Donnerstag, 31. Dezember 2015

Frohes neues Jahr!

Happy new Year!

Ein schönes neues Jahr wünsche ich euch. Bleibt gesund und genießt 2016.

Jules :)



2015 - Jahreszusammenfassung

Hey ihr Lieben!

Das Jahr neigt sich dem Ende und das einzige, dass jetzt noch fehlt, ist die Jahreszusammenfassung, ehe wir in ins neue Jahr starten können. Das Jahr 2015 war für mich mit Sicherheit nicht unbedingt ein schönes Jahr. Es gab so vieles, an dem ich zu knabbern hatte und so weniges, das mich dafür entschädigt hat, dass ich einfach nicht gerne daran zurück denke. Natürlich weiß ich die schönen Momente deshalb umso mehr zu schätzen und bin dankbar dafür.
Jetzt ist die letzte Herausforderung, auf das Jahr zurückzublicken und es zusammen zu fassen. Ich werde es versuchen, mal sehn, ob es mir gelingt.

Mein Leben und Ich

Ich möchte nicht wieder davon anfangen, ich habe es ja oben schon angedeutet und ihr habt es ja auch mitverfolgen können. 2015 war einfach nicht mein Jahr.
Trotzdem denke ich an einige schöne Augenblicke zurück. Sei es mein Kölntrip oder der eine oder andere schöne Tag, den ich mit Freunden verbringen konnte. Wenn ich etwas gelernt habe, dann, dass kein Tag verschwendet ist, wenn man ihn mit Menschen verbringt, die man liebt und die einen lieben.
Von jemand akzeptiert zu werden ist das wichtigste, dass es gibt. Ich glaube, ich hätte nie die Kraft gehabt, in diesem Jahr weiterzumachen, wenn ich nicht Freunde und Familie gehabt hätte, die bedingungslos hinter mir gestanden hätten. Es ist nicht immer alles nur Friede, Freude, Eierkuchen und bei jedem gibt es mal Streit. Manchmal entfremdet man sich auch. Aber gerade dann muss man kämpfen. Weil es einfach Dinge gibt, die so wertvoll sind, dass es ein Unding wäre, nicht darum zu kämpfen.
Ich habe noch mehr gelernt. Nämlich zu sich selbst zu stehn, an sich selbst zu glauben und sich der Dinge sicher zu sein, die einen ausmachen. Ein Ratschlag, den ich mir selbst manchmal wieder ins Gedächtnis rufen muss, aber ich gebe mein bestes, diese Erkenntnis umzusetzen.
Den Rest des Jahres hake ich einfach ab. In ein paar Stunden beginnt ein neues Jahr und auch wenn es albern ist, so ist es doch immer ein kleiner Neustart und ich hoffe, mit all den Dingen, die ich 2015 gelernt habe, wird 2016 besser für mich laufen.

Was mich bewegt

Es gibt so viele Dinge in den Medien, die an mir vorüber gegangen sind, ohne dass ich mich groß dafür interessiert habe. Ich höre mir nicht gerne Dinge an, von denen die Hälfe verschwiegen wird oder die künstlich aufgebauscht werden. Und meistens bin ich zu sehr mit meinen eigenen Problemen beschäftigt, als dass ich mich noch um die in der Presse kümmern möchte. Das ist wohl nicht unbedingt die richtige Einstellung, aber ich weiß auch nicht, wie ich es ändern kann. Manche Dinge scheinen so weit entfernt von einem zu sein, dass sie einen einfach nicht berühren – selbst, wenn man möchte, dass sie einen berühren.
Aber diesen November hat sich einiges geändert. Bisher war Terror für mich etwas, das man halt in den Nachrichten vorgesetzt bekommen hat. Die Attentate in Paris hingegen, die habe ich mehr oder minder live vor dem TV mitbekommen, als ich das Spiel gesehen habe. Ich glaube, erst da ist mir so richtig bewusst geworden, wie nah die Gefahr ist und wie schrecklich real all das ist, was sich vorher immer wie ein schlechter Witz im TV angehört hat.
Ich weiß, es ist falsch, sich davon einschüchtern zu lassen, aber es macht einem Angst. Aber das sollte nicht sein. Man sollte sein Leben genießen können, statt immer solche schrecklichen Dinge im Hinterkopf haben zu müssen. Dieser Irrsinn muss doch aufhören.
Es kann doch nicht sein, dass Menschen so sinnlos sterben müssen. Es kann doch nicht sein, dass so viele Leute ihr zu Hause zurück lassen und fliehen müssen, nur wegen solchen Monstern, die für einen Gott morden, der mit Sicherheit all das nie gewollt hat.

Rund um den Blog

Der Blog hat dieses Jahr einen sehr hohen Stellenwert in meinem Leben eingenommen. Ich glaube, so exzessiv habe ich mich schon lange nicht mehr in ein Projekt reingesteigert. Ich weiß nicht, ob man das nach Außen hin immer alles so mitbekommt, aber ihr könnt mir gerne glauben: es war viel Arbeit – und ich habe sie geliebt.
Ich bin sehr stolz auf meine Interviews. Ja, es sind noch nicht so viele und ja, momentan habe ich es ein wenig schleifen lassen, aber ich freue mich dennoch sehr, dass ich überhaupt welche machen konnte. Ich bin bei neuen Dingen immer schrecklich unsicher und einem Autoren Fragen zu stellen, ist schon eine Herausforderung. Aber es hat Spaß gemacht und ich will das in 2016 auch unbedingt weiterführen. (Freiwillige vor!)
Wenn man mal von meiner Planung, die alles ordnen solle und letztlich alles in Chaos gestürzt hat, absieht, ist auch wirklich alles auf dem Blog super gelungen. Ich habe immer Angst, Rezensionen nicht rechtzeitig fertig zu bekommen oder mein Pensum an Büchern nicht zu schaffen, aber es hat super geklappt. Und das trotz dessen, dass ich dieses Jahr noch viel privaten Stress zu meistern hatte. Das hat mich schon sehr stolz gemacht.
Natürlich arbeite ich jetzt schon daran, dass sich 2016 ein paar Dinge ändern und ich den Blog – hoffentlich positiv – verändern kann, aber das könnt ihr noch früh genug in einem anderen Blogpost lesen.
Ihr habt mir gesagt, ihr schätzt meine Blogposts dafür, dass sie ehrlich sind und einigermaßen sachlich. Das freut mich sehr, weil ich immer versuche, sie so zu gestalten, selbst, wenn mal das Temperament mit mir durchgeht. Wenn ich jetzt meine allerersten sehe, ist es mir ja fast ein wenig peinlich, wie wenig ausführlich und detailliert sie ausgefallen sind. Ich denke, da habe ich 2015 viel daran geändert – 2014 schon, aber jetzt noch mehr. Und ich bin sehr erleichtert, dass es jetzt so gut ankommt.
Was mich ein wenig erstaunt hat: Viele haben wirklich meine Kolumne vermisst, als ich sie dieses Jahr abgesetzt habe. Ich habe zwar gesehen, dass sie viel aufgerufen wird und es gab auch immer mal einen Kommentar – aber ich wusste nicht, dass ihr sie so mögt und vermissen werdet. Obwohl sie jetzt schon monatelang nicht mehr läuft, ist immer noch einer der am meisten aufgerufene Blogpost meine Kolumne zum Thema „Wie wichtig sind Sexszenen?“. Danke, dass ihr meine – teilweise etwas eigenen – Ansichten so gerne lest. Ich gebe mir Mühe, dass ihr 2016 wieder genug dieser Art zu lesen haben werdet.

Bücher, Bücher, Bücher

Es gab so viele tolle Bücher in diesem Jahr, aber ich habe auch sehr viele gelesen, an die ich nicht so gerne zurückdenke.
Ich werde jetzt kein Buch nennen, weil es mir einfach nicht gefallen hat, das wäre gemein. Aber ich will auch so ehrlich sein und die drei nennen, die mich einfach aus verschiedenen Gründen enttäuscht haben. Vielleicht stört ihr euch nicht an meinen Gründen und gebt ihnen dann doch eine Chance. Ich denke, das ist nur fair, wenn ich darauf noch einmal mit einer etwas neutraleren Sichtweise eingehe, als ich es vielleicht in meiner hitzigen Rezension getan habe.
Das erste Buch ist „Mr. Ironheart“. Ich habe mir von diesem Buch einfach mehr erhofft. Es wurde so gehypt, dass ich wirklich dachte, mich erwartet eine ganz wunderbare Liebesgeschichte. Es war auch eine schöne Liebesgeschichte, aber für mich zu kitschig und vor allem hielt sie für mich einfach nicht das, was sie verspricht. Das war sehr schade, aber ist nicht zu ändern. Ihr wisst ja, wie wenig ich Kitsch mag.
Die zweite Geschichte ist „Aus demDunklen ins Licht“. Auch hier gab es sehr viel Lob und nur wenig Kritik und auch hier steche ich aus der Reihe. Für mich war sie zu sehr in die Länge gezogen und enthielt zu viele Dinge, die mir einfach zu unrealistisch waren. Es mag sicher Leute geben, die sich daran nicht stören, aber wenn ich Dinge nicht nachvollziehen kann, dann finde ich sie einfach nicht gut.
Die dritte ist „Ein Anfang“. Auch hier hat mir an mancher Stelle wieder der Bezug zur Realität gefehlt und auch hier fand ich das Buch einfach an einigen Stellen zu langatmig. Auch hat mich der Stil nicht überzeugt. Ich denke, er ist ausbaufähig, aber jetzt momentan sagt er mir einfach noch nicht so zu.
Glücklicherweise gab es aber auch Bücher, die mich dieses Jahr einfach vollkommen überzeugt haben. Aber bevor ich euch sage, welche mir besonders gut gefallen haben, erst mal eure Jahresfavoriten. Ich beobachte schon das ganze Jahr, welche Rezensionen von euch am meisten aufgerufen worden sind. Das Ergebnis ist für mich eine echte Überraschung, weil ich mit ganz anderen Dingen gerechnet habe.
Auf Platz 3 ist „Mucksmäuschenstill“, eine wirklich schöne Geschichte, die ich sehr mochte, von der ich aber dachte, sie geht vielleicht eher unter.
Auf Platz 2 liegt „Wirklich nurFreundschaft“. Ein Buch, dass für mich eher durchschnittlich war und das ich ebenfalls nicht auf den vorderen Plätzen erwartet hätte.
Am meisten aufgerufen wurde aber tatsächlich „Ben und Lotta“, ein Buch, dass ja tatsächlich nicht mal Gay Romance ist, sondern mit Transsexualität zu tun hat. Das freut mich irgendwie, weil das doch ein Thema ist, dem man mehr Gehör verschaffen sollte.
Tja, aber jetzt nun zu meinen Favoriten des Jahres.
Das erste Buch ist „Das graueHalsband“. Ich lese so viele BDSM-Geschichten und ich gebe ja zu, dass meine Maßstäbe in diesem Bereich sehr hoch sind – aber dieses Buch hat sie wirklich alle erfüllt. Es enthält wunderbare Sexszenen, der Rest der Geschichte ist ebenfalls spannend und das Ende fand ich – im Gegensatz zu vielen anderen – wirklich schön. Natürlich bietet es Platz für eine Fortsetzung und ich wünsche mir wirklich, dass es diese Fortsetzung geben wird.
Die zweite Geschichte ist die Kurzgeschichte „2nd Club – Verkauft.“ Auch wieder eine BDSM-Geschichte, ich weiß, ich weiß. Aber diese Geschichte – so kurz sie auch sie – enthält wirklich alles, was ich mir wünsche. Eine (zugegeben etwas extreme) Sexszene, einen Hauch von Liebe und eine interessante Grundstory. Ja, im Prinzip geht es fast nur um Sex, aber gerade deshalb ist es umso bemerkenswerter, dass sie einem so positiv in Erinnerung bleibt. Und ich glaube, ich habe sie schon gefühlt 100x gelesen.
Es gibt noch ganz viele andere Bücher, die ich ganz großartig fand in diesem Jahr. Leider kann ich jetzt nicht alle aufzählen. Aber ihr könnt ja danach gerne meine Rezensionen nach guten Büchern durchstöbern. Da werdet ihr ganz viele finden.
Die Frage ist jetzt natürlich, welches Buch für mich mein „Buch des Jahres“ geworden ist. Und ob ihr es glaubt oder nicht – es ist kein BDSM-Buch, sondern eines, dessen Geschichte so zart und schön ist, dass sie mich einfach verzaubert hat. Es ist Zufall, dass ich auf die Autorin und ihre Geschichten aufmerksam geworden bin. Ich wollte die erste von ihr erst gar nicht lesen und als ich es tat, war ich sofort hin und weg. Ich dachte, so ein Phänomen kann sich nicht wiederholen, aber dann kam „Honigsommer“ und es war um mich geschehen. Vielen Dank, liebe Diana Wintermeer, dass du dieses tolle Buch geschrieben hast. Es sollte viel mehr solcher Bücher geben, die einem einfach das Herz erwärmen und einem beim Lesen so glücklich machen. Dein Buch ist für mich das beste Buch 2015 und ich freue mich unsagbar sehr auf das nächste von dir, das hoffentlich bald kommen wird. Ich bin sicher, es wird auch wieder wunderschön werden wie all die anderen von dir.

Nun, ich kann es nur immer wieder sagen. Vielen Dank, dass ihr meinen Blog dieses Jahr verfolgt habt. Ich hoffe, wir lesen uns auch 2016 wieder.
Morgen erfahrt ihr, was euch 2016 erwartet. Bis dahin wünsche ich euch einen guten Rutsch!
Jules

Guten Rutsch!

Meine Lieben,

ein weiteres Jahr geht zu Ende und mir kommt es vor, als hätte ich euch erst gestern einen guten Rutsch in 2015 gewünscht. Ich möchte mich bei euch dafür bedanken, dass ihr auch dieses Jahr wieder mit mir und meinem Blog verbracht habt. Ich hoffe, es war für euch genauso angenehm wie für mich und ihr besucht mich auch im neuen Jahr wieder auf dem Blog.
Jetzt wünsche ich euch erstmal für 2016 alles Gute, kommt gut rein und feier schön.
Heute abend gibt es noch eine Jahreszusammenfassung, dann verabschiede ich mich für dieses Jahr, aber keine Angst, Neujahr geht es gleich fröhlich weiter.
Bis dahin wünsche ich euch ein tolles Silvester,

Jules :)

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Dezember

Hey ihr Lieben!

Ein Jahr ist vergangen und die Zeit ging so unglaublich schnell vorüber, findet ihr nicht? Ich schreibe jetzt die letzte Monatszusammenfassung des Jahres, dabei kommt es mir vor, als hätte ich erst gestern mit der für Januar begonnen. Hier ist er nun, mein Dezember:

Bücher, Bücher, Bücher

Ich habe diesen Monat wieder einige gute Bücher lesen dürfen, was gut war, weil mich schlechte Bücher sicher noch mehr in mein Lesetief gezogen haben. Ich besitze nämlich noch immer meine Flaute. Eigentlich habe ich keine Lust zum Lesen. Und das liegt an mehreren Faktoren:
Zeitdruck – ich musste einige Reziexemplare vorziehen und hatte das Gefühl, diese nicht rechtzeitig fertig zu kriegen
Schlechte Bücher – ich quäle mich durch ein Buch, das gar nicht so schlecht ist (aber auch nicht gut), mir aber irgendwie einfach nicht zu sagt
Englische Bücher – ich habe zwei hier liegen, die einfach nicht zu Ende gehen wollen und da sie auch nicht meine Muttersprache sind, ist es noch nerviger, sie lesen zu müssen
Und nun habe ich mir vorgenommen: alle diese Bücher bis 2016 weg zu haben, um unbedarft ins neue Jahr starten zu können. Hoffen wir, es gelingt mir.
Aber wie gesagt, eigentlich lese ich gerade viele gute Bücher und das ist doch echt was schönes. Auch die Weihnachtsgeschichten haben mich alle bisher recht positiv überrascht. Zugegeben, nicht alle waren perfekt, aber einige haben es echt geschafft, mich in Weihnachtsstimmung zu versetzen. Schade, dass diese Zeit des Jahres schon wieder vorbei ist.

Rund um den Blog

Wie schon oft erwähnt, war der Dezember sehr stressig. Rezensionsexemplare und die Weihnachtsbücher haben mich ein wenig gestresst. Aber gleichzeitig war das auch das schönste am ganzen Dezember. Trotzdem bin ich froh, dass ich jetzt wieder ein wenig mehr Luft zum Atmen habe, nachdem alles unter Dach und Fach ist.
Ein Problem habe ich jetzt aber noch: Ich habe Weihnachtsgeschichten übrig, die ich irgendwie nicht untergekriegt habe. Also kann ich mich jetzt entscheiden: Entweder sie kommen erst nächstes Jahr zu Weihnachten oder völlig unpassend, irgendwann unterm Jahr. Ich werde mal sehen, wie ich es mache, aber doof ist es allemal. Ich muss aber auch ehrlich gestehen: Ich war ein wenig süchtig nach Weihnachtsgeschichten in diesem Jahr. Ich liebe das einfach so sehr.
Übrigens hatte der Blog im Dezember sehr viele Seitenaufrufe. Ich seid also genauso weihnachtsgeil wie ich, das ist schön.

Mein Leben und Ich

Privat war der Dezember auch stressig. Auf Arbeit habe ich mich fast überschlagen und bin doch nicht gänzlich fertig geworden. Und auch zu Hause gab es einiges zu organisieren. Geschenke, Familie bekochen… ich liebe diese Zeit des Jahres und ich mache all das so wahnsinnig gerne – aber es ist trotzdem irgendwie Arbeit. Schon anstrengend.
Dafür war Weihnachten dieses Jahr so schön wie lange nicht mehr. Friedlich, ruhig und besinnlich, so wie es sein sollte. Ich mag es, einfach mit der Familie zusammen zu sitzen, was Leckeres zu essen und sich über Geschenke zu freuen. Das ist einfach nur schön.
Ich habe übrigens ein neues Handy geschenkt bekommen. Mein altes hat auch schon mehr als nur gesponnen. Aber hätte mir jemand gesagt, wie lange und nervig es ist, ein neues Handy einzustellen, hätte ich vielleicht mein Schrotthandy behalten. :D
Was mich dieses Jahr ein wenig enttäuscht hat, waren die Weihnachtsmärkte. Gut, ich war nur auf zwei und einer davon war winzig, aber dann war ich noch in Nürnberg und der war irgendwie enttäuscht. Vielleicht aber auch, weil das Wetter so gar keine weihnachtliche Stimmung hat aufkommen lassen. Im Regen von Stand zu Stand zu wandern, ist mega scheiße.
Tja und dann dachte ich noch, dass Glück hätte sich zu mir verirrt, als ich so was wie ein Date hatte. Ich muss wohl nicht extra sagen, dass es mal wieder nichts geworden ist. Irgendwie habe ich schon gar nicht damit gerechnet und genau in dem Moment, als ich zu hoffen begonnen habe, war es schon wieder vorbei. Ich hoffe so sehr, dass 2016 vielleicht eher mein Jahr wird. Nicht nur in Liebesdingen, sondern allgemein, aber besonders in Liebesdingen.
Nun, aber immerhin hatte ich so viel mit Freunden gemacht, wie lange nicht mehr in Dezember und es war so schön, da habe ich mal wieder richtig das Gefühl gehabt, zu leben. Und das ist wohl auch mein Vorsatz für 2016: Leben!
Habt ihr eigentlich an Weihnachten auch so viel gegessen? Ich habe das Gefühl, ich habe NUR gegessen. Und ich wahrscheinlich sieht man mir das auch an. Scheint so, als müsste ich Sport mit zu meinen Vorsätzen schreiben. Vielleicht habe ich dann bis Weihnachten nächstens Jahres so viel abtrainiert, dass ich es mir erlauben kann, wenigstens einen Salat zu essen…
Morgen ist dann Silvester. Ich habe gar nichts weiter vor, traurig, traurig. Aber ich finde es auch nicht schlimm, den Tag mit der Familie zu verbringen. Ich wollte ihn ja eigentlich mit meiner neuen Liebe verbringen, aber na ja… die gibt es ja jetzt nicht. -,-
Ich beschwer mich aber gar nicht. Ich bin eh nicht so für Partys und Saufen – da muss ich das neue Jahr auch nicht so beginnen… Na ja, vielleicht geh ich auch zu Freunden, die das ähnlich sehen. Wäre ja auch was.

Vorschau auf Januar

Viel zu sagen habe ich jetzt echt nicht! Der Januar wird schnöde. Es kommen die regelmäßigen Rezis und ja, ich halte mein Versprechen, es kommen die Kolumnenposts. Und dann kommen evtl noch ein paar zusätzliche Posts, um meine Altlasten aus 2015 noch loszuwerden. Aber ansonsten gibt es nichts Großartiges.
Was nicht heißt, das in 2016 nicht tolles, neues Zeug geplant ist. Was genau, das erfahrt ihr dann an Neujahr, da kommt nämlich meine große Vorschau auf 2016.
Und es gibt übrigens einen Grund, warum die Monatszusammenfassung heute schon online gegangen ist. Morgen habe ich nämlich schon eine Jahreszusammenfassung für euch, in der ich noch mal jedes Fitzelchen Revue passieren lasse. (Nein, keine Angst, so schlimm ist es nicht.)

Famous last words

"Liebesfreuden dauern nur einen Augenblick,
Liebeskummer das ganze Leben."
Jean-Pierre Claris de Florian

Jules :)

Verführung auf dem Zahnarztstuhl (Jill J. Jenkins) [Q]

Hi!

Nach gefühlten Jahrzehnten bin ich endlich dazu gekommen, auch diese Geschichte von Jill J. Jenkins zu lesen. Sie nennt sich "Verführung auf dem Zahnarztstuhl", umfasst 52 Seiten und handelt von Tyler, der sich den bevorstehenden Zahnarztbesuch von seinem Freund versüßen lässt.


Beschreibung:

Tyler hat Angst vor dem Zahnarzt, aber nachdem er Zahnschmerzen bekommt, schein ein Besuch bei diesem unausweichlich. Sein Freund Luca kann ihn letztlich überreden - aber nur, wenn Tyler anschließend eine Belohnung erhält.

Meine Meinung:

Ich war ein wenig nachsichtig, was das Buch betrifft, weil ich weiß, dass sie sich mit jedem ihrer Bücher verbessert, dies aber noch aus den Anfängen ihrer Karriere stammt. Das klingt jetzt voll schlimm, aber das ist gar nicht der Fall.
Es ist eine sehr humorvolle Geschichte über eine alltäglich Situation, die ich nur zu gut nachvollziehen kann. Ich wünschte, mich würde auch jemand so belohnen, wenn ich zum Zahnarzt muss... Natürlich sind die witzigen Szenen allesamt ziemlich übertrieben und obwohl sie trotzdem noch lustig sind, ist es für mich oft so, dass es mir zu viel und zu unrealistisch ist und ich dann damit nicht mehr klar komme. Trotzdem musste ich öfter mal Schmunzeln und ich bin sicher, anderen wird es damit eben so ergehen.
Dem entgegen stehen dann die erotischen Szenen, die ich wirklich sehr mochte. Ich fand sie auch recht kreativ - zumindest liest man sowas ja eher selten. Ich fand gerade die Szene beim Zahnarzt ein ziemliches Highlight in dem Buch, weil es so verwegen war.
Dadurch, dass nur eine gewisse Situation in dem Buch beschrieben wird, ist es für mich auch nicht zu schnell oder zu übereilt vorangeschnitten, sondern war eigentlich von der Länge her okay.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich denke, man kann das Buch ganz wunderbar als kurzweiles Leseerlebnis nutzen - vielleicht sogar, während man beim Zahnarzt im Wartezimmer sitzt. Ich denke, dafür ist es auch echt okay und wenn man gerne humorvolle Geschichten mag, ist man hier sicher richtig.

Orr, mich nerven momentan Rezensionen. Also das Schreiben an sich macht mir schon Spaß, aber das ganze Drumherum. Labels, planen, Buchbeschreibung, Eckdaten... NERVIG!
Jules :)

Montag, 28. Dezember 2015

Elfenprinz - Verführung (Ray van Black)

Hey ihr Lieben!

Heute gibt es wieder eine Seltenheit auf dem Blog: eine Rezension zu einer Fantasygeschichte. Und zwar zu Ray van Blacks "Elfenprinz - Verführung"*. Die Geschichte wird frei publiziert und umfasst 300 Seiten. Sie handelt von Waldelfenprinz Telrys, der sich in den Feind, Dunkelelf Nathraen, verliebt.
Diese Geschichte ist Teil einer Reihe, in der aber jeder Band für sich gelesen werden kann.


Beschreibung:

Als Waldelfenprinz Telrys auf eine Mission geschickt wird, gelingt es ihm, auf dieser den Feind, einen Dunkelelf namens Nathraen, gefangen zu nehmen. Obwohl er eigentlich nur das Ziel hat, diesem die Pläne der Dunkelelfen zu entlocken, kann er doch nicht verleugnen, dass ihn der andere Mann sehr stark anzieht. Bald schon lässt sich Telrys auf ein Spiel ein, dass ihm und seinem Volk gefährlich werden könnte.

Meine Meinung:

Ich muss sagen, ich bin froh, dass ich das Buch als Rezensionsexemplar bekommen habe, sonst hätte ich es wohl nicht gelesen und damit die Chance verpasst, ein Fantasybuch zu lesen, das mich wirklich begeistert hat.
Ich fand gerade den Schreibstil sehr schön. Flüssig und sehr auf den Punkt. Es wird wirklich nichts nebensächliches erzählt, aber doch alles auführlich beschrieben. Übrigens finde ich es klasse, dass doch sehr viele tolle Details eingearbeitet worden sind. Zum Beispiel finde ich die Kampfszenen wirklich klasse umgesetzt. Man hält richtig den Atem an, wenn sie beschrieben wird. Aber auch z.B. die Spannung zwischen Telrys und Nathraen finde ich sehr greifbar geschildert. Also wirklich super.
Ich mochte, dass viele Dinge ein wenig unklar bleiben und sich erst nach und nach auflösen, so dass man wie Telrys ein wenig unsicher zurück bleibt. Auch hat mir gut gefallen, wie Telrys sich am Anfang gegen seine starke Bindung zu Nathraen wehrt. Dadurch entwickelt sich deren Beziehung sehr langsam und gut nachvollziehbar.
Übrigens war es für mich, als Nicht-Fantasy-Fan, nicht schwer, mich in diese andere Welt reinzuversetzen. Sie wird so beschrieben, dass man sie sich gut vorstellen kann, ohne überzogen zu wirken und man bekommt genau so viele Infos, dass man davon nicht erschlagen wird, aber gut durchblickt. Dadurch ist es für mich wirklich schön zu lesen gewesen und das will echt was heißen.
Kritik habe ich nur wenig. Das Ende ist mir ein wenig unbefriedigend erschienen. Zwar geht es im Prinzip gut aus, aber es ist dennoch recht offen und daher zwar schön, aber eben kein perfekter Abschluss. Ich finde es aber trotzdem gut, so wie es ist, weil ein anderes Ende wohl wiederum unrealisitsch gewirkt hätte.
Auch finde ich aber, dass das Ende ein wenig zu schnell geht. Die ganze Geschichte entwickelt sich ja eher in einem schönen langsamen Prozess, aber am Ende werden dann ein paar Dinge doch zu schnell geklärt. Zum Beispiel Nathraens Gefühle sind die ganze Zeit eher undruchsichtig und im näcshten Moment spricht er es einfach aus und wandelt sich dabei schon fast ein wenig in seiner Persönlichkeit.
Und das ist gerade deshalb schade, weil ich die Persönlichkeiten der einzelnen Charakter wunderbar ausgearbeitet finde. Nicht nur die der Hauptfiguren, sondern ganz allgemein die aller Protagonisten.
Nichtsdestotrotz finde ich das Buch mehr als gelungen und sehr lesenswert.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Definitiv etwas für Fantasyfans, aber auch wenn man das nicht so mag, bin ich ja das beste Beispiel dafür, dass es dennoch gefallen kann. Ich finde auch, dass der Stil für dein Debut, das auch noch frei publiziert wird, schon sehr gut ist und man deshalb sicher Freude mit dem Buch haben wird.

Ja, ich habe Fantasy gelesen und ich fand sie gut. Ihr dürft euch den Tag rot im Kalender markieren.
Jules :)



* Dieses Buch wurde mir von Ray van Black als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Noch einmal vielen lieben Dank dafür!

Samstag, 26. Dezember 2015

The Club - Elfenzauber (T. C. Jayden) [Q]

Hey!

Einen wunderschönen zweiten Weihnachtsfeiertag wünsche ich euch! Heute gibt es die letzte Weihnachtsgeschichte für dieses Jahr. Sie nennt sich "The Club - Elfenzauber" und stammt von T. C. Jayden. Die Geschichte erschien bei Weltenschmiede und umfasst 57 Seiten. Handeln tut sie von Adam, dessen Weihnachtsfest vom Weihnachtself Cooper versüßt wird.
Es handelt sich dabei um eine Geschichte aus der "The Club"-Reihe, in der schon "First Club" und "Second Club" erschienen sind. Es sind alles in sich abgeschlossene Geschichten, die unabhängig von einander gelesen werden können.


Beschreibung:

Adam wird ausgerechnet kurz vor Weihnachten von seinem Sub verlassen, von dem er sich sicher war, er ist der Mann fürs Leben. Über seine Trauer kann ihn nur der junge Tänzer Cooper hinwegtrösten, der als Weihnachtself verkleidet ein kleines Weihnachtswunder vollbringt, in dem er Adams Herz heilt.

Meine Meinung:

Ich habe so wahnsinnig auf diese Geschichte hingefiebert und jetzt bin ich doch ein klein wenig enttäuscht. Eigentlich mochte ich sie schon, keine Frage, aber es gab einfach ein paar Punkte, die mich dann doch gestört haben.
Es fängt schon damit an, dass die Geschichte auf mich irgendwie ein wenig zu zurechtgebogen wird. Bei manchen Szenen hat man einfach das Gefühl, sie müssen jetzt so sein, um zur Geschichte zu passen, aber wirklich Sinn ergeben sie dann doch nicht. Zum Beispiel gleich die Szene zu beginn, bei der Adam feststellt, dass sein Sub ihn betrügt. Das wirkt auf mich so unrealistisch. Oder auch das Ende. Adam leistet sich einen Fehltritt und Cooper verzeiht ihm das einfach so.
Wisst ihr, da hat mir einfach noch ein wenig dazwischen gefehlt. Ein, zwei Szenen mehr, die das Ganze ein wenig ausführen und authentischer wirken lassen.
Ich schätze, das ist auch der Grund, warum mir die Geschichte teilweise zu schnell voran geht. Es werden Dinge übersprungen - z.B. wie Adam die Sache mit seinem Ex klärt - und Cooper tröstet ihn dann doch inr echt kurzer Zeit über seine miese Stimmung hinweg... Einfach noch so ein paar Szenen mehr, die das mehr gefüllt hätten und schon hätte man nicht das Gefühl gehabt, dass es alles übereilt ist.
Ich will die Geschichte aber jetzt nicht nur kritisieren. Ich mochte ja auch den Stil an sich sehr gerne - wie bei allen anderen Geschichten von T. C. Jayden auch. (Ehrlich gesagt halte ich sehr, sehr viel von der Autorin und bin mehr als nur verwundert, warum hier so einige Dinge drin sind, die ich so niemals von ihr erwartet hätte.) Die Szenen, die es gab, waren wirklich klasse beschrieben - ebenso der Sex. Obwohl ich hier sagen muss, was ich damals auch schon bei "1st Club" gesagt habe: Da geht es schon um einen BDSM-Club, mit Doms und Subs und dann gibt es keine verdammte BDSM-Szene. Ich weine irgendwann noch aus Verzweiflung, wenn das noch öfter geschieht.
Im Prinzip fand ich die Geschichte auch wirklich putzig. Sie enthält auch eine Spur Dramatik, die ich ja immer sehr begrüße und trifft einfach mit ihrem Plot so ziemlich dem, was ich gerne mag.
Auch hat sie mir irgendwie mehr Weihnachtsstimmung bereitet, als manch andere Weihnachtsgeschichte in diesem Jahr, obwohl sooo viel Weihnachten gar nicht in der Story enthalten ist. Ich fand auch, dass zum Beispiel die Emotionen der Protagonisten sehr gut rüber kamen. Man kann also wirklich nicht sagen, sie ist schlecht, aber so ein paar mehr Details hätten ihr einfach gut getan.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Die Geschichte ist eher eine außergewöhnliche Weihnachtsgeschichte, die für mich aber trotzdem Stimmung verbreitet. Natürlich liegt der Fokus aber auf der Story selbst und so ist sie schon auch etwas für Weihnachtsmuffel. Es gibt eben ein paar Kritikpunkte, aber trotzdem ist sie was süßes für Zwischendurch.

Die letzte Weihnachtsgeschichte dieses Jahr und es nervt mich so sehr, dass ich so viel mehr gehabt hätte, die ich euch hätte vorstellen können. Es finden sich noch ganz viele auf meinem Wunschzettel und irgendwie ist es doof, bis nächstes Jahr Weihnachten damit zu warten. Aber andererseits finde ich es auch sinnlos, im Mai eine Weihnachtsgeschichte vorzustellen und im Dezember keine mehr für das Weinachtsspecial übrig zu haben. Oh ich hasse es, Pläne für den Blog machen zu müssen. :D
Jules :)

Freitag, 25. Dezember 2015

Doppelt ruinierter Heiligabend (Chris McHart) [Q]

Hallo! :)

Einen wunderschönen ersten Weihnachtsfeiertag wünsche ich euch. Heute gibt es wieder eine Weihnachtsgeschichte. Diesmal "Doppelt ruinierter Heiligabend" von Chris McHart. Die Geschichte umfasst 37 Seiten und wurde bei Rawmance Publishing veröffentlicht. Sie handelt von Jonas und Fritz, die sich Heiligabend bei einem Volksmusikstadl kennenlernen.


Beschreibung:

Am Heiligabend soll der Volksmusiker Jonas seinen großen Auftritt haben - steckt aber im Stau fest.
Fritz wollte seinen Großeltern ein tolles Geschenk bereiten - jetzt muss er sich einen Volksmusikstadl anhören.
Aber als sich die beiden dann zufällig treffen, wird der Abend doch nicht so schlecht.

Meine Meinung:

Ich finde die Idee ja an sich total witzig und auch wirklich schön umgesetzt. Ich bin ja selbst eher Metalfan und ich kann mir vorstellen, wie grausam dann so en Musikstadl sein muss. Deshalb musste ich auch öfters mal schmunzeln und fand die Geschichte auch einfach irgendwie witzig.
Es wird abwechselnd auf Jonas' und Fritz' Sicht eingegangen und deshalb kann man aber auch Jonas verstehen. Die Liebe zur Musik und was so hinter einem Leben als Star steckt.
Leider ging es mir in der Geschichte aber viel zu schnell. Nicht nur, dass sie sich schon beim Kennenlernen halb abgeknutscht hätten, auch so war mir die Entwicklung ihrer Beziehung einfach zu fix. Erst ist es nur ein One-Night-Stand und dann denkt man schon an mehr. Ganz davon ab, dass Fritz es total locker nimmt, dass Jonas berühmt ist. Ich bin nicht ganz sicher, ob man auf so eine Tatsache wirklich so lässig reagieren kann. Ich denke nämlich, dass es doch schon ziemlich schwierig ist.
Trotzdem fand ich aber cool, wie sie so das beste aus ihrem Heiligabend gemacht haben. Man kann ihren Frust schon nachvollziehen, aber eben dann auch, wie sie froh sind, den jeweils anderen kennengelernt zu haben. Wenn der Inhalt jetzt noch ein bisschen ausführlicher gewesen wäre, wäre es echt gut gewesen.
Mit Weihnachten hat es übrigens recht wenig zu tun. Es spielt zwar an Weihnachten, aber das rückt nicht so in den Mittelpunkt. Schön zu lesen ist es aber trotzdem.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

An sich mochte ich die Geschichte ja und kann sie auch nur empfehlen, wenn man was putziges für Zwischendurch sucht. Ansonsten ist es mir aber zu wenig ausgeführt wer da ebenfalls mehr auf Details achtet, sollte es lassen. Ich denke, man kann es als Weihnachtsfan lesen - aber auch, wenn man jetzt nicht so Bock auf Weihnachten hat.

Sind eure Weihnachtswünsche denn in Erfüllung gegangen?
Jules :)

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Frohe Weihnachten!

Ihr Lieben,

ich wünsche euch allen wunderschöne Weihnachten. Genießt das Fest mit euren Liebsten, lasst es euch gut gehen und vor allem lasst euch gut mit Büchern beschenken.

Jules :)



Zwischenspiel: Ein Geschenk für Mark (Blake Heartland) [Q]

Frohe Weihnachten!

Noch ein Weihnachtsquickie. Diesmal geht es um die Kurzgeschichte "Ein Geschenk für Mark" von Blake Heartland. Diese umfasst 36 Seiten, wird frei publiziert und handelt von Dennis, der versucht, ein passendes Geschenk für seinen Freund Mark zu finden, den er eigentlich nicht mehr liebt.


Beschreibung:

Jedes Jahr hat Dennis das gleiche Problem: Er braucht ein Geschenk für seinen Freund Mark. Während er darüber nachgrübelt, wird ihm bewusst, dass er diesen einfach nicht mehr liebt. Die Erkenntnis trifft ihn hart und er weiß nicht, was er nun tun soll. Genau in dem Moment läuft er dann auch noch einem anderen Mann über den Weg, den er mehr als interessant findet.

Meine Meinung:

Diese Geschichte ist wirklich eine etwas andere Weihnachtsgeschichte, die mich emotional ehrlichgesagt sehr mitgenommen hat. Es geht quasi darum, jemanden freizugeben, so dass dieser sein Glück finden kann - und man selbst auch. So tragisch und hart das im ersten Moment klingt, so wahr ist einfach der Gedanke dahinter. Das Ganze wird dann auch noch in weihnachtliche Atmosphäre gepackt, was es noch bedeutungsvoller erscheinen lässt.
Auch der Stil hat vorwiegend gut gefallen. Sehr auf den Punkt, also weder zu viel noch zu wenig geschrieben und mit schönen Phrasen. Leider gab es eingie Zeitsprünge, die mich ein wenig genervt haben, weil teilweise wichtige Szenen nur übersprungen und dann nacherzählt werden. Auch war es ein wenig schwierig zu lesen, weil zwischen Rückblick und Gegenwart manchmal der Absatz fehlte.
Trotzdem habe ich einige Kritik: Es beginnt schon damit, dass in der Geschichte vieles sehr leicht von der Hand geht. Nach der Trennung wird sofort auf platonischer Ebene weitergemacht, ihre eigentliche große Liebe finden sie auch alle beide schon nach kurzer Zeit und auf den ersten Blick... Das war mir einfach zu viel Zufall und zu unrealistisch.
Vielleicht liegt es auch einfach an mir, aber die Situation, in der Dennis Mark bringt, die kenne ich eben einfach selbst und ich muss einfach sagen: Es tut weh. Es tut verdammt weh und es hängt einen lange nach, wenn man aus heiterem Himmel nicht nur verlassen sondern auch gleich ersetzt wird. Da kann man noch so sehr wissen, dass die Liebe schon längst nicht mehr vorhanden war, man fühlt sich trotzdem wie der größte Idiot und ich weiß nicht, ob andere das können, aber ich habe selbst nach mehreren Jahren noch nicht verziehen. Deshalb kann ich Marks Reaktion nicht nachvollziehen und deshalb hatte ich wohl auch so Probleme mit der Geschichte.
Ansonsten muss ich aber wirklich sagen, dass es eine schöne, ruhige, gemäliche Story ist, die sicher gut in die Weihnachtszeit passt, auch wenn Weihnachten mehr im Hintergrund stattfindet. Die Botschaft darin finde ich, wie oben schon gesagt, sehr schön und an sich ist sie schon empfehlenswert.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich glaube, durch die Botschaft dahinter, kann sie vielen gefallen, die auf Weihnachtsgeschichten stehen oder einfach etwas zum Nachdenken haben möchten. Der Rest ist eher eine etwas andere Liebesgeschichte und ich glaube, wenn man sowas im Allgemeinen mag, ist man hier sicher richtig.

Ich wollte das Buch erst abbrechen, weil es mir emotional so zugesetzt hat. Ich hasse es, wenn etwas alte Wunden aufreißt. Aber dann dachte ich: Das Buch kann ja nichts dafür, dass ich eine Pussy bin. Im Nachhinein bin ich froh, dass ich es zu Ende gelesen habe. Wäre ja auch lächerlich gewesen, die wenigen Seiten...

Ich wünsche euch frohe Weihnachten, ihr Lieben!
Jules :)

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Ausfahrt: Liebe (Heidi Cullinan)

Hey hey!

Heute gibt es eine Rezension zu "Ausfahrt: Liebe" von Heidi Cullinan. Das Buch erschien im Cursed Verlag und umfasst 342 Seiten, auf denen von Sam erzählt wird, der von Trucker Mitch aus seinem Alltag gerissen wird.
Das Buch ist Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.


Beschreibung:

Sam ist frustriert. Er lebt bei seiner Tante und seinem Onkel, die ihm das Leben nicht unbedingt einfach machen und kommt im Studium nicht voran.
Als er eines Tages Sex mit dem Trucker Mitch bekommt, spürt er gleich eine gewisse Verbindung mit diesem. Tatsächlich scheint auch Mitch interessiert und lädt Sam spontan ein, ihn auf seiner Reise zu begleiten. Weil sein Leben gerade eine einzige Katastrophe ist, lässt sich Sam darauf ein und es beginnt für ihn eine Reise zu sich selbst, gespickt mit ganz viel kinky Sex.

Meine Meinung:

An und für sich hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Es ist sehr kinky, was ja immer gut ist. Dabei mochte ich, dass es wirklich eine richtige Story beinhaltet und nicht einfach nur um Sex ging, wie es in vielen Erotikbüchern der Fall ist. Das ist wirklich gut gemacht.
Zudem sind die Sexszenen selbst auch wirklich großartig. Sehr ausführlich, detailliert und einfach sexy. Sie beinahlten eben viel Unterwerfung und Bondage, aber recht wenig SM. Owohl ich SM eindeutig bevorzuge, hat mir diese softere Variante gut gefallen und ich denke, das kann bei vielen wirklich Anklang finden. Mir hat aber definitiv nichts gefehlt, die Szenen waren auch so sehr heiß.
Ein Großteil der Geschichte handelt davon, dass Sam und Mitch auf Reisen sind und ich mag solche Roadtrip-Elemente einfach sher gerne. Vor allem, wenn sie authentisch geschrieben sind. Hier war es wirklich so, dass die Landschaft und die Zwischenhalte und alles einfach mit eingebunden wurde, so dass es echt realistisch gewesen ist und man einfach Lust bekommt, da mit zu fahren und es sich selbst anzusehen.
Am besten daran war aber, dass es Sam einfach dazu bringt, sich selbst zu finden. Das kommt durch die Reise, aber auch durch das Zusammensein und den Sex mit Mitch. Nicht nur, dass er auf sexueller Ebene Frieden findet, er kommt auch mit sich Selbst ins Reine und wird erwachsener. Das war im Buch gut nachzuvollziehen und das mochte ich sehr gerne.
Die Beziehung zwischen Mitch und Sam ist anfangs ein wenig kompliziert, was der Geschichte wirklich Spannung verleiht. Man ist ähnlich frustriert wie Sam, kann Mitch aber auch verstehen, so dass man einfach total mit den Charakteren mitfühlt und sich in die Geschichte fallen lassen kann.
Habe ich Kritik? Ein wenig. In dem Buch gibt es einige Dreier, die im Prinzip wirklich heiß beschrieben sind. Mit Fremden fand ich die auch wirklich schön zu lesen, aber leider haben sie letztlich auch Sex mit jemanden, mit dem sie emotional verbunden sind und das mag ich einfach nicht. Auch wenn es hier auf eher freundschaftlicher Basis geschieht und am Ende alle mit der Situation zufrieden sind, ist es doch so, dass ich mir damit schwer tue. Das macht die Sache kompliziert und als Leser hat man dann immer Angst, dass einer verletzt wird oder so.
Ich weiß nicht, ob es an mir liegt, weil ich momentan ein wenig angeschlagen bin, aber ich habe bei dem Buch total oft Tränen in den Augen gehabt, weil es einige rührende Szenen gab. Das mochte ich wirklich sehr.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich glaube, das Buch kann vielen gefallen, die auf kinky Sex stehen, sich aber mit SM eher schwer tun. Aber auch, wenn man SM mag, ist das Buch sicher reizvoll.
Aufgrund der wirklich schönen Geschichte ist es aber auch eine Liebesgeschichte und selbst wenn man der Sexsache vielleicht nicht so viel abgewinnen kann, eine Überlegung wert.

Momentan geht mir wieder alles sehr nahe. Das ist echt doof. :D
Jules :)

Montag, 21. Dezember 2015

Neuzugänge #5

Hallo!

Diesen Monat gibt es wieder Neuzugänge. Ich habe beschlossen, diese Reihe nicht mehr so oft zu bringen und dafür mehr Mangas auf einmal vorzustellen. Keine Ahnung, ob ihr es lieber hättet, wenn ich weniger vorstelle, aber dafür öfter, nur finde ich persönlich es so schöner, weil man so einfach besser stöbern kann. Dabei wünsche ich euch jetzt auch ganz viel Spaß.




Das Funkeln des Augenblicks - Waka Sagami

Der Manga ist für mich eher kein Highlight. Die Zeichnungen sind mir noch ein wenig zu undetailliert. Ich mag es einfach mehr, wenn in den Bildern ein wenig mehr Tiefe steckt. Man kann zwar die Charaktere gut unterscheiden, aber irgendwie sind sie mir trotzdem zu unausgefeilt.
Ebenso verhält es sich für mich mit der Story. Sie ist zwar ganz süß, geht aber unglaublich schnell voran und besitzt keinen wirklichen Höhepunkt oder ein gewisses Drama.
Schön ist, dass es eine Bonusstory gibt (ist ja aber fast immer der Fall in Einzelbänden). Diese ist ganz niedlich, aber auch hier finden sich wieder die Kritikpunkte der Hauptstory wieder.
Trotzdem ist sie sicher ganz nett zu lesen und auch kein totaler Fehlgriff.

Die Unschuld des Lehrers 1 - Mayu Shinjo:

Ich muss sagen, bei diesem Manga bin ich ein wenig zwiegespalten. Mich hat genervt, dass der Protagonist darin von so ziemlich jedem irgendwie sexuell belästigt worden ist. Es war einfach zu viel und dadurch recht seltsam. Wahrscheinlich sollte es einfach symbolisieren, wie verletzlich und hilflos er ist, aber auf mich hat es einfach nur unrealistisch gewirkt.
Sonst fand ich ihn aber eigentlich gar nicht schlecht. Der Stil ist recht gut und es entwickelt sich überraschend langsam, was mir ja immer sehr zusagt. Ich bin jetzt definitiv gespannt, wie es in Band 2 werden wird.

Der Bodyguard - Junko

 Eine erfrischende Geschichte, einfach dadurch, dass nicht so viel Kitsch und Romantik in der Geschichte stecken. Fast war es mir schon wieder zu wenig, weil die - nennen wir es mal Liebesszenen - mir fast schon wieder zu wenig waren. Trotzdem mochte ich es so ganz gerne, weil es so nicht überladen wirkt. Und dafür hatte das Buch auch genug Action, was fürm ich, der ich ja meistens so Schnulzmangsas lese, doch mal eine gute Abwechslung dargestellt hat.
Die Zeichnungen von Junko mag ich eh, obwohl ich sagen muss, dass einer der Protagonisten relativ wenig Details abbekommen hat. Er wirkte so 0-8-15, obwohl es ja hauptsächlich um ihn geht. Das war ein wenig komisch, aber trotzdem ist der Manga echt okay.




Auf keinen Fall Liebe - Akino Shiina

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Alles entwickelt sich sehr langsam und für einen Manga untypisch unkitschig. Alles baut langsam aufeinander auf und macht die Geschichte spannend und einfach irgendwie besonders. Aber dafür, dass es als One-Shot gehandelt wird, bleiben einige Punkte ungeklärt und wenn die Liebesgeschichte gerade erst am Hauch eines Anfangs befindet, ist es zu Ende. Im Nachwort wird dann über eine Fortsetzung eine Vorgeschichte geredet und ich frage mich, warum man es dann nicht einfach als Reihe herausgebracht hat. Gerade weil mich der Manga so begeistert hat, bin ich unglaublich enttäuscht, dass er einen am Ende so unbefriedigt zurücklässt.
Die Zeichnungen sind übrigens sehr schön.

Konbini-kun - Junko

Ein richtiger süßer, schöner Manga. Der Zeichenstil hat mir sehr zugesagt und auch die Geschichte selbst ist einfach wunderbar gewesen. Sie entwickelt sich langsam, ist mal witzig, mal romantisch und einfach auf dem Punkt. Es kommt mir weder zu kitschig vor, noch ist irgendetwas total übertrieben dargestellt oder wirkt gehetzt. Ich hätte gerne noch ganz viele Kapitel mehr gelesen, weil es mir einfach sehr gut gefallen hat. Seit langem wiedermal ein Manga, an dem ich nichts kritisieren kann und einfach nur empfehlen möchte. 

Ten Count 3 - Rihito Takarai

Ich bin sehr froh, dass sich meine Vermutung bestätigt hat und sich diese Reihe mit jedem Manga verbessert. Diesmal hatte ich wieder ein ähnliches Lesevergnügen, wie bei den anderen Mangas von Rihito Takarai. Nicht nur, dass die Geschichte endlich Fahrt aufnimmt, plötzlich hat sie auch dieses zauberhafte, dass ich bisher vermisste habe. Ihr wisst schon, dieses Gefühl, dass der Manga etwas ganz rührendes und romantisches ist. Glücklicherweise ist die Geschichte weiterhin nicht kitschig und entwickelt sich immernoch langsam, wenn auch, wie gesagt, endlich in die richtige Richtung.
Auch der Zeichenstil sagt mir hier sehr zu und allgemein habe ich jetzt richtig Lust auf Band 4 bekommen.

Sonntag, 20. Dezember 2015

Hilfe, Engel im Haus! - Himmlische Weihnachten (Jill J. Jenkins)

Hi!

Die heutige Weihnachtsgeschichte stammt von Jill J. Jenkins und nennt sich "Hilfe, Engel im Haus! - Himmlische Weihnachten"*. Es ist ein Weihnachtsspecial zu "Hilfe, Engel im Haus!" und umfasst 114 Seiten. Es wird frei publiziert und handelt von Tim und Daniel, die ihr erstes Weihnachtsfest in ihrem eigenen Haus feiern - zusammen mit Engel Marty.



Beschreibung:

Das erste Weihanchtsfest in ihrem eigenen Haus steht Tim und Daniel bevor. Könnte eigentlich schön sein, gäbe es da nicht Engel Marty, der alles ins Chaos stürzt. Es dauert nicht lange, bis er allen wirklich auf die Nerven geht. Aber Marty kann auch anders. Weiße Weihnachten sind für ihn kein Problem und wenn sich alle Beteiligten so sehr Schnee wünschen, kann er da sicher etwas nachhelfen.

Meine Meinung:

Ich mag die Geschichte, weil sie wirklich lustig ist. Ich meine, es muss ja nicht immer alles nur besinnlich sein, es ist doch auch einfach mal schön, wenn alles ein wenig drunter und drüber geht und man trotzdem diese weihnachtliche Atmosphäre spürt, einfach weil sich alle trotz dem ganzen Choas lieb haben. Es lockert sozusagen die festliche Stimmung etwas auf, ohne sie zu zerstören.
Daraus kann man ja schon schließen: Sie behandelt auch wirklich das Thema Weihnachten und spielt nicht nur um die Zeit. Das finde ich schön, weil darum sollte es in Weihnachtsgeschichten ja auch gehen.
Ich mag allgemein die Herangehensweise, wie Marty als Engel dargestellt wird. Natürlich sind die Witze sich teilweise ein wenig ähnliche, aber ich mag sie trotzdem, weil Marty einfach so ein lustiger Kerl ist und weil sie einfach so authentisch wirken. Eigentlich mag ich ja kein Fantasy - ich schieb Engel jetzt mal in dieses Genre - aber hier wirkt alles so alltäglich, als könnte bei den Nachbarn echt so ein schräger Engel hausen.
Ich wiederhole mich wahrscheinlich, aber das liegt eben auch daran, dass alles so alltagsnah dargestellt wird. Manche Situation mag der Komik wegen ein wenig überspitzt sein, aber letztlich erinnert es einen trotzdem auch ein wenig an sein eigenes Alltagschaos - nur ohne Engel - und das macht alles so realistisch, dass man sich eben einfach gut hineinversetzen kann.
Am Stil kann man auch nicht motzen, an ein paar Dingen könnte man noch feilen, aber letztlich kann man darüber wegsehen. Ab und An werden ein paar offenstichliche Dinge noch erklärt - aber das hat sich schon sehr gebessert und ich will auch nicht motzen, weil das gibt es in vielen anderen Geschichten auch.
Für eine Weihnachtsgeschichte ist sie relativ lang, dabei passiert jetzt gar kein großartiger Höhepunkt, sondern es wird wirklich einfach das Weihanchtsfest beschriebe. Aber trotz der Einfachheit finde ich nicht, dass die Geschichte langweilig ist. Das muss man auch erst mal schaffen und das mag ich auch loben.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:




Definitiv eine locker-witige Weihnachtsgeschichte, die einerseits Lust auf Weihnachten macht und einen andererseits glücklich macht, weil man sich selbst nicht noch zum allgemeinen Weihnachtsstress mit einem Engel rumschlagen muss. :D
Spaß beiseite, ich fand sie schön zu lesen, sie hat eine schöne Atmosphäre und ist sicher was für Weihnachtsfans und für Fans vom witzigen Geschichten.

Wir nähern uns den Heiligabend und ich freue mich riesig darauf. Jetzt aber erstmal einen schönen 4. Advent euch allen.



*Diese Geschichte wurde mir von Jill J. Jenkins zu Rezensionszwecken überlassen. Noch einmal ein herzliches Dankeschön dafür!

Samstag, 19. Dezember 2015

Ben - Liebe ist: ... (Adora Belle)

Hi!

Diesmal handelt die Rezension von "Ben- Liebe ist: ..." von Adora Belle. Dieses Buch ist die Fortsetzung zu "Ben - Alles auf Anfang", erschien bei BookRix und umfasst 267 Seiten. Handeln tut sie von Ben, dessen Beziehung zu Manuel leidet, als ein Kommilitone von Ben an Ben Interesse zeigt.


Beschreibung:

Endlich ein Paar, genießen Ben und Manuel ihre gemeinsame Zeit. Aber bald schon bahnt sich Ärger an, nicht nur, weil die Zwei so verschieden sind, sondern auch wegen Hubert. Dieser studiert zusammen mit Ben und scheint an ihm Interesse zu haben. Bald schon scheinen die Dinge zu eskalieren und dann erfährt Ben auch noch, dass seine Familie in das ganze Chaos verwickelt ist.

Meine Meinung:

Leider hat mich dieser Teil lange nicht so überzeugen können, wie der erste und ich kann echt nicht sagen, warum ich vom ersten recht begeistert war und von diesem hier so gar nicht. Ich will nicht behaupten, dass er schlechter war, aber ich hatte mir einfach mehr davon erhofft und mir sind ein paar Dinge aufgefallen, die ich im ersten Teil entweder nich so krass wahrgenommen habe oder die es da einfach nocht nicht gab.
Es begann schon beim Stil. Dieser hat mir einfach nicht so zugesagt, teilweise sogar frustriert. Es ist so, dass oft Andeutungen gemacht werden, gerade, wenn es um Sex geht. Das nervt mich. Entweder man schreibt es aus oder man lässt es weg. Aber immer diese Andeutungen... sowas mag ich einfach nicht.
Dann wurde manche Szenen übersprunge. Zum Beispiel, wenn wichtige Dinge besprochen werden. Man kriegt eine Zeitsprung und dann die zusammengefasste Version davon und irgendwie ist mir das einfach nicht genug. Zumal die Sachen teilweise essentiell wichtig für die Geschichte sind und dann einfach so plump hingeklatscht werden.
Dann enthält das Buch sehr viel Humor, dadurch, dass Ben es eben erzählt und so eine locker-spritzige Art hat, die Dinge zu erzählen. Aber leider werden manche Dinge dann überspitzt oder gezwungen lustig dargestellt, so dass es dann halt leider nicht mehr lustig ist. Zumindest trifft es meinen Humor nicht. Manch anderer mag das anders sehen.
Im ersten mochte ich diesen Stil eigentlich und fand das Buch auch total witzig, trotz dessen, dass es teilweise an eine Soap erinnert hat, aber diesmal ist der Funke einfach nicht übergesprungen.
Und wenn ich sage Soap, dann meine ich das auch so: Es ist manchmal echt übertrieben melodramatisch und dadurch einfach zu unrealistisch. Teilweise gibt es Intrigen oder Wendungen, die ich einfach zu weit hergeholt finde. Auch das, was man dann noch von Manuels Vergangenheit erfährt, hat mich nicht überzeugt und wirkte auf mich unglaubwürdig.
Das einzige, was wirklich sehr gut rüberkommt, sind die kleinen Probleme des Alltags, die eine Beziehung schon mal auf die Probe stellen können und ab und an für Streit sorgen. Das hat man in dem Buch echt treffend beschrieben.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Wer auf teils überspitze, witzige Szenen steht, ist hier richtig. Und wenn man Verzwickungen und Inrigen mag, ist man hier ebenfalls richtig. Nur, wenn man dem gnazen nichts abgewinnen kann, sollte man es lieber nicht lesen.

 Es gibt noch weitere Bände, die sich dann um Bens Bruder Georg drehen. Ich weiß nicht, ob ich sie lesen werde, weil Band 2 eben nicht so überzeugend war und ich es zudem immer komisch finde, wenn Brüder beide homosexuell sind. Aber vielleicht lese ich sie ja doch irgendwann mal, versprechen kann ich aber nichts.
Jules :)

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Streckenfieber (Anah Crow/Dianne Fox)

Hallo ihr Lieben!

Die heutige Rezension befasst sich mit dem Buch "Streckenfieber" von Anah Crow und Dianne Fox. Es erschien im Cursed Verlag und umfasst 223 Seiten. Handeln tut es von Rennfahrer Denny, der nach einem Unfall in ein Loch fällt.


Beschreibung:

Denny ist Rennfahrer mit Leib und Seele. Nebenbei führt er eine heimliche Beziehung mit seinem Teamchef Sully. Als ein Unfall aber dazu führt, dass Denny nicht mehr fahren kann, fällt er in ein Tief, dass auch die Beziehung der beiden gefährdet. Nun ist es an Sully, Denny mit viel Geduld und etwas Kink wieder auf die richtige Bahn zu bringen.

Meine Meinung:

Alles in allem hat mir das Buch ganz gut gefallen. Es gibt keinen richtigen Höhepunkt in dem Buch, sondern es ist eher eine seichte Geschichte, die sich nach und nach entwickelt. Ich möchte damit in keinster Weise andeuten, dass sie langweilig ist. Tatäschlich finde ich die Aufmachung richtig gut. Ich habe ja - wie ihr wisst - einen Faible dafür, wenn sich Charakterveränderungen nach und nach bemerkbar machen und für den Leser nachvollziehbar entwickeln. Genau das ist hier der Fall und das auch noch auf verschiedenster Ebene.
Zum einen hadert Denny ja mit seiner Sexualität und muss erst langsam erkennen, was ihm wichtiger ist: Seine Liebe oder sein Ruf - zum anderen muss er einfach lernen, Hilfe anzunehmen und nicht immer alles alleine schaffen zu wollen. Im Übrigen übermittelt gerade der erste Punkt eine wunderschöne Botschaft: Man sollte sich nicht für seine Liebe schämen und sich nicht dafür interessieren, was andere deshalb über einen denken. Selbst, wenn man das eigentlich weiß, ist das etwas, das einen irgendwie berührt, wenn Denny da nach und nach dahinter kommt. Ich muss ja ehrlich gestehen, dass ich schon ein wenig sentimental bin und das Buch hat da wieder eine Saite in mir zum Klingen gebracht, einfach weil es das noch einmal so schön vermittelt. Ganz toll.
Beides wird durch einige Handlungen und Ereignisse voran getrieben, die für mich nicht überspitzt oder zu weit hergeholt gewirkt haben. Man kann also sagen, dass in diesem Punkt das Buch echt nicht zu überbieten ist.
Dann der Sex. Der Verlag ordnet das Buch dem Erotikgenre zu und das auch berechtigt. Es gibt viel heißen Sex, der auch noch kinky ist und mir deshalb natürlich besonders gut gefallen hat. Dadurch, dass das Buch aber auch mit echter Handlung aufwarten kann, wird der Sex niemals zu viel und zu aufdringlich. Das schätze ich in diesem Genre sehr, weil Sex zwar schön und gut ist, aber einfach nicht das alleinige Zentrum bilden sollte.
Kritik habe ich eigentlich kaum. Manchmal kamen mir die Sätze ein wenig abgehakt vor. Teilweise fand ich das als Stilmittel ganz gut eingesetzt, teilweise bin ich dann aber wieder darüber gestolpert. Aber das ist nur eine Kleinigkeit.
Vielleicht ist es manchen Leuten etwas zu wenig Action. Wie gesagt, es gibt keinen richtigen Höhepunkt. Zwar gibt es Geschehnisse, die das ganze beeinflussen, aber jetzt nichts super dramatisches. Es muss natürlich nicht immer Drama sein, aber natürlich baut so etwas eben einfach noch einmal mehr Spannung auf.
Trotzdem muss ich sagen, dass ich das Buch sehr gerne gelesen habe und nichts finde, was mich daran wirklich komplett gestört hätte.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Hintergrundgeschichte Hin oder Her, ist das Buch natürlich trotzdem ein Erotikbuch. Wer sowas mag, ist hier richtig - wer nicht, der kann sich vielleicht trotzdem damit anfreunden, weil es eben Niveau besitzt und mehr als nur ein niedergeschriebener Porno ist.
Ansonsten sollte man einfach Geschichten mögen, die auch mit wenig Drama auskommen und dann ist man hier wirklich richtig.

Momentan sprengt mein Bücherkauf jedes Budget. Es ist wie eine Sucht, anders ist das kaum zu beschreiben. Ich sollte das echt mal wieder ein wenig einschränken, aber natürlich kommen auch gerade jetzt einige Bücher heraus, die ich UNBEDINGT haben muss. Und zwar so schnell wie möglich.
Jules :)

Montag, 14. Dezember 2015

Cryptal City 2 - Die Verschwörung (Denny van Heynen)

Hey!

Heute gibt es die Rezension zu Denny van Heynens "Cryptal City 2 - Die Verschwörung"*, welches frei publiziert wird und 208 Seiten umfasst.
Handeln tut es von Jake und seinen Freunden, die ein weiteres Mal gegen den Omega Orden antreten müssen.
Das Buch ist die Fortsetzung zu "Cryptal City - Vier Jugendliche gegen eine Stadt".


Beschreibung:

Mehr als zwei Jahre nach den schrecklichen Ereignissen in Cryptal City, wird die Ruhe von Jake und seinen Freunden erneut gestört. Jacob - eine Aushilfe ihres Ladens - drängt sich ständig zwischen Jake und seinen Mann Noah und dann taucht auch noch eine Nachricht auf, die sie beunruhigt.
Kurz darauf hört Jake Stimmen und unter ihnen macht sich immer mehr Gewissheit breit: Der Omega Orden scheint wieder aktiv zu sein.

Meine Meinung:

Ich muss sagen, dass Buch hat mir irgendwie noch mal besser gefallen, als der erste Teil. Vielleicht, weil er mir ein wenig ausführlicher vorgekommen ist? Die Geschehnisse kamen zwar alle recht schnell nacheinander - was ich aber nicht zwingend negativ empfunden habe, weil es gerade dadurch auch an Spannung gewonnen hat -, aber trotzdem ging die Geschichte nicht all zu schnell voran. Manche Dinge blieben lange ungeklärt und das hat natürlich dem ganzen Buch sehr viel Spannung geschenkt. Auch wurde man teilweise auf die falsche Fährte geführt, so dass es immer mal eine Wendung gab, die man nicht erwartet hätte und die diesen Eindruck dann noch mal verstärkt hat.
Klar konnte man manche Dinge schon ahnen, aber eben nicht alle, so dass es dann doch recht fesselnd war.
Dafür, dass ich mit Mysterie und solchen Dingen eigentlich nichts anfangen kann, fand ich das Buch dann doch interessant. Vielleicht, weil auch nicht total ausführlich darauf eingegangen wird, sondern eher so, als wäre es eben total normale, so dass man es irgendwie leichter akzeptieren kann. Ich glaube, da hat aber auch der Schreibstil dazu beigetragen. Wenn es jetzt viel langsamer vorangegangen wäre (bestes Beispiel: Die Endlosromane von Steven King), dann hätte ich glaube ich keine Lust mehr auf die Geschichte gehabt. So aber war ständig etwas und das hat mcih dann eben gefesselt, weil ich natürlich gleich wissen wollte, wie es weitergeht oder ob sich jetzt ein Geheimnis auflöst.
Ebenso, wie oben mit der Mysteriethematik, verhält es sich übrigens mit der Homosexualität der Protagonisten. Ich glaube, ich habe das schon mal gesagt: Ich mag es einfach, wenn das nicht unbedingt ständig im Fokus steht. Es dreht sich wirklich um die Geschichte selbst und nicht um ihre Sexualität - auch wenn die klar auch ihre Rolle darin spielt - so dass man vielleicht auch zu dem Buch greift, wenn man jetzt einfach keinen Bock auf Gay Romance hat.
Das Ende ist sehr fies, weil es recht offen ist. Ich mag sowas ja gar nicht, da tröstet es mich auch nicht, dass man dann davon ausgehen kann, dass eine Fortsetzung dadurch sehr wahrscheinlich ist. Irgendwie hat das einfach etwas unbefriedigendes.
Ansonsten hat es mir aber eigentlich gut gefallen. Natürlich könnte man es jetzt auch aus der Perspektive sehen, dass der Schreibstil sehr schnell voran geht und man vieles serviert bekommt, statt es richtig zu erleben, aber das muss vielleicht jeder für sich selbst entscheiden, ob ihn das stört. Ich finde, man konnte sich trotzdem noch in das Buch fallen lassen und das ist ja schon viel wert.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ja, was für Mysteriefans, wie sollte es anders sein. Und vielleicht auch für solche, die nicht immer total viel Gay Romance brauchen, sondern sich einfach mit homosexuellen Protas zufrieden geben können.

Bald ist Weihnachten, was sagt man dazu! So schnell vergeht die Zeit. Bald dürfen wir wieder ein ganzes Jahr warten. Sehr schade! :(
Jules :)

* Diese Geschichte wurde mir von Denny van Heynen zu Rezensionszwecken überlassen. Noch einmal ein herzliches Dankeschön dafür!

Sonntag, 13. Dezember 2015

Schneeflockentanz (Hanna Julian) [Q]

Hallo!

Diese Weihnachtsgeschichte nennt sich "Schneeflockentanz", stammt von Hanna Julian und umfasst 46 Seiten. Sie wird frei publiziert und handelt von Can, der den Cousin seiner besten Freundin bei sich aufnehmen muss.


Beschreibung:

Can hat es nicht leicht, als schwuler Türke zu seiner Sexualität zu stehen. Als dann auch noch der Cousin seiner besten Freundin bei ihm einzieht, hat er alle Mühe, vor diesem zu verbergen, wie sexy er ihn eigentlich findet. Das gelingt ihm nicht ganz und dann outet ihn auch noch fast sein Chef. Aber was Can nicht ahnt ist, dass auch Jo etwas zu verbergen hat.

Meine Meinung:

Ich mag den Schreibstil sehr gerne. Ich finde ihn irgendwie erfrischend, weil er etwas humorvoll gestaltet ist und sehr unkompliziert. Er wirkt nicht einfach, obwohl er auch nichts tiefgründiges hat und passt damit ganz wunderbar zu der lockerleichten Weihnachtsgeschichte, welche mir sehr gut gefallen hat.
Obwohl sie sehr kurz ist, sind die Szenen allesamt sehr ausführlich und es fehlt ihnen an nichts. Man hat nichts das Gefühl, dass man irgendwo etwas verpasst oder mehr Information bräuchte. Und dank dem humorvollen Unterton macht sie einfach Spaß.
Ein interessantes Thema ist, dass der Prota ein Türke ist. Es ist ganz schön zu lesen, wie er so mit seiner Situtaion umgeht, weil es ja von der Religion und der Familie ja schon nicht ganz einfach ist, offen schwul zu sein, schätze ich.
Dass er dann eben seine Homosexualität versteckt und sich dann mit Jo, der mit seiner Sexualität auch hinterm Berg hält, umschleicht und anlügt, mochte ich. Das hat es doch spannend gemacht, gleichzeitig musste man Schmunzeln und es war schön, als sich dann alles aufgeklärt hatte.
Mit Weihnachten hat die Geschichte leider nicht sooo viel zu tun. Es spielt um die Zeit, ein wenig kommt also schon darin vor, aber eben nicht total viel. Ich habe es nicht wirklich vermisst, aber hätte es dennoch schön gefunden, wenn noch mehr Weihnachten darin vorgekommen wäre. Wie gesagt: schlimm finde ich es so aber auch nicht.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Wirklich was für Weihnachten oder auch einfach unter dem Jahr. Ich fand die Geschichte sehr witzig und romantisch, ohne kitschig zu sein und denke, dass sie sehr viele Leute ansprechen wird. Echt empfehlenswert.

Die Weihnachtsvorbereitungen haben mich vollends im Griff. Echt anstrengend - jedes Jahr wieder :D
Jules :)

Samstag, 12. Dezember 2015

Aus dem Dunkeln ins Licht (Mia Grieg) [abgebrochen]

Hi,

heute gibt es eine Premiere, wenn auch keine schöne: Das erste Mal habe ich mich dazu entschlossen, ein Buch abzubrechen. Ich habe mir die Entscheidung wirklich nicht leicht gemacht und mich immerhin bis zur Hälfe durchgeschlagen, aber jetzt habe ich einfach keine Lust mehr. Für den Teil, den ich bisher gelesen habe, möchte ich aber gerne eine Rezension schreiben, also legen wir los.

Ich habe das Buch bis Kapitel 56 gelesen, was laut meinem Kindle 49% des Buchs ausmacht. Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass ich deshalb auch nur diesen Teil bewerten kann. Für alles weitere, was in dem Buch noch vorkommt, kann ich nicht sprechen.

Es handelt sich hier um Mia Griegs "Aus dem Dunkeln ins Licht", welches frei publiziert wird. Auf 643 Seiten handelt es von Alex, der seine Jugendliebe Moritz wiedertrifft.




Beschreibung:

Alex trifft auf einem Klassentreffen seine Jugendliebe Moritz wieder. Obwohl er sich stark von diesem angezogen fühlt, weiß er doch, dass ihre Liebe nicht sein darf. Er selbst bekommt mit seiner Freundin Zwillinge und Moritz ist mittlerweile Profifußballer und kann sich ein Outing nicht leisten.
Dennoch können die beiden ihre Finger nicht voneinander lassen und bald schon müssen sie sich entscheiden, was ihnen im Leben am wichtigsten ist.

Meine Meinung:

Noch einmal: Diese Rezension umfasst nur die ersten 56 Kapitel, zum Rest kann ich nichts sagen!
Ich habe lange überlegt, wie ich an diese Rezension herangehen soll und beschlossen, dass ich kein Blatt vor den Mund nehmen werde. Immerhin habe ich es abgebrochen und das hat auch einen Grund, den ich euch gerne mitteilen möchte. Deshalb sage ich es jetzt einfach wie es ist: Ich fand dieses Buch absolut schrecklich.
Angefangen hat es schon mit dem Stil. Er war mir zu einfach gehalten, es gab sehr viele Wortwiederholungen, sehr viel unnötiges Blabla und irgendwie hat er mich einfach nicht erreicht. Ich konnte keine Beziehung zu den Protagonisten aufbauen, weil man sich einfach nicht richtig in sie hineinfühlen konnte. Obwohl es in der Ich-Perspektive geschrieben ist, habe ich manchmal das Gefühl, derjenige würde das Geschehen nur erzählen, statt es zu erleben. Da hat es auch nicht genutzt, dass die Sicht immer zwischen Moritz und Alex hin und her gesprungen ist.
Auch fand ich das Buch sehr kitschig. Es vergehen ja keine fünf Seiten, ohne dass nicht eine Liebeerklärung oder etwas anderes Schmalziges erwähnt wird. Da krieg ich echt Gänsehaut und das nicht im positiven Sinn. Ich weiß auch nicht, was das soll, dass Moritz z.B. bei einem Interview nach dem Spiel Alex eine Liebeserklärung macht. Ich finde das nicht romantisch, ich finde das affig. (Heteros machen das übringens auch nicht. Zumindest ist mir sowas nicht bekannt. Das hat also auch gar nichts mit Gleichberechtigung zu tun.)
Oft werden Sachen auch nur angedeutet und das hat mich auch genervt. Entweder ich schreibs aus, oder ich lasse es weg. Aber wenn jeder zweite Absatz mit einer Andeutung auf Sex endet, ist das einfach nicht mehr schön.
Dann wird Alex ja gleich zu Beginn des Buchs Vater. Es ist ja ganz okay, wie das ganze in die Story dann eingebunden wird und so, aber ich muss ehrlich sagen: Ich bin einfach kein Freund davon, dass Kinder in solchen Geschichten vorkommen. Vor allem, wenn sie so dermaßen unnötig sind, wie die Zwillinge von Alex. Ständig werden sie erwähnt, ziehen die Geschichte mit Babyfüttern und Ins-Bettchen-bringen-Gelaber in die Länge und im Prinzip hätte man das einfach nicht gebraucht. Keine Ahnung, ob das irgendwelche Frauen mit Mutterinstinkt anspricht, vielleicht bin ich auch ein gefühlskaltes Arschloch, aber ich war echt extrem genervt von diesen Kindern.
Und jetzt mal das, was mich wirklich am schlimmsten gestört hat: Ich HASSE es, wenn eine Geschichte mit Heiler-Welt-Gedöhnste gefüllt ist und immer alles super leicht und super einfach ist und einfach ABSOLUT NICHTS mit der Realität zu tun hat. Ich habe wirklich schon viel gelesen in meinem Leben und auch schon sehr viel unrealistisches aber noch nie, hat ein Buch derartig meinen Blutdruck in die Höhe getrieben, wie dieses Buch mit seiner Weltanschauung.
Man muss sich das jetzt einfach mal vor Augen führen: Alex verlässt für Moritz Simone, die gerade seine Brut auf die Welt gerpesst hat und sie findet das toll. Sie akzeptiert es einfach und freut sich, dass Alex glücklich ist und motiviert ihn noch, Moritz seine Liebe zu gestehen.
Und nicht nur, dass Simone das klasse findet. Auch ihre Eltern stehen voll hinter Alex. Seine Eltern auch. Überhaupt steht die ganze Welt hinter Alex und Moritz. Freunde, Kollegen, alle! Keiner hat ein Problem mit deren Homosexualität. KEINER! Sorry, es gibt mittlereweile sehr viele tolerante Menschen und ich wünschte, alle wären so, aber so ist es einfach nicht. Und einem Leser so etwas vorzugaukeln, ist einfach nur lächerlich.
Die Krönung ist aber, das Outing vor der Mannschaft. Denn auch in der Mannschaft haben bis auf zwei, drei Leute kein Problem mit Moritz' Sexualität. Und die, die ein Problem haben, meiden ihn einfach. Es kommt keinerlei Spitze oder Übergriff oder sonst etwas, als wären selbst die, die Homosexualität nicht nachvollziehen können, noch vollkommen tolerant. Die Welt ist nun mal voller Idioten - ich weiß nicht, warum das in dem Buch alles so glatt läuft?
Auch der Trainerstab und sämtliche Leute in der Führungsposition stehen voll hinter Moritz. Ganz ehrlich, ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass beim DFB oder sonst wo, alle hinter einem schwulen Fußballer stehen würden. Und vor allem ist es extrem unrealistisch, dass eine Generation 50/60jähriger offener für Homoseuxelle ist, als ein paar 20jährige Spieler, die in einer toleranteren Welt aufgewachsen sind.
Dem entgegen steht dann übrigens die Presse, die nach seinem Outing homophobe Artikel in die Welt setzt. Ganz ehrlich? Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Zeitung, deren Leser mit Sicherheit auch aus Homosexuellen bestehen, sich traut, homophobe Artikel in die Welt zu setzen. Mit Sicherheit würde es in der Realität auch negtaive Stimmen geben, aber mit Sicherheit würde sich niemand trauen, derartige Dinge zu schreiben, wie in dem Buch dargestellt wird. Zumindest keine der ganz großen Zeitungen, wie es im Buch der Fall ist.
Auch sämtliche Umstände was das Outing betrifft, finde ich unmöglich. Er sucht sich den schrecklichsten Zeitpunkt dafür, obwohl er da mit dem meisten Presserummel zu rechnen hat, den gerade Alex ja so verabscheut. Allgmein will er sich Alex zu Liebe outen und merkt dabei gar nicht, dass er damit Alex' Wünsche, nicht der Presse zum Fraß vorgeworfen zu werden oder zu verhindern, dass Moritz seine Karriere für ihn aufs Spiel setzt, völlig übergangen. Das ist für mich kein Liebesbeweis, sondern mangelnder Respekt den Partner gegenüber.
Es tut mir leid, falls die Rezension jetzt sehr harsch ausgefallen sein sollte, aber ich kann mich hier einfach nicht zurückhalten, weil es mich einfach schon wütend macht, über dieses Buch auch nur nachzudenken.

Altersempfehlung/Zielgruppe:

Ich kann das Buch einfach niemanden empfehlen, ohne nach dieser Rezension wie ein Heuchler dazustehen. Wenn ihr natürlich all die Punkte, die ich genannt habe, nicht als negative erachtet, dann kann es euch sicher gefallen, aber sonst halt wohl eher nicht.

Ich ärgere mich maßlos, für dieses Buch Geld ausgeben zu haben. Ich ärgere mich auch maßlos, dass ich immer wieder ein wenig gelesen habe, obwohl es mir nicht gefallen hat, so dass ich es jetzt nicht mehr zurück geben kann, weil die Rückgabefrist schon abgelaufen ist. Und über was ich mich am meisten ärgere, sind all die positiven Rezensionen auf Amazon, die mich erst auf dieses Buch gebracht haben und die einfach überhaupt nicht zutreffen.
Jules

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Die Farbe des Lichts - Richard (Diana Wintermeer)

Hallo!

Ich habe bereits eine Rezension zu "Die Farbe des Lichts" von Diana Wintermeer verfasst und es mir natürlich nicht nehmen lassen, auch die Version aus Richards Sicht zu lesen. Und hier ist nun also noch die Rezension zu "Die Farbe des Lichts: Richard".  Auch diese Geschichte wird frei publiziert und umfasst 136 Seiten, auf welchen erzählt wird, wie Richard das kurze, leidenschaftliche Glück mit Chris erlebt hat.


Beschreibung:

Richard ist Maler und hat aufgrund einer schwerzen Krankheit bereits mit dem Leben abgeschlossen. Doch dann trifft er auf Student Chris, der für ihn Modell steht und ihn sofort in Bann zieht. Obwohl er sich von ihm fern halten möchte, kann er sich dessen Anziehung nicht entziehen und so kommt er Chris näher, als für sie beide gut ist.

Meine Meinung:

Obwohl ich ja die eigentliche Geschichte schon kenne, war die Story für mich nicht langweilig. Es ist echt noch mal etwas ganz anderes, das Ganze aus Richards Sicht zu lesen. Es kam noch einmal viel deutlich durch, mit welcher Besessenheit sich Richard an Chris geklammert und wie viel dieser ihm bedeutet hat. Allgemein konnte man noch einmal mehr erkennen, was in Richard eigentlich vor geht, was der ganzen Geschichte noch mehr Handfestigkeit gibt.
Dazu kam noch diese unglaublich schöne Wortwahl, die mich schon bei der eigentlichen Geschichte so begeistert hat. Wenn man es liest, hat man das Gefühl, wirklich dabei zu sein. Man denkt, man hört die Geräusche selbst, riecht die Gerüche selbst... einfach, weil es so anschaulich und echt dargestellt wird. Mir hat die Geschichte wirklich unglaublich gut gefallen, obwohl sie noch nicht einmal an die Hauptstory heranreicht. Ich muss euch wirklich sagen: Lest diese beiden Bücher!


Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich glaube, man sollte "Die Farbe des Lichts" gelesen haben, ehe man diese Zusatzgeschichte kauft. Esi st zwar nicht so, dass man sonst nicht die Geschichte verstehen würde, aber es ist einfach weniger ausführlich und obwohl sie noch immer wunderbar geschrieben ist, hat sie noch lange nicht den Zauber, den das eigentliche Buch besitzt. Wer dieses aber gelesen und geliebt hat, kann sich hierüber sicher sehr freuen. Ich empfehle es defintiv!

Mit dem Anflug von Migräne eine Rezension zu schreiben kommt Selbstmord gleich. Trotzdem hatte ich keine Lust, den PC unverrichteter Dinge wieder auszuschalten. Aber jetzt muss ich mich wohl erst mal hinlegen und hoffen, es geht weg, ehe es richtig beginnt. x.x
Jules :)

Montag, 7. Dezember 2015

Home is where the christmas trees are (CJane Elliott) [E] [Q]

Hi ihr!

Heute gibt es eine Weihnachtsgeschichte, die ich unbedingt noch in diesen Monat quetschen wollte, auch wenn sie nicht offiziell zum Weihnachtsspecial gehört. Sie nennt sich "Home is where the christmas trees are" und stammt von CJane Elliott. Die Geschichte erschien bei Dreamspinner Press und handelt auf 47 Seiten von Dex, der sich in den Musiklehrer seiner Nichte verliebt.


Beschreibung:

Nachdem seine Schwester stirbt, muss sich Dex um seine Nichte Rowan kümmern. Für sie schmeißt er sein Leben komplett für sie um und versucht sich als ihr Beschützer. Für beide ist das nahende Weihnachtsfest nicht gerade leicht und die Situation ist schwierig. Noch schlimmer wird es, als Rowans Klarinette gestohlen wird und sie um eine Schulaufführung bangen muss. Dex versucht die Sache wieder gerade zu biegen und trifft dabei auf Rowans Lehrer Ed. Dieser ist es, der Weihnachten zurück in Dex' Leben bringt

Meine Meinung:

Eine sehr schöne Weihnachtsgeschichte, die mich wirklich in die richtige Stimmung gebracht hat. Sie besitzt wirklich eine Art Message, die Weihnachten so zauberhaft dastehen lässt, dass es mich einfach rühren musste. Der Geist von Weihnachten kommt einfach irgendwie durch und das braucht es einfach, um eine tolle Weihnachtsgeschichte zu sein.
Auch so gibt es da eine Stelle, die mich wirklich zu Tränen rührt. Es ist nicht alles perfekt und ein großes Happy End in der Geschichte, aber dennoch hat sie einen positiven Ausgang, der einen erleichtert und zurück lässt, ohne unrealistisch zu wirken.
Ich mag auch den Stil sehr gerne. Eine eher seichte, ruhige Geschichte ohne viel Drama und doch so bedeutungsvoll. Trotz der Kürze, finde ich, dass wirklich die Szenen schön ausführlich geschildert werden und man nichts vermisst. Man kann auch die Gefühle und das Geschehen gut nachvollziehen könne. Für eine Kurzgeschicht ist das echt klasse umgesetzt.
Es gibt sogar eine Sexszene, die auch wirklich okay ist und sich auch schön integriert hat.
Das Cover ist auch noch toll.
Und was man auch noch sagen muss: ich mag, wie Rowan dargestellt wird. Wie so ein typischer Teenager eben. Stur, aufsässig und doch irgendwie verletztlich. Das mochte ich sehr gerne, weil das Ganze noch mal authentischer macht.

Verständlichkeit:

Ich hatte gar keine Probleme. Ich denke, man kann mit einem durchschnittlichen Schulenglisch da sehr gut mithalten. Es werden jetzt keine schwierigen Vokabeln verwendet, sodass man von den Wörter her keine Schwierigkeit haben sollte. Ich habe vielleicht zwei Stück nachgeschlagen, den Rest habe ich entweder verstanden oder das Wort wart nicht relevant, um den Kontext zu verstehen.
Der Stil ist ebenfalls sehr gut, so dass man da keine hochgestochene Ausdrucksweise vorgesetzt bekommt oder zu viel Slang enthalten ist. Er ist sehr schön, finde ich, aber halt auch einfach zu verstehen. Es gibt vielleicht ein paar Redewendungen, die man so nicht kennt - aber die sind eigentlich verständlich.
Ich konnte mich in das Buch versinken, wie auch in ein Deutsches. Wie gesagt, mit Schulenglisch sollte man eigentlich gut mit der Geschichte klarkommen.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Etwas für Weihnachtsfans - insofern man sich nicht an der Sprache stört. Wer auch englische Geschichten liest und sich in Weihnachtsstimmung bringen will, ist hier goldrichtig. Ich fand es ganz zauberhaft und kann es nur empfehlen.

Ich wollte heute eigentlich einen TAG bringen, aber dann musste ich euch einfach diese Geschichte vorstellen. Jetzt verschieb sich der TAG ins nächste Jahr, aber wer braucht schon sowas, wenn er eine tolle Weihnachtsgeschichte haben kann. :D
Jules :)

Sonntag, 6. Dezember 2015

Weihnachtszeit - Zeit der Liebe (Gabriele Oscuro)

Hey!

Wieder eine Weihnachtsgeschichte - oder eigentlich sogar 5. Der Sammelband "Weihnachtsszeit - Zeit der Liebe" von Gabriele Oscuro umfasst nämlich fünf zauberhafte Geschichten, die allesamt mit Weihnachten zu tun haben. Die Sammlung erschien auf BookRix und besitzt 232 Seiten.


Beschreibung:

In der ersten Geschichte geht es um Bennet, der von seinem Freund Thomas verlassen wird, weil er nur an die Arbeit und nicht an ihre Beziehung denkt. Erst ein soziales Projekt macht ihm klar, was er bisher im Leben falsch angegangen ist.

Die zweite Geschichte handelt von Felix, der sich nach einigen Tiefschlägen in den jungen Johannes verliebt, welches sich nur leider von ihm zurück zu ziehen scheint. Erst nach und nach erfährt Felix warum und möchte Johannes nun unbedingt zeigen, dass er an ihre Liebe glaubt.

In der dritten Geschicht wird erzählt, wie Kai sich dem verschlossenen Sascha annähert und versucht, dessen Vertrauen zu gewinne. Sascha ist nach einem harten Schicksalsschlag sehr scheu und möchte eigentlich keine Beziehung mehr, muss aber nach und nach erkennen, dass Kai anders ist, als seine erste Liebe.

Die vierte Geschichte erzählt von Fynn, der Dennis unter etwas dubiosen Umständen kennenlernt. Obwohl er ziemlich sauer ist, dass Dennis ihn nicht einfach angesprochen, sondern zu drastischen Mitteln gegriffen hat, verliert er recht schnell sein Herz an diesen. Aber leider ist da noch Dennis' Familie, die ihren Sohn aufgrund seiner Sexualität ablehnt.

In der letzten Geschichte geht es dann um Martin, der seinem geliebten Konny ein schönes Weihnachtsfest beschehren möchte. Bisher hat Konny nie wirklich Weihnachten gefeiert und deshalb möchte Martin diesen nun mit einem Adventskalender glücklich machen.

Meine Meinung:


Die erste Geschichte ist für mich auch die schönste dieser Sammlung, weil sie wirklich eine Message hat. Ich finde es so schön, wie über die Arbeit im Jugendhaus erzählt wird, in der man versucht, Kindern eine Anlaufstelle zu geben, einen Ort, wo sie hinkönnen und wo ihnen noch etwas fürs Leben vermittelt wird. Es geht darin auch darum, Toleranz für Homosexualität bei ihnen zu wecken und das hat mir einfach irgendwie Gänsehaut beschehrt.
Gerade auch, weil einfach dieser Geist von Weihnachten soll allgegenwärtig war. Nicht nur, als sie dort Weihnachten gefeiert haben, sonden auch so ganz allgemein. Irgendwie hat mich das echt berührt (ich hatte dann schon wieder Tränen in den Augen) und ein wenig bringt es einen auch zum Nachdenken.
Dann geht es ja auch noch um die Beziehung von Tommy und Bennet, die daran scheitert, dass Ben eben so auf seine Arbeit fixiert ist. Auch das ist sehr gut gelungen, weil es einfach zeigt, dass man sich auf nichts versteifen sollte, das einem im Leben gar nicht weiterbringt oder glücklich macht, sondern lieber dafür kämpfen sollte, was man liebt. Man soll sich sich vor allem nie zu sicher zu sein, dass der andere schon bei einem bleiben wird, egal wie unmöglich man sich benimmt.
Eine tolle Geschichte, die super in die Weihnachtszeit passt.

Die zweite Geschichte fand ich auch sehr gut. Sie besitzt ein wenig Drama, was sie aber sehr spannend macht. Man versteht anfangs nicht, warum sich Johannes so zurückzieht und leidet ein wenig mit Kai mit, dessen Erfahrungen eh nicht die besten sind... Wohl auch, weil man dessen Verzweiflung auch wirklich nachempfinden kann. War schon schön.
Es handelt auch wieder zur Weihnachtszeit und hier kommt auch diese Weihnachtsstimmung wieder schön durch. Alles wirkt immer ein wenig gemütlich, wenn sie so zusammen sitzen oder so. Mochte ich ganz gerne.
Obwohl es in der Geschichte nicht immer alles sofort glatt geht, sondern Probleme auftauchen, ist sie doch eine schöne, eher leichte Geschichte, die gut in die Zeit passt und mich überzeugt hat.

In der dritten Geschichte hat es mich enttäuscht, dass Weihnachten diesmal leider nicht so schön rüberkam, wie in den ersten beiden. Es spielt zwar um die Zeit, aber mehr dann eher nicht.
Trotzdem mochte ich die Story, weil sie sich langsam entwickelt und durch ein bisschen Drama auch Spannung aufbaut. Man will schon wissen, wie es ausgeht.
Ich finde darin ganz schön, wie Kai versucht, sich selbst zurück zu nehmen, Sascha Zeit zu geben und sein Vertrauen zu gewinnen. Und einem geht dann beim Lesen ein wenig das Herz auf, wenn man merkt, seine Mühe trägt Früchte.
Es ist nichts, was total romantisch oder so ist, aber durch seine Schlichtheit und Kais Verständnis für Sascha romantisch wird und das hat mich wirklich überzeugt.

Bei der vierten Geschichte sind mir einige Geschehnisse ein wenig zu schnell gegangen. Nicht nur, dass es mehr oder minder so schnell Liebe und Beziehung wird, durch die Umstände muss Dennis ja auch noch zu Fynn ziehen und das war mir zu viel auf einmal.
Aber in der Geschichte geht es eben auch darum, von der Familie wegen seiner Homosexualität abgelehnt zu werden und wie einen das verletzt und einfach die Art, wie das dargestellt wird - sehr simple aber dennoch schmerzvoll - hat mich von der Geschichte überzeugt.
Leider ist auch hier wieder Weihnachten eher nur Hintergrundgeschehen.

Die fünfte Geschichte ist dann noch ein Wiedersehen mit Konny und Martin aus "531 Tage".
Diese hat mich noch einmal richtig begeistert, vor allem, weil in ihr der weihnachtliche Aspekt wirklich nicht zu kurz kommt. Die Sache mit dem Adventskalender ist einfach so toll umgesetzt worden, dass ich teilweise echt gerührt war und sogar ein paar Tränchen vergossen habe. Es geht einfach darum, demjenigen, den man liebt, eine Freude zu machen und sich Mühe zu geben, was für mich eine der wichtigsten Intentionen von Weihnachten sein sollte. Einfach das Fest mit denen zu genießen, die man liebt und ihnen zu zeigen, dass man sie wertschätzt.
Diese Geschichte beschreibt genau das und hat mich deshalb so begeistert. An manchen Stellen ist sie mir ein wenig zu kitschig, ich brauche keine ständigen Liebesschwüre, das ist nicht so meins. Aber trotzdem finde ich sie einfach perfekt für die Weihnachtszeit und mochte sie total gerne lesen.

Vielleicht noch kurz ein paar allgemeine Anmerkungen. Das ist eigentlich das erste mal, glaube ich, dass ich eine Geschichtensammlung lese. Ich meide sowas eigentlich lieber, weil daraus - wie man sieht - ewig lange Rezensionen entstehen, die mich viel Zeit kosten, aber ich denke, manchmal kann es das doch wert sein. Jedenfalls habe ich nicht bereut, diese Sammlung gelesen zu haben.
Schade ist, dass in dem Buch einige Tippfehler enthalten sind und auch oft Absätze fehlen. Ich bin da gar nicht sooo streng, aber hier ist es mir schon stark aufgefallen und ich wollte es einfach gesagt haben.

Altersempfehlung/Zielgruppe:

Definitiv etwas für Weihnachtsgeschichtenfans. Hier kommt das Fest der Liebe nicht zu kurz, es sind romantische Geschichten, teilweise mit ersten Hintergrund, die mir Spaß gemacht haben und sicher auch euch Spaß machen werden. Falls ihr also solchen Geschichten auch nur irgendetwas abgewinnen könnt, dann lest diese Sammlung!

Ich kriege gar nicht genug von Weihnachtsgeschichten, dabei sind meine Plätze für das Weihnachtsspecial beschränkt. Irgendwie echt doof.
Jules :)

Samstag, 5. Dezember 2015

Lions Roar (Chris P. Rolls)

Hey!

Diese Rezension dreht sich um Chris P. Rolls Roman "Lions Roar" aus der Irgendwie-Reihe. Er umfasst 384 Seiten, wird frei publiziert und handelt von Alex, der für seinen perfekt inzsenierten Sex ein Opfer nach dem anderen abschleppt, bis er auf Markus trifft.
Der Roman ist das Gegenstück zu "Irgendwie Top".


Beschreibung:

Für Alex ist Sex eine Kunst, die er immer wieder neu in Szene setzen möchte. Dafür zieht er nachts durch die Gayclubs und sucht nach passenden Kandidaten. Dabei trifft er auf Markus, der ebenfalls ein Top ist, ihn aber trotzdem sehr reizt, entspricht er doch seinem eigentlichen Idealbild eines Mannes. Nach und nach kommen sich die beiden näher und merken schnell, dass kein Sex besser ist, als der zwischen ihnen beiden.

Meine Meinung:

Dafür, dass ich die Geschichte ja schon kenne und sie wirklich nur noch einmal aus der Sicht von Alex erzählt wird, fand ich es keineswegs langweilig. Am Anfang hatte ich ein wenig das Gefühl, dass die ganze Story nur nacherzählt wird und war weniger begeistert. Sie wirkte einfach geraffter und natürlich ist das auch nur sinnvoll, weil es sonst vielleicht wirklich langweilig geworden wäre, alles noch mal in großer Ausführlichkeit zu lesen, aber zu Beginn war es mir trotzdem zu gerafft. Erst mit Fortschreiten der Geschichte wird dann doch mehr auf die Details eingangen und vor allem erkennt man dann auch nach und nach mehr von Alex' Persönlichkeit - ab diesem Punkt fand ich die Geschichte dann doch sehr spannend. Es ist zwar immernoch nicht so ausführlich wie "Irgendwie Top", aber trotzdem nicht mehr so gehetzt wie am Anfang. Und das ist auch nötig, denn Alex' Charakter ist nun einmal sehr komplex und nicht jede Facette davon hat man in "Irgendwie Top" komplett erkannt. Jetzt aber kann man wunderbar an seinen Gedanken teilhaben, versteht Szenen noch einmal besser und vor allem: man versteht Alex noch einmal besser und weiß, was er wirklich denkt. Deswegen finde ich es schön, dass letztlich mehr auf seine Gedanken und Gefühle eingegangen wird.
Hier zeigt sich also ganz deutlich, dass eine Geschichte, die aus zwei verschiedenen Sichtweisen erzählt wird, nicht zwangsläufig langweilig sein muss, sondern dass sich die beiden Storys zusammen wunderbar ergänzen können.
Natürlich weiß man letztlich trotzdem schon, was geschehen wird, erkennt Szenen und damit ihren Ausgang wieder, aber trotzdem ist es einfach nicht so, dass es keinen Spaß macht, es noch einmal zu erlesen. Im Prinzip ist es das selbe - nur anders eben.
Und in gewisser Hinsicht ist das Buch dann auch noch eine Fortsetzung zu "Irgendwie Top", weil es nach dessen Ende noch ein paar Kapitel weiter geht. Darin kann man dann lesen, wie sich die Beziehung zwischen Alex und Markus weiterentwickelt und was noch so kommen mag.
Gerade das Ende hat mir dann noch einmal richtig gut gefallen, weil ich einfach schön fand, wie es schlicht ausgeht, ohne viel Kitsch oder Tamtam, aber trotzdem so bedeutungsschwer und eben einfach schön.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich glaube, wenn man "Irgendwie Top" gelesen hat, dann kann dieses Buch schon sehr interessant sein. Und weil die Geschichte einfach so toll ist, kann es einem sicher auch gefallen, wenn man das ander Buch nicht gelesen hat. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man eigentlich erst "Irgendwie Top" lesen sollte. Es ist zwar nicht so, dass man das Buch hier sonst nicht versteht oder so, aber das andere ist eben die Hauptstory und einfach fesselnder.

Es gibt übrigens noch ein weiteres Buch in dieser Reihe, das die Geschichte von Alex' Kumpel Mark und Markus' Bruder Tim erzählt. Ich verlinke euch hier mal meine Rezension zu "Irgendwie Anders".

Ich bin gerade ein wenig entsetzt, wie kurz meine Rezensionen früher ausgefallen sind. Sieht aus, als hätte ich mir gar keine Mühe gegeben. Stimmt natürlich nicht, ich war da nur noch unerfahren im Rezischreiben. Ich hoffe, das hat sich jetzt insofern geändert, dass ihr mit meinen ausführlicheren Rezensionen wesentlich mehr anfangen könnt. (Wehe, wenn nicht. :D)
Jules :)