Samstag, 31. Januar 2015

Januar

Hi ihr!

Willkommen zum ersten Laberpost in diesem Jahr – und überhaupt. :D (Ich brauche dringend noch einen guten Namen für diese Reihe. Aber alles, was mir bisher eingefallen ist, gibt es schon oder klingt blöd. Vorschläge?)
Der Januar ist schon wieder zu Ende, dabei war doch gerade erst Weihnachten – einfach unfassbar, wie schnell die Zeit vergeht. Manchmal macht es mir ein wenig Angst zu sehen, wie schnell das Leben verfliegt. Ich meine, ich bin noch jung, aber es weiß ja niemand, wie viel Zeit für einen vorgesehen ist. Wenn ich so darüber nachdenke, bekomme ich immer Angst, zu viel zu verpassen, während ich auf bessere Zeiten warte. Aber genug philosophiert, ich möchte ja jetzt nicht alle mit solchen Themen deprimieren.

Rund um den Blog

Auf meinem Blog hat sich erstaunlich viel getan diesen Monat – nicht alles ist für euch sichtbar, aber ich merke es deutlich. Hauptsächlich habe ich meinen Urlaub genutzt, um viel zu lesen und so auch viele Rezensionen zu schreiben. Dadurch gestaltet sich die Organisation jetzt deutlich stressfreier. Sprich, ich habe jetzt einige Monate mit Blogposts abgedeckt und ich nicht mehr mit der Zeit im Nacken lesen muss. Der Nachteil dabei ist allerdings, dass ihr länger auf Rezensionen zu den Büchern meiner „Lese ich gerade“-Liste warten müsst. Sorry dafür. Ich habe schon überlegt, den freien Mittwoch mit einer weiteren Rezension zu belegen, aber ich zögere noch. Ich fürchte, sonst hat sich das mit dem stressfreien Lesen schon wieder erledigt. Und irgendwann versuche ich wahrscheinlich krampfhaft, den Mittwoch zu füllen und habe am Ende das totale Chaos angerichtet. xD
Meine heimliche Angst, mir könnten die Kolumnenthemen ausgehen, habe ich auch etwas bekämpfen können und wieder einige abgetippt bzw. Ideen gesammelt. Ich fürchte immer noch um die Reihe, aber nicht mehr so sehr.
Natürlich bestand die größte Neuerung im Januar aber aus meinem Twitter-Acc. Ich mag Twitter ja sehr gerne und deshalb habe ich auch totalen Spaß daran. Ich denke, es war definitiv die richtige Entscheidung. Ich ärgere mich echt, dass ich zunächst Facebook in Erwägung gezogen habe.

Bücher, Bücher, Bücher

Buchtechnisch hat der Januar einiges für mich parat gehalten – leider nicht nur Gutes. Tatsächlich habe ich sowohl sehr schöne als auch echt enttäuschende Bücher gelesen, was mich immer in die Zwickmühle bringt, eine negative Rezension zu schreiben. Ich fühle mich dann immer so mies, weil ja in dem Buch Liebe, Mühe und Herzblut steckt. Aber was will ich denn machen?
Dafür fiebere ich schon dem Februar entgegen, weil da einige tolle Bücher rauskommen sollen. (Allgemein freue ich mich auf viele Neuerscheinungen in diesem Jahr. Was ich bisher so mitbekommen habe, klingt alles sehr viel versprechend.)
Positiv anzumerken ist aber, dass ich im Januar viele positive Rezensionen hatte – und das auch noch über Bücher, die mir echt am Herzen liegen. Ein toller Start ins Jahr, findet ihr nicht?

Mein Leben und Ich

Einen nicht so tollen Start hatte ich dafür privat. Den halben Januar lag ich krank zu hause und weil ich eh so ein Unglückskind bin, darf ich mich damit auch noch ca. 3 weitere Monate rumärgern. Wenigstens darf ich jetzt wieder unter Menschen (manchmal eine eher zweifelhafte Ehre), auch wenn ich noch vorsichtig sein muss.
Am meisten hat mich aber geärgert, dass ich nicht Schwimmen gehen konnte. 20 Jahre habe ich gebraucht, um mich zu Sport aufzuraffen, nur um gleich wieder ausgebremst zu werden. Was sagt mir das? Ich sollte es lassen. Sport ist eh Mord. xD
Auch sonst war ich im Januar eher deprimiert. Oft habe ich mich gefragt, ob ich beruflich den richtigen Weg eingeschlagen habe oder ob ich nicht lieber hätte studieren sollen. Und dann habe ich mich auch noch wegen meiner nicht vorhandenen Beziehung selbst bemitleidet – dabei war ich bisher eigentlich glücklicher Single.
Vielleicht liegt es auch einfach am Wetter. Diese dunkle Jahreszeit tut mir einfach nicht gut und ich sehne mich nach dem Frühling. Sonne statt Schnee und Kälte, das ist meine Welt.

Was mich bewegt

Doch nicht nur was die Jahreszeit anbelangt, sehne ich mich nach besseren Zeiten. Ursprünglich hatte ich vor, hier auch meinen Senf zu aktuellen Ereignissen kund zu tun, aber momentan nervt es mich einfach alles nur. All der Hass in der Welt – haben wir denn gar nichts aus der Vergangenheit gelernt?
Und was sind das für Menschen, die die nichts Besseres zu tun haben, als gegen andere Hetzkampagnen zu starten? Wenn ich das Wort PEGIDA schon lese, könnte ich kotzen. In was für einer Welt leben wir eigentlich? Unfassbar!
Aber genug davon, ich rege mich nur auf. Also lass ich es lieber gleich…

Famous last words

Und auch so weiß ich gerade nicht mehr zu erzählen. Außerdem hat mir die Hand wehgetan – ich habe das nämlich alles erstmal handschriftlich verfasst, ehe ich es abgetippt habe.
Also beende ich mein Blabla nun mit einem Zitat, das diesen Monat irgendwie zu meiner Grübelei gepasst hat und mich auch sonst gut gefällt:

Of all sad words of tongue or pen, the saddest are these, ‘It might have been’.”
John Greenleaf Whittier

Einen wunderschönen Februar wünsche ich euch!
Jules :)

Jojo: und auf einmal ist alles anders (Gabriele Oscuro)

Hallo ihr!

Das heutige Buch nennt sich "Jojo: und auf einmal ist alles anders", stammt von Gabriele Oscuro und beinhaltet 153 Seiten. Es erschient auf BookRix und handelt von Dr. Robert Völker, der sich in einen jungen Kollegen verliebt.


Beschreibung:

Dr. Robert Völker ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Bisher hat er geglaubt, dass sein Leben in geregelten Bahnen verläuft, auch wenn seine Ehe eigentlich schon gescheitert ist.
All das ändert sich, als er die Nacht mit seinem jungen Kollegen Jojo verbringt. Was als Abenteuer beginnt, ändert im wahren Gefühlschaos und Robert weiß nicht, wie er sich nun verhalten soll. Denn selbst wenn er sich eingesteht, mehr für Jojo zu empfinden, hat er noch immer gesellschaftliche Verpflichtungen, die es ihm unmöglich machen, auch zu diesem zu stehen.

Meine Meinung:

Ich habe dieses Buch wirklich geliebt, weil mir die Message so unglaublich sehr gefallen hat. Es zeigt, dass ein Outing auch in älteren Lebenslagen noch möglich ist, selbst wenn die Situation zunächst aussichtslos erscheint. Dabei ist es so nahe am wahren Leben, weil es nichts verschönt, sondern wirklich die Schattenseiten mit aufnimmt: Kollegen, die plötzlich nichts mehr mit einem zu tun haben wollen, Beschimpfungen, Unverständnis bei Familienangehörigen und Freunden...
Es zeigt wie schwer es ist, zu sich selbst zu stehen, wenn von der Gesellschaft etwas völlig anderes erwartet wird. Und vor allem schildert es sehr gut, wie so etwas auch eine Beziehung belasten kann.
Ich bin wirklich hin und weg von dem Buch, weil es einfach alle Konventionen über den Haufen wirft. Es zeigt einfach, dass auch so eine Liebe möglich ist, selbst wenn man dafür vieles aufändern, einiges im Leben verändern und der Umwelt trotzen muss. Und es macht dennoch so viel Mut, weil es beweist, dass jede Sitaution irgendwie zu meistern geht, weil man so oft neue, ehrlichere Leute kennen lernt und Unterstützung von Seiten bekommt, mit der man niemals gerechnet hätte. Vielleicht kann dieses Buch auch Leuten Mut machen, die in einer ähnlichen Situation sind. Das wäre sehr schön.
Ganz davon ab ist das Buch auch noch spannend geschrieben. Durch das Auf und Ab der Gefühle und all die Probleme, die auftauchen, bangt man bis zum Ende mit, wie es nun ausgehen wird und ob es wirklich ein Happy End geben kann oder ob alles im Chaos versinkt und nur noch die Flucht als Option bleibt.
Hinzu kommt noch, dass mir die Sexszenen außerordentlich gut gefallen haben. Sie werden sehr erotisch und nie obszön dargestellt und ich fand das einfach nur klasse. Überhaupt hat mir der Stil sehr gut gefallen. Es ist ausführlich und nie zu kitschig, auch wenn manche Szenen wirklich süß sind. Und wie eben schon gesagt, wird eine ganz natürliche Spannung aufgebaut, die es einen unmöglich macht, das Buch wieder wegzulegen. Man kann sagen, bis zum Ende ist es eine einzige Zitterpartie, was mir letztlich wieder eine unfreiwilige Nachtschicht eingebracht hat, weil ich nicht aufhören wollte.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich empfehle es jedem, weil so ein Buch einfach jeder lesen sollte. Mann kann das auch gut schon in jungen Jahren lesen, genauso wie als älterer Jahrgang. Die Protagonisten passen sich da ja von ihrem Alter her auch prima an. Ich bin wirklich der Meinung, es ist sehr realistisch und macht Mut - ich bin sicher, es wird euch überzeugen.

Ich merke immer wieder, dass mir Bücher mit einer Message dahinter sehr gut gefallen. In letzter Zeit habe ich aber auch erstaunlich viele davon gelesen.
Findet ihr das nicht auch schön, wenn noch ein wenig hinter dem Buch steckt, als die Geschichte selbst? Das macht es doch gleich noch viel schöner.
Jules :)


Freitag, 30. Januar 2015

Ankündigung #16

Hallo Leute!

Nachdem ich mich nun doch gegen Facebook entschieden habe und viele von euch aber kein Twitter haben, dachte ich mir, dass ich einen anderen Weg finden muss, um euch ein wenig an meinem Leben teilhaben zu lassen. (Für alle, die das überhaupt wollen.)
Deshalb gibt es jetzt immer einmal am Ende des Monats einen Post über Dinge, die mich in der Zeit eben so beschäftigt haben. Morgen, 18 Uhr geht's los. (Die Rezension gibt es natürlich trotzdem!)
Falls ihr euch fragt, was ich darin eigentlich so erzählen möchte, dann kann ich das leider auch nicht so wirklich definieren. Es wird wohl eher variieren, aber natürlich enthält es einige Infos zum Blog, zu Büchern und eben ein wenig Privates und anderes Blabla. Ihr dürfte gespannt sein.

Jules :)

Mittwoch, 28. Januar 2015

3, 2, 1 - Schwul! [K]

Hey Leute!

Ich muss das jetzt hier mal loswerden, weil ich neulich eine ziemliche krasse Diskussion mit jemand darüber hatte und einfach nicht verstehen kann, wie realitätsfern und einfältig manche Leute sind. Natürlich hat das auch etwas mit dem Blog zu tun, immerhin kommt es in vielen Büchern zu solchen Wandlungen und manchmal scheinen die Leute nicht zu kapieren, dass ein Buch eben eine Geschichte erzählt – und nicht immer die Realität.
Um was es geht? Um die Annahme, dass man als Homosexueller sofort weiß, dass man schwul ist und damit dann auch überhaupt keine Probleme hat, sondern es einfach so in die Welt hinausschreit. Ständig les ich in Kommentaren zu Büchern, die sich der Selbstfindung langsam annähern, dass es zu langsam geht oder unrealistisch ist. Und so langsam reicht es mir. Nur um es mal klar zu stellen: Das ist nicht unrealistisch, sondern die einzige REALISTISCHE Herangehensweise.
Natürlich gibt es Jungs, die jetzt merken, dass sie Männer besser finden als Frauen, das in Ordnung finden, es allen ihren Freunden und Verwandten sagen und im besten Fall damit dann auch noch überall akzeptiert werden. Wäre ja auch wahnsinnig traurig, wenn es diese Fälle nicht gäbe. Wir leben immerhin im 21. Jahrhundert, da sollte das eigentlich kein Thema mehr sein. Eigentlich. Tatsächlich ist es aber noch Thema und deswegen geht es eben nicht bei allen so einfach und schnell und romantisch, wie es einen in so vielen homoerotischen Geschichten weiß gemacht wird.
Viele merken erst, dass sie Männer mehr mögen als Frauen, wenn sie schon über 50 sind, verheiratet und Vater von drei Kindern. Glaubt ihr ernsthaft, da ist es noch so leicht, sich zu outen? Oder denkt ihr, wenn man in einem homophoben Haushalt aufgewachsen ist, schmeißen die Eltern eine Coming-out-Party für ihren Sohn und wandeln sich von jetzt auf gleich in tolerante Engelchen, nur weil man auf Wolken schwebend in das Wohnzimmer stürmt und brüllte „Ich bin schwul! Juhu!“? In welcher Welt lebt ihr denn alle?
Selbst wenn man eigentlich ein tolerantes Umfeld hat, kann es für einen selbst einfach total schwer sein, es sich einzugestehen. Vielleicht, weil man eigentlich von einer Familie geträumt hat oder geglaubt hat, man wäre wirklich in dieses hübsche Mädchen in der Parallelklasse verliebt gewesen. Es gibt so viele Jungs, die erst noch 100x mit einer Frau schlafen, ehe sie verstehen, dass sie nur bei Männern wirkliche Lust empfinden können und ganz viele, die einfach Angst vor ihrem Outing haben, weil sie das Gefühl haben, ihr Umfeld könnte sie dann ablehnen. (Ob dies dann nun der Fall ist oder nicht, sei mal dahin gestellt.) Wie kann man dann bitte hergehen und eine Geschichte, die genau diese Problematik aufgreift, als langweilig oder unrealistisch hinstellen? Nur, weil es bei einem gewissen Prozentsatz einfach ist, heißt das doch nicht, dass alle anderen sich einfach nur blöd anstellen. Und ich finde, ein Buch, das diese schwierige Selbstfindungsphase authentisch beschreibt, ist oft mehr wert, als diese ganzen Friede-Freude-Eierkuchen-Romane, die uns etwas anderes vorgaukeln.
Nicht, dass ihr jetzt denkt, dass ich diese Romane nicht mögen würde. Ich les das ja auch gerne und sie sind auch dazu gemacht, in eine „bessere“ Welt einzutauchen und seine eigenen Sorgen zu vergessen oder sich zu trösten, dass es auch anders geht. Nur muss man halt dabei auch versuchen, den Blick für die Realität zu bewahren. Bei vielen Leuten gestaltet sich es eben schwieriger, als nur mit dem Finger zu schnippen und plötzlich schwul und geoutet und toleriert zu sein. Ich weiß nicht, wie blind man sein kann, das nicht zu sehen! Also tut mir den Gefallen und behaltet das im Hinterkopf, wenn ihr das nächste Mal einen so saudämlichen und lächerlichen Kommentar unter ein Buch setzt, dass eigentlich mehr Lob und Anerkennung verdient hat, als viele andere zusammen.

Jules :)

Samstag, 24. Januar 2015

Ethan und Carter - Du bist meine Melodie (Ryan Loveless)

Hallo!

Ein neuer Samstag, eine neue Rezension. Diesmal geht es um "Ethan und Carter - Du bist meine Melodie" von Ryan Loveless. Das Buch umfasst 229 Seiten und erschien bei Dreamspinner Press. Es handelt von Carter, der aufgrund seines Tourette-Syndroms Menschen meidet, bis er seinen Nachbarn Ethan kennenlernt.


Beschreibung:

Carter hat Tourette und stößt deshalb oft auf Ablehnung, weshalb er es vermeidet, sich groß in der Öffentlichkeit zu zeigen. Als er umzieht, erhofft er sich mehr Ruhe, doch tatsächlich bringt sein Nachbar Ethan sein Leben sehr schnell durcheinander. Trotz eines unfallbedingten Hirnschadens genießt dieser sein Leben und bringt auch Carter dazu, wieder mehr unter Menschen zu gehen. Dabei macht Ethan aus seinen Gefühlen für Carter kein Geheimnis, aber Carter weiß nicht, ob er wirklich eine Beziehung möchte. Zu oft wurde er enttäuscht.

Meine Meinung:

Ich muss zugeben, ich bin an das Buch mit einer gehörigen Portion Distanz und Skepsis herangetreten. Es ist nicht so, dass ich irgendein Problem mit Behinderten hätte, aber ich habe mich schon gefragt, ob ein Buch, dass solch ein Thema beschreibt, an eines mit - blöd gesagt - normalen Protagonisten herankommen kann bzw. ob man sich nicht nach einer Zeit schäbig fühlt, es zu lesen - gerade bei den Sexszenen. Letztlich wurde es sogar im Buch thematisiert, ob man jemanden mit Hirnschaden wirklich sexy und süß finden kann oder ob man dann nicht irgendwie pervers ist. 
Ich hätte es mir wahrscheinlich denken können, aber letztlich war all meine Besorgnis völlig umsonst. Das Buch ist einfach nur zauberhaft.
Solche Schicksale wie die von Ethand und Carter werden ja oft totgeschwiegen und in der Gesellschaft nicht berüchsichtigt. Dabei verdienen sie es ja genauso, sich zu verlieben und glücklich zu werden. Es ist so schön, wie das hier dargestellt wird, dass es sicher vielen Mut macht, die in einer ähnlichen Sitaution sind. Ich hoffe wirklich, dass alle Ethans und Carters da draußen das Buch lesen und merken, dass sie genauso viel wert sind wie ein gesunder Mensch, auch wenn sie anders sind. Und dass sie hoffen dürfen, sich irgendwann auch zu verlieben, egal, ob sie sich das im Moment vorstellen können oder nicht.
Mich hat das Buch so oft zu Tränen gerührt, weil es so großartig beschrieben ist - vor allem wenn es aus Ethans Sicht geht. Es ist so traurig, was Hassattacken ausrichten können und wie sie ein Leben derart zerstören könne. Und es ist schrecklich, wenn die Betroffenen sich danach fragen müssen, was aus ihnen hätte werden können und wenn sie sich ihr altes Ich zurück wünschen. Man sieht, wie es auch den Betroffenen selbst, nicht nur seine Familie und Freunde belastet. Gleichzeitig zeigt es einem aber auch, wie man trotzdem versuchen kann, aus seinem Leben das beste zu machen und glücklich zu werden. Ich war eigentlich nur am Heulen, weil es diese rührenden Szenen einfach ständig gibt. Es thematisiert Liebe, Freundschaft und Vertrauen auf eine ganz andere Weise, aber so tiefsinnig, dass man einfach ergriffen sein muss. Und außerdem handelt es auch von Vergebung. Ich weiß nicht, ob ich jemanden nach so etwas verzeihen könnte - umso berührender ist diese Szene im Buch. Überhaupt hat Ethan eine ganz andere Art, an Menschen heran zu treten und diese große Offenheit - auch Fehlern gegenüber - hat mich wirklich beeindruckt.
Gerade der Umgang mit Carter, den sonst fast jeder wegen seiner Tics ableht, ist unglaublich toll geschildert.
Um den Gedanken vom Anfang noch zu Ende zu bringen. Als die erste Sexszenen kam, hatte ich wirklich ein wenig Angst. Umso beeindruckter war ich dann davon. Sie ist sehr sinnlich und von ihren Behinderungen merkt man darin gar nichts. Wenn man sie gut findet, dann ist man nicht irgendwie pervers oder so. Sie ist ganz wundervoll geschrieben.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Das ist wieder so ein Buch, dass man nur jedem ans Herz legen kann. Ich weiß gar nicht, was ich dazu überhaupt alles sagen soll, weil es so umfassend ist. Ich kann nur ein großes Lob aussprechen und euch versichern, dass ihr diesen Kauf nicht bereuen werdet.

Das Buch hat mich wirklich überrascht. Das finde ich großartig. Solche Bücher braucht es viel öfter, findet ihr nicht?
Jules :)

Mittwoch, 21. Januar 2015

Riley Bacon: Feuer und Flamme (T. C. Jayden) [Q]

Hello again! :)

Der heutige Quickie freut mich ganz besonders, weil er von T. C. Jayden kommt - ich habe so lange auf etwas neues gehofft. Die Story nennt sich "Riley Bacon: Feuer und Flamme", erschien im Verlag Weltenschmiede und ist die Vorgeschichte zu "Kalte Ketten". Folglich handelt sie von Riley und zwar konrket von seinem Outing vor seinem besten Freund Liam.


Beschreibung:

Riley ist sich mittlerweile klar, dass er schwul ist. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn er nicht mit Gefühlen für seinen besten Freund Liam zu kämpfen hätte. Ein gemeinsamer Campingurlaub stellt seine Welt total auf den Kopf und als seine Hormone Überhand gewinnen, kommt es zu einem wirklich miserablen Outing, dass ihre Freundschaft auf eine harte Probe stellt. Nun muss Riley sehen, dass er das wichtigste in seinem Leben rettet: Die Freundschaft zu Liam.

Meine Meinung:

Ich finde die Geschichte einfach süß. Trotz ihrer Kürze ist sie sehr ausführlich und schön beschrieben und der Stil, den ich aus "Kalte Ketten" bereits gewohnt bin, hat mich auch hier wieder beeindruckt. Ich finde, das Thema "Freundschaft" wird hier super dargestellt. Gerade am Ende zeigt sich, wie viel wert ein guter Freund sein kann und was man manchmal tun muss, um eben so jemanden nicht zu verlieren.
Auch schön ist, dass das Gefühlschoas, dass so oft in der Pubertät vorkommt, richtig klasse dargestellt wird. Riley ist hin und her gerissen und weiß nicht was tun - genau so, wie man es selbst noch von seiner eigenen Jugend kennt. Dadurch ist es sehr realitätsnah, ohne plump zu wirken, was mir sehr gut gefallen hat.
Ich möchte jetzt auch nicht zu viel dazu sagen, bei kurzen Geschichten besteht ja immer die Gefahr, zu viel vorweg zu nehmen. Fakt ist aber, dass der Spagat zwischen Freundschaft und Liebe hier sehr gut geschildert wird - und wie schwer es ist, dort die richtige Balance zu finden.
Und ich mochte auch, wie das ganze Outing darin dargestellt wird. Oft ist den Leuten ja nicht wirklich klar, wie schwer so ein Outing sein kann und vor allem, wie man es auch wirklich vergeigen kann.
Da es die Vorgeschichte zu "Kalte Ketten" ist, kann man kein wirkliches Happy End mit großer Liebe erwarten, aber ich finde, so, wie das Ende ist, ist es perfekt und wenn man noch nicht die eigentliche Geschichte gelesen hat, dann macht es wirklich Lust darauf.
Ich kann nur hoffen, dass noch ganz viel von T. C. Jayden erscheinen wird.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Wer "Kalte Ketten" gelesen hat, sollte auch diese Story lesen. ber durch das Thema darin, ist sie vor allem auch etwas für die jüngere Zielgruppe. Ich würde sogar sagen, dass sie ein paar Aspekte eines Jugendbuchs aufweist, auch wenn ich sie aufgrund der Sexszenen erst ab 16 Jahren empfehlen würde. Im Gegensatz zu "Kalte Ketten" geht es hier nicht um BDSM, wer sich also davon hat abschrecken lassen, hat bei dieser Geschichte keine Ausrede mehr.

Heute habe ich drei Rezensionen geschrieben. Vier waren eigentlich mein Ziel, aber ich sitze schon viel zu lange vor dem PC. Wird Zeit, dass ich mich mal davon löse und etwas für meinen Haushalt tue. :D
Jules :)

Samstag, 17. Januar 2015

Shades of Pain (S. de Lacri / M. Luther)

Hey ihr!

Das heutige Buch nennt sich "Shades of Pain", stammt von S. de Lacri und M. Luther und umfasst 134 Seiten. Ihr könnt es auf Amazon erwerben. Handeln tut es von Kommissar Alex, der einen Mordfall aufdecken muss, in dem bald auch sein Sohn verwickelt ist.


Beschreibung:

Nach dem Fund der kopflosen Leiche eines jungen Mannes nehmen die Kommissare Alex und Sally die Ermittlungen auf. Leider scheinen alle Fährten ins Leere zu Laufen und so langsam rennt ihnen die Zeit davon. Kurz darauf wird auch noch Alex' Sohn Steven in einen Unfall verwickelt und angeklagt. Ehe sie sich versehen, laufen beide Fälle zusammen und plötzlich geht es für Alex nicht nur um einen ungelösten Fall, sondern um das Leben seines eigenen Sohnes.

Meine Meinung:

Das ist wieder so ein typsiches Buch, von dem ich nicht weiß, was ich dazu sagen soll, weil ich so komplett gemischte Gefühle hege. Wenn ich ganz ehrlich sein soll, hat das Buch mich in gewisser Hinsicht schon sehr enttäuscht, weil es einfach gar nicht hält, was es verspricht. Rein vom Titel her würde man dann doch eher einen Psychothriller erwarten, mit vielen Gewaltelementen und eben physischen (und vielleicht auch psychischen ) Schmerzen. Das ist so gar nicht der Fall. Für mich ist das ein einfacher Krimi, der so gar keine Leidensgeschichte oder Extreme beinhaltet. Im Gegenteil. Obwohl der Titel "Shades of Pain" verspricht, werden solche Szenen überhaupt nicht beschrieben.
Am auffälligsten ist es, wenn Alex' Sohn Steven auf den Plan tritt. Zunächst werden auch Elemente aus seiner Sicht erzählt, aber am Ende, wenn er das Opfer ist, kommt seine Sicht nicht mehr wirklich zum Tragen. Man liest noch, wie er eingesperrt ist, aber was ihm danach widerfährt, wieder nicht.

Letztlich ist es ein einfacher Krimi, der an sich nicht mal schlecht ist. Manchmal finde ich, wird zwar zu viel offenstichliches zu den Polizeiarbeiten erklärt, aber an sich finde ich die Story und den Stil trotzdem gut. Es ist spannend, mitreißend und am Ende gibt es eine unerwartete Handlung, die ich sehr mochte. Zwar finde ich, dass es am Ende doch recht schnell geht, aber dafür ist die Mitte der Geschichte ein einziger Höhepunkt. Man kann sich einfach gar nicht vorstellen, wie es ausgeht.
Was paradoxer Weise gleichzeitig negativ und positiv ist, ist das Thema Gay Romance in diesem Roman. Für mich ist das kein Gay ROmance, weil nicht wirklich eine schwule Liebesgeschichte eingeflochten wird.Der eigentliche Protagonist ist ja nicht mal schwul. Ich finde also, dass man hier nicht von diesem Genre reden sollte.
Steve und das erste Opfer sind hingegen schon schwul und ich finde es irgendwie ganz schön, dass diese Tatsache so nebensächlich behandelt wird. Das macht es zu einem Krimi, der sich dadurch positiv hervorhebt, dass er Homosexualität einfach mit einfließen lässt und somit auch nach außen hin selbstverständlich wirken lässt. (Leider ist es ja auch in der heutigen Zeit für manche immer noch nicht normal, homosexuell zu sein.)
Fakt ist aber für mich, dass es kein zentraler Punkt der Geschichte ist und somit kein Gay Romance in meinen Augen. Da macht auch die homoerotische Szene das Kraut nicht mehr fett - obwohl ich Sexszenen ja generll befürworte, finde ich sie hier tatsächlich eher unpassend. Sie wirkt wie der krampfhafte Versuch, das Ganze noch in das Boys Love Genre zu pressen.
Zusammenfassend also ein richtiger guter Krimi, der sicher begeistern würde, wenn am Anfang nicht so ein gänzlich falsches Bild davon suggeriert werden würde.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:


Für Crime-Fans ist das sicher ein schönes Buch, aber für alle, die damit nichts anfangen können, lohnt sich der Kauf eher nicht. Wer auf den Gay Romance Aspekt setzt, hat hier eher verloren. Wenn ihr aber damit leben könnt, dass die Geschichte Homosexualität nur am Rande anscheidet, dann ist das Buch vielleicht doch eine Überlegung wert.

Ihr wisst ja, dass ich auf der Suche nach guten Psychothrillern bin, die sich auch noch im Bereich Gay Romance bewegen. Diesmal ist mir das nicht so gut gelungen, aber vielleicht habt ihr ja noch einen Tipp für mich. Immer her mit Vorschlägen!#
Jules :)

Mittwoch, 14. Januar 2015

Wie viel Kitsch ist noch okay? [K]

Hey ihr Lieben!

Es gibt eine Sache an Büchern, die ich – und viele, viele andere da draußen – wohl auf den Tod nicht ausstehen können: Kitsch. Neulich kam es wieder zu einer meiner schlimmsten Befürchtungen: Ein Buch, welches allein schon aufgrund des Titel förmlich danach schrie, schnulzig zu sein, entpuppte sich als eben das. Aber obwohl ich so etwas gar nicht mag, fand ich es bei diesem Buch gar nicht so schlimm und ich schätze, das lag daran, dass sich manche Nuancen einer kitschigen Szene eben doch noch ertragen lassen. Wenn man also etwas gegen Kitsch einzuwenden hat, sollte man sich wohl nicht die Fragen stellen, ob in dem Buch Kitsch enthalten sein könnte – sondern wie viel.
Natürlich ist das eine rein subjektive Sache. Es gibt sicherlich sehr viele Leute, die auf den totalen Kitsch stehen. Vor einiger Zeit hatte ich eine etwas hitzige Diskussion darüber, was man nun noch als solchen bezeichnen kann und was nicht und dabei fiel der Satz, Männer würden wohl weniger Kitsch vertragen, als Frauen. Aber ganz ehrlich? Ich halte das für absoluten Blödsinn! Ich habe so viele Frauen in meinem Bekanntenkreis und den meisten von ihnen kann man mit Kitsch genauso viel Angst machen, wie mir selbst auch. Gleichzeitig gibt es sicher Männer, die (heimlich) auf Kitsch stehen. Zugegeben, eine Zeit lang habe ich selbst in solchen Schubladen gedacht. Aber mittlerweile weiß ich es eben einfach besser. Und ich weiß, dass man Kitsch nicht wirklich definieren kann. Für manche ist es kitschig, wenn auf 200 Seiten 100 Liebeserklärungen fallen, andere finden es übertrieben, wenn beim ersten Date die besagten drei Worte fallen und bei manchen schrillen die Alarmglocken, sobald ein Heiratsantrag im Spiel ist. Ich würde sagen, ich gehöre zu allen drei Varianten und noch zu vielen mehr. Ich habe nichts gegen Romantik, ich lese gerne romantische Szenen. Aber sobald der Hauch einer Übertreibung da ist, stellen sich mir sofort die Nackenhaare auf. Natürlich bilde ich damit wohl ein Extrem, aber da werde ich nicht der einzige sein.
Was ich aber eigentlich sagen will: Man muss Kitsch nicht immer gleich absolut kritisieren, denn in feinen Nuancen ist es doch eigentlich ganz romantisch. Außerdem ist die Empfindung von Kitsch rein subjektiv und was für den einen zu viel ist, kann für den anderen genau richtig sein. Tatsächlich muss man sich wohl auch überlegen, dass manche Bücher – die vor Kitsch nur so überquillen –, auch ihre Zielgruppe haben. Es wird immer Leute geben, die auf genau das abfahren und das Buch lieben werden. Vielleicht hat es schon allein deshalb eine wirkliche Daseinsberechtigung. Denn auch solchen Leuten muss man doch eine Anlaufstelle an Storys bieten, nicht?
Zumal es ja auch ein wenig vom Genre abhängt, ob Kitsch etwas in dem Buch zu suchen hat, oder nicht. Ich glaube, wenn man z.B. ein Buch aus dem Erotikbereich liest, dann passen all zu schnulzige Szenen da einfach nicht hin, wohingegen z.B. ein Jugendbuch durchaus auch mal kitschig sein darf. Immerhin sind die Hauptzielgruppe dieser Bücher pubertierende Jugendliche, die noch darauf warten, dass ihr Prinz auf einem Schimmel angeritten kommt.
Ich will mit meinem Blabla also nicht sagen, dass wir in Zukunft alle darauf verzichten sollten, Kitsch zu kritisieren. Ich werde es ja selbst weiterhin tun. Aber vielleicht sollten wir dabei alle klar stellen, was genau wir an der Geschichte als kitschig empfanden, so dass die Leute, die unsere Rezension lesen, sich selbst ein Urteil schaffen können, ob es für sie noch erträglicher Kitsch ist oder nicht.

Jules :)

Samstag, 10. Januar 2015

Zweifel in Worten (Nathan Jaeger)

Hallo!

Heute möchte ich euch den Roman "Zweifel in Worten" von Nathan Jaeger vorstellen. Es umfasst 405 Seiten und ihr könnt es auf Amazon erwerben. Handeln tut es von Frank, der auf einer Datingplattform ein Pärchen kennenlernt und für beide Männer Gefühle entwickelt.


Beschreibung:

Frank flüchtet vor seinem alten Leben nach Berlin und lernt dort über das Internet das Pärchen Sam und Gabriel kennen. Was zunächst nur ein Experiment werden soll, wird schnell mehr, als Frank für beide Männer beginnt, Gefühle zu entwickeln. Aber hat eine Liebe zu Dritt überhaupt eine Chance? Und dann ist da ja auch noch seine Vergangenheit, die ihn plötzlich einzuholen droht. Kann er wirklich verantworten, die beiden Männer mit in seine Probleme zu ziehen?

Meine Meinung:

Das Buch ist wieder so eines, bei dem ich einfach keine Ahnung habe, was ich davon halten soll. Aber gut, ich versuche mal, meine Gedanken zu sortieren.
Was ist bei dieser Geschichte ganz großartig and, ist die Art, wie sie sich dem Thema Dreierbeziehung nähert. Ich kann mir vorstellen, dass es ziemlich schwer ist, so eine Liebe auf eine ARt und WEise zu beschreiben, die Leute davon überzeugt, obwohl sie sich so etwas für sich selbst gar nicht vorstellen können. Das gelingt hier echt gut. Es werden einfach die Gefühle geschildert, die Frank sowohl für Sam als auch für Gabriel entwickelt und beide für sich kann man dann gut nachempfinden. Dann ist es auch nicht mehr schwer, sie zusammen zu fügen. Ganz klasse ist aber, dass auch alle Ängste, Zweifel und Probelme, die mit so einem Trio auftauchen können, angesprochen und als Gedanken geschildert werden. Es ist sehr positiv, dass darauf eingegangen wird, statt alles nur rosarot und naiv zu beschreiben.
Überhaupt finde ich, dass die Geschichte insgesamt schön und ausführlich beschrieben wird. Manchmal fast zu sehr, weshalb ich an der einen oder anderen Stelle das Gefühl hatte, dass sie wirklich sehr langatmig ist. Gleichzeitig werden dann aber Szenen übersprungen, die nicht zwingend Schlüsselszenen sind, die ich mir aber doch ausgeführt gewünscht hätte, weil sie essentiell zur Geschichte beitragen.
Bei den Charakteren bin ich ein wenig zwiegespalten. Am Anfang waren sie mir alle durchweg sympathisch, aber im Laufe der Geschichte hat sich Frank zu einer Mischung aus - sorry - Pussy und Dramaqueen entwickelt und ging mir nur noch auf die Nerven. Seine furchtbare Vergangenheit hin oder her, man kann sich auch mal zusammenreißen. Gabriel und Sam finde ich da wesentlich erträglicher, auch wenn Sam öfters ein wenig über das Ziel hinaus schießt.
Zurück zur Geschichte selbst. Der ganze Storyaufbau, vom Kennenlernen bis Ausprobieren bis Zusammensein finde ich großartig. Und auch Franks Vergangenheit, die ihn wieder einholt, gibt der Sache wirklich eine erfrischende Wendung. Aber dann wird es zu viel. Plötzlich spielen lauter Krimi-Elemente mit ein: hier ein Auftragskiller und da eine Entführung... Also bitte! Man löst Probleme nicht, indem man jemanden umzubringen versucht. Ich weiß nicht, ob es da nicht auch einfach Polizei und Gefängnis getan hätten. Ich fand es übertrieben.
Das Schlimmste ist dann noch: Es war mir viel zu kitschig. Wir reden hier von erwachsenen Männern, die sich aber gegenseitig angehimmelt und umkuschelt haben, als wären sie 12 Jahre alt. Ich weiß, ich bin eh sehr kritisch in diesem Punkt und es gibt sicher genug, die es genau richtig fanden, aber mir haben sich teilweis wirlich die Nackenhaare aufgestellt.
Um noch etwas positives am Schluss zu sagen: Die Sexszenen sind wirklich erotisch - vor allem weil sie auch noch zu Dritt sind. ;D

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

So, jetzt hab ich so viel kritisiert und dennoch hat das Buch in dem Punkt Dreierbeziehung ein einziges großes Lob verdient. Deswegen empfehle ich es allen, die zu diesem Thema mehr und gelungenes lesen wollen.
Vom Alter her, würde ich es eher ab 16 Jahren empfehlen, vielleicht gar erst ab 18. Schon allein wegen den Sexszenen und dem krassen Ende.

Manchmal frage ich mich, ob ich in Rezensionen zu kritisch oder zu viel des Lobes bin, aber letztlich ist das eben meine Meinung. Und ich möchte euch nichts vorlügen, nur um jemand anderen einen Gefallen zu tun. Ihr könnt mir also glauben, dass ich jedes Wort in jeder Rezension genau so meine, wie ich es schreibe. Wer dann anderer Meinung ist, kann das ja gerne sein.
Jules :)

Sonntag, 4. Januar 2015

Ankündigung #15

So meine Lieben,

ich hatte euch gerade noch begeistert erzählt, Facebook zu haben, da habe ich mich auch schon wieder dagegen entschieden. Ich nutze es ja nicht mal privat und irgendwie habe ich auch wieder gemerkt, warum. Ich bin einfach kein Freund davon und es ist mir einfach zu lästig, eine Facebook-Seite für diesen Blog zu betreiben.
Weil ich mir aber fest vorgenommen habe, euch mehr an meinem Leben teilhaben zu lassen, habe ich mir etwas anderes überlegt. Und deswegen habe ich jetzt Twitter.
Keine Angst, im Gegensatz zu fb lösche ich diesen Acc nicht so schnell. Ich habe privat auch Twitter und deshalb dachte ich mir, dass es eigentlich meine favorisierte Plattform ist, um mit euch auch bezüglich des Blogs in Kontakt zu treten.
Lange rede gar kein Sinn:

FOLGT MIR!

Natürlich habe ich mir jetzt auch was dabei gedacht: Neben aktuellen Meldungen über das Geschehen auf meinem Blog, lass ich euch auch an anderen Dingen teilhaben, die mich bewegen. Hauptsächlich wird es natürlich um das Lesen selbst gehen, aber mir fallen garantiert auch andere Sachen ein, mit denen ich euch dort auf den Keks gehen kann.
Ich freue mich, dieses neue Mini-Projekt zu starten. Mal sehen, ob es was wird. (Ihr müsst mir unbedingt folgen, damit ich nicht depressiv werde ;_;)

Jules :)

Samstag, 3. Januar 2015

Liebe mit Stolpersteinen (Jill J. Jenkins)

Hallo ihr Lieben!

Heute geht es um den 2. Teil zu "Liebe per Smartphone" von Jill J. Jenkins. Er nennt sich "Liebe mit Stolpersteinen"* und umfasst 192 Seiten und erzählt uns eine Episode aus der Beziehung zwischen Leeroy und Jaysen.


 Beschreibung:

Nachdem die beiden zusammengefunden haben, leben Jaysen und Leeroy nun gemeinsam in Leeroys Wohnung und genießen ihre Liebe. Leider hat Jaysen beruflich sehr viel zu tun und kann nur wenig Zeit mit Leeroy verbringen. Dieser gerät immer mehr in Zweifel, ob er tatsächlich gut genug für Jaysen ist, der ja Chef eines riesigen Buchimperiums ist, wohingegen er nur als einfacher Angestellter arbeitet. Diese Zweifel und eine Notlüge führen jedoch dazu, dass Jaysen das Gefühl hat, Leeroy würde ihn nicht wirklich lieben, was zu allerlei Missverständnissen führt.

Meine Meinung:

Teil 1 habe ich ja noch ein wenig mit gemischten Gefühlen gelesen, aber solangsam gewöhne ich mich an den Schreibstil und muss sagen, dass er durchaus etwas sehr authentisches hat. Dadurch, dass so viel geredet und auch ab und an Umgangssprache verwendet wird, wirkt alles so realitätsnah. Als wäre es wirklich mitten aus dem Leben gerissen und man würde einem ganz normalen Pärchen bei ihrer Beziehung über die Schulter sehen.
Ich bin zwar immer noch der Meinung, man hätte ein wenig mehr außen rum schreiben können, aber ich finde es auch nicht mehr sonderlich schlimm, dass dem nicht so ist.
Was mich ein wenig irritiert hat, ist die Sache, dass Leeroy wenig Geld hat. Ich weiß nicht, ob ich es einfach überlesen habe, aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass es in Teil 1 einmal wirklich konkret angesprochen wird. Deswegen hat es mich doch verwundert, dass seine Geldsorgen plötzlich so massiv sind. Und auch die Sache mit seinem Ex wurde bisher nicht wirklich angesprochen.
Gut finde ich die Geschichte mit dem Ex aber trotzdem, weil es natürlich viele offene Fragen in diesem Teil der Story beantwortet. Am Anfang habe ich mir ja gedacht, dass Leeroy sich einfach absolut affig aufführt, aber wenn man die Hintergründe dann kennt, versteht man es auch.
Was ich wirklich super fand, war die Tatsache, dass mal eine Intrige im Spiel war. Neimand, der dagegen pfuscht, wie in so einer schlechten Soap. Es kann ja manchmal auch alles total außer Kontrolle geraten, weil Missverständnisse vorliegen, da muss nicht immer ein böser Dritter im Bunde sein. Ich fand es toll, dass es hier so war, weil diese ganze Intrigengeschichte einfach nicht mehr spannend ist.
Auch schön fand ich, dass in dem Buch ein AIDS-Test konkret angesprochen wird. Es gibt so viele Romane, wo das unter den Tisch fällt, dabei ist es so wichtig und ich finde, wenn ein Buch so etwas beinhaltet, sollte man es positiv (haha!) hervor heben.
Übrigens gibt es wieder eine Leseprobe zu Teil 3. Ich freue mich, dass es noch einen dritten Teil geben wird. Immerhin hat man ja durch das Missverständnis wenig von der Beziehung mitbekommen und das hat mir ein wenig gefehlt. Deswegen ist es gut, dass Teil 3 das (hoffentlich) nachholt.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Genauso wie Teil 1 empfehle ich auch diesen ab 15 Jahren und an alle Gay Romance Fans, die sich über ein kurzweiliges, aber schönes Leseerlebnis freuen.
Ach, was ich noch sagen mölchte: Ich mag ja eigentlich keine Geschichten, die in mehrere Teile untergliedert sind, weil einen das so an die Geschichte bindet. Aber hier finde ich klasse, dass man die Teile auch locker getrennt von einander lesen kann. Wer also nur Lust auf einen der Teile hat, kann sich auch damit begnügen.

Mein erster richtiger Post im neuen Jahr. Das ist doch eine Erwähnung wert, oder? Ich hoffe wirklich, dass ich diesen Blog im neuen Jahr genauso führen kann, wie 2014. Die letzte Zeit war einfach total anstrengend und ich hatte wenig Zeit zum Lesen, aber ich hoffe einfach, dass sich das wieder ändert.
Jules :)

* Diese Geschichte wurde mir von Jill J. Jenkins zu Rezensionszwecken überlassen. Noch einmal ein herzliches Dankeschön dafür!