Donnerstag, 30. April 2015

April

Hallo ihr Lieben!

Der April ist zu Ende und es steht wieder eine Monatszusammenfassung an.
So viel gibt es nur leider diesmal gar nicht zu sagen. Was den Blog und die Bücher angeht, war zwar viel los, aber dafür ist privat bei mir recht wenig passiert. Naja, ihr werdet es ja gleich sehen:

Bücher, Bücher, Bücher

Wie schon im März, habe ich mich im April ein wenig übernommen mit meinem Lesevorhaben. Das lag zwar auch daran, dass ich eben zwei Bücher vom März jetzt noch im April mit lesen musste, aber leider bin ich dadurch wieder nicht ganz fertig geworden. Es war wohl auch nicht die beste Idee, sie parallel zu lesen, denn so habe ich wahrscheinlich noch mehr Zeit dafür gebraucht. Keine Ahnung, ist ja aber auch egal.
Dieser Monat war irgendwie auch sehr durchzogen. Ich habe Bücher gelesen, die mich wirklich begeistert haben und dann wieder welche, von denen ich eher enttäuscht war. Es gab auch einige, die einfach so Mittelmaß waren, dass ich dann in der Rezension nicht wirklich wusste, was ich dazu sagen soll.
Was die Rezis diesen Monat anging, war ich dafür sehr zufrieden. Alles Bücher, die sich wirklich leicht bewerten ließen und die meisten auch noch ein wirklicher Glücksgriff. Ich bin ziemlich sicher, dass da etwas für euch dabei gewesen ist.

Rund um den Blog

Wo wir schon beim Thema Blog sind, kommen wir doch auch gleich zu den Neuerungen auf dem Blog. Der April war da ja sehr vollgepackt mit neuen Dingen. Lag wohl daran, dass ich im März meine kreative Phase hatte und dass dann alles sofort bringen wollte.
Deswegen war der April auch ein wenig überladen, aber ich mag es eigentlich, wenn man immer noch etwas zusätzlich bringen kann. Und ich habe momentan so viel Freude daran, englische Bücher zu lesen, dass es einfach die perfekte Idee war, das als neue Reihe einzuführen.
Was den Blogpost über Mangas angeht, bin ich ja nach wie vor skeptisch. Ich weiß zwar, dass sich da einige für interessieren und ich habe das ja auch nur gemacht, weil auf Twitter dann eben doch Zuspruch erfolgt ist, aber irgendwie ist das halt schon etwas anderes, als ein „richtiges“ Buch. Ich muss mich da noch dran gewöhnen, dass ich diese Kategorie nun auch noch führe. Aber es wurde eigentlich recht häufig aufgerufen, deswegen schätze ich, dass es euch tatsächlich interessiert und deshalb werde ich es natürlich noch ein wenig weiterführen. Trotzdem würde ich nun eher behaupten, es befindet sich noch in der Testphase.
Ist es euch aufgefallen? Ich habe gar nichts zu dem leidigen Thema „Soll ich mehr Posts bringen?“ gesagt. Das liegt daran, dass ich tatsächlich eine Lösung für das Problem gefunden habe. Im Prinzip genau das, was ich im März noch überlegt habe. Aber wann es soweit ist, ist fraglich, aber ich schätze, ab Juli wird sich dann hier mal wieder etwas ändern.

Vorschau auf den Mai

Das ist mir echt noch nicht passiert, aber ich bin gerade so ein wenig planlos, was den Mai anbelangt. Ich meine, meine Rezensionen sind geplant, aber das ist auch schon das einzige. Ich würde gerne meine ganzen kreativen Ideen irgendwie in den Blog fließen lassen, aber momentan habe ich einfach keine. Wahrscheinlich sind meine Kapazitäten seit März erschöpft. Dafür kommen im Mai aber einige spannende Rezensionen, die mir viel Spaß gemacht haben.
Ich bin mal gespannt, wie ich im Mai mit Lesen vorankomme. Ich fürchte ja, dass ich wieder Bücher aus dem April mit den Mai nehme und dann kommen schon wieder so viele neue dazu.

Mein Leben und ich

Im Gegensatz zu meinem Blog, lief es privat diesen Monat eher eintönig und langweilig. Obwohl das so eigentlich gar nicht stimmt, denn tatsächlich habe ich im April ein wenig Frieden mit mir selbst geschlossen. Ich wisst ja am besten, dass ich Anfang des Jahres in einem Stimmungstief gesteckt habe, aber mittlerweile geht es mir ein wenig besser. Wahrscheinlich auch, weil ich mich über Ostern so richtig erholen konnte und das Wetter besser war, etc.
Zugegeben, es gab im April auch eine Woche, die megastressig war, aber ansonsten war es wirklich okay. Ich hatte auch nicht so viel Stress auf der Arbeit, konnte wieder mehr Sport machen und – was am wichtigsten ist – habe am Wochenende die optimale Balance zwischen Erholung und Unternehmung gefunden.
Ihr wisst ja, dass ich so ein kleiner Ausgeh-Muffel bin, aber diesen Monat habe ich mich sogar damit ein wenig anfreunden können. Ich kann Partys zwar immer noch nicht wirklich leiden, aber immerhin kann man sich jetzt schon mit mir in eine Kneipe hocken, ohne das ich mich panisch hinter einem Buch verstecke. Wenn das kein Fortschritt ist.
Was immer noch seltsam ist: Ich verspüre irgendwie richtig Lust, jemanden kennen zu lernen. Wahrscheinlich sind das Frühlingsgefühle oder so was in der Art. Aber was mir diesen Monat passiert ist: Ich habe jemanden kennen gelernt und gemerkt, dass so ein Flirt mal ganz gut tut, aber dass ich nicht zwingend eine Beziehung brauche. Mein Leben ist momentan wirklich in Ordnung, auch ohne Partner an meiner Seite. Und wenn der Richtige doch noch kommt, dann ist das sozusagen nur der Bonus. Ich hoffe, ich kann an dieser Einstellung festhalten, denn dieses sehnsüchtige „jemanden haben wollen“ hat mir echt nicht gut getan. Und ich meine… wenn man Angebote hat, aber man einfach das Gefühl hat, es passt nicht richtig, dann sollte man es auch nicht tun, statt sich aus Verzweiflung doch darauf einzulassen.

Famous last words

In diesem Sinne also:

“Keep smiling, because life is a beautiful thing and there's so much to smile about.”
Marilyn Monroe

Jules :)

Mittwoch, 29. April 2015

Ohne dich...: Manchmal muss man gehen, um zurückkehren zu können (Gabriele Oscuro) [Q]

Hallo ihr Lieben!

Es ist wieder Zeit für einen Quickie. Heute geht es um "Ohne dich" von Gabriele Oscuro. Die Kurzgeschichte umfasst 98 Seiten und erschien bei BookRix.
Handeln tut sie von Mika und Lorenz, deren Beziehung bald am Alltag zu scheitern droht.


Beschreibung:

Es ist Liebe auf den ersten Blick aber nach einigen Jahren steht Lorenz Arbeit über seinem Freund Mika, der sich nach und nach vernachlässigt fühlt. Als er merkt, dass es ihm selbst nicht mehr gut tut, trennt er sich von Lorenz und stürzt sie damit beide in Unglück. Aber manchmal muss man eben gehen, um zurückkehren zu können... 

Meine Meinung:

Ich fand das Buch einfach nur sehr emotional. Meine Güte, was musste ich teilweise weinen. Ich bin ja eh nah am Wasser gebaut, aber diese Geschichte berührt einen einfach wirklich.
Ich finde, an einigen Stellen ist es ein wenig übertrieben kitschig, soll heißen, dieses ganze „für immer“ und „für einander bestimmt“, finde ich etwas zu viel. Ich weiß nicht, ob es eine solche Liebe im wahren Leben wirklich gibt, oder ob das etwas übertrieben dargestellt wird, aber das lässt mich immer skeptisch eine Braue hochziehen, wenn ich so etwas lese.
Nichtsdestotrotz hat mir die Geschichte aber sehr gut gefallen und ich würde sie jetzt auch nicht als super kitschig und mega übertrieben einordnen.
Ich mochte den Stil sehr gerne. Obwohl es eine relativ kurze Seitenanzahl hat, vermisst man rein gar nichts. Alles ist sehr ausführlich und es gibt zwar Zeitsprünge, aber ich bin der Meinung, dass die berechtigt sind und man die Zeit dazwischen auch nicht wirklich ausführen muss.
Eigentlich sind es hier sogar zwei Geschichten in einer, denn es wird erst die Story von Mika und Lorenz und dann noch die Geschichte von Martin und Levi erzählt. Die erste finde ich ein wenig emotionaler, weil man da nicht nur das Wiederfinden, sondern auch die Trennung miterlebt und es folglich auch ein wenig besser nachvollziehen kann.
Bei Levi und Martin liest man dann nur, wie Martin wieder zurückkommt und hat deshalb nicht so einen starken Bezug zu der ganzen Geschichte, wie beim ersten Teil. Trotzdem wird es ja rückblickend erzählt und man kann es nachvollziehen und mitfühlen. Aber eben nicht so intensiv, wie bei der von Mika und Lorenz. (Ich hoffe, ihr versteht, was ich sagen will. xD) Ich fand die zweite Geschichte teilweise einfach ein wenig zu fantastisch. Sie ist so mafiosomäßig, was in der Geschichte auch so gesagt wird. Das mildert das Ganze dann zwar etwas ab, aber trotzdem finde ich ein wenig zu weit hergeholt. Davon ab, ist dieser Teil des Buchs aber dann trotzdem sehr schön.
Die Geschichte ist ja sozusagen die Vorgeschichte zu „531 Tage“. Man kann beide Geschichten unabhängig von einander lesen und ich habe tatsächlich erst „531 Tage“ gelesen und dann diese hier. Deshalb kann ich bezeugen, dass man „Ohne dich“ wirklich nicht zwingend schon kennen muss, allerdings finde ich es doch ratsam, weil man dann einfach ein wenig besser in „531 Tage“ durchsteigt. Manche Dinge sind hier einfach genauer beschrieben und werden im anderen Teil erst noch erwähnt.
Andersrum finde ich es hier aber noch ein wenig emotionaler, wenn man schon weiß, worauf es in 531 Tage hinauslaufen wird – es gibt also immer ein Für und Wider.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Die Geschichte ist eigentlich typisch Gay Romance – und zwar mit sehr viel Emotion gespickt. Wer mal wieder etwas sehr romantisches und rührendes lesen will, ist hier genau richtig. Ich finde jedenfalls, die Geschichte lohnt sich wirklich und ist richtig gut gemacht.

Ich habe heute fünf Rezensionen geschrieben. Ich glaube, meine Finger fallen gleich ab. Außerdem ist jetzt schon wieder so spät, wo kommt nur immer die Zeit hin? Ich habe gar nicht das Gefühl, dass ich lange für die Rezis brauche, aber dann ist es doch so! :o
Jules :)

Samstag, 25. April 2015

Der Pakt (Marc Weiherhof)

Hallo

Das heutige Buch nennt sich "Der Pakt"*, stammt von Marc Weiherhof und umfasst 224 Seiten. Es erschien im Himmelstürmer Verlag. Der Thriller handelt von Xaver, der versucht die Mörder seines Vaters ausfindig zu machen.


Beschreibung:

Weil er Informationen über eine geheime Organisation gesammelt und zu veröffentlichen gedroht hat, musste Xavers Vater auf grausame Weise sterben. Hinterlassen hat er ihm genau diese Informationen und so ist es kein Wunder, dass sich Xaver kurz darauf in Lebensgefahr befindet. Dennoch möchte er herausfinden, was genau der Grund für den Tod seines Vaters war und wer dahinter steckt. Hilfe bekommt er dabei von Bodyguard Kai und FBI-Agent Nathan. Doch so einsam und verloren, wie er sich fühlt, gelingt es ihm kaum, zwischen Freund und Feind zu unterscheiden. Hinzu kommt, dass er Gefühle für beide Männer entwickelt, die ihn erst recht aus der Bahn werfen und sein Urteilsvermögen trügen.

Meine Meinung:

Nun, dafür dass ich keinen Crime mag, mochte ich die Geschichte schon sehr. Oder um genauer zu sein, habe ich bis 2 Uhr nachts gelesen, weil ich nicht aufhören könnte. Wunder geschehen, oder so…
Man muss der Geschichte eben einfach zu Gute halten, dass sie sehr spannend ist. Die Story ist verzwickt und man kann sich nicht vorstellen, wie Xaver aus diesem ganzen Schlamassel entkommen kann. Ich meine, klar kann man die Zusammenhänge erahnen und irgendwie auch, wie die einzelnen Personen ins Geschehen passen, aber obwohl es einem irgendwie schon vorher klar ist, überrascht die Geschichte einen mit unerwarteten Wendungen und neuen Erkenntnissen.
Ich mochte auch, dass diese ganze Folter und alles anderes so schön dargestellt worden sind. Es wird nicht nur angeschnitten sondern wirklich detailliert erläutert. Das ist zwar irgendwie auch eklig, aber eben so genau meines. Wenn man solche Dinge schon einbringt, muss man halt auch den Mut haben, sie auszuschreiben.
Auch sonst fand ich es gut beschrieben: Man konnte z.B. bei der Verfolgungsjagd oder Flucht mitfiebern und sich einfach komplett in die Geschichte fallen lassen. Das zeugt schon von einem guten Stil.
Ansonsten fand ich die Komplexität der Story sehr gut. Alles wirkte sehr durchdacht und trotzdem wurde man nicht mit Infos überladen. Z.B. fand ich gut, dass man genau wusste, was dieser Pakt ist, tut und warum er „böse“ ist, aber trotzdem nicht von wirtschaftlichen Zusammenhängen erschlagen wurde.
Auch gut fand ich die Charaktere und wie sie in die Story integriert wurden. Jeder hatte so seine Daseinsberechtigung und in der Geschichte so seine nachvollziehbare Rolle. Niemand war eigentlich nur reine Randfigur. Das fand ich schön.
Zu guter letzt fand ich auch noch dieses Hin und Her mit Kai und Nate klasse. Man ahnt natürlich fast sofort, wer es ernst meint, aber trotzdem ist es spannend, Xavers aufgewühlte Gefühlswelt mitverfolgen zu können. Das hat mir gut gefallen. Allgemein mochte ich, dass es zwar eine Liebesgeschichte enthält, aber kaum Romantik. Es muss ja nicht immer alles nur durch die rosarote Brille geschrieben werden, schon gar nicht, wenn es eigentlich in Richtung Crime geht.
Bevor ihr jetzt aber denkt, ich hätte keine Kritik, muss ich euch enttäuschen. Empört hat mich nämlich, dass es keine Sexszene gab. Die Geschichte hat an der einen oder anderen Stelle schon wirklich Funken versprüht und dann wird der finale Sex einfach übergangen. Ich bin enttäuscht, ich lese so gerne gute Sexszenen und hier hätte sie so gut gepasst.
Und auch schade fand ich das Ende. Es ist eben einfach ein offenes Ende. Ich meine, die Geschichte ist abgeschlossen, aber dann kommt dieser Epilog, der eben doch wieder etwas andeutet, dass dann nicht ausgeführt wird. Kommt da jetzt noch ein weiterer Teil? Wenn ja, dann weiß ich nicht, ob das wirklich nötig gewesen wäre. Wenn nein, dann ist das Ende nur umso frustrierender. Ich meine, man kann damit leben, aber fies ist es schon.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Crime-Fans kommen hier voll auf ihre kosten und auch wenn man es – wie ich – nicht so mag, kann es einen ansprechen, weil es eben einfach spannend ist. Lesenswert ist es auf jeden Fall.

Irgendwann werde ich noch Crime-Fan, wartet es nur ab. Deswegen habe ich auch so „Angst“ ein Fantasy-Buch zu lesen. Am Ende gefällt es mir und dann erweitert sich meine Wunschliste gleich um 500 Bücher. Das kann ich nicht zulassen!
Jules :)



* Diese Geschichte wurde mir von Marc Weiherhof zu Rezensionszwecken überlassen. Noch einmal ein herzliches Dankeschön dafür!

Mittwoch, 22. April 2015

Kostenlose eBooks [K]

Hallo!

Nicht wundern, ich habe diesen Post komplett überarbeitet, weil er mir langsam aber sicher zu unübersichtlich geworden ist. Bevor ich unten auf die kostenlosen Geschichten zu sprechen komme, möchte ich aber noch mal kurz das Thema kostenlose eBooks anschneiden.
Ich habe es im ursprünglichen Text auch schon gesagt, der Grund, warum eBooks kostenlos angeboten werden, ist meistens Werbung. Für die Autoren bringt ein kostenloses Buch natürlich keinen Profit, aber es macht sie bekannt. Leute werden auf sie aufmerksam und wenn ihnen die kurze Geschichte gefallen hat, schauen sie dann auch eher mal bei den anderen Geschichten vorbei, die eben Geld kosten.
An sich ist das eine super Win-Win-Situation, weil man eine Geschichte ohne Ausgaben lesen kann und der Autor dafür Werbung in eigener Sache macht. Allerdings darf man bei solchen Geschichten meist kein literarisches Meisterwerk erwarten. Es gibt natürlich immer Ausnahmen, aber häufig ist es einfach so, dass solche Geschichten weit entfernt von etwas sind, dass man ruhigen Gewissens weiter empfehlen kann. Häufig sind sie nämlich sehr kurz und dieser Kürze ist es dann geschuldet, dass die Bücher nicht sehr ausführlich, nicht sehr durchdacht und meist auch nicht sehr realistisch gestaltet sind. Warum sollte man es dann überhaupt lesen?
Nun, erstens gibt es eben doch Ausnahmen und für solche Ausnahmen lohnen sich auch mal Fehlgriffe und oft ist es auch einfach so, dass man trotz der nicht perfekt ausformulierten Geschichte doch einen guten Stil erkennt, der in einem richtigen Buch sicher Spaß machen kann. Vielleicht lohnt es sich dann also, mal den Stil abzuchecken, um danach ein schönes, längeres Buch vom Autor/der Autorin ausfindig machen zu können.
Und dann ist es eben so, dass man ja nicht wirklich einen Verlust hat, wenn das Buch nichts ist. Man zahlt nichts, kann es einfach vom Kindle schmeißen, wenn es einem nicht gefällt, und trauert aber nicht seinem Geld hinterher. Perfekt.
Außerdem muss man auch sagen: Wenn das Budget mal knapp ist, kann man sich mit solchen Büchern immer locker ein kurzes Leseerlebnis bescheren. Klar ist das kein Vergleich zu einem richtigen Buch – aber besser als nichts ist es allemal.
Wie ebenfalls zuvor in diesem Post erwähnt, macht es für mich keinen großen Sinn, eine ausführliche Rezension zu der Geschichte zu schreiben, wenn sich doch jeder das Buch einfach holen und sich sein eigenes Urteil bilden kann. Ihr müsst euch nicht extra meine Meinung einholen, wenn ihr es interessant findet, könnt ihr es einfach „kaufen“ und selbst lesen, ohne Angst haben zu müssen, euer Geld umsonst aus dem Fenster zu werfen.
Weil ich euch aber trotzdem an meiner Meinung teilhaben lassen möchte (wofür sonst dieser Blog?) und weil ich weiß, dass es dennoch Leute gibt, die erst Meinungen einholen, selbst wenn das Buch kostenlos ist (ich bin dafür das beste Beispiel), gibt es von mir zumindest eine kurze Einschätzung.
Bisher war es so, dass ich sämtliche kostenlose Geschichten, die ich in die Finger bekommen habe, hier unter diesem Post aufgeführt habe. Mittlerweile ist dieser Post aber weit nach hinten gerutscht und wer nicht sucht, der findet ihn auch nicht. Außerdem finde ich ihn mittlerweile unübersichtlich. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, sämtliche Geschichten noch einmal einzeln hochzuladen. Nicht als richtige Rezension, aber als kleines Zwischenspiel zu den normalen Rezensionen. Diesen Artikel und sämtliche kostenlose eBooks findet ihr auf dem Blog weiterhin unter dem Label „Kostenlos“. Einfach anklicken und los geht’s.
Jules :)

Sonntag, 19. April 2015

Neuzugänge! #1

Hi Leute,

nachdem einige Leute auf Twitter mitbekommen haben, dass ich Mangas lese, wurde mir mehrmals versichert, dass es auch einmal interessant wäre, etwas darüber auf dem Blog zu lesen. Und weil ich die Idee ganz gut fand, dachte ich, könnte ich ja so ca. 1x im Monat tatsächlich etwas über Mangas erzählen. Also werde ich euch immer zeigen, welche neu dazu gekommen sind und ein kurzes Statement darüber abgeben, wie sie mir gefallen haben.
(Vielleicht mache ich das sogar ab und an mal mit Filmen. Ich kaufe zwar höchst selten Filme, aber wenn was Passendes dabei ist, bietet es sich ja an.)
Also los geht’s:


Royal Lip Service – Marika Paul:

Es ist zwar ewig her, dass ich den ersten Teil gelesen habe, aber ich weiß noch, dass er mich schon mal sehr überzeugt hat. Ich finde die Geschichte ist schön erzählt und sehr komplex. Eigentlich hat er auch alles, was man erwartet. Eine Liebesgeschichte, Drama, Humor, Action… Und gerade in Band 2 nimmt die Geschichte dann auch richtig Fahrt auf und macht Lust auf mehr. Der letzte Teil hat mir ebenfalls gut gefallen, weil er einen runden Abschluss ergibt. Ihren Höhepunkt hat die Reihe definitiv im 2. Band, aber die anderen beiden sind trotzdem lesenswert. Gerade der Schluss hat mir noch einmal richtig gut gefallen.
Der Stil ist eine Mischung aus Comic und Manga finde ich, daher vielleicht für manche erstmal etwas anders anzusehen. Ich mochte ihn aber trotzdem irgendwie und ich finde auch, er passt dazu. Immerhin spielt die Geschichte ja auch hier in Deutschland, was ich übrigens auch sehr schön finde. Warum sollten deutsche Autorinnen denn auch bitte ihre Geschichte zwingend in Japan spielen lassen?
Sehr empfehlenswert!

Mein hübsches Ego – Mariko Nekono:

Ein One-Shot mit einer meiner Meinung nach guten Geschichte. Ich finde, durch den Narzissmus von Naru bekommt die Story einen echt guten Witz und man muss oft schmunzeln. Ich finde aber gut, dass durch seine Selbstliebe die Liebe zu Mamoru ein wenig ausgebremst wird und es keine extrem kitschige Liebesgeschichte wird, wie man sie oft in Mangas vorfindet. Der Stil hat mir gut gefallen, sehr klar und einfach schön anzusehen.
Für einen One-Shot geht die Geschichte auch recht langsam voran, was ich aber besser finde, als wenn alles so (unrealistisch) schnell geht.
Insgesamt hat mir der Manga also gut gefallen und ich denke, Mariko Nekono ist ein Name, den ich mir definitiv merken werde.

Samstag, 18. April 2015

Ankündigung #19

Hallo meine Lieben!

Ich habe eine kleine Überraschung für euch. Und zwar habe ich mich ganz spontan dazu entschlossen, eine neue Reihe einzuführen. Und zwar geht es um Neuzugänge. Ich erzähle euch allerdings nicht, welche Bücher ich mir gekauft habe, weil ich das ehrlichgesagt ziemlich langweilig finde. Ihr seht es ja auf dem Blog aufgelistet und mehr brauch ich dazu ja auch nicht sagen, weil alles weitere später eh in der Rezension steht. Aber auf Twitter habe ich schon mehrmals gesagt bekommen, dass man sich auch für Mangas interessieren, die ich lese. Nun sind das 1. nicht sonderlich viele und 2. passen nicht immer alle zum Thema dieses Blogs, weshalb ich beschlossen habe, einfach ca. 1x im Monat einen Post dazu zu veröffentlichen und euch einfach meine Neuzugänge mitzuteilen. Natürlich mit kurzem Statement dazu.
Vielleicht interessiert es ja einige von euch ebenfalls, wenn nicht, dann muss ich ja nicht zwingend daran festhalten.
(Evtl. stelle ich euch auch mal den einen oder anderen Film vor, falls ich mir mal einen zulege, der auf diesen Blog passt.)

Jules :)

Entscheidungen (Gerry Stratmann/Nathan Jaeger)

Hey ihr!

Das heutige Buch nennt sich "Entscheidungen", stammt vom Nathan Jaeger und Gerry Stratmann und erschien in der Gay-fusioN GbR. Auf 240 Seiten geht es um zwei Männer, deren Leben nach einem einfachen Zusammenstoß für immer mit einander verwoben wird.


Beschreibung:

Aus einem einfachen Zusammenstoß auf einer Fachmesse entsteht nach und nach erst eine Freundschaft, dann tiefe Zuneigung. Möglich ist es für die zwei Männer aber nicht, zu ihren Gefühlen zu stehen. Schon gar nicht, weil einer von ihnen noch in einer Beziehung steckt, die allerdings einen zerstörerischen Charakter angenommen hat.

Meine Meinung:

Teil 1:

Ich teile das jetzt mal auf, weil es mir dann leichter fällt, eine passende Rezension dazu zu schreiben. Ich glaube, das ist sehr hilfreich, weil ich sehr viel zu dem Buch zu sagen habe und erstmal meine Gedanken sortieren muss.
Am Anfang war ich ehrlich gesagt nur wenig begeistert. Man checkt die Situation irgendwie zunächst nicht wenig. Schon allein, weil ja auch in der Beschreibung nicht wirklich gesagt wird, um was es geht. Es ist ein wenig nervig und fast schon langweilig, wenn man nicht wirklich ahnt, auf was es hinaus laufen soll. Man muss dann echt eine ganze Weile lesen, ehe man versteht, was jetzt überhaupt Sache ist.
Wenn man dann mal drin ist, dann ist es aber doch recht spannend. Ich mag auch, dass es so etwas Tiefsinniges hat. Man kann es gar nicht so genau beschreiben. Er verliebt sich eben nach und nach in einen anderen, ist aber noch in einer Beziehung, die allerdings einen zerstörerischen Charakter angenommen hat. Und dann muss er sich eben trennen.
Gut daran hat mir gefallen, dass geschildert wurde, dass zu so etwas immer zwei gehören. Und das man vielleicht Fehler in einer Beziehung machen kann, aber nie alleine dafür verantwortlich ist, wenn etwas scheitert. Letztlich macht der eine vielleicht einen Fehler, aber eine Katastrophe wird es erst, wenn der andere sich dann dafür rächen möchte, statt auf Klärung zu setzen. Ich kann das nicht wirklich gut erklären, aber das Buch hat wirklich Tiefgang, das könnt ihr mir glauben.
Zum Stil kann man sagen, dass es doch ein recht schöner Stil ist. Es sind viele wundervolle Textpassagen enthalten, die zwar teilweise ein wenig kitschig sind, aber teilweise auch einfach sehr anrührend und wirklich… ich habe gar kein passendes Wort dafür, aber ich würde sagen, dass ist schon echt gute Literatur.
Allerdings habe ich ein großes Problem, dass mich wirklich sehr gestört hat: Beide Teile sind in der 2. Person geschrieben. Es wird halt immer nur der andere angesprochen und deshalb fühlt man sich als Leser so ein bisschen außen vor. Es ist, als wäre das Buch gar nicht für Dritte, sondern nur für den jeweils anderen geschrieben. Wahrscheinlich ist dem auch so, aber es wirkt dadurch halt für andere Leser irgendwie distanziert.

Teil 2:

Im Prinzip wird im zweiten Teil noch mal die gleiche Geschichte, nur aus Sicht des anderen erzählt. Man braucht aber keine Angst haben, dass es irgendwie langweilig sein könnte, weil das hier wirklich sehr gelungen ist. Es werden Dinge erzählt, die im ersten Teil so nicht dargestellt werden, so dass man wirklich noch mal eine ganz andere Sicht auf die Situation bekommt und nichts einfach nur wiederholt wird. Natürlich überschneiden sich manche Dinge, ist ja nur logisch, aber einiges ist auch neu.
Auch hier ist der Stil großartig. Wieder sehr wortgewandt und auch wieder sehr emotional. Es gibt eine Textpassagen, die einfach nur großartig sind. Natürlich ist es schon seeeehr romantisch. Ich, der keinen Kitsch mag, findet es an einigen Stellen echt zu viel. Aber oft ist es auch auf den Punkt und dann gefällt es mir doch sehr gut. An manchen Stellen hat es mir dann sogar Tränen in die Augen getrieben. Es ist halt sehr ehrlich, wenn ihr wisst, was ich damit sagen will. Einfach eine wunderschöne Liebeserklärung. Und das ist es auch, oder? Ich weiß nicht, ob da andere mehr wissen als ich, aber genau so kommt es mir vor: Eine Liebeserklärung aneinander. Und dazu noch eine wunderschöne.
Ich glaube, für die beiden ist das wirklich perfekt so.
Als Leser hingegen, und das habe ich ja schon zu Teil 1 gesagt, fühlt man sich ein wenig außen vor. Auch, weil man bei manchen Dingen nicht so ganz ins Bilde gesetzt wird. Ich weiß z.B. immer noch nicht, was genau in der Vergangenheit geschehen ist. Das wird nur so angeschnitten und nie ganz konkret gesagt. Nun ja, ich schätze, das muss man wohl einfach so hinnehmen.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Wenn man als Leser damit leben kann, ein wenig außen vor zu sein, dann lohnt sich das Buch wirklich. Es ist eine wunderschöne Liebeserklärung, die einen sicher berühren kann. 
Alterstechnisch kann man das Buch locker ab 12 Jahren lesen, allerdings ist es doch teilweise recht tiefsinnig, also vielleicht nicht unbedingt ein typisches Jugendbuch, sondern eher etwas für Leute, die sich schon mit ernsteren Geschichten auseinandersetzen können.

Puh, ich habe ewig für die Rezension gebraucht. Kennt ihr das, wenn ihr so gar nicht wisst, wie ihr eure Gedanken jetzt formulieren sollt? So ging es mir hier.
Jules :)

Mittwoch, 15. April 2015

Love@work - der Assistent (Dani Merati) [Q]


So ihr Lieben,


heute geht es um die Kurzgeschichte "Love@work - Der Assistent" von Dani Merati. Sie umfasst 79 Seiten, wird frei publiziert und ist als ebook erhältlich. Handeln tut sie von Marcel, der sich in seinen tyrannischen Chef verliebt.


Beschreibung:

Eigentlich könnte Marcel einen Traumjob habe.  Als persönlicher Assistent eines Millionärs kommt er nicht nur in der Welt rum, sondern wird auch außerordentlich gut bezahlt. Leider ist sein Chef ein arroganter Idiot, der ihm das Leben schwer macht. Trotzdem verknallt sich Marcel in ihn, auch wenn er weiß, dass es absolut hoffnungslos ist. Als er es nicht mehr aushält, Christopher so nahe zu sein, beschließt er zu kündigen. Aber Christopher wäre nicht Christopher, wenn er das nicht zu verhindern wüsste.


Meine Meinung:

Zunächst muss ich sagen, dass mir der Stil wirklich gut gefallen hat. Es ist ja immer ein wenig böse, sowas zu sagen, aber bei Kurzgeschichten erwarte ich eigentlich schon gar nicht mehr einen besonders guten Stil, weil es eben häufig nicht so ist. Hier muss ich aber sagen, dass es doch recht ausführlich und dennoch aufs Wesentliche bezogen war. Man hatte nicht das Gefühl, dass das Buch nur 79 Seiten hat, sondern es wirkte dadurch wie mehr.
Beim Inhalt sieht es schon ein wenig anders aus. Der Anfang hat mir sehr gut gefallen. Ich finde ja eh die Idee der Geschichte sehr gut und sie hat dann auch genau so angefangen, wie ich es mir erhofft hatte. Ich finde, da hat es sich auch noch eher langsam entwickelt und die Spannung stetig wachsen lassen.
Aber danach gings eher bergab. Ohne zu viel vorweg nehmen wollen, hat Christopher dann etwas getan, was ich ein wenig too much fand. Diese übertriebene Wendung hätte einfach nicht sein müssen. Vielleicht hätte man noch darüber wegsehen können, wenn es nicht genauso komisch weitergegangen wäre. Obwohl Marcel die ganze Zeit sauer, wütend, enttäuscht und was weiß ich, was nicht alles war, kam es einfach nie zu einer Aussprache. Wann immer er gegen Christopher aufbegehren wollte, endete die Sache in Sex. Das hat mich wirklich genervt, dann ab da nur noch Sex im Vordergrund stand. Schlimmer wurde es noch, als dann zwischenzeitlich immer mal Christophers Sicht beschrieben wurde. Der hat ja nur an Sex gedacht. Ich befürworte solche Sichtwechsel ja eigentlich, aber hier hat es dem Leser eigentlich nicht so viel gebracht.
Das zieht sich auch bis zum Ende durch. Es gibt nicht ein klärendes Gespräch, nicht mal, als Marcel schon am Heulen ist. Ernste Themen werden einfach mit Sex übergangen, statt einfach mal darüber zu reden. Das mag ja vielleicht noch zu Christophers Charakter passen, aber wieso Marcel sich damit zufrieden gibt, erschließt sich mir einfach überhaupt nicht.
Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass sich dadurch  (zu) viele Sexszenen ergeben - und das schlimmste daran ist, dass diese nicht mal besonders lang und betörend sind. Wenn es schon ständig Sex geben muss, dann hätte man diese Szene wenigstens noch ein wenig mehr ausführen können...
Auch finde ich, dass es ab dann auch viel schneller voran geht in der Geschichte, was es noch schlimmer macht. Ich will nicht sagen, dass die Geschichte ab diesem Zeitpunkt völlig kaputt ist, sie wird sicher noch hier und da auf Zuspruch stoßen, aber man hätte einfach noch viel, viel mehr herausholen können.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich würde es ab 14 oder 15 empfehlen und zwar allen, die schlichte Gay Romance Geschichtne ohne viel Drumherum mögen. Ich habe viel kritisiert, möchte aber noch mal betonen, dass die Idee ja eigentlich schon echt super ist und die Geschichte, trotz all der Makel, nicht die schlechteste ist. Ich finde sie sogar recht kreativ, nur hätte man halt noch etwas mehr herausholen können. Für Zwischendurch taugt sie aber allemal.

Ich merke gerade, dass es schwer ist, an etwas viel Kritik zu üben, ohne dem Leser klar zu machen, dass es jetzt auch nicht mega schlecht war. Ich möchte eben auch nichts verschönen, aber es soll dann auch nicht so wirken, als könnte man der Sache gar nichts abgewinnen... Irgendwie nervig. :D
Jules :)



Samstag, 11. April 2015

Irgendwie Top (Chris P. Rolls)

Hey!

Das heutige Buch nennt sich "Irgendwie Top", stammt von Chris P. Rolls und wird frei publiziert. Auf 640 Seiten geht es um Markus, der sich in den ebenbürtigen Alex verliebt.


Beschreibung:

Markus ist ein Jäger, der nachts durch die Clubs zieht und nach One-Night-Stands sucht. Als er an einem Abend Alex begegnet, ist ihm sofort klar, dass dieser ebenfalls ein Top ist. Trotzdem lässt dieser ihn nicht mehr los und Markus plant, ihn zu erlegen. Alex aber hat ebenfalls seine Pläne mit Markus und so beginnt ein Spiel darüber, wer nun wen verführen wird.

Meine Meinung:

Also das war mal wieder ein Buch, dass mich von Anfang bis Ende schwer überzeugt hat. Ich fand es so spannend und fesselnd, dass ich gar nicht aufhören konnte es zu lesen. Ich habe ja schon oft festgestellt, dass Chris P. Rolls einen sehr schönen Schreibstil hat, aber ich finde, dieses Buch ist bisher ihr bestes.
Ich fand es schön, wie einfach durchweg ein erotisches Knistern in der Luft lag, nicht nur wegen den Sexszenen sondern auch während ganz alltäglicher Dinge. Sehr sexy. Die Sexszenen selbst natürlich auch. Ich habe wirklich selten so gut beschriebenen Sex gelesen. Äußerst kreativ und äußerst prickelnd.

Die Geschichte selbst ist einfach toll. Ich würde es gar nicht romantsich nennen, aber das Zusammenkommen der Zwei ist natürlich schon eine großartige Liebesgeschichte, die wirklich ohne die geringste Spur von Kitsch auskommt. Es ist nicht süß und nicht übertrieben und dabei trotzdem irgendwie ganz besonders.
Das Buch war auch keine Sekunde langweilig. Man hatte nie das Gefühl, es würde zu langsam voran gehen. Obwohl sie sehr lange brauchen, bis sie endlich so was wie eine Beziehung haben, denkt man nie, dass es doch jetzt endlich mal so weit sein müsste. Es macht einfach Spaß, ihr Spiel mitzuverfolgen.
Im übrigen gibt es in dem Buch auch noch einige recht rührende Szenen, die man so gar nicht erwarten würde. Zum Beispiel, wenn es um die Nebenfigur Arne geht. Ich musste da wirklich kurz weinen.
Aber auch Markus und Alex... Es ist einfach schön, mit zuerleben, sie die Verletzlichkeit sich bei Alex langsam hinter der Machofassade zeigt. Das beweist wieder, dass hinter jeder Maske etwas viel Tieferes steckt.
Allgemein hat man das gut gesehen, auch bei Markus. Dieses ganze oberflächliche "Rumgeficke" zeugt eben doch am meisten von Alleinsein und Einsamkeit. Das wird hier sehr gut geschildert und gleichzeitig merkt man auch, dass man manchmal erst den Richtigen finden muss, um einen gewissen Sinn im Leben zu finden.
Die Charaktere sind übrigens auch alle wirklich sympathisch. Ich finde, ihre Art und Weise passt einfach perfekt in die Geschichte - und das gilt natürlich auch für die Nebenfiguren.
Wenn wir schon von diesen sprechen, so gibt es ein Wiedersehen mit Tim und Mark. Deren Geschichte, bekannt aus Irgendwie Anders, wird hier sozusagen nochmal aus Markus' Sicht beschrieben, weil sie eng mit der Geschichte von diesem verwoben ist.
Die einzige Kritik, die ich an dem Buch finde, hängt auch hiermit zusammen. Teilweise war es mir ein wenig wenig viel Tim. Er war mir auch irgendwie nicht so sympathisch wie damals in seiner eigenen Geschichte. Aber das legt sich mit Fortlaufen der Story wieder.
Wirklich ein tolles Buch, zu dem es übrigens noch ein Pendant gibt. "Lions Roar" schildert noch mal die Geschichte aus der Perspektive von Alex. Ich habe es noch nicht gelesen, habe es aber vor. Wenn es so weit ist, gibt es hier natürlich auch eine Rezension dazu. 
EDIT: Rezension zu "Lions Roar".

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich weiß nicht so genau, wahrscheinlich sollte ich es erst ab 18 Jahren empfehlen, weil so viel Sex darin vorkommt. Aber es ist ja kein Porno, also tut es das ganze vielleicht schon ab 16.
Fakt ist aber, dass es Gay Romance Fans allensamt gefallen wird. Und zudem ist das Buch wirklich heiß, so dass jeder auf seine Kosten kommen dürfte, der diesem Genre etwas abgewinnen kann. Ich habe es nahezu verschlungen und kann es nur loben.

Ich habe echt viel zu viele Rezensionen hier rumfliegen. Ich muss mir dringend was einfallen lassen, wie ich sie schneller abarbeite. Vielleicht kommt bald wieder jeden Mittwoch ein Blogpost.
Jules :)

Mittwoch, 8. April 2015

Buy local! [K]

Hallo ihr Lieben!

Heute geht es mir um ein Thema, das ja im Moment überall aufzutauchen scheint. Eigentlich wollte ich mich ja enthalten, aber so sehr, wie es manche hypen, muss ich einfach meinen Senf dazu geben. Und zwar geht es um den supertollen Appell „Buy local!“ Ihr merkt schon, ich klinge ein wenig ironisch und das hat auch seinen Grund. Bevor jetzt wieder alle den Kopf schüttelt und mich verurteilen, sei gesagt, dass im Prinzip ja nichts gegen diesen Aufruf spricht. Im Gegenteil: ich bin ja auch der Meinung, man solle Buchläden unterstützen, weil es einfach nichts Schöneres gibt, als eine Anlaufstelle zu haben, zu der man gehen kann, um ausgiebig im Angebot zu stöbern. Und natürlich ist es so, dass das Internet eine riesige Konkurrenz zu den lokalen Buchmärkten bildet und viele – vielleicht berechtigte, vielleicht unberechtigte – Angst haben, dass „richtige“ Buchläden nach und nach aussterben.
Wenn ich sage vielleicht, dann sage ich das nicht unbegründet. Ich kann jetzt nur von mir und meinem Wohnort sprechen, aber wenn ich in unser kleines Städtchen gehe, dann haben wir drei große Buchketten auf engen Raum, die alle IMMER gut besucht sind. Also hier merke ich überhaupt nichts davon, dass die Leute lieber im Internet oder sonst wo kaufen, statt in den lokalen Geschäften. Deswegen finde ich diesen Ausruft auch ein wenig übertrieben. Und nicht nur das, in gewisser Hinsicht ist er sogar recht sinnlos.
Ich weiß nicht genau, was damit erreicht werden soll, aber wenn ich jetzt überlege, dass ich in unserer Stadt einen Buchladen unterstütze, dann unterstütze ich dennoch nur eine große Buchhandelskette. Egal, welchen der Drei ich besuche. Wenn überhaupt, sollte man wirklich die kleinen, privaten Buchgeschäfte unterstützen, die mit den großen Handelskettten noch nichts zu tun haben. Weil die halten sich schon, keine Ahnung, wie man da Angst haben kann, dass sie es nicht tun. Wenn es einen aber wirklich auch um diese Ketten geht, dann weiß ich nicht, worin der Unterschied liegt, ob man jetzt diese jetzt lokal oder im Internet unterstützt. So oder so fließt das Geld in die gleiche Kasse.
Und dann muss man eines auch mal ganz klar sagen: Wo Angebot ist, ist auch Nachfrage. Aber – und da kann ich jetzt wieder nur von unserer kleinen Stadt reden –, hier gibt es zum Beispiel in keinem der drei Geschäfte Gay Romance. Wenn ich also so ein Buch kaufen möchte, muss ich zwangsläufig auf das Internet umsteigen. Gut, ich könnte jetzt auch in die Stadt fahren, das Buch dort bestellen lassen, irgendwann noch mal in die Stadt fahren und es abholen und hätte im Endeffekt eine riesige Schererei, die ich nicht gehabt hätte, wenn ich es einfach im Internet bestellt hätte. Mag sein, dass das manche Leute machen, aber mir ist das einfach zu umständlich. (Ehrlich gesagt finde ich es einen Witz, wenn die Leute einen dazu auffordern, genau das zu tun. Sehe ich aus, als hätte ich unbegrenzt Zeit und Geld?)
Klar, Gay Romance ist ein Genre, dass zwar im Kommen ist, das aber jetzt nicht die gesamte Durchschnittsbevölkerung anspricht. Natürlich wollen die Läden hauptsächlich das anbieten, was die große Masse bevorzugt. Aber letztlich nützt es mir dann nichts, wenn ich „local“ kaufen möchte und dann nichts bekomme. Mal von dem Genre abgesehen, sehe ich es ja bei unserer Mangaabteilung. Nur eins der drei Geschäfte führt überhaupt Mangas und das auch nur in einem winzigen Regal. Wenn ich einen aktuellen kaufen möchte, funktioniert das wunderbar, aber etwas ältere bekomme ich dort schon nicht mehr. Dann kann ich natürlich wieder dort bestellen und den Weg doppelt fahren – kostet mich am Ende mehr, als wenn ich ihn einfach online bestelle. Gut, manche Märkte bestellen ihn dir und lassen ihn dir gleich nach Hause liefern – aber auch dafür muss ich nicht extra in die Stadt. Dann kann ich auch auf der zugehörigen Plattform bestellen und es kommt aufs Gleiche raus.
Manchmal ist das, was so schön gehypt wird, einfach absolut umständlich.
Ebenso verhält es sich mit den eBooks – ich weiß nicht, in wie weit man sich die eBooks in unseren Läden herunterladen kann, weil ich keinen Tolino sondern einen bösen, bösen Kindle vom bösen, bösen Marktführer Amazon habe, aber wozu sollte ich extra in die Stadt, wenn ich mir ein eBook auch einfach aus dem Store runterladen kann? Irgendwo muss man ja auch mal ein wenig in der Realität verbleiben, oder?
Und wo ich gerade so schön dabei bin: Was ist mit den frei publizierten Werken? Habt ihr schon mal ein frei publiziertes Werk in einem Bücherladen bei euch gesehen? Ich nicht! Alle wollen immer die freien Autoren unterstützen, aber gleichzeitig nur lokal kaufen. Wird schlecht möglich sein. Davon ab, dass viele ja nur eBooks raus bringen, die man dann auch wieder nicht lokal kaufen kann…
Seht ihr, wie sinnlos das ist, jeden zu verurteilen, weil er vielleicht mehr im Internet bestellt als in den lokalen Buchläden kauft? Ich oute mich jetzt mal – als hätte man es sicht nicht schon ahnen können – als Internetkäufer. Wenn ich gerade in der Stadt bin, dann schaue ich IMMER im Buchladen vorbei, wenn ich dort etwas finde, kaufe ich es auch da und neu raus gekommene Mangas hole ich mir auch immer im Laden direkt. Aber ansonsten bestelle ich im Internet. Weil ich nicht erst 10km in die Stadt fahre, nur um dann festzustellen, dass sie das, was ich haben möchte, sowieso nicht haben. Das ist doch vergeudete Lebensmühe. Vielleicht solltet ihr euch darüber mal klar werden, ehe ihr die ganze Zeit herumschreit „Buy local! Buy local!“
Also, um mich mal wieder zu beruhigen und nicht allzu bösartig zu werden: Wenn man etwas lokal kaufen kann, ist das gut und schön und dann sollte man es auch tun. Wenn man ein kleines Geschäft statt einer großen Ladenkette unterstützen kann, sollte man es erst recht tun. Aber man sollte sich auch bewusst machen, dass es manchmal einfach sinnvoller ist, seinen Kauf im Internet zu tätigen. Ich kann nicht wahllos alles immer gleich verteufeln, weil sich irgendwo ein neuer Trend abzeichnet, ohne vorher mal ein wenig darüber nachzudenken. Es wohnen ja auch nicht alle in einer Großstadt, wo all dies einfach möglich ist. Manche wohnen am Arsch der Welt und haben gar keinen Buchladen in ihrer Nähe, andere – wie ich –, bekommen dort einfach nicht alles. Das macht uns aber auch nicht zu schlechten Menschen, die böse Großkonzerne wie Amazon mutwillig unterstützen. Wir haben halt einfach keine andere Wahl. Oder anders gesagt: Wir haben vielleicht auch noch eine andere Wahl, aber die ist eben mit sehr vielen Umständen verknüpft, die sich von euch wahrscheinlich auch nicht alle machen würden.

Jules :)

Montag, 6. April 2015

Two boys kissing (David Levithan) [E]

Hey ihr Lieben!

Nun gibt es also die versprochene Rezension zu einem englischsprachigen Jugendbuch, dessen Autor ihr vielleicht schon kennt, weil es von ihm auch schon deutschsprachige Bücher gibt. Und zwar geht es um David Levithan und sein Buch „Two boys kissing“. (Ich glaube, das Buch gibt es noch nicht auf Deutsch, ich habe zumindest nichts gefunden. Ist ja aber auch egal.) Es erschien bei Egmont und umfasst 152 Seiten. Darin geht es um Harry und Craig, die einen Weltrekord im Küssen aufstellen wollen und dabei nicht ahnen, wie sie mit dieser Aktion das Leben manch anderer Jungs berühren.

EDIT: Dieses Buch gibt es mittlerweile auch auf Deutsch. Es nennt sich "Two boys kissing - jede Sekunde zählt". Nur falls ihr keine Lust habt, es auf Englisch zu lesen. ;)


Beschreibung:

Nun, wie soll ich anfangen? Dieses Buch beschreibt nicht eine einzelne Geschichte, sondern verschiedene, die auf eine gewisse Art und Weise miteinander verwoben sind. Es geht natürlich um Harry und Craig, die kein Paar sind, aber trotzdem einen Weltrekord im Küssen aufstellen wollen, um ein Zeichen zu setzen. Außerdem geht es um Peter und Neil. Die zwei Jungs sind ein Paar, müssen aber noch herausfinden, ob sie als solches zusammen passen. Avery und Ryan hingegen sind noch kein Paar, aber auf dem besten Weg eines zu werden. Und zuletzt ist da noch Cooper. Er ist alleine und fragt sich, ob die Welt ihm überhaupt noch etwas zu bieten hat.

Meine Meinung:

Als erstes ist mir die großartige Wortwahl aufgefallen, die sich wirklich durch das ganze Buch zieht. Welch unfassbar schöne Sätze, ich könnte das halbe Buch rezitieren, würde ich jetzt damit anfangen, euch Beispiele aufzuzählen, so unglaublich schön geschrieben ist es. Trotzdem wirkt es nicht zu tiefsinnig und ernst, sondern locker-jugendlich. Aber gleichzeitig… ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, es beschreibt einfach das Leben, ohne etwas zu verschönen und ohne etwas zu verheimlichen, aber es zeigt auch gleichzeitig, dass es gut so ist, selbst wenn es eben mal nicht gut ist.
In dieser ganzen wunderschönen Erzählweise ist das Buch auch noch unglaublich emotional. Ich habe mehr als einmal mit meiner Beherrschung kämpfen müssen, weil die Szene so rührend war, habe mitgefühlt und mitgebangt und ja, an der einen oder anderen stelle habe ich auch weinen müssen.
Ein wirklich sehr berührendes Buch, dass nicht zu letzt auch noch für Homosexualität einsteht und versucht, der Menschheit und auch vor allem den Betroffenen klar zu machen, dass nichts falsch ist, an zwei Jungs (oder zwei Mädchen), die sich küssen.
Was mich so fasziniert hat, war die Art, wie dieses Teenager-Dasein beschrieben wird. Es werden wirklich sehr viele Facetten davon gezeigt, von der klassischen ersten Liebe zweier Jugendliche bis zum typischen Einzelgänger, der sich selbst nicht ertragen kann. Das hat mir wirklich imponiert, weil es auch gar nicht überladen wirkt, obwohl so viele verschiedene Charaktere und Situationen zusammenspielen, die auch noch alle so überzeugend und echt wirken, dass man sich echt in seine Jugend zurückversetzt fühlt.
Ich fand dabei wirklich großartig, dass es so authentisch geschrieben ist. Mir erscheint es, dass David Levithan wirklich weiß, was er da erzählt. So, wie er es beschreibt, so ist es auch. Es ist nicht der Versuch, sich als Erwachsener noch mal in einen Teenager versetzen zu wollen oder krampfhaft zu versuchen, sich seiner Jugend wieder zu erinnern, sondern es ist genau so geschrieben, wie man es als Jugendlicher erlebt hat. Ich persönlich kann ich wirklich zugeben, dass ich mich in meine Teenagerzeit zurückversetzt gefühlt habe. Und ich glaube, wenn man es als Teenager versteht, kann man sich sicher damit identifizieren und fühlt sich wirklich verstanden. Das ist so wichtig für ein Jugendbuch und es macht alles kaputt, wenn dem eben nicht so ist.
Gibt es etwas, was ich an dem Buch kritisieren würde? Nun, nicht viel. Nur eines ist mir aufgefallen. Und zwar das Ende. Ich finde nämlich, dass es am Ende doch ein wenig schnell geht, nachdem in dem Buch doch alles recht ausführlich erzählt wurde. Kennt ihr diese Szenen in Filmen, in denen man die letzten Geschehnisse nur noch untermalt von dramatischer Musik sieht, ehe groß und breit „THE END“ eingeblendet wird? Ungefähr so liest sich das Ende. Dabei ist die Stelle, an welcher der Cut gesetzt wird, sehr passend. Die einzelnen Geschichten sind zwar nicht für immer abgeschlossen, aber für den Moment, so dass man nicht denkt, man benötige jetzt noch mehr Infos. Aber es wird zum Ende hin eben leider recht zügig geschrieben (auch dafür, dass man keiner großen Worte mehr bedarf) und das ist ein wenig schade, ruiniert das Buch aber zum Glück nicht.
Im Gegenteil. Wenn ihr mich lassen würdet, würde ich jetzt noch seitenweise von dem Buch schwärmen, aber ich will euch ja nicht langweilen und zuviel vorweg nehmen will erst recht nicht. Außerdem kann ich wohl auch gar nicht in Worte fassen, wie begeistert ich wirklich von diesem Buch bin. Nur so viel sei noch gesagt: ich wollte nicht, dass es endet und ich war unglaublich traurig, als ich es durch hatte. Es ist eines dieser Bücher, von denen man sich wünscht, dass sie nie enden, sondern immer weitergehen, so dass man sich gänzlich in ihnen verlieren kann. Wirklich toll.

Verständlichkeit:

Also ich muss sagen, dass man es wirklich richtig gut versteht. (Ich habe ehrlich gesagt auch nicht viel anderes erwartet, denn warum sollte in einem Jugendbuch die Sprache auch unglaublich kompliziert sein?) Mit meinem Wortschatz kam ich definitiv super durch und wenn ich mal etwas nicht übersetzen konnte, dann konnte ich aus dem Zusammenhang aber meistens trotzdem erahnen, was das Wort wohl bedeutet. Wenn es gar nicht ging, habe ich eben doch nachgeschlagen, aber das war wirklich nicht oft der Fall.
Ich muss zugeben, als ich angefangen habe, war es zunächst ein wenig schwierig. Es ist eben nicht die Muttersprache und man muss erstmal rein finden. Man kann sich nicht sofort total in das Buch vertiefen, weil man am Anfang noch zu sehr parallel übersetzt, bis sich das Gehirn sozusagen dran gewöhnt hat, dass es jetzt auf Englisch umschalten muss. Aber dann habe ich eigentlich kaum noch einen Unterschied zu einem deutschsprachigen Buch gespürt. Wenn ich nicht gerade über ein Wort gestolpert bin, dass ich so gar nicht zuordnen konnte, dann bin ich eigentlich sehr flüssig durchgekommen und habe auch nicht länger gebraucht, als für ein deutschsprachiges Buch.
Ich hätte nie gedacht, dass ich so wahnsinnig viel Spaß dabei haben würde, weil ich es ja doch eher als Pflichterfüllung sah, mal wieder was für mein Englisch zu tun, aber ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Das lag natürlich auch an dem Buch selbst. Ich habe euch ja oben schon gesagt, wie toll ich es fand, aber ich möchte es auch hier noch mal betonen: Ein sehr mitreißendes Buch, dass meiner Meinung nach perfekt ist, um als „Einstieg“ in englischsprachige Bücher herzuhalten. Sowohl vom Inhalt, als auch von der Sprache selbst her. Wenn es euch auch nur im Entferntesten interessiert und ihr jetzt Lust habt, auch ein englisches Buch zu lesen, dann kauft euch dieses. Es lohnt sich wirklich!

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Nun, der Sinn war es ja, ein Buch zu finden, dass es auch Einsteigern möglich macht, noch irgendetwas zu verstehen. Deswegen habe ich ein Jugendbuch gewählt und wurde nicht enttäuscht. Ich schätze, wenn man im Englischunterricht über die Basics heraus ist, dann kann man das Buch auch schon lesen. (Ich tue mir schwer, es einer Klasse zu zuordnen, weil ich damals erst ab der 5. Klasse Englisch hatte. Heute beginnen ja manche schon im Kindergarten damit und ich habe keine Ahnung, ab wann man das Niveau mittlerweile erreicht hat, dass dafür nötig ist. Aber ein sehr hohes Niveau ist es definitiv nicht.)
Was die Zielgruppe anbelangt: Wer glaubt, zu alt für ein Jugendbuch zu sein, sollte sich vom Gegenteil überzeugen lassen, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass man dieses Buch lesen und nicht davon berührt sein kann.
Ansonsten ist es natürlich für Teenager gemacht und ich glaube wirklich, dass man sich in diesem Alter sehr gut mit den Charakteren identifizieren kann und sicher viel Spaß beim Lesen haben wird.
Ich brauche ja nicht noch mal zu wiederholen, wie sehr es mich begeistert hat, deshalb empfehle ich einfach jedem einzelnen von euch, dass Buch zu lesen!

Ich möchte definitiv noch mehr Bücher in Englisch lesen. Es ist einfach etwas anderes, das Original statt der Übersetzung vor sich zu haben. Ich wäre euch dankbar, wenn ihr mir vielleicht auch welche empfehlen könntet. Es müssen nicht zwingend Jugendbücher sein, ich wollte nur einfach mit einem starten. Ich habe schon ein paar Geschichten ins Auge gefasst, die ich gerne noch lesen möchte, als hätte ich auch die Möglichkeit, euch noch mehr englischsprachige Bücher zu rezensieren und werde es wohl auch tun. Trotzdem würde ich gerne wissen, ob es euch überhaupt zugesagt hat. Lasst es mich unbedingt wissen!

Ansonsten hoffe ich einfach, ich habe euch mit der Rezension ein wenig Mut machen können, es auch mal zu probieren. Und wenn ihr es schon probiert habt und wiederholen wollt, dann hoffe ich, dass ihr vielleicht zu diesem Buch greift. Es lohnt sich sicher!

Okay, die Rezension ist trotzdem sehr lang gewordenen, was natürlich auch an meinem ganzen Blabla Drumherum liegt – und daran, dass ich noch auf das Verständnis eingehen musste. Tut mir Leid, dass ihr euch jetzt so viel durchlesen musstet und danke an alle, die sich die Mühe trotzdem gemacht haben.
Frohe Ostern,
Jules :)

Sonntag, 5. April 2015

Give it a try - englischsprachige Bücher [K]

Hallo meine Lieben!

Vor ein paar Tagen war ich in der Stadt und habe mit Erstaunen festgestellt, dass meine Lieblingsbuchhandlung jetzt auch ein Regal mit Büchern auf Englisch in ihrem Sortiment hat. Das hat mich ehrlich erstaunt, denn selbst wenn wir hier die eine oder andere Sehenswürdigkeit haben, kommt in unser Städtchen keine Flut an Touristen – die Bücher sind also allesamt nicht für Reisende sondern für uns Anwohner gedacht. Mit anderen Worten: Der Trend der Globalisierung hat es auch ins letzte Kaff geschafft. Englische Bücher sind im Kommen. Immer mehr greifen danach, um ihre Englischkenntnisse aufzubessern – wobei sie die unterschiedlichsten Gründe vorweisen können. Hauptsächlich wird dies für den Job oder die Schule benötigt, aber immer mehr wollen auch für den privaten Gebrauch besser Englisch lernen. (Ein Freund sagte erst neulich zu mir: „Dann kann ich die Spiele alle schon auf Englisch zocken.“)
Ehrlich gesagt finde ich diese Entwicklung mehr als positiv, obwohl ich gestehen muss, dass ich selbst englische Bücher bisher eher gemieden habe. Ich lese Romane einfach lieber auf Deutsch und wenn es mal eines auf Englisch sein darf, dann greife ich – ganz Freak – gleich zu Shakespeare und Co. und ärgere mich ewig mit dem alten Englisch herum. Fragt mich bloß nicht, warum. Allerdings habe ich in der Schule bereits ein englisches Buch gelesen und kann euch versichern, dass man seine Kenntnisse wunderbar damit verbessern kann. Unsere damalige Lehrerin hat uns immer wärmstens empfohlen, Filme auf Englisch zu sehen, aber die Grammatik und die Vokabeln bekommt man meiner Meinung nach immer noch eher mit, wenn man sie liest. Filme hingegen finde ich eher für die Leute geeignet, die mit dem Hörverständnis oder der Aussprache Probleme haben. Außerdem sind sie eher etwas, wenn man schon relativ gut in Englisch ist, weil man sonst auch nicht viel davon hat, wenn die Leute im Film alle schnell vor sich hin Plappern. Bei Büchern hingegen kann man in seinem eigenen Tempo vorangehen.
So oder so, habe ich oft mitbekommen, dass Leute, die schlecht in Englisch sind, ein wenig Angst davor haben, Bücher oder Filme nicht auf Deutsch zu lesen bzw. zu schauen. Oft, weil sie glauben, dass sie die Vokabeln und damit den Sinn nicht verstehen. Ich kann euch aber versichern, falls ihr solche Zweifel habt, sind diese unbegründet. Eine einzelne Vokabel ist schnell nachgeschlagen und ansonsten versteht man sehr viel schon aus dem Kontext. Bei Filmen ist es eher schwer, aber bei Büchern gibt es außerdem zu einigen Romanen Spezialauflagen, die an den jeweiligen schulischen Stand angepasst sind. In solchen Schullektüren sind dann oft auch viele Wörter in der Fußzeile erklärt. Wenn ihr euch also bei einem Roman nicht sicher seid, greift doch erst mal zu so einem Buch, schaut, wie ihr durchkommt und stärkt euer Selbstbewusstsein für einen „richtigen“ Roman.
Ansonsten ist meine Empfehlung, euch zunächst an Jugendbücher zu halten. Denn genau wie bei uns, sind auch in England/Amerika Jugendbücher in einer einfachen Sprache gehalten und erleichtern das Verstehen somit ungemein.
Wenn es euch eher wie mir geht, ihr in Englisch eigentlich gut seid und einfach keinen Bock darauf habt, dann sag ich euch mal, was mich überzeugt hat, doch mal zu einem englischsprachigen Buch zu greifen: Es gibt Bücher, die ich gerne lesen würde, die aber von keinem Verlag in Deutschland bisher übersetzt wurden. Keine Ahnung, ob das irgendwann mal noch geschieht, wozu soll ich darauf warten? Am Ende wird es nie eine geben. Also werde ich sie jetzt wohl auf englisch lesen.
Um euch auch ein wenig auf den Geschmack zu bringen, werde ich euch morgen die erste Rezension auf diesem Blog zu einem englischssprachigen Buch reinstellen. Ich habe extra darauf geachtet, dass ich erstmal ein Buch nehme, dass man gut verstehen kann und ich hoffe sehr, ihr seid interessiert und schaut morgen mal rein!

Frohe Ostern!
Jules :)

Samstag, 4. April 2015

Ankündigung #18

Hey ihr!

Ich habe ja schon in meiner Februar-Zusammenfassung angekündigt, dass ich mir für den März etwas überlegt habe und heute ist es nun endlich so weit (auch wenn jetzt schon April ist :D): Ursprünglich hatte ich nur geplant, eine Kolumne über englischsprachige Bücher zu bringen und euch passend dazu auch ein englischsprachiges Buch zu rezensieren.
Da ich aber schon gemerkt habe, dass einige das total toll finden und da es mir auch noch ziemlich viel Spaß gemacht hat, das englische Original statt der Übersetzung zu lesen, habe ich mich spontan umentschlossen. Das heiß, es gibt jetzt zwar trotzdem einen Kolumnenpost mit dazu passender Rezension, allerdings werde ich das Ganze dann weiterführen.
Wer darauf keinen Bock hat, braucht aber keine Angst haben, einen Nachteil dadurch zu haben, denn ich werde sämtliche dieser Rezensionen als Bonus hochladen, nicht als offizielle Rezension.
Lange Rede, gar kein Sinn: Starten werde ich jetzt an Ostern. Morgen kommt die Kolumne, und am Monat die Rezension.
Ich wünsche euch viel mit diesem außerplanmäßigen Blogposts - vielleicht ist das Buch ja auch was für euch und wenn ihr noch skeptisch seid, dann kann ich euch vielleicht mit der Kolumne vom Gegenteil überzeugen.

Jules :)

PS: Ich werde alle englischssprachigen Bücher mit einem [E] kennzeichnen, damit ihr sie gleich erkennt. Wenn ihr danach suchen wollt, könnt ihr auf das Label "english" klicken, darunter sind sie alle aufgeführt.

Alles mit ihm (B.G. Thomas)

So ihr Lieben,

diesmal gibt es wieder ein Buch aus dem Cursed Verlag. Und zwar nennt es sich "Alles mit ihm", stammt von B. G. Thomas und umfasst 290 Seiten.
Handeln tut es von Gabe, der den obdachlosen, aber leider homophoben Todd bei sich auf nimmt.



Beschreibung:

Nachdem sein Mieter ihn vor die Tür gesetzt hat, steht Todd mittem im tiefsten Winter auf der Straße. Als er Zuflucht in einem Wohnhaus findet, ist es ausgerechnet der homosexuelle Gabe, der ihn rettet. Dieser hat sein eigenes Päckchen zu tragen. Enttäuscht von der Liebe, ist das, was er am allerwenigsten gebrauchen kann, Todd. Dieser aber bringt seine Entschlüssel ziemlich schnell ins Wanken. Gleichzeitig ist es Gabe, der Todds heterosexuelle Welt ziemlich auf den Kopf stellt.

Meine Meinung:

Also eins muss ich mal klarstellen: Ein Buch, in dem Lady Gaga vorkommt, kann nicht schlecht sein. Damit hatte das Buch schon gewonnen, noch ehe ich mich überhaupt richtig in die Story eingelesen hatte. Aber natürlich hat es mir nicht nur wegen Lady Gaga gut gefallen. (So käuflich bin ich dann doch nicht. :D)
Es behandelt eine eher seichte Handlung, die aber trotzdem sehr schön ist. Ich mag es sehr gerne, wenn einfach mal nur der Alltag und das Miteinander eine Rolle spielen, ohne dass immer total viel passieren muss. Nicht, dass in dem Buch nichts passiert. Zum Ende hin holt die beiden ihre Vergangenheit ein und ich finde es schön, wie in dem Buch der Verarbeitungsprozess von eben dieser beschrieben wird. Man kann die Wandlung der Charaktere förmlich miterleben. Aber dadurch, dass kein küntliches Drama erzeugt wird, wirkt es einfach realistischer.
Was ich immer klasse finde, ist, wenn es um Coming-out und Selbstfindung und all so einen Kram geht. Es macht mir einfach Freude, wenn man miterleben kann, wie jemand seine Sexualität für sich neu entdecken muss. Hier wird das im übrigen äußerst grandios beschrieben, weil diese Phase wirklich zentral steht und auch ein wenig Hinausgezögert wird. Mit Hinauszögern meine ich aber nicht, dass es zu lange dauert. Im Gegenteil, es kommt einen zwar nicht so vor, aber im Prinzip dauert es so wenig Tage, dass es fast schon zu schnell geht. Beim lesen wirkt es nicht so, aber wenn man dann darüber nachdenkt, dann ist das schon fast ein wenig too much.
Aber ich finde, das istr jetzt nur eine Kleinigkeit, die dem Buch keinen Abbruch tut. Auch so hat die Geschichte einfach etwas Besonderes an sich. Und das liegt nicht nur daran, dass das Buch eine gewisse erotische Ausstrahlung hat. Irgendwie ist Sex immer allgegenwärtig, ohne dass es störend wirkt. Aber ich mochte es, weil das einfach heiß ist. Und man kann sich ja denken, wie dann erst die Sexszenen geworden sind.
Ansonsten mochte ich, dass von beiden Seiten aus erzählt wird. So kennt man sowohl Todds als auch Gabes Gedanken und Beweggründe. Ich finde das übrigens gut gemacht, dass Gedanken und Erinnerungen immer kursiv mit dazugeschrieben worden sind. So spart man sich lange Erklärungen und der Leser kann dennoch nachvollziehen, wieso der Charakter jetzt z.B. die und die Antwort gibt. Ein sehr interessanter Stil, das hat mir gut gefallen. Allgemein fand ich den Stil sehr schön. Es wurde nicht zu viel und nicht zu wenig erzählt, immer sehr anschaulich und fließend.
Auch wenn die Handlung gar nicht sobreit gefächert ist, ist es spannend bis zum Schluss, weil sich erst da manche Dinge aufklären und man dann erstmal die Sicht der Dinge erfasst.
Ein bisschen hat die Geschichte natürlich etwas von einem Märchen, aber warum soll es sowas nicht auch geben. Ehrlichgesagt finde ich sowas ja immer sehr romantisch.
Zu letzt vielleicht noch ein Wort zu den Charakteren und Nebencharakteren. Ich mochte alle sehr gerne. Sie hatten ihre Persönlichkeit und waren wirklich präsent und nicht nur Beischmuck. Außerdem gab es ein Widersehen mit Charakteren aus "Alles nach Plan". Und auch so wird die Geschichte daraus erwähnt. Wenn man da also vorher gelesen hat, dann ist das noch mal so eine kleine Zugabe.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Nun, es ist ein einfach Gay Romance Roman und somit dürfte er den meisten Leuten zusagen. Vielleicht solltet ihr ihn nur kaufen, wenn ihr auch eine etwaws schlichtere, aber dennoch spannende Handlung mögt, aber im Prinzip dürfte das Buch euch nicht enttäuschen.
Aufgrund der Sexszenen und der schönen erotischen Ausstahlung empfehle ich es mal ab 14 Jahren.

Ich habe mir vorgenommen, demnächst auch "Alles nach Plan" zu lesen, weil mir das Buch gut gefallen hat und ich jetzt klar neugierig auf die Geschichte bin. Zuvor hab ich ja immer gezögert, weil darin ein Kind vorkommt. Fragt mich nicht warum, aber wenn es schon um ein Kind geht, bin ich äußerst skeptisch. x.x
Jules :)

Mittwoch, 1. April 2015

Gameboy - Heißes Spiel (Chris P. Rolls) [Q]

Hallo! :)

Die heutige Geschichte nennt sich "Gameboy - Heißes Spiel", stammt vom Chris P. Rolls und umfasst 59 Seiten. Sie erschien frei publiziert als eBook.
In ihr geht es um Sebastian, der in der schwulen Partyszene nichts anbrennen lässt, bis ein heißer Dreier für ihn alles verändert.



Beschreibung:

Sebastian bezeichnet sich selbst als Gameboy. Immer auf der Suche nach einem heißen Spiel in der schwulen Partyszene. Als ihm ein Dreier angeboten wird, glaubt er, es sei sein Glückstag, aber dann hält ihm der Sex nur vor Augen, was ihm eigentlich fehlt. Plötzlich sehnt er sich nach etwas, dass er so leicht wohl nicht finden wird - oder doch?

Meine Meinung:

Um es gleich zu Beginn zu nennen: Bei Sebastian handelt es sich um den Sonnyboy, mit dem Alex und Mark („Irgendwie Top“ / „Lions Roar“), ihren Dreier hatten. Falls ihr die Geschichten nicht gelesen habt, macht das gar nichts, weil die Sache noch mal geschildert wird, ehe die eigentliche Geschichte beginnt. Gut finde ich diese Verbindung aber trotzdem, weil man so erfährt, wie dem Kerl jetzt eigentlich nach dem Dreier ergangen ist. Ihr wisst ja, ich finde es gut, wenn von einigen Nebencharakteren noch mal etwas in einer separaten Geschichte erzählt wird – immerhin haben die doch auch ein Recht auf ihre eigene Story.
Sebastians nun hat mir eigentlich recht gut gefallen. Vorrangig geht es zwar nur um Sex und folglich besteht das Buch auch großteilig aus Sexszenen, aber es gibt auch eine gewisse Hintergrundstory, die eigentlich ganz schön ist. Ich mag es ja, wenn etwas mehr Tiefgang besitzt und nicht nur reinen, plumpen Sex darstellt.
Die Sexszenen werden auch allesamt sehr schön und anregend beschrieben, ebenso wie der Rest der Geschichte. Aber etwas anderes habe ich bei Chris P. Rolls jetzt auch nicht erwartet.
Ich mochte auch, dass Franco so dominant war. Ihr wisst ja, ich hab da so einen Hang zu.
Natürlich muss man aber auch sagen, dass diese Kurzgeschichte jetzt nicht sonderlich spektakulär ist. Versteht mich nicht falsch, ich fand sie schon gut, aber auf so wenig Seiten kann man jetzt keine ausgefuchste Romanze erwarten. Es hat klar einen Hauch von Romantik, aber es geht eben recht schnell. Das war es auch, was mich ein wenig irritiert hat. Klar, sie fühlen sich zueinander hingezogen und da ist es auch nur logisch, wenn man es danach vielleicht mal mit mehr als nur Sex probieren möchte – aber dass es gleich so intensiv ist, fand ich ein wenig übertrieben. Aber immerhin ist diese Wendung nicht schnulzig oder gar zu krass, also kann man es wohl verschmerzen.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich würde die Geschichte als kurze, aber heiße Story für Zwischendurch bezeichnen und im Grunde soll sie das ja auch sein. Wer so was sucht, ist hier genau richtig. Und Fans werden sie sowieso mögen, das ging mir ja nicht anders.

Ich mag es, dass ich wieder mehr Quickies posten kann. Ich fand es immer so schade, wenn ich einen Mittwoch aussetzen musste. Gut, dass sich das jetzt wieder geändert hat!
Jules :)