Montag, 29. Februar 2016

Februar

Hallo!

Und da geht der Februar auch schon wieder zu Ende. Zeit wird es, finde ich – Januar und Februar sind für mich so die ungemütlichsten Monate des Jahres. Ich finde, erst ab März kann man das neue Jahr richtig genießen, vielleicht auch, weil der März einer der schönsten Monate ist, meiner Meinung nach. Aber jetzt erstmal zum Februar.

Bücher, Bücher, Bücher

Im Februar hatte ich wieder so unglaublich viele Bücher zu lesen, dass mir schon wieder die Lust vergangen ist. Wenn ich so ein riesiges Pensum habe, dann stresse ich mich immer so sehr, dass ich letztlich gar keine Lust mehr zum lesen haben. Ganz oft dann aber eigentlich sinnlos, was dann richtig nervig ist.
Die Bücher selbst können da aber nichts dazu, ich habe eigentlich recht gute erwischt in diesem Monat. Nur eines war dabei, dass ich abgebrochen habe. Dazu wird es aber keine Rezension geben. (Das liegt aber ganz allein daran, dass ich schon nach einem Kapitel keine Lust mehr hatte und deshalb keine Einschätzung zu dem Buch abgeben kann. Hätte ich jetzt mehr gelesen, hätte ich den Teil definitiv rezensiert, aber wegen einem Kapitel finde ich das jetzt einfach zu lästig und auch zu früh. Ich musste mir ja sehr viel Gelaber anhören, dass man ein abgebrochenes Buch nicht rezensieren sollte und sehe das definitiv anders. Aber ich finde, man sollte eine gewisse Stufe erreicht haben. So die Hälfte oder so. Dann kann man zu dem gelesenen Teil etwas sagen und gut. Aber nach einem Kapitel mache ich das nicht, das wäre unfair.)
Welches Buch hat mir diesen Monat nun am besten gefallen? Ich war definitiv Feuer und Flamme für „EineRandbemerkung“ und deshalb ist das auch mein Buch des Monats.
Ihr habt das tatsächlich ganz genauso gesehen, dicht gefolgt von „Sprachlos“.

Rund um den Blog

Im Februar hatte ich an den Wochenenden wenig Zeit für den Blog. Ich will mich jetzt nicht beschweren, es waren ja schöne Wochenenden, aber die Zeit fehlt halt trotzdem. Ich mag auch nicht immer alles unter der Woche nacharbeiten. Erstens habe ich da kam Zeit und zweitens bin ich nach einem langen Arbeitstag zu geschafft, um mich noch mit dem Blog zu befassen. Ich könnte es schon, aber ich möchte richtig fit und wach sein, wenn ich dafür etwas mache.
Ich meine, der Blog ist ein Hobby, aber ich möchte es trotzdem gut machen und nicht was hinrotzen, nur damit ich was veröffentlichen kann. Das finde ich nicht richtig, ich bin da einfach so. Wenn ich was mache, dann mache ich es richtig.
Spektakuläres zum Februar gibt es sonst eigentlich nicht, es war ein ruhiger Blogmonat, in dem einfach alles seinen Gang ging. Muss aber auch mal sein.
Ich hab in letzter Zeit viele Kolumnen geschrieben und schon geplant bis September. Krass, wie viel sich da ansammelt, oder? Aber zumindest ist das Jahr in die Richtung schon mal gesichert.

Mein Leben und Ich

Ja, der Februar. Ich glaube, wenn ich im Februar etwas war, dann müde. Dieses dunkle, nasse, kalte Wetter sorgt einfach dafür, dass ich gar nicht erst wach werde. Folglich war ich auch ein wenig faul und wenig motiviert für irgendetwas. Hinzu kam noch, dass es auf Arbeit sehr stressig war. Alles in allem echt ein anstrengender Monat.
Aber dank der Wochenenden dann doch auch ein sehr schöner Monat.
Ich hab mir im Februar endlich einen Crosstrainer gekauft. Leider gab es bisher Lieferprobleme und ich habe ihn noch nicht, aber ich fiebere ihm sehr entgegen. Ich möchte einfach mehr Sport machen, damit ich mich wieder wohler fühle. Nicht, dass ich jetzt dick wäre, aber ich habe schon ein Fettpölsterchen und das muss weg!
Hoffentlich halte ich es durch und gehe dann auch regelmäßig auf den Crosstrainer – schon alleine auch, weil er für das bloße Herumstehen echt zu teuer war.
Und oh Gott, was habe ich im Februar Geld ausgegeben. Der Crossie, Klamotten, Bücher… Ein wenig verschwenderisch kann ich schon echt sein und das, obwohl ich manchmal so geizig bin. Aber gut, dafür muss ich mich im März eben ein wenig zurück halten… Ich muss schon lachen, weil ich glaube, der März ist der denkbar schlechteste Monate, um mit Sparen zu beginnen. Zumindest als Buchblogger.
Ich habe festgestellt, dass ich auf einige Blumen in unserem Büro allergisch reagiere. Und da habe ich mich bisher gewundert, warum ich dort so oft niesen muss. Ich kann jetzt leider nicht das ganze Büro ausräumen, also werde ich es wohl ertragen müssen. Echt nervig.

Vorschau auf den März

Der Februar ist für mich ungelogen wie ein Adventskalender, nur dass am Ende nicht Weihnachten sondern März ist. Ich zähle jedes Jahr den Countdown zu meinem Lieblingsmonat herunter.
Für mich ist der März einfach der schönste Monat des Jahres. Frühlingsanfang – etwas, dass ich jedes Jahr sooo herbeisehne – und dann natürlich die Buchmesse. Was gibt es besseres?
Ich werde wohl auch dieses Jahr leider nicht auf der Messe sein können, aber das hält mich nicht davon ab, Massen an Geld für Bücher auszugeben, die zur Buchmesse erscheinen. Und dann ist dieses Jahr ja auch noch Ostern – noch ein Grund mehr, Geld für Bücher „rauszuschmeißen“. Was ich bisher mitbekommen habe, erscheinen im März auch sehr viele und sehr tolle Bücher, die ich unbedingt alle haben muss. Ich kann es kaum noch erwarten.
Tja und dann kommt Ostern ja auch endlich mein neues Blogprojekt. Bisher habe ich es ja eisern unter Verschluss gehalten, was es ist, aber jetzt, Anfang März, werden bald Infos kommen und dann ist es ja auch schon soweit. Ich bin ich ein wenig nervös. Mir hat es totalen Spaß gemacht, aber ich hoffe, es kommt bei euch auch gut an. Also, es ist ja jetzt nichts großartiges, extravagantes, ungesehenes, aber es ist mir wichtig und es wäre nicht so schön, wenn ihr es alle scheiße findet.

Famous last words

Aus Gründen:

"Nur wer die Sehnsucht kennt, weiß, was ich leide!"
Johann Wolfgang von Goethe

Jules :)

Samstag, 27. Februar 2016

Formel zum Glück (Andrew Grey)

Hallo!

Die heutige Rezension dreht sich um Andrew Greys "Formel zum Glück". Das Buch erschien im Cursed Verlag und handelt auf 118 Seiten von Brendon, einem Wissenschaftler, dessen Sozialleben ziemlich auf der Strecke bleibt.



Beschreibung:

Brendon ist noch sehr jung, hat aber schon einen Doktortitel und arbeitet an einer angesehenen Universität als Professor und Wissenschaftler. Doch trotz oder gerade aufgrund seiner hohen Intelligenz, ist sein Sozialleben bisher auf der Strecke geblieben. Etwas, dass ihn zwar bedrückt, dass er aber ganz gut verdrängt. Zumindest solange, bis dern eue Footballcoach Joshua in sein Leben tritt.

Meine Meinung:

Wenn man Brendon beschreiben möchte, dann fällt einen als erstes Sheldon ein. Nur in sympathischer, würde ich mal sagen. Aufgrund seiner hohen Intelligenz, scheuen sich viele Leute, mit Brendon Zeit zu verbringen und er selbst ist auch zu sehr mit seiner Arbeit beschäftigt, um wirklich noch soziale Kontakte aufzubauen. Hinzu kommen gewisse Ticks, die er einfach nicht ablegen kann. Ich finde es wunderbar, wie er in diesem Buch dargestellt wird. Als sehr liebenswerter Kerl, aber dennoch auch so, dass man versteht, warum sein Umfeld es mit ihm nicht so leicht hat - und andersherum. Am besten gefällt mir daran, dass man seine Unsicherheit im alltäglichen Leben gut nachvollziehen kann. Er möchte niemanden mit seiner Intelligenz vor den Kopf stoßen, hat selbst aber so wenig Erfahrung mit anderen Menschen, dass er oft nicht weiß, wie er passend reagieren soll... Das setzt ihm auch ein wenig zu und das ist eben ganz wunderbar dargestellt.
Und dann eben Josh, der ihn dazu bringt, aus seinem Schneckenhaus heraus zu kommen und ihm mehr Selbstbewusstsein schenkt. Man kann richtig miterleben, wie Brendon durch Josh endlich anfängt, richtig zu leben, statt nur zu existieren.
Und gerade weil er so eine schrullig-liebenswerte Art hat, freut man sich als Leser dann so für ihn, wenn er endlich einmal Liebe erfahren kann.
HIer muss man auch sagen, dass Josh wirklich eine tolle Art hat, die perfekt zu Brendon passt. Er weiß, wann er sich zurück halten muss, aber auch, wenn er Brendon ein wenig in die richtige Richtung stupsen muss. Und das alles macht er auf eine sehr einfühlsame Art und Weise, die einem schon ein wenig das Herz erwärmt.

So sind auch die Sexszehnen, sehr einfühlsam und sehr zu Brendon und der Geschichte passend.

Ich finde, die Geschichte is sehr ruhig, es passieren keine großen Dramen oder so etwas. Aber ich mag das, weil sie trotzdem nie langweilig ist und weil sie - dank Brendons Art - auch einen guten Humor besitzt.
Am Anfang geht es mir ein wenig sehr schnell, wie sich die Beziehung zwischen Brendon und Josh entwickelt, aber dafür ist dann das Finden in ihrer Beziehung ausführlich, so dass man darüber wegsehen kann. Das Buch ist ja auch nicht sonderlich lang, aber dafür eigentlich schon sehr detailliert und wirklich nicht durchgehetzt. Und auch sonst mochte den Schreibstil sehr gerne.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Wie gesagt, eine ruhige Geschichte mit sehr liebenswerten Charakteren, die einem das Herz schon erwämt. Wenn ihr darauf Lust habt, seid ihr hier wirklich richtig.

 Diesen Monat dache ich die ganze Zeit, ich komme mit meinem Lesepensum nicht hin und hab mir zu viel vorgenommen. Dann habe ich wie wahnsinnig gelesen und dann hatte ich Mitte des Monats plötzlich nur noch ein Buch. Ich würde ja gerne behaupten, dass wäre eine Ausnahme, aber so geht es mir ständig und im Prinzip bin ich echt manchmal ein wenig blöd.
Jules :)

Mittwoch, 24. Februar 2016

Coming-out [K]

Hallo meine Lieben!

Bevor ich einfach irgendwie starte, erzähle ich euch lieber erstmal, was mich dazu bewogen hat, diesen Post zu schreiben. Ich habe neulich eine Geschichte gelesen, in der es dem Protagonisten sehr schwer gefallen ist, sich auf die Liebe zu einem anderen Jungen einzulassen. Er hat dann ein wenig mit sich gehadert, und musste erstmal zu sich selbst finden, ehe er sich auf den anderen Jungen einlassen konnte und bereit war, es seinen Freunden/seiner Familie mitzuteilen. Im Prinzip ein gut geschildertes Coming-out. Leider gab es dafür nicht nur positive Reaktionen. Manchen Menschen ging es nämlich nicht schnell genug. Vielleicht kommt euch das ein wenig bekannt vor, ich habe davon nämlich auch schon in einem anderen Post erzählt. Heute geht es mir aber um etwas anderes. Es geht mir um das Coming-out an sich. Es scheint nämlich immer noch Leute zu geben, die der Meinung sind, ein Coming-out ist eine lockerflockige Angelegenheit, die man jederzeit bei Kaffee und Kuchen herausposaunen kann. Das ist es aber eben nicht. Ich meine, es wird sicher Familien geben, in denen das so einfach funktioniert und es sei jedem gegönnt, der dieses Glück hat, aber es gibt leider eben auch andere Schicksale.
Gerade wenn man z.B. sehr konservativ aufgewachsen ist, ist es sehr schwer für denjenigen/diejenige selbst, sich als homosexuell zu akzeptieren. Und noch schwerer wird es wahrscheinlich sein, nicht nur selbst damit klar zu kommen, sondern es auch noch nach Außen, in die konservative Umgebung, zu tragen. Natürlich sollte man meinen, dass es in der heutigen Zeit doch kein Thema mehr sein sollte, aber in welcher Welt müsst ihr leben, dass ihr nicht merkt, dass es eben doch noch ein Thema ist?
Es läuft nicht immer alles glatt. Im Gegenteil. Es ist sehr häufig der Fall, dass sich Freunde oder gar die Familie abwenden. Manche verlieren sogar den Job, wenn der Chef davon Wind bekommt und es ihm missfällt. Natürlich ist es verboten, jemanden wegen seiner sexuellen Ausrichtung zu kündigen, aber glaubt ihr ernsthaft, dass man, wenn man das wirklich möchte, nicht auch einen anderen Weg findet, denjenigen loszuwerden? Wenn man sich mit Coming-out auseinander setzt, kann man nicht immer den naiven Weg gehen: Schwul/lesbisch sein ist süß, ich mag es, also müssen es alle anderen auch mögen. Das ist vielleicht Wunschdenken, aber leider nicht Realität. Ein Outing ist immer mit den verschiedensten Reaktionen versehen und nicht alle werden positiv ausfallen.
Gleichzeitig kann man aber nicht hergehen und alle verteufeln, die nicht sofort „Hallelujah“ schreien. Man muss sich in die anderen Personen hineinversetzen. Die Mutter, die immer auf Enkelkinder gehofft hat und jetzt wohl nie welche haben wird. Der Vater, hinter dessen Rücken nun getuschelt wird, er hätte seinen Sohn verweichlichen lassen. Der beste Freund/die beste Freundin, der/die jahrlang nichts ahnte und sich jetzt ausgeschlossen fühlt. Vielleicht die erste Liebe, der man jetzt erklären muss, dass man sie einfach nicht lieben kann, weil man auf das gleiche Geschlecht steht, obwohl sie doch eigentlich eine wundervolle Person ist.
So was ist eine sensible Angelegenheit, die aus verschiedensten Blickwinkeln gesehen werden muss und alles, nur nicht in Schubladen gesteckt werden kann.
Wenn sich also ein Buch dieser Sache feinfühlig und mit der gebotenen Langsamkeit annähert, dann ist dieses Buch nicht schlecht sondern realistisch. Und es hat es sicher nicht verdient, als langweilig dargestellt zu werden. Im Gegenteil. Durch diese feinfühlige Herangehensweise wird es vielleicht sogar einigen Teenagern helfen, ihr eigenes Coming-out irgendwie zu bewältigen. Genau das, was ein Buch dieses – nennen wir es mal – Genres, können muss. Denn wie gesagt, es wird immer Coming-out-Storys geben, die glücklich verlaufen, aber es wird wohl auch noch lange welche geben, in denen danach nichts mehr wie vorher ist.
Ich hoffe, ihr könnt nachvollziehen, was ich meine. Wenn ihr euch für gute Coming-out-Geschichten interessiert, dann klickt mal hier, vielleicht findet ihr ja welche.
Jules :)

Samstag, 20. Februar 2016

Veränderungen in Nicville (Jill J. Jenkins)

Hallo ihr Lieben!

Die heutige Rezension dreht sich um Jill J. Jenkins neuestes Werk: "Veränderungen in Nicville"*. Es ist die Fortsetzung zu "Entscheidungen in Nicville".
Das Buch wird frei publiziert und handelt auf 274 Seiten von Aiden und Tristan, deren Beziehung durch Rachel erneut auf die Probe gestellt wird.


Beschreibung:

Endlich sind Aiden und Tristan zusammen und haben Rachel samt ihrer Intrigen getrotzt. Doch statt ihr Glück genießen zu können, tritt Rachel erneut in ihr Leben, denn sie ist schwanger und das Kind ist von Aiden.
Zunächst führt die Schwangerschaft dazu, dass sie sich mit Rachel aussöhnen, aber kaum ist das Baby da, beginnen ganz neue Probleme, die Tristan schon bald an ihrer Liebe zweifel lassen.

Meine Meinung:

Ich fand das Buch wirklich ganz schön. Gut gefallen hat mir, wie sich so das Drama zusammengebraut hat. Damit will ich sagen: Man erkennt sehr gut, wo Tristans Problem liegt und wie Aiden mit seinem Verhalten immer mehr Öl ins Feuer gießt. Man kann eben sehr gut nachvollziehen, wie sich die Stimmung hochschaukelt und dabei auch gut nachvollziehen, wie wieso sich Tristan fühlt, wie er sich eben fühlt, und warum er dann seine Schlüsse daraus zieht und den nächsten Schritt geht. Aber man kann auch Aiden verstehen, der einfach nicht merkt, wie Rachel ihn einwickelt und einfach nur versucht, ein guter Vater zu sein.
Am besten hat mir jedoch gefallen, dass sich eben nicht gleich alles wieder zum Guten gewendet hat. Es gab den großen Knall und danach mussten sie wirklich an ihrer Beziehung arbeiten. Ich habe in anderen Geschichte schön öfter gemeckert, dass ein Problem sich schnell in Luft auflöst, kaum, dass es entstanden ist. Das war hier nicht der Fall. Ich mochte es, dass Tristan stur blieb und Aiden wirklich kämpfen musste. Schon alleine, weil das dann auch für die nötige Spannung gesorgt hat. Das ist nämlich der Punkt, der den Leser dazu bringt, das Buch nicht aus der Hand legen zu wollen. Dass man wissen will, wie sich die Dinge dann normalisieren.
Was ich auch anmerken möchte, merke ich eigentlich immer an. Die Geschichte ist sehr alltagsbezogen und ich mag es einfach, wenn es nicht zu fiktiv sondern sehr realistisch und normal abläuft. Sogar das Baby – und wenn ihr mich kennt, wisst ihr, dass Babys in diesem Genre ein rotes Tuch für mich sind – fand ich ganz akzeptabel. Es fügt sich gut in die Geschichte ein – bzw. es trägt ja wirklich wesentlich dazu bei – und ist nicht nur Deko. Das nervt mich nämlich. Wenn ein Kind nur aus dem Grund in der Geschichte auftaucht, dass es eben auftaucht und alles Friede Freude Eierkuchen ist. Ist hier nicht der Fall und das mochte ich.
Gibt es nun Kritik? Ja, schon auch. Ich finde, stilistisch ist immer noch ein wenig Luft nach oben. Und zwar bei dem Punkt Wörtliche Rede. Ich mag es ja, dass es sehr alltagsnah ist und dazu gehört auch locker-witzige Wörtliche Rede, die für mich sehr typisch für Jills Geschichten ist. Dennoch wünsche ich mir manchmal, dass einfach zwischen den einzelnen Sätzen ein wenig mehr mit Text aufgefüllt ist. Es ist nicht unübersichtlich, wie es oft der Fall ist, wenn zu viel wörtliche Rede aufeinander folgt, aber um dem ganzen ein wenig mehr Feinschliff zu verpassen, könnte man eben doch noch etwas mehr Erzählung zwischen die einzelnen Sätze bringen. Was öfter der Fall ist, ist, dass noch mal erklärt wird, was der einzelne mit dieser Aussage eigentlich meint. Das ist aber nicht so das, worauf ich hinaus will, denn das kann oft offensichtlich sein, weshalb man da nichts mehr dazu zu sagen braucht. Denn lieber die Gespräche mit Handlungen oder anderen Beschreibungen versehen. Aber eben zwischen die Sätze mehr Text bringen.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Wie immer eine Geschichte für Leute, die gerne Alltagsgeschichten mit Witz und Charme lesen. Dank Rachels Intrigen wird alles noch ein wenig aufgepeppt und man kommt sicher auf seine Kosten, wenn man ein wenig Drama mag.

Manchmal erscheint es, als rede ich wirr, weil ich Rezensionen umplane und mein Nachwort dann nicht mehr zur aktuellen Sachlage passt. Da muss ich manchmal echt schmunzeln und im Nachhinein noch etwas abändern. Ich hoffe, ihr seht mir das nach.
Jules :)




* Diese Geschichte wurde mir von Jill J. Jenkins als Rezensionsexemplar überlassen. Vielen Dank dafür!

Mittwoch, 17. Februar 2016

Darf ich deine Hand halten? (Marlene Lauterbach) [Q]

Hey!

Um Marlene Lauterbachs "Darf ich deine Hand halten?" soll es heute gehen. Die Kurzgeschichte umfasst 89 Seiten und handelt von Daniel, der sich in seinen Mitschüler Jason verliebt.


Beschreibung:

Daniel ist - vor allem im Vergleich zu seinen Geschwistern - der perfekte Sohn. Doch dann verliebt er sich ausgerechnet in seinen Mitschüler Jason und muss sich plötzlich damit auseinandersetzen, in einen Jungen verliebt zu sein. Was werden seine Eltern dazu sagen? Und was sagt Jason dazu? Dieser hat nämlich noch ein Handicap: ihm fehlt eine Hand - und das macht die Sache nur noch komplizierter.

Meine Meinung:

Die Geschichte hat mir sehr gefallen. Es ist eine typische süße Schulhofromanze, hinter der aber mehr steckt als man auf den ersten Blick denkt, eben aufgrund von Jasons Handicap. Ihr mag es ja, wenn die Protagonsiten ein wenig von der Norm abweichen und deswegen musste ich die Geschichte auch unbedingt lesen. Und ich finde, hier ist es wunderbar geschildert worden, wie Jason ohne seine Hand zurecht kommt und sich damit arrangiert hat. Gleichzeitig ist er dadurch aber auch teilweise unsicher und will eher verstecken, dass er eben keine Hand hat. Das zeigt noch mal so die verletztlich Seite und schildert damit wunderbar komplex die Situation, in der er sich befindet.
Ich mag auch, wie Daniel auf Jasons Handicap reagiert. Das macht ihm zu einer wunderbaren Persönlichkeit, in die man sich einfach verlieben muss.
Es ist auch toll, wie unsicher Daniel ist, weil er nicht weiß, ob Jason ähnlich für ihn fühlt, und wie er dann versucht, ihn irgendwie von sich zu überzeugen. Das ist so unschuldig und niedlich irgendwie und trotzdem nicht kitschig oder schwachsinnig oder so.
Ich finde auch gut, dass die Sexszene nur angeschnitten wird. Es ist hier schließlich eine Jugendliebe und auch wenn eine Sexszene prinzipiell nie verkehrt ist - bevor so ein erstes Mal ausufert und unrealistisch wird, lieber dezent lassen.
Was ich allerdings schade fand: Am Anfang träumt Daniel nur davon, wie er Jason kennenlernt und auch wie sich die Freundschaft entwickelt, wird nur angeschnitten. Richtig beginnen tut die Geschichte erst, wenn die Jungs schon zusammen sind. Ich hätte mir da einfach noch ein wenig mehr Hintergrund gewünscht. Ich hätte es gerne mitverfolgt, wie sie sich schon freundschaftlich annähern.
Und bei der geringen Seitenanzahl wäre dafür ja auch noch locker Platz gewesen. Ansonsten kann man aber an der Länge nicht meckern. Ich finde den Rest der Geschichte schön ausführlich und super geschrieben. Tatsächlich sagt mir der Stil irgendwie sehr zu und ich werde definitiv noch mehr von der Autorin lesen.
Was ich aber auch noch eher negativ ankreiden möchte: Es ist nun so, dass einige Dinge offen gelassen werden. Naja gut, offen vielleicht nicht, aber auch nicht wirklich ausgeführt. Zum Beispiel wird die ganze Zeit gesagt, Daniels Eltern sehen ihn als perfekten Sohn und werden geschockt von seiner Homosexualität sein. Aber dann am Ende wird ihre Reaktion kaum beachtet. Oder auch Jasons Mutter sorgt für Wirbel, geht dann aber einfach unter.. Da hätte ich mir einfach noch ein wenig mehr drum herum gewünscht.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich mag an der Geschichte dieses tiefsinnige (aufgrund von Jasons Handicap). Es ist aber gar keine schwere Kost, sondern immer noch eine zarte Liebesgeschichte, die Fans solcher Teenagerlieben begeistern kann. Und sie ist auch was für Teenager selbst, einfach, weil sie in deren Welt spielt.

In meinem Urlaub habe ich so viele Rezensionen geschrieben, der Wahnsinn. Ich liebe es, wenn man mal Zeit für den Blog und kreative Prozesse hat - mir sind Ideen eingefallen, da wäre ich im Alltagsstress nei drauf gekommen, obwohl sie so einfach und offensichtlich sind.
Jules

Montag, 15. Februar 2016

Interview mit Nessa Maral [K]

Hey Leute,

heute gibt es wieder ein Interview. Ich durfte Nessa Maral ("Ben und Lotta") ein paar Fragen stellen, die sich mit ihr und ihrer Geschichte befassen. Ich wünsche euch viel Spaß mit dem Interview!


Liebe Nessa,

1. zunächst wäre es schön, wenn du dich kurz vorstellen könntest. Wer bist du und was machst du, wenn du nicht gerade die Feder schwingst?

Hallo Jules, vielen lieben Dank für das Interview. Ich bin Nessa Maral, 19 Jahre jung und absolviere seit August eine Ausbildung zur Buchhändlerin. Ich wurde 1996 im oberschwäbischen Bad Saulgau geboren und war laut meinen Eltern schon immer sehr kreativ. Ich habe immer viel gelesen, meine Eltern sagen immer, dass ich sie immer gedrängt hätte auf der Autobahn anzuhalten damit ich ein Schild fertig lesen konnte, was sie natürlich nie gemacht haben. Mit dem Schreiben meiner ersten Geschichten habe ich 2009 begonnen, nachdem ich auf myfanfiction.de schon fast ein Jahr als stiller Leser unterwegs war. In der 7. Klasse habe ich meinen ersten Roman begonnen, welchen ich aber in meiner „Sturm und Drang-Phase“ verworfen habe. Zum Glück! Bis 2014 habe ich ausschließlich Fanfictions geschrieben erst Anfang 2015 kam mir gerade durch diese Fanfictions die Grundidee für Ben und Lotta. Mal ganz davon abgesehen, dass mein Leben von Büchern in jeglicher Hinsicht dominiert wird bin ich durch und durch Musikerin. Ich spiele Querflöte und Gitarre (Klassik, Western und bald auch E) und kann Stunden lang vor meiner Playstation oder in Minecraft und Sims versinken.


2. Was liest du denn eigentlich selbst? Geschichten, die in eine ähnliche Richtung wie „Ben und Lotta“ gehen oder eher etwas ganz anderes?

Ich lese eigentlich aufgrund meines Jobs alles, bevorzuge aber definitiv Jugendromane und vor allem Bücher von anderen Selfpublishern. Bücher die in die Richtung wie Ben und Lotta gehen muss ich offen gesehen lese ich gar nie. Nicht, dass ich Gayromance oder eben wie in Ben und Lotta aufgegriffen – Transsexualität – nicht interessant fände. Ich bin ein Mensch, der viel auf ein gutes Cover setzt. Und sobald irgendwelche halbnackten Kerle drauf sind ist es vorbei. Ich möchte Bücher lesen, die sich in meinem Regal gut einbringen können.


3. Wie kam es dazu, dass du ein Buch herausgebracht hast? War das schon immer ein Traum von dir oder hat sich das eher so ergeben?

Ich wollte eigentlich schon immer ein Buch veröffentlichen. Mir hatte bisher nur immer die zündende Idee gefehlt. Grundsätzlich hätte ich aber auch nochmal fünf Jahre oder so gewartet, aber ich hatte so viel guten Zuspruch bekommen, dass ich einfach ins kalte Wasser springen musste. Außerdem kann ich ja nicht mein ganzes Leben lang Fanfictions schreiben, oder?


4. In „Ben und Lotta“ befasst du dich ja bekanntlich mit der Problematik Transsexualität. Dies ist ja nun ein eher außergewöhnlichstes Thema, an das ich nicht jeder herantraut. Wieso hast du dir gerade dieses Thema für dein Buch herausgepickt? Hast du dir besondere Gedanken zu dem Thema gemacht, vielleicht zur Recherche auch mit Betroffenen geredet?

Warum kann ich gar nicht so genau sagen. Ich hatte Ben und Lotta ursprünglich einmal als einen Schreibchallengebeitrag entworfen, aber irgendwie ließ mich dieses so ungleiche Paar nicht mehr los. Toleranz, Akzeptanz, sich selbst mögen. Das sind Dinge, die in unserer Zeit noch immer ein Problem sind. Wir müssen dabei nicht nur bei der Transsexualität bleiben. Homosexuelle tun sich inzwischen zwar viel leichter als vor zwanzig Jahren, aber es ist immer noch nicht so als wäre das ganze hier „normal.“ Erweitern wir unseren Blick und analysieren wir Ben, so ist er der konservative Teil unserer Gesellschaft. Sein Blick ist darauf gerichtet, dass er jede Frau haben kann und von Männern nichts wissen will. Für ihn ist es anfangs undenkbar, dass er jemanden lieben kann, der nicht der gewollten Norm entspricht. Lotta hingegen ist ein junger Mann, der sich in seiner wahren Gestalt unwohl fühlt. Schon früh wusste sie, dass sie anders sein will als alle anderen, was nicht immer leicht für sie war. Zum Thema Recherche – das musste ich gar nicht. Eine meiner längsten Freundinnen ist Transsexuell. Ich kenne sie noch als Frau (ich nenne sie auch immer noch Sarah, was so gesehen falsch ist) und habe sie jetzt vor vier Jahren frisch kennengelernt. Ich wusste im ersten Moment gar nicht, dass sie sich verändert hat. Mir war damals in der Grundschule auch nicht bewusst, dass sie so anders ist. Sie war in meinen Augen immer ein ganz normales Mädchen, was eben keine Kleider mochte und auch diese Mädchensachen doof fand. Den großen Ausbruch habe ich persönlich gar nicht mitbekommen, aber sie ist immer noch der selbe Mensch ob sie sich nun als Mann fühlt oder nicht. Das ändert ja nichts an ihrem Charakter.


6. Ich habe in meiner Rezension zu deinem Buch sehr die authentische Reaktion von Ben auf Lottas Geheimnis gelobt. Er reagiert zunächst ja eher ablehnend und kann sich nur langsam mit dem Gedanken anfreunden, dass Lotta physiologisch gesehen ein Junge ist. Nun mal Hand auf's Herz: Wie hättest du an seiner Stelle reagiert?

Ich weiß es ehrlich gesagt gar nicht so genau. Ich denke ich wäre ziemlich verwirrt, würde mich verarscht fühlen und nie wieder einen Tropfen Alkohol anfassen. Allerdings wäre es da auch noch wichtig zu wissen wie wir davor zueinander standen. Wenn es wäre wie bei Ben und Lotta – also das ich Sie/Ihn schon immer toll fand, dann würde ich zumindest versuchen mich mit den Dingen zu arrangieren. Frühstück, ein klärendes Gespräch und dann mal weiter sehen? Wäre es hingegen ein One Night Stand den ich irgendwo angeschleppt hätte (was nie vorkommen würde, weil ich und der Alkohol auf Kriegsfuß stehen) würde ich vermutlich auch die Flucht ergreifen und mein ganzes Leben mit einem schlechten Gewissen verbringen, weil ich nicht versucht hätte es zu klären.


7. Wie wird es in Zukunft mit dir und deiner Autorenkarriere weitergehen? Hast du schon neue Projekte am Start oder willst du es bei einem Buch belassen?

Ich hoffe mal, dass es mit mir und meiner Karriere weiter gehen wird. Zwar nur nebenher, weil mein Hauptaugenmerk auf der Ausbildung liegt und dann darauf mich irgendwann mal selbständig zu machen, aber ich möchte jedenfall weiterhin schreiben. Ich plane derzeit drei Projekte, wovon eins vorraussichtlich im Frühjahr/ Sommer 2016 veröffentlicht wird. Das andere setze ich mal auf Herbst 2016.
Die gute Nachricht ist jedoch: Es wird mit Ben und Lotta weitergehen. Ich weiß, dass sich einige von den Lesern eine Art Fortsetzung gewünscht haben, was es nicht direkt wird. Es wird eher eine sinnvolle Aneinanderreihung von teils bereits vorhandenen Kurzgeschichten zu Ben und Lotta, die Themen wie das erste Date, das Zusammenziehen und den Alltag ihrer Beziehung abdecken werden.
Dieser recht kurzweilige Zusatzband wird wenn alles klappt zu Weihnachten 2015 sonst spätestens Februar 2016 erscheinen und das voraussichtlich nur in limitierter Auflage was die Prints betrifft.


Vielen Dank, liebe Nessa, für die ausführlichen Antworten!
Wenn ihr jetzt noch mehr über Nessa Maral und ihr Buch erfahren wollt, dann schaut auf ihrer Website vorbei.

Samstag, 13. Februar 2016

Liebeswirbel (Gabriele Oscuro)

Hey ihr Lieben!

Das heutige Buch nennt sich "Liebeswirbel" von Gabriele Oscuro, erschien bei BookRix und umfasst 242 Seiten. Es handelt von Dirk, der sich mit fast 50 noch einmal neu verliebt.


Beschreibung:

Dirk steckt in einer mittelschweren Krise. Mit fast 50 und Vater eines Sohnes, hat er sich schon damit abgefunden, alt zu sein. Doch dann trifft er auf Jakob, seinen Kollegen, und verliebt sich noch einmal. Dieser erwidert die Gefühle und plötzlich steckt Dirk in einem Wirbel, der ihn sich noch mal jung fühlen lässt.

Meine Meinung:

Ich hab dieses Buch gekauft, weil ich es spannend war, von einer Liebe zu lesen, die ab 50 beginnt. Und zwar nicht mit einem 30 Jahre jüngeren, sondern wirklich mit einem Gleichaltrigen. Irgendwie hat diese Liebe dadurch von Anfang an eine gewisse Reife, was das Buch deutlich von anderen seines Genres abhebt und das fand ich großartig! Ich hab das so gerne gelesen und hätte da noch viel, viel mehr dazu lesen können.
Es ist so eine perfekte Mischung: Diese Zweifel, ob man nicht schon zu alt für die Liebe ist, zu alt im Allgemeinen, weil es hier zwickt und da ein wenig Fett angesetzt hat... Dadurch, dass diese Zweifel angesprochen werden, wirkt das ganze Buch einfach so mega authentisch, das fand ich super. Und dann im Gegenzug merkt man aber auch, dass ihr Alter ihrer Liebe eine ganz andere Dimension gibt. Alles, was man bei anderen Geschichten eher kritisieren würde, fand ich hier toll. Zum Beispiel, dass man gleich so gut wie zusammen zieht, ist hier nicht übereilt, sondern nachvollziehbar, weil man einfach die Zeit, die einem noch bleibt, ehe man wirklich zu alt für alles ist, noch zusammen genießen möchte.
Aber auch solche Dinge wie ein Outing im Büro oder vor der Familie. Sie sind, wie sie selbst sagen, einfach zu alt, um noch mal Versteckspiele zu spielen oder sich von der Familie ihre Liebe vorschreiben zu lassen. Ihnen ist egal, was die Umwelt denkt, weil sie genau wissen, was wichtig ist. Und das zeugt eben schon von einer Reife, die man im Laufe seines Lebens eben erst erlernen muss.
Übrigens gibt es in diesem Zusammenhang einfach ein paar wunderschöne Phrasen, die ich einfach mochte. Allgemein ist der Stil sehr schön flüssig und ausführlich und so, dass man sich wirklich in die Story fallen lassen kann.
Die Sexszenen waren auch heiß. Ich finde auch, hier wurde so selbstverständlich von grauen Haaren und Fettpölsterchen gesprochen, dass es nicht weniger sexy war - nur falls da jemanden Bedenken haben könnte.
Leider habe ich auch ein wenig Kritik. Das erste ist, dass es ein paar Zeitsprünge gibt, die sich gerade am Ende häufen und die ich ein wenig viel fand. Aber es ist nicht sonderlich dramatisch, dass dem so ist.
Das zweite ist, dass einges offen bleibt. Zum Beispiel was das Liebesleben von Jakobs Sohn angeht, wird nur noch mal kurz angeschnitten, dass es sich offenbar geklärt hat, aber man erfährt da nicht mehr wirklich was dazu. Auch wird die Geschichte von Hannes und Ajith angesprochen, die dann in der Kurzgeschichte "Weihnachtswirbel" noch mal erzählt wird. Aber in dier Hauptstory bekommt man zwar einen Teil mit, aber es wird dann eben nicht mehr drauf eingegangen. Das ist halt irgendwie schade. Wenn man da näheres wissen will, muss man einfach "Weihanchtswirbel" lesen. (Ist jetzt aber nicht so schlimm, das ist sogar kostenlos.)
Mir sind auch wieder zu viele schwul. Jakobs Bruder, Dirks Sohn. Letzterer gibt der Story ja noch was, aber der Bruder ist es einfach nur, ohne wirklich irgendetwas an der Geschichte zu beeinflussen. Das ist mir ein wenig too much. Dafür finde ich aber spitze, dass Dirk wirklich nur bi ist und nicht mit 50 plötzlich schwul wird.
Ich mag nicht spoilern, aber ich muss ja kurz drauf eingehen. Wenn ihr es nicht wissen wollt, dann hört hier jetzt auf zu lesen: Die Sache mit Phillipp. Dieser stalkt Jakob anfangs und das ist klasse geschildert. So ein bisschen Psycho mag ich ja ganz gerne und das bringt noch mal Spannung in die Geschichte und ist auch klasse dargestellt. Am Ende war es aber schnell abgehakt, da hätte ich mir mehr erhofft, vielleicht noch eine Gerichtsverhandlung oder irgendetwas anderes, dass es mehr ausgeklungen wäre statt abgehackt zu wirken.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich finde ja, solche Geschichten muss es auch geben. So Liebe um die 50. Warum gibt es davon so wenig? Wollt ihr echt immer nur junge Kerle lesen? Ihr werdet ja auch älter. :P
Und ich finde sie so großartig umgesetzt, das Buch ist echt ein Muss! Ich empfehle es euch echt, lest es. Es ist toll und hat so eine schöne Message irgendwie.

Gibt es noch mehr solcher Bücher? Ich hab da noch nie nach gesucht, ich gestehe. Aber wirklich Bücher, in denen beide älter sind. Nicht nur einer. Obwohl... die Konstellation find ich prinzipiell auch spannend, also wenn ihr mögt, könnt ihr auch die empfehlen.
Jules :)

Mittwoch, 10. Februar 2016

Vom Kritik üben und vom Kritik annehmen [K]

Hallo ihr Lieben!

Ich kann euch echt nicht sagen, was mich genau dazu bewogen hat, diesen Kolumnenpost zu schreiben, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, meine Gedanken dazu mal auf Papier bringen zu müssen. Es soll quasi darum gehen, wie man als Blogger am besten Kritik übt, aber auch, wie man als Autor am besten mit Kritik umgehen kann. Denn wenn ich etwas in der Zeit, in der ich den Blog nun schon betreibe, bemerkt habe, dann, dass das oft einfach nicht richtig gehandhabt wird.
Ich weiß selbst sehr gut, dass es schwer ist, seine eigene Meinung auszudrücken, ohne vielleicht zu hart oder gar zu subjektiv an die Bewertung heranzugehen. Natürlich soll man als Blogger – oder allgemeint als Rezensierender – ja immer darauf achten, dass man seine Kritik sachlich und relativ objektiv vorträgt. Oft ist das aber irgendwie einfach nicht ganz möglich, weil man sich vielleicht sogar geärgert hat oder einfach einen anderen Geschmack hat als gefühlt der Rest der Menschheit. Deswegen finde ich es wichtig, dass klar gemacht wird, dass es sich wirklich um eine persönliche Meinung handelt und man vielleicht sogar einräumt, dass es für andere Geschmäcker eventuell eben doch eine interessante Geschichte sein kann. Man darf ja nie vergessen, dass hinter der Rezension auch nur ein Mensch mit eigenen Interessen, Vorlieben und Ansichten sitzt, der versucht, sein eigenes Bild zu der Geschichte in Worte zu fassen.
Ich finde es aber wichtig, dass man sagt, was einen gestört hat. Weil nur so kann man seinen Blog auch ehrlich führen. Bei manchen Bloggern habe ich manchmal das Gefühl, dass sie ihre Kritik recht mild ausfallen lassen und Dinge loben oder übergehen, die eigentlich eher im negativen Sinne angemerkt werden sollten. Oft gerade auch, weil sie das Buch als Rezensionexemplar bekommen haben und/oder den Autoren/die Autorin persönlich kennen. Ich möchte niemanden unterstellen, sich einzuschleimen, aber auf mich wirkt es dann leider genau so. Man hat doch seinen Lesern gegenüber eine gewisse Verantwortung, ein Buch, dass nicht sonderlich begeistert hat, auch ehrlich zu rezensieren. Man kann doch nicht, nur um bei anderen einen Stein im Brett zu haben, etwas schön reden. Meiner Meinung nach ist das nicht Sinn einer Rezension bzw. eines Blogs. Klar fällt es irgendwo auch schwieriger, jemanden Kritik vor den Latz zu knallen, wenn man sich mit demjenigen gut versteht, aber andererseits kann man diese ja nett verpacken. Und man muss es ja auch so sehen: Es hilft dem Autor/der Autorin ja auch nur, wenn man ehrlich sagt, was einem nicht gefallen hat. Denn nur so weiß der- oder diejenige ja dann auch, was er bzw. sie in der nächsten Geschichte anders machen sollte. Nur so kann man ja dazu beitragen, dass der Autor/die Autorin sich verbessern kann. Und das ist meiner Meinung nach sehr viel mehr wert als geheucheltes Lob.
Zugegeben, ich selbst halte mich auch nicht immer an das, was ich gerade so predige. Manchmal geht es einfach mit einem durch und man rezensiert etwas mit einem etwas aufgewühlten Gemüt oder lobt ein Buch, dass im Nachhinein auch ein wenig Kritik vertragen hätte… Aber ich bin der Meinung: Fehler sind menschlich. Und solange man grundsätzlich versucht, ehrliche Rezensionen in einem sachlichen Ton zu schreiben, kann auch mal ein Post etwas aus der Reihe tanzen. Solange es jetzt nicht beleidigend wird, etc. Aber man sollte sich schon immer vor Augen führen, warum man eigentlich eine Rezension schreibt und dann vielleicht auch mal sich selbst kontrollieren, ob man sich da auch gerade dran hält oder eben nicht.
Leider sind es aber nicht nur diejenigen, die Rezensionen schreiben, die sich nicht immer richtig verhalten. Oft sind es auch Autoren selbst, die auf Kritik in einer unprofessionellen Art und Weise reagieren. Ich habe das Gefühl, viele fühlen sich gleich persönlich angegriffen, wenn jemand für eine Geschichte nicht nur Lob aufbringen kann. Dabei möchte man ja niemanden persönlich treffen sondern einfach ein paar Dinge aufzeigen, die man noch verbessern kann.
Ganz ehrlich? Man muss auch einfach damit rechnen, dass es Menschen geben wird, denen das Buch nicht gefallen wird und die dann vielleicht etwas zu kritisieren haben. Wenn man nicht mit Kritik umgehen kann, dann sollte man meiner Meinung nach nichts veröffentlichen, denn man kann einfach nicht erwarten, dass es jeden einzelnen Menschen auf diesem Erdball zusagen wird. Selbst Bestsellerautoren müssen sich noch mit Kritik herumschlagen, da kann mal als Neueinsteiger wohl kaum erwarten, nur in den höchsten Tönen gelobt zu werden.
Natürlich ist es nicht schön, wenn jemand an etwas herummeckert, in das man Mühe und Herzblut gesteckt hat – das würde mir auch nicht gefallen. Aber man kann es nicht verhindern und man kann sich dann nicht wie ein Kindergartenkind verhalten und denjenigen angreifen oder in endlose Diskussionen verwickeln.
Ich empfinde es immer als sehr anstrengend, wenn ein Autor versucht, sich zu rechtfertigen. Ich meine, wenn man sich bei etwas, das kritisiert wird, etwas gedacht hat, dann kann man sich sagen: „Okay, dem Blogger hat es nicht gefallen, aber ich finde es gut, so wie es ist“ und die Sache einfach abhaken. Aber es ist schon sehr unprofessionell, wenn man dann demjenigen, der rezensiert hat, versucht, seine eigene Meinung aufzuschwatzen – möglichst noch in der Hoffnung, dass er zu einer Einsicht kommt und die Rezension umändert.
Man belügt sich damit ja auch einfach selbst, wenn man Dinge schön redet. Statt für alles eine Ausrede zu suchen, sollte man sich Kritik vielleicht einfach zu Herzen nehmen, darüber nachdenken und dann entscheiden, ob man sie umsetzen möchte oder nicht. So erreicht man ja vielleicht auch, das spätere Geschichten besser ankommen, was ja auch nur im Interesse des Autors/der Autorin sein kann.
Oft sind es aber gar nicht die Autoren, die einen Blogger für seine Meinung angehen, sondern andere Leser, die der Meinung sind, ihre neue Lieblingsgeschichte vor bösen Rezensionen schützen zu müssen. Auf einmal wird man von einem wildfremden Menschen dumm angemacht, wie man das nur schreiben kann und bekommt aufgelistet, warum das Buch doch eigentlich wunderschön ist. Vermutlich ist es normal, dass nicht nur positive Reaktionen auf Rezensionen folgen, aber eigentlich sollte das nicht sein, dass man für seine eigene Meinung angegriffen wird. Mir hat man auch mal gesagt, dass das, was ich als kitschig kritisiert habe, ja einfach nur romantisch ist und ich denke mir dann einfach nur: „Ja. Für DICH mag es romantisch sein, aber für MICH ist es zu viel des guten. Und deswegen hat es MIR nicht gefallen. Aber meine Ansicht muss sich ja nicht mit DEINER Ansicht decken.“
Und das ist der springende Punkt. Ob man einer Kritik zustimmt oder nicht, dass ist jedem selbst überlassen – nur sollte man dabei einfach einem anderen Menschen seine Meinung lassen.
Amen. :D
Jules :)

Montag, 8. Februar 2016

Eine Randbemerkung (Isabelle Rowan)

Hi ihr Lieben!

Diesmal gibt es eine Rezension zu "Eine Randbemerkung"* von Isabelle Rowan. Das Buch erschien bei Dreamspinner Press und umfasst 289 Seiten. In diesem geht es um John, der sein Leben neu ordnen muss und sich dabei in den obdachlosen David verliebt.


Beschreibung:

Für John zählen nur Zahlen und Fakten und folglich dreht sich sein Leben nur um seinen Job. Doch auch er muss einsehen, dass seine Gesundheit dies nicht länger mitmacht. Sein Arzt rät ihm zu einem Tapetenwechsel und diesen findet John in einem kleinen Buchladen, den er pachtet.
Zunächst versucht er als neuer Geschäftsführer nur, sein altes Verhalten beizubehalten, aber nach und nach muss er erkennen, dass er sein Leben von grundauf neu ordnen muss. Eine nicht unwesentliche Rolle spielt dabei der ungepflegte David, der jeden Tag zum Lesen in den Laden kommt und John zunächst ein Dorn im Auge ist. Doch je mehr er über David erfährt, desto mehr muss er erkennen, dass zu leben mehr bedeudet, als nur zu einen erfolgreichen Job zu machen.

Meine Meinung:

Ich musste ja erstmal in die Geschichte reinkommen, wenn ich ehrlich sein sollte. Am Anfang wusste ich noch nicht so genau, auf was das Ganze hinauslaufen wird und was ich davon halten soll. Aber als die Geschichte dann Fahrt aufgenommen hat, hat sie mich wirklich komplett überzeugt. Es steckt letztlich einfach so viel mehr in ihr, als man zunächst vermutet und sie entpuppt sich dann als wahres Schätzchen, dass man kaum aus der Hand legen mag.
Beeindruckend daran ist, wie sehr sie einen emotional einfach mitreißt. Ich hatte kaum ein Kapitel, bei dem ich nicht wegen irgendetwas Tränen in den Augen hatte. Man kann einfach nicht nicht mitfühlen.
Das liegt einfach an der Geschichte selbst, die wie ein Märchen rüber kommt, aber trotzdem so echt wirkt, als wäre sie wirklich alltäglich. Der Stil spielt da natürlich viel mit rein. Er beschreibt alles sehr greifbar und nachvollziehbar, so dass man alles super nachempfinden kann und nichts in Frage stellen muss, weil alles, so märchenhaft es auch sein mag, nie unrealistisch wirkt.
Ich mochte auch sehr, wie sich die Charaktere so wunderbar in die Geschichte einfügen und wie real sie einfach wirken. Dadurch, dass jeder seinen festen Platz in der Story hat, wird es eben einfach noch einmal authentischer. So als würde genau diese Geschichte sich gerade im Buchladen um die Ecke ereignen.
Man muss auch ganz allgemein sagen, dass die Protagonisten wunderbar dargestellt werden. Hauptsächlich eben dadurch, dass ihre Gefühle dem Leser sehr offen dargestellt werden und man einfach genau nachvollziehen kann, warum wer wie denkt und wie handelt.
Gerade auch Dave, der doch ein sehr undurchsichtiger und verschlossener Charakter ist, ist dennoch für den Leser greifbar. Natürlich handelt er oft anders, als man es erwartet oder sagen wir besser, er handelt anders, als man es von einem „normalen“ Menschen erwarten würde. Aber man erkennt eben deutlich, warum er das tut und was er gerade für ein Problem hat und warum er deshalb weg muss, so dass man dann nicht das Gefühl hat, ihn jetzt nicht verstehen zu können. Ich finde, es ist eine Kunst, einen Charakter so unlogisch handeln zu lassen, es aber so darzustellen, dass es dennoch Sinn ergibt.
Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass die Gefühle dem Leser allgemein wirklich nahe gebracht werden. Man versteht einfach Davids Ängste und seine Unsicherheit, ob er all das wirklich verdient hat, genauso, wie man Johns Verzweiflung am eigenen Leib fühlen kann. Beide durchleben in dem Buch auch eine Wandlung, die sehr authentisch beschrieben wird. John kann eben nicht von jetzt auf gleich seinen alten Charakter ablegen, aber man erkennt, wie es in ihm arbeitet und David ihn nach und nach zu einem offeneren Menschen macht.
Und David wiederum hat Dinge erlebt, die jeden hemmen würden, aber er erkennt, dass er an sich Arbeiten muss um das zu ändern. Ich finde es auch wunderbar, wie man einfach mitverfolgen kann, wie sich die Veränderung der Charaktere dann auch auf ihre Beziehung auswirkt – oder vielleicht eher andersherum. Es ist einfach alles ein homogener Prozess, der wunderbar passt.
Ich mag auch die Nebencharaktere sehr gerne. Allen voran Jamie, der so unbeschwert und doch so einfühlsam ist oder auch Adam, Daves Sohn, der so stark und tapfer ist, aber trotzdem auch noch ein verletzlicher Teenager. Sie sind alle so menschlich und das ist einfach schön.
Ich weiß nicht, was ich kritisieren soll. Die Geschichte ist wunderbar ruhig und dabei so rührend und ergreifend, dass mir einfach nichts Negatives einfallen will.
Das Buch ist wunderbar und man muss es einfach lesen.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Wie kann man das Buch nicht lesen wollen? Ihr müsst der Geschichte eine Chance geben, sie ist so warmherzig und wundervoll und rührend, man muss sie einfach gelesen haben!
Unbedingt kaufen.

Und da haben wir schon wieder eine endlos lange Rezension... Ich glaube, ich kann mich gar nicht mehr kurz fassen.
Jules :)




* Dieses Buch wurde mir Dreamspinner Press als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank noch einmal dafür!

Samstag, 6. Februar 2016

Lichtblick (Lisa Worrall)

Hallo ihr!

Das heutige Buch nennt sich "Lichtblick" und stammt von Lisa Worrall. Erschienen ist es im Cursed Verlag und umfassen tut es 172 Seiten. Es handelt vom blinden Josh, der sich in einem Blindencamp in den Campleiter Charlie verliebt.


Beschreibung:

Nach einem Unfall hat Josh sein Augenlicht für immer verlorgen - und mit diesem seine Liebe Alec. Er beschließt, sich nie wieder jemanden zu öffnen, doch dann trifft er in einem Blindencamp auf Campleiter Charlie und hat das erste Mal wieder das Gefühl, jemand Besonderen kennengelernt zu haben. Doch Charlie selbst auch einige Rückschläge im Leben erleiden müssen und wehrt sich gegen Joshs Annäherungen. Aber auch Charlie muss erkennen, dass Josh ihm bereits viel zu sehr ins Herz gewachsen ist, um ihn immer von sich zu stoßen.

Meine Meinung:

Ein wirklich großartiges Buch! Es ist sehr ergreifend und berührt einen einfach, dem kann man sich gar nicht entziehen. Ich hab total oft heulen müssen, weil das Buch so lebensbejahend ist, aber eben auch oft ein wenig Tragik enthält.
Ich mag es, wie die Handicaps der Protagonisten beschrieben werden, man aber trotzdem erkennt, dass sie dafür kämpfen, trotz dessen ein normales Leben zu führen und sich mit der Situation zu arragnieren. Die einzelnen Figuren (auch die Nebenfiguren) sind dabei so authentisch und liebevoll beschrieben, dass man jeden einzelnen sofort ins Herz schließen muss.
Die Situation wird auch sehr realistisch beschrieben. Nichts wirkt überzogen oder unrealistisch, alles ist immer auf den Punkt und entführt einen einfach in eine andere Welt. Man ist wirklich gefesselt und möchte nicht mehr aufhören zu lesen.
Dazu trägt auch der Stil bei, der wirklich gelungen ist. Man kann sehr flüssig lesen und die einzelnen Szenen, aber auch ihre Gefühle und Gedanken werden super dargestellt.
Mich hat vor allem begeistert, wie viel man als Blinder doch sehen kann. Wisst ihr, was ich meine? Josh "sieht" einfach mit seinen anderen Sinnen und seiner Intuition und Auffassungsgabe und das ist gleichsam bewunderswert und erstaunlich und unglaublich super beschrieben.
Die Geschichte um Josh und Charlie enthält genau das, was ich gerne mag: Ein wenig Drama und doch sehr viel Romantik, ohne kitschig zu werden. Ich denke, in ihrer beiden Situationen ist es nicht leicht, sich auf jemanden einzulassen und so wird die Annäherung sehr langsam und realistisch geschildert und ist auch mal von Rückschlägen geprägt, die auch wirklich nicht nur von kurzer Dauer sind, sondern an denen wirklich gearbeitet wird. Man hat nicht das Gefühl, es entwickelt sich etwas zu schnell, sondern es ist sehr realistisch gemacht worden.
Vor allem gefällt mir auch, dass man nur den Richtigen finden muss, um jede Hürde meistern zu können. Es ist super, wie das in dem Buch dargestellt wird und ich denke, da kann man sogar noch für sich ein Scheibchen abschneidne.
Zu letzt gab es auch noch Sexszenen und die waren wirklich heiß. Ich kann echt nichts kritisieren.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ein sehr empfehlenswerts Buch! Es besticht durch seine Botschaft und dadurch, dass es echt klasse geschrieben ist. Ich denke, es ist eine etwas andere Liebesgeschichte, die einem wirklich ans Herz geht und ich möchte sie wirklich jedem ans Herz legen.

Übrigens arbeite ich gerade an einer coolen neuen Sache, also nur damit ihr nicht denkt, ich habe in der Jahresvorschau Dinge versprochen, die ich dann nicht einhalte. Ich bin echt dran!
Jules :)

Mittwoch, 3. Februar 2016

Sprachlos (Kim Fielding/Anna Doe) [Q]

Hey ihr Lieben!

Heute gibt es eine Rezension zu dem Quickie "Sprachlos" von Kim Fielding und Anna Doe. Er umfasst 53 Seiten, erschien bei Dreamspinner Press und handelt von Travis, der sich in den stumme Drew verliebt.


Beschreibung:

Travis hat ein Auge verloren und vielleicht auch ein wenig deswegen, lebt er recht zurückgezogen und trostlos. Sein einziger Lichtblick ist der Musiker Drew, dem er auf dem Heimweg öfter begegnet. Dieser leidet an Aphasie und wird zu einem guten Freund von Travis. Bald entwickelt sich noch mehr zwischen ihnen, aber dann holt der Alltag sie ein und einige Probleme zwingen Traivs, sich einer harten Entscheidungen zu stellen.

Meine Meinung:

Im Prinzip fand ich die Geschichte eigentlich sehr schön. Mir hat sehr gut gefallen, wie Travis und Drew mit einander harmonieren. Dadurch, dass Travis ein Auge verloren hat und Drew an Aphasie leidet, hatte man irgendwie das Gefühl, sie können das Handicap des anderen einfach besser akzeptieren und dadurch auch besser damit umgehen. Und das kam in dem Buch eben so wunderbar durch. Man merkt einfach, dass sie sich selbst mit ihrem Problem arrangiert haben und dadurch fähig sind, dies auch mit dem des Partners zu bewältigen.
Natürlich muss man auch sagen, dass sehr gut beschrieben wird, wie sie selbst ihren Alltag meistern. Ich hatte mir erhofft, dass man ihre Handicaps zwar bemerkt, aber eben auch sieht, dass sie diese nicht wirklich als Störfaktor wahrnehmen. Natürlich gibt es auch Momente, in denen das schwer ist, aber so grundsätzlich haben sie gelernt damit zu leben - und all das wird großartig geschildert.
Mir hat auch gefallen, dass die Geschichte sehr alltagsbezogen ist. Es passiert nicht viel, sondern es wird einfach das tägliche Leben geschildert. Das mochte ich deshalb so, weil so deutlich wird, dass sie sich dank ihrer Behinderung ein wenig abgrenzen und ihr trostloses Leben erst durch den jeweil anderen wieder Farbe bekommt. So bekommt die Beziehung einfach eine ganz andere Tiefe.
Leider ist die Geschichte dadurch ein wenig monoton. Es ist nicht so, dass sie nicht interessant und spannnend ist, aber man muss schon sagen, dass jetzt nicht sonderlich viel dramatisches passiert. Das muss nicht prinzipiell schlecht sein, aber hier fand ich es ein bisschen zu wenig. Es gab zwar einen kleinen Höhepunkt, aber dadurch, dass dieser auch recht schnell wieder gelöst wurde, war der nicht sonderlich einschneidend und damit ist die Geschichte einfach sehr ruhig.
Vielleicht liegt es auch daran, dass die Geschichte eher nacherzählt wird und man so nicht mitten im Geschehen ist. Man kann die Gefühle der beiden Männer schon nachempfinden und sich in die Situation versetzen - aber trotzdem ist durch die Erzählweise ein klein wenig Distanz vorhanden.
Trotzdem ist es ein super Stil, sehr flüssig und schon auch detailliert. Ich möchte auch nicht zu viel motzen, weil die Geschichte trotzdem wirklich gelungen ist.

Altersbeschreibung/Zielgruppe:

Natürlich wieder ein Buch für Leute, die wie ich Geschichten mögen, in denen eben nicht jeder einzelne Charakter besonders perfekt ist. Ansonsten ist es eine ruhige Gay Romance Geschichte, die sicherlich bei den meisten gut ankommen dürfte.

Im Moment drängt sich mein Privatleben so weit in den Vordergrund, dass ich kaum Zeit für den Blog habe. Dabei habe ich so viel zu tun. Eigentlich sollte ich mich ja freuen, dass ich mich mal wieder mehr auf mein Privat- und Liebesleben konzentrieren kann - andererseits ist der Blog mein Baby und ich mag ihn nicht so vernachlässigen. Das tut mir richtig weh.
Jules :)

Montag, 1. Februar 2016

9mm - Rotten Games (Juliane Seidel) [Q]

Na ihr Lieben!

Heute gibt es die Rezension zum zweiten Teil der 9mm-Reihe. Diesmal Juliane Seidels "Rotten Games"*. Die Geschichte erschien bei dead soft, umfasst 92 Seiten und handelt von Jay, der sich vom geheimnisvollen Tobias die Beelitzer Heilstätten zeigen lässt und dabei in Gefahr gerät.


Beschreibung:

Jay fotografiert leidenschaftlich gerne und sein Traum sind Fotos der Beelitzer Heilstätten. Dafür kommt er extra nach Berlin, aber der Besuch der Stätten gestaltet sich schwierig. Als er Tobias trifft, bietet der ihm überraschend an, ihm zu helfen, in den Krankenhauskomplex zu kommen. Jay sagt zu, hat aber ein ungutes Gefühl, denn Tobias scheint Einiges vor ihm zu verbergen. Tatsächlich dauert es nicht lange, bis sein ungutes Gefühl sich in eine reale Bedrohung verwandelt.


Meine Meinung:

Wie auch den ersten Teil, fand ich diesen hier sehr ansprechend. Auch hier kann ich wieder nur loben, dass die Geschichte sehr spannend aufgebaut ist. Tobias verhält sich teilweise sehr seltsam und Jay findet ein paar Dinge heraus, die wirklich an Tobias' Absichten zweifel lassen. Das er dennoch mit geht, ist wohl nur seiner Neugier geschuldet. Ich kann das zwar nicht so ganz nachvollziehenn - ich hätte da zu viel Angst gehabt -, aber ich finde, in dem Buch kommt es trotzdem ganz gut rüber, warum Jay nicht auf sein Bauchgefühl hört und trotzdem mit zu den Heilstätten geht. (Übrigens finde ich die Kulisse echt super. Ich hab so einen Faible für alte, verfallene Gebäude, die ein wenig spooky sind und ich finde es super, wie dieser Krankenhauskomplex in die Geschichte eingebaut wird.)
Aber wie gesagt, die Geschichte ist sehr spannend aufgebaut. Der Anfang gibt schon einen Einblick, was kommen wird, dann erfärht man erst, wie es dazu überhaupt gekommen ist und was Jay in der Zeit schon über Tobias herausgefunden hat und wenn dann die Gefahr real ist, fühlt man sich ähnlich atemlos wie Jay und weiß nicht, wie er aus der Situation herauskommen soll. Also man kann wirklich sagen, der Stil passt sehr gut, so dass man super mitfiebern kann. Auch was Tobias betrifft: Man merkt, dass er komisch ist, kann aber nicht klar bestimmen, was nun los ist. Und man wird als Leser dann doch von ihm überrascht - etwas, dass ich immer gut finde.
Sehr gut gefallen hat mir auch der Schluss, wenn sich dann alles aufklärt - gerade auch die Rolle von Tobias. Es ist ein wenig unerwartet und gerade deshalb so gelungen, finde ich.
Was ich auch loben möchte, ist die Parallele zur ersten Geschichte. Die Szenen überschneiden sich ein wenig und das gibt so ein Zusammengehörigkeitsgefühl der Geschichten, das ich bei Reihen immer gerne begrüße. Wobei natürlich die Geschichten vollkommen seperat von einander gelesen werden können.
Es ist wieder kein Gay Romance, auch wenn Jay natürlich schwul ist und echt heißen Sex mit Tobias hat. Aber es steht eben wieder nicht im Vordergrund, man darf keine Liebesgeschichte erwarten und kann sich hier wirklich auf die Geschichte selbst konzentrieren.
Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen, muss man auch sagen, dass das Thema Nazis ein wenig aufgegriffen wird, wie ich finde, ein spannendes Thema in Büchern.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Wenn man eine spannende Geschichte sucht, die auch Action bietet, ist man hier sicher richtig. Natürlich ist es aber nichts, wenn man Wert darauf legt, dass die Protagonisten auch noch eine stürmische Liebesgeschichte durchleben. Wie gesagt, Homosexualität ist wieder Thema, steht aber nicht im Vordergrund. Ich finde das super, aber wer das nicht mag, sollte es sich gut überlegen.

Ich hatte so viel privates Chaos in letzter Zeit und fühle mich jetzt richtig geerdet, einfach mal wieder nur zu bloggen und mich nicht mit mir selbst beschäftigen zu müssen. Ein Traum!
Jules :)



* Dieses Buch wurde mir von Juliane Seidel als Rezensionsexemplar überlassen. Noch einmal ein großes Dankeschön dafür.