Mittwoch, 31. Dezember 2014

Ankündingung #14

Hey meine Lieben!

Ich wünsche euch allen ein schönes und v. a. gesundes neues Jahr! Ich hoffe, ihr freut euch auf ein weiteres Jahr voller Überraschungen, schöner und trauriger Momente und allem, was eben sonst so dazu gehört und könnt all eure gute Vorsätze einhalten.
Auch ich habe mir viel vorgenommen in 2015 und einiges davon betrifft auch meinen Blog. Ihr könnt also sicher sein, dass ich dieses Jahr vorhabe, ein wenig Kreativität in ihn zu investieren und versuche, ein paar Neuerungen im Laufe des Jahres einzuführen. Ideen habe ich genug, nur an der Umsetzung muss ich noch feilen.
Bis es also soweit ist, möchte ich euch aber sagen, worauf ihr euch schon mal sicher freuen könnt:

  • Ich finde, das Konzept, dass ich die letzten Monate hatte, was Rezensionen betraf, ist eigentlich recht gelungen und hat sich bewährt. Deshalb werde ich es auch genauso so beibehalten und in gewohnter Ordnung Blogposts on stellen.

  • Leider ist es noch immer so, dass ich nicht genug Quickies habe, um wieder regelmäßig solche on stellen zu können. Ich möchte deshalb versuchen, zumindest jeden Monat einen hochzuladen .Ich hoffe, es gelingt mir. (Drückt mir die Daumen!)

  • Sicher ist euch schon aufgefallen, dass es seit ein paar Monaten eine Randliste gibt, die Bücher, die ich aktuell lese, beinhaltet. Ich dachte, es könnte euch vielleicht interessieren, auch, weil ihr dann schon mal wisst, was demnächst für Rezensionen kommen werden. Deswegen werde ich diese auch weiterhin fortführen.

  •  Letztlich habe ich mir noch überlegt, dass ich euch ein wenig mehr von mir selbst erzählen möchte. Am Anfang habe ich ja sehr wenig Persönliches gepostet und so langsam macht es mir aber Spaß, euch an winzigen Momenten meines Lebens teilhaben zu lassen. Ich weiß noch nicht, wie genau das aussehen wird, aber vielleicht habt ihr ja eine Idee? Ansonsten wird das Jahr wohl zeigen, was genau da kommen wird.

Ihr seht, es bleibt relativ spannend. Ich freue mich sehr auf all das und hauptsächlich natürlich auf ein weiteres Jahr mit euch. Danke noch mal für all die Resonanz, die ich 2014 von euch allen bekommen habe!
Viel Spaß in 2015 wünsche ich euch,
Jules :)


Das Bild von Frauen im Genre "Gay Romance" [K]

Hey ihr Lieben!

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und zum Abschluss möchte ich noch einmal ein sehr heikles Thema ansprechen, dass mir wirklich sehr am Herzen liegt. Es geht – wie der Titel schon verrät - um das Bild von Frauen im Genre „Gay Romance“.
Erst neulich hatte ich wieder ein Buch in Händen, in welchem Frauen geradezu lächerlich dargestellt wurden. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie mich das aufgeregt hat. Ich verstehe einfach nicht den Sinn dahinter, Frauen allesamt als Tussis und Pestbeulen zu beschrieben. Im Gegenteil: Gerade beim Thema Homosexualität wird immer viel Wert auf Toleranz und Akzeptanz gelegt – und dann diskriminiert man aber Hetero-Frauen, wo man nur kann. Wie paradox ist das denn bitte?! Zumal man nicht vergessen darf, dass heterosexuelle Frauen eine der größten Zielgruppen im Genre „Gay Romance“ sind. Weiß der Teufel, warum, aber es ist so.
Leider scheinen Autoren nur so mit Klischees um sich zu werfen. Interessanterweise bilden lesbische Figuren fast immer eine Ausnahme davon, was auch schon wieder Fragen aufwirft. Was will der Autor uns mit dieser Tatsache sagen? Dass Lesben keine „normalen“ Frauen sind? Oder dass Hetero-Damen ihnen gegenüber minderwertig sind? Was auch immer der Grund dafür ist, unnötig ist es allemal. Gerade, wenn so viel Wert darauf gelegt wird, keine Klischees zu benutzen, die Schwule in eine Schublade stecken, muss es doch möglich sein, auch die Frauenwelt frei von Vorurteilen in das Buch einzubeziehen.
Zumal es auch gar keinen Grund gibt, es nicht zu tun. Es mag ja sein, dass für einen schwulen Mann die Vorstellung, mit einer Frau Sex zu haben, ein wenig eklig ist. Aber deshalb äußert er sich noch lange nicht abfällig über diese oder findet Frauen allgemein eklig. Das ist doch Blödsinn! Viele Männer haben – auch wenn das natürlich auch ein Klischee ist –, eine beste Freundin. Glaubt ihr vielleicht, dass diese ihre beste Freundin eklig oder tussig oder was-auch-immer finden? Nein! Natürlich nicht. Dazu besteht auch gar keinen Anlass. Und deshalb besteht erst Recht kein Anlass, Frauen dann in den Geschichten so darzustellen.
Ich verstehe natürlich, dass es manchmal im Sinne der Geschichte ist, eine Frau in genau diesem übertriebenen Maß zu beschreiben. Traurig – und es ist wirklich traurig! – wird es aber dann, wenn man alle Frauen über einen Kamm schert. Es wird immer Damen geben, die diese bösartigen Klischees tatsächlich erfüllen, aber eben genauso viele, die das komplett Gegenteil sind, oder einfach „normal“. Und genau deshalb kann man sie auch genau so darstellen: normal. Das tut der Geschichte keinen Abbruch, im Gegenteil. Und vor allem beleidigt es dann auch nicht eine sehr große Zielgruppe des Romans.
Eine weitere Zielgruppe von derartigen Geschichten sind übrigens Bisexuelle. Ganz offensichtlich finden diese Frauen auch nicht so abscheulich, wie man sie manchmal in diesen Romanen dargestellt findet. Also vielleicht sollte man erstmal das Denken anfangen, ehe man zu Tippen beginnt.
Ihr merkt schon, es regt mich ziemlich auf und ich könnte mich da noch viel mehr hineinsteigern, aber ich verschone euch. Ich möchte nur noch anmerken, dass das natürlich nicht auf alle Bücher im „Gay Romance“-Bereich zutrifft. Eher auf einen kleinen Teil, der meist Kurzgeschichten und eBooks umfasst. (Da merkt man dann wieder, dass kein Verlag dahinter steht, aber das ist ein anderes Thema…) Leider ist es mir in letzter Zeit in gehäufter Weise aufgefallen und deshalb musste ich einfach einmal Dampf ablassen.
Seid ihr auch schon mal auf so eine Geschichte gestoßen? Fandet ihr es genauso nervig? Ich würde mich über Antworten und rege Diskussionen darüber sehr freuen – damit können wir das alte Jahr dann auch gebührend beenden. :D

Jules :)

PS: Einen guten Rutsch wünsch ich euch allen!!! :3

Samstag, 27. Dezember 2014

Zu viel: Dick, sensibel, ungeliebt (Kooky Rooster)

Hallo meine Lieben!

Diesmal möchte ich euch Kooky Roosters "Zu viel: Dick, sensibel, ungeliebt" vorstellen. Es erschien bei BookRix und umfasst 214 Seiten. Darin geht es um den übergewichtigen Wolfgang, der sich in seinen Kollegen Simon verliebt.


Beschreibung:

Wolfgang ist übergewichtig und leidet darunter sehr. Nicht nur, dass er keinerlei Selbstbewusstsein hat, er wird auch noch zum Mobbingopfer auf der Arbeit. Sein einziger Lichtblick ist sein Kollege Simon, den er täglich kurz zu Gesicht bekommt und in den er schon längere Zeit verliebt ist. Simon darf davon natürlich nichts erfahren, viel zu peinlich wäre es Wolfgang. Als er jedoch plötzlich mit Simon zusammen arbeiten muss, wird es immer schwerer, seine Gefühl vor diesem geheim zu halten.

Meine Meinung:

Irgendwie finde ich es gerade schwierig, dieses Buch zu rezensieren, weil mein Eindruck so rund um positiv ist, ich aber gar nicht in klare Worten fassen kann, weshalb. Aber ich versuch einfach mal, euch an meinen wirren Gedanken teilhaben zu lassen.
Mich hat ja schon, ehe ich angefangen habe zu lesen, begeistert, dass Wolfgang übergewichtig ist. Ich finde es immer super, wenn die Charaktere keinem gängigen Schönheitsideal entsprechend, sondern einfach nur ganz normale Menschen sind. Und ich sehe auch keinerlei Grund, dass nicht mal ein Mensch, der etwas dicker ist, eine Hauptfigur sein kann. Deshalb hat es mich auch begeistert, dass dieses Thema nicht nur am Rande mitlief, sondern wirklich angesprochen und in die Story mit eingebracht wurde. Sprich, die Selbstzweifel, die Wolfgang aufgrund seiner Leibesfülle hat, wurden gut mit eingewoben und verständlich dargestellt. So konnte man nachvollziehen, warum ihm der Umgang mit Simon meist ziemlich schwer fiel und hat richtig mitgelitten.
Allgemein kann man sagen, dass die Geschichte sehr mitreißend beschrieben wurde und bis fast zu letzt super spannend blieb. Klar weiß man schon, dass es am Ende zu einem Happy End kommt, aber das interessante sind ja immer die Irrungen und Wirrungen, die dazu führen. Gerade hier spannen diese einen wirklich auf die Folter und man leidet und bangt die ganze Zeit mit. Am besten daran ist noch, dass die Geschichte ganz ohne irgendwelche Intrigen oder so einen ähnlichen Quatsch auskommt, sondern einfach die Situation selbst die ganze Sache so interessant macht.
Um noch mal auf das Thema "zu dick" zu sprechen zu kommen: Ich finde es großartig, dass durch das Buch so ein positiver Eindruck vermittelt wird. So können all die "echten Wolfgangs" da draußen, die vielleicht selbst ähnliche Zweifel haben, ihr Selbstbewusstsein ein wenig stärken und beginnen, wieder zu hoffen.
Das gilt übrigens auch für die Sexszenen. Wer glaubt, eine solche Szene könnte nicht erotisch sein, nur weil einer der beiden Sexpartner dick ist, der sollte dringend dieses Buch lesen. Sie waren so schön und anregend beschrieben, trotz oder vielleicht sogar wegen Wolfgangs Übergewicht.
Auch gefallen hat mir, wie das Thema Mobbing behandelt wird. Es wird nicht nur angesprochen, sondern wirklich beschrieben und man leidet regelrecht mit Wolfgang mit und spürt den Schmerz fast schon selbst.
Die Nebencharaktere haben mir auch gut gefallen, ob es nun die "guten" oder die "bösen" waren. Sie hatten alle ihre einen Persönlichkeiten und Eigenarten, die perfekt in die Geschichte gepasst haben. Ihr wisst ja, dass ich es immer schön finde, wenn sie nicht nur wie bloße Schattenfiguren auftauche. So ist es im wahren Leben ja auch nicht und dann lässt es die Geschichte folglich viel realistischer wirken.
Allgemein wirkte die Geschichte für mich wie aus dem wahren Leben. Nichts wirklich übertrieben, zu kitschig oder unrealistisch. Dafür aber mit einer guten Würze aus Humor, Details und manchmal sogar Erotik.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Meiner Meinung nach sollte das hier jeder lesen, weil es so eine wunderbare Message enthält. Ansonsten ist es einfach eine süße Liebesgeschichte, ohne Kitsch, aber mit viel Gefühl. Ihr habt schon gemerkt, dass ich oben nur Lob übrig hatte und das kommt ja nicht von ungefähr - ihr wisst, ich kann auch anders.
Ansonsten empfehle ich es aufgrund der Sexszenen ab 15/16 Jahren.

Ich mag Geschichten, in denen z.B. einer der Protagonisten übergewichtig oder sonst wie einfach nicht perfekt ist. Das ist so schön alltäglich und irgendwie einfach toll. Wenn ihr noch eine ähnliche Geschichte kennt, wäre ich euch dankbar, wenn ihr sie mir empfehlen könntet.
Jules :)

Freitag, 26. Dezember 2014

And then we kiss...: Wenn Weihnachten alles verändert (Papilio Faye)

So meine Lieben,

die letzte Rezension für die Feiertage steht an. Es geht um Papilio Fayes "And then we kiss...: Wenn Weihnachten alles verändert". Dieses umfasst 219 Seiten und erschien bei BookRix.
Handeln tut sie von Luca, der von seinen Freunden Weihnachten aus seiner Depression gezogen werden soll.



Beschreibung:

Luca ist in einer waschechten Depression versunken, nachdem ihn seine Freundin verlassen hat. An Weihnachten soll er endlich auf andere Gedanken kommen und mit zu einer Party in einem Schwulenclub gehen. Seine besten Freunde sind nämlich der Meinung, dass er durchaus solche Tendenzen haben könnte. Dort trifft er auch gleich auf Chris, den er einmal in betrunkenen Zustand geküsst hat, den er aber eigentlich gar nicht leiden kann.

Meine Meinung:

Was mir bei dieser Geschichte aufgefallen ist, ist, dass wahnsinnig viel erklärt wird. Jede Gegebenheit, und ist sie auch noch so unwichtig für das Geschehen, wird ausführlichst beschrieben. Und nicht nur das, es kommt auch noch total viel Gerede über sämtliche gefühlstechnischen Zusammenhänge dazu. Sprich: Das Verhalten eines jeden Einzelnen wird ständig analysiert und thematisiert. Und am Ende versteht auch immer jeder ganz genau, warum der andere sich wie verhalten hat. Ich finde das ein wenig übertrieben. Im wahren Leben läuft es auch nicht so ab, dass über jeden - sorry - Scheiß gerdet wird und dass sich wirklich jeder zu 100% in den anderen hineinversetzen kann, ist mir auch noch nicht passiert.
Bevor jetzt aber zu viel Negatives gesagt wird, sollte ich anmerken, dass die Geschichte trotzdem schön zu lesen ist und weiß, wie man Spannung aufbaut. Bis zu letzt ist nicht wirklich klar, was Luca im Schilde führt. Klar, man ahnt natürlich schon, für wen er sich entscheidet, warum die Frage wie und warum sorgt für Spannung.
Ich fand es auch schön, dass hier auch viel auf das Thema Freundschaft eingegangen wird und nicht ständig seine Gefühlswelt im Zentrum steht. Es hat mich nur ein wenig verstört, dass es ihn nicht mal interessiert hat, dass Chris mit seinen besten Freunden im Bett war. Ich weiß nicht, ob ich das könnte, aber gut.
Wo wir eh gerade beim Sex sind, muss ich gestehen, dass ich die Sexszenen unglaublich erotisch fand. Hier kommt der ausfürhliche Stil dann wirklich super hervor und ist auch anregend und passend. Auch, da es ja Lucas erstes Mal mit einem Jungen ist, wird super dargestellt. Und was ich immer erwähnens- und lobenswert finde: HIV wird erwähnt.
Schade ist, dass kaum Weihnachten darin vorkommt. Es spielt zwar an Weihnachten, aber letztlich werden die Feiertage eher übersprungen, was ich nicht so gut finde. Immerhin soll es ja eine Weihnachtsgeschichte sein.
Man muss auch sagen, dass einige Rechtschreibfehler (bzw Tippfehler) und Zeichensetzfehler enthalten sind. Die stören zwar nicht sonderlich, aber gut finde ich es trotzdem nicht.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Man kann es gut und gerne ab 14 Jahren lesen. An sich ist die Story wohl eine schöne Geschichte über Freundschaft und Gefühlschaos und das Entdecken seiner eigenen Gefühle und von diesem Themen her auch gut beschrieben. Aber wer es gerne etwas weihnachtlicher möchte, ist hier dann eher falsch.

Einen schönen 2. Weihnachtsfeiertag wünsche ich euch!
Jules :)

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Zuckerstangen und Herzchenwaffeln (Coco Zinva)

Hallo ihre Lieben!

Einen schönen ersten Weihnachtsfeiertag wünsche ich euch. Heute möchte ich euch Coco Zinvas "Zuckerstangen und Herzchenwaffeln" vorstellen. Die Geschichte umfasst 153 Seiten und ist auf Amazon erhältlich.
Handeln tut sie von Chris, dessen weihnachtliche Ruhe vom schillernden Anton zerstört wird.


Beschreibung:

Chris versucht auf einer einsamen Holzhütte dem Weihnachtsstress zu entgehen. Er rechnet nicht mit Anton, der wegen einer Autopanne plötzlich vor seiner Tür steht. Obwohl dieser ein bunter Vogel ist, hat er etwas an  sich, das Chris sofort fasziniert. Mit seiner offenen Art zerstört er nicht nur Chris' Ruhe, sondern auch dessen Einsamkeit.

Meine Meinung:

Was mir hier gut gefallen hat war, dass es zwar eine äußerst süße Liebesgeschichte ist, die aber dennoch ohne Kitsch auskommt. Natürlich geht das ganze Verlieben unglaublich schnell und das finde ich ein wenig übertrieben. Trotzdem ist es nicht so, dass die Charaktere die ganze Zeit vor sich Hinschmachten und was soll man bei einer weihnachtlichen Kurzgeschichtre auch anderes erwarten.
Wenn ich schon das Thema Weihnachten anschneide, sollte ich erwähnen, dass hier der Spagat zwischen weihnachtlicher Romantik und Normalität gelungen ist. Es spielt an Weihnachten, handelt von Weihnachten, aber wird dennoch nicht übertrieben festlich dargestellt. Davor habe ich ja immer Angst bei solchen Geschichten.
Der Stil gefällt mir ebenfalls gut. Ausführlich, aber nicht auf Unwichtiges beschränkt. Er liest sich flüssig und man kann ganz in die Geschichte abtauchen. Am Anfang kam ein wenig viel Umgangssprache zu. Ich kann gar nicht mehr so genau sagen, ob es sich mit Weiterschreiten der Geschichte bessert oder man es einfach nicht mehr bemerkt, aber ich konnte mich am Ende nicht mehr darüber beklagen.
Das Ende ist aus Sicht von Anton. Eigentlich finde ich es blöd, wenn so plötztlich für ein einziges Kapitel die Perspektive gewechselt wird, aber hier passte es ganz gut, weil es auch ein wenig anders gestaltet worden ist, als die vorherigen Kapitel, und weil man so noch einmal die Geschichte aus Antons Sicht erleben konnte.
Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, die Geschichte sei nicht vorhersehbar. Man muss ihr aber zu Gute halten, dass sie sich dennoch ein wenig Spannung behält. Also ist das auch gar nicht weiter schlimm.
Schön fand ich auch die Sexszenen, auch sehr passend und nicht gezwungen in die Situation eingefügt.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich würde es als seichte Liebesgeschichte in weihnachtlicher Atmosphäre beschreiben. Und wer in Feststimmung ist und genau sowas sucht, ist hier goldrichtig und wird sicher nicht enttäuscht. Ansonsten kann ich sagen, dass man das gut und gerne auch schon ab 14 Jahren lesen kann.

So viel Weihnachtsgeschichten habe ich schon ewig nicht mehr gelesen. Irgendwie hat es aber auch Spaß gemacht. Sonst scheue ich mich ja immer davor, aber dieses Jahr hat es mich dann doch in Stimmung versetzt.
Jules :)

Mittwoch, 24. Dezember 2014

In weihnachtlicher Mission (Jill J. Jenkins) [Q]

Hallo meine Lieben!

Ich wünsche euch nochmal frohe Weihnachten und möchte euch das Fest auch gleich noch mit einigen Rezensionen versüßen, die sich auch alle um das Thema Weihnachten drehen. Beginnen tu ich mit Jill J. Jenkins Kurzgeschichte "In weihnachtlicher Mission"*. Sie umfasst 54 Seiten und ist auf Amazon als eBook erhältlich. Handeln tut sie von Chris und Dean, die in einem Einkaufszentrum einen ungewöhnlichen Job antreten müssen.


Beschreibung:

Eigentlich sind sie Vertreter für Herrenschuhe, aber ihr aktueller Auftrag sieht vor, dass sie in einem Kaufhaus Weihnachtsmann und Elf mimen müssen. Davon sind die beiden besten Freunde Chris und Dean nicht sonderlich begeistert. Allerdings ist es genau dieser Job, der letztlich Schwung in die Sache bringt, denn die beiden sind schon lange ineinander verliebt, haben sich ihre Gefühle bisher aber noch nicht gestanden.

Meine Meinung:

Was ich zunächst vielleicht anmerken sollte, ist, dass die Geschichte zwar in gewisser Hinsicht schon mit Weihnachten zu tun hat (sie verkleiden sich ja schließlich als Weihnachtsmann/Elf und feiern Heilig Abend zusammen...), aber dieser ganze Weihnachtskram nicht sonderlich im Fokus steht. Es ist mehr eine einfache Liebesgeschichte vor weihnachtlichem Hintergrund. Ich persönlich finde das aber super, weil ich mit dieser ganzen romantischen-weihnachtlichen Stimmung in Geschichten eh nicht so viel anfangen kann. Mit anderen Worten: Man kann es auch als Weihnachtsmuffel noch ertragen, muss aber als Weihnachtsfreund nicht komplett zurückstecken.
Zur Geschichte selbst: Ich fand sie ganz putzig, aber natürlich ist sie relativ vorhersehbar. Dass sie auf so wenigen Seiten aber keine sonderlich große Spannung aufbauen kann, ist igendwie klar.
Aber trotzdem finde ich, dass sie nicht all zu plump und doch recht ausführlich ist. Es gibt zwar viele Zeitsprünge und eine schnell voran schreitende Handlung, aber es ist nicht alles nur oberflächlich beschrieben, bitte nicht verwechseln.
Beim Stil würde ich anmerken, was ich schon bei vorherigen Geschichten von Jill J. Jenkins angemerkte habe, nämlich, dass manchmal noch unwichtiges, eigentlich offensichtliches erzählt wird und im Gegenzug aber die wörtliche Rede ziemlich Überhand nimmt.
Dafür hat mich der Humor einfach absolut begeistert. Ich fand ja schon die anderen Geschichten von ihr recht witzig, aber hier konnte ich wirklich aus vollem Herzen lachen. Das lag vor allem an Deans Art und Einstellung. Teilweise konnte ich mich auch ein wenig wiedererkennen und fand es deshalb nur umso witziger.
Überhaupt waren mir die Charaktere sehr sympathisch; in Dean hätte ich mich auch verliebt. ;)
Wie oben erwähnt, bleibt übermäßiger Kitsch aus. Am Ende der Story haben meine Alarmglocken zwar schon laut geläutet, aber dann wurde das Ruder noch mal herumgerissen und es war eigentlich sogar ganz süß.
Es gibt eine schön gestaltete Sexszene, die man als netten Bonus ansehen kann.

Altersbeschränkung//Zielgruppe:

Wieder mal eine typische Gay Romance Geschichte, die hier auch noch für Weihnachtsfans geeignet ist. Wer auf weihnachtliche Romantik lieber verzichten will, braucht aber keine Angst vor der Geschichte haben, da, wie schon gesagt, Weihnachten nicht im Vordergrund steht.

Wenn ich so rede, könnte man denken, ich wäre ein Weihnachtsmuffel. Dem ist aber gar nicht so, ich liebe Weihnachten eigentlich. Nur in Geschichten ist mir diese ganze Stimmung dann oft zu ktischig, deshalb finde ich die Mischung hier auch so gelungen.
Nun denn, verbringt noch ein schönes Fest - morgen gibt es dann eine weitere Rezension.
Jules :)

* Diese Geschichte wurde mir von Jill J. Jenkins zu Rezensionszwecken überlassen. Noch einmal ein herzliches Dankeschön dafür! 

Ankündigung #13

Hey ihr Lieben!

Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ich hoffe, ihr genießt das Fest mit euren Liebsten und vielleicht auch mit einem guten Buch.
Ich möchte euch Weihnachten noch ein wenig versüßen, deshalb gibt es heute Nachmittag eine Bonus-Rezension zu einem tatsächlich recht festlichen Buch. Vielleicht ist das ja eine kleine Anregung, was ihr mit eurem Weihnachtsgeld anstellen könnt.

Eine besinnliche Zeit wünsche ich Euch!
Jules :)




Samstag, 20. Dezember 2014

Guilty Pleasure - Heimliches Verlangen (Stefanie Herbst & Juna Brock)

Hallo!

Heute geht es um den Roman "Guilty Pleasure - Heimliches Verlangen" von Juna Brock und Stefanie Herbst. Er umfasst 152 Seiten und erschien bei Dead Soft. Handeln tut sie von Musiker Dice, der eine Affäre mit seinen Bodyguard Ceely geheim halten muss.


Beschreibung:

Rockstar Dice und sein Bodyguard Ceely unterhalten eine heimliche Affäre, von der niemand erfahren darf, da sonst Dices Karriere auf dem Spiel stehen könnte. Dies könnte alles recht einfach sein, könnten die beiden Männer an ihren Grundsätzen festhalten, ihre Beziehung nicht über Sex hinaus gehen zu lassen. Doch leider geraten diese immer mehr ins Wanken und dann sorgt auch noch ein ungünstiges Foto in der Press für Wirbel. Dies scheint das Ende für ihre Affäre zu sein.

Meine Meinung:

Als erstes ist mir an diesem Buch die unglaubliche erotische Ausstrahlung aufgefallen, obwohl ich das Buch nicht mal in die Sparte Erotik stecken würde. Es gibt wirklich viele Sexszenen in der Geschichte, die aber teilweise nicht mal konkret ausgeführt werden und trotzdem so wahnsinnig sexy sind, dass es einfach totalen Spaß macht, sie zu lesen. Manchmal schießen sie ein wenig über das Ziel hinaus, aber meistens sind sie einfach nur großartig.
Mir hat auch der Humor in dem Buch gefallen. Nicht, dass es sonderlich witzig geschrieben ist, aber die Art und Weise, wie die Bandmitglieder miteinander umgehen, finde ich irgendwie sehr amüsant zu lesen. Wo wir auch schon beim nächsten Punkt wären: Ich mag Bücher, die uns in eine Welt mitnehmen, in den "normale" Menschen einfach nicht hinein sehen können. Und hier ist es so. Man blickt hinter die Kulissen einer Rockband, erlebt das Bandleben, das Miteinander und das Gefühl, wie es ist, auf der Bühne und nicht vor ihr zu stehen. In dem Buch gelingt es, einiges davon darzustellen, ohne den Leser mit öden Ausfürhungen über die Showelt zu langweilen. Eine wirklich perfekte Mischung.
Ebenso perfekt finde ich die Story an sich. Bis zu letzt bleibt es spannend, weil man wirklich nicht erahnen kann, wie genau es ausgeht. Alles scheint möglich zu sein. Sowas mag ich sehr. Ich habe erst in einer meiner letzten Rezensionen gesagt, dass ich es nicht leiden kann, wenn die Geschichte zu vorhersehbar gestaltet ist und das war es hier nicht, obwohl man natürlich schon irgendwie weiß, dass es gut ausgehen wird.
Das es so nicht war, lag vor allem daran, dass die Problematik, wie der Ruhm sich auf das Privatleben auswirken kann, unglaublich gut dargestellt wurde. Man erfasst die Situation und die Schwierigkeit dahinter und kann so viel besser mitbangen. Auch hier spricht die Geschichte wieder für sich, ohne einen mit langen Ausführungen zu langweilen.
Ich will gar nicht weiter schwärmen, aber das Buch ist wieder mal eines, dass mich seit langem fast komplett überzeugt hat, sie man mal von ein paar Kleinigkeiten ab - und das muss man ja auch mal sagen dürfen.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Hier tue ich mir schwer, weil das Buch so eine erotische Ausstrahlung hat, dass ich gar nicht weiß, ob ich es nun in das Genre Erotik packen soll oder nicht. Ich empfehle es aber mal ab 16 Jahren, weil ich finde, dass die Sexszenen noch in einem Bereich sind, den man nicht erst ab 18 Jahren lesen braucht.
Ansonten ist es wirklich großartig und wer mal wieder eine richtig gute, spannende Geschichte in diesem Genre lesen möchte, sollte hier zuschlagen!

Ich ärgere mich immer noch, das Buch nicht schon viel früher gekauft zu haben. Ich hatte es ewig auf der Wunschliste stehen und den Kauf immer wieder verschoben, weil andere Bücher "wichtiger" waren und dann hat das Budget nicht gereicht... Komisch. Ging es euch auch schon mal so?
Jules :)

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Flotte Dreier [K]

Heyho!

Man sieht es immer öfter und so langsam kann man auch nicht mehr daran vorbei, ohne nicht zumindest einen kleinen Blick auf die Beschreibung erhascht zu haben: Bücher mit einer Dreierkonstellation. Es scheint, als wären „normale“ Pärchen langweilig geworden, oder zumindest bahnt sich mit der „Dreierbeziehung“ ein neuer Trend an, der beginnt, Fuß zu fassen. Zunächst war ich ja ein wenig skeptisch, was diese Thematik anbelangt, aber mittlerweile finde ich sie ganz spannend. Damit bin ich wohl nicht der einzige, aber warum eigentlich?
Wahrscheinlich ist es einfach die Tatsache, dass es etwas relativ Neues ist, die uns so fasziniert. Für manche mag dieses Thema gar ein Tabuthema sein – und bekommt genau deshalb seinen Reiz. Wer einen festen Partner hat – und wirklich nur einen! –, wird sich kaum vorstellen können, wie so eine Beziehung ablaufen würde und kann sich schon gar nicht vorstellen, so eine selbst zu führen. Und genau deshalb lesen wir sie dann so gerne: Denn was gibt es schöneres, als die Fantasie in Bereiche zu führen, die wir in der Realität niemals betreten würden?
Allerdings bin ich der Meinung, dass dafür ein paar Grundvoraussetzungen erfüllt sein müssen, die dafür sorgen, dass solche Geschichten für uns, die wir uns so eine Beziehung nicht vorstellen können, glaubhaft machen.
Man denkt ja bei einem Dreiergespann eher, dass die Beziehung zum scheitern verurteilt ist. Die Kunst ist es aber, die Protagonisten sich so ergänzen zu lassen, dass sie gerade erst durch diese Konstellation zueinander passen. Das heißt, die Herausforderung liegt beim Autor, es überzeugend darzustellen und zu verdeutlichen, dass die Chemie zwischen den Dreien nicht nur vorübergehend stimmt, sondern eine ganz essentielle Rolle in dieser Art von Beziehung spielt. Der Leser muss nachvollziehen können, warum es niemals nur mit zwei der drei Protagonisten funktionieren könnte.
Das gelingt vor allem dann, wenn man darauf bedacht ist, dass sich die Beziehung nicht nur auf der Sexebene abspielt. Wenn sich die Beziehung nur auf Sex fokussiert, dann kann das zwar sehr prickelnd sein, aber kein Leser wird dann noch eine Beziehung nachvollziehen können. Was nicht heißt, dass Bücher mit einem wahrhaftigen „Flotten Dreier“ nicht lesenswert sind. Eine solche Sexszene kann sehr erotisch sein, auch wenn der Rest sich dann nur auf zwei Personen beschränkt.
Falls ihr nun Blut geleckt habt, findet ihr unter dem Label "Dreier" Bücher, die sich mit dem Thema „Dreierbeziehung“ beschäftigen, aber auch Bücher, die vielleicht nur einen „Flotten Dreier“ beinhalten und sonst um ein ganz „normales“ Pärchen spielen. Vielleicht ist ja auch etwa für euch dabei.

Jules :)

Samstag, 13. Dezember 2014

Herzrasen (Sam Nolan)

Hey ihr Lieben!

Heute geht es um Sam Nolans Story "Herzrasen." Es umfasst 210 Seiten und erschien bei BookRix. Handeln tut es von Jan, der vor seinen Gefühlen in die Schweiz flüchtet, nur um dort wieder jemanden zu begegnen, der sein Leben ins Chaos stürzt.


Beschreibung:

Um vor den Gefühlen für den Freund seines Bruders wegzulaufen, flüchtet Jan in die Schweiz und möchte dort neu beginnen. Das klappt soweit ganz gut, bis er im Fußballclub auf Neven trifft, der ihn vom ersten Moment an nicht zu mögen scheint. Als Jan jedoch Nevens Geheimnis entdeckt, kommen sich die beiden näher - nur leider erkennt Jan seine Gefühle fast zu spät und dann muss Neven sie ihm auch erst einmal glauben.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist eine wahre Achterbahn der Gefühle, weil so viel darin geschieht, bis es endlich mal zu einem Happy End kommt. Ich persönlich fand das total klasse, weil es eben nicht so vorhersehbar war, wie viele andere Bücher, die ich schon gelesen habe. In der Tat geschieht sogar etwas vollkommen unvorhergesehenes, dass im ersten Moment ein wenig plötzlich und seltsam erscheint, dem Buch aber eine interessante Note verleiht. Leider kommt man davon dann wieder ab, was ich ehrlich gesagt überhaupt nicht toll fand. Irgendwie hätte es mir besser gefallen, man hätte die Wendung aufgegriffen und ein überraschendes, aber irgendwie schönes Ende darauf geform. Aber gut, das ist meine Meinung.
Fakt ist aber, dass das Buch Überraschungen bereithält, die es super spannend und alles andere als 08/15 erscheinen lassen. Super!
Allerdings steht dem entgegen, dass in dem Buch teilweise ein wenig viel Drama vorkommt und man an machen Stellen das Gefühl hat, es ist ein wenig sehr übertrieben. Wirklich schaden tut es dem Ganzen aber nicht, also kann man darüber schon hinweg sehen.
Was ich allerdings wirklich schade finde, ist, dass es einige Fehler (hauptsächlich Tippfehler) und unsinnige Sätze enthält. Das behindert den Lesefluss, man stutzt, muss kurz nachdenken - sowas ist dann einfach nicht schön.
Auch wirkt der Anfang ein wenig sehr gehetzt und wenig spannend, obwohl gleich zu Beginn eine Schlüsselszene passiert, die man besser hätte ausführen können. Glücklicherweise ändert sich das innerhalb des Buchs recht schnell und die Szenen sind dann wesentlich besser gestaltet. Leider beinhaltet es aber sehr viel wörtliche Rede, die für sich spricht und nicht noch einmal mit Text umrahmt wird. Aber trotzdem finde ich, dass man sich gut einlesen und die Geschichte auch gut mitverfolgen kann.
Mein Herz schlägt ja immer höher, wenn ein wenig Sport in der Geschichte vorkommt. Ihr wisst, ich mag Sportromane. Viel gibt es davon leider nicht, aber immerhin wird es angeschnitten. Und in dem Zusammenhang ist der Titel dann wirklich klasse gewählt.
Mich hätte die Story von Tristan, einem der Nebencharaktere, noch interessiert. Wie geht es mit ihm weiter? Schade, dass dies nicht mehr erklärt wird, aber hey - vielleicht gibt es ja dazu irgendwann eine seperate Geschichte! (Oder gibt es die schon? Weiß da jemand mehr als ich? Bitte sagt mir das, wenn es so sein sollte!)
Auch wenn ich nun einges kritisiert habe, hat mir das Buch doch gut gefallen. Irgendwie hat es eben einfach eine schöne Geschichte erzählt und das noch so unvorhersehbar, dass ich mich mal wieder richtig darin vertiefen konnte und bis zu letzt neugierig war. Das schaffen ja einige Bücher einfach nicht und schon allein deshalb mochte ich dieses so sehr. Und im Übrigen sind die Sexszenen zwar sehr wenig, aber sehr süß.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Im Prinzip können Jugendliche das Buch genauso lesen wie Erwachsene. Es sollte für jeden etwas dabei sein. Die Protagonisten sind noch relativ jung, die Sexszenen eher soft - trotzdem macht es Spaß und ist sicher auch für ältere Fans von Gay Romance etwas. Also wer auf eine Mischung aus Herzschmerz, Drama, Sport und Überraschung steht, der ist hier richtig.

Es ist unfassbar, aber momentan wird meine Wunschliste zunehmend weniger und so langsam bekomme ich ein wenig Angst. Es ist zwar gut für meinen Geldbeutel, wenn ich nicht gefühlte 1000 Bücher möchte, aber für den Blog ist es echt schlecht.
Deshalb bitte ich euch heute inständig: Empfehlt mir ganz viele neue Bücher aus dem Gay Romance Genre. Ihr wisst ja, was ich mag und ich bin sicher, ihr könnt mir ganz viele Titel nennen!
Jules :)

Samstag, 6. Dezember 2014

Gabriel (Maria Stein)

Hey ihr Lieben!

Heute geht es um Maria Steins "Gabriel", ein BDSM Buch, welches 456 Seiten umfasst und auf Amazon als eBook erhältlich ist. Handeln tut es von Daniel, der sich in den wesentlich älteren Gabriel verliebt.


Beschreibung:

Zweimal hat Gabriel Daniel das Leben gerettet und seitdem ist dieser in den älteren Mann verliebt. Als sich ihm endlich eine Chance ergibt, ihm Näher zu kommen, ergreift er sie und schafft es tatsächlich, dass dieser sich auf ihn einlässt. Aber in Gabriels Vergangenheit gibt es dunkle Schatten, die zwischen ihnen stehen und die Gabriel an ihrer Beziehung zweifeln lassen.

Meine Meinung:

Meine Meinung zu diesem Buch ist tatsächlich sehr zwiegespalten, weil es ungefahr genauso viele gute wie schlechte Dinge gibt, die mir daran aufgefallen sind. Am schlimmsten war, dass es ein wenig langatmig ist. Ich sage bewusst nicht langweilig, weil es immer wieder Momente gibt, die einen fesseln und gerade am Anfang und am  Ende ist es wirklich richtig spannend. Trotzdem wird es manchmal ein wenig künstlich in die Länge gezogen, weil manche Dinge immer wieder wiederholt werden. Zum Beispiel, was die Gefühle der Beiden zueinander angeht. Aber nicht nur das. Sogar das Äußere der Beiden wird ständig aufs Neue beschrieben, obwohl man ja irgendwann weiß, sie denn nun aussehen. Leider kann ich das nicht mal so sehr kritisieren, wie ich es gerne würde, weil es teilweise leider nötig ist, um die Komplexität, die dieses Buch behandelt, wirklich zu erfassen. Mit anderen Worten: An manchen Stellen muss man eben mehrmals in die Tiefe gehen, damit der Leser auch wirklich weiß, was da zwischen den beiden abgeht.
Nun habe ich ja schon gesagt, dass es trotz dessen recht spannend ist und dabei bleibe ich auch. Überhaupt finde ich, dass es viel gibt, was dem Roman sein gewisses Etwas verleiht. Der Altersunterschied zum Beispiel, der in dem Buch oft Thema ist, wird gut behandelt, ohne dass er zu krass wirkt. Auch das Thema BDSM-Beziehung und was damit einher geht, wird gut erläutert. Was mich allerdings zu meinem nächsten Kritikpunkt bringt. Obwohl es in dem Buch viel um BDSM geht, fehlte mir irgendwie der Zauber. Ich kann das gar nicht beschreiben, aber ich habe so viel in dem Genre gelesen und hier wirkte es irgendwie oberflächlich. Keine Ahnung, ob das Wort beschreibt, was ich davon denke, aber ein anderes will mir nicht einfallen.
Darunter fällt auch, dass Daniel sich so schnell in sein Sub-Leben einfindet, worauf nicht weiter eingegangen wird. Es wird zwar oft angesprochen, dass es noch neu für ihn ist, aber es wird nicht in die Tiefe gegangen. (Dabei geht das Buch ja sonst gerne in die Tiefe...) Irgendwie schade, denn so wirkt es eher verwunderlich, wenn Daniel z.B. regelrecht bettelt, in den SM-Club zu gehen und gar nicht  nervös ist. Wer ist denn bitte nicht nervös, wenn er das erste mal so einen Club besucht?
Hinzu kommt - und ihr wisst, dabei verstehe ich überhaupt keinen Spaß! -, dass die Sexszenen oft übergangen werden. Oder was heißt oft, aber zumindest nicht selten. Das macht mich wirklich wahnsinnig, vor allem, wenn es sich teilweise auch um BDSM-Szenen handelt.
Ansosnten möchte ich aber noch mal betonen, dass das Buch eine gewisse Vielschichtigkeit aufweist, die mir gut gefallen hat. Ich mag Bücher, die sich in gewisser Weise um Erotik drehen, aber einfach auch eine Geschichte hinter dem blanken Sex haben. Und das bietet das Buch defintniv. Und auch wenn ich viel kritisiert habe, finde ich, dass es sich definitiv zu lesen lohnt. Auch, weil es so lang ist.  Es ist einfach erfrischend, wenn man mal wieder in einer Geschichte versinken kann, ohne dass man sie nach einer Stunde schon wieder fast durch.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Definitiv ab 18 Jahren, da das Buch BDSM beinhaltet und auch sonst viel Sex darin vorkommt. Ansonsten ist es gleichermaßen für BDSM-Fans, als auch für bloße Gay Romance-Fans etwas. Ich lege darauf viel wert und sage es deshalb auch immer mit dazu: Es ist kein reiner Sex, sondern da steckt wirklich etwas dahinter, weshalb es sich zu Lesen lohnt.

Ich brauche mehr BDSM in meinem Leben! Ich habe nur noch ein Buch auf meiner Wunschliste, dass BDSM beinhaltet und bin dringend auf eure Empfehlungen angewiesen. Ihr wisst, ich habe einen Faible für dieses Genre. Irgendwie kommt es mir so vor, als wären BDSM-Bücher die tiefsinnigeren Bücher.
Jules :)

PS: Schönen Nikolaustag! :)

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Gibt es das perfekte Buch? [K]

Hey Leute!

Vor einigen Tagen habe ich eine Rezension geschrieben, die mir wirklich Bauchschmerzen bereitet hat. Es tat mir unglaublich leid, so viel Schlechtes über eine Geschichte sagen zu müssen, aber ich konnte auch einfach nicht viel Positives finden. Dabei scheue ich mich eigentlich immer davor, zu stark Kritik zu äußern, weil ich der Meinung bin, dass jedes Buch seine Zielgruppe hat und ich wohl einfach nur kein Teil davon war. Dennoch muss ich in diesem Fall schonungslos meine Meinung sagen – immer mit dem Verweis darauf, dass es eben meine Meinung ist – , weil das Buch für mich einfach alles andere als perfekt war. Wobei wir eigentlich schon beim Thema sind, denn an diesem Punkt stellt sich natürlich die Frage: Gibt es denn überhaupt das perfektes Buch?
Die Antwort ist erstaunlicherweise ein ganz klares „Ja!“. Allerdings muss man einräumen, dass jeder dabei ein anderes Buch nennen wird. Und das ist ja auch ganz klar, immerhin besitzen wir alle ganz individuelle Vorlieben und Abneigungen und entscheiden somit ganz subjektiv, was wir als „perfekt“ erachten. Das wird wohl jeder wissen, deswegen muss ich dazu wohl auch nicht mehr viel sagen.
Was einigen aber nicht so klar sein wird, ist, dass wir uns manchmal auf diese Tatsache besinnen sollten, ehe wir überstürzt handeln. Ich möchte damit sagen, dass man sich nicht von der Meinung anderer beeinflussen lassen sollte, wenn man sich ein Buch kaufen möchte. Das soll nicht bedeuten, dass niemand mehr Rezensionen lesen soll, weil sie eh nicht seiner eigenen Meinung entsprechen können, sondern nur, dass man diese beim Lesen auch kritisch hinterfragt. Gerade auf großen Portalen gibt es so viele Kundenrezensionen, die sich teilweise ziemlich stark widersprechen, dass man gar nicht mehr weiß, wem man eigentlich glauben soll. In diesem Fall muss man wohl einfach auf sein Bauchgefühl hören und sich überlegen: „Könnte mir das Buch gefallen?“ Klar kann man sich täuschen, aber warum sollte man es nicht wagen, nur weil jemand wildfremdes anderer Meinung war?
Bevor ihr jetzt aber alle beschließt, nie wieder eine Rezension oder einen Bücherblog zu lesen, muss ich einräumen, dass gerade Blogs dennoch eine gute Entscheidungshilfe sein können. Ihr kennt den Autor/die Autorin des Blogs ja vielleicht schon länger, habt zumindest schon einige Rezensionen zu Büchern durchgeschaut, die ihr vielleicht auch selbst schon gelesen habt, und könnt somit sehr schnell schlussfolgern, ob die Meinung in dem Blog sich mit euerer relativ deckt oder gänzlich von dieser abweicht. Ist Ersteres der Fall, so spricht wohl nichts dagegen, sich doch auf die Rezension zu verlassen. Wenn aber eure Meinung des Öftern schon abgewichen ist, lohnt sich der Kauf vielleicht trotzdem.
Seid also ein wenig kritischer, wenn ihr einen Blog besucht oder eine Kundenrezension lest und denkt immer daran, dass sich dahinter auch nur ein Mensch mit einer subjektiven Meinung verbirgt. Es kann nie verkehrt sein, sich ein paar Entscheidungshilfen zu holen, aber letztlich entscheidet ihr. Denn sicher ist, dass es nichts bringt, einer Rezension blind zu vertrauen – ebenso wenig, wie es nichts bringt, den Menschen für seine eigene Meinung zu kritisieren. Denn auch das kann passieren: Ihr habt ein Buch geliebt und ein anderer hat es stark kritisiert. Bevor ihr also einen unfreundlichen Kommentar unter dieser Rezension hinterlasst, denkt daran, dass Geschmäcker eben verschiedenen sind. Niemand kann etwas für seine eigene Meinung, also lasst sie ihm und vertraut auf eure eigene.

Jules :)

Montag, 1. Dezember 2014

Welt Aids Tag

Heute ist Welt-Aids-Tag! Zeigt Solidarität für HIV-Infizierte und AIDS-Kranke!