haben. Ich habe auf diesem Blog schon viele dieser Werke vorgestellt und viele gelobt oder nur wenig kritisiert – aber es gibt eben auch andere Fälle und das ist einfach schade. Was kann man von Literatur noch erwarten, wenn jeder Dummschwätzer seinen Mist für Geld ins Internet stellen kann? Und ein wenig ist es doch auch negative Werbung für eine eigentlich schöne Sache, von der sicher viele neue Autoren/Autorinnen profitieren könnten.

Ich weiß, manchmal klinge ich wie ein Arschloch, aber ich schätze, es werden mir auch viele Leute Recht geben. Ob ihr diesen Post nun unterschreibt oder nicht, überlasse ich euch – interessieren würde es mich aber tatsächlich, wer diese Meinung teilt oder wer mir schlagfertige Gründe für eine andere nennen kann!
Jules :)

Samstag, 6. September 2014

Passgenau (Ryan Loveless)

Hey ihr Lieben!

Heute geht es um "Passgenau" von Ryan Loveless, welches 196 Seiten hat und beim Cursed Verlag erschien. Es handelt von Profifußballer Adam, der in eine erfolglose Mannschaft versetzt wird und dort Gefallen an einem der Stürmer findet.


Beschreibung:

Adam ist Profifußballer und sogar geoutet. Bisher hatte er keine größeren Probleme, doch dann steht eine Zwangsversetzugn in ein ziemlich erfolgloses Team an.
Dort muss er sich auch gleich mit intoleranten Fans und skeptischen Teamkameraden rumärgern. Aber wenigstens gibt es Stürmer Colin, der ihm ein guter Freund wird. Und nicht nur das. Adam merkt bald, dass er sich ziemlich zu Colin hingezogen fühlt, aber obwohl Colin nicht gänzlich abgeneigt scheint, werden seine Gefühle bald zu einem Problem. Denn die Medien warten nur auf die nächste Schlagzeile.

Meine Meinung:

Hach, ich als kleiner Fußballfan schmelze ja bei solchen Sportromanen immer dahin. :D Deswegen fand ich es auch ein wenig schade, dass es relativ wenige Sportszenen gab. Zwar wurde das eine oder andere Spiel beschrieben, aber trotzdem waren es - für meinen Geschmack - zu wenige.
Trotzdem finde ich den Roman recht gelungen. Ich mochte besonders, dass man mal einen  Einblick in die amerikanische Fußballliga bekommen hat. Ich hab mich immer gefragt, was da abgeht und wie es den Spielern so ergeht, immerhin ist in Amerika Fußball ja nicht all so populär. Tatsächlich hat man auch in dem Roman einige Abläufe mitbekommen, was wirlich spannend war.
Aber natürlich hat das Buch nicht nur für alle Sportfans was zu bieten, sondern beinhaltet auch ganz viel Gay Romance. Ich finde es schön, wie die Lovestory von Adam und Colin aufgebaut ist. Ein wenig Spannung, nicht zu viel Kitsch und trotzdem romantisch. Außerdem hat mir gut gefallen, dass auch immer der Mediendruck und dieser ganze Konflikt Schwul vs. Profisport aufgezeigt wurde. Das hat die Geschichte sehr authentisch wirken lassen, weshalb sie mir gleich noch ein bisschen besser gefallen hat.
Auch klasse fand ich die Charaktere selbst. Nicht nur die Hauptfiguren gefallen mir sehr gut, weil sie so komplexe, interessante Persönlichkeiten haben, auch die Nebenfiguren sind gut gelungen. Überhaupt hat mir gut gefallen, dass dieses Miteinander in einem Team und dieses Zusammenprallen verschiedenster Charaktere gut beschrieben worden ist. Vor allem, weil auch jeder Charakter seine wirklich eigene Persönlichkeit erhalten hat.
Leider, leider gibt es keine wirklich ausführlichen, supertollen Sexszenen. Irgendwie wird die Sache immer angeschnitten, aber nie richtigt ausgeführt. Ich würde aber sagen, das Buch kann auch ohne auskommen und ist trotzdem wirklich lesenswert. (Auch, wenn ich ja gerne die eine oder andere gelsen hätte...)

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Da es keine wirklich ausführlichen Sexszenen gibt, kann man das Buch sicher schon ab 14 Jahren lesen. Oder ab 12 meinetwegen.
Interessanter ist die Zielgruppe. Ich weiß ja, dass Sport nicht für jeden was ist, aber die wirklich süße Liebesgeschichte in dem Buch ist echt ein Grund, mal über seinen Schatten zu springen und sich ein wenig Sport anzutun. Und wer Sport mag, der sollte hier sowieso zugreifen. Ich bin zwar noch immer der Meinung, man hätte noch mehr Fußball reinbringen können, aber es ist ja auch nicht so, als wenn gar keiner drin vorkommen würde.
Vielleicht ist ja hier auch noch jemand im WM-Fieber oder möchte sich schon mal auf die EM einstimmen - dann ist das Buch sicher auch ideal!

Tja, jetzt ist es raus. Der kleine Jules mag Fußball. xD Und stellt euch vor: Es geht mir dabei nicht mal um die Kerle, sondern tatsächlich um den Sport. (Obwohl da selbstverständlich ein paar sehr heiße Jungs rumrennen. xD) Mögt ihr denn Fußball? Und mögt ihr Romane, in denen der Sport nicht zu kurz kommt? Ich finde sowas ja immer total klasse! *_*
Jules :)

Mittwoch, 3. September 2014

Ankündigung #12

Hallo Leute!

Heute gibt es eine kurze Info für euch: Ich plane, die diesjährige Frankfurter Buchmesse (FBM) zu besuchen. Ganz sicher kann ich es wegen meiner Arbeit noch nicht sagen, aber vorraussichtlich werde ich am Samstag dort sein und hoffentlich ganz viel Inspiration für meinen Blog finden. Natürlich werde ich euch davon dann auch ausführlich berichten.
Außerdem werde ich wohl kurz das LovelyBooks Leser- und Bloggertreffen besuchen. Falls jemand von euch auch dort sein wird (bzw. überhaupt auf der FBM), könnt ihr ja Bescheid geben! Vielleicht sieht man sich ja mal! :)

Begleiten wird mich übrigens eine wirklich gute Freundin, die mich schon mehrmals auf meinem Blog unterstützt hat. (Von ihr stammt unter anderem das Fazit zu den Lesbischen Romanen.)
Ich freue mich schon total!

Jules :)

EDIT: Leider kann ich weder heute noch morgen kommen, da ich dieses Wochenende arbeiten muss. :(