Freitag, 31. Oktober 2014

Schattennebel (Amber Redd)

Hallo Leute!

Ich dachte mir, anlässlich meines Lieblingsfestes gibt es heute auch ein Special auf diesem Blog. Entgegen meiner Abneigung gegen das Genre Fantasy, habe ich für euch ein Buch aus dieser Richtung gelesen, dass sicher perfekt zu Halloween passt, weil es nämlich gleichzeitig auch ein wenig gruselig ist.
Und zwar spreche ich von "Schattennebel" von Amber Redd, welches im Cursed Verlag erschfien und 189 Seiten umfasst. Handeln tut es von Usher, auf dessen Grundstück sich seltsame Dinge ereigenen.


Beschreibung:

Auf Ushers Grundstück geschehen merkwürdige Dinge und als er ein verstümmeltes Fohlen findet, ahnt er, dass nicht alles mit rechten Dingen zugehen kann. Doch niemand will ihn anhören, nur der Postbote Jareth scheint ihm zu glauben. Aber dieser ist auch gleichzeitig Ushers nächstes Problem, denn er kann seine wachsenden Gefühle für ihn kaum unterdrücken - was er muss, weil Jareth ihn immer wieder zeigt, dass sie nicht auf Gegenseitigkeit beruhen. Oder doch?

Meine Meinung:

Prinzipiell bin ich bei Fantasy eher skeptisch, aber gleichzeitg bin ich ein totaler Horrorfanatiker und deswegen hat mich das Buch auch angesprochen, da es eine Mischung aus beiden beinhaltet, die mich doch überzeugen konnte. Obwohl ich finde, dass es in Büchern schwer ist, eine gruslige Atmosphäre zu schaffen, passiert dies hier dennoch. Zumindest am Anfang. Irgendwann kann mansich dann schon denken, wie alles zusammenhängt und es ist nicht mehr wirklich unheimlich, aber trotzdem spannend. Aber sind wir ehrlich - so ist das doch fast immer Bereich Horror.
Mir hat gefallen, dass in dem Buch gleichermaßen die Liebesgeschichte und die mysteriösen Vorkommnisse angesprochen wurden, ohne das eines wirklich überwogen hat. Der Spagat zwischen Horror/Fantasy und Gay Romance ist also geglückt.
Obowhl in dem Buch nur eine wirklich Sexszene vorkommt, finde ich das gar nicht tragisch. Ich hätte hier sogar ohne leben können, weil der Rest wirklich gut gelungen ist. Wie schon gesagt, bleibt die Spannung auch erhalten, wenn man schon ahnen kann, was geschieht, weil man eben nicht weiß, wie genau es geschieht und weil man bis zum Ende mit Usher mitfiebert, wann Jareth ihn nun endlich erhört.
Die Charaktere sind allesamt sehr sympathisch und ich mochte auch die Nebencharas sehr, weil sie ihre eigenen Persönlichkeit haben und nicht nur irgendwelche Randfiguren waren, sondern auch eine gewisse Daseinsberechtigung hatten.
Es ist nicht besonders lang, was aber nichts macht, weil man in dem Buch während des Lesens nichts vermisst. Ich finde, der Schreibstil ist detailliert und schafft es, eine gewisse Atmosphäre zu schaffen. Mit anderen Worten: Perfekt geeignet für Halloween.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Für Fantasyfans ist das natürlich ein gefundenes Fressen, aber auch Leute, die sich eigentlich - wie ich - eher davon fern halten, dürfte es gefallen, weil es nicht zu übertrieben ist. Ansonsten schlage ich es einfach jedem vor, der an Halloween ein wenig schmökern und sich dabei trotzdem leicht gruseln will.

Ich weiß, die Rezension kommt natürlich genau so, dass man sich das Buch wohl nicht merh besorgen kann, aber falls ihr das Buch in den heutigen Tag mit einbinden wollt, dann holt es euch doch einfach als eBook. Ansonsten ist es doch ideal, um die Halloweenstimmung noch ein paar Tage aufrecht zu erhalten.

Ach, ich liebe Halloween wirklich. Für mich hat das so einen besonderen Zauber an sich, an dem diese ganzen Horrorgeschichten so greifbar und gleichzeitig so märchenhaft werden - das gefällt mir total. Was macht ihr heute so? Ich werde mir mit ein paar Freunden DVDs ansehen (Horrorfilme natürlich) und danach draußen herumgeistern. Bei uns gibt es einen kleinen Park, in dem angeblich ein kopfloser Hund spukt. Ich glaube daran ja nicht, aber um Halloween Willen tue ich gerne so also ob.
In diesem Sinne:


Jules :)

Samstag, 25. Oktober 2014

Mein Mitbewohner ist Sportler? Oh, schei...! (Wade Kelly)

Hallo ihr Lieben!

Heute geht es um Wade Kellys eBook "Mein Mitbewohner ist Sportler? Oh, schei...!", das bei Dreamspinner Press erschien und 227 Seiten umfasst. Es handelt von Cole, der sich in seinen neuen Mitbewohner verknallt.



Beschreibung:

Cole ist selbstgewählter Außenseiter, was vor allem daran liegt, dass er eine ziemlich pessimistische Haltung an den Tag legt. Außerdem kann er - aufgrund eines traumatischen Ereginisses in seiner Kindheit -, vor allem keine Sportler mehr leiden, die es auf dem Campus aber leider viel zu häufig gibt. Deswegen schiebt er auch ziemliche Panik, als sein Mitbewohner auszieht und er einen neuen zugeteilt bekommt, der natürlich - wie es der Zufall will - zu jenen Sportlern gehört. Allerdings schein Ellis recht nett zu sein und Cole fällt es immer schwerer, seine wachsende Libido unter Kontrolle zu behalten.

Meine Meinung:

Obwohl ich die Geschichte eigentlich mochte, fand ich das Buch stellenweise ein wenig langatmig. Nicht langweilig, aber manchmal hat sich die Handlung schon echt gezogen. Oder aber das Gegenteil war der Fall und es wurde einfach ein ziemlicher Zeitsprung gemacht, der nur wage zusammengefasst wurde. Die Folge davon war dann, dass die Geschichte ein wenig... ich möchte nicht unglaubwürdig sagen, aber wirklich realistisch war es dann auch nicht. Überhaupt fand ich die Figur von Cole stellenweise echt übertrieben. Allgemein wurde in der Geschichte manchmal übertrieben und tief ins Klischeetöpfchen gelangt. Ich weiß nicht, ob es einfach die starken Kontraste hervorheben sollte, oder ob es der krampfhafte Versuch war, witzig zu sein, aber ich finde einfach: Weniger ist manchmal mehr. Das Ende war ein wenig sehr kitschig, was nach der eher zögerlichen Handlung vorher auch nicht wirklich gepasst hat.
Aber ehe ihr denkt, die Geschichte sei es nicht wert, gelesen zu werden, möchte ich euch gerne noch ein paar positive Aspekte nennen, die wirklich nicht zu verachten sind:
Zunächst fand ich gut, wie das Gefühlschaos der Protagonisten beschrieben wurde. Man konnte sich gut in Cole einfühlen und obwohl die Geschichte aus dessen Sicht geschrieben ist, konnte man auch Ellis gut verstehen. Überhaupt fand ich, dass Ellis gut dieses "Hadern-mit-sich-selbst" symbolisiert hat.
Ein großes Thema in dem Buch ist immer wieder Toleranz und ich finde wirklich, dass das Buch sehr gut dafür einsteht. Es gibt einige Phrasen in dem Buch die - wie man so schön sagt - "zum Nachdenken anregen".
Und übrigens sind die Sexszenen in dem Buch auch nicht zu verachten. 

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich würde sagen, man kann das Buch gut ab 14 Jahren lesen. Ansonsten ist es für all diejenigen geeignet, die auf Romantik und Coming-out stehen. Also ganz klassisch, sozusagen.

Ich hab neulich 4 Bücher an einem Wochenende gelesen. Krass, oder? Man könnte fast denken, ich mach nichts anderes. (Mach ich manchmal auch nicht. :D)
Aber irgendwie ist es die Sache schon wert gewesen. :3
Jules :)

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Bücherpreise [K]

Hallo Leute!

Beim durchstöbern meiner Wunschliste sind mir vorhin wieder ein paar Bücher ins Auge gestochen, die ich nun schon seit 3 (!!!) Jahren darauf verweilen, die ich aber einfach noch nicht gekauft habe. Das liegt nicht daran, dass sie mir nicht zu sagen – tun sie durchaus –, sondern dass sie mir einfach viel zu teuer sind. Und ganz allgemein ist es mir bei diesem Verlag schon öfters aufgefallen: Die Bücher sind unverschämt teuer. Und das ist jetzt kein subjektives empfinden, weil ich ein kleiner Geizhals bin, sondern einfach Fakt: Ein Buch, dass nicht mal 200 Seiten hat, nur ein Softcover besitzt, aber fast 15€ kostet, ist teuer! Punkt! Da braucht man wirklich nichts schön reden. (Im Übrigen kommt noch hinzu, dass die Bücher, die ich bisher von diesem Verlag besitze, alle eine relativ große Schriftgröße haben, so dass die Seitenanzahl damit noch einmal künstlich gestreckt wird.)
Ich meine, es ist klar, dass Bücher mit Hardcover teurer sind, als solche mit Softcover oder gar Taschenbücher. Auch klar ist, dass ein Verlag mit kleinen Auflagenzahlen und nicht all zu umfassenden Programm seine Bücher etwas teurer verkaufen muss, um Kosten zu decken und Gewinn zu machen. Und gerade zu Zeiten des Internets ist es auch verständlich, dass Printversionen ein wenig teurer werden, da die Druckkosten einfachen steigen. Aber ich finde trotzdem, dass 15€ für nicht mal 200 Seiten viel zu viel Geld ist. Dann lieber das Buch als Taschenbuch raus gebracht, da haben die Leute mehr davon!
Und was ich bei dem Verlag auch eine absolute Unverschämtheit finde: Das zugehörige eBook ist gerade mal einen Euro günstiger! Da zahlt man dann statt 15€ nur noch 14€, welch Schnäppchen! Das kann es ja wohl mal überhaupt nicht sein. Diese Werte stehen in keinerlei Relation zueinander. Es fallen ja schon allein die gesamten Druckkosten weg, da kann man doch nicht nur einen Euro weniger verlangen. Daran sieht man, dass es dem Verlag ganz offensichtlich nur um Geldmacherei geht, etwas, was ich ja hasse wie die Pest.
Ich finde es vollkommen in Ordnung, eine gewisse Summe für ein Buch zu bezahlen – auch höhere, wenn ganz allgemein die Preise steigen. Aber ich bin der Meinung: Der Preis muss nachvollziehbar sein. Ich werde mich weigern, für so ein Buch so viel Geld auszugeben. Und ich werde mich auch weigern, das zugehörige eBook zu kaufen. Man muss klar das eBook nicht spottbillig zur Verfügung stellen, aber mit nur einem Euro Differenz ist ja wohl eindeutig was schief gelaufen. Mit welcher Begründung rechtfertigt der Verlag das bitte?
Also ihr könnt ja sagen, was ihr wollt, ich bleibe bei meiner Meinung. Ein Preis sollte gerechtfertigt und nachvollziehbar sein – und das ist er in diesem Fall ganz und gar nicht. Sicher gibt es Menschen, denen das egal ist, die es sich leisten können und vielleicht gar nicht auf den Preis achten müssen. Aber es gibt eben auch Leute, die das Geld nicht allzu locker sitzen haben und die im Monat genau überlegen müssen, wie viel Geld sie für Bücher ausgeben müssen. Wenn ich mein knappes Budget ansehe, dann hab ich mit dem Kauf eines solchen Buchs nicht mehr viel übrig. Und das, für nicht mal 200 Seiten. Sorry, aber dafür ist mir mein Geld echt zu schade. Da kaufe ich lieber von einem anderen Verlag. Ich kenne genug, die auch ein relativ kleines Programm haben, ihre Bücher aber zu kundenfreundlichen Preisen herausbringen. Die machen trotzdem Gewinn, können ihr Programm sogar erweitern. Es scheint also doch möglich zu sein – wenn man nur will!
Was sagt ihr denn dazu? Würdet ihr besagtes Buch kaufen? Und ab wann ist ein Buch für euch überteuert? Lasst es mich wissen!

Jules. :)

Samstag, 18. Oktober 2014

Plötzlich anders (C. Griethe)

Hey ihr!

Heute geht es um C. Griethes Werk "Plötzlich anders". Es wird frei publiziert und besitzt 212 Seien. In dem Buch geht es um Tim, der sich langsam aber sicher eingestehen muss, schwul zu sein.


Beschreibung:

Tim zieht sich immer weiter von seinen Freunden zurück, weil etwas in ihm arbeitet, dass er selbst noch nicht ganz verstanden hat. Immerhin ziehen ihn Mädchen kaum noch an, aber bei dem hübschen Kellner Daniel kribbelt es in seinem Bauch dafür umso mehr. So langsam muss er sich der Tatsache stellen, schwul zu sein, aber das bringt so einige Irrungen und Wirrungen mit sich.

Meine Meinung:

Ich mochte die Geschichte wirklich sehr, weil sie so spannend war. Dadurch, dass Tim noch mit vielen Unsicherheiten zu kämpfen hat, kam es auch immer wieder zu Missverständnissen oder Zweifeln, welche die Story am Laufen hielten. Trotzdem ist sie gleichzeitig wahnsinnig romantisch, ohne dabei wirklich kitschig zu sein.
Auch den Schreibstil fand ich hier wirklich klasse. Detailliert und emotional - wenn Tim ins Stolpern geraten ist, konnte man als Leser gut mitfühlen und vor allem mitleiden.
In dem Buch gibt es auch die eine oder andere erotische Szene, die wirklich heiß und - blöd gesagt - befriedigend waren.
Ich fand auch schön, wie die Nebenfiguren mit eingebunden wurden und das auch ihre Charakter einige gewisse Liebenswürdigkeit aufweisen. Überhaupt haben mich die Charaktere sehr überzeugt. Es gab eigentlich keinen, der nicht authentisch war.
Obwohl... und das ist auch einer meiner Kritikpunkt, der mir schon manchmal in diesem Genre aufgefallen ist: Frauen werden hier ziemlich abfällig dargestellt. Als wären sie alle notgeile, billige Tusse, die sich viel zu aufdringlich an Kerle schmeißen. Selbst Tims Schwester wirkt unsympathisch. Ich finde das einfach unnötig.
Ansonsten finde ich, dass man auf die Sache mit Daniels Stiefbruder noch ein wenig hätte eingehen können. Nicht, dass es unbedingt nötig wäre, aber es wäre einfach cool gewesen. Aber das ist nur eine Kleinigkeit, denn an sich ist das Buch wahnsinnig gut gelungen und ich kann noch immer nicht glauben, dass es aus der gleichen Feder wie "lovely toyboy" stammt. Wenn ihr meine Rezension dazu gelesen habt, werdet ihr gemerkt haben, dass ich von der Geschichte alles andere als begeistert war. Deshab war ich auch ein wenig entsetzt, als ich gemerkt habe, von wem diese Geschichte hier überhaupt stammt. Getreu den Motto "Jeder hat eine zweite Chance" verdient, habe ich dann natürlich trotzdem gelesen und muss nun eingestehen, dass es wirklich sehr gelungen ist und ich zu vorschnell war, Griethe zu meiden. Bin ich froh, dieses Buch versehentlich gekauft zu haben! Tja, so kann's gehen. Verrückt!

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich überlege gerade, ob man das Buch nicht auch als Jugendbuch bezeichnen kann. Zumindest kann es aber von Jugendlichen gelesen werde, auch wenn Sex darin vorkommt. Ansonsten kann ich es wirklich jedem empfehlen, der auf süße Coming-out-Geschichten steht - denn so eine ist diese wirklich.

Hattet ihr das auch schon mal? Dass ihr einen Autor auf eure imaginäre Blacklist gesetzt habt und dann eines Besseren belehrt worden seid? Ich mag solche positiven Überraschungen ja immer sehr gerne. :D
Jules :)


Mittwoch, 15. Oktober 2014

Über drei Ecken (Alix Bekins) [Q]

Hey Leute!

Heute geht es um Alix Bekins Geschichte "Über drei Ecken". Diese erschien als eBook im Cursed Verlag, umfasst 93 Seiten und handelt von Rodrigo, der für gleich zwei Männer Gefühle entwickelt.


 Beschreibung:

Rodrigo hat ein Problem, denn er entwickelt sowohl für den Bibliothekar Ian, als auch für seinen Professor Daniel Gefühle, die zunächst rein sexueller Natur sind, aber schnell zu mehr werden. Leider scheinen beide vergeben zu sein. Trotzdem kommt er Ian näher, auch wenn dieser an seiner Beziehung festhält und Rodrigo noch immer für Daniel schwärmt.

Meine Meinung:

Dafür, dass die Geschichte so kurz ist, fand ich sie trotzdem recht angenehm zu lesen. Zugegeben, sie ist ein wenig vorhersehbar, aber trotzdem noch unterhaltsam und das hat mir recht gut gefallen. Auf so wenig Seiten kann man wohl auch nicht einen Berg an Spannung aufbauen, aber für ein kurzes, charmantes Leseerlebnis ist sie perfekt. Auch der Stil ist recht angenehm zu lesen, recht detailliert und wenig sprunghaft.
Obwohl man sie locker in das Genre Erotik stecken kann, beinhaltet sie ziemlich viel Story, so dass sie nicht plump wirkt. Trotzdem gibt es sehr viel Sex, der recht anregend beschrieben wird, zum Ende hin aber leider ein wenig dominiert. Was mir natürlich sehr zugesprochen hat, war, dass ein paar BDSM-Elemente eingeflossen sind. Ich würde es aber eher als softe BDSM-Variante beschreiben, die mehr mit dem Thema Dominanz spielt.
Die Charaktere sind allesamt sympathisch gestaltet, auch wenn ich mir zu Daniels Person noch ein wenig mehr gewünscht hätte. So wirklich kommt er erst am Ende der Geschichte zu Wort und da erfährt man dann auch nicht mehr all zu viel von ihm.
Das Ende des Buchs kommt für mich ein wenig abrupt, aber es ist nicht so, als wirke die Geschichte deshalb nicht abgeschlossen.
Man könnte kritisieren, dass die Geschichte ein wenig märchenhaft, vielleicht sogar ein wenig sehr übertrieben zufällig gestaltet ist, aber ich glaube, bei so kurzen Geschichten kann man darüber hinwegsehen, immerhin kann man nicht unglaublich durchdachte Handlung auf so wenig Seiten quetschen.
Was ich allerdings wirklich nicht gut fand - und das ist mir schon ganz allgemein bei eBooks dieses Verlags aufgefallen -, ist die ungalublich lange Leseprobe am Ende der Geschichte. Ich würde fast sagen, 1/4 des gesamten eBooks besteht aus Leseproben und das finde ich wirklich, wirklich zu viel!

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Da das Buch eindeutig in das Genre Erotik fällt, würde ich es erst ab 16 Jahren empfehlen. Ansonsten spielt es zwar mit BDSM-Elementen, kann aber auch von Leuten gelesen werden, die mit BDSM nicht so viel anfangen können, da die Szenen recht harmlos gestaltet sind. (Vielleicht eignet es sich so für Einsteiger in dieses Genre.) Ansonsten ist es vielleicht etwas von Fans, die auf Dreiecksbeziehungen und dergleichen stehen, aber sich auch für Fans von einfachem Gay Romance.


Endlich wieder ein Quickie! Ich weiß gar nicht warum, aber ich freu mich darüber immer so unglaublich sehr. Die Reihe ist halt doch mein Baby. xD (Wer noch so kurze Geschichten kennt: Immer her damit!!!)
Jules :)

PS: Fast hätte ich vergessen, wie sehr mir BDSM-Geschichten zuzusagen. Wie konnte das nur passieren? :o

Samstag, 11. Oktober 2014

Pet Shop (Lena Seidel)

Hallo Leute!

Heute geht es um "Pet Shop" von Lena Seidel. Das Buch erschien bei Dead Soft und umfasst 191 Seiten. Handeln tut es von Chris, der sich in den Stricher Dean verknallt.




Beschreibung:

Aus einer Laune heraus nimmt sich Geschäftsmann Chris nach einem Meeting einen Stricher mit nach Hause, für den er recht schnell Gefühle entwickelt. Leider kann er sich nicht sicher sein, ob Dean ähnliche Gefühle hegt. Außerdem muss er feststellen, dass seine Liebe zu Dean einige Gefahren mit sich bringt.

Meine Meinung:

Mir hat die Geschichte richtig gut gefallen, was ich Anfangs gar nicht erwartet hätte. Wann immer ich die Kombination aus "reicher Typ trifft Stricher" irgendwo entdecke, muss ich an "Pretty Woman" denken und werde skeptisch. Aber das Buch ist wirklich klasse! Obwohl es auch viele romantische Aspekte enthält, nagen immer wieder Zweifel an Chris - was Deans Gefühle für ihn betrifft oder wie er damit umgehen soll, dass Dean noch mit anderen Männern schläft. Ich mochte das sehr, denn zum einen erhöhnt das die Spannung um ein Vielfaches, zum anderen ist das nur realistisch und lässt das Buch nicht ganz so märchenhaft erscheinen. Hinzu kommt, dass ab und an Missverständnisse zwischen den beiden auftreten, was die ganze Sache noch abrundet.
Davon ab ist der Sex wirklich wahnsinnig heiß, auch wenn er nicht immer ausführlich beschrieben wird. Aber auch das finde ich gut, weil das Buch eine fast perfekte Mischung aus angedeutete und ausgeschriebenen Sexszenen besitzt, so dass es nie zu viel, aber auch nie zu langweilig wird.
Ein wenig irritiert hat mich allerdings, dass das Buch futuristisch angehaucht ist. Keine Ahnung, wie ich es sonst erklären soll, aber es hat einen in eine andere Welt entführt, in der nicht immer alles komplett erklärt wird. So gehört Dean wohl zu den sogenannten "Nimas", der unteren Schicht, und Chris zu der Oberschicht.  Aber wie genau es zu so einer krassen Schichttrennung gekommen ist, wird z.B. nicht erklärt - es fehlt sozusagen eine Einführung oder Vorgeschichte. Das ist im Grund aber nicht so schlimm, weil man trotzdem reinfinden kann und versteht. Dennoch hätte es die Sache abgerundet.
Ansonsten ist die Geschichte - wie gesagt - wirklich lesenswert und nicht kitschig, sondern realisitsch. Ich mochte auch das Ende sehr, weil es nicht zu überschwänglich ist und einfach perfekt zum Rest passt.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Das  Buch Prostitution und Sex, weshalb es wohl erst ab 16 Jahren gelesen werden sollte. Ansonsten kann es im Grunde aber jeder lesen, der sich für Gay Romance interessiert, weil es wirklich ein sehr gelungenes Werk ist. Vielleicht ist es auch etwas für Fans, die gerne außergewöhnliche Liebesgeschichten lesen, die aber trotzdem realistisch dargestellt werden. So würde ich die Story nämlich beschreiben.

Oh man, seit ich - glücklicherweise! - wieder Vollzeit arbeite, komme ich kaum zum Lesen. Wenn ich nach Hause komme, dann muss ich noch einigen Verpflichtungen nachkommen und bin dann so müde, dass ich einfach keine Lust mehr aufs Lesen habe. Bleibt also nur noch das Wochenende, aber da habe ich ja auch noch andere Dinge zu tun. Das frustriert mich. Lesen ist eben mein Ausgleich und wenn ich lange nichts lese, dann bekomme ich schlechte Laune. Meine Mitmenschen tun mir jetzt schon leid.
Jules :)

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Zu viele Bücher... Zu wenig Platz [K]

Hey Leute!

Letztes Mal habe ich mich bei euch mehr oder minder ausgekotzt, dass ich momentan einfach viel zu viele Bücher lesen möchte und dies aus verschiedensten Gründen einfach nicht kann.
Heute würde ich gerne den Spieß herumdrehen und die Bücher betrachten, die ich schon besitze. Damit ihr versteht, warum, muss ich euch kurz etwas erzählen: Eine gute Freundin von mir hat dieses Jahr ihr Abitur gemacht und möchte nächstes Jahr studieren. Dafür müsste sie allerdings in eine fremde Stadt und bräuchte dort natürlich auch eine Studentenbude. Allerdings besteht dabei ein kleines Problem: Sie kann sich als Studentin natürlich nur eine kleine Wohnung oder gar nur ein Zimmer leisten. Nur wohin soll sie mit all ihren Büchern? Die würde sie nämlich größtenteils schon gerne mitnehmen, statt sie weit entfernt von sich zu Hause bei ihrer Familie zu bunkern.
Als sie mir von dem Problem erzählt hat, habe ich einen Blick auf mein riesiges Bücherregal geworfen und mir wieder vor Augen geführt, dass ich genauso bescheuert bin wie sie. Ich lebe in einer Wohnung mit zwei Zimmern. Ein Zimmer bewohne ich, im anderen steht nur mein Bett und der Rest des Zimmers ist voller Bücher. Ich könnte genauso gut in eine Bibliothek ziehen. Das Problem ist nur: Es werden ja immer mehr Bücher! Auch, wenn ich jetzt schon viele eBooks kaufe, kommen stetig auch „richtige“ Bücher hinzu. Ich weiß jetzt schon gar nicht mehr, wohin mit allen. Man stelle sich nur vor, ich müsste irgendwann mal umziehen. Ich bräuchte auf Dauer eine Villa, um all die Bücher unterzubringen. Meine flüchtige Idee, irgendwann doch noch mein Studium nachzuholen, erscheint mir jetzt schon aberwitzig. Denn dann bräuchte ich vielleicht eine kleinere Wohnung und ich habe ja jetzt schon keinen Platz! Ich sehe mich schon meine Möbel aus meinen Büchern bauen…
Aber auch ohne kleinere Wohnung frage ich mich, wo ich auf Dauer all die Bücher unterkriegen soll. Ich kann sie nicht mal im Keller lagern, weil mein Keller jetzt schon mit alten Büchern aus meiner Jugend/Kindheit voll gestopft ist. Von denen konnte ich mich nämlich auch nicht trennen, obwohl ich die – entschuldigt den Ausdruck – nicht mehr mit dem Arsch ansehe. So langsam fühle ich mich wie ein Bücher-Messi. Denn immer, wenn ich beschließe, einige Bücher einfach zu verkaufen, tut es mir im Herzen weh und ich komme von dem Gedanken wieder ab. Aber diese Büchermassen werden zu einem echten Problem.
Langsam muss ich mich wohl doch dazu durchringen, einige Bücher wegzugeben. Aber wohin? Spenden? Ich gebe zu, ich hätte kein Problem damit, Kinder- und Jugendbücher zu spenden und damit einen guten Zweck zu erfüllen. Aber nehmen Bibliotheken denn einfach so Bücher, wenn man da gefühlte 100 Stück anschleppt? Ich hab das noch nie gemacht, ich habe keine Ahnung.
Und davon ab, habe ich ja noch ganz viele andere Bücher, die mich ein Vermögen gekostet haben. Nennt mich egoistisch und geizig, aber ich hab das Geld auch nicht so locker sitzen, um ALLE zu verschenken. Aber wo verkaufen? Auf Flohmärkten? Im Internet? Ich hätte da wohl zu viel Angst, sie alle unter Wert herzugeben. Habt ihr denn schon mal Bücher verkauft? Und wenn ja, wo?
Klar könnte ich sie auf Amazon stellen, aber da könnte es ja unter Umständen ewig Dauern, bis mal jemand Interesse zeigt. Ich dachte eher an so An- und Verkaufsunternehmen. Aber wie gesagt – ich hätte Angst, sie dort unter Wert herzugeben.
Ich wäre jedenfalls dankbar, wenn ihr mir sagen könntet, was ihr mit euren alten Büchern macht. Oder wo man seine Bücher zu fairen Preisen loswerden kann. Ich möchte nämlich ungern der erste Mensch sein, der von einem Bücherstapel erschlagen wird.

Jules :)

Samstag, 4. Oktober 2014

Attracted (Noah Berg)

Hey!

Die heutige Geschichte nennt sich "Attracted", stammt von Noah Berg und wird frei publiziert. Es umfasst 103 Seiten und ihr könnt es als eBook kaufen.
Handeln tut es vom großmauligen Chris, dessen aufkommende Gefühle für Tim einigen anderen Schülern ein Dorn im Auge sind.


Beschreibung:

Chris grenzt sich bewusst von seinen Mitschülern ab. An der Schule hat er nur einige einzige Freundin, Daniela, die auch noch in ihn verknallt ist, was Chris aber nicht ahnt. Stattdessen hat er nur noch Augen für den neuen Mitschüler Tim, welcher ebenfalls Interesse an Chris zeigt. Während Daniela stumm leidet, darf sie sich auch noch den gewalttätigen Ben vom Hals halten, der ein Auge auf sie geworfen hat und ziemlich angefressen davon ist, dass Danielas Herz Chris gehört.

Meine Meinung:

Ich muss sagen, dass die Geschichte mir wirklich sehr gut gefallen hat. Sie lässt sich angenehm lesen, sprich, der Stil ist detailliert, aber dennoch nicht zu anspruchsvoll oder allumfassende, es wird einfach auf das wesentliche Wert gelegt und dabei doch auf Kleinigkeiten eingegnagen, die einem helfen, sich die Situation super vorzustellen. Des Weiteren mochte ich es, dass man in die Gedankenwelt jedes einzelnen Charakters eintauchen konnte, da man die Geschichte aus der Sicht aller Protagonisten mitbekommt. So konnte man immer schon erahnen, was geschieht, ohne es letztlich zu wissen, weshalb das Buch doch spannend bei zum Schluss war.
Gut gefallen hat mir auch, dass sich ein Hauch Crime dahinter verborgen hat, auch wenn ich finde, dass dieser Aspekt ein wenig über das Ziel hinaus geschossen ist.
Ansonsten fand ich noch gut, dass so ein paar kleine Irrungen und Wirrungen in das Buch eingeflossen sind. In dem Alter ist es ja oft so, dass man sich in jemanden verliebt, den man nicht haben kann und dann an Liebeskummer leidet. Das wird in dem Buch hervorgehoben und macht es wirklich zu einem sehr authentischen Werk.
Sexszenen finden sich in dem Buch keine, nur Andeutungen. Mir persönlich haben sie aber nicht gefehlt (was ja äußert selten der Fall ist, wie ihr wisst :D), sondern ich fand die Geschichte so, wie sie ist, wirklich sehr passend gestaltet.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Die Geschichte handelt von Jugendlichen und ich finde, sie ist auch perfekt für Jugendliche geeignet. Vor allem, da sie keine Sexszenen enthält, so dass sie wirklich schon in jungen Jahren gelesen werden kann. Ansonsten kann ich sie wirklich jedem empfehlen, der einfach mal wieder eine schöne Liebesgeschichte mit ein wenig Spannung lesen möchte.

Mittlerweile lese ich ein Buch schon mit den Augen eines Bloggers. Das ist mir gerade bei diesem Werk augefallen, als ich urplötzlich zum Handy griff, um mir einen Kritipunkt zu notieren. Ich fühle mich, als hätte ich Röntgenaugen, mit denen ich jede Geschichte auf Pros und Cons abscanne, während ich sie lese. :D
Jules :)