Montag, 30. November 2015

November

Hallo Leute!

Der November ist vorbei und ich blicke mal wieder mit gemischten Gefühlen auf einen Monat zurück. Ich habe das Gefühl, es war wieder ein einziges Auf und Ab. Trotzdem ist es diesmal nicht so viel Text geworden. Ich habe mich mal auf das Wichtigste beschränkt.

Bücher, Bücher, Bücher

Ich hatte endlich Zeit, ein paar Bücher, die bisher liegen geblieben waren, weiterzulesen. Dazu kamen dann noch die ersten Weihnachtsbücher, so dass mein Weihnachtsspecial nun schon gut vorbereitet ist. Es fehlen wirklich nur noch die, die jetzt erst erscheinen. Ich hatte schon Angst, ich würde wieder in Zeitnot geraten, aber zum Glück hat alles gut geklappt und ist soweit fertig.
Auch die Rezensionen im November waren fast alle positiv und es macht einfach Spaß, euch Bücher wirklich ans Herz legen zu können, statt immer nur zu sagen "wems gefällt, der solls lesen, sonst eher nicht...". Da ist es schon mal wieder schön, von einem Buch zu schwärmen. Und diesmal waren ja wirklich Schätze dabei.

Rund um den Blog

Wie schon gesagt, die Weihnachtsgeschichten sind schon teilweise durch und die fehlenden, die werde ich schon auch noch püntklich zu Ende lesen können. Das beruhigt mich sehr und gibt mir die Chance, mich mal wieder auf etwas anderes als nur auf Rezensionen zu konzentrieren.
Auch alle anderen Rezensionen für dieses Jahr stehen und sind geplant. Mit anderen Worten: Das Jahr ist durch. Ich kann mir jetzt also ganz in Ruhe Gedanken machen, welches Buch denn mein Buch des Jahres werden wird. Das wird doch schwerer als gedacht, weil ich wirklich einige Hightlights in diesem Jahr lesen durfte - aber ich habe schon eine engere Auswahl getroffen und ihr dürft gespannt sein, wer nun das Rennen macht.

Mein Leben und Ich

Privat hatte ich einen turbulenten November. Es gab einige Dinge, die mir wirklich Probleme und Sorgen gemacht haben und die mich teilweise auch wirklich niedergeschlagen zurückgelassen haben. Das war auch nicht so förderlich für meine Winterdepression und als es dann noch so trüb draußen wurde, hatte ich echt Angst, jetzt ist es soweit. Aber dann gab es zum Glück auch wieder schöne Momente - so richtig, richtig schöne Momente -, die es geschafft haben, dass Ganze gleich abzuwehren. Jetzt geht es mir wieder gut und ich hoffe, das bleibt so.
Ich hoffe auch, dass sich nun auch die letzten Sorgen noch auflösen und das es vor allem so weitergeht und ich noch ganz lange Grund haben werde, zu grinsen.

Was mich bewegt

Nun, ich schätze, was mich genau wie uns alle bewegt hat, waren die Anschläge in Paris. Ich habe an dem Tag das Spiel sehen wollen und es war verdammt gruselig, wie man dann schon gemerkt hat, dass irgendetwas nicht passt. Aber wer hätte denn geahnt, dass es so etwas Schreckliches sein würde? Ich weiß nicht, in was für einer Welt wir leben, dass unschuldige Menschen sterben müssen, nur weil ein paar Fanatiker meinen, sie müssen ihre Ansichten der ganzen Menschheit aufzwingen. Ist es denn so ein utopischer Gedanke, dass die Welt in Frieden miteinander leben kann? Haben wir denn aus der Vergangenheit gar nichts gelernt?
Es stimmt mich unsagbar traurig, dass Leute Familie und Freude verlieren, nur weil solche Menschen meinen, sie müssen die Welt in Angst und Schrecken versetzen. Was mag nur in dieser Leute Kopf vorgehen, dass sie von solch grausamen Taten überzeugt sind? Und wie nur kann man glauben, irgendein Gott hätte solche Dinge jemals gewollt? Religion sollte etwas friedvolles sein und keine Ausrede für derartige abscheuliche Taten.

Ausblick auf den Dezember

WEIHNACHTEN!!!! Das sagt doch schon alles. Ich freue mich so sehr darauf, ich liebe die Weihnachtszeit und kann es kaum erwarten.
 Auf dem Blog erwarten euch auch noch ein paar andere Dinge, ständig nur Montagsrezis sind ja auch langweilig. Tja und ich, ich werde dann schon mal für den Januar Bücher lesen und ich hoffe - drück mir die Daumen -, dass die Rezis dann wieder zeitnaher erfolgen werden.

Famous last words

In Anbetracht der Umstände, bleibt eigentlich nur eines zu sagen: Je suis Paris!

Jules :)

Hautnah - an deiner Seite (Francisca Dwaine)

Hallo meine Lieben!

Heute gibt es die Rezension zu Francisca Dwaines Roman "Hautnah - an deiner Seite". Er umfasst 258 Seiten und wird frei publiziert. Er handelt von dem jungen Lektor Jason, der auf den gefürchteten Autor Christian angesetzt wird, der ihm das Leben nicht leicht macht.
 

Beschreibung:

Jason will als Lektor durchstarten, bekommt aber ausgerechnet den schwierigsten Autor des Verlags zugeteilt. Dieser kann ein richtiges Arschloch sein, der an nichts mehr Spaß zu haben scheint, als Jason zu vergraulen - oder wahlweise auch ins Bett zu bekommen.
Nach und nach erfahrt Jason den wahren Grund für Christians Art und sie kommen sich näher, als erwartet.

Meine Meinung:

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Schon alleine der Stil ist sehr ansprechend und auf den Punkt. Es wird nicht zu viel erzählt, nicht zu wenig und es ist vor allem so, dass man sich wirklich in die Geschichte fallen lassen kann.
Ich finde es interessant, dass durch den Plot auch das Zusammenspiel zwischen Lektor und Autor sowie das Verlagswesen gut beschrieben wird. Es ist ja immer Interessant, hinter die Kulissen zu blicken und mal zu erfahren, wie ein Buch eigentlich entsteht. Natürlich ist Christian schon ein echter Tyranne und vielleicht ist das dann nicht so ein Regelfall, der beschrieben wird, aber das Prinzip ist ja immer gleich.
Wie gerade gesagt: Christian ist ein Kotzbrocken, der es Jason nicht gerade leicht macht. Ich mochte es irgendwie, wie er versucht hat, diesen wegzuekeln. Zum einen, weil das schon auch eine Spur Humor beinhaltet und teilweise schon ein wenig witzig ist, zum anderen, weil man aber halt auch vorrangig mit Jason mitleidet. Außerdem macht es natürlich das Buch sehr spannend. Dadurch, dass es ein Auf und Ab in ihre Beziehung bringt, wird es einfach nie langweilig. Sie machen halt echt einen Schritt vor und zwei zurück, so dass man auch nie genau weiß, wie es weitergeht und einfach immer weiter lesen muss.
Natürlich merkt man aber auch gleichzeitig, wie ihre Beziehung sich verändert, wie sich vor allem halt auch Christian verändert. Nicht nur, weil man teilweise auch seine Sicht zu lesen bekommt, was ich ja immer gerne habe, sondern auch einfach an der Art, wie er sich verhält. Es hat ja auch einen Grund, warum er so ist, wie er eben ist, und ich mochte, dass wie das einfach dargestellt wird. Man kann es nachvollziehen und weiß auch, was er so denkt und fühlt. Dadurch macht es ihn dann auch nicht unsympathisch, wenn er gerade mal wieder nicht so nett zu Jason ist.
Jason verändert sich übrigens auch, lernt, mal für sich einzustehen. Das mochte ich ebenfalls.
Auch die Sexszenen haben mir gut gefallen.
Habe ich nun auch Kritik? Ja, ein wenig. Ich fand, der Anfang beherbergt schon einen sehr großen Zufall. Erst haben sie Sex und dann muss er ausgerechnet ihn betreuen? Also ich hätte es vielleicht besser gefunden, wenn man es einfach weggelassen hätte. Das wäre ein wenig realistischer gewesen. Aber es ist jetzt auch keine Katastrophe, dass es so ist, wie es ist.
Das Ende ist vielleicht ein wenig sehr haromisch, aber das wird wohl fast jeder sehr toll finden und solange es nicht kitschig ist, beschwere ich mich jetzt auch nicht.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich fand es wirklich toll und ich kann mir gut vorstellen, dass es euch auch so geht. Wie gesagt, es ist kein romantisch-kitschiges Buch, wer sowas will, ist hier falsch. Aber wer einfach gelungene Gay Romance lesen will, der muss das Buch kaufen.

Ich weiß nicht, ob ihr es mitbekommen habt, aber neulich habe ich wahrscheinlich versehentlich eine Rezension gelöscht und musste dann umdisponieren. Das war diese hier. Bin ich froh, dass ich immer Notizen auf meinem Kindle mache, sonst hätte ich sie wohl nicht noch mal so ausführlich hinbekommen. Aber es nervt echt, dass ich die Rezi jetzt noch mal schreiben musste! :(
Jules :)

Sonntag, 29. November 2015

Verdrehtes Fest (Gerry Stratmann) [Q]

Hallo ihr Lieben!

Heute ist erster Advent und ich habe für euch gleich mal eine BDSM-Weihnachtsgeschichte. Und zwar nennt sie sich "Verdrehtes Fest", stammt von Gerry Stratmann und umfasst 31 Seiten. Sie handelt von Sascha, der Weihnachten nicht viel abgewinnen kann, bis sein Freund ihn mit einer Session überrascht.


Beschreibung:

Sascha kann Weihnachten nicht viel abgewinnen und auch wenn sein Partner Jan alles versucht, ihn in weihnachtliche Stimmung zu bringen, hält er es irgendwann nicht mehr aus. Um Sascha zu zeigen, dass er Jan vertrauen kann und er ihn nicht nur mit leeren Versprechen Weihnachten schön redet, überrascht Jan ihn mit einer Session, die so ganz anders ist, als Sascha sie kennt.

Meine Meinung:

Was mir jetzt schön öfter aufgefallen ist: bei den Geschichten von Gerry Stratmann (und Nathan Jaeger) habe ich immer das Gefühl, dass viele Dinge ungeklärt bleiben. Sachen werden kurz angesprochen oder angdeutet aber man steigt nicht dahinter, was eignetlich genau los ist und es wird dann auch im Laufe der Geschichte nicht aufgeklärt. So, als müsste der Leser darüber Bescheid wissen, obwohl er doch keine Ahnung hat und die Info einfach zum Verständnis bräuchte.
Auch hier war es wieder so: Sascha hat eine Abneigung gegen Weihnachten, aber warum diese so stark und belastend ist, verstehe ich einfach nicht so genau. Das ist halt deshalb schade, weil man so den Hintergrund nicht versteht und auch nicht so genau weiß, wieso jetzt das alles passiert.
Dann die BDSM-Szenen. Die erste war mir irgendwie zu herzlos und so unkreativ und irgendwie hat sie auch nicht so wirklich die Stimmung vermittelt. Die zweite war dafür umso besser und hatte all das irgendwie. Das hat mich milde gestimmt, weil ich diese Weihnachtsgeschichte - natürlich - aus diesem Grund gelesen habe. Man kann also sagen, in diesem Punkt ist sie gelungen.
Dafür, dass es aber eine Weihnachtsgeschichte ist, hätte ich mir mehr Weihnachtsstimmung und Weihnachten im Allgemeinen gewünscht, aber ansonsten war es schon echt okay und auch am Stil kann man - bis auf das oben genannte - nicht motzen.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Leider ist die Geschichte nicht zwingend dafür geeignet, sich in weihnachtliche Stimmung zu bringen. Aber immerhin hat sie eine ansehnliche BDSM-Szene, die zumindest Fans solcher Szenen ansprechen dürfte.

Schönen ersten Advent!
Jules :)

Samstag, 28. November 2015

Der Bachelor: eine Rose für den besten Freund (Bonnyb Bendix)


Na ihr,

seid ihr bereit für eine neue Rezension? :D Heute gibt es eine zu "Der Bachelor: eine Rose für den besten Freund" von Bonnyb Bendix. Dieses eBook wird frei publiziert und umfasst 204 Seiten, auf denen Jan - der neue Bachelor - zusammen mit seinem schwulen besten Freund Basti nach der Frau fürs Leben sucht.


Beschreibung:

Jan ist der neue Bachelor und damit auf der Suche nach der Frau fürs Leben. Sein bester Freund Basti soll ihn bei der Suche beraten, aber das behagt diesem gar nicht, ist er doch schon lange in Jan verliebt. Als Jan auch noch äußert, er würde Basti nehmen, wäre er eine Frau, steht dessen Gefühlswelt endgültig Kopf. Mühsam versucht er, sich Basti aus dem Kopf zu schlagen. Aber vielleicht ist das ja gar nicht nötig.

 Meine Meinung:

Dieses Buch war wieder eine Herauforderung an meine Nerven. Wenn ich auf etwas nicht klarkomme, dann sind das tuntige Personen, die einfach jedes Klischee erfüllen. Ja, es gibt solche Menschen, nein, ich habe nichts gegen sie, ABER ich bin nicht so, ich kann das nicht wirklich nachvollziehen und ich tue mir deshalb einfach schwer, mich in einen Roman fallen zu lassen, der solche Personene darstellt. Mag anderen anders gehen und das ist auch okay, aber ich empfinde eben so. Und hier war es auch wirklich extrem. Es wurde ja kaum ein Klischee ausgelassen, was mich echt genervt hat.
Ich muss auch sagen, dass ich hauptsächlich dadurch mit Basti nicht wirklich warm geworden bin und mich deshalb nicht komplett in die Geschichte fallen lassen konnte. Mich haben auch die Widersprüche genervt. Er sagt von sich, er will nicht jedes Klischee er füllen, tut es aber doch. Er sagt, ihn nerven die Mädels, weil sie zickig sind, zickt aber von allen am meisten herum...
Aber gut, kommen wir mals zur Geschichte selbst. Das TV-Format wurde ein wenig zu Gunsten der Geschichte abgeändert, was mich aber nicht sonderlich gestört hat. Ein wenig hat es mich an die amerikanische Variante erinnert und deswegen fand ich es eigentlich ganz spannend, das in dieser Form zu lesen. Leider wurde dann doch recht wenig auf die Sendung eingegangen, schon alleine, weil alles aus Bastis und nicht aus Jans Sicht geschrieben wurde und im Fokus eigentlich nur Basti samt seiner Gefühle und Gedanken stand.
Allerdings ging es mir so, dass er zwar ständig erzählt, wie es ihm geht, man das aber als Leser nicht immer wirklich mitfühlen kann. Es wird halt gesagt, aber man bekommt die Emotionen nicht richtig mit. Da müsste man noch etwas am Stil feilen, der sonst eigentlich in Ordnung ist. Manchmal wird noch ein wenig zu viel beschreiben (z.B. die Einrichtung), aber ansonsten ist es schon okay.
Was ich gut fand, war das Eifersuchtsdrama, was sich so ein bisschen in die Geschichte geschlichen hat. Ich mag es ja, wenn es ein wenig Drama gibt - so lange es in Maßen ist. Hier ging es überraschenderweise noch und auch der Kitsch hat sich eigentlich in Grenzen gehalten, was ich wirklich positiv hervorheben möchte.
Ich mochte auch, wie man Bastis Entwicklung mitverfolgen kann. Die Erkenntnis, Jan wirklich zu lieben, dann der Versuch, ihn zu vergessen und einfach sein bester Freund zu sein... all das hat mir schon gut gefallen.
Gäbe es nicht so viele Dinge, die mich echt abgestoßen haben, wäre die Geschichte wohl echt klasse geworden. Aber so hat mir eben doch einiges nicht wirklich zugesagt. 

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich schätze, wenn man sich nicht an Klischees stört, wird man hiermit Freude haben. Ansonsten lieber Finger weg. Aber auch wenn ich gerade nicht so den Anschein gemacht habe: Die Geschichte hat schon was und durch diese Bachelor-Sache ist sie auch mal was ganz anderes, als andere Geschichten und sicher schon eine Überlegung wert.

Ich habe auf Amazon wieder endlos viele positive Reaktionen zu dem Buch gefunden und war schon wieder total voller Erwartungen und nun... bin ich mehr als nur enttäuscht. Und ich frage mich wieder einmal mehr: Warum kann ich mit Dingen nichts anfangen, die alle anderen super zu finden scheinen?
Jules :)

Freitag, 27. November 2015

Ankündigung #21

Hey ihr!

Weihnachten steht vor der Türe und ich freue mich einfach riesig darauf. Seit Monaten plane ich nun schon dafür und endlich, endlich ist es so weit. Die Adventszeit beginnt und damit auch die Weihnachtszeit auf meinem Blog. Ich habe für euch ganz viele Rezis zu alten und neuen Weihnachtsgeschichten vorbereitet und wünsche euch damit ganz viel Spaß. Die erste kommt diesen Sonntag - natürlich zusätzlich zur normalen Rezension am Samstag. Danach folt jeden Sonntag, an Heiligabend und an den Weihnachtsfeiertagen eine weitere Rezension zum Thema Weihnachten. Ich würde mich freuen, wenn ihr vorbei schaut!

Jules :)

Mittwoch, 25. November 2015

Andere Wege (Anna Martin)

Hallo!

Das heutige Buch nennt sich "Andere Wege", stammt von Anna Martin und erschien bei Dreamspinner Press. Auf 233 Seiten geht es um Jesse, der neben seiner Beziehung zu einer Frau noch eine Affäre mit einem Mann hat.


Beschreibung:

Jesse lebt mit seiner Freundin zusammen und alles könnte perfekt sein, würde er nicht eine heimliche Affäre mit einem Mann führen. Er fühlt sich ziemich wohl darin, ein Doppelleben zu führen und sieht keinen Grund darin, irgendetwas daran zu ändern.
In Wahrheit aber läuft die Beziehung mit Adele deshalb nicht mehr sonderlich gut und je mehr Jesse seine devote Seite entdeckt, desto mehr fühlt er sich auch von seinem Master Will angezogen. Als dieser ihm auch noch gesteht, ihn nicht nur als Sub, sondern auch als Partner haben zu wollen, weiß Jesse nicht mehr, was tun. Er muss eine Entscheidung treffen und sich endlich seiner Gefühle klar werden.
Meine Meinung:

Gleich vorweg, ich fand dieses Buch einfach rundum gelungen und habe es wirklich geliebt. Dabei hatte ich am Anfang gar nicht den Eindruck, dass dies so werden könnte. Anfangs habe ich nämlich ein wenig mit dem BDSM-Szenen gehadert, die mir ein wenig zu leidenschaftslos rüber kamen. Ich kann das nicht richtig beschreiben, aber irgendwie muss eine Szene eine gewisse Stimmung haben, um mich anzusprechen und nicht jede Szene hat diese Stimmung. Leider finde ich das aber essentiell wichtig, um eine gelungene BDSM-Geschichte auf Papier zu bringen.
Hier war es nun aber so, dass sich das im Lauf der Geschichte irgendwie geändert hat. Ich hatte ein wenig das Gefühl, je näher sich Jesse und Will gekommen sind, desto intensiver sind auch die BDSM-Szenen geworden und desto mehr haben sie mir gefallen. Im Prinzip ist das also ein gewisser Prozess gewesen, der mich echt positiv erfreut hat.
Allgemein muss man sagen, dass die Beziehung zwischen Jesse und Will super dargestellt wurde. Das lag sicher auch viel am Stil, der doch eine sehr lockere und schöne Atmosphäre geschaffen hat. Es erschien mir alles so lebendig und real und einfach irgendwie auf dem Punkt. Man hat gemerkt, dass sie scharf aufeinander sind, man konnte aber auch mitverfolgen, wie die Gefühle zwischen ihnen sich verstärkt haben. Ich liebe es einfach, wenn man so etwas als Leser miterleben kann. Hinzu kam noch, dass die ganze Geschichte mit so einem tollen Humor gespickt war, dass ich ganz oft schmunzeln wurde und fast ein wenig neidisch auf die Beziehung der beiden Jungs geworden bin.
Auch auf den Sex bzw. die BDSM-Szenen bezogen, kann ich eigentlich nur Lob finden. Sie waren wirklich erotisch und vor allem hat man hier mit einem gewissen Hintergrundwissen gearbeitet. Sehr schön fand ich vor allem, dass es aus Jesses Sicht geschrieben ist und man wirklich seine Rolle als Sub nachempfinden kann. Man versteht quasi, was ihm solcher Sex bedeutet und warum ihm das so viel bringt. Außerdem wird auf Safer Sex und auf die Sicherheit während einer Szene eingegangen und das ist echt großartig. Das macht nämlich nicht jeder, obwohl es doch so wichtig ist.
Eigentlich kann man das Buch in zwei Teile teilen. Ich hoffe, ich nehme jetzt nicht zu viel vorweg, aber im Prinzip ist das nichts, was man nicht irgendwie erwarten würde: Im ersten geht es im Prinzip um das, was in der Beschreibung auch genannt wird. Darin finde ich vor allem schön dargestellt, wie Jesse mit seinen Gefühlen kämpft und wie er Adele nicht loslassen kann, weil er eben noch an ihr und ihrer gemeinsamen Zeit hängt.
Im zweiten Teil müssen Jesse und Will dann ihre Beziehung neu ordnen und das gefällt mir ebenfalls sehr gut. Jetzt geht es ja nicht nur um Sex, sondern auch um ihren gemeinsamen Alltag und ich mag, dass sie dabei auch mal vor Probleme gestellt werden und gemeinsam nach Lösungen suchen oder Abstriche machen. Dieses Finden in einer Beziehung ist irgendwie so real, dass es die Geschichte noch einmal greifbarer macht.
Noch ein Lob geht daran, dass Jesse sich nicht wirklich als schwul bezeichnet. Aus dem Buch geht nicht so recht hervor, ob er es nun ist oder nicht, sondern es wird nur gesagt, wie tief die Gefühle für Will sind, dass es aber auch welche für Adele gab. Und z.B. auch, dass er den Sex mit Adele eigentlich auch mochte. Ich weiß auch nicht, ob man immer alles in Kategorien stecken muss, das macht doch eigentlich keinen Sinn. Umso toller finde ich, dass er nicht plötzlich 100%ig schwul ist, sondern das es einfach ist, wie es ist. Man muss Liebe doch gar nicht definieren, sie ist einfach da.
Ansonsten weiß ich gerade nichts, aber ich hoffe, ihr habt auch so gemerkt, wie schön dieses Buch einfach ist.

Altersempfehlung/Zielgruppe:

Jedem zu empfehlen, der sich für BDSM interessiert. Aber auch, wer das nicht so gerne liest, wird vielleicht mit der restlichen Geschichte glücklich werden, weil diese einfach sehr schön geworden ist.


Es gibt nicht vieles, was mich so glücklich macht, wie eine gute BDSM-Geschichte. Davon sollte es noch so viele mehr geben. (Vorschläge immer zu mir!)
Jules :)

Montag, 23. November 2015

Injection (Marc Weiherhof)

Hallo!

Meine heutige Rezension handelt von Marc Weiherhofs "Injection", welches im MAIN Verlag erschien und auf 285 Seiten von Korvin handelt, der seinen Sohn vor einem Terroristen retten muss.


Beschreibung:

Korvin bekommt das Angebot, im Swiss Biobank Laboratory an einem Heilmittel gegen ein tödliches Virus zu forschen. Nichts ahnend nimmt er diese Chance an und muss sich schon bald mit einigen Problemen auseinandersetzen. Seine Ehe leidet darunter und dann darf er sich auch noch mit Bioterroristen auseinandersetzen. Diese entführen seinen Sohn und injezieren ihm das Virus, um von Korvin das Heilmittel ausgehändigt zu bekommen. Nur muss dieses erst noch fertigstellt werden.

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich leider größtenteils enttäuscht, weil es für mich sehr durchwachsen war.
Der Prolog hat mir noch sehr gut gefallen, weil man gleich mitten im Geschehen ist. Folglich wird von Anfang an eine gewisse Spannung aufgebaut, man will eben gleich wissen, wie es weiter geht. Auch finde ich, dass der Prolog schon ein wenig den erst der Lage verdeutlicht und deshalb ein sehr guter Einstieg ist.
Leider geht es dann nicht so weiter. Die nächsten Kapitel dienen als Rückblick, so dass man erstmal erfährt, wie Korvin lebt und wie sein Einstieg in das Swiss Biobank Laboratory erfolgt. Und hier beginnt es für mich sehr anstrengend zu werden. Die Dialoge zwischen Korvin und seinem Mann sind viel zu lang und vor allem auch teilweise sehr kitschig oder geprängt von Witzen bzw. kleinen Spitzen, die so überzogen sind, dass es meinen Humor leider überhaupt nicht getroffen hat. Es ist so, als ob man unbedingt witzig sein wollte und deswegen so übertrieben hat, dass es leider alles nur nicht witzig war.
Auch sonst fand ich manche Stellen einfach überhaupt nicht überzeugend. Zum Beispiel den Streit mit Korvin und seinem Mann. Er wirkt auf mich so, als muss es jetzt unbedingt Streit geben und dadurch wirkt er einfach total aufgesetzt und auf mich überhaupt nicht realistisch oder nachvollziehbar.
Wenn es dann um die Arbeit im SBL geht, wird es wieder interessant. Ich mag es, wie auf die wissenschaftlichen Details eingegangen wird, da scheint viel Recherche dahinter zu stecken und das merkt man auch. Ebenso finde ich es schön, dass alles sehr detailier beschrieben wird. Man kann sich wirklich alles genau vorstellen und fühlt sich so ein wenig wie mittendrin.
Auch mochte ich, dass die Wendungen in dem Buch teilweise nicht vorhersehbar sind und einen als Leser dann doch überraschen. So behält sich das Buch auch einiges an Spannung, weil man eben nicht weiß, wem Korvin trauen kann und wem nicht. Oder weil es sich letztlich in eine andere Richtung entwickelt, als zunächst vom Leser vermutet.
Ich finde, dass die Szenen teilweise auch ein wenig psycho sind. Ich mag es ja, wenn es ein wenig verstörend oder eklig ist - aber es ist jetzt auch nicht durchweg so, so dass man das auch "ertragen" kann, wenn man sowas nicht mag.
Die Protagonisten sehe ich eher mit gemischten Gefühlen. Es gab einige, die mochte ich eigentlich ganz gerne, weil sie wirklich auf ihre Art sehr schön dargestellt wurden. Leider konnte ich mich aber gerade mit Korvin so gar nicht identifizieren. Ich fand ihn ganz schrecklich. Er ist für mich egoistisch und schwanzgesteuert und dann gibt es auch noch so Dinge, die er in dem Buch abzieht, die für mich gar nicht gehen, so dass ich dann schon voll genervt von ihm war und deshalb auch nicht mit ihm mitfühlen konnte.
Das Ende fand ich dann übrigens noch mal ganz gut gelungen, es bildet einen schönen Abschluss. Natürlich ist es so, dass es dann letztich alles auf Friede, Freude, Eierkuchen rausläuft, was ich zwar okay finde - Happy End ist ja immer schön und gut -, mich aber nicht so wirklich befriedigt zurückgelassen hat. Nach den Sachen, die sich Korvin im Buch so leistet, hätte ich den nicht mehr haben wollen... Aber gut...

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Sicher etwas für Krimi-Fans und Leute, die gerne solche Geschichten lesen, die ein wenig mehr als nur platte Tatort-Handlung bieten. Liebe kommt zwar genug drin vor, aber ich würde es jetzt nicht als Liebesgeschichte definieren.

Ich hab von einigen Seiten gehört, dass dieses Buch bisher das beste von Marc Weiherhof sein soll. Leider kann ich diese Ansicht überhaupt nicht teilen. Ich fand sowohl "Der Bosporus-Kurier", als auch "Der Pakt" um Welten besser. Aber Geschmäcker sind nun mal verschieden.
Jules :)

Samstag, 21. November 2015

Blinder Zorn (T. C. Jayden)

So ihr Lieben,

heute gibt es eine Rezension zu einem Buch, auf das ich sehnlichst gewartet habe, nämlich die Fortsetzung zu "Kalte Ketten". Es nennt sich "Blinder Zorn" und stammt von T. C. Jayden. Es erschien im Verlag Weltenschmiede und umfasst 243 Seiten. Auf diesen geht um Riley, der in die Fänge von Aleksey gerät, der Rache an ihm und seinem Partner Kjell geschworen hat.


Beschreibung:

Aleksey will Rache an Riley und Kjell - und er muss nicht lange darauf warten. Es gelingt ihm, Riley und dessen besten Freund Liam in seine Fänge zu bekommen und ihnen die Hölle auf Erden zu bereiten, in dem er sie foltert. Schon bald steht nicht nur ihr Leben, sondern auch ihre Freundschaft auf den Spiel. 

Meine Meinung:

Also gut, ich versuche mal, das Buch einzuschätzen, was mir ein wenig schwer fällt, wenn ich ehrlich bin. Zunächst finde ich, dass es eigentlich eine schöne Fortsetzung zu "Kalte Ketten" ist. Man geht auf Alekseys Rache ein und schließt damit wunderbar an den ersten Teil an. Aber damit ändert sich das Genre auch komplett und hat mit der ursprünglichen Geschichte eigentlich nur noch wenig zu tun. Es ist keine BDSM-Lovestory mehr, sondern handelt wirklich hauptsächlich von Alekseys Racheakt. Ich bin deshalb nicht der Meinung, dass man das Genre nicht richtig zu teilen kann, sondern würde wirklich sagen, dass es ein Thriller ist. All diese Liebesgeschichten außen herum sind für mich noch lange kein Grund, es nicht als Thriller einzuordnen. Das ist jetzt im Prinzip nichts schlechtes, im Gegenteil: Ich bin ja ein Fan von Dingen, die mit Psychopathen und Folter zu tun haben. Allerdings geht es manchen vielleicht anders und dann werden Leute, die sich auf die Fortsetzung gefreut haben, wohl sehr enttäuscht sein. Denn leider wird nicht mehr wirklich viel auf die BDSM-Liebesgeschichte von Riley und Jason eingegangen. Es gibt z.B. keine wirkliche Sexszene und schon keine mit BDSM. Auch am Anfang, als sich Riley dazu entschließt, sich einem anderen Meister hinzugeben, wird die Szene mehr übersprungen als ausgeschrieben und das war für mich mehr als nur enttäuschend. Ich meine, selbst wenn man es nicht ins Zentrum rücken möchte, so wie beim ersten Band, dann muss man doch dennoch darauf eingehen. Immerhin ist das nun mal der Lebensstil der Protagonisten. Schade.
Dann: Wenn ich denn nun schon von meinem eigentlichen Genre abweiche und auf Folter eingehen möchte, muss ich auch den Mut haben, es komplett auszuschreiben. Aber auch hier wird vieles Übersprungen oder nur als Erinnerung zusammengefasst. Es gibt Dinge, die auch geschildert werden - aber für mich noch zu wenige. Da nutzt es auch nichts, das ganze in Details einzublenden, ich hätte mir einfach das große Ganze gewünscht.
Aber natürlich ist das Problem, dass es viele Fans vielleicht nicht verkraftet hätten. Nicht jeder mag so was und vielen ist das einfach zuwider. Ist mir schon klar, dass man da auch aus Rücksicht nicht alles bis ins kleinste Detail ausführen möchte. Aber wenn man so stark das Genre wechselt, muss man eben auch damit rechnen, dass es nicht mehr alle "alten Fans" lesen möchten - und die, die es dennoch lesen möchten, die können dann auch mehr verkraften.
Dann nervt mich, dass in dem Buch alles zurecht gebogen wird. Es ist irgendwie klar, dass Liam Männern auch nicht gänzlich abgeneigt ist, aber irgendwie regt es mich echt auf, dass er jetzt auch noch eine homosexuelle Beziehung führen muss. Es ist einfach verdammt unrealistisch, wenn immer alle schwul sind oder schwul werden. Im wahren Leben gibt es nunmal auch heterosexuelle Menschen und das ist auch gut so und ich verstehe nicht, warum immer alle Protagonisten auf Teufel komm raus schwul sein müssen. Sowas nervt mich!
Und auch sonst wirkt die ganze Beziehung von Liam auf mich komplett zurechtgebogen. Sein Freund ist ein Dom, der für Liam aber nicht mehr in der Szene aktiv sein möchte - keine Ahnung, ob es sowas gibt, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man so etwas auf Dauer unterdrücken kann. (bzw. hab ich das selbst so erfahren) Und andersrum kann ich mir aber auch nicht vorstellen, dass jemand, der der Sache einfach nichts abgewinnen kann, da aus Liebe mitmacht und dann auch Erfüllung darin findet. Also egal, in welche Richtung sich die Beziehung entwickelt wird - auf mich wirkt das unrealistisch.
Wie ich es finden soll, dass das Ende offen ist, weiß ich nicht. Bzw.: es gibt ja gleich zwei Enden, zwischen denen man wählen kann und beide sind offen. Ich sag jetzt nicht, inwiefern, aber beide werfen - unterschiedliche - Fragen auf und lassen auf einen dritten Band schließen. Ich habe jetzt nicht prinzipiell etwas gegen einen dritten Band, aber ein offenes Ende ist im ersten Moment trotzdem unbefriedigend.
So, jetzt habe ich das Buch zerrissen und nichts Gutes dazu gesagt. Gibt es natürlich. Der Stil ist wunderbar wie immer, es ist spannend und fesselnd und einfach ein guter Thriller.
Was wunderbar dargestellt wird, ist die Nachwirkung der Folter auf Riley, Liam und ihre Freundschaft. Ich mag es, wie sie wieder zueinander finden müssen, wie Schuld aber auch Vergebung dargestellt werden. Auf dieser Ebene ist das Buch einfach wunderbar und echt lesenswert.
Aber wie gesagt, für mich gibt es hier eben einige Dinge, die mich stören und die mich ein wenig enttäuscht zurück lassen, weil ich mich einfach unglaublich sehr auf eine Fortsetzung zu "Kalte Ketten" gefreut habe. Und natürlich blutet mein BDSM-Herz, weil so wenig darauf eingegangen wird.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich habe eigentlich bisher nur gute Rezensionen gelesen (ich tanze halt wieder aus der Reihe, aber ich will ehrlich bleiben), aber ich kann mir trotzdem vorstellen, dass man  von "Blinder Zorn" dann enttäuscht ist, wenn man "Kalte Ketten" aufgrund der BDSM-Elemente geliebt hat und gehofft hat, es geht ähnlich weiter wie im Vorgänger. Wenn man aber kein Problem damit hat, dass das nicht mehr so vertreten ist und vielleicht auch noch einem guten Thriller etwas abgewinnen kann, ist man hier widerum richtig.

Mittlerweile stört es mich nicht mehr, wenn meine Meinung von der anderer so gänzlich abweicht. Am Anfang habe ich ein wenig an mir gezweifelt, aber nun höre ich doch ab und an, dass viele es ähnlich sehen und manchmal glaube ich, dass einige in ihrer Rezension auch nicht immer ganz ehrlich sind. Ich weiß, dass Kritik nicht schön ist und einem Autor auch mal sauer aufstoßen kann, aber ich finde einfach, dass man das verkraften muss. Im Prinzip kann man ja nur so etwas dazu lernen.
Jules :)

Mittwoch, 18. November 2015

Honigsommer (Diana Wintermeer)

Huhu!

Das heutige Buch nennt sich "Honigsommer", stammt von Diana Wintermeer und wird frei publiziert. Es umfasst 269 Seiten und handelt von Sam, der sich in seinen besten Freund Alex verliebt.


Beschreibung:

Als Sam mit seiner Familie von der Stadt aufs Land zieht, ahnt er noch nicht, dass er dort sehr bald auf den gleichaltrigen Alex treffen wird. Fast sofort werden die beiden unzertrennlich und das ändert sich auch dann nicht, als sie langsam beginnen, Erwachsen zu werden.
Was anfang nur eine innige Freundschaft zu sein scheint, wird jedoch bald mehr und bald schon müssen sie lernen, damit umzugehen.

Meine Meinung:

Was für ein wunderschönes Buch. Ich kann das gar nicht anders sagen. Für mich war es wirklich perfekt. Jeder Satz, jedes Wort wa einfach perfekt gewählt. Das kann man gar nicht anders sagen. Es ist wirklich so selten, dass es alleine der Stil schon schafft, das Buch zu etwas Besonderen werden zu lassen, ganz abgesehen von der Geschichte. Man liest die ersten Zeilen und dann hat einen das Buch schon erwischt. Man kann sich fallen lassen, ist gefesselt und will es einfach nur an einem Stück durchlesen. Diana Wintermeer schafft es in meinen Augen einfach, ein Buch so real erscheinen zu lassen, dass man glaubt, die Figuren mit ihren Eigenarten und Problemen, würden direkt ums Eck wohnen, weil alles so natürlich dargestellt ist, wie aus dem wahren Leben gegriffen.
Aber auch die Geschichte. So herzzerreißend und zauberhaft. Was habe ich mitfühlen können... Ich finde einfach, diese ganzen Gefühle wurden so schön verpackt, dass man sie einfach unglaublich gut nachvollziehen konnte. Man hat einfach gemerkt, wie sich ihre Beziehung nach und nach vertieft hat, wie sie damit  gehadert haben und dann doch nicht immer dagegen ankämpfen konnten... Und man hat auch gemerkt, wie es nach und nach dem Höhepunkt entgegengestrebt ist. Ich fand das so toll, weil diese Gefühle, die in der Pubertät herrschen, so super rübergebracht wurden - ihr wisst ja, dass ich da eine Schwäche für habe.
Das Buch hat auch irgendwie eine ganz eigene Art, mit dieser Coming-out-Sache umzugehen. Es geht gar nicht so sehr darum, es nach Außen zu bringen, sondern eher darum, es im Innern zu akzeptieren. Und erst dann kommt langsam der Wunsch, den Rest der Welt daran teilhaben zu lassen. ich finde das sehr realistisch und gut gelöst und das hat mich noch einmal zusätzlich begeistert.
Folglich habe ich auch nur Kleinigkeiten an der Geschichte zu kritisieren. Zum einen hat es mich irritiert, dass es einen Perspektivenwechsel gab. Eigentlich erzählt die Geschichte ja Sam und dann kommt urplötzlich Alex zu Wort. Fand ich irgendwie gut, weil man so auch seine Sicht kannte, aber dass auch einmal Ann (gute Freundin der beiden) im Mittelpunkt stand, hat mich dann eher verwirrt. Das war auch nur so kurz und irgendwie seltsam.
Und: Der Epilog. Ich fand es schade, dass es darin schon mehr um das Geschehen aus "Die Farbe des Lichts" ging. Ich hätte gerne ein wenig mehr zur Zukunft von Sam und Alex erfahren. Ich meine, man weiß, sie sind zusammen und glücklich und irgendwie ist auch alles gesagt, aber ein paar mehr Infos zu ihrem "neuen" Leben hätte ich toll gefunden.
Um noch etwas zu den Charakteren zu sagen: Sie sind einem einfach super sympathisch und gerade, dass auch die Nebenfiguren ihre Rolle einnehmen und etwas zu der Geschichte beitragen, finde ich super gelungen.
Sexszenen gibt es übrigens auch und auch daran habe ich nichts auszusetzen. Ich fande sie sehr passend gewählt und in genau der Richtung Dosis ausgeführt, die zu der Geschichte passt. Eigentlich kann ich echt nur loben und deswegen höre ich jetzt auch auf.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Lest es doch einfach, was muss ich da noch empfehlen? Definitiv für jeden etwas, der mit solch zarter Liebe etwas anfangen kann.

Solche Überraschungen hätte ich gerne öfter. Erst hatte ich "Die Farbe des Lichts" von meiner Wunschliste gelöscht, dann doch gelesen und dann war ich begeistert. Und nun schon das zweite Mal. Immer wieder schön, wenn man solche Schätze findet.
Jules :)

Montag, 16. November 2015

[Off]Switch (A. C. Lelis)

Hallo!

Heute gibt es meine Rezension zu A. C. Lelis' Roman "[Off]Switch", ein Buch, auf das ich wirklich ewig hingefiebert habe. Es erschien im Cursed Verlag und umfasst 518 Seiten. Handeln tut es von Polizist Rick, der sich in Andreas verliebt, obwohl dieser ziemlich viel Ärger am Hals hat.


Beschreibung:

Rick ist Polizist und sein erster Einsatz in seiner neuen Heimat führt ihn gleich in eine Fetisch-Bar, welche ihn ebenso anzieht, wie deren Besitzer Andreas. Aber Andreas steckt gerade Hals über Kopf in ziemlich viel Ärger und besitzt ein paar Geheimnisse, die seine Beziehung zu Rick ebenso gefährden, wie Ricks Karriere.

Meine Meinung:

Ich habe sehr viel von diesem Buch erwartet, weil mich Lelis' erstes BDSM-Buch so sehr überzeugt hat. Und zum Glück wurde ich nicht enttäuscht.
Was ich irgendwie gar nicht erwartet habe: Es enthält sehr viele Crime-Elemente, wenn man so sagen möchte, dadurch, dass Andreas einigen Ärger am Hals hat, und das hat mir überraschend gut gefallen. Ihr wisst ja, ich tue mir damit manchmal schwer, aber hier hat es wirklich gut gepasst und hat der Geschichte einfach ein gehöriges Maß an Spannung verliehen. Es war auch wirklich nicht zu durchschauen, wer dahinter steckt und als es dann nach und nach aufgelöst wurde, hat man als Leser wirklich nicht mit dem Ergebnis gerechnet. Das fand ich sehr schön.
Auch muss man einfach sagen, dass die Story dadruch sehr durchdacht wirkt. Es fügt sich einfach alles schön in einander und man kann wirklich darin versinken und mag gar nicht aufhören zu lesen.
Ebenfalls gut gefallen haben mir die BDSM-Szenen gefallen. Ich mag es einfach, wenn sie anschlaulich und detailliert sind und wenn man diese gewisse Stimmung, die solche Szenen haben, als Leser fühlen kann. Ganz oft werden solche Szenen recht lieblos oder ohne wirkliches Hintergrundwissen hingeklatscht und dann ist das einfach nicht realisitsch. Hier war das überhaupt nicht der Fall. Außerdem bin ich echt begeistert, dass man aus denen Szenen heraus erkennt, was für Verantwortung darin steckt. Zudem waren sie wirklich kreativ und ich mag es einfach, wenn sie nicht so 0-8-15 sind.
Dann noch die Charaktere selbst. Alle auf ihre Art liebenswert und keiner hat mich irgendwie genervt oder schien fehl am Platz oder so. Im Gegenteil. Die Nebencharaktere wurden wunderbar in die Geschichte eingebunden, hatten auch noch ein wenig so ihr eigenes Geschichtchen und das fand ich einfach klasse. Es gibt ja nichts schlimmeres, als Schattenfiguren am Rande, die eigentlich keiner braucht.
Ich möchte auch noch mal betonen, dass das Buch herrlich dick ist und aber trotzdem auf keiner einzigen Seite langweilig. Es wird auch nichts Unwichtiges in die Länge gezogen oder etwas Wichtiges zusammengerafft oder so. Ganz allgemein kann man einfach sagen, dass es ein wunderbarer Schreibstil ist, wie man ihn auch schon von den anderen Büchern her kennt. Ich kann es wirklich nur empfehlen.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Natürlich nur lesen, wenn man BDSM mag oder sich zumindest damit abfinden kann. Ansonsten denke ich, dass es ein ganz wunderbares Buch ist, dass sicher jedem gefallen kann.

Ich freue mich so. In letzter Zeit hatte ich viele Pleiten, was Bücher anbelangt hat, aber dieses hat mich wirklich auf jeder Ebene überzeugt. Gut, dass es sowas auch noch gibt.
Jules :)

Samstag, 14. November 2015

Männerbande (Sylvia Pranga)

Hi Leute,

heute geht es um Sylvia Prangas Werk "Männerbande", welches im Sieben Verlag erschien und 352 Seiten umfasst. Es handelt von John, der schon jahrelang heimlich in seinen besten Freund Calum verliebt ist.


Beschreibung:

Seit ihrer Jugend liebt John Calum, traucht sich aber nicht, diesem die Wahrheit zu sagen. Das liegt unter anderem daran, dass dieser verheiratet ist und zwei Söhne hat. Um endlich mit Calum abschließen zu können, beschließt John, seinem Liebesleben neuen Schwung zu verleihen und geht wieder aktiv auf Partnersuche. Dies führt jedoch dazu, dass nach und nach seine Geheimnisse ans Licht kommen. Aber nicht nur John hat Geheimnisse, auch Calum trägt einiges mit sich herum.

Meine Meinung:

Ein bisschen muss ich hier kritisieren, was ich häufig kritisiere: Offensichtliches wird hier manchmal erklärt, obwohl man als Leser auch so dahinter steigen kann. Ich mag das einfach nicht, wenn Dinge gesagt werden, die man sich denken kann. Ansonsten kann ich aber am Stil nicht wirklicht etwas beanstanden.
Die Geschichte selbst entwickelt sich recht langsam, was ich an sich loben muss, weil ich es nicht leiden kann, wenn sich Geschehnisse überstürzen und alles so schnell zu einem Ende kommt. Hier muss ich allerdings sagen, dass es auch mir manchmal ein wenig zu langsam voran ging. Ich sag es mal so: Die Veränderung, welche die beiden mitmachen, die ist wirklich auf den Punkt dargestellt, aber was die Entwicklung an ihrer Beziehung angeht, muss ich gestehen, dass es mir etwas zu langatmig war. Die Geschichte ist nun eben auch sehr lang und wenn man da nicht die Lust verlieren will, dann darf da einfach kein Stillstand drin vorkommen.
Um noch mal auf die Entwicklung ihrer Persönlichkeit zurück zu kommen: Ich fand es wirklich klasse umgesetzt, man konnte es nachvollziehen und wirklich miterleben. Etwas, was ich ja total liebe. So kommt es einem dann auch nicht unrealisisch oder übereilt vor, sondern es ist wirklich ein angenehmer Prozess, der die Story spannend macht.
Trotzdem gab es Dinge, die ich eher übertrieben fand. Angefangen bei den Dates, die John hatte, und von denen eigentlich fast jedes eine Katastrophe war. Ich weiß nicht, ob es da nicht auch "normale" Männer getan hätten, statt absoluter Nullnummern. Ich meine... letztlich haben die Dates dazu gedient, ihm zu zeigen, dass er eben nur Calum lieben kann, aber das hätte er doch mit Männern, vor denen nicht JEDER schreiend weggelaufen wäre, auch begreifen können. Vielleicht noch mehr, weil es dann noch mehr Bedeutung gehabt hätte. Versteht ihr, was ich meine?
Bei was ich nicht ganz durchgestiegen bin, ist Calums Sexualität. Eine Weile hat man das Gefühl, er wäre einfach bi, dann stellt es sich so dar, als wäre er doch schwul, dann bezeichnet er sich glücklicherweise selbst als bi... Ich finde gut, dass das dann so stehen gelassen wird, statt es so zu drehen, dass er schon immer nur Männer geliebt hat. Ich sage es ja so oft: Lasst die Leute doch einfach bi sein! Aber trotzdem finde ich diese Sache im Roman undurchsichtig. Auch, was seine Frau anbelangt. Hieß es zu Anfang noch, er mochte sie mal wirklich und dann haben sie sich außeinander entwickelt, hieß es am Ende, diese Ehe war nie wirklich von ihm gewollt. Da denke ich mir einfach: Was denn nun? Und ehrlichgesagt hätte ich die erste Erklärung auch tausend mal schöner gefunden, als die zweite, die dann ja wohl die offizielle ist.
Trotz meiner Kritik, hat mir die Geschichte dann doch gefallen. Es waren hier auch viele Kleinigkeiten, die ich mochte: Ich fand es schön, dass die Charaktere so ihre Eigenheiten hatten, die sich auch durchgezogen haben oder das durch Calums Hund ein wenig Witz in die Geschichte kam. Und allgemein mochte ich auch die Idee der Geschichte sehr. Das klingt jetzt zwar so plump, aber ich finde solche Freundschaft-wird-zu-Liebe-Entwicklungen einfach sehr schön zu lesen. Und deswegen ist die Geschichte vielleicht kein absoluter Favorit von mir, aber doch in positiver Erinnerung.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Jedem zu empfehlen, der auf langsam aufbauende Geschichten ohne viel Kitsch steht. Auch wenn ich manches zu kritisieren habe, so finde ich doch, dass es die Geschichte wert ist, gelesen zu werden.

Nach zwei Wochenenden, in denen ich mich kaum um den Blog kümmern konnte, muss ich dieses einiges aufholen. Das macht mich echt wahnsinnig, ich komme zu nichts anderem mehr.
Jules :)

Mittwoch, 11. November 2015

Kyle & Jason: Threesome (Andy D. Thomas)

Hallo Leute!

Heute gibt es eine Rezension zum zweiten Teil der Kyle-Serie von Andy D. Thomas. "Kyle & Jason: Threesome" umfasst 544 Seiten und ist die Fortsetzung zum ersten Teil. Darin wird erzählt, was Kyle während seiner Ferien, die er bei Jayson verbringt, erlebt.



Beschreibung:

Die langersehnten Ferien stehen endlich vor der Türe und Kyle verbringt diese bei Jayson. Dieser bemerkt schnell, dass er Kyle alleine nicht komplett befriedigen kann und holt deshalb noch seinen guten Freund David dazu. Doch dieser hat mit seiner Vergangenheit zu kämpfen, über die er endlich hinweg kommen möchte. Dies scheint vor allem durch den Sex mit Kyle und Jayson endlich möglich zu sein.

Meine Meinung:

Nachdem mir jeder gesagt hat, dass dieses Buch noch besser als Teil 1 sein soll, waren meine Erwartungen dementsprechend hoch. Wie das meistens bei hohen Erwartungen der Fall ist, wurde ich ein wenig enttäuscht. Versteht mich nicht falsch, ich glaube wirklich, dass dieses Buch noch eine Steigerung zum ersten Teil ist. Wie schon im ersten, kann ich auch hier loben, dass es einfach sehr viel Sex gibt, der zwar unglaublich sexy, aber nie niveaulos ist. Auch hier gibt es wieder eine gewisse Hintergrundthematik, so dass man nicht das Gefühl hat, einen reinen Porno in Händen zu halten - auch wenn es im Prinzip so ist. Die Sexszenen können auch locker mit denen in Teil 1 mithalten, sind allesamt sehr heiß und oft auch kreativ. Man denkt ja, irgendwann wird es langweilig, aber es wird wirklich immer neues eingearbeitet, so dass es dann eben doch sehr abwechslungsreich ist.
Es mag gut sein, dass die Szenen gerade deshalb ihren Reiz haben, weil nun auch noch David mitmischt. Dreier können einfach sexy sein. Vor allem, wenn sie sich wirklich aufs Bett reduzieren und nicht mit irgendwelchen komplizierten (und womöglich noch unrealistischen) Dreiecksbeziehungen daher kommen. Ich lese sowas eigentlich recht gerne und trotzdem ist genau das der Punkt, der mich letztlich ein wenig an dem Buch gestört hat. So gerne ich so etwas lese, bin ich am Ende doch froh, wenn wieder traute Zweisamkeit herrscht. Die kam hier leider viel zu selten auf und auch wenn das wahrscheinlich für ein Erotikbuch viel zu romantische Ansichten sind, hat mir genau das gefehlt. Zumal Kyle teilweise allein mit David zu Gange war, was zwar ebenfalls äußerst erotisch war, gleichzeitig aber meine kleine, monogame Welt ins Wanken gebracht hat. Ich bin zu spießig für sowas, wer hätte das gedacht. Vielleicht habe ich auch eine gespaltene Persönlichkeit, denn im krassen Gegensatz dazu, waren mir viele der Sexszenen zu kuschelig. Es hatte zwar einen Grund, warum oft sehr liebevoller - wenn nicht weniger heißer - Sex vollzogen wurde, aber ich habe dieses Buch hauptsächlich deshalb gekauft, weil eben viel mit Kink und Dominanz im ersten Teil gearbietet wurde. Ich kann nichts dafür, dass mein Herz für BDSM schlägt und ich deshalb einfach viel mehr harte Szene bevorzugt hätte - aber das hat eben dazu geführt, warum ich das Buch einfach nicht so mochte, wie das erste.

Aber nur, weil es für mich nicht an Teil 1 heran reicht, heißt es nicht, dass ich es nicht mochte. Glaubt jetzt auch nicht, dass es in dem Buch keine Szenen gibt, die kinky sind. Da gibt es trotzdem einige und die haben mir auch wirklich gut gefallen. Gerade am Ende kam echt noch mal ein kleiner Höhepunkt im Buch, der mir wirklich zugesagt hat
Am Ende des Buchs wird wieder Spannung auf eine Fortsetzung gemacht, von der ich mir wieder mehr Szenen zu Zweit wünsche, von der ich aber hoffe, dass uns David trotzdem mitsamt seinem Liebesleben erhalten bleibt. Ich kann mir da einiges vorstellen, was im dritten Teil so kommen könnte und bin deshalb sehr gespannt, wie dieser dann demnächst tatäschlich aussehen wird. 
Mal ganz abgesehen von dem Sex möchte ich noch einwas sagen: Es geht hier wirklich nicht nur ums Ficken, sondern tatsächlich hat das Buch eine Hintergrundstory, die tatsächlich so etwas wie... naja, ich will jetzt nicht Tiefe sagen, aber sie hat teilweise sogar recht ernste Hintergründe und ich finde es schön, wie sich so mancher Schatten darin durch Sex auflöst. Nicht, dass ich Sex unbedingt für ein Therapiemittel halte, aber ich fand es schön, dass David ein paar seiner Dämonen nach und nach besiegt hat und man das als Leser miterleben konnte.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Natürlich empfehle ich das Buch erst ab 18. Ansonsten halte ich es für jeden geeignet, der recht niveauvollen Sex lesen möchte - aber halt eben nur Sex und nichts anderes.

 Hier geht es zur Rezi von "Kyle & Jason: The beginning". Ihr solltet das Buch unbedingt vorher lesen.
Jules :)

Montag, 9. November 2015

Lass es uns wagen (Amy Jo Cousins)

Hi ihr Lieben!

Das heutige Buch nennt sich "Lass es uns wagen", stammt von Amy Jo Cousins und erschien im Verlag Egmont Lys. Es umfasst 353 Seiten und handelt von Tom, der sich nach einem schweren Jahr auch noch mit seinem neuen Mitbewohner rumschlagen muss, der versucht, ihn aus dem gemeinsamen Zimmer zu ekeln.


Beschreibung:

Toms Vater sitzt im Gefängnis, weil er in einen landesweiten Skandal verwickelt ist, der die Presse magisch anzieht. Folglich kann Tom nicht mehr aus dem Haus, ohne dass ihm Reporter auf Schritt und Tritt folgen. Als sich die Situation etwas besser, beginnt er wieder zu studieren, muss sich aber sogleich mit seinem neuen Mitbewohner Reese rumschlagen, der das Zimmer für sich alleine möchte und deshalb versucht, Tom rauszuekeln. Doch je mehr sie sich kennen lernen, desto mehr muss Tom begreifen, dass Reese gute Gründe für sein Verhalten hat.

Meine Meinung:

Das erste Buch von Amy Jo Cousins, dass ich gelesen habe, war eine Kurzgeschichte in Originalform ("Five Dates"), die mich restlos begeistert hat. Folglich waren meine Erwartungen an diese Geschichte recht hoch und glücklicherweise wurden sie nicht enttäuscht.
Ich finde es faszinierend, dass sich alles in der Geschichte um so einen winzig kleinen Kosmos dreht, ohne jemals langweilig zu wirken. Ich meine, es handelt sich im Prinzip nur um die Zwei, ihr Zimmer (maximal der Campus oder so) und ihr Beziehung zu einander. Und obwohl fast alles nur in ihren vier Wänden spielt, geschehen so viele Kleinigkeiten darin, die sich zu einem Gesamtbild fügen, was die Geschichte einfach nur mega interessant und spannend macht. Vieles davon ist auch nur Alltägliches, was aber trotzdem irgendwie immer eine Entwicklung in ihrer Beziehung herbeiführt und dadurch besonders wirkt. Das ist echt toll gemacht.
 Die Probleme, welche die beiden haben, werden auch wirklich gut dargestellt. Man erkennt deutlich, welches Trauma Reese erlebt hat und wie Tom unter der Presse leiden musste, so dass er immer diese Paraonia fühlt. Am besten ist daran natürlich, dass das ganze wirklich Einfluss auf ihre Beziehung hat und sich von Anfang bis Ende durchzieht wie ein roter Faden, so dass es ein in sich geschlossener, großartiger Plot ist.
Es führt auch dazu, dass die beiden ein schwieriges Verhältnis haben, dass auch dann noch schwierig - wenn auch anders schwierig ist -, wenn sie sich schon besser kennen und Zuneinung für einander entwickeln. Das geschieht alles mit der nötigen Langsamkeit, so dass man als Leser wirklich begreift, was sich gerade verändert.
Alles in allem ist das Buch also wirlich überzeugend und realisitsch und sogar das Ende fügt sich da nahtlos an. Es ist ein totales Heile-Welt-Ende, aber es ist auf seine Weise okay und perfekt und einfach auf den Punkt, wenn man die restliche Geschichte dazu kennt.
Das einzige Manko an dem Buch ist für mich Reeses Charakter. Er ist so sehr mit sich und seinem Trauma beschäftigt, dass er teilweise wirklich eine totale Zicke ist, vollbeladen mit Vorurteilen. Das macht es für mich schwer, ihn zu mögen oder richtig verstehen zu können, obwohl er einem wirklich Leid tun kann und man schon auch versteht, warum er so ist.
Aber trotzdem finde ich die Charaktere allesamt sehr gut ausgefeilt und liebenswert. Auch Reese ist teilweise schon recht liebenswert, denkt jetzt bitte nicht, er wäre total schrecklich oder so.
Unterm Strich mochte ich die Geschichte wirklich gerne und werde sicher noch mehr von Amy Jo Cousins lesen.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ein sehr tolles Buch, dass sicher Leute ansprechen wird, die nicht so viel Kitsch mögen, aber dafür auf Schicksalsschläge und etwas ernstere Bücher stehen, in denen nicht immer alles Heile-Welt ist, aber trotzdem seinen Charm besitzt. Ich mochte es sehr und kann es nur empfehlen.

Ich habe an diesem Wochenende 4 Bücher gelesen und 5 rezensiert. Ich lebe also nur noch für den Blog und es wundert mich, dass ich dazwischen noch Zeit zum Essen und Schlafen gefunden habe.
Jules :)

Samstag, 7. November 2015

Rescue me: Ganz nah am Abgrund (Sabine Koch)

Hallo,

heute eine Rezension zu einem Buch, dass ich schon über ein Jahr auf der Wunschliste hatte. Jetzt endlich habe ich es doch gelesen. Es heißt "Rescue me: ganz nah am Abgrund", stammt von Sabine Koch und umfasst 192 Seiten. Es erschien bei deadsoft und handelt von Ryan, der auf seinen ehemals besten Freund Tyler trifft und damit alte Wunden aufreißt.


Beschreibung:

Auf der Flucht vor zwei Schlägern rennt Ryan ausgerechnet in seinen ehemals besten Freund Tyler hinein. Dieser ist mittlerweile als Satanist stadtbekannt und hat sich gänzlich abgesondert. Obwohl er auf Ryan wütend ist, sucht er doch dessen Nähe und versucht Ryan mit einem alten Mustang wieder zu sich zu locken. Doch je mehr Zeit sie  miteinander verbringen, dest mehr alte Wunden werden aufgerissen. Denn Tyler ist für den Tod zweier Menschen verantwortlich und Ryan war es, der ihn deshalb von sich gestoßen hat.

Meine Meinung:

Ich mag die Vielfalt, die dieses Buch bietet. Es enthält ein wenig Spannung, weil es einige Crime-Elemente enthält, aber auch einfach eine schöne Liebesgeschichte.
Ganz langsam, aber stetig, bauen die beiden Protagonisten wieder eine Freundschaft auf, aus welcher dann auch noch mehr wird. Ich finde es schön, wie man immer wieder merkt, dass sie sich anziehend finden, aber dass sie sich noch nicht näher kommen können, weil zu viel zwischen ihnen steht. Nach und nach verbessert sich die Beziehung dann und es ist einfach total interessant, das mitzuverfolgen, weil es wirlich gemächlich und nachvollziehbar geschieht.
Fesselnd ist dann auch Tylers Entwicklung. Durch sein Image möchte er sich ja von allen anderen abkapseln, aber nach und nach klären sich die Dinge und damit verändert auch er sich wieder. Das finde ich einfach alles total schön beschrieben und deshalb bin ich von diesem Buch auch sehr begeistert.
Schade ist eigentlich nur, dass die Sexszene nicht noch weiter ausgebaut ist. Es gibt noch mehrere, kleinere Szenen, die alle recht heiß sind - nur der richtige Höhepunkt wird dann nur so flüchtig beschrieben. Ansonsten habe ich aber keinen Kritikpunkt.
Anfangs war ich ja ein wenig zögerlich, weil ich schon wusste, dass es auch einen Hauch Crime enthält, aber hier hat es mir wieder sehr gut gefallen, weil es der Sache zwar Spannung verliehen hat, aber nicht im Vordergrund stand und damit auch einfach nicht gestört hat.
Den Stil mochte ich auch. Sehr ausführlich und flüssig und einfach fesselnd, so dass man das Buch nicht weglegen mag. Ich mochte auch sehr, dass man Ryans und Tylers Perspektive mitbekommen hat und so immer wusste, was in beiden vorgeht.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Sowohl etwas für Crime-Fans, als auch für solche, die dieses Genre nicht so mögen. Ansonsten einfach eine schöne Liebesgeschichte, die meiner Meinung nach schon lesenswert ist.

Ich ärgere mich immer: Ich warte ewig, bis ich ein Buch kaufe, weil hundert andere mich mehr interessieren und wenn ich es dann endlich in den Fingern habe, bin ich total begeistert und genervt von mir selbst, es nicht schon eher gekauft zu haben. Es ist wirklich wahr: Wenn man ein Buch nicht von seiner Wunschliste streichen kann, sollte man es irwann einfach mal kaufen, statt andere immer vorzuziehen. Lohnt sich ganz oft.
Jules :)

Mittwoch, 4. November 2015

Die letzte Zigarette (Pinco Pallino) [Q]

Hallo meine Lieben!

Der heutige Quickie nennt sich "Die letzte Zigarette" und stammt von Pinco Pallino. Die Geschichte erschien bei BookRix und umfasst 31 Seiten. Auf diesen geht es um Felix, der als Kind misshandelt wurde und nun mit seinen Dämonen kämpft.


Beschreibung:

Felix wurde von seinem Stiefvater missbraucht und kann sich anderen gegenüber deshalb nicht öffnen. Als er sich endlich gegenüber Marcus zu öffnen versucht, holen ihn die Erinnerungen wieder ein. Dennoch will er sich seiner Vergangenheit endlich stellen und dabei ist ihm überraschender Weise nicht Marcus sondern Paul eine große Hilfe.

Meine Meinung:

Was man wirklich sagen muss: Der psychische Askept der ganzen Sache kommt wirklich sehr gut rüber. Es wird wirklich erklärt, warum Felix sich selbst verletzt und was ihn das bringt bzw. was ihn dazu treibt. Und auch sonst finde ich, dass sein Zustand allgemein gut dargestellt wird und man wirklich verstehst, was in ihm vorgeht und warum er wie handelt.
Trotzdem habe ich mir von der Geschichte ein wenig mehr erhofft. Ich kann gar nicht sagen, was mir gefehlt hat, es hat nur irgendwie nicht mit meinem Erwartungen mithalten können. Vielleicht lag es daran, dass mir die Charaktere nicht so wirklich sympathisch waren. Gerade Paul finde ich echt komisch und selbst mit Felix werde ich nicht warm - obwohl man sich doch in ihn hineinfühlen kann. Aber irgendwas hat er an sich, was mich einfach eher abschreckt. Weiß auch nicht so genau.
Und dann liegt es vielleicht auch noch daran, dass zu viel ungeklärt bleibt. Das Ende ist ja nun auch eher offen, zwar geht es in eine positive Richtung, aber man erfährt einfach nicht wirklich, wie es jetzt mit Felix weiter geht und das nervt mich einfach. Ich hasse offene Enden.
Den Stil mochte ich aber trotzdem und auch so war die Geschichte nicht schlecht. Ich hätte es mir nur noch etwas ausführlicher und einfach irgendwie in sich abgeschlossener gewünscht.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich weiß auch nicht so recht, welche Zielgruppe das jetzt anspricht. Vielleicht, wenn man solche Geschichten mag, die sich um psychisch instabile Protagonisten drehen und wenn man kein Problem mit relativ offenen Enden hat.
Ansonsten eher Finger weg.

Sorry, eine eher kurze Rezension. Aber ihr kennt das Problem ja schon: sehr wenig Seitenzahlen - sehr wenig zu erzählen. Zumindest, wenn man nicht zu viel vorwegnehmen möchte.
Jules :)

Montag, 2. November 2015

Durchs Chaos zum Glück (Jill J. Jenkins)

Hallo meine Lieben!

Das heutige Buch nennt sich "Durchs Chaos zum Glück" und ist die Fortsetzung zu Jill J. Jenkins Jason/Leeroy-Reihe. Es umfasst 198 Seiten und wird frei publiziert. Handeln tut es von Jaysen, der nach einigen Schicksalsschlägen nicht weiß, ob er noch länger mit Leeroy zusammen sein kann.


Beschreibung:

Auf der Einweihnungsparty ihrer neuen Wohnung trifft Jaysen und Leeroy der erste Schicksalsschlag, der weitere nach sich zieht und ziemlich starke Ausmaße annimmt. Bald schon leidet Jaysen sehr unter seinem Job und im Bett will es mit Leeroy nicht mehr klappen. Was erst nur ein kleines Problem ist, schaukelt sich hoch, bis Jaysen nicht weiß, ob er für Leeroy noch der Partner sein kann, den dieser verdient.

Meine Meinung:

Ich mag jetzt eigentlich nicht zu viel vorweg nehmen, aber ich muss jetzt einfach ein paar Punkte ansprechen, weil sie mir so gut gefallen haben. Ich war ja zunächst mehr als skeptisch, weil ich ich bei langen Reihen immer Angst habe, dass es spätestens nach dem dritten Band in einer Katastrophe enden wird. Man hat es ja dann einfach über, wisst ihr. Aber zum Glück ist das hier nicht der Fall. Im Gegenteil: Man muss echt sagen, dass Jill J. Jenkins in jedem ihrer Bücher dieser Reihe eine Entwicklung zum Positiven durchläuft, so dass es eigentlich mit jedem Buch mehr Spaß macht, die Geschichte zu lesen.
Diesmal ist zentraler Punkt der Geschichte Jasons Erektionsstörung und dieses doch sehr heikle Thema wird hier wunderbar gemeistert. Zunächst, weil das Problem mit der nötigen Langsamkeit voranschreitet. Niemand hat eine massive Störung und drei Tage später ist sie weg. Das war hier nicht so und das mochte ich sehr gerne. Endlich werden Probleme wirklich "zelebriert", ehe sie sich irgendwie lösen. Wisst ihr, was ich meine? Jedenfalls fand ich es ganz großartig, wie es in der Geschichte geschildert wird. Man merkt deutlich, wie es Jason frustriert und wie hilflos Leeroy ist, weil Jason sich nicht helfen lassen will. Es kommt auch gut rüber, wie sich das ganze nach und nach hochschaukelt, ehe es dann wirklich eskaliert. Das ist echt klasse und sorgt für sehr viel Spannung in dem Buch.
Dann das Ende. Ihr wisst, das ich eine gewisse Szene in Büchern hasse, weil sie unglaublich kitschig und nervig ist und mir immer das Gefühl gibt, mich jetzt ganz arg fremdschämen zu müssen. Folglich schrillten bei mir sofort die Alarmglocken, als das Thema schon nur angesprochen wurde. Aber hier wird das ganze so unkompliziert abgehandelt und so ohne großartigen Schnulz, dass ich damit leben konnte. Und das sagt doch schon alles, oder? Ich hoffe, es ist auch ein Lob, wenn etwas Romantisches nicht romantisch abläuft, ansonsten kritisiere ich hier wohl gerade, aber ohne Mist: Ich fand es so sehr viel besser als mit ganz viel Kitsch außen rum. Und es war ja auch nicht unromantisch. Es war nur so, dass man es einfach wunderbar ertragen konnte, ohne gleich Brechreiz bekommen zu müssen. Einfach schön.
Gibt es Kritik? Nicht viel. Manchmal ist es mir noch ein wenig viel Dialog, aber das ist jetzt nur eine Kleinigkeit. Dafür wirkt es dadurch aber auch sehr alltagsbezogen, was ich ja immer bevorzuge und irgendwie einfach so, als würde man über das Prächen von Nebenan reden. Manchen mag dieser Stil zu einfach sein, aber man braucht doch wirklich nicht immer tiefsinnige Geschichten, sondern ab und an auch mal was auflockerndes für Zwischendurch. Und dafür ist die Geschichte echt perfekt.

Alterbeschränkung/Zielgruppe:

Also klar, für Fans ist das sicher was, aber auch sonst ist das eine lockerflockige Alltagsgeschichte, die sicher jeden anspricht, der sowas gerne liest. Es kommt jetzt, wie gesagt, nicht mit irgendwelchen tiefgründigen Dingen daher, aber durch die Erektionsstörung bekommt es auch ein Thema beigefügt, so dass es doch wirklich auch ein wenig ernstere Töne anschlägt.

Ich bin im Weihnachtsstress. Eigentlich wollte ich mir die Arbeit erleichtern, in dem ich viel vorausplane, aber jetzt habe ich mehr Stress den je, weil ich vorausgeplant habe. Paradox, oder? Aber irgendwie genieße ich es auch. Ein wenig Stress lässt die Arbeit gleich schneller vorangehen und macht mich sogar kreativer.
Jules :)

Sonntag, 1. November 2015

Oktober

Hey!

Etwas verspätet die Monatszusammenfassung zum Oktober. Es war ein eher seltsasmer Monat (das habe ich dieses Jahr schon oft gesagt, oder?), aber lest selbst:

Bücher, Bücher, Bücher

Ich habe sehr viele Bücher in diesem Monat gelesen und es waren erstaunlich viele gute dabei. Das erstaunt mich deshalb ein wenig, weil ich in letzter Zeit auch sehr viele negative Erfahrungen habe machen müssen und deshalb sogar ein wenig die Lust auf das Lesen verloren habe. Man kann also sagen, ich hatte den Glauben an richtig gute Geschichten schon irgendwie verloren. Aber dieser Monat war wirklcih voller guter Bücher und konnte auch dadurch nicht getrübt werden, dass ich noch immer an einem Buch hänge, dass mir absolut überhaupt nicht zusagt und das ich am liebsten abbrechen würde. Der einzige Grund, warum ich es nicht tue, seid ihr. Ich will es für euch rezensieren und euch davor "warnen", aber ich habe das Gefühl, ich kann das nur, wenn ich es wirklich komplett gelesen habe. Alles andere käme mir nicht ehrlich vor.
Außerdem liegen noch aus dem Vormonat englische Bücher bei mir rum, die ich auch noch nicht gelesen habe. Warum? Weil ich momentan einfach keine Lust darauf habe, mich auf Englisch einzustellen. Und wenn ich dazu zu erschöpft bin, brauche ich auch nicht lesen. Dann verstehe ich nämlich nur die Hälfte und das frustriert.
Aber ich habe mir Ziele gesetzt, diese Bücher auch noch durchzukriegen - und sei es nur, damit sie endlich weg sind. xD
Ich denke, euch ist aufgefallen, dass der Oktober rezensionstechnisch sehr viele gute Bücher beinhaltet hat, von denen einige wirkliche Herzensstücke geworden sind und dieses Jahr heiß um mein Lieblingsbuch des Jahres konkurrieren. Obwohl... ich glaube fast, ich habe das schon gefunden. Und so viel sei verraten: Diesen Monat war es noch nicht bei den Rezensionen dabei.

Rund um den Blog

Auf meinem Blog haben die Weihnachtsvorbereitungen recht intensiv begonnen. Genug der Planung, jetzt wird gelesen! Ich habe die ersten Weihnachtsgeschichten gekauft - noch sind es alte, aber ich hoffe darauf, dass bald noch ein paar neue erscheinen, die mich auch ansprechen - und habe einige schon durchgelesen. Ich werde euch demnächst noch genauere Informationen dazu geben, aber dieses Weihnachten wird es wirklich viele Rezensionen zu diesem Thema geben, um euch richtig in Stimmung zu bringen. :D
Ansonsten überfordert mich die Menge an Büchern ehrlichgesagt gerade ein wenig. Zumal ich, wie oben bereits erwähnt, nicht so viel Lust auf Lesen habe. Da muss ich jetzt aber durch, denn was ich verspreche, halte ich ja auch und ich habe euch ein Weihnachtsspezial und Montagsrezis zugesagt. Nun gut...
Ein wenig widersprüchlich zu meiner Leseflaute ist, dass ich das Gefühle habe, wirklich eine Kaufsucht zu entwickeln, was Bücher anbelangt. Zumindest übergehe ich momentan häufiger meine auferlegten Sparmaßnahmen. Ich meine das jetzt auch gar nicht als Witz, ich kaufe in letzter Zeit echt haltlos Bücher und freue mich dann über dieses Glücksgefühl, wenn ich eine Bestellung abschicke oder ein Buch im Briefkasten wartet. Vielleicht liegt es auch am nahenden Weihnachtsfest, denn Weihnachten macht mich doch immer ein wenig spendabel.
Falls ihr ganz aufmerksam die Septemberzusammenfassung gelesen habt, werdet ihr feststellen, dass ich darin eine Überraschung angekündigt habe und euch nun fragen: Wo ist denn die Überraschung?
Tja, die Überraschung hat sich auch als solche für mich entpuppt, denn was lange geplant war, ist ins Wasser gefallen. Das lag nicht an mir, sondern an anderen Personen, die bei dem Projekt mitmachen sollten und sich als extrem unzuverlässig herausgestellt haben. Ich will jetzt nicht zwingend jemanden die Schuld geben oder zu nahe treten, weil ich keine Ahnung habe, was da gelaufen ist und nur über das Endresultat informiert wurde (nach mehrmaligem Nachfragen meinerseits). Es ärgert mich ehrlichgesagt immernoch, auch wenn ich ein wenig Verständnis eingeräumt habe, einfach, weil man mich nicht eher informiert hat, weil man mich vor vollendete Tatsachen gestellt hat und auch, weil meine Planung über den Haufen geworfen wurde, weil andere Leute zu dumm sind, ihre Arbeit zu machen, wohingegen ich meinen Beitrag schon nach 2 Tagen fertig hatte (ich bin ein Streber).
Angeblich soll das Projekt jetzt noch einmal neu aufgerollt werden und ich werde auch wieder gerne dabei sein, aber ich werde es nicht mehr groß im Vorfeld ankündigen, weil ich Angst habe, dann wieder mit leeren Händen da zu stehen. (Ich bin sehr nachtragend und auf jemanden vertrauen tute ich prinzipiell nicht wirklich...) Wenn es also kommt, werdet ihr es ja mitkriegen. Tut mir jedenfalls sehr, sehr leid, dass ich jetzt nichts vorzuweisen habe. Ich ärger mich nur über mich selbst, dass ich schon etwas angekündigt habe, als es noch nicht in trockenen Tüchern war. Auch etwas, dass mir künftig nicht mehr passieren wird.

Mein Leben und Ich

Dank meiner depressiven Monatszusammenfassungen habt ihr ja sicherlich gemerkt, dass 2015 nicht so mein Jahr gewesen ist und auch der Oktober war jetzt nicht wirklich supermegageil. Aber er hatte doch seine guten Momente und bisher ist er eigentlich so der einzige Lichtblick des ganzen Jahres, weil es mir doch mal relativ gut ging in diesem Monat.
Ihr wisst ja vielleicht, dass ich mich auf meiner Arbeit nicht immer 100%ig wohlfühle und mal sehr gerne hingehe und mich ein andermal davor graut. Im Oktober hat sich das sehr stark abgewechselt, aber es gab definitiv mehr Tage, an denen ich gerne hin bin. Da hat mich ein wenig erstaunt, aber es tut gut, dass es auch mal so sein kann.
Dann war im Oktober auch in der Freizeit immer etwas los. Egal ob es nun einfach ein Treffen unter Freunden oder eine Feier war, ich hatte kein Wochenende Ruhe und obwohl ich jemand bin, der sehr viel Zeit für sich braucht, hat es mir gut getan, so eingespannt zu sein. Da merkt man wenigstens, dass man Leute hat, denen man wichtig ist und man merkt, dass man lebt. (Leider hat es mir viel Lesezeit gekostet und das ist bei dem momentanen Lesestress nicht gerade hilfreich gewesen...)
Dann war auch noch Halloween. Ein bisschen wehmütig bin ich schon. Früher war immer was los an Halloween und seit eingien Jahren ist es recht unspektakulär. Horrorfilme bei Freunden eben. Ich liebe dieses Fest so und irgendwie kann ich ihm gar nicht mehr huldigen, weil ich keinen in meiner Nähe habe, der es ähnlich liebt wie ich. Trotzdem denke ich, habe ich das beste daraus gemacht, auch wenn das gruslisgste an dem ganzen Tag war, nachts die Autoscheibe freizukratzen.
Vielleicht ist es der Sonne geschuldet, die diesen Oktober golden macht oder es liegt an den vielen schönen Momenten (oder beidem), aber noch hat sich keine trübe Stimmung bei mir breit gemacht, wie es in den dunklen Monaten eigentlich immer der Fall ist. Ich hoffe ja sehr, dass es nicht wieder so schrecklich wird, wie letztes Jahr,  aber ich glaube, wenn das restliche Jahr nur halbwegs wird, wie der Oktober, dann besteht Hoffnung, dass es mir noch ganz gut ergehen wird. Und die Hoffnung stirbt ja bekanntich zuletzt.

Vorschau auf den November

Nun, ich könnte viel sagen, aber ehrlichgesagt erwartet euch nichts großartiges. Viele Rezensionen zu einigen tollen Büchern. Der Beginn des Weihnachtsspecials und das wars. Aber hey, ich finde es trotzdem ganz okay. Muss ja auch ruhige Monate geben, in denen einfach mal alles geregelt und normal verläuft.

Famous last words

"Was wäre das Leben ohne Hoffnung? Es lebte nichts, wenn es nicht hoffte."
Friedrich Hölderlin

Jules :)