Montag, 31. August 2015

August

Hey ihr!

Wieder einen Monat geschafft und auch diesmal gibt es wieder eine Monatszusammenfassung. Halten wir uns nicht mit viel Blabla auf, sondern legen einfach los:

Bücher, Bücher, Bücher

Diesen Monat war irgendwie der Wurm drin. Obwohl ich teilweise richtig gute Bücher hatte, hatte ich einfach keine Lust zu lesen. Außerdem bedrück mich mein 2-Bücher-großer „SuB“ (wie ich dieses Wort hasse). Ich bin kein Mensch, der sich mit so was anfreunden kann. Irgendwie setzt mich das unter Druck, schneller zu lesen und dann habe ich keine Lust mehr dazu. Ja, so komisch bin ich. Wenn dann eines der Bücher auch noch relativ dick ist und an sich schon viel Zeit in Anspruch nehmen wird, dann ist es bei mir ganz vorbei. Und dann habe ich auch keine Lust, die anderen, schmaleren Bücher zu lesen. (Was mich nicht davon abhält, noch mehr Bücher zu kaufen…)
Dann gab es auch wieder einige Enttäuschungen verschiedenster Art, obwohl ich eigentlich gedacht habe, nur Glücksgriffe gemacht zu haben, so dass ich sowieso weniger Motivation hatte, weiter zu lesen. Glücklicherweise gab es aber auch das eine oder andere Buch, bei dem ich restlos begeistert war, so dass sich zumindest das wieder etwas ausgeglichen hat.
Was die Rezensionen diesen Monat anbelangt, müsst ihr zugeben, dass ich mich echt selbst übertroffen hatte. Wir hatten immerhin fast jeden Montag eine zusätzliche. Und ich hatte an jeder einzelnen aus ganz unterschiedlichen Gründen echt Spaß. Ihr hoffentlich auch.

Rund um den Blog

Ja, viel zu sagen gibt es zum Blog selbst eigentlich nicht. Der September wird nicht so Rezi-reich wie der August, aber doch auch interessant. Außerdem warten tolle Bücher darauf, eingekauft und gelesen zu werden, so dass zumindest ich beim Schreiben viel Spaß haben werde – ihr müsst euch halt noch ein wenig gedulden.
Meine Planung geht übrigens auf… ich habe mal so grob überschlagen, wie die Rezensionen sich noch bis Dezember verteilen und es sieht gut aus. Ich will ja erreichen, im November schon Rezensionen für Januar zu haben, um im Dezember hauptsächlich Weihnachtsgeschichten posten zu können. Scheint zu klappen, da hat sich das rumärgern in diesem Jahr also gelohnt. Trotzdem werde ich mir wohl für nächstes Jahr etwas anderes einfallen lassen müssen. Ich bin nicht zufrieden damit, dass ihr so lange auf Rezensionen habt warten müssen, wie ihr wisst.

Mein Leben und Ich

Ich weiß auch nicht, dieses Jahr ist bei mir einfach komplett der Wurm drin. Der August war wieder so ein Monat, in dem viel schief gelaufen ist und ich mir häufig Sorgen gemacht habe oder vor irgendetwas Angst hatte. Dann hatte ich eine Woche Urlaub, die einfach komplett für den Arsch war (aus privaten Gründen) und demzufolge einfach nicht die langersehnte Erholung gebracht hat. Ich will jetzt auch nicht schon wieder Jammern, es tut mir eh schon immer Leid, dass ich euch immer voll maule mit diesem Mist. Und es ist ja auch nicht so, als wäre es nur scheiße gewesen im August. Es gab durchaus auch schöne Momente.
Vielen sagen ja, ich bin einfach ein totaler Pessimist, aber ich glaube, das bin ich gar nicht. Ich rede nicht alles schlecht, sondern es läuft einfach wirklich nicht gut. In anderen Bereich läuft es dafür ja echt spitze und das kann ich auch wertschätzen. Aber es ist halt irgendwie schwer, wenn andere Dinge tonnenschwer auf einen lasten. Und ich bin eben auch kein wirklicher Optimist. Ich kann nichts Positives in Dingen finden, die einfach scheiße sind. Wenn überhaupt, würde ich mich als Realist einstufen. Und als dieser weiß ich, ich kann für vieles in meinem Leben dankbar sein, aber als dieser weiß ich auch, dass einiges eher schief läuft. Und wenn man das, was schief läuft, nicht wirklich ändern kann, dann schlägt das eben auf die Stimmung. So einfach ist das.
Aber wisst ihr, was ich genossen habe? Das Wetter. Es war zeitweise nämlich echt kalt und regnerisch und das ist irgendwie genau mein Wetter. (Passt ja zu meiner bomben Stimmung, ne.) Leider wird sich das bald wieder ändern, spätestens im Oktober werde ich also wieder an meiner Winterdepression zu knabbern haben. Obwohl ich ja – auch wenn ich kein Fan von so was bin – überlegt habe, Vitamin D zu nehmen. Ich habe gehört, dass soll ähnlich wie Lichttherapie funktionieren. Hat da jemand Erfahrung mit? Stimmt das? Ansonsten muss ich vielleicht wirklich so Lichttherapie in Anspruch nehmen, weil ich schon selbst weiß, dass das, was letztes Jahr bei mir abging, nicht normal war. Und da ich ja eh ein pessimistische Realist bin, kann ich mir so eine niedergeschlagene Stimmung nicht auch noch antun…
Trotzdem freue ich mich auf den Winter. Dann werde ich jedes Wochenende da sitzen, Glühwein trinken, Zimteis essen (ich stehe auf Zimt, nichts ist besser als Zimt!) und mich auf Weihnachten freuen.
Aber zurück zum August… obwohl, lieber nicht. Oder doch, ein was muss ich nämlich noch loswerden. Ich habe, wie so oft in diesem Jahr, eine wichtige Erkenntnis gemacht: Man kann sich nicht vor dem verstecken, wer man ist. Soll heißen, auch wenn alle anderen einen für etwas, das man repräsentiert, komisch finden, so ist es doch ein Teil von einem selbst, den man nicht unterdrücken darf. Man sollte nicht versuchen, mit dem Strom zu schwimmen, sondern das ausleben, was einen glücklich macht. Und dann kann das gut sein, dass man irgendjemanden damit vor den Kopf stößt oder befremdet, aber warum sollte man etwas, das zu einem gehört, vor sich selbst verstecken, nur um nach Außen hin irgendwie dazu zu passen. Es funktioniert sowieso nicht auf Dauer. Irgendwann bricht es einfach aus einem raus und dann muss man das auch ausleben. Kann schon sein, dass es einen vielleicht selbst Angst macht oder so, aber das sollte einen nicht davon abhalten, man selbst zu sein. Jeder findet sein Glück eben in etwas anderem und das ist auch gut so.

Vorschau auf den September

Nun, ich habe ja schon gesagt, dass es im September nicht sooo viele Rezensionen geben wird, wie im August. Aber ich schätze, ihr werdet verstehen können, dass ich nicht jeden Monat ein riesiges Pensum an Rezensionsexemplaren, normalen Büchern und englischen Büchern aufwarten kann.
Trotzdem – und auch das habe ich schon gesagt – halte ich den September für interessant, weil er doch einige gute Bücher umfasst. Vor allem auch im BDSM-Bereich. Schaut auch unbedingt im September auf meine Leseliste, ich kann es zwar nicht 100%ig sagen, aber ich habe das Gefühl, dass die Bücher, die ich im September kaufen werde, sicher (fast) alle ihr Geld wert sein werden.
Viel mehr kann ich noch gar nicht sagen. Ich weiß z.B. nicht, ob es einen Neuzugängepost gibt, weil ich noch gar nicht geschaut habe, was an Mangas im September heraus kommt und was davon mir gefallen könnte. (Ihr könnt auch, was Mangas betrifft, mal einen Tipp abgeben. Aber ich bin bei Mangas noch kritischer, als bei Büchern, also bitte empfehlt mir nicht jeden Schrott.) Im Prinzip muss es auch wieder eine Rezension zu einem englischen Buch geben, weil ich davon eigentlich genug habe. Mal sehen, ob ich es rechtzeitig schaffe, ansonsten gibt es das eben erst im Oktober. Und dann gibt es ja auch immer noch spontante Aktionen, die vielleicht kommen und von denen ich jetzt noch gar nichts erzählen kann, weil ich sie selbst noch nicht kenne.

Famous last words

Mal vorweg was anderes: Wisst ihr, warum ich dieser Rubrik nicht auch einen deutschen Namen verpasst habe? Weil das eigentlich ein wenig doppeldeutig gemeint ist. Es sind zwar klar meine letzten Woche in der Zusammenfassung, aber hauptsächlich ist es einer meiner absoluten Lieblingssongs.
Aber jetzt weiter im Text: Wie meistens bezieht sich das Zitat auch diesmal wieder auf meine Psychoblabla von vorhin. Here it is:

„You never find yourself, until you face the truth.“
Pearl Bailey

Jules :)

Neuzugänge #4

Hallo ihr!

Sorry, dass es letzten Monat keinen Neuzugänge-Post gab, aber ich habe ja nur einen Manga gekauft, da fand ich, es lohnt sich einfach nicht.
Diesen Monat aber wieder. Viel Spaß beim Stöbern.


Mein Weg in dein Herz 1 - Hideki Kawai

Hier habe ich ein wenig gemischte Gefühle. Ich mag es, dass de Manga ein wenig ernsterer Töne anschlägt, das ist mal was anderes, als in den meisten Boys-Love-Mangas, in denen alles immer Friede, Freude, Eicherkuchen ist. Allerdings zieht es einen mit der Stimmung schon fast ein wenig runter - was genaugenommen ja wieder gut ist, wenn die Gefühle darin so auf einen übergehen.
Der Stil gefällt mir eigentlich recht gut, auch wenn ich ihn an mancher Stelle noch ein wenig unübersichtlich finde. Mag aber auch am Aufbau der Geschichte liegen, weil man ein wenig braucht, um wirklich durchzusteigen. Ehrlichgesagt steige ich noch immer nicht komplett durch, aber ich bin guter Hoffnung, dass sich das in Band 2 dann alles noch klärt.

Ten Count 2 - Rihito Takarai

Ich bin ja wirklich sehr großer Fan von Rihito Takarai, aber mit dieser Reihe werde ich einfach nicht so richtig warm. Im Gegensatz zu Band 1 ist Band 2 schon interessanter. Es passiert mehr, die Geschichte kommt richtig in Gang und sagt mir auch mehr zu. Aber was im ersten zu langsam ging, geht mir jetzt schon fast zu schnell.
Der Stil ist einfach schön und süß, auch wenn ich finde, dass gerade der Hauptcharakter nicht so richtig gut ausgearbeitet ist. Ich weiß auch nicht, wie ich das erklären soll - er sieht mir einfach mehr wie ein Nebencharatker aus und die Nebencharaktere scheinen von ihrem äußeren mehr Persönlichkeit zu haben.
Aber nicht denken, die Reihe sei schlecht. Wie gesagt, langsam nimmt sie Fahrt auf und ich bin sehr gespannt auf Band 3 - evtl wird sich dann alles optimal eingependelt haben, so wie ich das bei anderen Mangas von Rihito Takarai gewöhnt bin.


Wisst ihr, was ich brauche? Eine bessere Kamera! :D Ja rollt nur mit den Augen und denkt euch: weil ich 2x im Jahr ein Bild für den Blog mache, muss ich mir jetzt am besten eine Spiegelreflex kaufen - aber ich sage euch: meine Digi ist definitiv Mist dafür. Ich weiß, ich spinne. Aber es kotzt mich an. In meinem Zimmer gibt es kein gutes Licht und mit Blitz überlichtet mir die Digi alles - ohne hingegen ist alles verschwommen. Wenn man mich zum Durchdrehen bringen will, muss man mir echt nur meine Kamera in die Hand drücken. -,-
Jules :)

Samstag, 29. August 2015

Schuldfrage (B. S. Sasori)

So ihr Lieben,

heute gibt es wieder eine Rezension. Diesmal zu "Schuldfrage" von B. S. Sasori. Die Geschichte erschien bei BookRix und auf 106 Seiten handelt sie von Cedris, dessen Ängste nur der junge Landstreicher Mika zu vertreiben weiß.


Beschreibung:

Cedrics Alltag ist von Ängsten geprägt. Er erträgt kaum die Dunkelheit, weil sie ihn an eine Nacht vor neun Jahren erinnert, die sein gesamtes Leben ins Chaos gestürzt hat. Nur durch Sex scheint er für kurze Zeit all den Erinnerungen entkommen zu können.
Doch dann trifft er auf den Landstreicher Mika, der ihm nicht nur durch Sex ein wenig Ruhe und Frieden schenken kann. Doch es dauert nicht lange, bis all dies wieder ins Wanken gerät, als Mika von eben jener Nacht zu erzählen beginnt.

Meine Meinung:

Bei manchen Büchern weiß ich einfach nicht, was ich dazu sagen soll. Nicht unbedingt, weil sie nichtssagend sind (obwohl das auch vorkommt), sondern - wie hier - weil ich einfach nicht weiß, was ich von ihnen halten soll.
Wenn die Geschichte etwas ist, dann psycho. Ich weiß, das klingt furchtbar, aber ich meine es gar nicht böse. Es ist nur einfach irgendwie so. Ich meine, da ist Cedric, der nach seiner Vergewaltigung nur in Sex Erlösung findet und davon seinen ganzen Alltag bestimmen lässt, statt einfach eine Therapie zu machen (im Buch wird erklärt, warum er das nicht tut, aber ich finde es dennoch komisch) - und auf der anderen Seite ist da Mika, der Auslöser all dieser Ängste, der sol voller Schuldgefühle ist. Man muss sagen, beide Seite sind irgendwie ziemlich gut dargestellt. Man kann sich da richtig reinfühlen und die Protagonisten wirklich verstehen.
Mir hat auch gefallen, wie ihre Schicksale so miteinander verwoben sind und das auch über so lange Zeit bleiben. Es ist wie ein Kreis. Mika löst die Ängste aus und weil nur er, durch seinen Selbstekel, verstehen kann, wie Cedric fühlt, ist er am Ende der Einzige, der Cedric die Ängste wieder nehmen kann. Wäre es nicht so tragisch, wäre das ja schon fast wieder romantisch. Aber ich meine... man fragt sich doch, wie Cedric sich nur auf Mika einlassen kann, wo er doch weiß, was dieser getan hat. Aber vielleicht hat Mika es auch einfach dadurch wieder gut gemacht, dass er der einzige ist, der Cedric vor sich selbst und seinen Ängsten retten kann. Also gleichzeitig versteht man es folglich auch wieder doch irgendwie. Das ist so paradox, dass ich echt nciht weiß, wie ich darüber denken soll. Und so geht es mir im ganzen Buch. Ich finde, dadurch ist der Titel irgendwie sehr passend gewählt, nicht? Ich mag das, wenn der Titel perfekt zum Buch passt.
Nun, wenn man mal den Inhalt weglässt, kann man an dem Buch nicht rütteln. Der Stil ist sehr angenehm und passt irgendwie zur Geschichte. Also irgendwie doch empfehlenswert.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich glaube, solche Geschichten muss man mögen. Es ist, jetzt sag ich es schon wieder, eben doch ein wenig psycho und hat was tragisches an sich. Gleichzeitig ist es aber auch irgendwie schon fast wieder romantisch und keine Ahnung... Ich denke, wenn ihr mal was anderes lesen wollt, dass irgendwie echt gut gemacht ist, dann solltet ihr das Buch dringend lesen.

Ich quäle mich gerade selbst mit Rezensionen schreiben. Ich hab einfach keine Lust, aber ich muss ja... Der Blog gestaltet sich halt leider nicht von alleine. :'D
Jules :)

Mittwoch, 26. August 2015

Mein Weddingplaner (Leonie von Sandtown) [Q]

Hey!

Diesmal geht es um „My Weddingplaner“ von Leonie von Sandtowhn. Das Werk erschien bei BookRix und umfasst 58 Seiten. Es handelt von Max, der als Weddingplaner arbeitet und über seinen Job seinen Traummann findet.


Beschreibung:

Max ist Weddingplaner aus Leidenschaft, auch wenn sein eigenes Liebesleben dabei zu kurz kommt. Deshalb kommt ihm auch eine heiße Nacht mit einem Fremden gerade gelegen. Leider geht ihm dieser nicht merh aus dem Kopf. Zum Glück trifft er ihn wieder - wenn auch bei seinem neuesten Auftrag. Nun muss er sich die Frage stellen, in welcher Beziehung dieser zur Braut steht.

Meine Meinung:

Also bei diesem Buch bin ich wieder mal widersprüchlicher Meinung. Manches hat mir gut gefallen, bei anderen Dingen bin ich leider nicht so wirklich durchgestiegen. Das hat sich sozusagen meiner Logik entzogen. Wenn sie aufeinander treffen, ist ja überhaupt nicht klar, ob Alan der Bräutigam ist oder nicht und trotzdem wird erst mal heftig geknutscht, ehe die Sache geklärt wird. Allgemein ist es oft so, dass sie – trotz dessen, dass Max der Meinung ist, dass so nicht zu wollen – trotzdem wieder miteinander rummachen. Irgendwie find ich das ein wenig komisch. Ich wäre da ja eher reserviert und verhalten und würde mich nicht immer wieder auf ihn einlassen. Und er nimmt sich das ja auch immer vor und tut es dann doch wieder. Klar, das hält natürlich auch die erotische Stimmung und vor allem die Spannung aufrecht, aber trotzdem finde ich dieses Verhalten echt nicht so gut.
Als er dann endlich zu seinem Wort steht, fand ich die Geschichte dann aber schon besser. Vor allem hat das auch die ganze Story noch mal interessanter gemacht, weil man nun wirklich wissen will, wie sich alle entscheiden und welche Lösungen gefunden werden oder nicht. Das hat auch so ein wenig Dramatik in die Sache gebracht, die – in Maßen – ja immer gut ist. Ich mochte auch, dass Max dann nicht sofort wieder nachgibt, sondern sich Alan dann noch mal richtig anstrengen muss, ihn zu überzeugen. Genau so eine Reaktion hätte ich von Anfang an erwartet.
Was man der Sache zu Gute halten muss: Dieser Zwiespalt von Alan und auch von Max wird sehr gut geschildert. Man leidet dann schon so ein wenig mit und versteht die Verzwicktheit der Situation. Das hat mir wiederum sehr gut gefallen – von Anfang an sogar.
Der Schluss ist dann leider wieder so eine absolute Katastrophe, was meinen Geschmack angeht. Ich greife nichts vorweg, aber vielleicht könnt ihr es euch ja denken…

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich muss sagen, Fans von romantischen Liebesgeschichten mit einer Spur Drama, kommen hier schon auf ihre Kosten. Allerdings muss man teilweise auch ein wenig Kitsch vertragen können, um sich damit wohl zu fühlen. Wer das mag, wird sicher viel Spaß daran haben.

Ich habe wieder das halbe Wochenende nur mit einem Blog verbracht. Das ist echt schlimm, ich sag’s euch!
Jules :)

Montag, 24. August 2015

Five dates (Amy Jo Cousins) [E] [Q]

Hallo meine Lieben!

Heute gibt es wieder ein englischsprachiges Buch. Und diesmal ist es sogar noch ein Quickie, der im übrigen auch noch kostenlos auf Amazon erhältlich ist.
Ich spreche von „Five Dates“ von Amy Jo Cousins. Dieses wird frei publiziert, umfasst 91 Seiten und handelt von Devin, der durch eine Wette auf Jay trifft.


Beschreibung:

Weil Devin eine Wette mit seiner Schwester verliert, muss er auf 5 Dates gehen, die sie für ihn arrangiert. Gleich beim ersten trifft er auf Jay, der ihm klar und deutlich sagt, dass Devin für ihn nicht interessant ist. Trotzdem willigt er ein, einen Abend mit ihm zu verbringen. Dieser reicht allerdings, dass Devin sich hoffnungslos in ihn verliert und nun alles versucht, um Jay dazu zu bringen, richtig mit ihm auszugehen.

Meine Meinung:

Ich fand die Geschichte sehr schön. Mir hat vor allem gefallen, welche Stimmung die ganze Zeit geherrscht hat. Man hat einfach gemerkt, dass sie sich wollen und das da etwas zwischen ihnen in der Luft liegt, auch wenn sie sich anfangs noch dagegen gewehrt haben. Und dadurch war da auch eine gewisse erotische Spannung zwischen den Protagonisten, die sich durchgezogen hat, obwohl die meiste Zeit eigentlich gar nichts passiert ist.
Super war auch, dass sich alles sehr langsam entwickelt hat. Die Geschichte hat jetzt ja auch nicht so viele Seiten und trotzdem ist sie an keiner Stelle irgendwie gerafft worden oder so. Sie ist immer detailliert und auf den Punkt. Es ging einfach gemächlich voran und trotzdem nicht zu langsam, so dass man immer gespannt war, was als nächstes passiert.
Die Idee an sich fand ich übrigens sowieso große Klasse. Das gibt der Story einen schönen Hintergrund, aus dem wirklich was gemacht wurde. Und allgemein liegt dadurch auch eine super Struktur der Geschichte vor, die durch die Gefühle der Charaktere noch mehr Form bekommt. Mir hat eh sehr gut gefallen, dass Jay so ein wenig zögerlich war. Das frustriert einen als Leser so ein wenig, weil er nicht über seinen Schatten springen kann, aber genau das macht die Sache ja so interessant.
Außerdem muss man positiv hervorheben, dass die Geschichte wirklich komplett ohne Kitsch oder sonstigen süß-romantischen Kram auskommt.
Was vielleicht auch noch interessant ist: Die Nebenfiguren fand ich auch ganz okay. Es ist jetzt nicht so, dass sie alle eine superwichige Rolle innehaben, aber zumindest ist auch keiner überflüssig und bis zu einem gewissen Grad dann doch wichtig für die Geschichte.
Im Prinzip einfach rundum gelungen.

Verständlichkeit:

Ich muss zugeben, dass ich mir hier teilweise ein wenig schwer getan habe. Ich weiß nicht mal so genau, woran es lag. Es gab eben einige Vokabeln, die ich nicht kannte und hinzu kamen noch ein paar Redewendungen, die ich nicht sofort verstanden habe. Das hat sich leider auch ein wenig durchgezogen, so dass ich bis zum Schluss immer mal wieder gestutzt habe.
Trotzdem ist es mir noch gelungen, mich in die Geschichte fallen lassen zu können. Man kann also auch dann noch flüssig lesen, wenn man einige Wörter nicht kennt. Und ich schätze, solange man den Gesamtkontext versteht, dürfte es kein Problem sein, die Geschichte nachvollziehen zu können. Also lasst euch nicht sofort abschrecken, das ist gar nicht nötig.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich würde mal sagen, diese Geschichte ist jetzt eher nicht für Anfänger oder Leute geeignet, die seit Jahren nichts mehr mit Englisch zu tun haben. Wenn man damit anfängt, wird man wohl nicht viel verstehen. Ich meine, es gibt auch Passagen, die man super versteht, aber öfter habe ich halt schon gestutzt und mein Englisch ist recht gut.
Ansonsten ist das eine wunderschöne Liebesgeschichte, die ohne Kitsch und großes Drama daher kommt, und wird sicher den meisten Lesern sehr gut gefallen.

Ich lande wirklich immer Glücksgriffe mit meinen englischsprachigen Büchern, oder? Finde ich aber gut, so muss ich mich nicht dazu zwingen, sie zu lesen sondern habe Freude daran. Ich glaube, so was ist in dem Fall auch essentiell wichtig.
Jules :)

Samstag, 22. August 2015

Ben - Alles auf Anfang (Adora Belle)

Hallo meine Lieben!

Heute dreht sich die Rezension um "Ben - Alles auf Anfang" von Adora Belle. Das Buch umfasst 240 Seiten, erschien bei BookRix und ist als eBook erhältlich. Es handelt von Ben, der zu Hause rausgeworfen wird und sich bald in den Hausmeister seiner neuer Bude verliebt.


Beschreibung:

Ben ist ein Sohn aus gutem Hause und dementsprechend verwöhnt. Von Arbeit hält er wenig und das stinkt seinen Eltern ziemlich. Als auch noch herauskommt, dass er schwul ist, reicht es seinem konservativen Vater und er wirft ihn raus.
Auf sich alleine gestellt, versucht er irgendwie alleine klar zu kommen, was leider nicht so leicht ist wie gedacht. Aber wenigstens gibt es in dem Wohnhaus, in dem er unterkommt, den sexy Hausmeister Manuel. Dieser scheint nur leider nicht viel von ihm zu halten.

Meine Meinung:

An sich hat mir das Buch eigentlich schon Freude bereitet. Ich fand den Humor, der immer wieder darin vorkam, einfach genial. Ich liebe eine gewisse Situationskomik, die einfachen Alltagsszenen den gewissen Schliff gibt. Manchmal muss man zugeben, dass es schon etwas von so einer schlechten Komödie hatte – mit so Geschehnissen, die man schon 100x gesehen und auch irgendwie schon vorherahnen konnte. Aber trotzdem muss ich da noch schmunzeln. Da hat auch die Erzählweise gut gepasst. Es ist ja aus Bens Sicht geschrieben und er ist schon chaotisch und redet sich aber alles schön – mochte ich sehr.
Im Gegensatz zu Ben mochte ich Manu nicht so sehr. Man hat ihn einfach nicht durchschauen können. Irgendwie hat es aber auch gepasst, weil es so der Geschichte Spannung verliehen hat. Man wusste halt nie so genau, woran man bei Manu ist und wie er jetzt wieder reagieren wird – folglich wusste man auch nicht, ob sie gleich streiten oder rumknutschen. Ihr Zusammenfinden hat auch recht lange gedauert – ich hasse es ja, wenn es zu schnell geht – und war aber dennoch interessant zu lesen. Ich habe das Buch an einem Abend durchgemacht, weil ich so neugierig war und weil die Geschichte zwar eigentlich nichts Neues ist, aber trotzdem irgendwie fesselnd war. Mir hat auch gut gefallen, dass es einen gewissen Grad an Drama in dem Buch gab. Die Missverständnisse zwischen Ben und Manu haben schon noch mal für ein wenig „Nervenkitzel“ gesorgt.
Als ich die Beschreibung gelesen habe, habe ich gedacht, dass es ein langweiliges 0-8-15-Buch wird, aber jetzt fand ich es doch unterhaltsam und werde mir wohl auch noch die Fortsetzung kaufen. Natürlich berichte ich euch dann auch von dieser.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Eine typische Gay Romance Geschichte mit einer Spur Humor und einem guten Schreibstil. Ich denke, hier sollte jeder, der so was mag, zugreifen!

Ich würde gerne mal wieder eine Bibliografie oder so was lesen. Weiß auch nicht warum. Gibt es da irgendetwas in die Richtung, das zum Blog passt? Kennt ihr da was?
Jules :)

Mittwoch, 19. August 2015

Zu früh! Zu spät? Versöhnung (Simon Winter) [Q]

Hallo!

Heute gibt es wieder einen Quickie. Diesmal geht es um Simon Winters frei publizierte Geschichte „Zu früh! Zu spät? Versöhnung“. Die Kurzgeschichte umfasst 21 Seiten und handelt von Martin, der am Flughafen vergeblich auf seinen Freund wartet.


Beschreibung:

Als Martin seinen Freund vom Flughafen abholen will, wartet er vergebens. Und auch danach geht alles schief, so dass bald der Haussegen schief hängt. Nun muss Martin alles geben, um seinen Freund wieder versöhnlich zu stimmen.

Meine Meinung:

Wieder mal eine Geschichte, die mich leider komplett enttäuscht hat. Tut mir leid, dass ich das jetzt wieder so stark kritisieren muss, aber hier gibt es eindeutig noch Luft nach oben. Angefangen beim Schreibstil. Ich möchte nicht sagen, dass die Geschichte ohne Gefühl geschrieben ist, aber es ist doch eher so, dass alles eher beschrieben wird, statt richtig erzählt. Soll heißen, man kommt sich vor, als würde man einen Lagebericht lesen, statt einer richtigen Geschichte. Irgendwie hat mir da dieses gewisse Extra gefehlt, das man braucht, um sich richtig in die Geschichte fallen lassen und mitfiebern zu können.
Dazu kam dann noch, dass die Story selbst sehr schnell voranging. Es gab den einen oder anderen Zeitsprung und allgemein wurde einfach vieles zu schnell abgehandelt. Kaum angefangen, war sie schon wieder vorbei. Und das meine ich genau so, wie ich es sage. Ich glaube, ich habe daran höchstens 15 Minuten gelesen. Ich finde aber, dass auch eine Kurzgeschichte zumindest 30 Minuten füllen sollte. Nur weil eine Geschichte kurz ist, kann sie ja trotzdem ausführlich erzählt werden.
Obwohl ich ein Freund von Sexszenen bin, hat mich ein wenig gestört, dass die Sexszene hier fast genauso lang war, wie der Rest der Geschichte. Offenbar hat man sein Augenmerk eindeutig auf diese Szene gelegt. Sie war nicht mal schlecht, im Grunde war sie tatsächlich das Beste an der ganzen Story, aber einfach im Verhältnis zur eigentlichen Erzählung zu lange.
Das schlimmste daran war aber, dass es einfach kaum Inhalt zu bieten hat. Ihr seht es ja schon an meiner Beschreibung. Und die ist noch länger als die, die man auf Amazon findet. Aber wenn es nichts zu sagen gibt, kann man auch nichts schreiben. Schwierige Sache.
Hinzu kam dann noch, dass die Story mit einigen – ich will jetzt nicht unbedingt Logikfehler sagen, aber was bessere fällt mir nicht ein – aufwartet. Angefangen dabei, dass zu Hause ein Meer aus brennenden Kerzen wartet, während er seinen Freund vom Flughafen abholt. Ich weiß, es muss immer alles ganz kitschig romantisch in diesem Genre sein, aber ernsthaft: Mein erster Gedanke war nicht „Oh wie süß“ sondern „Hat der keine Angst, dass in der Zeit die Bude abgefackelt ist?“. Dann sind beide offensichtlich Fußballprofis, aber darauf wird nicht eingegangen. Dabei ist gerade im Profisport Homosexualität doch ein heikles Thema. Wenn man schon so einen Beruf für seine Protagonisten wählt, muss man darauf auch ein wenig mehr eingehen.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Wer sich nicht an der Kürze stört, der wird sicher auch hiermit Freude haben. Vielleicht mögt ihr es sogar, wenn das ausführlichste die Sexszene ist (da gibt es ja einige Werke, in denen das so ist, und die erfreuen sich auch großer Beliebtheit) und kauft das Buch genau aus diesem Grund…

Jetzt habe ich wieder so viel kritisiert, jetzt fühle ich mich wieder schlecht. Ich hasse das echt, wenn eine Geschichte nicht gut ist, weil es für mich so eine unangenehme Sache ist, so starke Kritik zu äußern.
Jules :)

Montag, 17. August 2015

Ben und Lotta: Gegenteile ziehen sich aus (Nessa Maral)

Hey ihr Lieben!

Heute gibt es wieder etwas Besonderes  für euch. Die Geschichte "Ben und Lotta: Gegensätze ziehen sich aus" von Nessa Maral handelt nämlich von Transsexualität. Sie erschien bei Books on Demand und handelt von Ben, der sich in die unnahbare Lotta verliebt.


Beschreibung:

Seit Ben Lotta das erste Mal gesehen hat, hat er nur ein Ziel: Sie rumzukriegen. Leider ist Lotta ziemlich unnahbar, auch wenn sie nicht gänzlich abgeneigt zu sein scheint. Was Ben nicht ahnt ist, dass Lotta ein Geheimnis mit sich trägt, dass ihn schon bald vor ungeahnte Probleme stellen wird. Denn Lotta ist gar kein Mädchen.

Meine Meinung:

Das Thema Transsexualität wird in dem Buch wirklich großartig aufgegriffen. Mir hat so gut gefallen, dass dabei der Fokus gar nicht auf Lottas Sexualität liegt (wenn diese natürlich auch angeschnitten wird), sondern eher drauf, wie es sich auf das Umwelt - und gerade eben auf die Liebe - auswirkt.
Nachdem Ben hinter Lottas Geheimnis kommt, strauchelt er nicht nur mit seiner eigenen Sexualität, sondern auch seinem recht konservativen Denken. Ich finde die, anfangs recht harte Reaktion und auch die Nachwellen, die diese mit sich zieht, sehr realistisch und nachvollziehbar dargestellt. Ich kann mir gut vorstellen, dass es für einen Jungen, der überzeugter Hetero ist, ein großer Schock ist, wenn sich die Traumfrau als Mann herausstellt. Umso bedeutungsvoller finde ich, dass er trotz seines festgefahrenen Denkens einen Entwicklungsprozess in dem Buch mit macht, der wieder einmal deutlich zeigt, dass die Liebe jedes noch so große Hinternis überwinden kann, wenn man sich nur wirklich anstrengt. Ich denke, Betroffenen, die Angst haben, vielleicht wegen ihrer Transsexualität nie jemanden finden zu können, der sie akzeptiert, kann dieses Buch wirklich Mut machen.
Um noch mal auf Ben zurück zu kommen: Ich habe ja gesagt, dass er eine gewisse Entwicklung mitmacht und ich möchte noch mal betonen, dass diese im Buch wirklich sehr nachvollziehbar dargestellt wird.
Was man zunächst gar nicht so erwartet, ist das Thema Freundschaft, dass in dem Buch auch noch eine kleine Rolle spielt. Zeitweise hat Ben nämlich mit seinem besten Freund Sascha einige Differenzen wegen Lotta, die noch mal ein wenig frischen Wind in das Buch bringen. Leider verbringt sich dahinter ein kleiner Kritikpunkt: Mir erschien das Ende ein wenig zu gewollt. Für Saschas Verhalten werden dann Erklärungen geboten, die natürlich sämtliche Probleme der beiden Jungs aufheben, die für mich aber ein wenig plötzlich und wenig ausgefeilt daher kommen. Eben einfach so, als hätte man auch auf freundschaftlicher Basis unbedingt ein Happy End gewollt.
Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass man nicht so genau erfährt, wie es mit Lottas besten Freund Andreas weitergeht. Er schien ja recht besessen von ihr zu sein, aber nachdem sie sich gegen ihn entscheidet, verschwindet er völlig von der Bildfläche. So, wie er drauf ist, hätte ich eher damit gerechnet, dass er sie vielleicht verfolgt, aber zumindest noch einmal ansprechen wird. Gut, dass er es nicht getan hat, aber das erschien mir einfach, in anbetracht der Situation, zu einfach.
Ich möchte da aber auch gar nicht weiter drauf rumreiten, weil ich sonst wirklich nur des Lobes für das Buch bin. Gerade auch der Stil hat mich überzeugt. Es ist ja auch noch ein Debutroman und dafür fand ich es wirklich flüssig und schön zu lesen und habe echt nichts daran zu kritisieren.
Ich habe mich oben ja schon genügend darüber ausgelassen, aber ich möchte noch einmal betonen, dass es wirklich ein sehr schönes Buch über Transsexualität ist und damit absolut lesenswert.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Wer sich für das Thema interessiert, sollte das Buch unbedingt lesen. Ich finde eben besonders schön, dass es hier gar icht so sehr um Lotta geht, sondern eher um Ben und wie er mit seiner Liebe zu einem Mädchen umgehen lerenen muss, das physiologisch gesehen eben doch ein Junge ist.

Ich lege gerne Bücher über Transsexualität. Leider findet man dazu recht wenige. Es gibt kaum richtige Romane, eher Sachbücher. Umso mehr freue ich mich über dieses Buch.
Falls ihr mehr wollt: unter dem Tag "Transsexualität" findet ihr noch eine weitere Rezension zu einem Buch dieses Themas. Ich hoffe ja, dass es bald noch mehr werden.
Jules :)

Samstag, 15. August 2015

Gaylaxy: Heiße Beats und coole Drinks (Celia Williams)

Hallo!

Der heutige Roman stammt von Celia Williams, umfasst 145 Seiten und erschien bei Bookrix. Er nennt sich "Gaylaxy: Heiße Beats und coole Drinks" und handelt von Marc, der als Hetero in einem Gayclub zu arbeiten anfängt.


Beschreibung:

Marcs Leben gerät völlig außer Kontrolle, als sein Ex-Chef vor Gericht muss und er somit seinen Job und seinen guten Ruf verliert. Um nicht arbeitslos zu sein, fängt er in einem Schwulen-Club an der Bar an. Die Umstände sorgen allerdings dafür, dass er seinem neuen Chef, Carsten, näher kommt, als geplant. Und bald schon muss er sich fragen, ob er wirklich so hetero ist, wie gedacht.

Meine Meinung:

Im Großen und Ganzen fand ich die Geschichte eigentlich ganz schön. Sie hat eine angenehme Länge, weder zu kurz noch zu langatmig. Nur manchmal fand ich einige Erklärungen ein wenig zu ausführlich. Gerade zum Beispiel, wenn immerzu auf die Stadt Mannheim eingegangen wird. Aber das war wirklich in den seltensten Fällen der Fall. Ansonsten hat mir der Stil eigentlich gut gefallen.
Interessant war, wie immer wieder auf die Bar zu sprechen kam. Man konnte sich diese wirklich super vorstellen und ich fand es auch schön, wenn auf den Ablauf in dieser zu Sprechen gekommen ist. Sie ist ja doch irgendwie ein wesentlicher Punkt in der Geschichte und wurde da auch gut eingebracht.
Ebenfalls super fand ich, wie sich die Sache mit Marc und Carsten entwickelt hat. Es ging langsam voran, hat einige Zeit in Anspruch genommen und war dementsprechend spannend und authentisch. Leider wurde es dann wieder so dargestellt, als wäre er jetzt komplett schwul. Ich meine, warum kann denn nicht einfach mal jemand bi sein? Da könnte ich mich immer wieder drüber aufregen.
Was mich auch gestört hat, war, dass es an mancher Stelle ein wenig kitschig war. Diese ganzen Kosenamen waren mir ab und an too much. Ansonsten war es zum Glück nicht allzu romantisch ausgeprägt, was ich klasse fand.
Ich muss ja zugeben, die Sache mit der Mafia fand ich ein wenig weit hergeholt, auch wenn das natürlich ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte ist. Man kann es zwar hinnehmen, aber ich fand es schon ein wenig krass. Wahrscheinlich ist das aber Geschmackssache.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Das Buch ist wieder mal so eine typische Gay Romance Geschichte, die wohl dem Großteil der Leser dieses Genres zusagt. Ich fand gerade das mit der Bar sehr schön integriert und allein deshalb auch die Story recht lesenswert.

Im Moment denke ich immer, ich komme mit Lesen nicht nach, denn lese ich "zu viel" auf einmal und am Ende des Monats sitze ich auf dem Trockenen, was Bücher anbelangt. Das ist frustrierend.
Jules :)

Mittwoch, 12. August 2015

Tanz der Liebe (Melanie Elberfeld) [Q]

Hey ihr!

Der heutige Quickie handelt von Melanie Elberfelds „Tanz der Liebe“. Dieses frei publizierte Werk umfasst 36 Seiten und handelt von Kyle, der beim Tanzkurs seiner Schwester auf den talentierten Pitty stößt und sofort von diesem fasziniert ist.


Beschreibung:

Kyle bekommt das Auto seiner Eltern nur, wenn er dafür seine Schwester zum Tanzkurs bringt. Obwohl ihm das ziemlich peinlich ist, lässt er sich auf den Deal ein. Meist versucht er, schnell wieder zu verschwinden, aber als seine Schwester ihn überzeugt, ihr auch mal zu zusehen, trifft er auf den talentierten Pitty. Dieser übt eine Faszination auf ihn aus, der er sich nicht entziehen kann. Und Pitty scheint auch nicht abgeneigt zu sein.

Meine Meinung:

Was ich hier negativ anmerken muss ist, dass es mir alles ein wenig zu schnell ging. Es war alles wie so im Raffer: Einmal tanzen gesehen, schon verknallt, einmal richtig miteinander gesprochen, schon verliebt, einmal miteinander getanzt, schon fast Sex…
Sowas stört mich immer ein wenig, weil ja nicht immer alles so schnell aufeinander folgen muss. Auch in einer Kurzgeschichte kann man die Story ein wenig ausführlicher gestalten.
Dabei hat mir die eigentliche Idee der Geschichte sehr gut gefallen. Das war mal etwas anderes und irgendwie war es auch sehr süß. Auch der Stil hat mir ansonsten recht gut gefallen. Es war schon detailliert beschrieben und hatte auch ein wenig Humor eingeflochten, was ich immer ganz besonders schön finde. Was mich beeindruck hat war, dass das Tanzen selbst so detailliert und irgendwie leidenschaftlich beschrieben wurde. Man konnte es sich wirklich bildlich vorstellen. Außerdem hatte es einen gewissen Sexappeal, der eigentlich erotischer war, als die eigentliche erotische Szene.
Auch die Charaktere haben mir gut gefallen. Am besten fand ich sogar die Schwester, die ja eigentlich nur eine Nebenrolle inne hat und aber trotzdem so liebenswert gestaltet wurde.
Von der Länge her fand ich, dass es okay war. Wie oben gesagt, hätte man den Inhalt natürlich ausführlicher gestalten können, aber zumindest was den Schreibstil selbst anging, war es nicht zu knapp beschrieben.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Das ist definitiv eine schöne Kurzgeschichte für Zwischendurch, die – auch wenn sie manchmal noch ein wenig schnell voran geht – sehr lesenswert ist. Hat mir echt gut gefallen.

Es ist zum Haare raufen: Kaum bringe ich statt Kolumnenposts mehr Quickies, geht mir der Nachschub an Kurzgeschichten aus. Wer noch gute Storys kennt: Bitte empfehlen!
Jules :)

Montag, 10. August 2015

Der Bosporus-Kurier (Marc Weiherhof)

Hallo ihr Lieben!

Das heutige Buch nennt sich "Der Bosporus-Kurier" und stammt von Marc Weiherhof. Es erschien frei publiziert bei tredition und umfasst 156 Seiten. Handeln tut es von Sebastian, dem nach seinem Urlaub unterstellt wird, ein Drogen-Kurier zu sein.


Beschreibung:

Eigentlich sollte es für Sebastian nur ein schöner Urlaub in der Türkei werden, aber dann wird ihm bei der Abreise unterstellt, ein Drogen-Kurier zu sein. Er wird verhaftet, eingesperrt und gefoltert, um damit ein Geständnis zu erzwingen. Das einzig gute an der Sache ist sein Zellengenosse Fabian, dem es genauso wie ihm ergangen ist. Als die beiden Männer frei kommen, haben sie nur ein Ziel: Rache.

Meine Meinung:

Was mir sehr gut gefallen hat ist, dass  wirklich kein Blatt vor den Mund genommen wird. Ich bin ja der Meinung, wenn man schon von Folter spricht, dann muss man diese dann auch wirklich in das Buch einbauen und klar benennen/beschreiben. Das ist hier wirklich gelungen. Mir ist teilweise sogar ein wenig schlecht geworden, aber das ist ja nur gut, weil es einen so wirklich erreicht hat. Ich finde halt besser, man schreibt es aus, statt es nur als gegeben hinzuklatschen. Das wäre dann irgendwie nicht oaky, dann kann man es ja auch weglassen.
Allgemein hat mir gut gefallen, wie alles beschrieben wurde. Gerade z.B. auch die Umgebung: Man hatte echt das Gefühl, selbst gerade in der Türkei zu sein.
Ansonsten muss man wirklich sagen, dass es spannend ist. Diesmal bin ich - im Gegensatz zum ersten Buch, dass ich von Marc Weiherhof gelesen habe - auch nicht gleich durchgestiegen, wer jetzt gut und böse ist, folglich war es für mich nocheinmal interessanter. Ich mag es, wenn alles ein wenig verworren ist und sich das Rätsel erst nach und nach löst. Das war hier definitiv der Fall und das fand ich echt gelungen.
Diesmal gab es auch eine Sexszene. Oder genau genommen sogar mehrere. Auch hier hat der Stil wieder gut dazu beigetragen, sie anregend und sexy zu gestalten. Also man kann wirklich ganz allgemein nicht über den Stil motzen.
Die Liebesgeschichte war überhaupt sehr schön in die Geschichte eingeflochten. Man kann natürlich meckern, dass es schon ein sehr großer Zufall ist: er sieht Fabian, findet ihn sexy - dann landen sie in der gleichen Zelle - dann sind sie auch noch beide schwul und stehen aufeinander... erkennt ihrer dieses Prinzip vom großen Zufall? Ich bin da ja echt kein Fan von, aber irgendwie mochte ich dann die Geschichte der zwei Männer doch. Ist halt mal eine andere Art, sich kennen zu lernen, da finde ich diese Nebensächlichkeiten dann gar nicht so wild.
Ein bisschen Kritik habe ich aber schon, was dieses Prinzipg angeht. Man kann nicht sagen, dass es das Buch jetzt negativ beeinflusst, aber ich fand z.B., dass die Mutter von Sebastian zufällig Anwältin ist, hat seine ganze Situation natürlich um ein Vielfaches vereinfacht. Man kann sagen, die ganze Geschichte über hat er immer diesen Bonus im Rücken, der natürlich alles viel simpler gestaltet, als wäre er jetzt ein ganz "normaler" Tourist, der sich komplett alleine durchschlagen oder zumindest nur mit einem 0-8-15-Anwalt behelfen müsste.
Aber um jetzt noch mal auf Sebastian und Fabian zu sprechen zu kommen: Ich mochte sehr, dass nicht alles von Anfang an eitel Sonnenschein ist. Fabian hintergeht Sebastian ja so ein bisschen und dann ist da ein wenig Drama drin, dass alles nochmal ein wenig aufmischt und spanneder gestaltet.
Und noch eine Kleinigkeit, die ich mochte: Fabian ist ja ein wenig pummelig oderr wie auch immer man das jetzt benennen will - ich mag das! Ihr wisst, ich hab einen Faible für ganz normale Menschen in Geschichten, die nicht immer gleich Adonis höchstpersönlich sein müssen.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Eindeutig was für Crime-Fans. Aber auch wenn man es nicht so mag (wie ich), kann man der Geschichte sicherlich einiges abgewinnen. Es beinhaltet ja auch noch eine Liebesgeschichte.
Wer sich jetzt von der Folterszene abschrecken lässt - nachdem ich sie auch noch so gelobt habe -, sollte das Buch trotzdem lesen. So schlimm ist es dann auch wieder nicht.


Bei dieser Rezi ist alles wie verhext. Ich spreche meine Meinung ja immer aufs Sprachmemo und was geschieht: Als ich fast fertig bin, stürzt mein Handy ab und alles ist weg. Musste ich es also noch mal aufnehmen. Jetzt will ich es abhören, um die Rezi zu schreiben, ist der Akku fast leer und deswegen öffnet das Handy das Programm nicht. Gut, schreibe ich es eben alles frei aus dem Gedächtnis und hoffe, ich vergesse nichts. :D
Jules :)

Samstag, 8. August 2015

Verfluchter Valentinstag (Ashan Delon)

Na ihr!

Die heutige Rezension geht um "Verfluchter Valentinstag" von Ashan Delon. Es wird frei publiziert, ist als eBook erhältlich und umfasst 137 Seiten. In der Geschichte geht es um Louis, der dem Valentinstag nichts abgewinnen kann, bis er plötzlich einen Liebesbrief in seinem Spind vorfindet.


Beschreibung:
Louis versteht das Getue um den Valentinstag wirklich nicht. Für ihn ist er ein Tag, wie jeder andere auch. Doch dann erhält er einen Liebesbrief, der ihn die Sache ein bisschen anders sehen lässt. Plötzlich will er unbedingt wissen, von welchem Mädchen dieser Brief ist. Doch bald muss er feststellen, dass die ganze Sache einen Haken hat. Der Brief ist nämlich gar nicht von einem Mädchen und das stört ihn weniger, als erwartet.

Meine Meinung:
Also zunächst muss ich mal sagen, wie putzig ich einfach die grundlegende Idee der Geschichte fand. Das hat mich schon beim Lesen der Beschreibung total angesprochen und ich wollte es sofort haben. Glücklicherweise wurde ich auch nicht enttäuscht. Die Geschichte ist wirklich nicht schlecht und hat mir insgesamt gut gefallen. Es gibt zwar einige Kritikpunkte, aber auch viel lobenswertes.
Trotzdem fang ich mal mit der Kritik an. Ich fand, dass die ganze Geschichte recht schnell verlaufen ist. Damit meine ich nicht mal so sehr den Stil selbst, den fand ich nämlich wirklich gut, fehlerfrei und auch sehr ausführlich, sondern eher so die Wandlung, die Louis selbst durchmacht. Zum Beispiel erfahrt er, dass der Brief von einem Jungen ist, findet es erst total scheiße und im nächsten Moment will er schon mit dem Jungen zusammen sein. Irgendwie war mir dieser Gedankensprung einfach zu unrealistisch. Andererseits passt es natürlich auch zu seiner Art, die Dinge so zu nehmen, wie sie sind.
Ich muss auch ganz allgemein sagen, dass ich die Persönlichkeit der Charaktere mochte. Sie hatten eine (auch die Nebencharaktere), was ja schon mal gut ist, und diese wurde auch wirklich konsequent durchgezogen und hatte Einfluss auf die Geschichte. Das hat mir gut gefallen.
Aber zurück zur raschen Handlung. Ich will noch mal betonen, dass die Szenen selbst nicht kurzweilig sind, sondern sehr detailliert und lange beschrieben werden, was ich ganz toll fand. Vor allem das erste Date nimmt sehr viele Seiten ein und das finde ich total schön, dass man da wirklich darauf eingeht. Auch so ist dieses gut beschrieben. Man erkennt die Unsicherheit der beiden Jungs, merkt aber auch, wie die Funken fliegen und allgemein ist das einfach eine echt putzige Stelle.
Aber was sich dann bezüglich ihrer Beziehung in dem Date entwickelt, finde ich halt zu schnell. Küssen ist ja echt okay, aber alles, was darüber hinaus geht, finde ich für ein erstes Date unpassend. Vor allem, wenn man an dem gleichen Tag erst gecheckt hat, vielleicht auf Jungs zu stehen. (Vielleicht bin ich da auch altmodisch?! Könnte erklären, warum ich keinen Freund habe...)
Obwohl ich sagen muss: Immerhin kam es nicht gleich zum Äußersten. Da hat man sich zum Glück zurück gehalten und das fand ich für die ganze Geschichte sehr passend. Das mit dem Petting... da kann man sich wohl streiten. (Die Szene selbst fand ich übrigens gut. Es ist jetzt natürlich keine mega Sexszene, aber so, wie sie war, hat sie gut zur Situation der Jungs gepasst und hat sich auch süß gelesen.)
Was ich sagen muss: Es war seeeeeeehr zuckrig, um jetzt nicht kitschig zu sagen. Ich finde, für Kitsch war es noch einen Tick zu wenig, zumindest fand ich es noch erträglich, auch wenn ich nach dem Liebesbrief erstmal pausieren musste. Ich würde sagen, man muss schon auf so süß-romantische Geschichten stehen, um es zu mögen, aber kitschig war es dann (zum Glück) noch nicht.
Ehrlichgesagt würde ich gerne wissen, wie es weiter geht mit den Jungs und fand es schade, dass die Geschichte nun schon abgeschlossen ist. Aber vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung, wer weiß. Und wenn nicht, dann zeugt es nur davon, dass die Story wirklich lesenswert ist.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:
Man kann sie locker schon in jungen Jahren lesen, immerhin geht es ja auch um Teenager und überhaupt passiert ja auch nichts "schlimmes". Ich habe es oben schon gesagt, ich finde, wenn man auf sehr süße Geschichten rum das Thema "erste Liebe" und "Coming-out" steht, dann ist man hier richtig.

Ich weiß schon was ihr denkt: Jetzt komme ich mit dem Valentinstag an. Mitten im Jahr und obwohl ich gar keinen Valentinstag mag. Aber soll ich euch was verraten: Wenn der Tag und damit meine depressive Stimmung in weiter Ferne sind, find ich den Tag gar nicht soooo schlimm. Wer weiß, vielleicht habe ich irgendwann mal einen Valentinsschatz (der meine altmodischen Ansichten okay findet *hust*)... Dann werde ich vielleicht eine ähnliche Wandlung durchmachen, wie Louis.
Jules :)

Mittwoch, 5. August 2015

Dirty Devil (Chris P. Rolls) [Q]

Hallo ihr Lieben!

Der heutige Quickie stammt von Chris P. Rolls, nennt sich "Dirty Devil" und umfasst 76 Seiten. In dem frei publizierten Werk geht es um Jesse, der eine vermeintliche Staubsaugervorführung gewinnt.


Beschreibung:

In Jesses Bude herrscht das Chaos und deshalb meldet ihn seine beste Freundin bei einem Gewinnspiel an, bei welchem er einen vermeintlichen Staubsauger mitsamt Vorführung gewinnen kann. Tatsächlich wird er ausgelost. Doch der Staubsaugervertreter Jafar entpuppt sich als etwas ganz anderes und somit bekommt Jesse viel mehr als erwartet. Doch dabei soll es nicht bleiben...

Meine Meinung:

Also leider muss ich sagen, dass ich von der Geschichte ein klein wenig enttäuscht war. Ich weiß nicht, ob das vielleicht daran lag, dass sie alle immer so angepriesen haben und ich mir einfach mehr davon erhofft habe, aber irgendwie hat sie mir einfach nicht so zugesagt. Ich kann euch nicht mal so genau sagen, woran das lag, aber natürlich will ich es irgendwie trotzdem probieren.
Es ist nicht so, dass mir die Sexszenen nicht gefallen haben, im Gegenteil sie waren echt heiß und auch wenn sie nicht wirklich Sex hat, war einfach diese ganze erotische Spannung, die in der Geschichte vorherrscht, sehr heiß. Ich fand auch gut, dass es eine Hintergrundstory gab und nicht nur um den reinen Sex an sich geht, weil es sonst leicht etwas von einem Porno statt von einer erotischen Kurzgeschichte annimmt. Also in der Hinsicht alles super.
Aber irgendwie hat mich die Geschichte selbst einfach nicht mitgerissen. Ich meine, Liebe auf den ersten Blick, schön und gut, aber ich fand das einfach irgendwie unpassend, dass da gleich so viele Gefühle zwischen den beiden aufgetaucht sind. Da hätte ich lieber einen heißen One-Night-Stand gelesen, als so eine schnell voranschreitende Liebesgeschichte, die mir dann einfach zu unrealistisch war.
Das ist auch etwas, was mir allgemein bei Chris P. Rolls schon aufgefallen ist und was ich auch bei „Gameboy“ kritisiert habe. Wenn man ihre anderen Werke, ihre „richtigen“ Bücher kennt, dann hat man eben das Gefühl, dass die Kurzgeschichten nicht so durchdacht sind, wie diese. Das ist vielleicht für eine Kurzgeschichte auch gar nicht so schlimm, aber man ist eben anderes gewohnt von ihr. Es wäre irgendwie schöner gewesen, man hätte es sich langsam aufbauen lassen – oder eben gar nicht.
Natürlich ist die Geschichte trotzdem nicht schlecht und wirklich scharf, wenn ich das jetzt mal so sagen darf, aber eben nicht das, was ich erwartet hätte. Vielleicht geht es euch ja anders damit.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Es hat schon eine Liebesgeschichte, aber hauptsächlich hat es Erotik. Wer also auf der Suche nach einer erotischen Geschichte mit anständiger Hintergrundhandlung Lust hat, ist hier richtig. Dank der wenigen Seiten, ist es auch mal was „Heißes für Zwischendurch“.

Irgendwie komme ich mir blöd vor, dass meine Meinung so von der anderer Leute abweicht. Aber wahrscheinlich lag es echt daran, dass ich meine Erwartungen so hoch gestapelt habe. Sollte ich nicht mehr tun!
Jules :)

Montag, 3. August 2015

Versuchung am Strand (Jill J. Jenkins) [Q]

Hallo Leute!

Die heutige Kurzgeschichte nennt sich "Versuchung am Strand"* und stammt von Jill J. Jenkins. Das eBook wird frei publiziert und handelt von Tyler und Luca, die gemeinsamen in Urlaub fahren.


Beschreibung:

Tyler und Luca haben sich für ihren Pärchenurlaub Florida als Ziel herausgesucht. Während Luca sich schon auf Entspannung am Strand freut, hat Tyler ganz andere Vorstellung. Sein Ziel im Urlaub ist es, möglichst viele Shoppingtouren zu unternehmen und seinen Freund dazu zu bringen, mit ihm Sex am Strand zu haben. So nimmt das Chaos bald schon seinen Lauf.

Meine Meinung:

Ich muss sagen, dass es eine kurze, erfrischende Geschichte ist, die einfach Lust auf Sonne, Strand und Meer macht. Der Urlaub der beiden ist recht chaotisch und ich würde Tyler zum Mond schießen, wenn er mein Freund wäre, weil er das Choas wirklich anzieht. Dabei ist er allerdings so charmant, dass man ihm nicht wirklich böse sein kann.
Wie dem auch sei, kommen wir mal zur Geschichte: Im Prinzip ist sie vor allem eines, nämlich witzig. Es werden sehr viele Szenen geschildert, in denen man sich - genau wie Luca - die Haare raufen möchte und einfach schmunzeln muss. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass die Szenen ein wenig übertrieben wurden, was jetzt nicht ganz meinen Geschmack trifft, aber trotzdem konnte ich noch lachen.
Dann gibt es natürlich noch ein Happy End für Tyler, nämlich den Sex am Strand, der durchaus sexy geschrieben ist.
Vom Stil her kann ich wieder nur loben: Es hat sich zu frühreren Geschichten eindeutig etwas verbessert. Man kann jetzt flüssiger lesen, ohne ständig das Gefühl zu haben, dass irgendwo zu viel erklärt wurde oder ähnliches.
Das einzige, was meiner Meinung nach immer noch zu schnell geht, ist die Versöhnung nach einem Streit. Ich meine, sie zanken zwar eher, aber ich hätte meinen Freund an der einen oder anderen Stelle dann doch etwas länger schmoren lassen. Das ist etwas, was ich mir einfach noch ein wenig ausgedehnter wünschen würde, aber ansonsten kann ich echt nicht meckern.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Kurz gefasst ist es also einfach eine witzige Story über ein chaotisches Pärchen, die zum schmunzeln reizt und noch einen kleinen Bonus in Form einer Sexszene enthält. Viel mehr kann man zwar nicht erwarten, aber für ein kurzes, heißes Abenteuer - vllt sogar im eigenen Urlaub - ist sie sicher ideal und zu empfehlen.

Lustigerweise habe ich jemanden im Bekanntenkreis, der ähnlich wehleidig ist wie Tyler. Ich finde sowas ja ganz schrecklich. Wir sind doch erwachsene  Männer, mein Gott! Tyler ist aber auf seine Art wenigstens noch sympathisch, während mir mein Bekannter langsam echt auf den Keks geht... :D
Jules :)



* Diese Geschichte wurde mir von Jill J. Jenkins zu Rezensionszwecken überlassen. Noch einmal ein herzliches Dankeschön dafür!

Samstag, 1. August 2015

Alles dreht sich (Claudia Walter)

Hey ihr Lieben!

Diesmal geht es um Claudia Walters frei publiziertes Werk "Alles dreht sich" aus der School Secrets Reihe. Das Buch handelt auf 286 Seiten von Mark, der mit allen Mitteln versucht, seine Profikarriere voran zu treiben.


Beschreibung:

Für Mark ist klar: Um seinem beschissenen Leben zu entgehen, muss er es endlich schaffen, als Profispieler in die Bundesliga aufgenommen zu werden. Dem Ziel schon ganz nah, gerät alles ins Wanken, als ein neuer Spieler - Julian - in der Mannschaft aufschlägt. Dieser scheint bessere Chancen zu haben und so versucht Mark alles, um seinen Konkurrenten auschalten zu können. Als er hinter Julians Geheimnis kommt, scheint er endlich die Lösung gefunden zu haben. Blöd nur, dass seine eigenen Gefühle ihm dabei einen Strich durch die Rechnung machen.

Meine Meinung:

Gleich vorweg: ich habe für dieses Buch eigentlich nur Lob übrig! Es gab nichts, was ich wirklich kritisieren könnte, weil mir einfach das ganze Buch unglaublich gut gefallen hat.
Ich mochte die Art und Weise, wie hier mit dem Thema „Homosexualität im Fußball“ umgegangen wird. Es wird ja oft gut dargestellt, aber immer mit dem Ergebnis, dass sich am Ende alles irgendwie zum Guten wendet. Ich würde jetzt nicht sagen, dass es hier kein Happy End gibt, aber es ist nicht so „Friede, Freude, Eierkuchen“-mäßig, wie ich das schon in anderen, ähnlichen Bücher erlebt habe.
Es wird eben gezeigt, dass ein Outing während einer Profikarriere hart ist und auch hart bleibt. Das Problem dabei sind auch nicht die Fans, obwohl es sicher belastend ist, wenn von Außen großer Druck ausgeübt wird, sondern die internen Anfeidungen. Es wird sich niemals etwas im Profisport ändern, wenn zum Beispiel der Trainer oder der Vorstand eine konservative Meinung hat und nicht aktiv versucht, homosexuellen Spielern eine Chance zu geben. Oder etwas anderes: Ein Spieler kann den Fans niemals beweisen, dass seine sexuelle Ausrichtung nichts zur Sache tut und er einfach ein super Spieler ist, wenn die anderen Spieler ihn meiden, etc. Es braucht sehr viel internen Rückhalt, um so etwas zu überstehen und wenn der nicht kommt, dann kann es einfach nicht gut ausgehen. Das ist traurig, aber wahr. Ich schweife ab, ich merk schon. Aber ich möchte einfach klar stellen, dass diese Sachen alle in dem Buch unglaublich gut dargestellt werden und das macht es für mich zu etwas Besonderem auf diesem Gebiet.
Und noch etwas wird in dem Buch gut gezeigt: Wie viel enormer Druck auf den Nachwuchsspielern lastet. An Marks Intrige kann man eigentlich gut sehen, wie stark dieses Konkurrenzdenken eigentlich vorherrscht und was es für Folgen haben kann. Natürlich ist Marks Schicksal noch einmal ein wenig härter, als das mancher anderer, aber trotzdem. Man darf nie vergessen, dass diese Jugendlichen noch halbe Kinder sind und sich der Folgen ihres Handelns oft gar nicht bewusst. (Sage ich, der nicht viel älter ist… :D)
In anderen Rezensionen habe ich gelesen, dass viele die Wandlung von Mark zu schnell und zu krass fanden. Ich habe das eigentlich nicht so empfunden. Eigentlich geht es doch recht langsam voran. Klar, mache Sachen kommen ein wenig plötzlich, aber andererseits werden immer wieder seine Gewissensbisse deutlich. Und es wird auch klar gemacht, warum er so handelt und wie er denkt und was er für ein Druck sein Vater auf ihn ausübt, so dass man eigentlich verstehen müsste, dass er nicht einfach ein Arschloch ist, sondern Gründe hat, warum er so handelt. Und wenn man erstmal merkt, dass das nicht seine Persönlichkeit ist, sondern die Umstände, dann finde ich, dass es gar keine krasse Wandlung ist, sondern dass sich einfach der eigentliche Mark nach und nach durchsetzt.
Ich mochte auch sehr die Nebenfiguren. Nicht nur, dass sie alle eine eigene Rolle in dem Buch spielen, sie waren mir auch so sympathisch und haben die ganze Sache eigentlcih erst so richtig abgerundet. Am interessantesten fand ich noch Alex, Marks Ex-Freundin. Sie wird wirklich als starke Persönlichkeit dargestellt und ich finde es klasse, wie sie auf Mark einwirken kann. Zu ihr gibt es auch eine extra Geschichte, die ebenfalls Teil dieser „School Secrets“-Reihe ist. Es ist zwar hetero, aber vielleicht wollt ihr es ja dennoch lesen. (-> Klick mich!)
Ich mochte auch Yasin. Er ist ein Teamkollege von Mark und hat ebenfalls eine homophobe Einstellung, hält aber dennoch zu Mark, nachdem der sich vor ihm outet. Daran erkennt man sehr schön, dass es manchmal einfach nur jemanden braucht, der solchen Leuten die Augen öffnet, und schon können sie sich damit arrangieren, ganz gleich, welche Meinung sie vorher vertreten haben.
Was in dem Buch auch vorkam, waren Sportszenen. Klingt jetzt komisch, aber ich hatte das schon, dass das Thema Fußball war, aber kaum ein Wort darüber verloren wurde. Man bekam hier Eindrücke von Spielen und vom Training und auch ein wenig von den Geschehnissen hinter den Kulissen. Hätte ruhig noch mehr sein können, hat mir aber so schon gut gefallen.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Wer auf Sport in Romanen steht, ist hier richtig. Gerade, wenn er sich für das Thema „Homosexualität im Profisport“ interessiert. Ich liebe ja diese Geschichten und habe das Buch förmlich verschlungen. Auch sonst finde ich es echt schön, es ist eben keine typische Liebesgeschichte und hat auch nicht viel Romantisches und so an sicht. Im Prinzip kein klassischer Gay Romance Roman, aber dennoch sehr lesenswert.

Ihr habt sicher gemerkt: Ich habe das dringende Bedürfnis, mich zu dem Thema noch ein wenig auszulassen. Ich liebe solche Romane einfach. Wer mir noch etwas in dieser Richtung empfehlen kann, der möge dies bitte tun!
Jules :)