Sonntag, 31. Januar 2016

Januar

Hallo!

Die erste Monatszusammenfassung in diesem Jahr, ich freue mich sehr. Und ich lege auch gleich los. Viel Spaß!

Rund um den Blog

Ich muss sagen, ich habe den Blog ein wenig vernachlässigt, diesen Monat. Nicht, dass das sonderlich schlimm wäre, weil ich in meinem Urlaub im Dezember echt viel geschafft habe. Aber jetzt, wo ich wieder mehr Zeit mit dem Blog verbringe, merke ich, dass er mich ein Stück weit erdet. Ich habe dann eine Aufgabe, der ich mit Leidenschaft nachgehen kann, kann so ein wenig mein eigens Chaos verdrängen und etwas schaffen, das anderen Leuten vielleicht auch noch Freude macht.
Trotz dessen, das ich nicht so viel für den Blog gemacht habe, habe ich trotzdem einiges geschafft. Zum Beispiel plane ich ja gerade ein neues Projekt und da bin ich im Januar schon ein großes Stück weiter gekommen. Ich freue mich auf Ostern, wenn es dann startet. Ihr euch hoffentlich auch.
Und auch an Interviews habe ich fleißig gearbeitet. Eines konntet ihr ja jetzt im Januar schon genießen und die nächste Zeit wird da noch was kommen. Ich suche auch weiter nach neuen Opfern, mir macht das einfach irgendwie Spaß.
Ach ja und die Kolumne gab es ja diesen Monat zum ersten Mal auch wieder. Ich muss erst wieder rein finden, ein paar Theman liegen hier auch schon ewig als Blogleichen herum... Aber ich habe ein paar neue Dinge, über die ich gerne meinen Senf abgeben möchte und ihr werdet es ertragen müssen. Soooo sorry.
Was mich im Januar wieder sehr geärgert hat: Dieser ganze Blogtour-Scheiß. Egal, bei welcher ich zusage, im Prinzip ist nie etwas dabei herumgekommen. Entweder es kommt gar keine Reaktion oder man wird ausgeschlossen, weil man kein Facebook hat, oder oder oder. Ich hab auch ein wenig die Schnauze voll davon. Vor allem finde ich es unmöglich, wenn man sich erst selbst so bescheuert verhält und dann nicht damit umgehen kann, wenn man darauf aufmerksam gemacht wird. Liebe Autorinnen: Ihr seid nicht der Nabel der Welt. Ich bin es auch nicht, aber ich bilde es mir im Gegensatz zu euch auch nicht ein. 

Bücher, Bücher, Bücher

Im Januar haben sich viele gute Bücher versteckt oder sagen wir: zumindest keine schlechten. Ich bin auch sehr viel kritischer bei der Auswahl der Bücher vorgegangen. Teilweise vielleicht sogar zu kritisch? Aber ich habe es echt satt, immer Bücher hochgelobt empfohlen zu bekommen und diese dann schlecht zu finde. Deswegen konzentriere ich mich jetzt auf Themen, die mir wirklich zusagen, Autoren, die ich gerne lese und auf Empfehlungen von Leuten, von denen ich weiß, sie ticken wie ich. Auch hier kann man enttäuscht werden, aber Geschmäcker sind eben verschieden, also was soll's.
Rezensionstechnisch waren übrigens auch ein paar gute Bücher im Januar vertreten. Habt ihr euch schon alle angeschaut? Diesen Monat lohnt es sich wirklich.
Da kommen wir auch schon zu meinem guten Vorsatz für dieses Jahr. Ich wollte euch ja gleich verraten, welches Buch ich diesen Monat am meisten mochte und welches ihr am interessantesten fandet. Ich merke nur gerade, dass mir das gar nicht so leicht fällt. Ich fand "Tote Poeten und Pickelstift" wirklich klasse, aber mir hat auch "Die Wahrheit, die ich meine" sehr gut gefallen. Allgemein war im Januar fast kein Buch dabei, dass ich nicht mochte.
Euren Favoriten kann ich da ein wenig leichter bestimmen. Nämlich "9mm - Schweiß und Blut" von Tanja Meurer. Das überrascht mich, weil es kein typisches Gay Romance ist. Aber ich finde es auch echt cool, dass ihr das so gut aufgenommen habt, eben aus genau diesem Grund.
Übrigens durfte ich mich über ganz viele Rezensionsexemplare freuen. Ich bin dann immer ein wenig gestresst, weil ich die schnell rezensiert bekommen möchte, aber es ist natürlich schön, wenn ein Autor meine Meinung einholen möchte. Ihr dürft mich ruhig stressen. :D

Mein Leben und ich

Im Januar hatte ich etwas, dass man wohl Liebesprobleme nennt. Ist das nicht verstörend - ich und Liebesprobleme? Ich glaube, mein Leben fand das genauso verstörend, deswegen hat sich die Sache auch schon wieder erledigt. Gott sei Dank. Ich scherze ja gerne, ich ende wie die Katzenlady bei den Simpsons, nur mit meinem Blog statt Katzen. Manchmal ist das eine traurige Vorstellung, manchmal kommt es mir vor wie der Himmel.
Ich muss das jetzt noch mal sagen: Ich genieße mein Singledasein. Ich genieße es wirklich. Man kann machen was man will und muss sich nach niemanden richten. Aber gleichzeitig vermisse ich es auch, jemanden zu haben, der einfach an meiner Seite ist und mich manchmal auffängt.
Ich mag aber gar nicht jammern, denn der Januar hat mich wieder eines besseren belehrt. Ihr habt im Dezember sicher mitbekommen (insofern ihr meine Monatszusammenfassung gelesen habt ;)), ich hatte ein Date und das ist nicht unbedingt... vorteilhaft ausgegangen. Das hat mich verletzt. Ich hatte nicht wirklich schon große Gefühle, aber ich hatte das Gefühl, dass das alles hätte werden können und war dann sehr enttäuscht, dass es ihm nicht genauso ging bzw. dass er einfach andere Prioriäten gesetzt hat. Jetzt wollte man mir offenbar etwas Gutes, in dem man mir jemand anderen vorgestellt hat, der einfach das komplette Gegenteil von dem war, was ich mir als Partner wünsche. Ich möchte ihn nicht schlecht reden, aber er hat mich teilweise so genervt, weil er nicht in die Gänge gekommen ist, nicht entscheidungsfähig war und weil er nur am Jammern war - unbegründet, übrigens. Wisst ihr, ich jammere auch gerne, aber im Gegensatz zu ihm bin ich ja ein Honigkuchenpferd. Und ich bin nicht gerade unternehmungslustig, aber im Gegensatz zu ihm bin ich ja eine Stimmungsbombe.
Es gibt sicher jemanden, der ihm das Händchen hält, aber ich brauche schon ein wenig einen Mann, der weiß was er will und der vor allem einigermaßen bis ganz dominant ist. (Muss ich darauf jetzt eingehen? Gibt es hier jemanden, der es wirklich immernoch nicht selbst geschnallt hat?) Ich bin ganz stolz auf mich, dass ich die Eier hatte, ihm eine Absage zu erteilen. Im Endeffekt war es darüber wohl ebenso erleichtert wie ich. Aber auch hier habe ich wieder die Sache in die Hand nehmen müssen - das ist echt nix für mich. Ich hab mich ganz mies gefühlt, auch wenn es dann für uns beide okay war.
Ganz viel Blabla um nichts, jedenfalls hat mich das sehr auf Trab gehalten und beschäftigt. Nicht nur geistig, sondern auch, was Dates anging. (Ich war im Januar wahrscheinlich öfter weg, als 2015 gesamt...) Es war ganz schön, auch wenn ich vergeblich auf Schmetterlinge im Bauch gewartet habe. Aber letztlich war es auch viel Ärger, weil mein Umfeld förmlich erwartet hat, dass wir bald heiraten... deswegen bin ich froh, jetzt einfach wieder meine Ruhe zu haben und diese genießen zu können.
Und je mehr Flops man kennenlernt, desto klarer weiß man auch, was man will. Oder zumindest, was man nicht will. Ich weiß jetzt genau, was ich will bzw. ich weiß sehr genau, wen ich will. Das macht es nicht leichter, weil ich mir dieses ganze Drama von Vorneherein hätte ersparen können und weil ich zweitens genau weiß, dass derjenige wohl nicht der Richtige ist. Deshalb bin ich jetzt genauso weit wie vorher, aber ich habe meinen Frieden damit geschlossen - zumindest bis zu einem gewissen Grad.

Was mich bewegt

So viel hat mich eigentlich nicht bewegt, weil ich mit mir selbst beschäftigt war. Aber was mich dann doch bewegt hat: Diese Übergriffe in Köln auf die armen Frauen. Ich liebe Köln so sehr und ich verbinde damit nur tolle Dinge - es verstört mich wirklich, wenn dann sowas ausgerechnet dort passiert, wo ich selbst schon war und wo ich sowas nicht vermutet hätte.
Das hat mein ganzes Weltbild ein wenig zerstört und wieder einmal - wie in letzter Zeit ja ständig - frage ich mich, was nur aus dieser Welt geworden ist. Gibt es denn nur noch schreckliche Dinge? Kann man nur noch Angst haben und gar nicht mehr entspannt irgendwo eine gute Zeit verbringen?
Und ich frage mich auch einfach: Warum versagt die Politik nur so, wenn es um dieses Thema geht? und warum ändert sich einfach nichts, wenn man doch angeblich so viel dafür tut, dass sich etwas ändert?

Famous last words

"Geliebt zu werden kann eine Strafe sein. Nicht zu wissen, ob man geliebt wird, ist Folter."
Robert Lembke

Jules :)










Samstag, 30. Januar 2016

Eigentlich (Elisa Schwarz) [abgebrochen]

Hey!

Und wieder so eine unschöne Rezension, weil ich das Buch eben abgebrochen habe. Es handelt sich um "Eigentlich" von Elisa Schwarz. Das Buch erschien im Dead Soft Verlag und umfasst 456 Seiten. Handeln tut sie von Cameron, der kurz vor seiner Hochzeit mit Kati merkt, dass er sich zu Männern hingezogen fühlt.


Ich habe das Buch bis Kapitel 16 gelesen, was laut meinem Kindle 55% des Buchs ausmacht. Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass ich deshalb auch nur diesen Teil bewerten kann. Für alles weitere, was in dem Buch noch vorkommt, kann ich nicht sprechen.

Beschreibung:

In wenigen Tagen möchte Cameron seine Freundin heiraten. Doch ausgerchnet an seinem Jungegesellenabschied gerät seine heterosexuelle Welt ins Wanken.
Plötzlich muss er sich fragen, ob er Kati wirklich heiraten kann oder ob er sich nicht doch eher von Männern angezogen fühlt. Gerade von Callboy Chris, der ihn einfach anzieht. Nicht nur sexuell, sondern auch als Mensch.

Meine Meinung:

Noch einmal: Diese Rezension umfasst nur die ersten 16 Kapitel, zum Rest kann ich nichts sagen!
Es ist mir wahnsinnig schwer gefallen, dieses Buch abzubrechen, weil ich die Geschichte selbst eigentlich echt super finde. Mir gefällt dieser Ansatz, dass er kurz vor seiner Hetero-Hochzeit merkt, dass er sich auch (oder nur) zu Männern hingezogen fühlt. Ich finde es auch total spannend, dass er sich in einen Callboy verliebt und dass darauf eingegangen wird, welche Konflikte so ein Beruf auf eine Beziehung bedeuten kann. Das war der Grund, warum ich das Buch gekauft habe und das ist auch der Grund, warum ich es eigentlich zu Ende lesen wollte. Ich möchte wirklich wissen, was noch alles passiert und wie sich die Probleme lösen.
Aber warum habe ich es dann abgebrochen? Ganz einfach. Der Inhalt von einem Buch kann noch so spannend sein, es hilft nichts, wenn die Umsetzung schlecht ist. Und hier hat mir die Umsetzung einfach gar nicht gefallen. Das liegt im Prinzip zu 90% am Schreibstil. Ich will mal versuchen, es zu erklären:
Das erste, was mich total stört, ist, dass ständig in so abgehackten, kurzen Sätzen gesprochen wird. Entweder ihnen fehlt das Verb und sie stellen nur Ausrufe dar oder sie besitzen ein Verb, sind aber trotzdem total kurz und einfach. Mich stört das ungemein. Ich finde, wenn man so etwas als Stilmittel einsetzt, ist das klasse. Wenn man aber keine komplexen Sätze bilden kann, sondern nur so ein Blabla macht, dann ist das unerträglich. Hinzu kommt noch, dass das häufigste Satzzeichen in dem Buch "..." ist. Entweder weil man was andeutet, oder der Satz abgebrochen bzw unterbrochen wird, aber es kommt ständnig "..." vor. Das ist überhaupt nichts für mich. Wenn der Rest passen würde, würde es mich vielleicht gar nicht stören. Aber so bringt es das Fass noch zum Überlaufen.
Dazu kommen noch Flüche. Es vergeht eigentlich keine Seite, ohne dass Cameron nicht wegen irgendetwas flucht. Und sei es, um seine abgehackten Sätze einfach noch ein wenig zu verdeutlichen. Ab und an finde ich das als Stilmittel okay - aber ständig nervt es eben einfach.
Dann muss man es einfach so sagen: Die Geschichte ist für mich teilweise sehr plump, fast schon niveaulos und ab und an auch obszön. Wenn schon Frauen nicht als Frauen sondern als Miezen oder Kätzchen oder Häschen dargestellt werden - und Bottoms keine Menschen sondern willige Katerchen sind. Das regt mich voll. Das macht das Buch auch nicht sexy, sondern einfach peinlich.
Dabei muss man echt sagen: Eigentlich wären die Sexszenen gar nicht schlecht. Wäre nur der Stil ein anderer und würden die Szenen nicht ständig durch irgendwelche dummen Kommentare vom Camerson kaputt gemacht werden. Oft werden sie auch einfach unterbrochen, was ich gar nicht verstehe. Das ganze Buch dreht sich meistens nur ums Ficken und wenn sie es dann tun, wird erstmal unterbrochen. Ist eine zusammenhängende, erotische Sexszene eigentlich zu viel verlangt?
Dann der Inhalt. Wie gesagt, ich finde die Grundthematik sehr schön. Aber die Umsetzung davon ist zum Haare raufen. Es beginnt schon damit, dass Kati nie zu Wort kommt oder überhaupt mal eine Rolle spielt. Ich hätte mir gewünscht, dass man mitbekommt, wie Cameron mit ihr spricht, einfach irgendeine Szene mit ihr, um mal ihre Gefühle ein wenig zu erleben. Stattdessen wird alles, was mit Kati zu tun hat, übersprungen und dann nur fix nacherzählt. Als wäre sie gar nicht wichtig. Das ärgert mich, weil man da so viel draus hätte machen können.
Stattdessen konzentriert sich die Geschichte rein auf Sex. Sex mit dem, und diesem und jenen und überhaupt. Das wird sich durch den Freundeskreis gefickt und wenn da abgeblockt wird, geht man halt in den Sexclub...
Was gut dargestellt wird. Wie er anfangs mit sich hadert, weil er erkennt, dass er eben auf Sex mit Männern abfährt. Das ist gut beschreiben, fast schon wieder zu sehr, weil man irgendwann einfach denkt: Jetzt nimm es halt mal hin, Junge, und mach nicht so ein Drama draus. Das ist nämlich das nächste. Er schein immer alles überzudramatisieren.
Allgemein habe ich auch das Gefühl, dadurch, dass das Buch mit so viel Drama, Gejammere und Sex gefüllt ist, zieht es sich unglaublich in die Länge. Es passiert ja schon einiges, aber eben nicht so viel, dass fast 4000 Positionen rechtfertigt.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:


Auch hier wieder: Kann ich es irgendwem noch empfehlen, wenn ich es abgebrochen habe? Natürlich kann es sein, dass euch meine Kritik gar nicht stört. Dann lest es ruhig. Wie gesagt, die Grundstory hätte mich wirklich interessiert. Aber naja... ich komme auf diesen Stil einfach nicht klar.

Am meisten erschüttert mich, dass das Buch im Dead Soft Verlag erschienen ist. Ich halte sehr viel von dem Verlag und wurde bisher nie enttäuscht.
Jules :)

Mittwoch, 27. Januar 2016

Homosexualität im Profisport - möglich oder nur ein frommer Wunsch? [K]

Hey Leute,

wie ihr dem Titel entnehmen könnt, geht es heute mal um ein etwas anderes Thema. Natürlich hat es dennoch in gewisser Weise mit Büchern zu tun. Ich weiß nicht, ob ihr meinen Blog regelmäßig verfolgt und daher wisst, dass ich einen gewissen Faible für Bücher habe, die eben diese Thematik behandeln. Gerade eben habe ich wieder ein solches beendet und mich in der Rezension schon kaum zurückhalten können, weil darin sämtliche Probleme eigentlich sehr gut aufgezeigt werden. Und weil ich dazu echt viel zu sagen habe, dachte ich mir, schreibe ich es mir in einer Kolumne von der Seele.
Ich weiß leider nicht, warum es im gerade im Profifußball so ein Problem ist, wenn ein Spieler homosexuell ist. Man müsste doch meinen, dass wir mittlerweile in einer Gesellschaft leben, die damit irgendwie klar kommen sollte. Leider scheint für diese Welt eine andere Regel zu gelten. Das ist etwas, das ich einfach nicht verstehen kann, weil es doch eigentlich nichts zur Sache tun dürfte, welche sexuelle Orientierung jemand hat, solange er nur seine Leistung bringt. Solange die Leute es nicht wissen, lieben sie diese Spieler – sobald es raus ist, lehnen sie diese ab. Aber das sind doch immer noch die gleichen Menschen! Wie kann man da nur so differenzieren? Und warum überhaupt? Ich schätze, das sind Fragen, auf die man keine Antwort finden kann. Obwohl ich ja persönlich der Meinung bin, dass das Problem gar nicht die Fans sind, sondern die internen Kreise.
Ich glaube, wenn hinter einem Spieler und seinem Outing ein Vorstand steht, der keine konservativen Ansichten vertritt, sondern ganz locker mit der Sache umgeht, fällt es der Öffentlichkeit auch leichter, sich damit zu arrangieren. Ebenso die anderen Spieler: Wenn diese deutlich machen, kein Problem mit ihrem schwulen Teamkameraden zu haben, setzen sie ein eindeutiges Zeichen für ihre Fans und können so für mehr Toleranz sorgen. Problematisch wird es doch erst, wenn man vom eigenen Team ausgeschlossen wird und ein paar Leute in den oberen Positionen gegen einen agieren, weil sie negative Presse oder Fanverluste fürchten.
Noch ein Punkt: Die Medien. Ich glaube, je selbstverständlicher man mit der Homosexualität der Spieler umgeht, desto weniger Angriffsfläche gibt man der Presse. Wenn diese allerdings erstmal einen Skandal daraus machen kann, weil viele Gegenstimmen laut werden, wird so schnell auch kein Gras über die Sache wachsen könne.
Dabei wäre es doch wirklich an der Zeit, dass sich mal etwas an dieser Sache ändert. Ich möchte nicht wissen, wie viele Profispieler (und das nicht nur im Fußball!) ein sehr unerfülltes Leben führen, weil sie nicht zu sich und ihren Gefühlen stehen können. Es ist so traurig, weil es so sinnlos ist. Ich wünsche mir, es würden einige den Mut finden, ihre Liebe öffentlich zu machen, einfach, damit es langsam zu einer Normalität werden kann. Wenn einer sich outet, ist es ein Skandal. Wenn sich aber mehrere outen, wird es irgendwann zu einer Selbstverständlichkeit (was es ja eigentlich auch ist) und damit auch für niemanden mehr interessant. Aber natürlich fürchten die Betroffenen zu sehr um ihre Karriere, als dass sie sich während ihrer aktiven Zeit outen würden. Quasi ein Teufelskreis, den man so leicht nicht durchbrechen kann.
Dabei stellt sich doch die Frage: Wäre es denn wirklich so ein Skandal, wie man sich das vorstellt? Welche Ansichten haben denn Sportler und Fans zu dieser Sache?
Ich habe ein wenig in meinem Bekanntenkreis rumgehorcht und die unterschiedlichsten Meinungen bekommen. Ein ehemaliger Schulkollege und begeisterter Fußballfan hat mir knallhart mitgeteilt, dass er so was „abartig“ findet und Fußball nur etwas für „echte Männer“ ist.
Positiv überrascht war ich hingegen von einem Bekannten, der selbst Profisportler ist. („Nur“ in der regionalen Handballliga, ist nicht so, dass ich irgendwelche totalen Berühmtheiten kennen würde, falls ihr das jetzt denkt.) Er hat auf meine Frage damit geantwortet, dass er persönlich nicht verstehen kann, was für ein Tamtam um die ganze Sache gemacht wird. Seiner Meinung nach kann doch jeder schwul sein, solange er nur auf dem Spielfeld seine Leistung abgibt. Er hat mir erzählt, dass er sich nicht bei allen aus seiner Mannschaft sicher wäre, ob sie damit umgehen könnten, einen schwulen Spieler unter sich zu haben, hat aber von sich behauptet, keinerlei Probleme damit zu haben. Allerdings habe ich von ihm erfahren, dass er nicht glaubt, dass es so einfach ist, sich als Profi zu outen und im Prinzip, alles, was ich oben schon angesprochen habe, noch einmal bestätigt. Er glaubt, es ist einfach sinnvoller, bis zum Karriereende mit einem Outing zu warten, statt sich selbst alles zu versauen. Und er hat mir auch gesagt, dass viele einen schwulen Sportler einfach nicht mehr ernst nehmen und er sich gut vorstellen kann, dass gerade die Gegner auf dem Feld darin eine gute Angriffsfläche für Provokationen sehen würden.
Ihr merkt schon, das sind nicht die Antworten, die ich erwartet habe, machen aber noch mal deutlich, wie verzwickt die ganze Sache ist.
Ich wünsche so manches Mal, das, was in so vielen Sportromanen geschildert wird, wäre wahr. Aber irgendwie fällt es mir immer schwerer daran zu glauben, dass es in der Realität auch wirklich so umsetzbar wäre. Trotzdem bin ich noch so naiv, auf etwas anderes zu hoffen. Vielleicht ist es wirklich so, dass nur ein Anfang gemacht werden muss, um den Stein ins Rollen zu bringen. Die Frage ist allerdings: Wer hat den Mut dazu? Ich schätze, ich selbst hätte ich nicht.
Jules

Wenn ihr euch für Bücher interessiert, die sich mit dem Thema beschäftigen, dann klickt doch mal hier, da findet ihr einige Bücher, die ich dazu gelesen und rezensiert habe.

Montag, 25. Januar 2016

Interview mit Kooky Rooster [K]

Hallo ihr Lieben!

Nach gefühlten Ewigkeiten habe ich heute tatsächlich mal wieder ein Interview für euch parat. Diesmal mit Kooky Rooster. Ich freue mich sehr, dass sie mir auf meine Fragen so ausführlich geantwortet hat und danke ihr sehr dafür. Euch wünsche ich jetzt viel Spaß damit!


Liebe Kooky,

1. verrate uns doch bitte, wer steckt hinter dem Namen Kooky Rooster? Kannst du uns ein wenig über dich erzählen?

Ich bin vierzig und bestehe aus Grübeln und Schokolade. Seit meinem achten Lebensjahr halte ich meinen Wahnsinn mit Schreiben in Schach, aber erst seit 2012 lasse ich das Geistesejakulat auf Leser los. Das Chaos meines Schaffens wütet südlich von Wien, in dessen Auge ich planlos, unverheiratet, kinderlos, vegetarisch und ohne Auto dahindingse. Meistens flitzt meine Aufmerksamkeit über den Monitor und kippt dann ins Internet: Schreiben, recherchieren, diskutieren, ein bisschen 3D- und 2D-Grafik und gelegentlich ein aussichtsloser Versuch, mich als Spieleprogrammierer auszuprobieren, weil mir die vorhandenen Spiele gerade nicht zusagen. Ich tüftle gern mit Gaffer-Tape und albernen Zutaten an irgendwelchen Möbel-noch-praktischer-mach-Ideen, weswegen ich eine kreative Verwandtschaft zu Terry Gilliams Kulissenopern verspüre. Davon erschöpft liege ich dann auf dem Bettsofa und lese, lese, lese, und zwar querbeet, zwischen ›Literatur‹, Pageturner, Schreibratgeber, politische oder philosophische Essays – und niemals, nie, zwei Bücher vom selben Autor hintereinander und niemals (fast) nie Fantasy. Ich brauche Vielfalt. Seit 2014 bin ich freiberuflicher Autor – beziehungsweise Autorin. Einst mögen Würmer entscheiden, ob es stimmt, dass mein Hirn mehr wie ein Mann schmeckt, denn wie eine Frau.


2. Dein Autorenname selbst ist ja eher ungewöhnlich. Wie bist du eigentlich auf dieses Pseudonym gekommen?

Als ich mich auf BookRix registrierte, tat ich das nur als Leser und nur gezwungenermaßen, weil ich nur so die versauten Sachen lesen durfte. Den Namen habe ich mir damals spontan aus den Fingern gezogen und lautete ›Narrentod‹. Als Pseudonym für Gay-Romance vielleicht einen Tick zu Dings. In einer stundenlangen Session habe mich mir dann total locker diverse Namen aus dem Ärmel geschüttelt und diese im Internet recherchiert. Die meisten (okay, alle richtig coolen Namen) wurden bereits von Musikern benutzt. Nach einem total protestmäßigen Abschalten der Lautsprecher habe ich meinen Namen in etliche Sprachen übersetzt und Anagramme gebastelt. Mit dem Ergebnis, dass ich vor einem Dschungel aus viertausend geöffneten Websites und Textdateien hockte, und da, irgendwo heraus, hüpfte dann das Namensäffchen. Übersetzt heißt es ›verrückter Hahn‹ und ist eine gelungene Vermählung aus meinem Geisteszustand und meinem Realnamen. Bei dieser Session entstanden noch einige andere Pseudonyme, die ich vielleicht einmal benutzten werde, wenn ich in anderen Genres aktiv werde.


3. Sprechen wir über deine Bücher: Die meisten befassen sich ja eher mit dem alltäglichen Leben, doch »Die Wiederkehrer« geht schon in den Bereich Fantasy und »Ben – Liebe am Abgrund« wieder in eine ganz andere Richtung. Woher nimmst du die Inspiration für so unterschiedliche Geschichten?

Wenn ich das wüsste, wäre es wesentlich einfacher für mich. Inspiration ist etwas, das passiert und das sich nicht provozieren lässt – ich habs versucht. Die Wiederkehrer sind natürlich die Ausnahme von der Regel. Ich hatte große Schreiblust aber noch keine Idee. Mit diesem Gedanken: »Mann, ich muss mir was einfallen lassen«, legte ich mich schlafen, und noch ehe ich im Traumland verschwand, war der AA-Engel da, und zwar so deutlich, dass ich hellwach hochfuhr und »klasse Idee« rief. Aber ich sah keinen Grund, etwas zu notieren, hab mich stattdessen wieder hingeschmissen, geschlafen, und am Morgen hat mir mein Hirn die Entwürfe hingelegt, die es über Nacht ausgearbeitet hat.
Ben war ursprünglich gar nicht als Roman gedacht. Eigentlich hatte ich gerade an einer ganz anderen Idee getüftelt und wollte als kleine geistige Auszeit beim Gay-Kiss-Wettberwerb mitmachen. Motto: Fuck the Police. Die ursprüngliche Idee lautete ein wenig anders. Ben hätte so ein linkslinker Quälgeist sein sollen, der den Kumpel seines Bruders provoziert, einen superkorrekten, redlichen Bullen. Aber dann hockten die beiden Brüder einander im Zimmer gegenüber und Jochen verdrehte Ben die Ohren, und plötzlich fand ich mich in einer Geschichte wieder, die nicht in 6.000 Wörtern erzählt war. Das erklärt vielleicht die Zeitsprünge am Anfang. Da versuchte ich noch, innerhalb dieses Limits eine spannende Story zu erzählen. Hab für die Romanfassung lange hin und her überlegt, ob ich das ändern soll, aber egal wie ich es gemacht hätte, es hätte dem Roman Spannung genommen. Der leicht chaotische Einstieg ist für diese Geschichte der richtige, denke ich.
Wenn ich es recht besehe, sind die meisten meiner Ideen die Geburten anderer Ideen. Tote Poeten zum Beispiel. Ehe ich mit einer Geschichte loslege, halte ich manchmal in einer Charakterdatei die Vergangenheit des Protagonisten fest, um mir darüber klar zu werden, wer er ist und wie er tickt. Eriks Vergangenheit war schließlich interessanter als die Geschichte, für die er erschaffen wurde. Und nein, ich weiß nicht mehr, wie die ursprüngliche Idee lautete.


4. In »Ben – Liebe am Abgrund« hat mich stark beeindruckt, wie wunderbar du diesen Psychoterror umgesetzt hast. Wie ist es, sowas zu schreiben? Hast du mitgelitten oder war es eher ein perfides Vergnügen, deine dunkle Seite ausleben zu können?

Oh, Gott, das Schreiben war die Hölle. Ich kann nicht schreiben, ohne mich mit Haut, Haar, Herz und Hirn in die Protagonisten zu vertiefen. An einem Tag bin ich der eine, am anderen der andere. Dieses intensive Hineinleben ist mir wichtig, um psychologisch schlüssig zu bleiben. In dieser Geschichte musste ich also einerseits zwischen den Traumata, die Ben, aber auch Paul und Claudia durchlitten haben, und andererseits dem Psychopathen Jochen hin und her springen. Es ist für einen gesunden Menschen nicht möglich, sich das Leben ohne Mitgefühl vorzustellen, daher habe ich besonders für Jochen viel mit jemandem diskutiert, der selbst Opfer eines Psychopathen war und der, um zu überleben, die Natur eines solchen durchschauen musste. Die Arbeit an diesem Roman hat mir emotional einiges abverlangt und mir einiges über die Zerstörungskraft von Psychopathen gezeigt, selbst wenn sie nur virtuell sind. Ich wurde während der Arbeit an dem Werk depressiv, konnte monatelang nicht schreiben und war drauf und dran, die Geschichte an den Nagel zu hängen – aus Selbstschutz. Aber, pfts, wenn ich meine Seele schützen will, darf ich nicht Autor werden, also habe ich es schließlich durchgezogen und war richtig erleichtert, als ich es geschafft hatte. Nicht euphorisch, wie sonst nach dem Beenden eines Werkes, aber Jochen würde mich noch heute verfolgen, hätte ich das Buch nicht abgeschlossen. Für mich war danach jedenfalls klar: Ein solch heftiges Projekt wird so bald nicht folgen, obwohl ich da einige Ideen hätte.


5. Jetzt aber zu deinem neuen Werk »Tote Poeten und Pickelstift«. Darin geht es um eine Liebe zwischen Lehrer und Schüler, noch immer ein großes gesellschaftliches Tabu. Die Reaktion von Eriks Eltern mag übertrieben sein, ist aber auch ihrer Unsicherheit geschuldet. Denkst du, es ist schwer, so eine Situation zu meistern? Würdest du anders reagieren oder kannst du es ein wenig nachempfinden?

Könnte ich es nicht irgendwo nachempfinden, hätte ich es nie so schreiben können. Freilich rede ich mir ein, wenn ich einen siebzehnjährigen Sohn hätte und er käme eines Tages mit einem siebenundzwanzigjährigen Motorradfahrer daher, der auch noch sein Lehrer ist, würde ich total chillig reagieren. Ich meine, ich fühle mich doch sehr tolerant und jung und open-minded und so weiter. Aber dann verlegte ich das alles ein wenig in die Realität. Ich habe keine eigenen Kinder, aber Neffen und Nichten in diesem Alter. Ich stellte mir so eine Situation vor, wie sie auf ein Gartenfest mit einer entsprechenden Liebsten oder einem Liebsten daherkommen, Lehrer, windiges Auftreten, unterstellen den Anwesenden sofort mal Vernachlässigung … da, mh, da … hachja, da bemerkte ich, dass ich vielleicht nicht mehr ganz so jung bin, wie ich dachte, nicht mehr ganz so auf ›Liebe ist stärker als alles‹ geeicht. Zugleich stellte ich mir vor, wie meine eigenen Eltern reagiert hätten, hätte ich mir so eine Erik-Aktion rausgenommen, und welches Gefühl von Ungerechtigkeit ich als Teenager empfunden hätte. Tja, und so kam es dann, dass ich an einem Tag in die Rolle der besorgten Eltern schlüpfte, die ja auch mit Schuldgefühlen kämpften, ihren Sohn vernachlässigt zu haben (und dem gekränkten Stolz, dass ihnen das ausgerechnet dieser ›Hallodri‹ zwitschert), und am anderen Tag in den von Hormonen gebeutelten, von der ersten Liebe besessenen und auf Trotz und Provokation gebürsteten Teenager.
Apropos: Ich habe in meiner Jugend Tagebuch geschrieben, um meinem späteren Ich klarzumachen, wie borniert und doof Erwachsene sind, wie ungerecht und gemein. Mein ehrgeiziger Gedanke war, dass ich, sollte ich ›alt‹ sein, von dieser schroffen Zurechtweisung geläutert ein vorbildlicher Erwachsener werden würde. Diese Tagebücher habe ich für den Roman hervorgekramt, und nachdem ich eine Weile verzückt war, wie grenzenlos naiv und dumm ich doch einmal war, fror ich ein, weil mir bewusst wurde, dass ich auf der Seite der ›Bösen‹ stand, und dauernd dachte: »Mäderl, Zorn schön und gut, aber so läuft das nicht.« Irgendwie wurde ich bei dem Buch erwachsen, beziehungsweise erkannte ich, dass ich das längst bin. (Und Himmel, wann ist denn das passiert?)


6. Hast du schon neue Projekte in Arbeit, auf die wir uns freuen können?

Das ist derzeit eine etwas heikle Frage, da ich mich in einer Art Reboot als Schriftsteller befinde, und noch nicht weiß, ob die installierten Updates greifen oder das System zum Absturz bringen. Es gibt zwar ein paar Ideen, die erscheinen mir aber alle schlecht, banal und sinnlos, und ich muss noch herausfinden, ob das so ist, weil ich derzeit wieder mit einer depressiven Episode kämpfe, oder ob sie wirklich schlecht sind.
Davor, nebenbei, untendrunter und überdrüber arbeite ich an einem Projekt jenseits von Gay-Romance. Es spielt in der Zukunft, ist eher Dystopie als Science-Fiction. Eine klassische Dystopie per Genredefinition ist es aber nicht, da in der Geschichte nicht der Kampf gegen das System im Vordergrund steht, sonder der Murks um Identität, Liebe, Vertrauen, Vergangenheit, Zukunft. Na ja, so kookytypischer Scheiß halt. ;)
Da ich mir die ständigen Diskussionen rund um »dürfen Frauen Gay-Romance schreiben?« zu sehr zu Herzen genommen hatte, wollte ich keine Romane mehr in diesem Genre schreiben, denn: »Was erlaube ich mir da eigentlich?« Doch mittlerweile denke ich, dass ich auch über die Selbstwertproblematik transsexueller Silberfischchen schreiben dürfte, wenn ich mich dazu berufen fühle. Also: Es wird wieder Gay-Romance von Kooky Rooster geben.


7. Zuletzt noch eine Frage, die zwei liebe Leserinnen meines Blogs geäußert haben. Sie würden gerne wissen, ob Harry und Billy ihren Entzug geschafft haben.

In einer raureifen Winternacht – ich schlief mit der Decke über der Nase – ertönte in meinem Zimmer plötzlich betäubender Lärm. Grelles Licht blendete mich, dann erschienen im Nebel der Auspuffgase zwei Engel auf einem Motorrad. Der eine in Polizeiuniform, der andere wie ein Marineoffizier gekleidet. »Wir möchten mit dir über Gott reden«, sagten sie, dann begannen sie zu kichern und aus ihren Mündern kroch das scharfe Aroma von Whiskey und vermengte sich mit dem Gestank von Benzin. Harry hob einen Zeigefinger und sprach in dräuendem Ton: »Und siehe, ein Blogger wird kommen, und dir eine Frage stellen …« Billy hinter ihm klappte vor Lachen zusammen und kullerte vom Motorrad. »Hör auf mit dem Scheiß, Mann, ich kann nicht mehr …« Harrys Mundwinkel zuckten leicht, dann fuhr er fort: »Und wahrlich, ich sage euch …« Billy wand sich, die Hände auf dem Bauch, und jaulte. »Ich sterbe, ich sterbe …«
Ich glaube, in Sachen Entzug ist noch ein wenig Luft nach oben.

Wenn ihr noch mehr über Kooky und ihre Bücher erfahren wollt, besucht gerne ihr Profil auf BookRix.
Ich verklinke euch im Anschluss auch noch sämtliche Rezensionen, die ich bisher zu ihren Büchern verfasst habe.
Jules :)

Tote Poeten und Pickelstift
Ben - Liebe am Abgrund
Der Kuss
Reingekracht: Familien-Bullshit-Bingo
Zu viel: Dick, sensibel, ungeliebt
Fahr zur Hölle...: ...besinnliche Zeit
Der Satellit - Liebe in der Umlaufbahn

Samstag, 23. Januar 2016

Sam Dorseys verflixter Geburtstag (Perie Wolford)

Hallo!

Das heutige Buch heißt "Sam Dorseys verflixter Geburtstag" und stammt von Perie Wolford. Das Buch umfasst 182 Seiten und wird frei publiziert. Darin geht es um Sam, welcher der Meinung ist, sein Geburtstag sei verlfucht.


Beschreibung:

Sam ist sich sicher: Auf seinem Geburtstag liegt ein Fluch. Immer, wenn dieser Tag kommt, geht alles schief. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass auch diesmal wieder alles drunter und drüber geht. Allerdings scheint auch mal etwas glatt zu laufen, denn sein Schwarm Jake zeigt endlich Interesse an ihm. Nur scheint ausgerechnet Sams neuer Kumpel Mitch etwas gegen Jakes Annäherungen zu haben.

Meine Meinung:

Ich fand das Buch irgendwie erfrischend. Es ist so eine typische Schulromanze und irgendwie habe ich da einfach einen Faible für. Ich mag die ganze Atmosphäre - zumal sie hier auch wirklich noch sehr gut dargestellt wird.
Allgemein kann ich den Stil nur loben. Sehr schön zu lesen und wirklich ausführlich, ohne schon wieder zu viel zu erzählen. Mir gefällt auch sehr gut, dass in der Geschichte eine gewisse Situationskomik auftaucht. Ich bin eigentlich nicht so Fan davon, aber ich fand, hier war es echt noch in einem sehr angenehmen Rahmen und folglich auch wirklich witzig. Und wenn es doch mal ein wenig übertrieben war, konnte man gut darüber hinwegsehen, weil es sonst einfach sehr stimmig war.
Man muss natürlich schon zugeben, dass man die Geschichte recht schnell durchschaut und sie einen nicht wirklich überrascht. Aber ich finde, manchmal kommt es ja gar nicht auf das Ende an - das kann noch so offensichtlich sein, solange es einfach gut gemacht ist, wie es zu diesem Ende kommt. Und ich muss sagen: Ich fand es schon wirklich gut gemacht. Zugegeben, manche Probleme lösen sich ein wenig zu schnell und es ist auch nicht so, dass es einen wirklichen Höhepuunkt gibt. Aber ich würde trotzdem sagen, die Geschichte hat das nötige Chaos, um spannend zu bleiben, bis auch die letzte kleine Katastrophe geklärt ist.
Ein wenig ist die Geschichte wie einer dieser typischen amerikansichen Teenager-Filme. Da erwartet man auch kein Meisterwerk, aber für sich gesehen ist es eigentlich ganz gut gemacht.
Noch ein kleiner Kritikpunkt: es gibt plötzlich recht viele schwule Jungs, die auch noch irgendwie Interesse an Sam haben. Ich bin da kein Fan von, aber sei es drum, es war schon okay.
Die Charaktere fand ich allesamt recht liebenswert und schön dargestellt. Mir hat auch gefallen, dass man ein wenig Einblick in Sams Familienleben bekommt, dadurch wirkt die Geschichte so schön aus dem Leben gegriffen.
Ebenfalls mochte ich, wie Sams Träume eingebaut wurden. Es ist irgendwie cool, wie er das Geschehen darin verarbeitet und wie ihm sein Unterbewusstsein schon versucht, Dinge mitzuteilen, die ihm letztlich über die Dinge nachdenken lassen.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Wie oben gesagt, ich fand das Buch irgendwie erfrischend. Wer ebenfalls leichte Situationskomik und solche Schulromanzen mag, der ist hier goldrichtig. Am Stil kann man nicht motzen, folglich dürfte das Buch dann kein Fehlgriff werden.
Was ich finde: Ein wenig ist das auch ein Jugendbuch. Also nich mit einer großartigen Message dahinter, wie ich es bei Jugendbüchern erwarte, aber doch für das Alter sehr passend.

Manchmal frage ich mich, ob ich über die Jahre wirklich zu kritisch geworden bin. Ich vertrete ja eigentlich die Philosophie, dass nciht alles perfekt sein kann und man über kleinere Schwachstellen ruhig hinwegsehen kann. Aber dank der Rezensionen muss ich sie dann doch anmerken, einfach um ehrlich zu sein, und dann achte ich wiederum bei Bücher mehr darauf und... naja, so ein Teufelskreis eben. Was meint ihr? Bin ich zu kritisch?
Jules :)

Mittwoch, 20. Januar 2016

"Schoko" (C. J. Rivers) [Q]

Huhu ihr Lieben!

Der heutige Quickie nennt sich "Schoko", stammt von C. J. Rivers und erschien bei BookRix. Auf 26 Seiten handelt die Geschichte von Randy, dem "König des Schwimmbads", der sich ausgerechnet in den übergewichtigen "Schoko" verguckt.


Beschreibung:

Randy gehört zu einer angesagten Clique, mit der er regelmäßig das Freibad unsicher macht. Als "Schoko" zu ihrer Gruppe stößt, scheint dieser zunächst optisch nicht dazu zu passen, denn dieser ist stark übergewichtig. Dennoch kann Randy sich mit ihm wunderbar unterhalten und muss bald erkennen, dass seine Gefühle tiefer gehen.

Meine Meinung:

Ich musste diese Geschichte unbedingt lesen, weil ich natürlich immer begrüße, wenn einer der Protagonisten irgendwie einen Makel hat. Das macht die Sache gleich irgendwie authentischer, als wenn immer nur zwei perfekte Schönlinge umeinander kreisen. Und ja, ich mochte die Geschichte.
Sie geht mir zwar zu schnell voran, einfach, weil man das Gefühl hat, dass manche Dinge ein wenig zurecht gebogen wurden, um sich nicht damit aufhalten zu müssen. Zum Beispiel erscheint er erst ein total oberflächlicher Typ zu sein - im nächsten Moment ist er total offen gegenüber Schoko. Erst denkt man, er ist überzeugter Hetero - dann ist er eigentlich schwul und nur nicht out. Da macht man es sich einfach ein wenig einfach. Der Charakter muss nicht erst einen inneren Wandel vollziehen sondern hat diesen schon vollzogen, zeigt es nur nicht. Das finde ich komisch und als Leser irritiert das auch ein wenig.
Ansosnten ist der Stil aber okay, man kann sich in die Geschichte fallen lassen, auch wenn man natürlich die Szenen oder allgemein die Geschichte noch hätte ausschmücken können.
Trotzdem fand ich die Geschichte schön, weil sie zeigt, dass innere Werte einfach mehr zählen als Äußerlichkeiten. Schoko ist auch ein sehr wunderbarer Protagonist, der wirklich von Innen heraus strahlt, durch seine ruhige und sebstbewusste Art. Ich finde es schön, wie dass wirklich aus der Beschreibung seines Charakters deutlich wird. Und wie es zeigt, dass diese innere Ausgeglichenheit ihn attraktiver macht, als hätte er einfach einen perfekten Körper.
Es gibt auch eine Sexszene, die angeschnitten wird, die man hätte aber ebenfalls noch ausführen können.


Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Man hätte die Geschichte definitiv noch ausschmücken können, aber trotzdem finde ich sie eigentlich recht lesenswert, weil sie eine gewisse Botschaft hat, die doch recht bedeutungsvoll ist und ihr dadurch das gewisse Etwas verleiht. Außerdem ist sie in ihrer Kürze natürlich etwas für Zwischendurch und für die wenigen Seiten wirklich okay.

Wenn ich eine Rezension schreibe, dann muss ich mir immer erstmal das Cover genau anschauen. Dadurch, dass ich ja meistens auf dem Kindle lesen, habe ich das Cover noch nie in kompletter Farbe und jedem Detail betrachtet. Ist immer DAS Highlight, wenn ich das dann nachhole. xD
Jules :)

Montag, 18. Januar 2016

9mm - Schweiß und Blut (Tanja Meurer)

Hallo!

Heute gibt es eine Rezension zu Tanja Meurers "Schweiß und Blut"* aus der 9mm-Reihe. Das Buch umfasst 120 Seiten, erschien im dead soft Verlag und handelt von Trucker Christoph, der den Punk Jens mitnimmt, welcher vor der Polizeit flüchtet.


Beschreibung:

Als Christoph den Punk Jens in seinem Truck mitnimmt, ahnt er bereits, dass Jens etwas verbirgt. Tatsächlich ist der Junge auf der Flucht vor der Polizeit und Christoph ist sich nicht sicher, ob er Jens trauen kann. Dieser wiederum lebt in ständiger Angst, dass Christoph ihm nicht hilft, sondern der Polizeit aushändigt. So baut sich eine große Spannung zwischen den beiden Männern auf, die sich bald schon zu entladen droht.

Meine Meinung:

Was man zu dem Buch vielleicht als erstes sagen sollte: Es ist einfach kein typisches Gay Romance. Klar, sie haben Sex, aber mehr passiert da nicht. Man darf also keine Romantik und kein Beziehungsthema erwarten.
Aber wenn man darauf keinen sonderlichen Wert legt, dann hat man hier schon ein kleines Schätzchen vor sich. Ich sag mal, es ist ein Krimi, wobei das nur bedingt stimmt. Jens hat eben Dreck am Stecken und muss aus dieser Situation herauskommen. Im Fokus steht aber seine Beziehung zu Christoph und das ist einfach super gemacht. Man merkt deutlich das Misstrauen, dass zwischen ihnen steht - beide zweifeln ja aus unterschiedlichen Gründen an dem anderen - und man merkt ebenfalls, wie sich das Ganze auch hochschaukelt. Ich muss sagen, man kann sich dabei auch wunderbar in den Protagonisten einfühlen. Obwohl den Hintergrund von beiden Männern nach und nach kennelernt, kann man dennoch verstehen, warum sie dem jeweils anderen nicht richtig trauen. Das ist also wirklich klasse umgesetzt.
Auch sonst finde ich die Gefühle sehr gut dargestellt. Nicht nur diese Zweifel und dieses Misstrauen, sondern zum Beispiel auch Jens' Angst, wenn sie in eine Polizeikontrolle geraten oder auch die Lust, die sich langsam aus der Aggression bildet.
Ich finde es auch einfach schön, dass sich Christoph ein wenig in Jens wiedererkennt, weil er aus ähnlichen Verhältnissen stammt und dadurch einfach nachempfinden kann, was Jens getan hat. Dadurch versteht man auch seine Handlungen besser, aber hautpsächlich mag ich daran, dass man so eine gewisse Bindung zwischen den beiden spüren kann.
Was in dem Zusammenhang auch super gemacht ist: Man weiß anfangs einfach gar nichts. Man bekommt erst nach und nach mit, was Jens und Christoph verbergen. Dadurch bleibt die Spannung wirklich bis zur letzten Sekunde erhalten. Und das meine ich auch so. Denn wenn man erstmal einen Überblick über das Geschehen hat, weiß man z.B. nicht, was Jens wirklich dazu beigetragen hat und wenn sich das dann auflöst, weiß man nicht, was er noch verbirgt und wie Christoph damit nun umgehen wird. Und auch Christoph hat ja noch etwas zu verbergen, was man anfangs auch nicht weiß und aufgrunddessen man auch da neugierig bleibt.
Das Ende ist recht offen, was aber hier völlig okay ist, weil einfach der Abschnitt, den die beiden miteinander gehen, endet und diese Geschichte damit abgeschlossen ist. Es ist auch nicht so, dass sich die Dinge nicht trotzdem irgendwie klären. Man bleibt nicht unwissend zurück, auch wenn man natürlich gerne noch wüsste, wie es dann weitergeht mit Jens.
Der Stil selbst ist flüssig, detailliert und schön zu lesen. Insgesamt also wirklich ein tolles Buch.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:


Natürlich kommt hier als Gay Romance Fan nicht auf seine Kosten, wenn man Liebe und solche Dinge erwartet. Ich mag hier sehr gerne, dass die Protagonisten zwar schwul sind, das aber nicht im Fokus steht, sondern einfach andere Dinge das Hauptthema bilden. Klar wird auf Homosexualität und auch Homophobie eingegangen, klar haben sie auch Sex - aber mehr darf man nicht erwarten. Wen das nicht stört bzw. wer sowas sogar bevorzugt, wird das Buch aber sicher mögen, weil es einfach richtig gut und richtig spannend gemacht ist.

Wie war das, ich wollte keine Montagsrezensionen mehr bringen, richtig? Tja, so ändern sich die Dinge. :D Ich glaube, für Rezensionsexemplare und andere Ausnahmen, werde ich den Montag weiterhin als Option offen lassen. Aber natürlich wird das nicht mehr regelmäßig jeden Montag der Fall sein.
Jules :)



* Dieses Buch wurde mir von Tanja Meurer als Rezensionsexemplar überlassen. Noch einmal ein großes Dankeschön dafür.

Samstag, 16. Januar 2016

Herzsprung (Neela Faye/Eve Flavian)

Hallo!

Das heutige Buch nennt sich "Herzsprung", stammt von Neela Faye und Eve Flavian und umfasst 100 Seiten. Es wird frei publiziert und handelt von Ryder, der einen neuen Partner im Synchronspringen braucht.


Beschreibung:

Nachdem sein eigentlicher Sprungpartner Sam ausfällt, braucht Ryder einen neuen Partner, um weiter an Wettkämpfen teilnehmen zu können. Ausgerechnet Jackson soll dieser neue Partner werden. Diesen kennt Ryder schon seit ihrer Kindheit und seitdem kann er diesen auch nicht leiden. Doch dann muss er feststellen, dass Jackson gar nicht so schlimm ist.

Meine Meinung:

Das Buch war nicht schlecht, aber eben auch nicht besonders gut. Es war einfach okay.
Der Stil war in Ordnung, man kann flüssig lesen und es wird nicht auf Nebensächlichkeiten eingegangen. Aber dennoch kann man noch daran feilen, weil er noch ein wenig einfach ist. Auch fehlen einige Absätze, was einem beim Lesen kurz stolpern lässt.
Stellenweise fand ich die Geschichte sehr kitschig. Ihr wisst ja, ich mag sowas nicht und dann tue ich mir einfach immer sehr schwer. Auch aht mich gestört, dass Probleme oft gelöst werden, kaum dass sie aufgetreten sind. Ich mag es mehr, wenn man ein wenig mehr Drama in die Geschichte bringt, in dem man manche Probleme zelebriert.
Dadurch hat es auf mich auch gewirkt, als wenn man durch die Handlung durchhetzt. Für mich hätte es gerne noch ein wenig ruhiger und gemächlicher gehen können. Dieser Eindruck wird auch dadurch verstärkt, dass es einige Zeitsprünge gibt. Man kann gerne mal gewisse Momente auslassen, die unwichtig sind. Aber in der Geschichte gibt es einige Zeitsprünge, als wenn die Protagonisten außerhalb ihres Schwimmtrainings kein Leben haben.
Auch ist es so, dass mir die Gespräch noch nicht authentisch genug waren. Sie wirkten teilweise ein wenig aufgesetzt.
Also nochmal: Es ist wirklich nicht schlecht, aber man kann der Geschichte auch noch mehr Form und Fülle geben.
Es gab auch Sexszenen, die okay waren. Ein wenig zu viele fast, für die kurze Geschichte, aber da will ich mich mal nicht beschweren.
Die Story selbst war wirklich ganz niedlich. Wenn man von den oben genannten Kritikpunkten absieht und wirklich nur den Plot betrachtet, finde ich die Sache echt super. Ich mag es ja eh, wenn Sport mit in eine Geschichte integriert wird und ich mochte auch, wie sich die Antipathie der beiden Jungs langsam in Liebe verwandelt. Also vom Thema her wirklich super.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich würde sagen: eine typische Gay Romance Geschichte, die auch ein wenig Sport beinhaltet und die man super Zwischendruch lesen kann, weil sie wirklich nicht sonderlich lang ist. Sie macht schon Spaß, trotz einiger Punkte, die man noch verbessern kann.

Diese Rezension habe ich am 24.12. geschrieben. Ihr seht also, ich hatte Weihnachten nichts besseres zu tun, als zu bloggen. Na gut, ich hatte schon auch genug anderes zu tun, aber tatsächlich hat mich ausgerechnet an Weihnachten ein Arbeitseifer gepackt. Und da sag mal noch einer, ich wäre kein Freak.
Jules :)

Mittwoch, 13. Januar 2016

Nebencharaktere - Schillernde Rahmen oder trostlose Schatten [K]

Hallo ihr Lieben!

Heute geht es mir wieder um eine wahre Herzensangelegenheit. Keine Ahnung, ob es euch schon mal aufgefallen ist, aber in meinen Rezensionen ist ein für mich wichtiger Punkt immer, ob die Charaktere eine eigene Persönlichkeit haben oder nur ein hohles Dasein fristet. Dabei geht es mir nicht mal so sehr um die Hauptcharaktere (von denen ich es einach mal erwarte), sondern eher um die Nebenfiguren. Ich finde es ziemlich schade, wenn diese nur ein Schattendasein fristen und als seelenlose Zombies durch die Geschichte wandern.
Manchen Leuten scheint einfach nicht klar zu sein, dass Bücher häufig von Nebencharakteren leben. Oft sind es diese, die der Geschichte erst richtig Leben einhauchen. Schon alleine deswegen, weil sie ihr einen Rahmen geben, auf der man die ganze Sache aufbauen kann. Beispiel: Wenn man eine Coming-out-Story in einer Schule erzählt, dann sollten die übrigen Schüler schon irgendwo eine Rolle spielen, sonst kann man es ja gleich lassen. Was wäre so eine Geschichte ohne ein paar homophobe Idioten, selbstlose Klassenkameraden und fürsorgliche (oder von mir aus auch ignorante) Lehrern?
Es sind doch gerade Nebencharaktere, die der Geschichte ihre notwendige Spannung verleihen, den Hauptfiguren Kraft spenden oder ihnen das Leben zur Hölle machen und letztlich einfach für den ganz besonderen Charme oder Witz der Story sorgen, die Geschichte realistischer wirken lassen. Wie kann man da gerade diesen Figuren so wenig Bedeutung beimessen, wenn sie doch in Wahrheit so eine große haben?
Sie haben es einfach verdient, eine eigene Persönlichkeit zu bekommen, die sie von ihrem hohlen Dasein erlöst. Klar haben Nebenfiguren oft einen gewissen Zweck in der Geschichte, aber sie sollten eben nie alleine darauf beschränkt werden. Und gerade wenn sie gewisse Stereotype darstellen, sollte man sie doch zu einem eigenständigen Menschen machen, um ihnen Form zu verleihen und sie für sich interessant zu machen. Letztlich ist es nämlich einfach so: Wenn sie nichts repräsentieren, dann sind sie irgendwo ein Stück weit überflüssig.
Wenn ein Autor sich die Mühe macht, ihnen ebenso Leben einzuhauchen, wie seinen Hauptfiguren, dann zeugt das für mich von Liebe ins Detail. Er möchte dann einfach die gesamte Geschichte perfekt machen und dabei alles mit einbeziehen und sich nicht nur auf die zwei Personen fokussieren, die eben den Kern der Geschichte bilden.
Und weil ich davon so überzeugt bin, dass Nebenfiguren so unglaublich wichtig für eine Geschichte sind, ist es für mich einfach ein riesiger Kritikpunkt, wenn sie eben nur kurz erwähnt werden und dabei auch noch 0-8-15 dargestellt werden.
Oft ist es nämlich auch einfach schade um die Sache, weil die Geschichten vielleicht richtig gut sind und man dann genau an dieser Stelle an Ausarbeitung gespart hat.
Keine Ahnung, ob ihr mir da vorbehaltlos zustimmt oder ob ihr findet, ich reagiere ein wenig über, aber wahrscheinlich werden eure Lieblingsbücher auch immer ausgearbeitete Nebencharaktere aufweisen, weil eine Geschichte dadurch eben einfach besser wird.
Wenn ich in meiner Rezension so etwas kritisiere, dann hoffe ich immer, der Autor oder die Autorin nimmt sich das wirklich zu Herzen, weil es so unbedeutend erscheint und doch so wichtig ist. Und ich hoffe, dass ihr als Leser wertschätzt, wenn sich jemand mit den Nebenfiguren Mühe geben hat und es auch in eure Rezension schreibt, wenn ihr denn eine verfasst.
Jules :)

Samstag, 9. Januar 2016

Tote Poeten und Pickelstift (Kooky Rooster)

Hallo meine Lieben!

Diesmal gibt es eine Rezension zu "Tote Poeten und Pickelstift" von Kooky Rooster. Das Buch umfasst 408 Seiten, wird frei publiziert und handelt von Erik, der sich in seinen Lehrer Jonas verliebt hat.


Beschreibung:

Im Gegensatz zu seinen Mitschülern, verkriecht Erik sich meist in seinem Zimmer und schreibt Liebesgedichte. Soziale Kontakte meidet er, außer es handelt sich um seinen Lehrer Jonas. Für diesen tritt er sogar der Theatergruppe bei. Aber mehr als Jonas aus der Ferne anzuschmachten, scheint für Erik nicht drin zu sein, denn Jonas möchte seine Karriere auf gar keinen Fall für einen Schüler riskieren. Allerdings hat Jonas auch eine Vorliebe für Poeten und damit auch für Erik.

Meine Meinung:

Nun, was soll ich sagen? Ich bin begeistert. Das Buch hat mir wirklich richtig gut gefallen. Ich weiß gar nicht, wo ich mit rezensieren anfangen soll, so viele Notizen habe ich mir gemacht.
Zunächst etwas zum Schreibstil: Diesen habe ich ja auch schon in anderen Rezensionen gelobt, aber auch hier muss ich sagen, dass er wirklich klasse ist. Flüssig, die Situation treffend beschreibend, aber dennoch ohne unnötige Details. Mir gefällt gerade hier sehr gut, wie zum Beispiel die Gedichte mit eingebaut werden. Erik ist schließlich ein Poet und das wird dadurch super unterstrichen.
Was mir auch gefallen hat, ist die Situationskomik, die in der einen oder anderen Szenen auftaucht. Ich mag das nicht so und wenn, dann nur in Maßen und hier ist wirklich das Gleichgewicht gut ausbalanciert, so dass es auch lustig und nicht lächerlich wirkt.
Natürlich muss man sagen, dass einige Szenen vielleicht ein wenig absurd sind, dies ist allerdings Eriks Teenagerdasein geschuldet und deshalb ist das für mich auch kein Kritikpunkt sondern eine super Umsetzung von Eriks Pubertät. Er bringt sich selbst in wirklich miserable Situationen, einfach dadurch, dass er vor Jonas cool erscheinen möchte. Das ist so typisch für sein Alter und so wunderbar dargestellt, das hat mich wirklich mit am meisten begeistert.
Überhaupt muss man sagen, dass die Gefühle von Erik super dargestellt sind. Aus der Pubertät heraus reagiert manchmal mit Sicherheit über, aber eben das macht es so authentisch. Und obwohl es doch recht viel Melodramatik gibt, ist es irgendwie nie zu viel.
Dazu kommt noch Eriks persönliche Entwicklung. Er muss in dem Buch erst nach und nach feststellen, dass er nicht mehr ein kleiner fetter Junge sondern ein hübscher junger Mann ist und er muss vor allem lernen, für sich und seinen Willen einzustehen. Ich finde es schön, diese Entwicklung in dem Buch wirklich nachvollziehbar miterleben zu können. Ich habe ja einen Faible für solche Coming-of-age-Geschichten.
Abgesehen von Erik sind aber auch die anderen Charaktere wunderbar dargestellt. Ich mag es ja, wenn auch Nebencharakteren eine gewisse Rolle in einem Buch zu Teil wird und hier ist es wirklich so, dass jeder seine Persönlichkeit und seinen Platz in der Geschichte hat - alles wunderbar umgesetzt, so dass man Eriks Umfeld wirklich erlebt, als gäbe es dieses wirklich.
Die Beziehung zwischen Erik und Jonas finde ich sehr gut beschrieben. Ein Hauch von Kritik wäre, dass ich nicht ganz verstehe, warum Jonas so gar keine Selbstkontrolle bei Erik. Er hätte tatsächlich etwas erwachsener reagieren und zumindest bis zu Eriks 18. Geburtstag warten können. Er sagt es ja selbst und der einzige Grund, warum er es nicht tut, ist die Liebe. So romantisch das auch sein mag, finde ich es dennoch ein wenig unvernünftig. Aber das tut der Geschichte nun wirklich keinen Abbruch, weil der Rest so wunderbar stimmig ist.
Ganz toll finde ich diese ernsten Themen, die in dem Buch behandelt werden. Sei es nun die Liebe eines Lehrer zu einem Schüler mit all den daraus resultierenden Problemen oder die Starrköpfigkeit und Intoleranz von Eltern, die sich nicht nur damit beschäftigen müssen, dass ihr Sohn nun schwul ist - sonden eben auch noch damit, dass er mit seinem Lehrer zusammen ist. Teilweise kann ich die Eltern wirklich verstehen, dass sie entsetzt sind. Teilweise bringen sie Aktion, bei denen sich einem beim Lesen der Brustkorb zuschnürt.
Das sind Probleme, die sich nicht von Jetzt auf Gleich lösen lassen und ich mag es, wie sich diese auf die Geschichte auswirken und dann nach und nach nicht zum Perfekten, aber zum Guten gelöst werden.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich höre jetzt lieber auf, die Rezension ist schon wieder viel zu lange. Aber ihr habt hoffentlich verstanden, wie klasse das Buch ist und ich hoffe, ich konnte euch neugierig machen, es zu kaufen. Der Kauf lohnt sich nämlich wirklich.

Weil ich sehr dumm bin, lösche ich Ab und An versehentlich Rezensionen und falle dann in eine mittelschwere Krise, weil sie plötzlich verschwunden ist. Ab jetzt mache ich also Sicherungskopien und fühle mich ein wenig paranoid damit.
Jules :)

Freitag, 8. Januar 2016

Die Wahrheit, die ich meine... (Lane Hayes)

Hey ihr Lieben!

Diesmal habe ich eine Rezension zu "Die Wahrheit, die ich meine..."* von Lane Hayes für euch. Die Geschichte erschien bei Dreamspinner Press, umfasst 265 Seiten und handelt von Rand, der mit seiner Band groß rauskommen möchte, dafür aber einen Teil seiner selbst verleugnen soll.
Das Buch ist heute erschienen und wirklich gelungen. Schaut also unbedingt rein, vielleicht ist das Buch ja etwas für euch! Übrigens erscheint das Buch gleichzeitig mit der englischen Version, wenn ihr es also lieber auf Englisch lesen wollt, könnt ihr das gerne tun.


Beschreibung:

Rand ist Leadsänger einer aufstrebenden Band und träumt von Ruhm. Aber leider hat die Sache auch Schattenseiten: Ihr neuer Gitarrist und Rand kommen nicht miteinander klar und dann soll Rand auch noch wichtige Dinge seines Privatlebens geheim halten. Für den Preis des Erfolgs ist er zunächst bereit, in den sauren Apfel zu beißen, aber dann trifft er auf Will.
Dieser soll sein neuer Gitarrenlehrer werden und verbirgt das eine oder andere Geheimnis, so dass Rand einfach nicht von ihm loskommt. Nun muss sich Rand wirklich fragen, was wichtiger ist und welche Wahrheit es ist, die er vertreten möchte. 

Meine Meinung:

Ich muss zugeben, am Anfang hat mich das Buch nicht so überzeugt und jetzt im Nachhinein kann ich gar nicht mehr sagen, warum. Irgendwie bin ich am Anfang nicht so gut in die Geschichte gekommen. Zunächst passieren auch einige Dinge schnell hintereinander und man wird mit Informationen irgendwie zu geschüttet, das es mir erst ein wenig zu viel war.
Aber dann irgendwann hat es Klick gemacht und dann war ich einfach nur noch begeistert.
Was mich am meisten überzeugt hat, war der Stil. Ich finde ihn ganz wunderbar. Er umfasst eine sehr schöne Wortwahl und tolle Phrasen, die sehr tiefsinnig sind und dem Buch einfach einen gewissen Zauber verleihen. Oft ist aber auch ein wenig Humor enthalten und dieser trifft meinen total, was mich auch sehr begeistert hat.
Man kann auch wirklich flüssig lesen und was auch sehr wichtig ist: Das Buch behält sich seine Spannung. Und das, obwohl die Geschichte lange sehr seicht und ruhig verläuft. Das Annähern von Rand und Will, aber dann auch der Beginn ihrer Beziehung… all das ist sehr ruhig, wenn auch dennoch schön und fesselnd. Erst zum letzten Drittel hin, bekommt die Geschichte noch mal richtig Fahrt. Trotzdem ist man von Anfang an gespannt, weil oft deutlich wird, dass da noch so ein paar Geheimnise gelüftet werden – was durch geschickte Andeutungen noch mal unterlegt wird – so dass man teilweise echt diese Anspannung fühlt, die auch die Protagonisten in dem Buch fühlen.
Also haben wir auch diesen Punkt abgehakt: Man kann mit den Charakteren mitfühlen. Das liegt auch daran, dass die Charaktere wirklich klasse umgesetzt werden. Ich finde gerade Will hat eine sehr interessante Persönlichkeit, aber auch Rand ist sympathisch. Ebenso gut umgesetzt, sind die Nebenfiguren, die alle ihre Rolle haben und nicht nur Deko sind.
Es klingt vielleicht ein wenig komisch, aber mir haben die Dialoge sehr gut gefallen. Sie sind teilweise sehr lang und behandeln sehr ernste Themen, aber dennoch wirken sie nie aufgesetzt. Ich finde, es ist eine Kunst für sich, solche Dialoge zu schreiben, ohne dass sie langweilig/unrealistisch/lächerlich ausfallen. Ich hatte das Gefühl, jedes Wort in dem Dialogen hatte wirklich einen Sinn und dennoch erschienen sie mehr sehr alltäglich und natürlich. Keine Ahnung, warum mir das hier so ins Auge gefallen ist, aber ich finde es erwähnenswert.
Die Geschichte selbst besitzt eigentlich alles, was eine gute Gay Romance Geschichte besitzen sollte: ein wenig Drama, ein wenig Romantik (keinen Kitsch!) und ganz viel Spannung. Es ist wirklich gut umgesetzt und wie oben schon gesagt: Es nimmt einen einfach mit in die Welt von Will und Rand, was wohl das wichtigste ist.
Was mir ebenfalls gut gefällt: Die Story erzählt wirklich von der Liebe zur Musik. Es wird wirklich thematisiert und das voller Leidenschaft. Ebenfalls gut ist natürlich, dass man dann noch ein wenig hinter die Kulissen einer aufstrebenden Band schauen kann. Auch sehr interessant.
Was ich einfach loben muss: Rand ist bisexuelle. Er war es, ist es und wird es immer sein. Er steht auch dazu, sagt es immer wieder von sich. Das finde ich toll, weil ich es hasse, wenn alle immer so krampfhaft schwul sein müssen.
Übrigens besitzt das Buch auch ein wirkliches Statement: Steht zu dir und deiner Liebe, denn Liebe ist wichtiger als alles andere. Ich finde es klasse, wie dieses Buch diese Aussage rüberbringt und verdeutlicht, vor allem, weil es eine so wichtige Message ist.
Es gibt auch Sexszenen, die teilweise sehr heiß sind, auch wenn sie teilweise einen Fetisch beinhalten, den ich nicht so teile. Das fand ich aber nicht schlimm, nur weil ich vielleicht noch einen Kritikpunkt nennen sollte, statt nur zu loben, nehm ich einfach den: Wenn man nicht so viel mit Männern in Frauenkleider anfangen kann, dann ist das Buch vielleicht nicht die beste Wahl. Andererseits hat Will einen Grund, dies zu tun und das finde ich wiederum sehr gut in die Geschichte integriert.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich kann es eigentlich nur empfehlen. Mir hat das Buch gut gefallen und gerade weiß ich auch gar nicht wirklich Kritik, außer das wenige, was ich oben gesagt habe. Wenn euch die Geschichte also irgendwie zusagt, dann kauft sie. Ich bin sicher, es lohnt sich für euch.

Die Rezension ist viel zu lang. Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sagen würde. Eigentlich ist das ja gut, weil das Buch folglich viel zu Sagen hergibt, aber andererseits ist das doch echt scheiße. Bitte wühlt euch trotzdem durch die lange Rezi, ich lobe ja nicht umsonst so viel.
Jules :)



* Dieses Buch wurde mir von Dreamspinner Press als Rezensionsexemplar überlassen. Vielen Dank dafür!

Mittwoch, 6. Januar 2016

Falling for his best friend (Savannah Brooks) [E] [Q]

Hallo ihr Lieben!

Der erste Quickie des Jahres und dann gleich noch auf Englisch. Und zwar handelt es sich um Savannah Brooks "Falling for his best friend". Diese Geschichte wird frei publiziert und besitzt 35 Seiten. Sie handelt von Jake, der langsam erkennen muss, Gefühle für seinen besten Freund Ryan zu haben.


Beschreibung:

Ryan weiß schon lange, dass er schwul ist und genauso lange ist er auch schon in seinen besten Freund Jake verliebt. Dieser allerdings ist hetero und zeigt kein Interesse an Ryan. Als er jedoch mit seiner Freundin Schluss macht, ist plötzlich alles anders. Ryan tröstet ihn mit einem Männerabend, der ein wenig aus dem Rahmen fällt und Jake eine Seite an sich eröffnet, die er noch nicht kannte. Plötzlich wird ihm bewusst, dass er für Ryan weit mehr als Freundschaft empfindet.

Meine Meinung:

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Sie ist zwar kurz, aber man kann wirklich nichts am Stil kritisieren. Die Szenen sind sehr ausführlich und man vermisst echt kein Detail. Es gibt zwar auch einige Zeitsprünge, aber die sind recht gut platziert, so dass man nicht das Gefühl hat, wichtige Dinge zu verpassen. Dadurch wirkt die Geschichte sehr ausführlich und auch der Inhalt erscheint einen nicht zu schnell voran zu schreiten.
Was mir gut gefällt: Man kann sich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen. Man versteht, was sie denken und warum sie ihre Entscheidungen treffen. Das ist wirklich super umgesetzt worden. Vor allem fand ich sehr überzeugend, wie Jake langsam zu sich selbst und zu seinen Gefühlen zu Ryan findet. Das ist - trotz der Kürze der Geschichte, wohlgemerkt - super beschrieben und sehr nachvollziehbar.
Auch sonst hat mir die Story sehr gut gefallen. Sie ist süß und einfach schön zu lesen. Ich mag es ja total, wenn sich zwei beste Freunde in einander verlieben. Da geht mein Herz auf. Und hier wird das wirklich so klasse und authentisch beschrieben, dass es total realistisch und einfach putzig wirkt.
Sogar die Nebenfiguren sind sehr schön eingebaut worden. Sie sind nicht nur Deko sondern tragen zu der Geschichte bei und haben ihren eigenen Charakter.
Es gibt auch eine Sexszene, die sehr auf dem Punkt ist. Immerhin ist es ja ihr erstes Mal und das ist in seiner gebührenden Langsamkeit geschildert, trotzdem sexy und einfach sehr schön gemacht.
Das Ende finde ich auch sehr passend, hat mir in meiner Melodramatik sogar noch ein Tränchen entlockt. Ich bin also wirklich sehr begeistert von dieser Geschichte!

Verständlichkeit:

Ich bin sehr gut durch das Buch gekommen. Man kann die Geschichte wunderbar verstehen und bis auf ein paar Redewendungen, die man vielleicht nicht kennt, sind die Vokabeln recht bekannt. Es ist also nicht so, dass besonders außergwöhnliche, schwere Wöter verwendet werden oder der Stil zu anspruchsvoll wäre. Ich denke, mit normalem Schulenglisch dürfte man hier gar keine Probleme haben. Ich zumindest konnte flüssig lesen, als wäre die Geschichte auf Deutsch.
Dadurch, dass die Geschichte auch sehr kurz ist, ist sie sicher optimal geeignet, wenn man noch nicht so viele englischsprachige Bücher gelesen hat. Man findet gut rein und da es sich auf das wesentliche beschränkt, wird man nicht gleich überfordert.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Also wie gesagt, vom Verständnis her, sicher auch geeigent, wenn man noch nicht so viel auf Englisch gelesen hat und wenn man nicht das allerbeste Englisch spricht.
Von der Geschichte selbst her, ist es eine zarte, kurze Liebesgeschichte, die wirklich überzeugt und sicher jedem das Herz ein wenig wärmen kann. Ich finde sie wirklich empfehlenswert.

Ich lese momentan zu wenig englische Bücher, dabei wollte ich das doch jetzt unbedingt ändern. Ich habe ja welche da, aber irgendwie fehlt mir bei langen Geschichten immer die Lust. Wenn ich erst mal drin bin, ist es ja egal, ob sie nun englisch oder deutsch ist, aber am Anfang bin ich immer zu faul, mich auf eine andere Sprache einzustellen. :D
Jules :)

Montag, 4. Januar 2016

Literatur [TAG] #2

Hallo ihr Lieben!

Heute gibt es wieder einen Literatur [TAG]. (Hier gibt es den ersten seiner Sorte.) Ich mache das jetzt nicht oft, aber ab und an macht es mir irgendwie dann doch Spaß. Außerdem ist es vielleicht für euch ganz interessant. Ich selbst lese jedenfalls gerne TAGs von anderen Leuten.
Auch diesmal wurde ich nicht getaggt und werde niemanden taggen. Und auch diesmal ist dieser TAG wieder eine Mischung aus verschiedenen und zur besseren Übersicht in Kategorien gegliedert. Viel Spaß damit!
Jules :)

Nachgefragt

1. Was macht ein Buch für dich schlecht?
Für mich in ein Buch immer dann schlecht, wenn man merkt, dass der Autor zu wenig Zeit und Herzblut in es investiert hat. Oft merkt man das daran, dass schlecht recherchiert wurde, also einfach über Dinge geschrieben wurde, von denen man offensichtlich keine Ahnung hat.
Und auch schade finde ich es, wenn ein Buch voller naiver Sichtweisen auf die Welt ist. Klar ist ein Buch immer Fiktion, aber wenn man so gänzlich von der Realität abweicht, aber gleichzeitig so hingestellt wird, als wäre es in der Realität natürlich so, dann komme ich darauf einfach nicht klar.

2. Was macht ein Buch für dich gut?
Im Prinzip das Gegenteil von oben. Aber was mir vor allem wichtig ist: Man muss wirklich von der Geschichte gefesselt werden und die Emotionen einfach selbst mit durchleiden können. Sobald es wirklich Gefühle in mir weckt, finde ich es gut.

3. Gibt es ein Buch, von dem es dir peinlich ist, dass du es besitzt?
Nein. Ich schäme mich für keines meiner Bücher und ich wüsste auch nicht, warum ich das sollte. Geschmack ist eben verschieden.

4. In welche Romanfigur könntest du dich verlieben?
Das ist eine Frage, da musste ich wirklich kurz darüber nachdenken. Aber ich glaube, das wäre Kai aus „[sub]optimal“ von A. C. Lelis. Er ist nämlich schon so ziemlich das, was ich mir als Partner wünschen würde.

5. Gibt es Autoren, von denen du unbesehen jede Neuerscheinung kaufen würdest?
Das ist wieder so eine Frage, die Stammleser meines Blogs garantiert schon beantworten könnten. Die Bücher von Violet Mascarpone natürlich.

6. Wie wichtig ist dir das Cover?
Nicht sehr wichtig. Klar ist es ein Blickfang, aber auch hinter einem schlechten Einband kann ein wahrer Schatz versteckt sein. Also achte ich auch nicht weiter auf das Cover.

7. Über welches Thema soll dein Lieblingsautor/deine Lieblingsautorin als nächstes schreiben?
Ich liebe ja BDSM und ich würde so gerne mal eine Geschichte lesen, in der zwei Doms in einer Partnerschaft leben und auf der Suche nach dem perfekten Sub für sich sind. Und wie dann demzufolge auch das ganze Zusammenleben mit den Dreien verläuft. Das wurde jetzt schon in mehreren Geschichten angeschnitten, dass es bei Nebencharakteren so einen Fall gab, und ich würde mir einfach wünschen, dass es endlich mal jemand zum Hauptthema der Story macht. Tja und wenn ich mir aussuchen dürfte, wer das ist, dann naütrlich meine Lieblingsautorin.

8. Welche Romanfigur ist dein Vorbild?
Wehe ihr lacht: Hermine Granger. Ja, das hat jetzt nichts mit Gay Romance zu tun, aber es ist eben so. Als ich klein war, war ich von ihr stark beeindruckt. Sie hat in mir den Wunsch geweckt, auch so clever wie sie zu sein und ich habe tatsächlich wegen Hermine angefangen, die Schule ernst zu nehmen. Außerdem war sie ja im ersten Teil noch unbeliebt und hat trotzdem ihr Ding durchgezogen. Dazu gehört Mut und Selbstbewusstsein und das hat mich beeindruckt.

9. Und mit welcher Romanfigur würdest du Rollen tauschen wollen?
Ich habe absolut keine Ahnung. :D

10. Welches Buch hat dich in letzter Zeit tief bewegt?
Da gibt es viele, aber an welches ich immer wieder denken muss, weil ich davonselbst so überrascht war, war „Fehlstart“ von Janey Chapel. Ich verbinde damit irgendwas, auch wenn ich wirklich nicht weiß, was und deshalb habe ich so sehr getrauert, während ich das Buch gelesen habe.

11. Welches Buch sollte verfilmt werden?
Da gibt es zwei, von denen ich mir eine Verfilmung wünschen würde.
Das ist einmal „Das späte Geständnisdes Tristan Sattlers“. Ich kann mir das einfach gut vorstellen. Das würde sicher einen Oscar bekommen.
Und dann noch „Aristotle and Dante discover the secrets of the universe“. Ich glaube, das wäre ein wunderbarer Jugendfilm über Freundschaft und Liebe, der mit Sicherheit ähnlich zauberhaft wie das Buch wäre.

12. Welches Buch bedeutet dir am meisten?
Für mich ist jedes Buch ein Schatz und es muss mich auch nicht zwingend auf irgendeine Weise berührt haben, um zu einem Schatz zu werden. Prinzipiell möchte ich kein Buch missen, das mir auch nur halbwegs gefallen hat und deswegen gibt es auch keines, das mir wesentlich mehr bedeutet, als alle anderen.

13. Welches Buch hat dich in letzter Zeit am meisten überrascht?
Das war "Die Farbe des Lichts" von Diana Wintermeer. Ich habe ehrlichgesagt gedacht, dass Buch wäre langweilig, weil mich die Beschreibung nicht angesprochen hat. Dann habe ich es aus Zufall doch gelesen und war so begeistert, dass ich einfach nicht fassen konnte, es nicht schon viel früher gekauft zu haben. Mittlerweile kenne ich noch mehr von Diana Wintermeer und bin richtiger Fan geworden.

14. Welches Buch hat dich in letzter Zeit am meisten enttäuscht?
Tatsächlich gab es da einige. Ich mag jetzt auch keins schlecht reden, ich bin da ja erst in der Jahreszusammenfassung drauf eingegangen und irgendwann muss ja mal gut sein.

15. Was fasziniert dich an Büchern am meisten?
Ich liebe es einfach, in eine andere Welt abtauchen zu können und das geht für mich nur durch Bücher. Egal wie gut der Film gemacht ist, man hat immer das Gefühl, nur zusehen zu können. Bei Büchern hingegen kann man sich ganz fallen lassen und erlebt es hautnah mit den Protagonisten mit. Ich finde das klasse. 



Rund um den Blog

1. Ich blogge, weil...
...ich finde, dass es viel mehr Rezensionen zu diesem Genre geben sollte und vor allem, weil es mir einfach Spaß macht.

2. Meinen Blog gibt es seit...
...ca. 2 1/2 Jahren. 

3. Meine Rezensionen sind...
...immer ehrlich, fair und gerade heraus.

4. Mein größten Kritikpunkte in Rezensionen sind...
...unrealisitsche Darstellungen und zu viel Kitsch.

5. Was ich an Büchern immer lobe, sind...
...Sexszenen, in denen auf Safer Sex geachtet wird und gut durchdachte, authentische Storys.

6. Themen, die ich bevorzuge, sind...
...BDSM, Coming-out, Coming-of-age, Sport und allgemein Psychothriller.

7. Themen, die ich eher ablehne, sind...
...ganz allgemein alle Bücher, die aus dem Genres Crime, Fantasy und Sience-Fiction kommen.

8. Ich bemühe mich immer darum, ...
...neue Inhalte zu bringen und mich zu verbessern.

9. Am meisten freut mich am Bloggen, dass...
...meine Rezensionen anderen Leuten bei ihrer Entscheidung helfen und meine Kolumnenposts andere zu Diskussionen anregen.

10. Wenn mein Blog nicht von Büchern handeln würde, dann von....
...Rezepten. (weil ich verfressen bin)

11. Manchmal nervt mich am Blog, dass...
...das Schreiben von Rezensionen so viel Zeit in Anspruch nimmt.

12. Aber dafür macht es mir sehr viel Spaß...
...meine Begeisterung zu einem Buch mit anderen teilen zu können und mich ab und an auch mal über ein schlechtes Buch aufregen zu dürfen. 

13. Rezensionsexemplare...
...sind immer herzlich willkommen und für mich ein Stück weit eine Ehre, weil ich mich einfach freue, wenn jemand meine Meinung einholen möchte.

14. Für die Zukunft wünsche ich mir für meinen Blog, dass...
...alles so gut weiter läuft, wie bisher und ich den Blog noch weiter voran bringen kann.

15. Ich verfolge andere Blogs, weil...
ich auf ihnen oft Bücher finde, die ich beim Stöbern übersehen oder ignoriert hätte.

Samstag, 2. Januar 2016

Im freien Fall (Pinco Pallino)

Hey!

Die erste Rezension im neuen Jahr! Sie handelt von Pinco Pallinos "Im freien Fall". Das Buch ist frei publiziert und umfasst 179 Seiten. Es handelt von Chris, welcher der Liebe abgeschworen hat, bis er auf Janosch in einem Club trifft.



Beschreibung:

Chris fühlt sich nach einem Unfall als Krüppel, weil sein Bein künstlich versteift wurde. Überzeugt, dass ihn niemand haben will und auch mit dem Vorsatz, sich nie mehr zu verlieben, nachdem seine letzte Beziehung ihn so verletzt hat, sucht er im 69 nur ein wenig Spaß. Doch dann trifft er dort Janosch, der mit ihm in eine Klasse geht. Obwohl sie sich bisher nie wirklich was zu sagen hatten, scheint Janosch kein schlechter Kerl zu sein und plötztlich hadert Chris mit seinen Prinzipien.

Meine Meinung:

Hier hat mir schon der Stil sehr gut gefallen. Er enthielt teilweise sehr schöne Phrasen, was mir irgendwie sehr gut gefallen hat. Auch wird wirklich nichts überflüssiges erzählt oder wichtiges weggelassen. Man kommt sehr gut mit. Was am wichtigsten ist: man konnte sich in den Protagonisten hineinversetzen und mitfühlen.
Das lag auch daran, dass wirklich super nachvollziehen kann, wie es ihm so geht. Man versteht, weshalb er sich auf gewisse Art minderwertig fühlt, aber man erkennt auch, dass er wirklich versuchen möchte, diesen Sog, der ihn hinunter zieht, zu überwinden. Ich mag es ja, wenn die Charaktere aus der Norm stechen und das dann auch authentisch dargestellt wird. Das war hier wirklich der Fall, man versteht Chris' Unsicherheit und man kann sich eben als Leser in ihn reinfühlen.
Janosch hingegen finde ich ein wenig undurchsichtig. Nicht, dass ich ihn nicht mochte, das tat ich schon, aber ich wusste teilweise nicht, wie man bei ihm eben dran ist. Aber trotz dessen, dass man nicht immer genau wusste, was seine Intention ist, konnte man sehr schön mitverfolgen, wie er sich Chris gegenüber langsam geöffnet hat.
Allgemein finde ich, dass die beiden in ihrer Beziehung eine Entwickelung mitmachen, die man als Leser gut begreifen kann. Nichts kommt irgendwie unrealistisch rüber und alles hat eine gewisse Langsamkeit, so dass es nicht übereilt wirkt.
Das Ende war sehr schlicht, wie ich fand, was ich aber doch begrüße, weil ich so großes Tamtam eigentlich nicht mag. Trotzdem hat es mich ein wenig enttäuscht. Es wurde dann doch ein recht großer Zeitsprung gemacht und dann erschien es mir, weil eben nicht mehr wirklich viel gesagt/beschrieben/erklärt wird, als wenn das Ende ein wenig überstürzt kommt und auch ein wenig zurechtgebogen.
Was ich auch nicht mochte, war die Verbindung, die Janosch und Chris' Vater miteinander haben. Ich weiß nicht so genau, warum das unbedingt in das Buch einfließen musste, weil das Buch ohen fast das gleiche gewesen wäre und weil dieser Punkt in der Geschichte irgendwie unglaubwürdig rüberkam. Das mochte ich nicht so.
Aber trotz der Kritik hat es mir wirklich gefallen.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Mit Sicherheit wieder etwas für Leute, die es mögen, wenn der Protagonist irgendeinen Makel hat. Aber auch so ist es eine lockere Geschichte mit ein bisschen Gay Romance und sicher für den einen oder anderen interessant.

Ich freue mich auf das kommende Jahr und alles, was es für mich (und den Blog) zu bieten hat. Aber es ist schon auch krass, wie schnell das alte jetzt doch umging. Manchmal gruselig, wie die Zeit vergeht.
Jules :)

Freitag, 1. Januar 2016

Vorschau auf 2016

Hey ihr Lieben!

Zunächst möchte ich euch noch einmal ein wunderschönes neues Jahr wünschen. Ich persönlich freue mich schon sehr darauf und möchte euch natürlich einen kleinen Ausblick geben, was euch dieses Jahr nun alles so erwarten wird.

Was bleibt?
Selbstverständlich wird es weiterhin Rezensionen geben, wobei ich mich wirklich bemühen möchte, weiterhin neben den normalen Rezensionen, auch Quickies und englischsprache Bücher zu rezensieren.
Was ich ebenfalls beibehalten möchte, sind die Neuzugänge, also die Mangas, die ich euch ab und an vorstelle. Ich glaube nicht, dass ich jeden Monat einen solchen Post bringen werde, aber so ab und an dürft ihr euch dann schon noch darauf freuen.
Wenn es klappt, werde ich auch weiterhin Interviews bringen. Das hängt natürlich auch davon ab, ob ich jemanden finde, der sich dazu bereit erklärt, aber von meiner Seite aus steht dem ganzen schon mal nichts im Weg.
Ich habe in 2015 jetzt zweimal Tags gepostet und vielleicht schließt sich 2016 noch ein weiterer Tag an. Allerdings mag ich eher solche, die dann auch irgendwie Sinn machen und nicht nur der Unterhaltung dienen, was die Auswahl doch ein wenig schwerer macht. Aber irgendwas wird sich ja vielleicht doch finden lassen.
Und zuletzt werde ich auch die Monatszusammenfassungen beibehalten. Ich denke, sie bilden jeden Monat einen guten Abschluss und helfen mir selbst, meinen Blog und mein Leben zu reflektieren.

Was geht?
Vieles fällt nicht weg, ihr merkt es ja selbst, ich bin mit vielen Dingen sehr zufrieden und möchte eigentlich auch erstmal alles so beibehalten. Was ich aber nicht mehr garantieren kann, sind meine Montagsrezensionen, die ich jetzt doch das eine oder andere mal bringen musste, um einfach etwas zeitnaher Rezensionen zu bringen. Das hat auch ein wenig mit meinen Vorsätzen zu tun, die ich mir 2016 für den Blog auferlegt habe und zu denen ich gleich noch zu sprechen komme.
Wenn es sich anbietet, werde ich vielleicht trotzdem noch ab und an Montags eine Rezension posten. Eigentlich will ich davon aber weg und wenn, dann nur wegen absoluter Ausnahmen so etwas bringen. Vielleicht ergibt sich ja aber noch etwas neues im Laufe des Jahres, was den Montag dann eh für sich einnehmen wird. Man weiß ja nie…

Was ist neu?
Tatsächlich kann ich hierzu noch gar nicht viel sagen. Ich möchte auch erstmal die ersten ein, zwei Monate das alte Konzept einfach beibehalten, ohne gleich etwas neues einzuführen, weil ich das einfach brauche, um nach dem Weihnachtsstress wieder hinein zu finden und auch, weil es sich so bisher bewährt hat und deshalb nicht schlecht sein kann.
Aber natürlich bin ich immer bestrebt, neue Dinge in den Blog einfließen zu lassen, die ich jetzt jedoch noch nicht benennen kann, weil sie sich meistens recht spontan entwickeln. Ich bin aber recht zuversichtlich, dass dies irgendwann der Fall sein wird - vor allem, weil mir schon ein paar Ideen im Kopf herumspuken, von denen ich stark hoffe, dass sie sich zu mehr als eben nur einer Idee entwickeln werden. Also seid jetzt nicht enttäuscht, wenn ich nicht schon jetzt mit Neuerungen drohen kann, ich bin sicher, es wird irgendwann etwas neues kommen.
Eine paar Kleinigkeiten sind dann aber auch tatsächlich doch schon im Januar dabei: Ich möchte eine zusätzliche Kategorie in meine Monatszusammenfassung einbauen, in der ich euch ganz klar meinen Buchfavoriten des Monats nenne. Außerdem will ich da mit einfließen lassen, welche Rezi bei euch – laut meiner Statistik – am meisten Anklang gefunden hat. Vielleicht ist das noch mal ein zusätzlicher Hinweis darauf, welches Buch ihr ins Auge fassen solltet und interessant ist das allemal. Da sind nämlich teilweise echte Überrschaungen dabei.
Und dann habe ich noch eine ABC-Liste für euch aufgestellt. Dort findet ihr alle Rezensionen, nach dem Alphabet geordnet, aufgelistet. Ich glaube, so findet man auch ältere ein wenig leichter und kann noch zusätzlich ein wenig stöbern. Die Liste kommt heute oder morgen oder die Tage, ganz wie es ich es schaffe.

Was kommt wieder?
Ich habe es euch ja versprochen und jetzt bekommt ihr es noch mal Schwarz auf Weiß: Schon jetzt im Januar werde ich wieder regelmäßig Kolumnenposts bringen. Es hat mich überrascht und sehr gefreut, dass es einige sehr schade fanden, dass ich damit ausgesetzt habe. Aber umso motivierter war ich deshalb, neue zu schreiben. Jetzt sind sie schon sehr weitläufig geschrieben und sogar geplant und werden dieses Jahr mit Sicherheit den Blog bereichern.

Was sind meine Vorsätze für 2016?
Nun, ich habe es oben ja schon angesprochen: Mein Vorsatz für dieses Jahr ist, einfach viel mehr Rezensionen zeitnah zu bringen, ohne dass zwei, drei Monate dazwischen sind. In 2014 hat es eigentlich gut geklappt, dass ich das, was ich in einem Monat gelesen habe, im nächsten als Rezension gebracht habe. Dann habe ich angefangen, vorauszuarbeiten, weil ich dieses riesige Weihnachtsspecial geplant hatte und dann ist alles eskaliert. Nun will ich sorgfältiger planen und mehr auf Timing setzen. Vielleicht wird darunter dann das Weihnachtsspecial ein wenig leiden, aber man kann wohl auch leider nicht alles haben. Und dass es Weihnachten stressig wird, das ist wohl eh nicht komplett zu vermeiden.

Worauf freue ich mich?
Einfach darauf, wieder meine Eindrücke zu Büchern und anderen Dingen mit euch teilen zu können und darauf, den Blog einfach weiter voran zu bringen. Ich hatte das Gefühl, dass ich 2015 einige Fortschritte gemacht habe und hoffe, dass es in 2016 jetzt noch weiter Form annimmt.
Außerdem hoffe ich, dass ich dieses Jahr vielleicht endlich mal eine Buchmesse besuchen kann. Ob es nun eine der großen wird oder eine eher kleine, ist ja erstmal egal.
Buchtechnisch habe ich eigentlich nichts konkretes, worauf ich mich freue. Ich hab aber auch noch gar nicht so einen Überblick, was uns alles erwarten wird. Aber ich bin sicher, dass viele großartige Bücher 2016 erscheinen werden, die es sich zu kaufen und zu lesen lohnen wird.

Nun seid ihr hoffentlich ein wenig im Bilde und schaut auch im neuen Jahr wieder bei mir vorbei. Ich freue ich auf ein 2016 mit euch.
Jules :)