Dienstag, 30. Juni 2015

Juni

Hey ihr!

Diese Monatszusammenfassung hat es in sich, denn ich hatte Urlaub und hab den mit zwei Freundinnen in Köln verbracht. Folglich gibt es diesmal etwas mehr zu erzählen. Aber fangen wir erst mal mit den harten Fakten des Bloggerlebens an:

Rund um den Blog

Es kommt noch eine Ankündigung dazu, aber ich kann es hier ja schon mal sagen: Der Juni war der letzte Monat, in dem ich Kolumnenposts für euch hatte. Deswegen habe ich da noch mal zwei besonders interessante Themen (meiner Meinung nach) herausgepickt gehabt, die mir zumindest viel Spaß beim Schreiben bereitet haben. Jetzt pausiert die Reihe erst mal auf unbestimmte Zeit und ich kann mich ganz den Rezensionen widmen. Aber ich möchte mich jetzt nicht festlegen, dass mir nicht zusätzlich noch was anderes einfällt, was vielleicht auch noch kommen wird. Vielleicht entschließe ich mich sogar noch dazu, in der Woche dreimal zu posten. Der Montag erscheint mir doch recht verführerisch. :D Ich verspreche aber jetzt nichts, erwartet also nicht zu viel.

Bücher, Bücher, Bücher

Ehrlich gesagt hat mir der Juni buchtechnisch nicht so zugesagt. Ich hatte zwar nicht unbedingt schlecht Bücher, aber bei vielen hatte ich dann trotzdem immer was zu kritisieren. Es war einfach keines dabei, das mich komplett vom Hocker gerissen hat. Das ist jetzt nicht dramatisch, aber halt auch nicht optimal.
Rezensionstechnisch war der Juni etwas besser. Ich habe da einige Geschichten loben können.
Nun freue ich mich auf den Juli. Ich verspreche mir da von einigen Büchern, die ich lesen möchte, etwas und hoffe, meine Erwartungen werden nicht enttäuscht. Und was die Rezensionen anbelangt, bekommt ihr eine bunte Mischung, auf die ihr euch freuen könnt.

Mein Leben und Ich

Köln also. Ich war zuvor schon zweimal dort und ich verliebe mich in diese Stadt immer wieder aufs Neue. Als wir am letzten Tag am Rheinufer saßen, da dachte ich kurz, wie glücklich und selig ich mich gerade fühle und ich bekam diese tiefe Sehnsucht, in Köln bleiben zu können. Mein Herz blutet jedes Mal, wenn es wieder Richtung Heimat geht – obwohl ich meine Heimat liebe. Ich weiß nicht, warum ich mich in Köln immer so angekommen fühle, aber immer wenn ich dort bin, möchte ich einfach nicht mehr weg. Folglich könnt ihr euch vorstellen, dass mir die drei Tage gefallen haben.
Zugegeben, wenn man erstmal alle Sehenswürdigkeiten kennt, dann wird es ein wenig langweilig, die Stadt noch als Tourist unsicher zu machen. Klar entdeckt man dennoch immer wieder neues und erkundet mal andere Stadtteile, aber im Prinzip kennt man dennoch schon vieles. Trotzdem verliert Köln für mich nicht seinen Zauber. Und deshalb liebe ich die Stadt so.
Aber ich will euch jetzt nicht mit irgendeinem Reisebericht langweilen. Stattdessen gibt es am Ende dieses Posts noch ein paar Impressionen aus Köln. :D Ist doch auch schön, wenn man was angucken kann, statt sich nur mein Gelaber durchlesen zu müssen.
Selbstverständlich ist diesen Monat mehr passiert, als mein Urlaub. Zum Beispiel war ich mal wieder krank. Langsam komme ich mir vor, wie 80. Ich bin ständig krank. Aber ihr müsst mir glauben: Das ist erst seit diesem Jahr so. Davor war ich vielleicht einmal im Jahr erkältet oder so. Und jetzt… ich werde halt alt. XD Immerhin habe ich die Zeit aber nutzen können, um einiges für den Blog zu tun. Zum Beispiel habe ich diese Monatszusammenfassung abgetippt, auch wenn es heute (19.06.) eigentlich noch ein bisschen zu bald dafür ist. (Ich glaube allerdings nicht, dass noch etwas sonderlich Spektakuläres passieren wird und die Bücher habe ich auch schon durch… Es ist also trotzdem aktuell.)
Übrigens bin ich schon wieder auf der Suche nach mir selbst. Irgendwie hab ich das Gefühl, in letzter Zeit besser zu wissen, was ich möchte und was ich nicht möchte. Das Problem ist nur, dass ich seitdem das Gefühle habe, mein Leben entgleitet mir. Einiges ist nicht so, wie ich es gerne hätte und wenn ich dachte, meine Welt sei nicht ganz im Lot, so ist es jetzt, nach meiner Selbsterkenntnis, irgendwie noch schlimmer. Manchmal wünschte ich mir, ich könnte mich ins Auto setzen und einfach irgendwo hin fahren und dort neu anfangen. Aber natürlich geht das nicht. Und dann habe ich hier ja auch noch eine tolle Familie und tolle Freunde, die ich nicht zurücklassen könnte. Aber irgendwie ist mir einfach nach einem Neuanfang, ehe ich mein Leben komplett verbaue. Weiß auch nicht.

Was mich bewegt

Dann gab es natürlich noch etwas, was mich im Juni sehr erfreut hat. In Amerika wurde die Ehe für Homosexuelle bewilligt. Wahrscheinlich habt ihr davon gehört. Ich muss sagen, ich hatte an dem Tag echt Gänsehaut. Und ich kann nicht fassen, dass wir in Deutschland also immernoch rückständiger sind, als in Amerika.
Aber vielleicht kann man jetzt darauf hoffen, dass noch einige andere Staaten mitziehen, wenn so eine Weltmacht wie Amerika mit gutem Beispiel voran geht.
 
Vorschau auf den Juli

Eigentlich ist ja alles schon gesagt. Auf dem Blog wird sich wieder was ändern und ich hoffe stark darauf, dass ich noch einige Ideen umsetzen kann. Vielleicht auch das schon im Juli.
Nun ist also wirklich schon ein halbes Jahr um. Führt euch das mal vor Augen! Wie schnell das ging! Ich hab immer noch genau vor Augen, wie ich die erste Monatszusammenfassung des Jahres geschrieben habe. Es wird also wirklich Zeit, dass zum 2. Halbjahr mal was umgestellt und verändert wird. Ich plane auch, mein Blogdesing zu ändern. Das ist jetzt ja schon seit dem Anfang gleich geblieben, aber der Blog hat sich ja doch ein wenig verändert, da ist es Zeit, dass auch das Desing mal ein wenig anders wird. (EDIT: Ich Vogel hab das jetzt natürlich schon gemacht. XD Ihr könnt also nun das Ergebnis bewundern.)
Und wisst ihr, was für ein spektakuläres Großereignis im Juli auch noch ansteht? Mein Geburtstag! :D Da MUSS ich mich doch einfach auf den Juli freuen, oder? Und ihr könnte euch ja für mich freuen. ;P

Famous last words

Passend zu meiner Suche nach mir selbst:

"I can't go back to yesterday, because I was a different person then."
Alice in Wonderland

Jules :)










Montag, 29. Juni 2015

Ankündigung #20

Hey ihr!

Ich habe es ja schon mehrmals in meinen Monatszusammenfassungen angedeutet und jetzt ist es also weit: Ich werde die Kolumnenposts auf unbestimmte Zeit einstellen und stattdessen mehr Rezensionen posten. Das hat zum einen den Grund, dass ich einfach viel zu viele Rezensionen habe, als dass ich sie noch zeitnah unterbringen könnte, zum anderen ist das Problem, dass ich momentan nicht so viele Ideen für Kolumenen habe. Für mich ist diese Maßnahme also eine Win-Win-Situation, auch wenn mir ein wenig das Herz blutet, dass jetzt durchziehen zu müssen.
Wer diese Reihe mochte, den kann ich trösten: Ich habe schon ein paar neue Ideen, so dass ich irgendwann dieses Jahr sicher wieder neue Kolumnenposts bringen kann. Nur möchte ich erstmal einige sammeln, ehe das Spiel sich nach 2 Monaten wiederholt. Also werde ich jetzt erstmal jeden Mittwoch einen Quickie hochladen. Beginnen werde ich damit schon diesen Mittwoch.
(Evtl. wird sich auch ab und an eine normale Rezension darunter schleichen. Und wenn alle Stricke reißen, dann kommt vielleicht ab und an eine Zusatzrezension an einem Montag. Aber das werdet ihr dann ja alles sehen.)
Vielleicht freut ihr euch darüber ja und wenn ihr es schade findet, dann hoffe ich, ihr bringt zumindest Verständnis dafür auf. Aber wie gesagt: Es ist ja nur eine vorübergehende Lösung und wird sich irgendwann wieder ändern.

Jules :)

Samstag, 27. Juni 2015

SpielFrei: Outing wider Willen (Sophie R. Nikolay)

 Hey ihr Lieben!

Das heutige Buch nennt sich "SpielFrei" von Sophie R. Nikolay und erschien im dead soft Verlag. Auf 200 Seiten geht es um Ben, einen Profifußballer, der eine heimliche Beziehung zu seinem Teamkollegen Stefano pflegt.


Beschreibung:

Ben ist Profi und schwul. Etwas, das nicht zusammen passt und deshalb niemals an die Öffentlichkeit gelangen darf. Als er sich in den neuen Spieler Stefano verliebt und dieser seine Gefühle auch noch erwidert, fangen die Probleme erst an. Plötzlich werden sie bei einem Kuss überrascht und müssen sich nun outen, ehe es irgendwie anders an die Öffentlichkeit gelangt. Aber wie werden die Fans reagieren? Und werden sie überhaupt im Team bleiben dürfen?

Meine Meinung:

Was ich zunächst positiv anmerken möchte, sind die Sportszenen. Ich weiß, das klingt doof, weil es ja auch ein Sportroman ist, aber ich habe es schon häufig gehabt, dass es zwar um Fußball ging, aber keine wirkliche Fußballszene erläutert wurde. Hier sind einige Spiele und auch das Training beschrieben und das hat mich wirklich sehr erfreut.
Ansonsten fand ich die Geschichte im Allgemeinen auch recht gut. Ich mag Coming-out-Geschichten sowieso sehr gerne und wenn sie dann noch so einen bedeutungsvollen Hintergrund haben, umso mehr. Ich weiß, das klingt jetzt recht dramatisch, aber letztlich ist es eben noch immer nicht selbstverständlich, sich im Profisport zu outen. Aber genau das sollte es sein. Hier mochte ich sehr, dass es wirklich alles sehr realistisch beschrieben wird. Man kann sich vorstellen, dass es im wahren Leben ähnlich ablaufen würde. Ich finde es sehr schön, wie vor allem die Anfeindungen und parallel dazu aber auch gleich die Unterstützung geschildert wird und wie diese quasi ineinander spielen. Ich würde fast soweit gehen, zu sagen, dass es ein wenig Mut macht, sich zu solch einem krassen Schritt durchzuringen, obwohl mir natürlich bewusst ist, dass im echten Leben vielleicht kein so gutes Ende findet wie in einem Gay-Romance-Roman.
Mal weg von der Handlung und eher auf den Stil bezogen, kann ich auch nicht viel kritisieren. Das einzige, was ich anmerken muss, ist, dass es relativ schnell geht. Nicht nur, dass sich die Liebesgeschichte sehr schnell entwickelt (erst wollen sie nicht mal Sex haben und dann ist es plötzlich sofort die große Liebe?!), sondern auch der Rest geht relativ flott über die Bühne. Kaum zusammen, werden sie schon erwischt – kaum erwischt, sind sie schon geoutet. Gut, ab dem verhängnisvollen Kuss geht es noch, aber trotzdem hätte ich mir zumindest davor noch das eine oder andere Füllerkapitel gewünscht. Es ist nicht so, dass es kurzweilig oder übereilt geschrieben ist, aber es geht halt trotzdem sehr zügig voran.
Davon abgesehen, kann man am Stil aber nicht viel aussetzen und auch sonst weiß ich nicht viel zu kritisieren. Ich mochte die Charaktere und ich mochte den Plot der Geschichte. Das mit dem Vater von Stefano ist vielleicht ein wenig krass und es wäre wohl auch ohne diese Wendung noch alles Problem genug gewesen, aber ich fand es noch okay.
Was mir sehr gut gefallen hat, waren – wie oben schon genannnt – die sportlichen Aspekte. Ich mochte z.B., wie die Dynamik einer Mannschaft dargestellt wird. Und wie sich das Outing auf die Mannschaft auswirkte. Allen voran hat mir da auch der Trainer sehr gut gefallen, der wirklich die Philosophie vertreten hat, die man sich einfach in der heutigen Zeit wünscht: Solange jemand gut Fußball spielt, sollte seine sexuelle Neigung egal sein.
Doch – und das muss ich leider, leider einfach so sagen –, ein was hat mich wirklich sehr gestört: Das Ende. Ich will es jetzt zu sehr vorwegnehmen, aber ich fand es einfach zu viel und absolut kitschig. Es hätte nicht sein müssen, dass ganze Geschehen zuvor war Statement genug und auch so fand ich es einfach übertrieben.
Dennoch ein gutes Buch, von dem ich mir wünschen würde, es würde tatsächlich Betroffenen Mut machen.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Wenn man nichts mit Fußball anfangen kann, ist es vielleicht nicht das ideale Buch für einen, andererseits finde ich, dass die Problematik hier gut dargestellt wird und es sicher trotzdem lesenswert sein dürfte. Gay Romance ist ja trotz allem genug enthalten, also ist es schon eine Überlegung wert.

Ach, ich hab einen Faible für Sport in Romanen. Davon sollte es viel, viel mehr geben!
Jules :)

Mittwoch, 24. Juni 2015

Schokosucht (Denny van Heynen) [Q]

Hallo!

Die heutige Kurzgeschichte nennt sich "Schokosucht"*, stammt von Denny van Heynen und wird frei publiziert. Das eBook umfasst 50 Seiten und handelt von Jonas, der süchtig nach Schokolade ist.


Beschreibung:

Jonas liebt Schokoladen, sehr zum Leidweisen seines Partners, der serh auf gesunde Ernäherung achtet. Nach und nach entwickelt sich eine ernstzunehmende Sucht, die er nicht mehr kontrollieren kann. Als er dann auch noch gefeuert wird, tritt er ausgerechnet in der Süßigkeiten-Abteilung eines Supermarktes eine neue Stelle an. Der perfekte Ort, um hemmungslos zu naschen.

Meine Meinung:

Man muss wirklich sagen, dass das Thema Sucht hier sehr gut beschrieben wird. Ich kenn das zwar eher in die andere Richtung (Magersucht), aber im Prinzip ist es ja immer das gleiche Schema: Lügen, Beweise verstecken, sich mit anderen verschwören... Das wurde hier ebenso gut dargestellt, wie die Sucht an sich. Wie sie das Denken beeinflusst und wie sie sich so langsam steigert und nach und nach zu Problemen führt, die der Betroffene einfach ignoriert oder schön redet.
Ich fand auch das Ende super, weil es eben schon Schritte in die richtige Richtung gab, die dann doch einen Dämpfer bekommen - ich mag nicht zu viel verraten, aber ich muss das halt jetzt echt mal loben - da sieht man, dass es eben schwer ist, da wieder rauszukommen.
Natürlich ist Schokosucht jetzt keine übliche Sucht, aber sie steht ja nur beispielhaft für Fresssucht, welche ja bekanntlich sehr häufig vorkommt. Das macht das ganze ein wenig humoristisch, auch, weil auf Witz in der Geschichte durchaus wert gelegt wird. Ich finde das nicht die schlechteste Herangehensweise an das Thema, weil man vielleicht schmunzelt, aber gleichzeitig trotzdem den Ernst der Lage begreift. Ich muss zugeben, dass ich mir immer schwer tue, was Humor angeht. Ich hab nämlich einen äußert schwarzen Humor und kann deshalb mit so gängigen lustigen Dingen nichts anfangen. Deswegen kann ich da immer gar nicht sagen, ob das Buch jetzt für den Großteil der Menschheit lustig ist oder nicht. Mir persönlich war es an manchen Stellen zu übertrieben (so ein bisschen, wie in diesen ganzen amerikanischen Comedy-Serien), aber an anderer Stelle musste ich dann doch mal lachen. Also bildet euch doch einfach ein eigenes Urteil, was diese Sache betrifft.
Was ich schon in "Cryptal City" gelobt habe: Hier wird einfach eine Geschichte erzählt, in der der Protagonist zufällig homosexuell ist. Ich mag diese beiläufige Art, wie Homosexualität hier verwendet wird, einfach total gerne. Weil wirklich die Geschichte im Vordergrund steht und man das auch dann im Prinzip lesen kann, wenn man eigentlich mit Gay Romance gar nichts zu tun hat.
Ich weiß, dass ist Denny van Heynens Stil - er hat es mir ja schon erklärt -, aber ich tue mich bei Zeitsprüngen einfach immer schwer und hier gab es wieder einige. Das wäre also so mein Kritikpunkt. Ich mag einfach nicht, wenn Geschichten durch Zeitsprünge gerafft werden.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Im Prinzip ist es genau das, was man in der Beschreibung zu lesen bekommt, wenn man die Geschichte kaufen möchte: Eine humorvolle Story mit ernsten Untertönen. Wer gerne mal lacht, ist hier richtig. Wer aber auch eine gute Herangehensweise an das Thema Sucht lesen möchte, ist hier auch richtig.

So, pünktlich zum letzten Tag des Monats habe ich meine Rezensionen für den Monat erledigt. XD Aber ihr bekomt ja davon gar nichts mit, weil die Rezi eh gefühlte 20 Jahre später erst on kommt. Ich erspare euch jetzt Gejammer, was dieses "Problem" betrifft, weil ich ja schon eine Lösung gefunden habe, die jetzt nur noch Wirkung zeigen muss... xD
Jules :)

Montag, 22. Juni 2015

Literatur [TAG] #1

Hey ihr Lieben!

Wer hätte gedacht, dass ich so was auch mal mitmache? Aber ich bin jetzt schon einige Tage daheim, weil krank, und so langsam wird mir langweilig. xD
Dieser TAG ist eigentlich eine Mischung aus verschiedenen TAGs und deshalb auch recht umfangreich. Aber ich dachte mir: Wenn schon, denn schon! Zur besseren Übersicht habe ich die Fragen in drei Kategorien gegliedert.
Ich wurde nicht getaggt und werde auch niemanden taggen, aber falls ihr Lust habt, auch mitzumachen, würde ich mich über eure Antworten natürlich freuen.
Jetzt wünsche ich euch ganz viel Spaß mit meinem Blabla.
Jules :)

Entweder… oder…?

  1. Hardcover oder Taschenbuch? Taschenbuch

  2. Internet oder Buchhandlung? Beides (kommt auf die Situation drauf an)

  3. Lesezeichen oder Eselsohr? Lesezeichen

  4. Kurzgeschichte oder Roman? Roman

  5. Kaufen oder leihen? Kaufen!

  6. Neu oder gebraucht? Egal

  7. Einzelband oder Reihe? Einzelband

  8. Offenes oder geschlossenes Ende? Geschlossenes Ende

  9. Happy End oder Sad End? Happy End 
      10. Print oder eBook? Beides

Nachgefragt

  1. Wohin mit gelesenen Büchern?
    Natürlich ins Regal! Ich bin jemand, der immer alles besitzen muss. Deswegen kann ich mir auch nie Bücher leihen. Und deswegen komm ich auch nicht auf die Idee, Bücher nach dem Lesen wieder wegzugeben. Obwohl ich tatsächlich überlege, einige Bücher, die mir nicht so gut gefallen haben, zu verkaufen.

  2. Aufhören, wenn man müde ist, oder wenn das Kapitel zu Ende ist?
    Im Prinzip lese ich das Kapitel eigentlich immer zu Ende. Nur wenn ich sehe, das Kapitel ist noch gefühlte 1.000 Seiten lang, dann muss halt mal die Vernunft siegen und ich lese nur bis zum nächsten Absatz oder so. Aber eigentlich mag ich das nicht, mittendrin aufzuhören.

  3. Was beeinflusst deine Kaufentscheidung?
    Eigentlich finde ich meine Bücher fast nur durch Stöbern. Dann schau ich einfach, ob mich der Klappentext anspricht und wenn ja, dann wird das Buch gekauft und wenn nicht, dann eben nicht. Nur, wenn ich mir wirklich unsicher bin, lese ich dann auch Rezensionen dazu. Ich weiß, es ist komisch, als Blogger nicht immer Rezensionen zu lesen, aber ich brauch halt einfach keine andere Meinung, wenn ich mir schon sicher bin. Ich les eher dann Rezensionen, wenn ich das Buch noch gar nicht kenne und einfach auf eine Empfehlung hoffe.
    Worauf ich allerdings überhaupt nichts gebe: Bestsellerlisten.

  4. Wo ist der ideale Platz zum Lesen?
    Also meistens lese ich auf meiner Couch oder im Bett. Aber am schönsten finde ich es eigentlich, wenn ich irgendwo in der Natur sitze, das schöne Wetter genießen kann und dabei ein gutes Buch in Händen halte.

  5. Wann kannst du gar nicht lesen?
    Im Auto. Da wird mir schlecht. (Im Zug wiederum gar nicht.) Und wenn es sehr laut ist. Ich brauch definitiv Ruhe zum Lesen.

  6. Hast du schon mal ein Buch abgebrochen?
    Ja. Das war irgendein Historical Roman. Ich glaube, in über der Hälfe des Buches sind die Protagonisten nur in der Gegend rumgewandert und es ist einfach überhaupt nichts passiert, bzw. man wusste auch überhaupt nicht, worauf es jetzt eigentlich hinauslaufen soll. Ich hab dann vorgeblättert und als ich gemerkt habe, dass es jetzt noch mindestens 200 Seiten so lahmarschig weitergeht, habe ich es dann einfach sein lassen. Solche langweiligen Bücher braucht wirklich kein Mensch.

  7. Was liest du gerade?
    “Mr. Ironheart“ von M. S. Kelts. Ich kann euch aber leider nicht sagen, wie es mir bisher gefällt, weil ich momentan recht gemischte Gefühle bei dem Buch habe. Ihr werdet es dann ja irgendwann in der Rezension lesen. :p

  8. Welches war dein erstes Buch?
    Hahaaaa. Ich habe keine Ahnung. Ich hab ja schon als winzigkleines Kiddie mit lesen angefangen. Kaum, dass ich es konnte, hab ich selbst gelesen und davor habe ich meine Mutter immer gezwungen, mir Bücher vorzulesen.
    Ich vereinfache das mal und beziehe es auf meinen Blog: Das erste Buch aus dem Gay Romance Genre war nämlich: „Die Mitte der Welt.“ Keine Ahnung, warum ich davor nie ein Buch dazu gelesen habe. Aber früher habe ich mich eher auf Fanfictions konzentriert.

  9. Welches Buch steht schon ewig auf deiner Wunschliste?
    Einige aus einem Verlag, den ich jetzt mal lieber nicht namentlich erwähnen möchte, weil ich dazu einfach nichts Gutes zu sagen habe. Erstens finde ich, dass viele Bücher daraus extrem schlecht sind (andere sind allerdings wirklich gut und deswegen befinden sich auch noch einige daraus auf meiner Wunschliste) und weil zweitens dieser Verlag einfach Wucherpreise hat. Ich finde es einfach mehr als unverschämt, wenn man für 200 Seiten schmale Bücher genauso viel verlangt, wie andere Verlage für 800 Seiten Wälzer. Und noch unverschämter finde ich es, dass die eBooks nur ein, zwei Euro weniger Kosten, obwohl z.B. schon die ganzen Druck- und Versandkosten wegfallen.

  10. Wie groß ist dein „Stapel ungelesener Bücher“?
    Wer meinen Blog regelmäßig liest, wird das sicher schon mitbekommen haben: Ich habe keinen. Ich kaufe einfach mein Monatspensum an Büchern und das wird dann in dem Monat auch gelesen. Aber ich habe keine, die länger hier liegen und schon seit Monaten darauf warten, gelesen zu werden. Ich verstehe auch irgendwie den Sinn dahinter nicht. Fühlt euch jetzt nicht angegriffen, falls ihr so was habt, kann ja jeder machen, wie er will, aber ich finde: Das Buch läuft ja nicht weg. Dann kann man es doch auch einfach dann kaufen, wenn man es auch lesen will – und nicht schon Monate im Voraus.

Favoriten

  1. Lieblingsbuch?
    Ich kann mich da überhaupt nicht festlegen. Ich hab einige Lieblingsbücher in verschiedenen Genres, die man so auch gar nicht miteinander vergleichen kann. Früher habe ich immer gesagt „Die Mitte der Welt“ ist mein Lieblingsbuch, aber mittlerweile habe ich so viele andere gute Bücher gelesen, dass ich das nicht mehr sofort unterschreiben würde. Also… kein Plan. xD

  2. Lieblingsbuch, das keiner kennt?
    Ich schätze mal, die wenigsten kennen „Innerlich fremd“, weil es einfach keine Neuauflage davon gibt. (Soweit ich weiß.) Es ist aber einer der besten Coming-out-Romane ever! Und was wahrscheinlich auch wenige kennen: „Trapez“ Ich finde das Buch echt großartig.
    Ach ja: Viele greifen vielleicht nicht gerne zu englischen Büchern, deswegen werden es auch einige nicht kennen: „Two boys kissing“

  3. Lieblingsreihe?
    Das ist einfach! Ich lese nämlich kaum Reihen, also hab ich auch nicht viel Auswahl. Aber so oder so: Ich liebe die „Thekenwelt“-Trilogie von Violet Mascarpone. Da lass ich nichts drüber kommen.
    Und – weil es erwähnt werden muss –, außerhalb des Gay Romance Genres natürlich „Harry Potter“.

  4. Lieblingsautor?
    Und auch hier: Violet Mascarpone. Sie ist und bleibt ungeschlagen. Ich verehre ihre Bücher. Obwohl ich auch die von Chris P. Rolls und Kooky Rooster immer lesenswert finde.

  5. Lieblingsverlag?
    Irgendwie finde ich es schwierig, hier was dazu zu sagen. Ich kenne einige gute Verlage und will da auch keinen ausschließen. Aber wenn ich wirklich einen herauspicken müsste: der Cursed Verlag.
    Den gibt es ja noch nicht sooo lange und ich war wirklich vom ersten Buch an mit dabei. Bisher gab es auch noch kein Buch daraus, das mir nicht gefallen hat und wenn ich höre, dass es eine Neuerscheinung gibt, dann muss ich die auch immer sofort haben. Ich mag es, dass dieser Verlag so verlässlich ist. Man weiß einfach schon vorher, dass das Buch jeden Cent wert sein wird.

  6. Lieblingsgenre?
    Also, wer meinen Blog verfolgt und das jetzt nicht weiß, dem kann ich auch nicht mehr helfen. :D Natürlich BDSM. Also wirklich BDSM, nicht Erotik im Allgemeinen, weil ich nämlich viele Erotikbücher echt richtig schlecht finde. Und was ich auch sehr gerne mag, sind Coming-Out-Geschichten. Aber BDSM steht über allem. Ich bin einfach der Meinung, dass diese Geschichten – wenn sie richtig erzählt werden – eine unglaubliche Tiefe und Erotik besitzen, an die keine normale Sexszene je rankommen kann. Außerdem steh ich einfach drauf, da muss ich dazu natürlich auch immer was lesen.

  7. Lieblingskurzgeschichte?
    Die Frage ist echt mies, weil den meisten Kurzgeschichten immer etwas fehlt. Ich lese ja oft welche und einige sind schon ganz gut – aber perfekt sind die allerwenigsten. Ich bin jetzt mal einige durchgegangen, und das erste, das mir ins Auge gefallen ist, war „Reingekracht“ von Kooky Rooster. Die fand ich wirklich gut, also nehme ich jetzt einfach mal die.

  8. Lieblingsbuch vom letzten Jahr?
    Die Fragen werden echt immer beschissener, weil schwerer. xD Letztes Jahr habe ich Violet Mascarpone entdeckt, aber die klammere ich jetzt mal aus. Ansonsten mochte ich „Kalte Ketten“, „Bodycaught“ und „Knocking on hell’s door“. Und wahrscheinlich noch 20 andere, die mir jetzt nicht einfallen.

  9. Lieblingsbuch im bisherigen Jahr?
    Noch schwieriger! Ich schreib mir schon immer raus, welches Buch mir im Monat am besten gefallen hat, damit ich euch irgendwann Ende des Jahres sagen kann, welches ich zum Lieblingsbuch des Jahres küren kann. XD ich habe also schon einige Lieblinge herausgepickt. Ich entscheide mich jetzt einfach mal für „Aristotle and Dante discover the secrets of the universe“. Einfach sooo toll! (Gibt’s auch auf Deutsch, falls ihr es noch nicht kennen solltet.)

  10. Lieblingsort zum Stöbern?
    Jetzt werden mich einfach alle für diese Antwort schlagen wollen, aaaaber: Amazon. xD Jaja, ich weiß schon, wie kann ich nur gegen Buchhandlungen sein? Der Grund ist einfach: In den Buchhandlungen gibt es selten Gay Romance und wenn doch, dann nur mit wenig Auswahl. Da finde ich einfach nichts, deswegen bleibt mir nur Amazon. Ist einfach so.
    Wenn ich aber ein „normales“ Buch suche, dann gehe auch ich gerne mal in eine Buchhandlung. Und auch Mangas kaufe ich meistens in Buchhandlungen, einfach, weil ich reinblättern möchte, ehe ich es kaufe. Sonst weiß ich ja nicht, ob mir der Zeichenstil wirklich zusagt.

Samstag, 20. Juni 2015

...einfach Rajko (Kay Monroe)

Hallo!

So, diesmal geht es um "...einfach Rajko" von Kay Monroe. Es wird frei publiziert und umfasst 186 Seiten. Handeln tut es von Rajko, der nach vielen Schicksalsschlägen endlich sein Glück finden möchte.


Beschreibung:

Rajko hat schon eine Tiefschläge wegstecken müssen. Seine Pflegefamilie ist ihm kein Zuhause, seine Beziehung eine einzige Katastrophe. Als er es endlich schafft, alles hinter sich zu lassen, ist er tief verletzt und kann sich nicht vorstellen, dass ihn jemand lieben kann.
Als dann Philipp in sein Leben tritt, fällt es ihm schwer, sich auf ihn einzulassen, aber Philipp lässt nicht locker.

Meine Meinung:

Oh nein, ich mag es eigentlich gar nicht so sagen, aber um ehrlich zu sein, hat die Geschichte mich schon ein bisschen enttäuscht. Ich mochte den ersten Teil um Linus und Mika wirklich und habe mich total auf Rajkos Geschichte gefreut, weil ich ihn schon in der Vorgeschichte ins Herz geschlossen habe, und dann… war es einfach nicht wirklich meins.
Es hat ja noch ganz gut angefangen, ich mochte die Rückblicke und wie die ganze tragische Geschichte von ihm erzählt wurde. Ich mochte auch, dass man mitverfolgen kann, wie er sich wieder zu erholen versucht, aber seine Vergangenheit ihm eben noch nachhängt. Und es war auch schön zu sehen, dass er in Philipp jetzt jemanden gefunden hat, der einfach für ihn da ist, aber ab da war es mir dann einfach zu viel. Also zu viel im Sinne von: zu kitschig.
Ihr wisst, Kitsch ist so ziemlich das schlimmste für mich und dementsprechend fand ich die unzähligen Kosenamen und Liebeserklärungen einfach unerträglich. Was in einer gewissen Dosis sicher süß gewesen wäre, wurde hier wirklich bis zum Äußersten getrieben und hat mich doch sehr abgeschreckt.
Und ich fand auch die Entwicklung ab einem gewissen Punkt ein wenig zu krass. Es gab einfach viel zu viele Zufälle und ich frage mich, ob es so ein bombastisches Happy End hätte sein müssen, wenn auch das kleine Glück, dass Rajko mit und in Philipp gefunden hat, gereicht hätte.
Mich hat auch ein wenig genervt, dass ständig jemand am heulen war. Die Szenen waren ja teilweise echt rührend und haben mir auch gefallen, aber trotzdem hat sich dieses kollektive Jammern zu sehr in dem Buch ausgedehnt, finde ich.
Natürlich gab es auch positive Dinge am Buch: Der Stil, die Sexszenen, dieses anfangs zarte Anbandelnd zwischen Rajko und Philipp, das alles hat mir wirklich sehr gut gefallen. Ich bin nur leider der Meinung, dass man auch eine romantische Geschichte daraus hätte machen können, wenn man sich an der einen oder anderen Stelle etwas zurück gehalten hätte. Für viele mag das sicher noch romantisch und eben nicht zu viel sein, für mich aber leider nicht.
Trotzdem ist es irgendwie so, dass die Geschichte mir nicht zwingend negativ in Erinnerung bleibt. Es ist auch nicht so, dass sie mir nicht gefallen hat. Ich habe nur irgendwie etwas anderes erwartet und gehofft, dass nicht alles so zuckersüß dargestellt wird. Ich bin sicher, ohne das hätte die Story bei mir voll ins Schwarze getroffen. Also denkt jetzt nicht, dass es eine schlechte Geschichte ist – sie ist nur einfach nicht perfekt umgesetzt, finde ich. 

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Eine süße Geschichte ist es definitiv und deshalb wird sie das Herz von Gay Romance Liebhabern sicher höher schlagen lassen. Ansonsten finde ich sie, wie schon gesagt, ein wenig sehr kitschig, also nur lesen, wenn ihr wirklich auf sowas steht.

Es ist schwierig zu erklären, dass einen ein Buch ganz gut gefallen hat, wenn man so viel zu kritisieren findet. Das wirkt dann unglaubwürdig, aber ich kanns ja auch nicht anders sagen, als oben. Ich hoffe, ihr wisst, was ich euch zu erklären versucht habe. :o
Jules :)

Mittwoch, 17. Juni 2015

Schullektüren [K]

Hallo ihr Lieben!

Heute geht es um eine große Herzenssache von mir: Schullektüren.
Wenn ich meine eigene Schulzeit reflektiere, dann habe ich – traurig aber wahr – in all den Jahren nur 5 Bücher in der Schule gelesen. (Zwei davon auch noch im Englischunterricht.) Ich finde das viel zu wenig. Vor allem, weil eines davon kaum behandelt wurde und das andere eigentlich kein Buch sondern ein Drama war. Mir ist natürlich klar, dass es an anderen Schulen anders läuft und mehr gelesen wird. Aber eben leider nicht an allen. Und ich finde auch, man muss nicht nur dann ein Buch mit den Schülern lesen, wenn es gerade im Lehrplan steht. Bücher gehen immer und deswegen bin ich auch für viel mehr Literatur in unseren Schulen.
Ich bin auch der Meinung, dass man sich als Lehrer viel mehr Gedanken über das Buch, das man mit Schülern lesen will, machen sollte. Wir haben damals z.B. „Der Vorleser“ gelesen und auch wenn es vielleicht bekannt ist und eine wichtige Thematik beinhaltet, ist es einfach ziemlich langweilig für Teenager und folglich hatte auch niemand Lust, das Buch zu lesen. Es ist ja schön und gut, wenn man in der Oberstufe ein Buch wählt, das sich gut eignet, um Stil, rhetorische Mittel und Inhalt zu analysieren oder wenn man zu Klassikern greift, weil diese einfach ein wichtiges Stück Literatur sind, aber trotzdem sollte man versuchen, ein Buch zu wählen, dass die Schüler auch anspricht.
Oft hilft es sogar, wenn man sie selbst entscheiden lässt. Man kann ja eine Vorauswahl treffen und dann aus drei Optionen wählen lassen. Dann haben sie zumindest noch ein Mindestmaß an Entscheidungskraft. Letztlich sollen Schullektüren ja auch immer zum Lesen anregen und man gewinnt keine neuen Leser, indem man sie langweilt.
Gerade deshalb – und zum Glück ist das auch meistens so – finde ich es unnötig, in der Unterstufe schon mit literarischen Meisterwerken anzurücken. Hier ist es viel sinnvoller, einfach ein Jugendbuch zu wählen, dass vielleicht noch eine Message hat, über die man diskutieren kann. Nicht ist doch wichtiger, als die Persönlichkeit junger Schüler ein wenig in geregelte Bahnen zu lenken – und wie klappt das besser, als mit einem Buch, dass ihr Alter anspricht? (Mehr Gedanken dazu gibt es in meinem Post über Jugendbücher.)
Deshalb tagge ich selbst auch auf dem Blog gerne Jugendbücher, weil man mit einem Jugendbuch aus dem Gay Romance Genre gleich ein wenig die Toleranz fördern kann.
Und letztlich sind es auch wieder die Bücher, die Jugendliche ansprechen, die ihr Leseverhalten fördern.
Das gilt übrigens auch für den Englischunterricht. Wir haben damals die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens gelesen. Natürlich im Original, also mit alten Englischen Wörtern und Formulierungen, die kaum einer verstanden hat. Das war natürlich kontraproduktiv, weil am Ende keiner mehr durchgestiegen ist. Hier ist es viel wichtiger, ein Buch zu wählen, dass klar verständlich ist und vielleicht die Schüler auch noch vom Thema anspricht. (Einige Jahre zuvor haben wir einen Thriller gelesen, der selbst die Schlechtesten in der Klasse zum Lesen motiviert hat.) Letztlich soll es im Englischen ja eher eine Lernhilfe sein. Warum dann nicht wirklich ein Thriller oder Fantasy? Alte Werke kann man ja immer noch im Leistungskurs behandeln. (Wer sich für das Thema Englisch interessiert, kann auch mal hier vorbei sehen. Da habe ich der Sache einen ganzen Post gewidmet.)
Ich fürchte, jetzt habe ich so viel dazu geschrieben und keiner interessiert sich dafür. Aber falls ihr ein Lehrer auf Schullektürensuche oder sonst wie selbst betroffen seid, dann fühlt euch ermutigt, das ganze mal zu überdenken und vielleicht ein wenig in die Tat umzusetzen. Ich verweise auch auf meinem Label „Schullektüren“, da findet ihr Rezensionen zu Büchern, die ich für die Schule ganz passend finde.

Jules :)

Samstag, 13. Juni 2015

WhiskyTeufel (Karo Stein)

Hey ihr Lieben!

Die heutige Rezension handelt von Karo Steins „WhiskyTeufel“. Das Buch umfasst 376 Seiten und erschien im Cursed Verlag. Handeln tut es von Kevin, welcher sich auf ein unmoralisches Angebot einlässt.
Das Buch ist eine unabhängige Fortsetzung zu "MargeritenEngel".


Beschreibung:

Kevin träumt von einer Beziehung mit zwei Männern. Bei dem Versuch, dieses Ziel in die Tat umzusetzen, hitnerlässt er allerdings mehrere gebrochene Herzen. Für ihn kein Problem, denn Gefühle hält er aus Beziehungen grundsätzlich raus.
Dies ändert sich, als er von Michale ein recht unmoralisches Angebot gemacht bekommt, welches ihm allerdings ermöglicht, einen Neuanfang zu wagen. Leider muss er schnell feststellen, dass Michale sein Spiel noch besser spielt und so ist bald er es, der mit seinen Gefühlen kämpfen muss.

Meine Meinung:

Was mir bei diesem Buch aufgefallen ist, ist, dass ich das Gefühl hatte, es zieht sich einfach sehr in die Länge. Zwischenzeitlich habe ich dann schon manchmal gedacht, dass es jetzt langsam ja mal das nächste Level erreichen könnte, wenn ihr versteht, was ich meine. Der Anfang ging noch, aber im mittleren Teil kam es mir einfach ein wenig langatmig vor. Dabei muss man aber sagen, dass es das nicht unbedingt langweilig gemacht hat. Interessant war es zwar schon irgendwie, nur hatte man das Gefühl, es geht einfach nicht voran.
Ganz anders dann wieder am Ende. Nach dem – sozusagen – großen Knall, wurde es dann doch noch mal richtig spannend und hier fand ich dann auch das Tempo der Geschichte wieder perfekt.
Die Geschichte selbst hat so ein bisschen was von „Pretty Woman“, was im Buch selbst auch mal so gesagt wird. Ich muss mich ja jetzt mal als „Pretty Woman“ Fan outen, ihr könnt euch also vorstellen, dass mir deshalb die Idee der Geschichte schon echt gut gefallen hat. Gut fand ich auch, dass kein Kitsch darin vorkam. Im Gegenteil, Kevin hat es ja ganz erfolgreich geschafft, jede Romantik zu zerstören, was ich aber eigentlich ganz gut fand.
Wenn wir eh schon bei den Charakteren sind, dann muss ich sagen, es ist mir ein wenig schwer gefallen, Kevin zu akzeptieren. Wer „MargeritenEngel“ gelesen hat, weiß ja, dass er da das totale Arschloch ist und tut sich schwer, dann Sympathie für ihn zu entwickeln. Gerade deshalb finde ich die Wandlung, die er in dem Buch mitmacht, einfach nur großartig. Es ist nämlich nicht so, dass er von Jetzt auf Gleich seinen Charakter ändert, sondern das ist ein ganz langsamer Prozess, den man als Leser gut begreifen und miterleben kann. Und je mehr Kevin sich ändert, desto sympathischer wird er einen doch und je mehr er von sich offenbart, desto mehr versteht man ihn auch. Das hat mir an dem Buch eigentlich am besten gefallen, weil das einfach ganz großartig geschildert wurde.
Michael mochte ich von Anfang an, auch wenn ich ihn manchmal hätte schütteln können, dass er nicht einfach sagt, was Sache ist. Ich meine, klar, Kevin musste sich erst ein wenig ändern, ehe er zu ihm hätte ehrlich sein können, aber danach hat er trotzdem noch mal eine ganze Weile gebraucht, ehe er den Mund aufgebracht hat. Das war aber nichts, was ich jetzt an der Geschichte schlecht fand, sondern eher etwas, dass noch ein wenig zusätzliche Spannung mit sich gebracht hat.
Ein wenig gestört hat mich hingegen eher, dass manche Dinge zwar angesprochen wurden, man aber nicht so wirklich viel dazu erfahren hat. Zum Beispiel, was es genau mit den Schulden, die Kevin bei Michael hat, auf sich hat. Es wird zwar schon erklärt, aber ich hätte es einfach noch ein wenig detaillierter haben wollen. Und so ging es mir noch ein, zwei Mal an anderer Stelle. Gerade auch dieses Aufeinandertreffen mit Bengt. Das klingt irgendwie so, als wäre sein Leben noch nicht „perfekt“, dabei hat man ja in „MargeritenEngel“ eher das Gefühl gehabt, dass es das jetzt werden kann. Jetzt frage ich mich: Kommt da noch was dazu oder war es das jetzt? Das wäre irgendwie, als würde sich ein Schatten auf Bengts Geschichte legen und das fände ich schade.
Vielleicht noch etwas anderes, positives: Eigentlich kann ich mit Whisky (oder allgemein Alkohol) nicht so viel anfangen kann, fand ich es doch sehr interessant, wie Karo Stein es hier erklärt und dargestellt hat. Man kann da wirklich noch etwas lernen und ich fand es auch spannend. Für mich ist Whisky nämlich auch nur so ein schnöder, eklig schmeckender Tropfen, aber wenn man hört, was da für Arbeit drin steckt und welche Geschmacksnuancen sich unter dem rauchigen Aroma verbergen, dann ist es wirklich ein spannendes Thema. Das liest sich jetzt wahrscheinlich ein wenig seltsam, aber es ist echt so.
Was ich zum Schluss vielleicht noch sagen sollte: Wie schon mehrmals erwähnt, ist das Buch eine Fortsetzung zu "MargeritenEngel", kann aber ganz unabhängig davon gelesen werden. Empfehlen tue ich es euch aber trotzdem, beide zu lesen, weil man so noch ein besseres Gefühl für Kevin bekommt und weil das andere Buch einfach so schön ist.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Nun, ich denke, die Geschichte ist wieder etwas für Fans des Verlags im Allgemeinen und Karo Steins im Besonderen. Ansonsten einfach eine gute Gay Romance Geschichte mit Niveau (auch in den Sexszenen übrigens) und einem gewissen Grad an Spannung, die sich schon zu lesen lohnt.

Ich habe es wieder nicht geschafft, sämtliche Bücher im April zu lesen und musste wieder drei mit in den Mai nehmen. (Heute ist der 02. Mai), aber glücklicherweise habe ich gestern schon zwei Bücher beenden können. Fehlt heute nur noch das letzte, dann kann ich mit meinem Maibüchern beginnen. xD
Jules :)

Mittwoch, 10. Juni 2015

Liebe in Zustellung (Melanie Elberfeld) [Q]

Hallo ihr Lieben!

Ein neuer Quickie steht an. Diesmal geht es um "Liebe in Zustellung" von Melanie Elberfeld. Die Geschichte wird frei publiziert und handelt auf 32 Seiten von Chris, der sich in seinen Paketboten verliebt.


Beschreibung:

Chris kommt selten unter Leute und glaubt nicht, so der großen Liebe begegnen zu können, bis diese in Form des Paktbotens vor seiner Türe steht. So oft er kann, bestellt er Dinge und schickt sich sogar selbst Pakete, nur um den Mann so oft wie möglich zu sehen. Doch irgendwann fliegt dieses Spiel auf und obwohl die Situation ziemlich peinlich ist, scheint der Paketbote gar nicht abgeneigt. Aber kann Chris seine Schüchternheit ablegen, um die Sache zu intensivieren?

Meine Meinung:

Also hier finde ich es wieder schwer, meine Gedanken zu sortieren, aber ich will es versuchen.
Was mich sehr, sehr überzeugt hat, war, dass es für eine Kurzgeschichte eine doch recht detaillierte, lang gezogene Geschichte ergeben hat. Jetzt nicht im Sinne von langweilig, sondern im Sinne von: Wie-in-einem-richtigen-Roman.
Gut, das lag natürlich auch daran, dass man als Leser da einsteigt, wo schon eine gewisse Anziehung besteht und nur noch die weitere Entwicklung präsentiert bekommt, aber das habe ich nicht als Mangel empfunden. Ich glaube sogar, dass dieses erste Treffen, dass später angesprochen wird, auch einfach nicht interessant gewesen wäre.
Und sonst geht es für eine Kurzgeschichte einfach langsam voran und das finde ich echt klasse. So sollte es ja auch sein. Man kann ja nur einen kleinen Ausschnitt zu Papier bringen, aber wenn, dann eben spannend und ausführlich und der Sache würdig.
Vielleicht liegt es auch daran, dass die Geschichte einfach sehr erfrischend ist. Ich finde die Idee einfach putzig und wäre auf so was selbst nie gekommen. Aber genau das ist der springende Punkt: Es ist nicht nur so eine 0-8-15 Liebesgeschichte, sondern mal was anderes – eben das, was bei Kurzgeschichten den Reiz ausmachen sollte. Für mich sollte eine Kurzgeschichte eben das erzählen, was sich lohnt, erzählt zu werden, auch wenn es nicht Stoff für einen ganzen Roman ergibt. Und das wurde hier einfach perfekt umgesetzt.
Und dadurch, dass alles relativ langsam voran geht, wird es auch spannend. Man fragt sich zwangsläufig, wie es weiter gehen wird und obwohl einen klar ist, dass ein Happy End gibt, erahnt man nicht schon sofort, wie es dazu kommen wird.
Ich fand auch den leichten Humor, der in der Geschichte eingeflochten war, sehr schön. Ich musste mehrmals schmunzeln und hätte gerne auch noch viel mehr dazu gelesen. Hat mir wirklich gut gefallen.
Das einzige, was ich zu kritisieren habe, ist der Sex am Ende. Oder… es war ja nicht mal eine Sexszene, es war ja nu die Andeutung, dass es nun zur Sache geht. Ich finde, das hätte es gar nicht gebraucht, weil es auch so schon perfekt war. Aber es hat jetzt natürlich auch nicht alles kaputt gemacht.
Für einen Quickie echt super!

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Wer sich nicht an der geringen Seitenanzahl stört, sollte hier dringend vorbeischauen. Ich bin sicher, dass wird jedes Gay-Romance-Fan-Herz höher schlagen lassen. Ich fand die Story wie gesagt sehr erfrischend und irgendwie gewieft, also einfach super.

Wie sagt man so schön: In der Kürze liegt die Würze?! Leider ist das ja in vielen Kurzgeschichten nicht so der Fall, umso mehr begeistert es mich, dass es hier so ist. :D
Jules :)

Montag, 8. Juni 2015

Neuzugänge #3

Huhu!

Auch diesen Monat gab es wieder eher weniger Neuzugänge. Ich gebe mein Geld momentan echt lieber für Bücher aus. Aber da ich in Köln nicht widerstehen konnte, kann ich euch immerhin zwei neue Dinge vorstellen. Glücklicherweise ist der Manga Teil einer Reihe und deshalb stelle ich euch auch die ganze Reihe vor. Los geht’s.


P.P.B. Play Boy. Blues 1-5 – Shiuko Kano 
(noch nicht abgeschlossen)

Ganz ehrlich? Der Manga geht mir voll auf den Sack. Ich fand schon in Band 4 total doof, dass plötzlich die Sichtweise wechselt und zwei andere Figuren plötzlich die Hauptrollen spielen. Zunächst dachte ich noch, dass ist Teil der eigentlichen Geschichte, aber jetzt wird in Band 5 erklärt, dass das tatsächlich so beibehalten werden soll und die ursprüngliche Geschichte mehr oder weniger mit Band 3 abgeschlossen gewesen ist. Mich regt das unglaublich auf. Wenn man eine neue Geschichte erzählen will, soll man doch eine neue Reihe anfangen und nicht so einen Mist machen! Vor allem, weil ich die neuen Hauptcharakter durch die Bank weg absolut unsympathisch finde. Ich will denen ihre Geschichte nicht lesen und irgendwie will ich aber gleichzeitig auch nicht aufhören, weil ich jetzt schon für diese zwei Mangas Geld ausgegeben habe und das dann rausgeschmissen wäre, würde ich jetzt abbrechen. Braucht wirklich kein Mensch! Hoffentlich wird das jetzt keine Endlosreihe, die erst mit Band 20 oder so abgeschlossen ist.
Band 1-3 hat mir aber eigentlich ganz gut gefallen, obwohl ich zugeben muss, dass ich es teilweise ein wenig unübersichtlich finde. Gerade, weil es so viele Charaktere in dem Manga gibt, die sich teilweise auch noch optisch ähneln, und weil diese vielen Charaktere dann auch noch wirr durcheinander reden, usw.…

Jongens - Film von Mischa Kamp

Mein erster Film auf dem Blog. Ich habe ja schon gesagt, ich möchte auch mal was zu Filmen bringen und hier ist nun einer. Wie hat er mir also gefallen?
Ich fand ihn wirklich sehr gut. Es ist eine eher seichte Geschichte, die aber wirklich voller Gefühl steckt und unglaublich toll gespielt ist. Sehr überzeugend und wirklich süß. Mir hat gefallen, dass man erkennt, wie Sieger strauchelt und sich auch z.B. auch Gedanken um seinen Vater macht, der mit seinem Bruder so viel Ärger hat.
Obwohl ich eigentlich mehr auf Dialoge stehe, fand ich es hier gut gelungen, wie man die Gefühle der Charaktere auch nur durch ihre Handlungen erkennen konnte. Das ist wirklich gut gelungen in dem Film. Auch schön ist, dass es ein positives Ende gibt. Ich hab keine Lust mehr auf Dramen, in denen das Ende mehr schlecht als recht ist.
Was ich auch sehr schön fand: Die Entwicklung in dem Film ist in nötiger Langsamkeit. Nichts wirkt überstürzt oder unglaubwürdig. Eine wirklich feinfühlige Art, die der Film da an den Tag legt. Für mich ein durchweg gelungener Film, der absolut sehenswert ist. Kaufen!

PS: Ich suche wirklich immer nach guten Filmen, aber die meisten gehen mir einfach nur auf dem Wecker. Entweder sind sie schlecht gemacht oder das Ende ist einfach nur scheiße. Wenn ihr aber welche kennt, die ihr für empfehlenswert hatltet, dann nennt sie mir bitte! Ich würde mich über Tipps echt freuen.
Jules :)

Samstag, 6. Juni 2015

Der Kuss (Kooky Rooster)

Hey ihr Lieben!

Die heutige Rezension dreht sich um "Der Kuss" von Kooky Rooster. Die Geschichte erschien bei BookRix, umfasst 166 Seiten und handelt von Michael, dessen Welt nach einem Kuss von seinem Nachbarn Lukas Kopf steht.


Beschreibung:

Nach einem Kuss von seinem Nachbarn Lukas weiß Michael nicht mehr, wie ihm geschieht. Obwohl es offensichtlich scheint, dass Lukas ihn mag, stößt dieser ihn immer wieder von sich. Hinzu kommen unzählige Ängste und Missverständnisse, die es ihnen fast unmöglich zu machen scheinen, zu einander zu finden.

Meine Meinung:

Also, was ich vorweg kurz anmerken möchte: Mich hat etwas irritiert, dass da geschrieben steht „die komplette Serie in einem Band“. Ich finde nämlich, dafür, dass es mehrere Teile zusammengefasst sein sollen, ist die Geschichte eigentlich ein wenig zu kurz. Ich wüsste auch nicht, wo das gewisse Cuts gesetzt werden sollten. Für mich war das einfach eine, nicht all zu lange Geschichte, die keinen Stoff für mehrere Teile bietet. Nicht falsch verstehen, ich fand die Geschichte an sich nicht zu kurz oder zu fahrig verfasst, aber eben nicht als komplette Serien anzusehen.
Egal. Gut war sie trotzdem. Ich fand es sehr schön, dass es in der Geschichte sehr viele Missverständnisse gab. Das hat es alles ein wenig spannend gemacht, ohne dass es auf mich too much gewirkt hat.
Allerdings fand ich es ein wenig nervig, dass es lange einfach keine Aussprache gab. Ich mag es zwar, wenn es sich nicht alles gleich klärt, aber gleichzeitig finde ich es nervig, wenn ich sich nur aus dem Grund nicht klärt, weil man lieber vögelt statt zu reden. Das macht mich innerlich ganz kribbelig, das habe ich ja jetzt schon in mehreren Rezensionen so angemerkt. Ich bin der Meinung, wenn man ein Problem hat, dann kann mich es nicht wegvögeln, sondern muss es ansprechen. Und wenn das nicht geschieht, dann nervt mich das so unglaublich sehr, dass es für mich die ganze Geschichte so ein wenig… vielleicht nicht versaut, aber doch im positiven Eindruck abmindert.
Was ich aber wiederum sehr gut an der Geschichte fand, war gerade der Anfang. Ich finde es gut, dass Lukas sich seiner sexuellen Orientierung noch nicht bewusst ist und sich erst mal wirklich selbst finden muss. Diese ganze Abwehrhaltung, die man dann am Anfang vielleicht dagegen hat, wurde sehr gut dargestellt und ich fand sie auch nicht übertrieben, auch wenn es vielleicht ein wenig krass wirken mag. Aber manchmal ist es ja tatsächlich genau so.
Das gilt übrigens auch für den Sex. Sie haben ja Beide noch keine Ahnung von schwulem Sex und null Erfahrung gesammelt vorher und das wird gut in die Sexszene eingearbeitet. Wenn beide eben noch total unwissend und vielleicht auch unsicher sind, dann ist es eben nicht super romantisch, etwas unbeholfen und vielleicht auch schmerzhaft und kurz – all das ist hier wirklich super eingearbeitet worden und hat mich mit am Meisten überzeugt.
Irgendwie fand ich Michaels Umgang mit seiner Mutter ein wenig krass, obwohl ich gleichzeitig sagen muss, dass es so ein wenig diese typischen Teenagerphase darstellt, was mir dann doch wieder gut gefallen hat. Ich mag es, wenn etwas einfach nicht geschönst sondern eher authentisch beschrieben wird.
Wo wir gerade bei der Mutter sind: Ich mochte die Charaktere allesamt sehr gerne und sie hatten auch alle so ihren eigenen Charakter, der in die Geschichte gepasst hat. Teilweise hat es der Geschichte auch ein wenig Humor eingebracht, was sicher nie verkehrt ist.
Fairerweise muss ich sagen, dass mich andere Geschichten von Kooky Rooster etwas mehr überzeugt haben, aber nur, weil eine Geschichte nicht so gut, wie eine andere ist, muss sie ja noch lange nicht schlecht sein. Also glaubt nur nicht, dass diese Story hier ihren Kauf nicht wert wäre, denn das ist sie.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Wer auf diese ganze Coming-out-/Selbstfindungs-Sache Lust hat, ist hier richtig, aber auch sonst ist es einfach eine schöne Liebesgeschichte, die übrigens ohne Kitsch auskommt und spannend ist.
Wie oben schon gesagt: ich finde, der Kauf lohnt sich.

Ich habe mich neulich dabei ertappt, wie ich in manchen Büchern immer wieder die gleichen Szenen lese, weil sie mir so gefallen. Gäbe es „Wetten, dass…“ noch, dann könnte ich mich da anmelden und wetten, dass ich diese Szenen fehlerfrei rezitieren kann. Bitte sagt mir, dass ihr auch solche Szenen habt, die ihr einfach liebt und immer wieder lest.
Jules :)

Mittwoch, 3. Juni 2015

Spartipps [K]

Hey Leute,

weil ich ja unter meinen Freunden allgemein als Sparfuchs bekannt bin, kommt es immer wieder mal vor, dass sie mich fragen, ob ich nicht irgendwelche Tipps für sie habe. Neulich hat jemand wissen wollen, wie ich meine Büchersucht mit meinem Geiz vereinbaren kann. Und nachdem ich demjenigen ein kleines Referat darüber gehalten hatte, habe ich mir gedacht, dass ich diese Buchspartipps auch euch mitteilen könnte. Zwar bin ich der Meinung, kein Cent, der in ein Buch gesteckt wird, ist ein vergeudeter, aber manchmal hat man eben auch diesen Cent einfach nicht übrig und dann muss man einfach Nein sagen können…
Ich gehe mal davon aus, dass ihr das meiste schon mal gehört habt oder gar selbst praktiziert, aber vielleicht ist ja doch etwas Neues für euch dabei. Oder vielleicht hattet ihr noch nicht so die Motivation, das, was ihr gehört habt, umzusetzen. Aber ich kann euch versichern, es lohnt sich. Hier also meine Tipps:

  • Wenn ihr nicht gerade zu den Leuten gehört, die immer nur druckfrische Bücher ihr Eigen nennen müssen, dann kann man super sparen, indem man nach gebrauchten Büchern Ausschau hält. Achtet dabei aber darauf, dass ihr da evtl. noch Porto drauf legen müsst. Oft kostet ein Buch im Laden 10€, gebraucht nur 7€ - mit 3,95 Porto legt ihr aber schon drauf.
    Das ist meist bei fast neuen Büchern der Fall. Deshalb schaut auch mal nach Büchern mit „leichten Gebrauchsspuren“ oder Mängelexemplaren. Die Fehler an dem Buch sind meistens kaum tragisch, aber das Buch wesentlich billiger. Für manche mag das zunächst vielleicht ein Unding sein, so was zu kaufen, aber euer Geldbeutel wird darüber sich freuen.

  • Nicht nur bei gebrauchten Büchern sondern auch im Allgemeinen lohnt sich immer ein Preisvergleich. Manchmal haben Geschäfte gerade Aktionen, durch die ihr das Buch günstiger bekommt. Oft geben große Handelsketten wie „Weltbild“ oder „Der Club Bertelsmann“ auch ihre eigenen Sonderausgaben heraus, die dann ebenfalls etwas günstiger sind. (Häufig auch in Form von Taschenbüchern, die sowieso weniger kosten.)
    Egal ob im Buchladen oder im Internet, immer Preise vergleichen und solche Specials mitnehmen.

  • Zu den eher allgemeinen Tipps gehören auch noch eBooks. Ich weiß, für viele sind eBooks ja noch ein No-Go, aber wer sich damit angefreundet hat, kann sparen. Nicht, dass ich Fan davon bin, keine Printausgaben mehr zu kaufen, aber wenn ein eBook wesentlich günstiger ist, lohnt sich die Überlegung schon. Ich mache es meistens so, dass ich gewisse Bücher (Lieblingsautoren, Lieblingsverlag…) immer nur als Print kaufe, aber bei allen anderen nach eBooks Ausschau halte.
    Außerdem hat man so auch noch Zugriff auf viele Werke, die nur als eBook erhältlich sind. Die sind häufig sehr günstig und oft noch im Budget drin.

  • Ansonsten ist es immer gut, seine Bücher wirklich im Laden zu kaufen und nicht über das Internet. Das gilt übrigens nicht nur für Bücher, sondern ist eine allgemeine Tatsache: Wenn man sieht, wie das Geld über die Theke wandert, dann tut es mehr weh, als wenn man es einfach vom Konto abbucht. So bekommt man erstmal ein Gefühl dafür, wie viel Geld man schon wieder ausgegeben hat.

Wenn ihr wie ich allerdings viel im Internet kauft, dann kann ich euch jetzt aber noch meine persönlichen Sparmaßnahmen erläutern:

  • Ich habe mir für meine eBooks ein monatliches Limit gesetzt, dass ich versuche einzuhalten. Dabei gehe ich allerdings so vor, dass eins offizielles Limit gibt und ein inoffizielles. Soll heißen:
    Ich versuche, im Monat nicht mehr als 20€ für eBooks auszugeben, habe aber ein inoffizielles Budget von 25€. Aufgrund der so gut wie nie glatten Preise schafft man es eigentlich so gut wie nie, wirklich glatt 20€ auszugeben. Und wenn dann am Ende des Monats auch noch alle Bücher gelesen sind, muss vielleicht doch noch eines her. Deshalb habe ich eine Toleranzspanne von 5€ eingerichtet. Die tun mir nicht weh, aber wenn ich sie nicht brauche, ist es umso besser.
    Außerdem schafft man es dann leichter, sein gesetztes Limit einzuhalten, wenn man weiß, dass man evtl. doch noch ein Buch mehr haben könnte… (Das beruhigt das Suchtverhalten sozusagen ein wenig ;D)

  • Damit ich eine grobe Ahnung habe, wie ich für meine 20€ (bzw. 25€) die meisten Bücher raushole, habe ich mir eine Übersicht aufgestellt, die immer aktualisiert wird. Soll heißen, ich habe mir meine gesamte Wunschliste mit Preisen notiert und sitze dann wirklich am Ende des Monats da und rechne aus, welche Bücher ich mir für mein gesetztes Budget alles kaufen kann. Ein paar Kalkulationen später habe ich dann die optimale Auslastung gefunden und dann wird gekauft!
    (Ich gebe zu, diese Methode ist ein wenig extrem, aber es hilft mir ungemein, wirklich mein Limit einzuhalten und dabei aber gut bestimmen zu können, welche Bücher ich unbedingt haben will und welche dann noch zusätzlich möglich sind.)

  • Wenn es schon darum geht, wichtige und unwichtige Bücher zu trennen, kann ein Ranking hilfreich sein. Wenn ihr eh eure Wunschliste notiert habt, könnt ihr gut darauf vermerken, welche der Bücher ihr unbedingt lesen wollt und welche auch noch ein paar Wochen (Monate?) Zeit haben. So fällt es euch leichter, auch mal Nein zu einem Buch zu sagen, weil es eh nicht sooo interessant für euch ist.

  • Wie oben schon gesagt, tut es mehr weh, wenn man das Geld direkt ausgibt, statt einfach einen Betrag vom Konto abbuchen zu lassen. Falls ihr aber gerne im Internet bestellt, ist das eher nicht möglich. Um trotzdem das Gefühl für Geld zu behalten, schreibe ich mir immer eine Liste, welche Bücher ich in dem Monat schon gekauft habe und notiere wieder den Preis. Oft rechne ich am Ende des Monats die Summe aus und erbleiche. Aber genau dieser Effekt ist nötig, um sich darüber klar zu werden, dass man es manchmal einfach übertreibt. Dann kann man es im nächsten Monat besser machen und vielleicht den einen oder anderen Kauf überdenken.
    Oder ihr stellt eben auch für diese Bücher eine obige Liste samt Limit auf, um gleich vorzubeugen. (Ich selbst mache das nicht, weil ich bei Printversionen immer zu Spontankäufen neige und diese folglich nicht groß planen kann.)

  • Ein eher kleiner Hinweis ist noch, dass ihr, bevor ihr auf „Bestellung abschicken“ klickt (bzw. im Laden an die Kasse geht), noch einmal eure Bücher durchgeht. Fragt euch dabei einfach: „Brauche ich die Bücher wirklich alle oder hat eines davon vielleicht noch Zeit?“ Sie laufen ja nicht weg, man kann sie genauso gut erst im nächsten Monat bestellen, wenn wieder neues Geld aufs Konto geflossen ist.
    Schaut euch auch die Endsumme an (bzw. überschlagt in der Buchhandlung einmal die Preise grob) und überlegt, ob ihr wirklich so viel ausgeben wollt.
    Das ist etwas total simples, kann aber Wunder wirken.

  • Zuletzt muss euer SuB dran glauben. Wenn man mich fragt, wie groß mein SuB ist, lautet die Antwort meistens: „Ich habe keinen.“ Das ist nicht gelogen. Ich kaufe immer nur dann Bücher, wenn ich keine mehr zu Hause habe. Solange ich noch welche habe, muss ich nicht noch mehr dazu kaufen. Wenn ich also mal ein ungelesenes Buch hier habe, dann liegt das daran, dass ich meine Monatsplanung noch nicht abgearbeitet habe und nicht daran, dass ich zu viele gekauft habe.
    Gut, ihr mögt das anders sehen und falls ihr an eurem SuB hängt, wieder der Tipp mit dem Limit. Kauft erst wieder Bücher, wenn euer Stapel bis auf 5 oder 10 oder wie viel Bücher auch immer abgearbeitet ist. Ihr könnt eh nicht alle auf einmal lesen, warum dann mehr kaufen als nötig?

So, das war’s. Und bevor jetzt irgendjemand fragt: Ja, ich halte mich an jeden einzelnen dieser Tipps. Mit meinem geringen Gehalt bleibt mir auch nichts anderes übrig. Und bevor ihr mich jetzt als verrückt und geizig hinstellt, muss ich vielleicht zugeben: Manchmal geht es auch mit mir durch und ich kaufe ein, zwei Bücher mehr als geplant. Aber selbst wenn ich mal über die Strenge schlage, reißt es kein Loch in mein Konto, weil ich mich sonst ja strikt an meine Sparmaßnahmen halte. Und ich sehe es auch immer so: Wenn ich genug gespart habe, kann ich mir zur Belohnung ja ein neues Buch kaufen. ;)
In diesem Sinne wünsche ich euch viel Erfolg beim Sparen!

Jules :)