Freitag, 31. Juli 2015

Juli

Hallo meine Lieben!

Ein weiterer Monat ist um und wieder steht eine Monatszusammenfassung an. Der Juli war ein seltsamer Monat, in jeglicher Hinsicht. Aber lest selbst:

Rund um den Blog

Ich war selten so produktiv, wie im Juli. Ein Interviewangebot hat den Stein so ein wenigs ins Rollen gebracht. Nicht nur, dass ich an Interviews so viel Spaß gefunden habe, ich bin auch sonst total kreativ gewesen und habe gefühlt 1.000 neue Kolumnenposts geschrieben. Ich glaube, wenn sie nächstes Jahr wieder on gehen, wird das richtig, richtig gut.
Ich hoffe sehr, dass meine neu gefundene Kreativität anhält, weil es mir so viel Spaß macht, neue Dinge auf dem Blog zu bringen.
Ich bin auch sehr zufrieden mit der Entscheidung, jetzt öfters am Montag noch einen Blogpost hochzuladen. Ich habe mich ja jetzt dazu entschlossen, hauptsächlich englische Bücher und Rezensionsexemplare zu bringen, aber ab und an wird sich auch mal eine "normale" Rezension darunter schleichen. Seit ich das mache, habe ich das Gefühl, endlich geht es mal voran auf dem Blog. Ich muss nächstes Jahr unbedingt etwas ändern - so viele Bücher in der Warteschleife zu haben, darf mir nicht mehr passieren. Es ist nämlich für mich ebenso ärgerlich wie für euch, wenn eine Rezension so lange auf sich warten lässt, obwohl sie fertig ist.

Bücher, Bücher, Bücher

Jetzt beginnt der wirklich seltsame Teil. Ich hatte in diesem Monat ein Buch, das ich eigentlich gar nicht lesen wollte und das mich jetzt so positiv überrascht hat, dass ich froh bin, mich überzeugt haben zu lassen. Dann gab es noch ein Buch, auf das ich mich gefreut habe, und das mich dermaßen enttäuscht hat, dass ich in der Rezension leider kein gutes Wort dafür habe finden können. Nicht nur, dass mich das wirklich geärgert hat, ich habe mich mit dem Buch auch über Wochen gequält und das ist einfach schade. Man will es dann immer zu Ende lesen, aber es hört und hört nicht auf und man hat einfach keine Lust mehr und würde es am liebsten aus dem Fenster werfen.
Worüber ich mich gefreut habe, waren die Rezensionsexemplare. Ich bin nicht jemand, der sich Autoren/Verlagen aufdrängt und um Rezi-Exemplare "anbettelt" (Ich weiß, dass das eigentich nicht "anbetteln" ist, aber ich fühle mich dabei immer so.). Aber ich freue mich total, wenn man es mir von sich aus anbietet und ich mache das auch echt gerne. Es ist halt irgendwie etwas anderes, als einfach irgendeines zu kaufen.
Ich bin ja niemand, der sich einen Stapelt ungelesener Bücher hält, aber momentan führe ich dann doch konstat einen solchen, auch wenn sich dieser auf 2 Bücher beschränkt. Ich fürchte, ich bin echt kaufsüchtig geworden. Seit ich den Blog betreibe, ist das auch noch schlimmer geworden. Ist auch echt nervig: Ich habe meine Wunschliste komplett durchgeplant, so dass ich die meiste Bücher davon in diesem Jahr noch lesen kann. Aber jetzt sind schon wieder über 10 neue dazu gekommen und ich verzweifle. Wenn ich im Lotto gewinnen würde, dann würde wohl alles für Bücher draufgehen.

Mein Leben und ich

Der Juli war ein ganz furchtbarer Monat. Ich hatte irgendwie ständig nur Stress und so viel zu tun, dass einfach die Zeit, die ich für mich alleine hatte, zu wenig war. Ich bin aber ein Mensch, der ganz viel Ruhe und Zeit für sich braucht und wenn ich die nicht habe, dann werde ich zum einen schlecht gelaunt und unerträglich und zum anderen macht es mich psychisch einfach fertig.
Hinzu kam dann noch, dass ich mal wieder eine Entscheidung treffen musste, die mit meiner Zukunft zusammen hängt und die mir wieder aufs Gemüt geschlagen ist. Es gibt einfach so Dinge, da graut es einen davor. Jetzt, da ich eine Entscheidung getroffen habe, weiß ich immernoch nicht, ob das wirklich richtig war. Im Moment fühlt es sich wieder falsch an, aber wenn ich dann darüber nachdenke, wieder richtig. Ich hasse das einfach so sehr, wenn mein Bauchgefühl mir nicht wirklich weiterhelfen kann. Ich habe ja eh schon das Problem, dass mein Bauch immer laut schreit und ich dann trotzdem auf meinen Kopf höre. Aber nun habe ich mir endlich vorgenommen, wieder mehr auf mein Gefühl zu hören und dann versagt es. Leider hat mir das Nachdenken auch nicht viel gebracht, weil ungefühlt genausoviel Argumente dafür wie dagegen gesprochen haben. Frustrierend.
Mittlerweile habe ich mich ja schon ein wenig damit abgefunden, das der Juli eher nicht so mein Monat ist. Obwohl ich hoffe, dass die letzten Tage (heute ist der 25. Juli) noch ein wenig ruhiger verlaufen.
Was ich aber unbedingt mal los werden möchte, auch wenn ich häufig alles schlecht rede oder zumindest oft niedergeschlagen bin: ich bin eigentlich jemand, der sich leicht wieder motivieren kann. Und das liegt hauptsächlich daran, dass ich wirklich an das Schicksal glaube. Kingt jetzt doof, aber ich will mal versuchen, es zu erklären:
Ich denke mir eben einfach, dass es normal ist, dass es im Leben Höhen und Tiefen gibt und glaube fest daran, dass nach einer Phase, in der alles schief läuft, auch wieder eine Phase folgt, in der alles super ist. Und vor allem glaube ich daran, dass alles vorherbestimmt ist und einen gewissen Sinn hat. Ich motivierem ich also damit, dass das, was gerade scheiße läuft, in der Zukunft wieder auf etwas hinauslaufen wird, dass mein Leben dann positiv verändert. Als ich damals keinen Job gefunden und deshalb mein Abi noch gemacht habe, dachte ich, alles ist scheiße, weil ich ja eigentlich arbeiten wollte. Aber die Abizeit war eine der besten Zeiten meines Lebens und ich bin jetzt auch so stolz darauf, es gemacht zu haben - es hat also letztlich etwas gutes gehabt, dass ich nicht sofort ins Berufsleben einsteigen konnte.
Und egal, was in meinem Leben gerade passiert, ich sage mir dann immer, dass es einfach einen Grund hat und es wieder besser wird und das hilft mir wirklich.
Außerdem... um noch mal auf die Entscheidung zurück zu kommen. Ich habe mich so davor gefürchtet und lag nächtelang wach, aber jetzt ist es um und ich belächle mich fast, so einen Hype darum gemacht zu haben. Es erscheint einen anfangs immer schlimmer, als es wirklich ist und man muss sich dann auch einfach mal selbst klar machen: Es geht vorbei. Alles geht irgendwann vorbei. Und man wird es überlebe. Vielleicht ist es schwer, aber es macht einen ja nur stärker. Aber Fakt ist: nur weil mal etwas schief läuft, geht das Leben ja irgendwie weiter und oft ist danach alles besser als davor. Deswegen: Immer positiv denken, komme was wolle! Wir packen das. Wir sind nämlich viel stärker, als wir glauben.
Am Montag hatte ich übrigens 2jähriges Blogbestehen. Das ist ein wenig untergegangen, weil ich es nicht an die große Glocke gehängt habe. Aber tatsächlich gibt es meinen Blog jetzt schon 2 Jahre und ich bereue keinen einzigen Tag davon. Es macht so unglaublich viel Spaß und ihr seid so toll! Ich möchte euch wirklich noch mal von ganzem Herzen danken, dass ihr meinen Blog lest, kommentiert, verfolgt, etc. Ich weiß das wirklich zu schätzen. Auch wenn es manchmal anstregend ist oder ich keine Lust habe, schon wieder den halben Sonntag am Blog zu basteln, mache ich es doch gerne und ich mache es nicht nur für mich, sondern auch für euch.
Dann hatte nicht nur mein Blog Geburtstag, sondern auch ich. Jetzt bin ich offiziell alt. Obwohl ich schätze, dass 21 Jahre wohl noch nicht viel sind. Danke auch noch an alle, die mich beglückwünscht haben. Mein Geburtstag verlief übrigens recht unspektakulär. War ja ein normaler Arbeitstag, da konnte ich also nicht viel unternehmen. Aber manchmal reicht es auch schon, zu wissen, dass die Liebsten an einen gedacht haben - und mit ihnen vielleicht noch ein paar unbekannte, nette Leute, die man nur über das Internet kennt - und einfach wertzuschätzen, dass man wieder ein Jahr recht glücklich und gesund zu Ende gebracht hat.

Vorschau auf den August

Im August habe ich noch eine Woche Urlaub und kann vielleicht ein wenig entspannen, vom Juli runterkommen. Ich hatte ja neulich schon Urlaub, der mir auch gut getan hat. Aber durch meine Kölnreise war der Urlaub halt doch auch stressig und ereignisreich. Jetzt wird es Zeit, dass ich einfach mal die Seele baumeln lassen kann.
Auch buchtechnisch freue ich mich auf den August. Ich habe einige Bücher, die ich im August kaufen will, von denen ich jetzt schon weiß, ich werde sie lieben. Deshalb kann ich es kaum erwarten, dass der erste ist und ich zuschlagen kann. (Wer meine Spartipps gelesen hat, weiß, ich richte mich nach strengen Prinzipien und deshalb wird das Budget nicht überstrapaziert, sondern brav der neue Monat abgewartet.)
Aber wisst ihr, worauf ich mich eigentlich am meisten freue? Das ist nämlich gar nicht der August, sondern - wehe ihr lacht - Weihnachten. Eigentlich habe ich ja Angst vor der dunklen Jahrezeit, weil meine Stimmung dann immer ebenso dunkel ist, aber ich habe so Lust auf die Adventszeit und alles... Meine Güte, das ist echt bescheuert, aber ich kann es kaum erwarten.
Aber egal: Die Frage ist, was erwartet euch im August? Die Antwort lautet: viel. Der August ist nämlich so ziemlich komplett mit Montags-Rezis gespickt - teilweise zu nicht so alltäglichen Büchern - und dann gibt es auch wieder einen Neuzugänge-Post und wer weiß, was mir vielleicht noch einfällt. Ich freue mich jedenfalls auf diesen Blogmonat.

Famous last words

"Unser Schicksal tragen, heißt es besiegen."
Edward George Bulwer-Lytton

Jules :)

Mittwoch, 29. Juli 2015

Verwählt (L. C. Coulori) [Q]

Hi!

Das Buch "Verwählt" ist heute das Thema. Es stammt von L. C. Coulori, umfasst 69 Seiten und wird frei publiziert. In dem eBook geht es um Mark, der einen Anruf von einem Fremden erhält.




Beschreibung:

Nach einem stressigen Tag wird Mark mitten in der Nacht von einem Fremden geweckt, der ihm am Telefon die Meinung geigt. Nachdem Mark das Missverständnis aufklären kann, redet er noch erstaunlich viel mit dem Frenden, der seltsamerweise einen ziemlichen Eindruck bei ihm hinterlassen hat. Zufall oder nicht, bleibt es nicht bei einem Telefonat und plötzlich wird Marks Leben dadurch ziemlich aufgewühlt.

Meine Meinung:

Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich jetzt sagen soll, mir ist diese ganze Geschichte viel zu zufällig, oder ob ich mich an die Erklärung im Buch klammern soll, dass es einfach Schicksal ist. Aber letztlich - Schicksal hin oder her - finde ich die Zufälle teilweise einfach zu krass und damit unrealistisch.
Nichtsdestotrotz konnte ich der Geschichte etwas abgewinnen. Zum einen finde ich die Idee einfach witzig und zum anderen mochte ich, dass es weder kitschig noch langweilig ist. Es ist einfach romantisch, man will wissen, wie es weitergeht und gut ist. Auch der Stil gefällt mir gut, man hat nicht das Gefühl, es wird einem nur so hingeklatscht, sondern schon ausführlich erzählt.
Leider geht es in der Geschichte selbst relativ schnell voran. Gerade am Schluss. Ich kann es zwar nachvollziehen, aber finde es dennoch ein wenig zu fix.
Was ich festgestellt habe: Telefonsex kann heiß sein. Ich mochte den bisher ja nicht in Geschichten, aber der hier hat mir gefallen, obwohl er sehr einfach ist. Aber er ist z.B. nicht obszön und das sagt mir schon sehr zu.
Ich weiß nicht mehr, was ich noch sagen soll. Bei so kurzen Geschichten kann man halt nicht viel sagen, ohne zu viel vorweg zu nehmen. Alles in Allem hat mir die Story eben einfach gefallen, auch wenn es einige Dinge gab, die ich verbesserungswürdig finde. Trotzdem kann ich mir vorstellen von L.C. Coulori noch was zu lesen und werde das wohl auch tun.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich kanns selbst schon nicht mehr sehen, aber auch hier wieder: Typisches Gay Romance. Geeignet für alle Fans dieses Genres, die sich nicht an wenigen Seitenzahlen stören oder an etwas anderem, dass ich oben genannt habe.

Gerade ist Ostern, auch wenn die Rezi viel später kommen wird und diese Info damit hinfällig ist. Warum ich es trotzdem sage, ist: Ich habe jetzt 4 Tage frei und dachte, ich schaffe darin richtig viel für den Blog. Heute ist schon Tag 3 und nichts habe ich geschafft. Da schaffe ich ja an einem einzelnen Sonntag mehr. Was für ein Scheiß, oder?
Jules :)

Montag, 27. Juli 2015

Interview mit Marc Weiherhof [K]

Hey Leute!

Nachdem das letzte Interview recht gut ankam, habe ich mich überlegt, jetzt öfters mal so etwas zu bringen. Deswegen habe ich den lieben Marc Weiherhof gebeten, mir für ein paar Fragen Rede und Antwort zu stehen. Ich habe jetzt schon einige Geschichten von ihm gelesen („Der Pakt“, „BeiKontoeröffnung verführt“ und „Der Bosporus-Kurier“) und rezensiert und freue mich ganz sehr, dass er einem Interview zugestimmt hat.
Nun aber zu den Fragen:

Lieber Marc,

1. zunächst würde ich dich gerne bitten, etwas über dich zu erzählen. Wer bist du und was macht dich aus?
Hallo, ihr Lieben und grüezi lieber Julian. Danke, dass du mit mir dieses Interview führst. Ich bin Schweizer, lebe in der Nähe von Zürich und bin 29 Jahre alt. In meiner Freizeit schreibe ich leidenschaftlich gerne Bücher aus den Genres GayRomance und GayThrill/Crime, die ich mit einem Hauch Erotik spicke. Fotografieren, Kochen, Reisen und Töpfern sind weitere Hobbys, denen ich nachgehe, wenn ich denn Zeit dafür finde. Ich bin ein absoluter Katzennarr und verwöhne unsere beiden Babys nach Strich und Faden. ‚Unsere‘, ja, ich bin glücklich verheiratet (Verpartnert? Eingetragen? Egal: EheFuerAlle!!). Ich bin witzig, neugierig und ein Perfektionist. Gute Kombination, oder?


2. Deine Bücher drehen sich alle um das Genre Crime. Wie bist du dazu gekommen? War es für dich von Anfang an klar, dass du in diesem Bereich schreiben möchtest? Und würdest du andere Genre komplett für dich ausschließen oder gibt es ein Thema, über das du auch gerne einmal schreiben möchtest?
Aber Julian … hast du die Kontoeröffnung vergessen? Das ist ja mal alles andere als ein Thriller, oder? Hihi. Sagen wir es so: Ein ganzes Buch fülle ich bislang ‚nur‘ mit Crime, Kurzgeschichten können auch lustig und spritzig sein.
Ich wollte schon lange ein Buch schreiben, hatte aber nie eine Idee und ein Genre, die mich überzeugen konnten. Doch dann habe ich ein super geniales Buch auf Englisch gelesen (Titel weiß ich leider nicht mehr), das GayRomance mit Action verband – und da war es um mich geschehen! Endlich wusste ich, was und wie ich schreiben will. Und ein paar Monate später (August 2014) erschien ‚Das Vermächtnis des Unbekannten‘.
Ausschließen tue ich fast nichts, aber ob ich dafür auch Talent habe, weiß ich noch nicht. Ich würde gerne mal eine Komödie schreiben, die in Richtung vom ‚Zivilschutzhorror‘ geht. Die Leser sollen sich vor Lachen den Bauch halten und einfach nur eine lustige und romantische Zeit verleben. Aber vorerst bleibe ich dem Thriller-Genre treu.


3. Du hast dich ja mit deinen Kurzgeschichten schon eher in den Erotikbereich gewagt. Was hat dich dazu bewogen, neben deinen doch recht ausgefeilten Kriminalromanen eher solch seichte Unterhaltung zu schreiben?
Ganz ehrlich? Es gefällt mir sehr, gute und niveauvolle Erotikromane zu lesen und darum dachte ich: Was soll’s? Machste auch mal sowas. Die Kontoeröffnung ist zudem kostenfrei erhältlich und soll potentielle Leser ansprechen und neugierig machen. ‚Bei Kontoeröffnung verführt‘ ist ja als Teil der neuen Serie ‚Gay Romance Short(s)‘ entstanden. Unter diesem Namen werde ich weitere Kurzgeschichten veröffentlichen. Die müssen nicht immer in Richtung ‚Einhandliteratur‘ gehen. ‚Zivilschutzhorror‘, zum Beispiel, ist eine sehr witzige Kurzgeschichte über sechs Tage in der Zivilschutzhölle. Zudem habe ich eine Story angefangen, wo es um das Mittelalter, Ritter, Schwerter und Burgen geht. Du siehst also: Ich bin sehr vielseitig. *g* Aber irgendwie fehlt mir bei diesen Geschichten immer der Stoff, um daraus ein Buch zu machen, darum bleiben die meistens Kurzgeschichten …


4. Deine Romane besitzen meist recht außergewöhnliche Verstrickungen, die ich jetzt nichts mit dem gewöhnlichen Mord und Totschlag zu tun haben, wie man ihn z.B. aus sonntäglichen Fernsehkrimis kennt. Was inspiriert dich zu diesen eher außergewöhnlichen Zusammenhängen und Handlungen in deinen Büchern?
Zeit … Ich erarbeite meistens mal eine grobe Idee, die ich dann immer weiterspinne, bis es mir so gut gefällt, dass ich anfange zu schreiben. Und wenn ich ehrlich bin, flechte ich vieles erst beim Schreiben ein, was gar nicht im Drehbuch steht. Meine Geschichten entwickeln sich quasi aufm Weg ins Ziel. Ich durchforste das Internet nach coolen Ideen und spinne die dann so um, dass sie eigentlich gar nichts mehr mit der Ursprungsidee zu tun haben …


5. Ich weiß, dass du nebenbei noch einem ganz normalen Job nachgehst. Da bleibt nicht viel Zeit fürs Schreiben. Wie schaffst du es dennoch, alles unter einen Hut zu bekommen?
Einem ‚normalen‘ Job? Hihi, was auch immer das ist. Soll ich dir ein Geheimnis verraten? Ich schreibe meistens im Büro, während der Mittagspause. Da habe ich wunderbar Zeit, um meine Geschichten zu schreiben, zu korrigieren und zu überarbeiten. Aber irgendwie ist es so, dass ich am Abend gar nicht mehr in der Lage bin, zu schreiben. Überarbeiten ja, aber Neues schaffen? Nö, keine Chance. Zu ausgepowert vom Tag.


6. Du hast nun schon einige Bücher geschrieben, in denen die unterschiedlichsten Charaktere auftauchen. Gibt es einen deiner Protagonisten, mit dem du dich selbst ein bisschen identifizieren kannst?
In jedem meiner Hauptprotas steckt irgendetwas von mir – ein kleiner Teil Marc Weiherhof. In den Geschichten verarbeite ich Erfahrungen, Ängste oder Wünsche. Wenn ich die Bücher am Schluss nochmals lese, entdecke ich sehr viel von mir. Meinungen, Einstellungen, Stereotypen? Ich muss jeweils schmunzeln. Aber der Prota, mit dem ich mich am meisten identifiziere, ist Raphael Böhmer aus ‚Zivilschutzhorror‘. In dieser Kurzgeschichte habe ich meine eigenen Erfahrungen im Zivilschutz verarbeitet und sogar während des Dienstes daran geschrieben. Natürlich habe ich das Ganze dann übertrieben und überspitzt dargestellt. Ich bin nicht so ‚bunt‘ wie es Raphael ist.


7. Was dürfen wir für die Zukunft erwarten? Schreibst du schon an einem neuen Buch?
Die erste Runde des Lektorats für meinen neuen Thriller ist abgeschlossen. Nun folgen die zweite Runde und das Korrektorat. Ich habe einen neuen Verlag gefunden und freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit den Leuten vom MAIN Verlag. Den Titel kann ich dir noch nicht verraten, weil ich noch keinen habe. Ich bin im Moment daran, einen neuen Titel zu suchen. Aber hier schon mal die Inhaltsangabe zum neuen GayThriller:
Doktor Korvin Lindner bietet sich die größte Chance seines bisherigen Lebens: Er erhält das seltene Privileg im Swiss Biobank Laboratory an einem Heilmittel zu forschen.
Mit durchschlagendem Erfolg.
Doch dieser Sensationserfolg hat auch Schattenseiten. Korvins Zusammenleben mit seinem Partner Niclas und dem kleinen Sohn Elija leidet massiv unter der Arbeit. Im Moment der größten Verzweiflung flüchtet sich Korvin in die starken Arme seines attraktiven Laborpartners.
Die Lage spitzt sich zu. Die Kampfeinheit egO, eine Bioterrorismus-Organisation, will das Heilmittel an sich bringen. Korvin wird zu einer Schachfigur im perfiden und gefährlichen Spiel um Macht, Geld und Vergeltung. Um ihr Ziel zu erreichen, spritzt egO Korvins fünfjährigem Sohn das tödliche Virus.
Ein unbarmherziger Wettlauf gegen die Zeit beginnt …
Wird es Korvin gelingen die Bioterroristen aufzuhalten und seinen Sohn zu retten? Übersteht seine Beziehung diesen schweren Schicksalsschlag?


Ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast, die Fragen zu beantworten.
Für alle, die noch mehr über Marc und seine Bücher in Erfahrung bringen wollen, verlinke ich hier noch seinen Blog und seine Bücher.
Jules :)

Samstag, 25. Juli 2015

Kyle & Jason: The Beginning (Andy D. Thomas)

Hallo

Das heutige Buch nennt sich "Kyle & Jason: The Beginning", stammt von Andy D. Thomas und wird frei publiziert. Auf 484 Seiten geht es um Kyle, der eine Affäre mit dem älteren Jason anfängt.
Kleine Vorwarnung: Das Buch ist ein Erotikroman und umfasst Dominance/Submission-Spiele.


Beschreibung:

Jason Montgomery hat ein Auge auf den 18jährigen Schüler Kyle geworfen. Glücklicherweise geht dieser auf Jasons Annäherungsversuche ein und schnell entwickelt sich zwischen den beiden eine heiße Affäre, deren Sex hautpsächlich von Dominance/Submission-Spielen geprägt ist. Jason versucht dabei, Kyle in drei Wochen auf das erste Mal vorzubereiten. Nach und nach bauen sich dabei allerdings auch Gefühle auf, die ihre Beziehung noch einmal intensivieren.

Meine Meinung:

Also im Prinzip ist dieses Buch ein niedergeschriebener Porno. Es besteht quasi nur aus ausführlichen Sexszenen, die aber unglaublich gut gemacht sind. Das Buch bedient sich zwar auch mal derberer Wörter, wird aber nie obszön sondern ist immer niveauvoll. Ehrlich gesagt habe ich nicht gedacht, dass eine reine Erotikgeschichte doch so viel Stil haben kann. Es ist wirklich sehr sexy und heiß, aber niemals plump. In der Tat bin ich von dem Roman wirklich begeistert. Ich habe zwar sehr lange an der Geschichte gelesen, weil ich einfach nicht so viel Porn auf einmal lesen kann – irgendwann wird es einfach too much –, aber das lag nicht an der Geschichte, denn die ist großartig. Es gibt auch eine gewisse Hintergrundthematik, es geht also nicht nur rein ums – sorry – Ficken. Natürlich ist das jetzt nichts mega komplexes, ausgefuchstes, aber immerhin gibt es der Geschichte Struktur und Sinn und macht sie einfach super – ich hab’s oben schon gesagt – niveauvoll.
Was ich super fand: Die drei Wochen, die in dem Buch behandelt werden sehr ausführlich und detailliert behandelt. Das liegt natürlich daran, dass sie sehr viel Sex haben und die Sexszenen unglaublich weit ausgedehnt werden. Allerdings werden sie dabei nie langweilig, sondern sind immer sehr heiß. Man hat also nicht das Gefühl, es sei lang gezogen oder gar langatmig.
Das Buch handelt von BDSM, wobei man wirklich sagen muss, dass es eigentlich nur Bondage und gewisse Dominanzspielchen beinhaltet und nicht wirklich SM. Das ist wirklich positiv, weil das selten der Fall ist. Meistens gehen solche Geschichte letztlich doch eher in die SM-Schiene. Ich, der ich SM ja eigentlich bevorzuge, muss zugeben, dass ich es hier auch nicht vermisst habe. Die Szenen waren wirklich perfekt, so wie sie geschrieben wurden.
Was auch sehr schön war: Es wird auf die Gefühle der Protagonisten eingegangen. Es ist gibt niemals nur hirnloses Rumvögeln, sondern da sind Gefühle im Spiel, die man auch wahrnimmt und die auch angesprochen werden. Außerdem finde ich klasse, dass auch auf Sicherheitsmaßnahmen wert gelegt wird. Hier wird nichts irgendwie besonders sexy, aber dabei unrealistisch oder gar gefährlich geschildert, sondern wirklich immer im sicheren Bereich.
Gibt es Kritik? Ja, aber wenig. Ich fand es ein wenig krass, wie oft die Protagonisten Sex haben. Ich meine, klar, es ist ein niedergeschriebener Porno, aber ich fass es einfach nicht, wie oft die am Tag miteinander zu Gange waren. Und ich frage mich auch, ob das wirklich geht oder nur für das Buch ein wenig übertrieben wurde.
Außerdem ist mir aufgefallen, dass oft das Wort „geil“ darin vorkommt. Ich finde, das ist jetzt ein Wort, dass nicht sonderlich anstößig ist und das man gut und gerne benutzen kann – nur nicht so oft. Mich hat da einfach diese Wortwiederholung gestört.
Auch nicht schön fand ich, dass es teilweise einen Rollenwechsel zwischen den Beiden gab. Ja, ich weiß, so was gibt es und viele stehen drauf – aber ich halt eben nicht. Das ist aber keine Kritik, sondern nur mein persönlicher Geschmack.
Ansonsten kann ich wirklich nichts bemängeln! Echt top!

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Definitiv erst ab 18 Jahren zu empfehlen! Wenn man auf Erotikromane steht, muss man dieses Buch unbedingt gelesen haben. Es wirklich sehr empfehlenswert und ich kann es euch nur aufdrängen, weil ich es so super fand.

Zu dem Buch gibt es auch noch eine Fortsetzungen. Wenn ihr interessiert seid, hier klicken:
Kyle & Jason: Threesome

Jules :)

Mittwoch, 22. Juli 2015

Reingekracht: Familien-Bullshit-Bingo (Kooky Rooster) [Q]

Hallo meine Lieben!

Diesmal handelt die Rezension von Kooky Roosters Geschichte "Reingekracht: Familien-Bullshit-Bingo". Dieses eBook umfasst 66 Seiten, erschien bei BookRix und handelt von Nino und seiner Schwester, welche eine Begleitung zur Familienfeier mitbringt, die Nino gehörig den Kopf verdreht.


Beschreibung:

Normalerweise spielen Nino und seine Schwester Julia auf Familienfeier immer Familien-Bullshit-Bingo. Dabei geht es darum, wer als erstes fünf leidige Fragen über sein Singleleben gestellt bekommt. Doch zur nächsten Familienfeier bringt Julia plötzlich Patrick mit, ihren neuen Freund. Schlimm genug, dass er sich nun allein mit den dummen Fragen konfrontiert fühlt, ist Julias Freund auch noch genau sein Typ.

Meine Meinung:

Bei dieser Geschichte habe ich mich fast überschlagen beim Lesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht bzw. ausgeht. Eine sehr fesselnde Handlung, die echt Lust auf mehr macht und wirklich amüsant zu lesen ist.
Man kann so gut bei Nino mitleiden und muss aber gleichzeitig auch oft Lachen, weil man als Leser schon checkt, was da los ist, nur er selbst eben einfach nicht. Das finde ich so klasse und Nino tut mir dann auch so leid, weil er sich so quält und man es so nachempfinden kann. Man fühlt quasi seine Verzweiflung am eigenen Leibe.
Aber wie gesagt, gleichzeitig ist die Situation so surreal und komisch und einfach nur witzig. Die Familie ist zwar auch ein wenig extrem, aber das ist in der Situation einfach passend zum Rest des Geschehens.
Ich bin auch der Meinung, und das muss ich auch mal ganz Allgemein sagen, dass Kooky Rooster einfach immer eine gute Wahl ist, in diesem Genre. Ihre Geschichten sind eigentlich immer klasse und sie macht auch wirklich was aus ihnen. Selbst wenn man in der Beschreibung noch denkt, dass es einfach irgendeine poplige Liebesgeschichte ist, schafft sie es trotzdem irgendwie, der Story einen besonderen Touch zu geben und den Leser wirklich zu fesseln und zu amüsieren. Ich lese so gerne von ihr und bin jedes Mal wieder begeistert.
Das trifft natürlich auch auf diese Geschichte hier zu, die mir wirklich gefallen hat. Erst war ich ja ein wenig skeptisch, weil ich bisher eher längere Sachen von ihr gelesen habe, aber obwohl die Geschichte hier so kurz ist, besitzt sie ebenfalls eine tolle, spannende Handlung, die einen gar nicht so kurz vorkommt.
Der Stil ist natürlich wie immer super und die Charaktere sehr liebenswert und lebendig.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Sollte man lesen, wenn man diesem Genre was abgewinnen kann. Es lohnt sich definitiv und hat mir unglaublich gut gefallen.
Wegen der Sexszenen würde ich es jetzt vielleicht erst ab 15 Jahren empfehlen.

Ich komme mir immer so blöd vor, Altersempfehlungen abzugeben, weil ich mich selbst ja auch nie daran gehalten habe. Ich finde auch, normale Sexszenen sind jetzt gar nicht so jugendgefährdend. Ist doch das Natürlichste der Welt. Schlimmer finde ich da Gewaltszenen und die kommen ja teilweise schon im Krimi um 20:15 Uhr vor und da fragt auch keiner danach, ob Kinder zugucken…
Jules :)

Montag, 20. Juli 2015

Aristotle and Dante discover the secrets of the universe (Benjamin Alire Sáenz) [E]

Hallo meine Lieben!

Es gibt wieder ein englischsprachiges Buch und diesmal auch noch einen richtigen Schatz. Das Jugendbuch nennt sich "Aristotle and Dante discover the secrets of the universe", stammt von Benjamin Alire Sáenz und erschien bei Simon&Schuster. Es umfasst 368 Seiten und handelt von Ari, einem Einzelgänger, der sich mit dem lebensfrohen Dante anfreundet.
Dieses Buch ist bereits auf Deutsch ("Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums") erschienen.


Beschreibung:

Aristotle ist ein Einzelgänger, der mit Jungen in seinem Alter nicht viel anfangen kann. Zudem beschäftigt ihn die Tatsache, dass sein älterer Bruder, der im Gefängnis ist, von seiner Familie totgeschwiegen wird. Als er auf Dante trifft, ändert sich sein Alleinsein. Dante ist so viel lebensbejahender als er und schafft es irgendwie, sicht mit ihm anzufreunden.
Je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto enger wird die Freundschaft der Beiden und desto mehr lernen sie über die Geheimnisse des Universums - und vor allem über sich selbst.

Meine Meinung:

Ich habe lange nicht so ein gutes Buch gelesen. Auf der Vorderseite steht ein Zitat von James Howe: "This book took my breath away" - das beschreibt so ziemlich alles, was zu dem Buch gesagt werden muss. Es hat mich einfach bezaubert.
Ich habe bisher ganz selten erlebt, dass die Gefühlswelt eines Jugendlichen so detailliert und authentisch dargestellt wird. Bei vielen Jugendbüchern hat man das Gefühl, dass der Autor etwas beschreibt, das er selbst nicht kennt und nur mutmaßen kann. Aber hier spricht wirklich der Teenager Ari und nicht nur ein Autor, der glaubt, über irgendetwas Bescheid zu wissen.
Das Buch ist dabei auch an vielen Stellen so tiefgründig, dass es einem teilweise noch die Augen öffnet, wenn man schon aus dem Teenageralter heraus ist. Die Sprache ist dabei nicht mal wirklich anspruchsvoll, aber das macht es nur noch besonderer. Es ist, als würden die wirklichen Geheimnisse des Universums in einfache Worte verpackt, so dass sie nun endlich begriffen werden können. Das hat mir unglaublich gut gefallen.
Man erkennt auch ganz deutlich, was die Jungs einander bedeuten - auch, wenn sie es eigentlich selbst noch nicht wirklich wissen. Es ist wirklich keine Liebesgeschichte, sondern eine Geschichte über Freundschaft, die irgendwann einfach mehr wird. Das fand ich noch mit am besten. Das alles so  unterschwellig passiert und doch für den Leser so greifbar ist, einfach aus der Art heraus, wie sie die Protagonisten miteinander verhalten.
Allgemein finde ich es einfach schön, wie die Personen in dem Buch agieren. Übrigens auch die Nebenfiguren. Eltern sind in vielen Jugendbüchern ja nur Beiwerk oder gezwungenermaßen anwesend, aber hier hatten sie wirklich eine wichtige Rolle für das Buch. Das fand ich echt schön. Toll fand ich auch, wie ausgeprägt jeder einzelne Charakter war und wie er wirklich durchweg seine Eigenschaften beibehielt. Natürlich durchwandert gerade Ari einen gewissen Veränderungsprozess, was seine Denkweise betrifft (wie es bei Jugendlichen eben so der Fall ist) - aber auch dieser Prozess wird mit der nötigen Langsamkeit geschildert, die auch im wahren Leben herrscht. Man muss einfach sagen, dass dieses Entdecken-von-sich-selbst sehr großartig beschrieben wird, gespickt mit Gefühlen, die man als Leser wiedererkennt.
Als ich mit dem Buch angefangen habe, dachte ich erst, das wird eine eher langweilige Geschichte. Und irgendwie ist es auch so, dass eigentlich nichts erzählt wird, aber dabei doch so viel gesagt wird. Ich meine... Wir lernen einfach Ari und sein ganz normales Leben kennen, haben Teil an seiner Freundschaft zu Dante und erkenne nach und nach, was auch Ari erkennt. So etwas muss man erst mal schreiben können.
Dies ist definitiv ein Buch, von dem ich mir wünsche, es würde nie zu Ende gehen. Ich wollte einfach immer weiter und weiter und weiter lesen und als es vorbei war, hatte ich das Gefühl, jetzt etwas verloren zu haben, weil es zu Ende ist.
Ich bin froh, es gelesen zu haben und kann es nur weiterempfehlen!

Verständlichkeit:

Ich habe es oben eigentlich schon gesagt. Die Sprache ist in dem Buch nicht wirklich schwer und es ist leicht zu verstehen. Wenn man also nicht so gut im Englischen ist, dann kann man dieses Buch sicher trotzdem problemlos lesen.
Manchmal kommt ein wenig Jugend- oder Umgangssprache drin vor, aber da sollte man eigentlich trotzdem ohne Probleme durchkommen. Nichts davon ist unverständlich oder nicht geläufig.
Ab und an kommen doch mal Vokabeln vor, die ich so nicht kannte. Meist, wenn Dante spricht, weil dieser doch eine ganz eigene Art hat und das auch in seiner Sprache äußert. Dann musste ich auch nachschlagen. So oft kommt das aber auch nicht vor und wenn, dann sind es oft die gleichen Vokabeln, so dass man nur einmal nachsehen muss und danach weiß man es ja.
Ich bin hier sehr flüssig durchgekommen, obwohl das Buch recht dick ist. Wenn erstmal drin ist, kann man es eigentlich lesen, wie seine Muttersprache.
Aber falls ihr euch aus irgendwelchen Gründen so gar nicht traut: Es gibt das Buch ja auch auf Deutsch.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

JEDER sollte dieses Buch lesen, weil es großartig ist. Punkt.
Wenn ihr natürlich so gar nicht auf Jugendbücher steht, dann ist das hier eher nichts für euch. Aber falls ich mal eine ausfürhlcihe Reise in die Welt eines Teenagers antreten wollt, dann seid ihr hier richtig.

Als ich in dem Alter war, Jugendbücher zu lesen, fand ich diese einfach nur langweilig und hab lieber zu einem guten Thriller oder irgendetwas anderem gegriffen. Jetzt, da ich eigentlich aus dem Alter heraus bin, erkenne ich erst, was für ein Schatz Jugendbücher sein können. Bei manchen habe ich das Gefühl, sie sind viel tiefgründiger als Erwachsenenliteratur. Und gerade ein Coming-out oder sowas, wird in ihnen oftmals viel besser dargestellt.
Deshalb suche ich nach guten Jugendbüchern, die sich mit Homosexualität beschäftigen. Ob nun auf Englisch oder Deutsch, ist mir eigentlich egal. Aber falls ihr was wisst, dann sagt es mir bitte unbedingt.
Jules :)

Samstag, 18. Juli 2015

Sag mir, dass es wahr ist (T.J Klune)

Huhu!

Meine heutige Rezension handelt von TJ Klunes Roman "Sag mir, dass es wahr ist". Das Buch könnt ihr als eBook erhalten. Des erschien bei Dreamspinner Press, besitzt 414 Seiten und handelt vom übergewichtigen Paul, der nicht an ein Happy End für sich glaubt, bis er Vince kennenlernt.

 

Beschreibung:

Paul ist übergewichtigt und schon alleine deswegen leidet er an Selbstzweifeln. An sein persönliches Happy End glaubt er nicht. Deshalb kann er einfach nicht glauben, dass sich ausgerechnet Vince für ihn interessiert. Dieser ist nämlich ziemlich sexy, wenn auch nicht sehr intelligent.
Trotz aller Zweifel lässt er sich auf Vince ein. Als dieser dann von einem Schicksalsschlag heimgesucht wird, muss Paul endlich lernen, über seinen Schatten zu springen, um ganz für ihn da sein zu können.

Meine Meinung:

Mein erster Eindruck von dem Buch war, dass es einfach total witzig ist. Ich habe zu lesen begonnen und musste erstmal lachen. Sowas gefällt mir immer gut, Geschichten mit richtig gutem Humor sind viel zu selten. Dieser locker-witzige Stil zieht sich auch durch das ganze Buch durch, was ja eigentlich gut ist. Leider war es mit der Zeit ein wenig zu viel. Oder was heißt "ein wenig", es war einfach zu viel. Manche Szenen sind einfach so extrem lächerlich und peinlich dargestellt, dass man es einfach nicht mehr so recht glauben kann. Also... jedem passiert ja mal was peinliches, aber doch nicht alle drei Minuten. Ich fand das schon zu viel, obwohl ich trotzdem noch lachen musste, weil es halt doch lustig ist. Nur... während man lacht, denkt man sich halt gleichzeitig "Ernsthaft?!".
Der Sinn dahinter ist wohl, dass man sich von diesen übertrieben perfekten Romanfiguren abwendet (was ich zunächst ja sehr gut finde!) und eben ein genaues Gegenteil zum Held der Geschichte macht. Aber leider ist es halt eben so: ob nun übertrieben perfekt oder übertrieben unperfekt, übertrieben ist es allemal. Und das ist einfach unrealistisch.
Das Buch beinhaltet auch ein wenig viel Drama. Also nicht im Sinne einer einzigen großen Tragödie, sondern einfach darin, dass alles - wirklich alles - einen Ticken zu übertrieben dargestellt wird. Geht natürlich Hand in Hand mit dem Versuch, es dadurch witzig darstellen zu lassen.
Schön finde ich hingegen, wie diese Selbstzweifel dargestellt werden, die Paul da mit sich herum trägt. Und wie sie sich dann auch auf die gesamte Situation auswirken. Ich kann mir gut vorstellen, dass es einem genau so gehen muss, wenn man mit sich selbst unzufrieden ist, wie es im Roman eben dargsestellt wird. Ich mochte auch, wie er es nur sehr langsam ablegen konnte, denn wie es im Roman glaub ich auch mal gesagt wird: Man ändert sich nicht innerhalb weniger Minuten komplett.
Die Eltern sind wichtige Nebenfiguren und sollten vielleicht erwähnt werden: Wie so ziemlich alles, finde ich auch die Eltern übertrieben. Sie sind einfach verrückt! Alle Nebenfiguren sind ein wenig verrückt, aber die Eltern toppen echt alles. Und irgendwie habe ich mich manchmal gefragt, ob ich jetzt im falschen Film bin. Andererseits hat das natürlich auch wieder für Witz gesorgt und ich musste trotzdem lachen. Schon schwer, etwas zu kritisieren, was einen dann doch irgendwie zusagt...
Nun, man kann zumindest nicht behaupten, dass die Persönlichkeiten sämtlicher Charaktere nicht voll durchgezogen wurden. Sie wirken zwar dadurch alle verrückt, aber immerhin haben sie Persönlichkeit und sind nicht nur irgendwelche seelenlosen Figuren, die schwanken wie Fähnchen im Wind.
So humorvoll die ganze Geschichte ist, so unfassbar war es für mich, dass mich ausgerechnet diese Geschichte am Ende noch zu Tränen gerührt hat. Das Ende war überhaupt gar nicht das, was ich erwartet habe. Es hatte einen Ticken mehr ernst und war deshalb vielleicht endlich auf dem Level, auf dem es mir auch wirklich zusagen konnte. Es war nicht mehr alles übertrieben peinlich, wenn auch immer noch eine Spur witzig, und einfach irgendwie romantisch, schön und ergreifend.
Irgendwie wird man aus der Rezension bisher nicht schlau, ob ich es mag oder nicht, findet ihr nicht auch? Aber soll ich euch was sagen? Ich weiß es selbst nicht. Keine Ahnung, was ich von dem Buch halten soll. Ich kann euch nur sagen, was mir nicht gefallen hat und trotzdem muss ich zugeben, dass ich es nicht schlecht fand. Vielleicht war es nichts, was mich begeistert hat, aber zumindest bleibt es mir auch nicht in schlechter Erinnerung. Mehr will ich auch gar nicht dazu sagen.
Zum Schluss muss ich nur noch eine formale Sache anbringen: Ich habe dann doch den einen oder anderen Fehler entdeckt. Zwar allesamt mehr oder weniger Tippfehler, aber Fehler ist Fehler. Hat den Lesefluss jetzt aber nicht so wirklich gestört.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Wer -wie ich - gerne über Figuren liest, die einfach perfekt unperfekt sind, ist hier richtig. Dieses Buch ist einfach wieder mal ein Buch über normale Menschen und nicht über einen Adonis, der sich in ein Topmodel verguckt. Auch ist es sehr humorvoll, also wer etwas zum Lachen sucht, ist hier genau richtig.

Ich finde es erstaunlich, wie ich immer das ganze Wochenende mit meinem Blog "vertrödle". Freitag To-Do-List schreiben, Samstag lesen, Sonntag rezensieren und To-Do-List abarbeiten. Und jetzt stelle ich gerade fest, dass ich morgen (Sonntag) nicht zu Hause bin und deshalb heute (logischerweise Samstag) alles erledigen muss. Das ist purer Stress! Geht es euch denn auch so?
Jules :)

Mittwoch, 15. Juli 2015

Drop Dead! (Andrew Summers) [Q]

Hallo ihr!

Diesmal geht es um Andrew Summers "Drop Dead!". Das eBook umfasst 47 Seiten und erschien bei X-Scandal Books. Es handelt von Leo, der im Internet nach einem Freund sucht und dort einen vermeintlich heißen Südländer kennenlernt. Das Buch gehört zur "Love-Disasters"-Reihe, in welcher immer wieder von Leo erzählt wird, wie er sich auf die Suche nach Liebe begibt.


Beschreibung:

Leo ist auf der Suche nach der großen Liebe. Weil er noch nicht geoutet ist, versucht er dies meist über das Internet. Dabei hat er jedoch nicht wirklich Glück. Doch dann lernt er einen vermeintlich heißen Südländer kennen, der auch noch mehr wie nur schnellen Sex zu bevorzugen scheint. Selbstverständlich stimmt er einem Date zu.

Meine Meinung:

Also ich muss schon sagen, dass die Geschichte einen gewissen Witz hat. Ich musste schon das eine oder andere Mal schmunzeln oder gar lachen. Im Prinzip wird eben ein ziemlich missglücktes Date beschrieben, das gleichzeitig sehr lustig und irgendwie sehr eklig ist und deshalb einfach viel Situationskomik heraufbeschwört.
In gewisser Weise ist das einfach wieder eine Geschichte aus dem wahren Leben und wie das in diesem so ist, kann halt auch mal einfach was schief gehen und nicht zum Happy End führe. Daraus könnt ihr schon schließen, dass es keine typische Liebesgeschichte ist. Eigentlich hat Liebe in der Geschichte eh nicht viel zu suchen.
Ich werd nicht so ganz schlau daraus, ob die Geschichte jetzt wirklich so geschehen ist, oder ob es nur so dargestellt wird – ist aber auch egal, Fakt ist, es könnte so geschehen sein und das macht es eben sehr authentisch.
Wer allerdings eine einfache Liebesgeschichte mit Happy End sucht, ist hier eher falsch.
Trotzdem finde ich es in gewisser Weise lesenwert, weil es einfach eine ganz witzige, coole Geschichte ist, die auch ein wenig vor so Internet-Dating-Platformen und verlogenen Leuten darauf warnt und zeigt, was passieren kann, wenn man zu gutgläubig und überstürzt an so was rangeht.
Die Wortwahl in der Geschichte finde ich teilweise schon ein wenig derb. Gerade die beste Freundin, aber auch ihn selbst, wenn er z.B. seine Mutter „Alte“ nennt. Irgendwie ist das nicht so meine Welt, aber zu der „abgefuckten“ Date-Geschichte passt das dann doch wieder ganz gut.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich würde sagen, muss es mögen und offen dafür sein, dann kann es einen gut gefallen. Wer sich also nicht daran stört, dass es kein Happy End gibt, sich aber am wahren Leben noch erfreuen kann, ist hier richtig. Ansonsten lieber Finger weg.

Ich weiß nicht, ob ihr das wisst, aber ich spreche meine Rezensionen ja immer als Sprachmemo auf mein Handy und mir fällt gerade auf, dass ich in jedem Sprachmemo mindestens einmal gähne. Heißt das jetzt, ich langweile mich selbst? Ich hoffe, ich langweile euch nicht auch!
Jules :)

Samstag, 11. Juli 2015

Entscheidungen in Nicville (Jill J. Jenkins)

Hallo ihr!

Die heutige Geschichte stammt von Jill J. Jenkins, nennt sich „Entscheidungen in Nicville“* und umfasst 181 Seiten. Sie wird frei publiziert und handelt von Aiden, der sich in seinen neuen Nachbarn Tristan verliebt.


Beschreibung:

Seit einigen Monaten lebt Aiden nun mit seiner Freundin Rachel zusammen, der er auch bald einen Heiratsantrag machen möchte. Dann aber zieht im Nachbarhaus Tristan ein und weckt damit Gefühle in Aiden, die dieser schon lange zu unterdrücken versucht. Jetzt muss er sich entscheiden, ob er diesen Gefühlen nachgibt oder ob er weiter an seiner Beziehung zu Rachel festhalten möchte.

Meine Meinung:

Auch dieses Buch von Jill J. Jenkins hat mir wieder gut gefallen. Es ist sehr spannend, weil Aiden sehr lange an seinem Plan, Rachel zu heiraten, festhält und sich in der Zeit vehement gegen die Gefühle zu Tristan wehrt. Trotzdem merkt man, dass er sich zu ihm hingezogen fühlt und hofft darauf, dass er endlich zu einer Einsicht kommt.
Gut fand ich auch, dass wirklich aus der Perspektive mehrer Personen geschrieben wird. Man versteht, was Aiden, Tristan und Rachel denken und gerade, dass Rachel auch zu Wort kommt, fand ich super. Sie ist ja nun ein wesentlicher Teil der Geschichte und deshalb ist es nur fair, wenn ihre Perspektive auch beleuchtet wird.
Ebenfalls schön fand ich, dass die Geschichte wieder sehr alltagsbezogen ist. Ich mag ja Geschichten, die ohne viel Tamtam auskommen und einfach aus dem wahren Leben stammen könnten. Wenn das dann noch – wie hier – mit einer Spur Humor beschrieben wird, gefällt mir das wirklich sehr gut.
Obwohl ich keine Intrigen mag, fand ich Rachels Vorgehensweise ganz schön in der Geschichte. Das hat noch mal alles ein wenig aufgewühlt und spannender gemacht. Und es war jetzt auch nicht solch eine übertriebene Aktion, dass man sich gefühlt hätte, als wäre man in irgendeiner Soap gelandet.
Was ich kritisieren würde, ist, dass man wirklich sehr lange nicht genau erfährt, warum Aiden es vorzieht, seine Homosexualität zu verleugnen und stattdessen mit Rachel zusammen zieht. Es wird zwar öfter angeschnitten, dass es etwas mit seiner Mutter zu tun hat, aber was genau der Grund ist, erfährt man erst sehr spät. Das hätte ich mir ein wenig früher gewünscht, einfach, weil man dann seine Beweggründe und seine Handlungsweise besser verstanden hätte.
Was sich dagegen verbessert hat, ist etwas, dass ich sonst immer kritisiert habe. Ich hatte nicht mehr so oft das Gefühl, das offensichtliche Dinge extra noch mal erwähnt werden. Ab und an kam es noch vor, aber es hat sich schon deutlich gebessert.
Auch gebessert hat sich, dass manche Missverständnisse und Probleme schon wieder vom Tisch waren, ehe sie überhaupt aufgekommen sind. Hier fand ich eigentlich, dass es ein wenig länger behandelt wurde. Ich bin sicher, man kann es noch etwas mehr in die Länge ziehen, aber es ist trotzdem schon ausführlicher.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Nun, wie immer ist das eigentliche eine Geschichte, die bei den meisten Gay Romance Fans Anklang finden dürfte. Schön finde ich halt immer, dass die Geschichten sehr alltägliche Dinge behandeln – wer so was mag, ist hier definitiv richtig.

Bin ich froh, wenn der Monat um ist und ich neue Bücher kaufen kann. Ich habe eindeutig zu wenige. Aber das ist ja nichts Neues bei mir. :D
Jules :)



* Diese Geschichte wurde mir von Jill J. Jenkins zu Rezensionszwecken überlassen. Noch einmal ein herzliches Dankeschön dafür!

Mittwoch, 8. Juli 2015

Interview mit Denny van Heynen [K]

Hey Leute!

Heute habe ich mal etwas anderes für euch parat. Mein erstes Interview! Ich hatte das Glück, Denny van Heynen ein paar Fragen stellen zu dürfen. Ich durfte von ihm bereits zwei Geschichten rezensieren („Cryptal City“ und „Schokosucht“), die mir wirklich gut gefallen haben. Jetzt habe ich also die Möglichkeit, ein wenig mehr von ihm zu erfahren, was ihn selbst, seine Geschichten und sein Dasein als Autor anbelangt.

Lieber Denny,

1. Zunächst wäre es schön, wenn du ein wenig von dir selbst erzählen könntest. Was macht dich persönlich aus? Wie darf man sich dein Leben – gerade als Autor - so vorstellen?

Ich bin 21 Jahre alt und habe an vielen Dingen Interesse. Mich zu beschreiben finde ich immer schwer, man muss es selbst erleben.
Als Autor investiere ich viel Zeit in meine Bücher und betreibe zusätzlich meinen Autorenblog, der ja auch immer wieder neu gefüttert werden will. Meine Hobby´s stehen da momentan natürlich etwas hinten an.
Zeit ist ein generelles Thema von Autoren- es ist nun mal ein kreativer Job und Kreativität braucht bekanntlich Zeit.


2. Wie bist du überhaupt zum Schreiben gekommen? Hast du irgendeine Motivation, die dich antreibt oder schreibst du einfach, weil es dir Spaß macht?

Also gelesen habe ich schon immer gerne. Ich hatte seit Jahren den Gedanken mal irgendwann eine Autobiographie zu schreiben, über Dinge die ich erlebt habe und über das Leben allgemein. Dafür sammle ich fleißig und veröffentliche diese auch irgendwann. An Miley Cyrus haben wir ja beispielsweise gesehen, dass man nicht erst kurz vor dem Abdanken stehen muss, um eine solche publizieren zu können.
Zum Schreiben bin ich 2014 gekommen. Der ausschlaggebende Gedanke war einfach, dass ich schon dort viel am Computer zu tun und meine Finger beim Schreiben beobachtet hatte. Ich dachte, dass ich meine Schreibaktivitäten doch bündeln konnte und als mir dann die Idee zu „Cryptal City- Vier Jugendliche gegen eine Stadt“ kam, schrieb ich sofort los. Ich lernte Plots zu setzen und das Leben meiner Figuren in bestimmte Art und Weise zu verknüpfen.

3. Woher holst du dir die Inspiration für neue Werke? Gibt es z.B. auch persönliche Erlebnisse, die du in deine Geschichten einfließen lässt?

Ich denke jeder Autor, der selbst liest, ist irgendwie geprägt. Das heißt nicht, dass man irgendetwas sinnlos kopiert, sondern das man als Schreiber weiß was einem gefällt und was nicht. Und dieses Wissen setzt man dann ein und macht ein Buch daraus. Wenn es einem gefällt, schickt man es an Verlage oder verkauft es selbst.
Persönliche Erlebnisse lasse ich im Moment noch nicht so mitschwingen, aber das plane ich für neue Bücher ein. Als Grundkonstrukt ist bei mir Homosexualität ein Thema, zum einen weil ich selbst schwul bin, zum anderen um den (geringen) Markt an Literatur für Homosexuelle zu erweitern. Ein anderes „Indiz“ für meine Bücher ist der Vegetarismus. Damit möchte ich niemanden belehren, sondern einfach aufzeigen, dass es normal ist, wenn man kein Fleisch isst. Diese Botschaft erwähne ich aber nur am Rande, weil meine Figuren auch irgendwann mal essen müssen.

4. Welche Rolle spielt Homosexualität in deinen Büchern?

Wie du in deinen Rezensionen schon geschrieben hast, liegt es mir besonders am Herzen die Homosexualität nicht zu etwas „Besonderem“ zu machen, sondern sie als das was sie ist, zu behandeln: natürlich. Und dass meine Charaktere bisher fast alle homosexuell sind, war reine Geschmackssache- zugegeben aber auch irgendwo reizvoll.
Trotzdem gibt es nicht nur schwule und lesbische Figuren, z.b. ist Mrs. Combe aus „Cryptal City“ seit Jahren mit einem Mann verheiratet. Karin aus „Schokosucht“ habe ich dagegen gar keine Sexualität eingeräumt und sie lässt auch nicht wirklich durchblicken, welche Orientierung sie hat. So etwas begegnet uns ja jeden Tag- von welchem fremden Menschen wissen wir schon, wen er sexuell attraktiv findet?

5. In „Schokosucht“ besprichst du ja das Thema Sucht, wenn auch auf eher unkonventionelle Weise. Was hat dich bewogen, das Thema anzusprechen – und dann noch auf diese humorvolle Weise?

Das Thema hat mich selbst viele Jahre begleitet. Es gab Zeiten, wo ich mir jeden Tag eine Tafel Schokolade reingepfiffen habe. Ich wusste dass das nicht gesund war, aber sie schmeckte eben so gut...
Mit der Zeit wurde die Lust auf Süßes weniger und als ich dann auf kuhmilchfreie Schokolade gewechselt bin, wurde mir noch mal mein durchlebter Konsum bewusst. Ich esse heute nur noch sehr wenig Schokolade, oftmals erlebe ich mich dabei, wie ich auch mal etwas Süßes ablehne.
Mit „Schokosucht“ wollte ich einfach aufzeigen, dass es auch Nebenwirkungen haben kann, wenn man es mit Süßem übertreibt. Immer hören wir etwas von Karies und den ganzen Dingen. In meinem Buch thematisiere ich endlich mal auch äußere Konsequenzen, im Bezug auf Arbeitsstelle und Partnerschaft.
Das Buch stellt zudem meinen ganz realen Abschied von der „Sucht“ dar.
Nach meinem ersten Roman wollte ich etwas kürzeres schreiben und bewusst von der Spur Mystery/ Fantasy abkommen. Jedes Buch ist schwer zu schreiben und ein humorvolles war für mich eine besondere Herausforderung. Man hat seine Leser ja nicht vor sich sitzen, die einen dann auf die lustigen Stellen hinweisen.
Die Kombi mit den „ernsten Untertönen“ habe ich aber sehr genossen. „Schokosucht“ ist wie das Leben; mal lustig, mal traurig.

6. „Cryptal City“ geht ja wiederum in ein ganz anderes Genre. Wie bist du auf die Idee gekommen, über übernatürliche Dinge zu schreiben? Und wie bist du dabei vorgegangen? Sind das alles Dinge, mit denen du dich auch privat beschäftigst oder hast du extra für den Roman Recherche betrieben?

Den übernatürlichen Dingen, wie du es beschreibst, galt schon immer mein Interesse. Es war nur klar, dass diese in meinem Buch auftauchen sollten. Allerdings habe ich in „Cryptal City“ bewusst nicht auf die Magie- Schiene gesetzt, da bin ich glaube ich nicht fantasievoll genug mir irgendwelche Sachen auszudenken, womit man herum zaubern kann. Ich glaube an viele Dinge und wollte diese Aspekte halbwegs „real“ für andere Leser, welche sich damit nicht so auskennen, umsetzen.
Ich hatte bei den „übernatürlichen“ Dingen meine Erfahrung einfließen lassen und versucht Klischees außen vor zu lassen. Im Volksmund sind die Tarotkarten „Der Teufel“ und „Der Tod“ beispielsweise immer Unheilbringer, was völliger Quatsch ist. Für mein erstes Buch hatte ich deshalb eigene Tarotkarten entworfen und ihnen tiefgründige Bedeutungen zugeschrieben.
Privat beschäftige ich mich viel mit Esoterik und habe mich damit auch vor kurzer Zeit selbstständig gemacht.
Recherche musste ich nicht wirklich betreiben, das meiste ist mir im Leben begegnet und ich bereitete allgemeines Volkswissen mit etwas Fantasy auf.

7. Stell dir vor, all deine Romanfiguren gäbe es wirklich. Mit wem würdest du dann am ehesten befreundet sein wollen und warum?

Eine schöne Frage! Bei „Cryptal City“ sind es alle Jugendlichen. Jeder hat irgendwo seine Eigenart und Besonderheit und die muss man einfach gern haben. Bei „Schokosucht“ ist es Karin, welche eine innere Ruhe ausstrahlt und mit der man viel Spaß haben kann.

8. Zu guter Letzt würde ich noch gerne wissen, ob du neue Projekte planst oder gar schon fleißig am Schreiben bist? Können wir demnächst neue Geschichten erwarten?

Planen ist zu viel gesagt, ich nehme das mit was kommt. Aber ja, ich schreibe gerade, aber es wird keine Geschichte. Nach meinen letzten beiden Veröffentlichungen bin ich irgendwie bei Ratgebern/ Sachbüchern hängengeblieben, in welche Richtung auch mein neues Buch laufen wird. Aber keine Sorge, ich habe noch viele Ideen zu Geschichten im Kopf, die ich noch umsetzen möchte.


Im Gegenzug zu diesem Interview, durfte ich einige Fragen von Denny beantworten. Wenn ihr das lesen oder noch mehr über Denny in Erfahrung bringen wollt, dann schaut doch auch mal auf seinem Blog vorbei.
Jules :)

Montag, 6. Juli 2015

Auf den zweiten Blick: Unverhofft kommt oft (Moritz Hohenberg) [Q]

Hey ihr!

Der heutige Quickie nennt sich "Auf den zweiten Blick", stammt von Moritz Hohenberg und umfasst 25 Seiten. Er erschien bei Chaterhouse / Carlisle & Shepard - Publishing LLC.
Handen tut sie von Simon, welcher eines nachts angegeriffen wird und sich dabei in seinen Retter verguckt.


Beschreibung:

Nach seiner gescheiterten Beziehung ist Simon sich sicher: In sein Bett kommt nur noch Mr. Right. Trotzdem sucht er in einschlägigen Bars sein Glück. Dies wird ihm fast zum Verhängnis, als er deshalb von homophoben Schlägern bedroht wird. Im letzten Moment wird er gerettet und sein Held scheint auch noch genau das zu sein, was er sucht.

Meine Meinung:

Puh, hier muss ich aufpassen, was ich sage, damit es keiner in den falschen Hals bekommt.
Ich würde nicht sagen, dass diese Geschichte schon ein Porno ist, weil sie dafür zu viel Story drum herum hat. Allerdings ist es auch nicht viel mehr. Als konkrete Beschreibung würde ich wohl „erotische Kurzgeschichte“ wählen, weil es die Sache doch auf den Punkt bringt.
Man hat einfach einen gewissen Plot und der ist nicht mal schlecht, aber ein großer Teil der recht kurzen Geschichte ist eben Sex. Und zu diesem kommt es auch sehr schnell, obwohl man denkt, dass ihm das Ereignis zuvor doch noch in den Knochen stecken müsste.
Folglich kann man schon herauslesen, dass es mir ein wenig zu schnell dazu kommt, aber da es eben auch dem Erotikgenre zugerechnet werden kann, ist das jetzt vielleicht nicht so schlimm. Man darf halt nur keine romantische Geschichte erwarten. Es hat sogar einen Ticken Romantik, aber letztlich wird der eben nicht groß ausgereizt. Trotzdem fand ich die Geschichte sehr süß und irgendwie auch romantisch, wie sie da zusammenfinden.
Man kann also wirklich nicht sagen, dass der Geschichte irgendetwas fehlen würde.
Was auch klar macht, dass man es nicht als Porno deklarieren kann, ist, dass es sich kaum derber Wörter bedient und folglich weder plump noch obszön wirkt. Also mit anderen Worten: Die Sexszenen ist schon ansprechend.
Was ich noch gerne sagen muss: Der Titel ist jetzt nicht allzu passend gewählt. Ich finde, was damals war, wird kaum erläutert und echt nur sehr kurz angeschnitten. Es gibt dem ganzen Zwar seinen Sinn, ist aber so gar nicht Hauptbestandteil der Geschichte und deshalb wenig aussagekräftig. Im Vordergrund stehen eher die aktuellen Ereignisse und dann eben der Sex. Vielleicht hätte man da noch ein wenig mehr daraus machen können, aber schlecht fand ich diese Kurzgeschichte eben auch nicht.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich würde behaupten, diese Geschichte ist für Leute geeignet, die gut verpackten Sex lesen möchte, der auch noch ansprechend und nicht ordinär ist. Wer wert auf große Romantik und Gefühle legt, ist hier aber eher falsch.

Es ist schon ein wenig paradox, dass ich, der ich so viel wert auf gute Sexszenen lege, nicht so begeistert von reinen Sexgeschichten bin, oder? Aber ich mag es einfach lieber, wenn eine gute Sexszene eine Handlung noch unterstreicht, statt selbst die Handlung zu bilden.
Jules :)

Samstag, 4. Juli 2015

Aus gutem Hause (Rona Cole)

Hey!

Dieses Mal möchte ich euch Rona Coles "Aus gutem Hause" vorstellen. Das Buch erschien im Cursed Verlag, umfasst 685 Seiten. Es handelt von Leo, einen Sohn reicher Eltern, der sich in seinen Arzt verliebt.



Beschreibung:

Leo hat reiche Eltern, eine hübsche Freundin und ein Familienunternehmen im Nacken, dass er bald übernehmen soll. Nach Außen hin erscheinen sein Leben uns seine Zukunft perfekt, aber er selbst kann sich damit nicht wirklich identifizieren. Als er nach einem Sportunfall auf Cameron, seinen Arzt, trifft, steht seine Welt Kopf. Er entdeckt Gefühle für diesen, die er bisher nicht hatte und als Cameron sein Interesse auch noch erwidert, muss Leo sich gut überlegen, was er wirklich will und was er dafür riskieren muss.

Meine Meinung:

Ich hätte ja nie gesagt, dass ich das einmal sagen würde, aber dieses Buch war mir wirklich zu lang. Ich meine, es ist schon größer als die meisten anderen Bücher, ziemlich dick und dann auch noch sehr in einer sehr kleinen Schriftgröße gedruckt. Man hat irgendwie das Gefühl, 100 Seiten zu lesen und wenn man dann nachschaut, waren es tatsächlich nur 30.
Im Prinzip ist dagegen nicht wirklich etwas einzuwenden, ich mag ja so dicke Schmöcker echt gerne. Aber irgendwie hat es mich ein wenig frustriert, weil ich so gar nicht voran gekommen bin. Und leider hatte es auch Auswirkungen auf den Stil. Manche Sachen haben sich nämlich ziemlich oft wiederholt. Es wurde so oft erklärt, was die Charaktere wollen oder nicht wollen, woran sie zweifeln oder was sie gut finden... Ich meine, es reicht doch, wenn es einmal gesagt wird, aber hier wurde es einfach ständig wiederholt. Wenn man das weggelassen hätte, wäre das Buch mit Sicherheit nicht so dick.
Ich will damit gar nicht sagen, dass ich das Buch langweilig fand oder es mir nicht gefallen hat. Im Gegenteil. Ich war begeistert von der Geschichte, weil sie alles hat, was eine gute Geschichte dieses Genres meiner Meinung nach braucht: Ein bisschen Drama, ein bisschen Liebe... Und es irgendwie so geschrieben, als wäre all das wirklich passiert. Man kann sich einfach irgendwie in die Geschichte fallen lasse. Ich fand das echt super.
Ich mochte auch die Wendungen, die es in der Geschichte gibt und das die Charaktere nicht Schwanken, wie ein Fähnchen im Wind. Das Ganze baut sich nur langsam auf, aber das finde ich hier nicht schlimm, sondern nur realistisch und das unterscheidet das Buch auch von vielen anderen, in denen auf Seite 10 schon von der großen Liebe die Rede ist.
Irgendwie finde ich auch, dass Leo als Teenager wirklich gut dargestellt wird. Seine ganzen Ansichten und alles - man merkt wirklich den Altersunterschied zwischen Cameron und ihm und das fand ich auch großartig. Das dieser wirklich thematisiert und nicht nur kurz angesprochen wird.
Auch so fand ich die Charaktere einfach klasse umgesetzt. Sie hatten ihren eigenen Charakter, der wirklich auf die Geschichte abgestimmt war. Es wird ja abwechselnd aus Cams und Leos Sicht erzählt und ich habe manchmal echt gestaunt, wie sehr man sich in die Charaktere hineinversetzen konnte, so authentisch wurden sie dargestellt. Und was mir immer wichtig ist: Sie haben ihren Charakter auch wirklich beibehalten. Klar, sie haben ihre Ansichen schon verändert, aber sie sind dabei sie selbst geblieben. Das auf so vielen Seiten beizubehalten, hat mich schon beeindruckt.
Ich mochte auch das Ende. Ich will da nicht zu viel vorweg nehmen, aber es ist eben nicht Friede-Freude-Eierkuchen. Ich meine, natürlich geht es gut aus - wer erwartet bei sowas bitte etwas anderes? -, aber das heißt nicht, dass einfach alles super ist. Und das finde ich auch nur richtig so, weil es im echten Leben nämlich auch nicht immer alles zu 100% perfekt ist.
Die Sexszenen, die übrigens sehr reichlich in dem Buch erscheinen, haben mir auch gefallen. Heiß und ausführlich und trotz ihrer Häufigkeit nicht aufdringlich, sondern gut platziert.
Das einzige, was ich noch kritisieren könnte, wäre, dass ich manchmal über die Sätze gestolpert bin. An sich hat mir der Stil schon gefallen, aber manchmal war der Satzbau so komisch, dass ich dann immer ins Stocken kam.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Definitiv mal ein Buch, dass Freunde von dicken Wälzern begeistern wird. Und auch die Geschichte ist wirklich klasse und dürfte fast jedem, der dem Genre etwas abgewinnen kann, gefallen. Wer schon mal was von Rona Cole gelesen und gemocht hat, wird hier sicher nicht enttäuscht werden.

Ich habe echt ewig für das Buch gebraucht, vielleicht auch, weil ich manchmal ein wenig frustriert war und deshalb parallel dazu noch andere Bücher gelesen habe. Leider habe ich mir das jetzt angewöhnt und lese schon wieder drei Stück gleichzeitig, obwohl ich sowas eigentlich total scheiße finde. :D
Jules :)

Mittwoch, 1. Juli 2015

Verloren ohne dich (Jana Martens)

Hi ihr!

Das heutige Buch nennt sich "Verloren ohne dich" von Jana Martens, erschien bei bookshouse und umfasst 293 Seiten. Darin geht es um Lucas, dessen Leben eine Katastrophe ist, bis er seinen Nachbarn Ben kennenlernt.


Beschreibung:

Lucas wird von der Familie Patton adopitert, nachdem seine Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. Doch statt Liebe und Zuneigung erfährt er nur Ablehnung und wird von ihnen fast vollständig von der Außenwelt isoliert.
Eines Tages trifft er auf seinen Nachbarn Ben und zwischen ihnen entwickelt sich schnell mehr. Doch alles muss heimlich geschehen, zu sehr fürchtet sich Lucas vor seinen aggressiven Adoptiveltern. Ben erzählt er davon jedoch nichts und verstrickt sich lieber in Lügen.
Als die Gefühle der beiden Jungs heraus kommen, schwebt Lucas dann auch noch in Lebensgefahr.

Meine Meinung:

Im Prinzip hat die Geschichte mich wirklich überzeugt. Ich mochte den Stil sehr gerne, schön lang und ausführlich, so dass man wirklich gut schmöckern konnte und nicht nach wenigen Seiten schon wieder alles geklärt war.
Ich fand auch gut, dass zwar in der 3. Person geschrieben wird, aber dennoch die Sichtweise mehrere Personen angesprochen wird, so dass man einen komplexen Überblick erhält und besser durchsteigen kann.
Das ist im übrigen auch nötig, weil die Geschichte schon sehr verzwickt ist. Zwar mag ich es, wenn etwas sehr detailliert und verschlungen ist, aber hier musste ich dann doch an manchen Stellen mehrmals lesen, ehe ich die Textpassage so wirklich begreifen konnte. Das lag aber nicht am Schreibstil, der, wie gesagt, wirklich gut ist, sondern einfach an der Story selbst. Sie ist eben sehr komplex und geht auch ziemlich in die Crime-Richtung, so dass man manche Hintergründe erstmal zusammenfügen muss, um zu verstehen, was jetzt eigentlich Sache ist.
Das macht es aber auch sehr fesselnd, weil sich erst zum Ende alles wirklich klärt und man folglich immer weiter lesen will, um endlich zu wissen, was eigentlich los ist. Ich konnte das Buch kaum weglegen und musste es einfach beenden, ehe ich schlafen gehen konnte.
Die Liebesgeschichte, die natürlich auch nicht zu kurz kam, würde ich als märchenhaft bezeichnen. Das natürlich nicht ohne Grund, denn so ein bisschen hat es mich schon an ein moderne Aschenputtel erinnert. Märchen sind natürlich auch immer sehr romantisch und auch diese Geschichte ist nur knapp an zu viel Kitsch vorbeigeschrammt. Hier hat es mich aber gar nicht so gestört, weil durch diese Crime-Elemente ein guter Ausgleich geschaffen wurde. Dass es noch ein wenig um Missbrauch und solche Dinge ging, hat mir auch gut gefallen, weil ich ja gerne so ein wenig extreme Sachen lese. Ansonsten finde ich es ja schon eher langweilig.
Etwas gestört hat mich, dass es an manchen Stellen etwas lang gezogen war. Das lag jetzt nicht unbedingt daran, dass irgendetwas zu ausführlich erzählt wurde, sondern dass es einfach an manchen Stellen in der Geschichte nicht so voran ging sondern eher still stand. Es hat zwar in gewisser Weise dazu beigetragen, dass sich Spannung aufgebaut hat, teilweise habe ich mir dann aber schon gewünscht, dass es jetzt endlich mal weitergeht.
Man muss vielleicht sagen, dass es an einigen Stellen ein wenig zu zufällig oder übertrieben ist, aber ich finde, es hält sich noch im Rahmen, so dass es das Leseerlebnis jetzt nicht irgendwie beeinträchtigt oder so.
Vielleicht noch kurz zu den Charakteren: ich fand sie eigentlich alle sehr gut gelungen. Jeder hat so ein wenig seine eigene Persönlichkeit, die er im Buch auch einbehält – selbst die Randfiguren. Das finde ich sehr wichtig, dass niemand 0-8-15 dargestellt wird, weil die einzelnen Charaktere der Geschichte ja erst wirkliches Leben einhauchen.
Alles in allem würde ich die Story wirklich sehr positiv bewerten und über die kleineren Mankos hinwegsehen.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich empfehle sie jedem, der Lust auf eine romantische Gay-Romance-Geschichte hat, die auch noch super ein wenig Crime und Spannung mit sich bringt. Das ist mal was anderes, dass selbst Leute überzeugen dürfte, die – wie ich – eigentlich nichts so auf Krimis und ähnliches stehen.

Ich habe das irgendwie ein wenig verdrängt, dass hier Crime eine Rolle spielt und wurde beim Lesen davon eher überrascht. Erste dachte: „Oh scheiße!“, weil ich das Genre einfach nicht so mag, aber dann hat es mich doch überzeugt. Im Prinzip ist das eigentlich das größte Lob, dass ich einem Buch machen kann. ;D
Jules :)