Donnerstag, 31. März 2016

März

Hey!

Der März ist zu Ende und wie jeden Monat gibt es natürlich auch diesmal wieder eine Monatszusammenfassung von mir. Viel Spaß damit!

Mein Leben und Ich

Der März war für mich persönlich ein komischer Monat. Ich war mal wieder krank, über eine Woche, also relativ lange. Das war ziemlich nervig, vor allem auch deshalb, weil es auf Arbeit nicht so gut ankam, dass ich krank war. Es ist ja eh eine etwas schwierige Situation bei mir im Büro und ich sag mal so: Wenn man krank ist, ist man halt der absolute Buhmann. Vor allem, weil es ausgerechnet die Woche vor meinem Urlaub war und dann natürlich gleich wieder böse Absichten hineininterpretiert worden sind...
Ja und damit habe ich es ja schon gesagt: ich hatte Urlaub. Den habe ich auch wirklich gebraucht, schon alleine, damit sich mein Körper wieder von meiner Entzündung erholen konnte. Ich hatte drei verschiedene Antibiotika, ihr könnt euch also vorstellen, dass es jetzt nicht so toll war...
Im Urlaub konnte ich auch endlich mal entspannen und ganz viel tun, was ich sonst immer vor mir hergeschoben habe. Aber natürlich habe ich ihn auch ausführlichst genossen. Ich hatte auch mal wieder Zeit, richtig aufwendig zu kochen und zu backen - das mache ich ja sehr gerne, falls ihr das noch nicht wusstet. (Aber nein, ich werde jetzt keinen Foodblog starten.)
Ich habe im März jetzt auch wieder intensiv mit Sport begonnen. Genauer gesagt, mit joggen. Mein Crosstrainer kam ja auch endlich und mittlerweile steht er auch. Leider konnte ich dann nicht drauf, weil ich ja krank war, aber jetzt, nach dem Urlaub, wenn ich nicht mehr so viel Zeit zum joggen habe, werde ich ihn dann intensiv nutzen. Geht halt einfach wesentlich schneller, da kurz drauf zu hüpfen, statt erst noch irgendwo hin zu fahren, wo man in Ruhe joggen kann. Bei uns ist nämlich relativ viel Straße, da jogge ich bestimmt nicht entlang.
Der Frühling hat ja leider auf sich warten lassen. Ich hatte ja darauf gehofft, dass im März schon mega Sonnenschein herrscht, aber dann... Pustekuchen. Obwohl es ja schon schöne Tage gab, ne. Nur halt viel zu wenig!
Und oh mein Gott, ich muss euch vom Grauen schlechthin erzählen. Ich dachte doch vor zwei Wochen echt, mein Kindle ist kaputt. Plötzlich war der Akku nach einem Tag schon leer, selbst wenn ich ihn nicht benutzt habe. Ich habe dann panisch das Kundencenter von Amazon tyrannisiert und siehe da: Irgendwie ist das letzte Update nicht richtig installiert worden und deshalb hat der Akku gesponnen. Jetzt habe ich es manuell installiert und jetzt ist der Kindle besser wie zuvor. Im Prinzip hält der Akku jetzt länger als vorher, fast so, wie damals, als er noch ganz neu war. Gott sei Dank!

Bücher, Bücher, Bücher

Gerade auch, weil ich Urlaub hatte, hatte ich sehr viel Zeit zu lesen. Die habe ich auch gebraucht, ich hatte nämlich zwei Rezensionsexemplare und dazu noch meine normalen Büchern.
Leider kamen meine vorbestellten Bücher jetzt nicht rechtzeitig, um noch meinen Urlaub auszufüllen, aber gut, dann ist dem eben jetzt so. Dafür habe ich im März schon mit den Büchern angefangen, die eigentlich für den April gedacht waren... Zumindest hinke ich nicht nach, ist doch auch was.
Dafür hatte ich eigentlich nur positive Bücher, also wirklich keine totalen Katastrophen. Das hat mich sehr gefreut, aber umso schwerer fällt es mir natürlich jetzt, einen Favoriten auszusuchen. Ich schwanke zwischen "Wildherz" von Diana Wintermeer und "Nur drei Worte" von Becky Albertalli. Aber da ich in letzter Zeit so wenig tolle Jugendbücher gelesen hab, entscheide ich mich mal für letzteres.
Euer Liebling hingegen war "Du mich auch!" von Marlene Lauterbach, dicht gefolgt von Denny Dreamboys "The Maniac Street".
Wisst ihr, was mir aufgefallen ist? Ich habe aktuell relativ wenige Bücher auf meiner Wunschliste. Kann es sein, dass momentan auch nicht so viel interessantes erscheint? Ich weiß echt nicht, warum die immer mehr schrumpft. Andererseits ist es gut, da kommen mal die Wunschlistenleichen ins Gespräch.
Viel mehr gibt es zu den Büchern eigentlich nicht zu sagen, dafür aber zum Blog umso mehr.

Rund um den Blog

Erstmal muss ich mich bei euch bedanken. In letzter Zeit schreiben mir so viele Leute, wie sehr sie meinen Blog und meine Rezensionen mögen, das rüht mich total und freut mich natürlich riesig. Ich kann mich nur wiederholen, dass es für mich einfach das wichtigste ist, wenn meine Rezis euch weiterhelfen und ihr merkt, wie viel Mühe und Herzblut in ihnen steckt. Es ist einfach schön, wenn man dann so nette Worte gesagt bekommt, die motivieren dann noch einmal mehr, einfach weiter am Ball zu bleiben. Und keine Angst, ich habe auch nichts gegenteiliges vor. Aber trotzdem noch einmal ein herzliches Dankeschön an euch. ♥
Jetzt aber zum Blog. Ich hab mich diesen Monat so geärgert, weil ich im Urlaub zwar massig Zeit für den Blog gehabt hätte, aber leider nichts zu tun war. Irgendwie habe ich davor schon alles wesentliche abgearbeitet gehabt. Doof, oder?
Aktuell bin ich ziemlich nervös, weil ja gerade die Themenwoche läuft. Ich werde dann im April noch mal darauf eingehen, weil ich ja jetzt noch nicht viel dazu sagen kann. Aber bisher scheint es ganz gut zu laufen, ich freue mich sehr.
Kurz möchte ich noch was zu den Montagsblogposts sagen. Ich wollte sie ja eigentlich weg lassen, dann war noch so viel altes Zeug da, dass ich sie gebraucht habe und jetzt füllen sich dank Rezensionsexemplaren und anderen Dingen immerenoch die Montage. Ich habe mich jetzt entschieden, mein Schicksal anzunehmen. Es wird nich zwingend jeden Montag einen Post geben, aber so im Prinzip integriere ich die Tage wieder fest in den Monatsrhythmus.

Was mich bewegt

Natürlich war der März auch wieder ein schwarzer Monat, man denke nur an die Anschläge in Brüssel. Es ist so schrecklich, was akutell auf der Welt passiert und so langsam wird diese Bedrohnung alltäglich. Man kann ja nirgendwo mehr sicher sein und auch wenn ich natürlich sage, man darf sich zu Hause nicht verstecken, scheue ich doch davor zurück, eine große Stadt zu besuchen.
Eigentlich wollte ich ja - wie letztes Jahr - Städteurlaub planen, aber irgendwie habe ich mich bisher einfach noch nicht getraut. Vielleicht besteht mein Städteurlaub rein aus der FBM, falls es klappt und ich da hinfahren kann. Andererseits ist das natürlich auch wieder ein super Ziel, wenn man es genau nimmt. Langsam sollten sie echt mal was gegen diese Scheiße unternehmen. Ich glaube, man müsste da viel rabiater da unten vorgehen. Ich meine, keine Ahnung, wie man das bekämpfen soll, aber zumindest scheint ja das, was bisher getan wurde, lange noch nicht ausreichend gewesen zu sein...
Ein freudigeres Ereignis ist dann doch die LBM gewesen. Naja, zumindest für die, die dort waren. Für mich war es eher frustrierend. Aber ich habe sie natürlich mitverfolgt, wenn auch nur über Twitter. Es ärgert mich, dass ich nicht dort war. Andererseits war es auch okay, ich war ja auch noch nicht ganz fit und alles.

Vorschau auf den April

Was erwartet euch im April? Ich glaube, nicht all zu viel. Ich erhole gerade noch von der Themenwoche und fange erst langsam an, neue Projekte zu planen und umzusetzen.
Außerdem sind zwei Montage schon mit Rezensionsexemplaren belegt und dann habe ich für euch mal wieder einen Literatur-TAG vorbereitet.
Ansosnten gibt es nicht so viel zum April zu sagen, ich hoffe aber, dass ich darin sehr viel schaffe und das im Mai dann schon wieder ganz anders aussieht.
Buchmäßig freue ich mich eigentlich auf meine neue Romane. Ich habe eigentlich das Gefühl, dass diese recht spannend werden.
Und dann hoffe ich natürlich, dass meine Prints endlich kommen - dann werde ich nämlich vor allem sehr viel lesen und rezensieren - genug zu tun also.

Famous last words

Zum Abschluss noch was schönes, nämlich ein Songzitat mit ♥:

"But I still don't understand,
Just how your love can do what no one else can"
Beyoncé - "Crazy in love"

Jules :)

Wie wichtig ist ein Safeword? [K]

Hi!

Im Rahmen meiner BDSM-Themenwoche soll es heute um eine Frage gehen, an der sich häufig die Geister scheiden. Nämlich um die Frage, wie wichtig ein Safeword eigentlich ist?
Ich war bzw. bin eigentlich der Meinung, dass ein Safeword unwiderruflich dazu gehört und einfach existieren muss. Allerdings habe ich mir auch andere Meinungen angehört, die etwas Gegensätzliches behaupten. Jetzt will ich versuchen, die Aussagen ein wenig gegenüber zu stellen und vielleicht eine Antwort auf diese Frage zu finden:
Wie gesagt, bin ich ein großer Verfechter des Safewords. Für mich stellt so ein Wort ein großes Stück Sicherheit da. Als Sub liefert man sich seinem Dom oft völlig schutzlos aus und einfach schon für das Gefühl ist es wichtig, ein Safeword zu haben. Immerhin dient das dazu, eine Session abzubrechen, wenn etwas passiert, mit dem man nicht übereinkommt. Ich weiß nicht, wie man sich jemand anderen so darbieten kann, ohne im Hinterkopf zu wissen, dass man abbrechen kann, falls es einen zu viel wird.
Andererseits kann man natürlich nie wissen, ob der Dom nicht vielleicht zu dem Typ gehört, der das Safeword einfach übergehen wird. Das sollte natürlich nicht passieren, im Gegenteil, das ist so ziemlich das größte No Go überhaupt. Aber manche Leute sind eben so und dann hilft einen das Wort auch nicht mehr viel.
Und hier knüpfen eben Skeptiker an und sagen: Ob mit oder ohne Safeword, der Schlüssel heißt Vertrauen und man kann nur jemanden vertrauen, von dem man weiß, dass er aufhört, wenn er merkt, dass es einem zu viel wird. Und damit kommt auch schon die das ultimative Argument ins Spiel: ein guter, erfahrener Dom wird merken, wenn der Sub an der Grenze ist und aufhören, ehe er überhaupt dazu kommt, ein mögliches Safeword auszusprechen.
Das ist der Punkt, bei dem ich sagen: Richtig. Jemand, der seinen Sub ständig dazu bringt, das Safeword zu nutzen, ist für mich kein guter Dom. Dieser sollte merken, wann er aufhören soll, ehe der Sub von sich aus eingreifen muss.
Aber nichtsdestotrotz bin ich hier sehr vorsichtig und sage: Das mag bei Partnern gut funktionieren, die sich kennen und wissen, wie weit der andere zu gehen bereit ist. Aber ein Fremder kann einen vielleicht einfach noch nicht richtig einschätzen und dann hilft die ganze Erfahrung nicht – tja und wer sagt denn überhaupt, dass der Dom schon Erfahrung hat? Auch ein Dom muss irgendwann einmal anfangen und das tut er, wie jeder andere Mensch, bei 0.
Oft bekomme ich auch die Aussage zu hören: Er hört ja auf, wenn ich nein sage. Aber wenn ich nun wirklich Erbsenzählerei begehe, dann muss man es sagen wie es ist: In diesem Fall ist das Safeword eben „Nein“. Nur finde ich persönlich dann ein „richtiges“ Safeword besser. Denn ein Nein kommt einen vielleicht auch mal über die Lippen, ohne dass man es so meint, wohingegen einen „Apfelkuchen“ oder was auch immer wohl in so einem Moment nicht grundlos einfällt.
Was ist nun also die Antwort auf die Frage, wie wichtig ein Safeword ist? Ganz ehrlich – da gibt es kein Richtig oder Falsch. Wichtig ist, dass die Methode, die man anwendet, funktioniert. Dass sich der Sub gut fühlt und weiß, er kann dem anderen vertrauen und begibt sich nicht in Gefahr. Mit welchen Mitteln er diese Sicherheit für sich findet, ist völlig egal, nur vorhanden muss sie sein.
Dennoch werde ich nicht aufhören, Bücher zu kritisieren, wenn sie eine BDSM-Beziehung ohne Safeword beschreiben. Denn dann denke ich einfach daran, dass so ein Buch auch von Menschen gelesen werden kann, die sich in dieser Materie nicht auskennen und die vielleicht auch nicht nachvollziehen können, wie komplex solch eine Beziehung und wie viel Vertrauen dafür notwendig ist. Für sie wird es einfach unverständlich sein, wenn sich jemand so knallhart ausliefert, ohne ein Schlupfloch in Form eines Safewords zu haben. Das kann dazu führen, dass sie abgeschreckt werden oder einfach einen falschen Eindruck erhalten.
Man mag es nun notwendig finden oder nicht, aber für Außenstehende ist es leichter, so etwas zu akzeptieren, wenn ein Safeword Schutz symbolisiert, und als Autor sollte man darauf einfach Rücksicht nehmen. Das ist ja dann auch nur im eigenen Interesse, wenn man will, dass das Buch auch bei Außenstehenden gut ankommt.
Jules :)

Mittwoch, 30. März 2016

Die Kunst der Unterwerfung (J. P. Barnaby) [Q]

Hey!

Heute gibt es im Rahmen der Themenwoche eine Rezension zu einem kleinen Quickie. Und zwar handelt es sich um J. P. Barnabys "Die Kunst der Unterwerfung". Die Geschichte erschien bei Dreamspinner Press und umfasst 51 Seiten. Handeln tut sie von Josh, der das Gefühlt hat, nie seinen passenden Master zu finden.


Beschreibung:

Joshs größter Wunsch ist es, seinem Master komplett zu dienen, aber leider darf er sich immer wieder anhören, dass die Vorstellung seines Parnters nicht den seinen entsprechen. Immer wieder wird er enttäuscht und glaub schon an kein Happy End mehr für sich selbst.
Doch dann schlägt sein ehemaliger Ausbilder ihm vor, zu einem seiner Freunde nach Montana zu ziehen, weil er glaubt, dieser würde gut zu Josh passen. Und so begibt sich Josh auf eine Reise, die sein Leben verändern wird.

Meine Meinung:

Für mich ist die Story wirklich eine super Kurzgeschichte zum Thema BDSM, weil sie alles enthält, was man eigentlich braucht. Obwohl sie relativ kurz ist, ist sie wunderbar beschrieben, detailliert an den richtigen Stellen. Natürlich wird auch mal etwas übersprungen, aber wie gesagt, das Wesentliche wird ausgeführt und dadurch wirkt sie auch nicht durchgehetzt oder zusammengefasst oder sonst wie unpassend.
Vor allem hat mich beeindruckt, wie stark doch die Emotionen rüberkommen. Ich konnte richtig mitfühlen, teilweise ging es mir sogar so sehr ans Herz, dass ich kurz pausieren musste. Das liegt vielleicht auch ein wenig an mir und meinem Leben, aber selbstverständlich müssen die Emotionen trotzdem auf eine gewisse Art dargestellt werden, dass sie einen auch dahingehend ansprechen.
Die Sexszene ist relativ kurz, aber trotzdem mochte ich sie irgendwie. Vielleicht, weil die Stimmung einer guten Session einfach trotzdem rüber kommt. Allgemein stellt es BDSM sehr gut dar. Ich finde es schön, wie es ein wenig darum geht, den perfekten Partner zu finden, der konform mit den eigenen Wünschen und Vorstellungen ist. Manche Leute glauben ja, BDSM ist BDSM, aber tatsächlich gibt es so viele unterschiedliche Sehnsüchte, dass es wirklich schwer ist, jemanden zu finden, der ähnlich denkt.
Manche Dinge hätte ich mir natürlich schon noch ein wenig ausführlicher gewünscht. Zum Beispiel hätte mich interessiert, wie genau Wade zu seiner Ranche gekommen ist. Aber das sind so kleine Dinge, über die man wunderbar hinwegsehen kann, weil der Rest gut gelungen ist.
Im Vergleich zu manch langer, ausführlicher BDSM-Story, die null Aussagekraft besitzt, ist diese Geschichte trotz ihrer Kürze ein kleines Schätzchen, weil sie alles so beinhaltet und darstellt, wie man sich das erhofft.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Es ist so eine schöne Kurzgeschichte über BDSM, dass Fans dieses Genres einfach nicht nein sagen sollten. Aber auch sonst ist sie sehr gefühlvoll und wird sicher auch anderen Leuten Freude bereiten. Ich kann sie nur empfehlen.

Also die Auswahl an guten BDSM-Geschichten ist wirklich mager. Das macht diese Themenwoche echt zu einer Herausforderung, ich möchte ja nicht nur negative Rezensionen bringen. Aber diese Geschichte ist immerhin ein Lichtblick.
Jules :)

Dienstag, 29. März 2016

Sklaven lieben nicht (Jeany Lena)

Hallo!

Es geht weiter mit meiner Themenwoche rund um BDSM. Schaut unbedingt auch die restlichen Tage rein, es wird diese Wochen jeden Tag einen Blogpost dazu geben.

Heute gibt es die erste Rezension und zwar zu dem Buch "Sklaven lieben nicht" von Jeany Lena. Es umfasst 285 Seiten und erschien bei TazzBuch e.U. Die Geschichte spielt in einer Parallelwelt, in der die Haltung von Sklaven noch legitim ist, bis es zu einem Umbruch kommt.


Beschreibung:

Damian gehört zur Oberschicht und hält Sklaven wie selbstverständlich. Für ihn ist es jedoch wichtig, sie wie Menschen zu behandeln. Als es zu einem Umbruch kommt, steht er vor dem Nichts, aber zwei seiner Sklaven helfen ihm, sich in seinem neuen Leben zurecht zu finden und sein eigenes (Liebes-)Glück zu finden.

Meine Meinung:

Diese Geschichte wurde mir empfohlen, sonst hätte ich sie wohl gar nicht gelesen. Ich finde es wahnsinnig wichtig, dass zwischen richtiger Sklaverei und BDSM unterschieden wird und wenn die Grenzen dann so verwischen, das lässt mich das doch skeptisch zurück.
Allerdings muss ich sagen, dass in dieser Geschichte doch gut Sklaverei von BDSM getrennt wird. Wir bekommen am Anfang mit, wie Damian wirklich Sklaven hält und wie er nach dem Umbruch damit umgehen muss, nicht mehr frei über Keito und Elija verfügen zu können, sondern sie nur noch im Rahmen von BDSM "benutzen" zu können.
Was mir dabei sehr gut gefällt, sind die Gefühle, die dabei rüberkommen: Für Damian ist das alles nicht so leicht, nicht mehr der Sklavenhalter zu sein und nur noch im Bett das Sagen zu haben. Er gerät dadurch auch in Konflikte, wenn er in alte Verhaltensmuster zurückfällt. Ich fand das sehr schön, weil es glaubwürdig ist und weil es wirklich noch einmal den Unterschied verdeutlicht.
Allerdings gibt es auch Punkte in der Geschichte, die mich trotzdem stören. Zum einen leiden die BDSM-Szenen unter der Vergangenheit der drei Männer. Ständig muss irgendwer Rücksicht nehmen oder führt irgendwelche Konflikte mit sich selbst... das ist ziemlich anstrengend, versaut die Sexszene und vor allem zeigt es BDSM nicht, wie es sein sollte. Gerade dann, wenn noch Jerome ins Spiel kommt, der wirklich reinen BDSM von Damian möchte, wird noch mal deutlich, dass Damian das einfach nicht kann. Dieser verweigert Jermone dann ein Safeword, weil er dessen Grenzen dank seiner Erfahrung natürlich kennt, verbietet ihm, gewisse Ding abzulehnen... alles Dinge, die meiner Meinung nach in einer BDSM-Beziehung einfach gar nicht gehen. Es mag Diskussionen geben, wie wichtig ein Safeword ist, aber so ein Wort hin oder her, hat der Sub ein Nein aussprechen zu dürfen. Und wenn das nicht gegeben ist, hat das nichts mehr mit sicherem BDSM zu tun und da hört auch meine Toleranz sofort auf.
Auch sehr kritisch sehe ich die Aussage, dass BDSM nichts mit Gefühlen zu tun hat. Manche können das sicher trennen, aber man kann das nicht verallgemeinern. Sorry, aber für mich hat BDSM sehr viel mit Gefühlen zu tun und es so darzustellen, als würde niemand Gefühle in solch ein Session legen, finde ich echt blöd.
Es gibt auch noch andere Dinge, die mich an den Sexszenen gestört habe. Zum Beispiel, dass Damian wirklich denkt, dasss er drei Subs gleichzeitig glücklich machen kann. Keine Ahnung, ob das möglich ist, aber wenn, dann ist es schwer und und vor allem schwer zu beschreiben und deswegen misslingt das in dem Buch letztlich auch.
Und auch fehlt es mir an Kreativität in den BDSM-Szenen. Sie sind immer gleich aufgebaut und wirken dadurch ein wenig langweilig und unausgefeilt. Vor allem werden auch immer die gleichen Praktiken angewandt. (Und oh mein Gott, ich merke gerade, wie schrecklich ich Fisting finde!)
Auch sonst hat mich die Geschichte nicht vollends überzeugen können. Sie leidet zum Beispiel darunter, dass sie überladen wirkt. Es geschieht wahnsinnig viel in dem Buch. Erst das Sklaventum, dann der Umbruch, dann das Wiedersehen mit Keito und Elija und das darauf folgende Zusammenleben, plötzlich kommt ein dritter Sub ins Spiel... Das alles hat auch wenig roten Faden. Es ist nichts absehbar und geschieht urplötzlich. Auf mich wirkt das alles ein wenig chaotisch. Auch, weil die Dinge nicht wirklich ausgeführt werden. Oft gibt es Zeitsprünge und auch sonst werden Sachen einfach nicht erklärt. Man weiß zwar, es handelt sich um ein Paralleluniversum, aber es wird einfach nicht groß darauf eingegangen. Und wenn dann der Umsturz kommt, wird auch das nur groß umrissen, aber einem fehlen dann trotzdem Informationen. Man muss als Leser alles als gegeben annehmen und kriegt nicht wirklich Gründe oder Details geliefert.
Auch der Stil hätte noch ausgereifter sein könne. Es gibt Wortwiederholungen, seltsame und oft auch einfache Formulierungen. Dann kommen wieder ein paar gute Sätze, aber es zieht sich einfach nicht durch. Oft werden Dinge auch mehrmals nacherzählt, obwohl man sie ja schon kennt und nicht noch hundert mal hören muss. Schwierig.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich weiß nicht.... Soll ich das nun BDSM-Fans empfehlen? Ich mochte es nicht, ich bin da aber auch sehr kritisch. Vielleicht könnt ihr über manchen kritischen Punkt wegsehen und mögt die Geschichte trotzdem?
Was ich recht gelungen finde, ist eben dieses Sklaventum vs. normalen BDSM. Das hat mich überraschenderweise überzeugt und wenn ihr sowas auch itneressant findet, dann ist das Buch sicher was für euch.

Könnt ihr euch vorstellen, dass mich diese Themenwoche ziemliche Nerven gekostet hat? Als ich sie geplant habe, dachte ich: Schüttelst du doch aus dem Ärmel. Zwei Kolumnen, drei Rezensionen, Interview... alles schon oft gemacht. Aber es alles rechtzeitig fertig zu kriegen, parallel zum normalen Blogalltag... es war eine Herausforderung. Unglaublich. Aber es war toll.
Jules :)

Montag, 28. März 2016

Safe, sane, consensual [K]

So ihr Lieben,

heute ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt. Vor gefühlten Ewigkeiten habe ich das erstmal über BDSM in Romanen geschrieben. (Wenn ihr das noch mal nachlesen wollt, dann klickt hier.) Allerdings muss ich wohl zugeben, dass sich seit damals einiges an meiner Einstellung geändert hat. Und deswegen folgt heute ein zweiter Post über BDSM.
Wenn man jemanden erzählt, man steht auf BDSM, dann ist die Reaktion der Leute meistens die gleiche: „Das ist ja eklig/krank/pervers“. (Es geht natürlich auch anders. Manche erzählen einem dann, dass sie auch schon mal Handschellen probiert haben und andere fragen in ihrer naiven Art: „Tut das denn weh?“) BDSM ist etwas, mit dem die Leute nicht viel anfangen können, weil es nicht wirklich populär ist und damit befremdlich. Natürlich hat es sich – zum Fluch oder Segen – schon ein wenig geändert (Stichwort: „Fifty Shades of Grey“), aber trotzdem ist es etwas, das man nicht kennt und was einem dann Angst macht. Es gibt natürlich haufenweise Dokumentationen gewisser Fernsehsender, die gruseliger sind als es die Sache selbst tatsächlich ist, aber wenn jemand nicht in der Szene ist, dann wird er das nicht wissen (können). Und genau so verhält es sicht mit den Büchern. Nicht jedes Buch, das sich in diesem Subgenre bewegt, ist gut gemacht. Manche stellen es sogar (unbewusst) sehr negativ dar. Denn um das jetzt mal klar zu stellen: BDSM hat nichts mit Vergewaltigung und nichts mit häuslicher Gewalt zu tun. Was dabei passiert, sollte nach gewissen Grundsätzen verlaufen. Man hört das häufig als „safe, sane, consensual“, also sicher, vernünftig und einvernehmlich. Und genau das MUSS es sein und ist es eigentlich auch, wenn es richtig praktiziert wird: sicher, in einem vernünftigen Rahmen und vor allem einvernehmlich. BDSM hat sehr viel mit Verantwortung und Vertrauen zu tun. Und in einer guten derartigen Beziehung wird auch darauf geachtet. Es gibt z.B. sehr viele Dinge, die beachtet werden müssen und wenn sich jemand in der Szene auskennt, dann wird er dies auch tun. Man muss das mit einer gewissen Verantwortung an die Sache herangehen, um den Sub nicht nachhaltig zu verletzen. Oder nehmen wir das Bondage: Sowas muss man können. Es hat nichts damit zu tun, jemanden einfach nur irgendwo festzubinden. Dabei muss man einiges beachten, um z.B. nirgendwo die Blutzufuhr zu unterdrücken.
Was man sich auch immer wieder vor Augen führen muss: Beide Teile wollen das! Hier wird niemand zu etwas gezwungen und leidet unter irgendwelchen Prügelattacken. Und es hat auch gar nichts damit zu tun, dass der devote Part krank ist, weil er auf Schmerz steht und der dominante Part in den Knast gehört, weil er gerne andere Leute schlägt. Es geht hier um Lustgewinn/Luststeigerung und nicht darum, jemanden wie ein Psycho zu quälen.
Ich habe das schon mal gesagt und auch wenn ich vielleicht nicht neutral an diese Sache herangehen kann, so bin ich manchmal der Meinung, BDSM ist eine Beziehung auf einer tieferen Ebene. Denn wie gesagt, all das ist nur mit unglaublich viel Vertrauen möglich und häufig auch nur mit Liebe.
Leider gibt es eben immer wieder Amateure, die über Dinge sprechen/schreiben, die sie selbst nie (zur Genüge) ausprobiert haben. Das merkt man dann häufig in den Romanen dadurch, dass entweder alles dargestellt wird, wie in einem schlechten Porno oder das in den Sessions so wenig Liebe und Kreativität steckt, dass der Funke einfach nicht überspringt. Normalerweise hat sowas nämlich eine gewisse Atmosphäre, die einen einfach mitreißt und wenn das in den Büchern dann dargestellt wird, dann wird auch alles andere stimmen.
Und das ist auch wichtig, denn es wird immer wieder Neueinsteiger geben, die daran festhalten, was sie lesen und dann vermutlich ein ganz falsches Bild davon bekommen, was BDSM eigentlich ist. Vielleicht schreckt man damit jemanden ab, der gerade dabei ist, seine Neigung zu erkennen – oder noch schlimmer, er probiert aus, was er gelesen hat, ohne sich darüber im Klaren zu sein, dass das Gelesene einfach nur – sorry – Müll ist.
Und um noch einen Schritt weiter zugehen: Wenn so was dann in der Öffentlichkeit als Tatsache angesehen wird, dann ist es natürlich auch klar, dass über uns die Nase gerümpft wird und alle sagen: „Wie, BDSM?! Wie krank ist das denn?!“
Ihr findet einige Romane zu BDSM unter dem gleichnamigen Label auf diesem Blog. Einige davon sind wirklich großartig und lesenswert. Schaut einfach mal rein, falls ihr euch für das Thema interessiert, ich bin sicher, da findet sich etwas für euch.
Jules :)

Sonntag, 27. März 2016

Themenwoche: BDSM (28.03.16-03.04.16)

Hallo ihr Lieben!

Heute wie versprochen alle Infos zur kommenden Woche. Ich bin ziemlich aufgeregt und hoffe sehr, dass ihr die Idee genauso cool findet, wie ich.
Für alle die, die meine Ankündigung verpasst haben und folglich keine Ahnung haben, wovon ich gerade rede, noch einmal eine kurze Übersicht.

7 Tage - 7 Blogposts

Und zwar zu einem Thema.
Eine Woche lang dreht sich auf meinem Blog alles um ein Thema, das heißt, sämtliche Kolumnen, Rezensionen und Interviews sind darauf zugeschnitten.
Das Thema wird natürlich von Themenwoche zu Themenwoche wechseln und wenn ihr einen Vorschlag habt, könnt ihr vielleicht auch das nächste mitbestimmen.
Es wird jetzt nicht regelmäßig eine Themenwoche geben, aber ich möchte schon mehrmals im Jahr eine machen.
Damit möchte ich erreichen, dass ich einfach den Fokus ein wenig auf ein Thema oder ein Genre richte, dass mir am Herzen liegt und zu dem es mir auch Spaß macht, meine Leidenschaft dafür noch einmal intensiv mit euch zu teilen.
Wer sich für das Thema nicht interessiert, der sei besänftigt, weil er so nur auf 2 reguläre Blogposts verzichten muss.

Themenwoche: BDSM

Meine erste Woche handelt natürlich von meiner großen Liebe. Schon allein auch deshalb, dass ich Motivation aufbringe, das Ganze durchzuziehen. Es war nicht einfach, weil ich das alles zusätzlich zum normalen Blogalltag planen musste.
Aber morgen beginnt sie nun und ich möchte euch schon mal einen kleinen Ausblick geben, worauf ihr euch freuen könnt:

Montag: Safe, sane, consensual [K]
Dienstag: Rezension zu "Sklaven lieben nicht" von Jeany Lena
Mittwoch: Rezension zu "Die Kunst der Unterwerfung" von J. P. Barnaby
Donnerstag: Wie wichtig ist ein Safeword? [K]
Freitag: Rezension zu "Third Club - Blinde Lust" von T. C. Jayden
Samstag: Rezension zu "Endless love: Tjaden" von Miamo Zesi
Sonntag:  Interview mit Violet Mascarpone

Dreimal drüft ihr raten, welcher der Beiträge mein Herz vor Freude fast zum Platzen bringt. ;)

Falls ihr trotz der Wochen noch mehr über BDSM lesen wollt, dann klickt hier. Dann kommt ihr zu allen Rezensionen, die ich damit getaggt habe.

Also dann, wir lesen uns morgen. Ich wünsche euch viel Spaß diese Woche!
Jules :)


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Samstag, 26. März 2016

Nur drei Worte (Becky Albertalli)

Huhu!

Seit langem mal wieder ein Jugendbuch. Ich hoffe, ihr freut euch darauf so sehr, wie ich.
"Nur drei Worte" stammt von Becky Albertalli und umfasst 320 Seiten. Es erschien bei Carlsen und handelt von Simon, der mit Blue Mails schreibt, ohne zu wissen, wer Blue überhaupt ist.


Beschreibung:

Simon schreibt seit einiger Zeit mit einem gewissen Blue E-Mails. Darin tauschen sie sich über viele Dinge aus, gerade aber auch über ihre Homosexualität. Nach und nach verliebt sich Simon in Blue und auch Blue scheint Simon zu mögen. Aber ein Problem haben die zwei: Sie wissen nicht, wer der jeweils andere ist, nur, dass er auf ihre Schule geht. Gerade Blue hat ein großes Problem damit, Simon seine wahre Identität zu verraten.
Als dann eine Mail auch noch in falsche Hände gerät, steht Simons Leben Kopf.

Meine Meinung:

Für mich ist diese Geschichte einfach ein wunderschönes Jugendbuch, das so ziemlich alles besitzt, was man braucht.
Ich finde es wunderbar, wie darin das Thema Coming-out angeschnitten wird, gerade auch, weil es ja bei Simon ziemlich schief läuft. Die ganze Angst davor, die negativen als auch die positiven Reaktionen, all das wird wirklich sehr schön beschrieben. Wenn er sich mit Blue darüber unterhält, wann der richtige Zeitpunkt ist, wovor man vielleicht Angst hat, bei welchen Leuten es einen warum schwerer fällt… all das wird so toll dargestellt, dass man sich da sehr gut reinfinden kann und wirklich versteht, was für eine große Sache das immer noch ist.
Aber auch sonst ist das Buch einfach großartig. Ich finde es unglaublich spannend, weil es ja das große Rätsel um Blues Identität gibt. Man ahnt wirklich nicht, wer Blue ist und will es aber wie Simon unbedingt wissen. Nach und nach kommen Informationen dazu, die man zusammenpuzzeln will und deshalb kann man das Buch auch gar nicht weglegen, weil es eien so fesselt.
Mir gefällt auch sehr der Schreibstil. Die Emotionen kommen gut rüber, man ist mit Simon fassungslos, verliebt und frustriert. Es besitzt auch einen Hauch Humor und allgemein eine sehr gute Schreibweise. So, dass man sich als Jugendlicher gut damit identifizieren kann, aber trotzdem detailliert, ausführlich und einfach schön.
Dazu tragen natürlich auch viel die Charaktere bei. Gerade Simon schließt man sofort ins Herz, aber auch sämtliche Nebencharaktere sind wunderbar integriert. Alle haben so ihre Rolle, alle zeichnen ein wenig das Bild von Simons Schulalltag und seinem Familienleben, so dass es einfach total realistisch wirkt.
Und dann natürlich die Liebe. Das Buch wird beworben als schönste Liebesgeschichte Allerzeiten und für mich ist es auch definitiv eine der schönsten Liebesgeschichten, die ich je gelesen habe. Vor allem weil sie auch so süß und hinreißend sind, wenn sie sich dann gefunden haben. Und weil es ein Happy End gibt, dass ich in so manchem Jugendbuch echt vermisse.
Das Buch hat mich echt wehmütig gemacht, weil ich mich ein wenig in meine Jugend zurückversetzt gefühlt habe und deshalb glaube ich, dass auch Jugendliche wunderbar ansprechen wird. Ein wirklich wundervolles Buch.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Nicht nur was für Jugendliche! Jeder sollte dieses Buch lesen, weil es so zauberhaft ist und so süß und für mich einfach perfekt.

Ich wünschte, es gäbe noch viel mehr so tolle Jugendbücher zum Thema Homosexualität wie dieses. Wenn ihr Tipps habt, nur her damit! :)
Jules :)

Donnerstag, 24. März 2016

Frohe Ostern!

Hallo ihr Lieben!

Ich wünsche euch allen frohe Ostern! Genießt die Feiertage mit euren Liebsten und ganz vielen guten Büchern!

Jules :)



Mittwoch, 23. März 2016

Was macht eine gute Sexszene aus? [K]

Hey ihr!

Lange, lange habe ich es vor mir hergeschoben, aber dann habe ich doch zu einem richtigen Erotikroman gegriffen – also einen Roman, der sich wirklich nur mit Sex befasst und keine richtige Hintergrundstory drum herum hat. Ein wenig hatte ich Angst davor, denn ich hatte immer das Bild von derben Pornos vor mir – nur halt eben in Schriftform. Glücklicherweise habe ich dann aber zu einem Roman gegriffen, der mich wirklich überzeugt hat. Keine meine Befürchtungen ist eingetreten und das lag daran, dass die Sexszenen in dem Buch einfach all das hatten, was eine gute Sexszene ausmacht. Ich habe eine Theorie, wenn uns eine solche Szene zusagt und ich glaube, wenn man sich als Autor an diese einfachen Grundsätze hält, dann wird man wirklich schönen, anregenden Sex zu Papier bringen.
Meiner Meinung nach braucht eine solche Szene gar nicht viel, nur: Gefühl, Kreativität und Niveau.
Ich weiß, dass es Leute gibt, die auch Sexszenen mögen, die sehr derb, nahezu obszön geschrieben sind. Aber ich schätze, der Großteil der Leser (wahrscheinlich auch gerade viele Frauen) legt eher Wert auf eine niveauvolle Sprache. Zugegeben, Dirty Talk kann sexy sein, aber gar zu plumpe Worte findet man dann doch eher mal leicht abturnend. Ein wenig Stil sollte also schon in diese Szenen fließen, gerade, wenn es noch eine richtige Geschichte in dem Buch gibt, die ebenfalls in „normalen“ Worten geschrieben ist. Ich hatte das schon, dass ich eine ganz romantische Story vor mir hatte, die mir super gefallen hat – bis dann die Sexszene kam, die dem schlechtesten Porno noch Konkurrenz gemacht hätte. Das hat einfach gar nicht zusammen gepasst und war einfach nur grauenvoll zu lesen. Im Endeffekt hat es einfach den Gesamteindruck zunichte gemacht. Das muss wirklich nicht sein. Ein paar schöne Worte, die zu einer erotischen Atmosphäre beitragen, sind hingegen eine wirkliche Bereicherung für jede Sexszene.
Was ich persönlich auch als abturnend empfunden habe, sind Sexszenen, die zu mechanisch beschrieben werden. Eine solche Szene nach dem Motto: „jetzt er das, dann das und danach macht er das und dann ist er auch schon fertig“ spricht den Leser einfach nicht richtig an. Vor allem dann nicht, wenn in dem Buch noch mehrere Sexszenen vorkommen, die einfach alle nach dem gleichen Schema ablaufen. Gerade deshalb ist Kreativität meiner Meinung nach so wichtig. Der menschliche Körper bietet genug erogene Zonen und Sex umfasst so viel Spielarten… man kann so wunderbar variieren und findet immer neue Dinge, die man in seinen Sex einbauen kann – mit etwas Kreativität kann man sicher mehr erreichen, als mechanisch runter geleierte Eintönigkeit.
Stellt euch nur vor, die Protagonisten schlafen vielleicht das erste Mal miteinander. Da muss doch mehr gehen, als ein wenig Fummel und Rein-Raus. Wenn man frisch verliebt ist (oder meinetwegen einfach geil aufeinander ist) dann gibt es doch nichts aufregenderes, als den Körper des anderen zu entdecken. So etwas einfließen zu lassen, macht jede Sexszene gleich um Vieles interessanter.
Im Prinzip liegt in diesem Beispiel schon der letzte Punkte versteckt: Gefühl. Ich weiß, dass auch in diesem Punkt nicht jeder zustimmt, aber für mich gibt es keine schöneren Sexszenen als diese, in denen man erkennt, dass zwischen den Protagonisten Gefühle herrschen. Eine Sexszene, in der die Charaktere noch Liebe machen, statt einfach zu ficken, wirkt auf mich einfach erotischer. Das muss nicht so sein, ein heißer One-Night-Stand, der gut beschrieben ist, kann genauso sexy sein. Meistens aber finde ich es prickelnder, beim Lesen das Gefühl zu haben, dass da mehr ist, als nur ein animalischer Trieb. Damit meine ich aber nicht zwingend Blümchensex (ihr wisst ja selbst, was ich bevorzuge und Blümchensex kann man das definitiv nicht nennen.). Verliebt sein, heißt ja nicht automatisch Kuschelsex haben. Das kann auch in ganz stürmischem Sex enden. Wie dieser ist, ist mir völlig egal – nur gefühlvoll muss er sein. Das macht ihn dann in meinen Augen wirklich heiß.
Nun, das ist also meine Theorie. Ich schätze, da wird mir nicht jeder zustimmen. Aber ich glaube, da gibt es auch kein richtig oder falsch. Das muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Deshalb bin ich aber nur umso gespannter darauf, zu erfahren, was eure Theorie ist. Was macht für euch eine gute Sexszene aus? Lasst es mich unbedingt wissen!
Jules :)

Montag, 21. März 2016

The Maniac Sreet 1 (Denny van Heynen) [Q]

 Hi!

Heute gibt es eine Kurzgeschichtensammlung mit dem Namen "The Maniac Street"* von Denny van Heynen. Das Buch umfasst 60 Seiten, wird frei publiziert und beinhaltet 4 schaurige Storys rund um die Maniac Street.


Beschreibung:

In dem Buch erzählt dir Mr. McWalden, ein Bewohner der Maniac Street, vier Geschichten, allesamt schaurig und auch verstörend. Es geht dabei um Menschen, die Dinge erleben oder tun, die unsere tiefsten Ängste schüren.

Meine Meinung:

Wie ihr vielleicht schon einmal mitbekommen habt, bin ich ja tatsächlich ein großer Freund von Horrorfilmen und selbstverständlich auch von Büchern, die sich in diesem Bereich bewegen. So übernatürliche und schaurige Dinge sind einfach genau meines und deswegen musste ich einfach ja sagen, als mir das Rezensionsexemplar angeboten wurde.
Tatsächlich hat mir an dem Buch gerade der Anfang und die Zwischenspiele sehr gut gefallen. Wenn man den Erzähler "kennenlernt" und er einen mit in seine Wohnung nimmt... das hat so eine gewisse Atmosphäre geschaffen, die einen wirklich Lust auf so schaurige Märchen macht. So ein bisschen, wie damals immer bei "X-Factor - das Unfassbare", falls ihr die Sendung kennt. Mir gefällt dabei auch sehr gut, dass man dabei als Leser direkt angesprochen wird, das hat doch immer etwas persönliches, das mag ich bei Büchern gerne.
Auch muss man einfach sagen, dass das Buch sehr anschaulich gestaltet ist. Zumindest an den richtigen Stellen. Das, was nötig ist, um es sich vorzustellen, wird eben gut dargestellt und dadurch trägt es natürlich auch noch mal zu einer schaurigen Atmosphäre bei.
Die Geschichten selbst sind schon verstörend, aber jetzt nicht so komplett schaurig, wie man sich das vielleicht am Anfang erhofft. Wie soll ich sagen... man lernt schon die Abgründe des menschlichen Daseins kennen, aber in sehr kurzen Episoden, so dass es nicht so weit in die Tiefe geht, dass man sich jetzt wirklich richtig gruselt. Da hätte vielleicht auch noch das eine oder andere Detail ein wenig mehr dazu beitragen können. Will heißen: Ab und an ein paar mehr Informationen oder ein bisschen mehr zum Hintergrund hätten gut gepasst.
Andererseits weiß ich, dass es einfach Denny Stil ist, Dinge kurz und prägnant zu nennen und man muss es eben auch so sehen: selbst wenn man dem Genre Horror nicht viel abgewinnen kann und zu schwache Nerven dafür hat, kann man sich dieses Buch dann gut kaufen und lesen, weil es eben nicht total an die Nieren geht. Das finde ich wieder positive, weil es so auch für nicht Horror-Fans etwas ansprechendes hat.
Und dann muss ich auch wieder loben, dass immer mal wieder von Homosexualität die Rede ist, aber eben wie immer, bei Denny Bücher, auf sehr subtile Art. Sprich, es ist allgegenwärtig, aber nie im Vordergrund. Ich habe ja schon 100x gesagt, dass ich sowas gut finde, eben weil es meiner Meinung nach ein wenig zur Toleranz beitragen kann.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich habe es ja schon gesagt, dass Buch ist zwar ein wenig schaurig, aber spricht eben gerade Leute an, die etwas schwachere Nerven haben. Perfekt, um sich abends etwas zu gruseln, aber noch schlafen zu können. Wenn man natürlich totaler Horrofilm-Freak ist und totalen Nervenkitzel haben möchte, ist es eher nicht geeignet.

Ich habe die Rezensionen schleifen lassen und jetzt warten 5 darauf, geschrieben zu werden. Ich fühl mich ganz mies deswegen. Und jetzt kämpfe ich darum, sie fix auf Papier zu bringen.
Jules :)



* Die Geschichte wurde mir von Denny van Heynen als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Noch einmal ein herzliches Dankeschön dafür! 

Samstag, 19. März 2016

Wildherz (Diana Wintermeer)

Hey!

Heute gibt es die Rezension zu Diana Wintermeers neuem Buch "Wildherz". Es umfasst 344 Seiten, wird frei publiziert und handelt von Jim, der im Wald den ohnmächtigen Jungen Manou findet.


Beschreibung:

Jim lebt sehr zurückgezogen in den Wäldern, nur umringt von seinen Hunden. Auf dem täglichen Spaziergang findet er im Wald einen ohnmächtigen, verletzten Jungen und nimmt ihn mit nach Hause. Bald schon stellt sich heraus, dass der Junge, Manou, schon länger in den Wäldern gelebt haben muss. Jim nimmt ihn bei sich auf und das verändert sein Leben.

Meine Meinung:

Zunächst mal muss ich einfach sagen, wie unheimlich mir das ganze Setting gefällt. Eine einsame Blockhütte an einem See, irgendwo im Wald... Das ist ja so ein absoluter Traum von mir und ich bin total begeistert davon.
Diana Wintermeer hat das ganze auch ganz wundervoll beschrieben. Man kann sich die Umgebung wirklich gut vorstellen und fühlt sich echt, als würde man zusammen mit Jim und Manou in diesem kleinen Hüttchen leben.
Es ist auch wirklich bewundernswert, wie schön die Geschichte auf diesen Mikrokosmos zugeschnitten ist. Ich liebe es, wenn sich die Story hauptsächlich um einen Ort und um wenig Personen dreht. Natürlich muss man das clever gestalten, so dass es nicht langweilig wird und das ist hier gelungen.
Es ist eine sehr ruhige Geschichte, die trotzdem sehr interessant ist. Es ist sehr spannend, mitzuerleben, wie Jim und Manou sich annähern und wie sich ihre Beziehung entwickelt, wie sie miteinander agieren. Es braucht nicht immer große Dramatik, um eine Geschichte mit Leben zu füllen und es braucht auch keine große Dramatik, dass ein Buch mitreißt, traurig, fröhlich und witzig ist.
Eine kleinere, dramatische Wendung gibt es dann doch und diese ist ebenfalls sehr schön umgesetzt, auch wenn sie am Ende schon ein wenig zu einem Happy End zugeschnitten ist. Da kann man allerdings nicht wirklich böse drüber sein, weil es trotzdem nachvollziehbar erklärt ist.
Was mich am meisten fasziniert hat, ist die Art, wie die Geschichte rübergebracht wird. Die Tatsache, dass Manou so lange alleine im Wald gelebt hat und dann zu Jim Vertrauen fasst, klingt im ersten Moment ja doch surreal. Trotzdem schafft es Diana Wintermeer, dass es völlig natürlich, fast schon alltäglich erscheint.
Ein wirklich sehr schönes Buch, dass ich kaum aus der Hand legen konnte.

Altersbeschreibung/Zielgruppe:

Eine sehr außergewöhnliche Liebesgeschichte, sehr ruhig gestaltet und trotzdem so schön zu lesen. Ich kann sie echt nur empfehlen, weil sie so ihren ganz eigenen Zauber besitzt, den man einfach erlebt haben muss.

Das oben war übrigens kein Witz: Ich hab ja so den Traum, irgendwo in Kanada, in einer einsamen Hütte zu wohnen, nur umbringt von meinen Huskys und das halbe Jahr am besten eingeschnitt und damit abgeschnitten von den ganzen Idioten auf dieser Welt.
Jules :)


Mittwoch, 16. März 2016

Kopf oder Bauch (Dee Dee) [Q]

Hallo ihr Lieben!

Ich möchte euch heute die Kurzgeschichte "Kopf oder Bauch" von Dee Dee vorstellen. Diese umfasst 30 Seiten und wird frei publiziert. Handlen tut sie vom unscheinbaren Julian, der nicht glauben kann, dass der heiße Sascha wirklich Interesse an ihm hat.


Beschreibung:

Julian ist eher ein unscheinbarer Typ, für dne sich die Männer nicht sonderlich zu interessieren scheinen. Männer, die heiß und sexy sind, wie Sascha, den Julian zufällig über den Weg läuft. Aber ausgerechnet dieser scheint doch mehr von Julian zu wollen. Allerdings genießt Sascha auch einen zweifelhaften Ruf, der sich Julian fragen lässt, ob er sich wirklich auf Sascha einlassen soll.

Meine Meinung:

Im Prinzip ist die Geschichte nicht schlecht, aber sie ist natürlich sehr einfach. Sie ist sehr schnell voran schreitend und es geschieht halt jetzt nicht total viel, sondern sie Treffen eben aufeinander, dann strauchelt Julian ein wenig und dann finden sie schon zusammen. Das ist zwar gut geschrieben, der Stil ist flüssig und fehlerfrei, aber es gibt eben keinen richtigen Höhepunkt. Hier hätte ich mir einfach gewünscht, dass die Geschichte noch ein wenig ausgebaut worden wäre. Sie ist ja nun auch sehr kurz - da wäre noch viel Platz nach oben gewesen und wenn es nur 10 Seiten mehr geworden wären, hätte es der Sache vielleicht trotzdem ganz gut getan.
Trotzdem muss man sagen, dass seine Gedanken schon gut geschildert werden, obwohl er teilweise ganz anders handelt als er denkt und das dann selbst nicht erklären kann. Man kann sich hier auf den Titel sagen und behaupten, es wäre seine Intuition. Dagegen ist prinzipiell nicht viel einzuwenden, ich fand es sogar klasse, dass der Titel da so schön mit eingebaut wird, aber man muss trotzdem sagen, dass dadurch die Entscheidungen nicht unbedingt alle nachvollziehbar für den Leser sind.
Manche Sachen bleiben auch recht offen. Da kommt der Ex von Sascha ins Spiel, der diesen dann angeblich stalkt, aber das wird abgetan, als wäre es keine große Sache und kommt nicht mehr zur Sprache. Man kann hier also nicht sagen, dass Probleme, kaum dass sie auftreten, gelöst werden, sondern hier ist es ja sogar so, dass Probleme einfach fallen gelassen werden.
Sowas stört mich dann einfach ein bisschen, weil ich finde, dass man es dann entweder weglassen sollte oder einfach richtig mit aufnimmt. Ich mag es nicht, wenn Dinge nur angeschnitten werden, um eine Lösung für irgendein Problem darzustellen und damit eigentlich mehr Fragen aufwerfen statt zu beantworten.
Es gab aber auch niedliche Elemente. Zum Beispiel wie Julian an sich zweifelt oder wie er mit seiner Mutter ein erstens Gespräch führt. Das mochte ich dann wiederum sehr.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Es ist ein kurzweiliges Leseerlebnis, dass einen sicher kurz glücklich macht, aber viel zu erwarten hat man nicht. Für mich ist das eine Geschichte, die kann man lesen, muss man aber nicht - nur gibt es auch deutlich schlechtere, von daher finde ich sie okay. Vielleicht spricht sie euch ja eher an.

Die Liebe ist schon so eine anstrengende Sache. Da wünscht man sich, es würde in wahren Leben genauso glatt laufen wie in Büchern. Das wäre doch echt mal was, oder?
Jules :)

Montag, 14. März 2016

Naked (Todd Young) [Q] [E]

Hi!

Endlich wieder ein englisches Buch und diesmal auch noch ein Quickie.
Es handelt sich um Todd Youngs "Naked". Das Buch erschien bei Mercurial Avenue und umfasst 96 Seiten. Auf diesen geht es um Leigh, dessen Ausflug in einer Entführung durch Paul endet.



Beschreibung:

Leigh lebt ein behütetes Leben bei seiner Familie und glaubt sich glücklich, trotz dessen, dass sein Dad die Familie verlassen hat und sien Bruder Blake zu sehr an ihm hängt.
Auf einen Trip in die Berge, kommt es durch ungünstige Umstände dazu, dass er sich in einer Dachkammer eingeschlossen wieder findet. Paul, sein Entführer, jedoch kümmter sich gut um ihn und nach und nach erfährt Leigh mehr über diesen und sich selbst.

Meine Meinung:

Was mir bei der Geschichte vor allem aufgefallen ist: Sie bietet eine sehr erotische Grundstimmung. Es ist auch wirklich faszinierend, wie durch gewisse Andeutungen und Beschreibungen immer ein Hauch Sex in der Erzählung steckt.
Gleichzeitig kann man aber auch Leighs Angst spüren, wenn er sich in der Dachkammer eingesperrt wieder findet. Auch dies ist wirklich sehr gut beschrieben, so dass man wirklich die Panik nachvollziehen kann. Die Geschichte spielt auch ein wenig mit unseren Ängsten, was mir sehr gut gefällt - vor allem, weil sich wirklich alles nur in Leighs Kopf abspielt und eigentlich nichts Schreckliches passiert.
Interessant ist vor allem, dass Erotik und Angst teilweise nebeneinander exisitieren und das aber ebenfalls nachvollziehbar ist, obwohl es im ersten Moment paradox klingt.
Allgemein kommen aber alle Emotionen sehr gut rüber. Wenn Paul seine teils verstörende Geschichte erzählt, dann fühlt man sich ebenfalls entsetzt und frustriert. Auch kann man nachvollziehen, warum Leigh trotzdem Sympathie zu Paul entwickelt, obwohl dieser ihn gefangen hält.
Ich finde es auch schön, wie sich die Beziehung der beiden entwickelt und Paul nach und nach erkennt, dass der Weg, den er eingeschlagen hat, falsch war.
Das Ende war mir ein bisschen zu wage, aber man konnte zumindest nachvollziehen, warum Leigh sich zu Paul hingezogen fühlt.
Für mich eine Geschichte, die definitiv mal etwas anderes ist, aber durchaus einen gewissen Reiz besitzt.

Verständlichkeit:

Ehrlichgesagt habe ich mir bei eingen Wörter doch sehr schwer getan. Das sind eben auch so Vokabeln, die man vielleicht nicht zwingend in der Schule lernt und deshalb auch eher mal nachschlagen muss. Teilweise war das ein bisschen nervig, weil es ohne Nachschlagen schwer war, die Sitaution zu verstehen.
Ich habe, wenn ich einfach weiterlesen wollte, dann mal was nicht verstanden, was mich auch genervt hat, so dass ich danndoch wieder nachschlagen musste.
Allerdings muss man auch sagen, dass man so natürlich auch wieder einiges lernt.
Und tatsächlich, nach so ungefähr einem Drittel war ich dann doch in der Geschichte drin, habe die Situation verstanden und konnte endlich aus dem Kontext schließen, ohne ständig nachschlagen zu müssen.
Man muss vielleicht schon ein wenig firm mit der englischen Sprache sein, um an dem Buch Freude zu haben, aber man kommt rein, selbst wenn einige Wörter hier vielleicht im ersten Moment fehlen.



Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Für mich ist das Buch ein Erotikbuch, auch wenn es sehr wenig eigentliche Sexszenen enthält, einfach weil Sex so die Grundstimmung ist.
Aber es ist auch sonst ein etwas anderes Buch - es wird ja in das Genre Dark Romance eingeordnet und das kann ich voll unterschreiben. Folglich ist es mal etwas anders und allein deshalb schon lesenswert.

Ich lese momentan gerne englische Quickies, weil das genau die Dosis Fremdsprache ist, die ich verkraften kann, ohne Kopfschmerzen zu kriegen. :D
Jules :)

Samstag, 12. März 2016

Du aber liebe mich... unerreichbar (Gabriele Oscuro)

Hi!

Heute gibt es wieder ein neues Buch, und zwar "Du aber liebe mich... unerreichbar". Das Buch stammt von Gabriele Oscuro, umfasst 220 Seiten und wird frei publiziert. Handeln tut es von Tino, der glaubt, wegen seiner Behinderung keine Chance bei Männern zu haben.


Beschreibung:

Teil 1:
Aufgrund eines Erlebnisses in seiner Kindheit, kann Tino noch immer nicht richtig gehen uns sein Körper ist, dank unzähliger Operationen, nicht sonderlich ansehnlich. Er ist überzeugt davon, ein Krüppel zu sein und deshalb glaubt er auch, dass er keine Chance bei einem Mann haben kann.
Doch dann interessiert sich sein Kollege Billy plötzlich für ihn, aber Tino ist sich nicht sicher, ob dessen Interesse wirklich echt ist. Hinzu kommt noch Heiko, der Tino für minderwertig hält und versucht, das Glück der beiden zu sabotieren.
Teil 2:
Heiko bereut mittlerweile, was er Tino angetan hat, aber trotzdem lässt ihn die Tat nicht los. Als er sich in Mateo verliebt, hofft er, in diesem endlich seine Liebe zu finden, doch Mateo weiß was er getan und möchte nichts von ihm wissen. Und das nicht grundlos.


Meine Meinung:

Wie ihr wisst, mag ich die Geschichten von Gabriele Oscuro eigentlich sehr gerne und kann deshalb auch gar nicht so richtig sagen, warum mich diese Story hier einfach nicht richtig gekriegt hat. Sie ist nämlich echt super erzählt und entspricht auch stark meiner Vorliebe für unperfekte Figuren. Aber trotzdem bin ich nicht 100%ig warm mit ihr geworden. Ich glaube, das lag aber hauptsächlich an Kleinigkeiten.
Sie teilt sich in zwei Erzählungen, einmal die von Tino und Billy und einmal die von Heiko und Mateo.
Die erste geht mir eindeutig ein wenig zu schnell. Ihre Beziehung entwickelt sich doch sehr rasch und ein wenig unglaubhaft, weil Tino erst stark zweifelt und dann doch schnell einknickt. Was ich aber danach sehr gut finde, ist die Art, wie ihre Beziehung sich dann weiter entwickelt. Hier kommen dann Tinos Selbstzweifel und seine Unsicherheit sehr gut rüber und man kann wirklich verstehen, dass er Angst hat, von Billy enttäuscht zu werden. Hinzu kommt dann noch die Intrige von Heiko, so dass man selbst als Leser so einen gewissen Funken Unsicherheit verspürt, ob es Billy wirklich ernst meint. Ich meine, man erwartet ja ein Happy End, aber man kann sich gar nicht vorstellen, dass das alles nur inszeniert sein soll, wodurch die Geschichte sehr spannend wird.
Dem entgegen steht dann Billy, der einen sehr ehrlichen Charakter zu haben scheint und Tino davon überzeugen möchte, dass er als Mensch mit Behinderung genauso viel wert ist, wie ein Mensch ohne Behinderung. Er wirkt echt und lieb und einfühlsam und man kann sich nicht vorstellen, dass das nur gespielt sein soll.
Ich muss sagen, ich finde, die letztlich Auflösung ist ein wenig undurchsichtig, weil es mir ein wenig zu einfach erscheint. Aber das ist gar nicht so relevant, weil der Rest drum rum ja das wesentliche ausmacht.
Was mir auch sehr gut gefallen hat, waren die Sexszenen. Sehr einfühlsam und rücksichtsvoll gegenüber Tino und dadurch sehr romantisch und trotzdem sexy.
Die zweite Geschichte handelt dann von Heiko und Mateo.
Heiko durchlebt darin eine wahre Sinneswandlung, die sehr plötzlich erscheint, aber trotzdem nachvollziehbar ist. Ich weiß nicht so genau… man kann es schon verstehen, was ihn dazu bewegt, aber trotzdem finde ich es ein wenig sehr schnell und einfach. Man kann das nicht so ganz glauben, bis man ihn dann in Interaktion mit Mateo erlebt. Ich mag es sehr, wie man so dann ein bisschen mehr sein wahres Wesen sieht.
Ich finde toll, dass Mateo wirklich zweifelt, weil er eben auch weiß, was Heiko getan hat. Es ist klar, dass er da unsicher ist und das merkt man auch sehr – umso größer finde ich es von ihm, dass er ihm dann eine Chance gibt. Ich weiß nicht, ob ich das so richtig nachvollziehen kann, gut er ist verliebt, aber er ist auch sehr unsicher… Aber gut finde ich es eben trotzdem, weil ich ja auch denke, jeder hat eine zweite Chance verdient.
Ich glaube, das Problem bei beiden Geschichte ist wirklich, dass ich es nicht immer ganz nachvollziehen kann. Oder schon nachvollziehen kann, es aber trotzdem ein wenig zu einfach oder zu schnell geht.
Aber trotzdem finde ich sie lesenwert, weil sie einfach so schön darstellt, dass Menschen mit Behinderung auch nur Menschen sind, die es verdient haben, Liebe zu erfahren und es einfach mag, wenn solchen Leute eine Stimme in einem Buch gegeben wird.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Obwohl es mich nicht komplett mitgerissen hat, finde ich die Geschichte dennoch klasse, schon alleine aufgrund ihrer Handlung. Ich liebe Geschichten mit unperfekten Menschen und wenn es euch genauso geht, müsst ihr die Geschichte einfach lesen.

Ich habe heute 5 Rezensionen geschrieben und jetzt keine Lust mehr. Immer diese anstrende Blogarbeit. ;)
Jules :)

Mittwoch, 9. März 2016

Fähnchen im Wind [K]

Hey!

Wenn ich an Büchern etwas spannend finde, dann sind es die Wandlungen, die Protagonisten teilweise mitmachen. Vielleicht mag ich deshalb auch so sehr Coming-out-Geschichten, in denen langsam die Erkenntnis durchsickert, auf das gleiche Geschlecht zu stehen. Oder Jugendbücher, in denen Jugendliche nach und nach etwas fürs Leben lernen und zu sich selbst finden. Wenn eine solche Wandlung detailliert und realistisch beschrieben wird, dann schafft sie eine ganz zauberhafte Atmosphäre in einem Buch, die einem unter Umständen auch noch etwas beibringen kann.
Leider habe ich schon viele Negativbeispiele gelesen. Soll heißen, Bücher, in denen Protagonisten auf wenigen Seiten eine 180°-Wandlung hinlegen. Mag gut sein, dass es Leser gibt, denen alles andere nicht schnell genug geht, aber ich frage euch, wo ist das der Bezug zur Realität? Sicher, es wird immer Ausnahmen geben, aber trifft man denn wirklich lebenswichtige Entscheidungen einfach von Jetzt auf Gleich? Akzeptiert man etwas, das man gerade noch als Katastrophe empfunden hat, von einer Minute zur nächsten? Das braucht doch Zeit. Zeit, die in Büchern natürlich nicht ins Unendliche ausgedehnt werden muss, die aber ganz sicher auch nicht überstürzt werden sollte.
Noch schlimmer ist es, wenn ein Buch gar nicht die Intention hat, eine solche Lebensphase zu schildern, die Protagonisten aber trotzdem in ihrer Persönlichkeit schwanken, wie ein Fähnchen im Wind. Gerade noch war man schwulenfeindlich, plötzlich liebt man selbst einen Jungen. Oder gerade war man noch das schüchterne Mauerblümchen, im nächsten Moment fängt man in einem Club vor lauter Fremden das strippen an. (Ja, so was habe ich schon in einem Buch gelesen und ich hatte selten ein schlechteres in Händen.)
Ich frage mich wirklich, wie so etwas sein kann. Wie unbedacht gehen Autoren an eine Geschichte und wie wenig setzen sie sich mit ihren eigenen Charakteren auseinander, ehe sie zu tippen beginnen, wenn dann solche Sachen dabei herauskommen? Nichts macht ein Buch doch unglaubwürdiger, als solche Stimmungsschwankungen und Sinneswandlungen der Protagonisten.
Wenn man gewisse Eigenschaften festgelegt hat, dann muss man auch daran festhalten und sie nicht alle paar Kapitel gravierend ändern, nur dass sie besser einer Szene angepasst sind. Es sollte nämlich genau anders herum sein. Man sollte immer die Eigenschaften der Protagonisten erkennen können, egal in welcher Situation sich diese gerade befinden.
Und wenn ein Protagonist eine gewisse Einstellung oder gar Überzeugung vertritt, dann wird er diese auch nicht innerhalb von drei Minuten ändern, nur weil ihn vielleicht gerade jemand mit der Nase drauf gestoßen hat, dass diese albern sind. Das ist vielleicht ein krasses Beispiel, aber glaubt ihr, nur weil ihr einem Nazi sagt: „Ey, deine Einstellung ist scheiße“, wird er nicken und sagen: „Ja, stimmt, da hast du recht. Bin ich von selbst noch gar nicht drauf gekommen. Ich werde ab sofort keine rassistischen Äußerungen mehr machen. Danke.“
Also echt! Einfach mal das Gehirn einschalten und dann werdet ihr sehen, dass so was einfach absolut unrealistisch und affig wirkt. Und wenn so etwas Thema eines Buchs ist, dann zeichnet sich dieses ja dadurch aus, dass der Leser nach und nach erkennt, warum der Protagonist so langsam an seiner Meinung zu zweifeln beginnt und einen anderen Weg einschlägt – und nicht dadurch, dass man plötzlich in Kapitel 4 eine fremde Person vorgesetzt bekommt, die angeblich der Charakter aus Kapitel 3 sein soll.
Ihr merkt, ich rede mich schon wieder in Rage. Aber das ist auch eins der Dinge, die ich in Geschichten am wenigstens vertragen kann. Vielleicht seid ihr da anderer Ansicht, aber für mich ist so was einfach nicht akzeptabel und wird auch in der Rezension dementsprechend stark kritisiert.
Jules :)

Montag, 7. März 2016

Neuzugänge #6

Hi!

Heute gibt es seit Langem mal wieder Mangas zum Stöbern. Vielleicht ist was für euch dabei, schaut mal durch!

Jules :)



Dein starker Rücken - Waka Sagami

Die Geschichte ist ganz schön, aber ein wenig sehr ruhig. Mir fehlt da wirklich ein konkreter Höhepunkt, der nochmal ein wenig Spannung reingebracht hätte. Es gibt zwar die eine oder andere dramatische Stelle, aber so richtig mitreißen tut sie einen trotzdem nicht.
Dennoch finde ich den Manga an sich gelungen. Er ist auch oft ein wenig emotional, wenn die verstorbene Schwester eine Rolle spielt und somit ganz rührend. Der Zeichenstil gefällt mir ganz gut, er hätte noch ein wenig filligraner sein können, aber das ist Geschmackssache.
Was ich mochte, war die Sexszene. Obwohl der Manga ab 15 ist, finde ich sie sehr detailliert.

Best endig? - Mio Junta

Hier mochte ich den Stil sehr gerne, er hat mir sehr zugesagt. Allerdings beinhaltet der Manga 3 kleine Geschichte, wovon ich mir zumindest bei der Hauptstory etwas mehr Ausführlichkeit gewünscht hätte. So waren alle Geschichten sehr kurz.
Ich finde, die Storys sind allesamt sehr süß, entwickeln sich aber recht rasch. Sie hätten auch ein wenig mehr Dramatik vertragen, haben mir aber auch so ganz gut gefallen. Ist eben etwas Kurzes und Putziges für Zwischendurch.
Love rookies - Papiko Yamada

Was mir hier am besten gefallen hat: Die Geschichte geht sehr langsam voran. Sie kommen zwar recht schnell zusammen, aber die ganzen Entwicklungen in ihrer Beziehung finde ich gut und recht ausführlich beschrieben. Allgemein ist es meiner Meinung nach, für einen Manga, auch sehr ausführlich, was ich sehr begrüße.
Was ich auch sehr mochte, war der Zeichenstil. 
Es gibt noch eine zweite Geschichte, die ebenfalls sehr süß ist. Sie kommt wie die erste ohne zu viel Kitsch oder solche Dinge daher, was den Manga für mich echt lesenswert macht.

Deadlock 2 - Saki Aida/Yuh Takashina

Für mich einfach ein sehr spannender Manga! Er ist sehr komplex und ich musste auch Band 1 nochmal lesen, um wieder in die Geschichte zu finden, aber wenn man dann drin ist, ist es einfach super spannend. Die Geschichte ist auch wirklich klasse ausgearbeitet und besitzt viele Protagonisten, so dass man anfangs vielleicht ein wenig durcheinander kommt. Wenn man sich aber eingefunden hat, ist die Geschichte einfach klasse.
Es ist auch alles sehr realistisch und wenig kitschig und lieblich gestaltet, wie in anderen Boys Love Mangas oft – der Fokus liegt hier auch wirklich viel auf den Gefängnisalltag und der Crimestory an sich.
Ich finde vor allem den Zeichenstil total klasse. Die Charaktere sind alle großartig ausgearbeitet und sehr detailliert.
Ich freue mich wahnsinnig auf Band 3.

Samstag, 5. März 2016

Du mich auch! (Marlene Lauterbach)

Hey!

Das heutige Buch nennt sich "Du mich auch!" von Marlene Lauterbach, umfasst 126 Seiten und handelt von Nick und Marcel, eigentlich beste Freunde, die vorgeben, ein Paar zu sein. Das Buch wird frei publiziert.


Beschreibung:

Nick und Marcel sind beste Freunde seit Kindertagen. Deshalb kann Marcel Nick auch nicht die Bitte abschlagen, dessen Eltern zu schocken, indem er Nicks Freund spielt. Doch was recht harmlos beginnt, schlägt nach und nach Wellen und stürzt sowohl Marcel als auch Nick in ein ziemliches Gefühlschaos.

Meine Meinung:

Ihr wisst, ich liebe Geschichten, in denen beste Freunde zueinander finden. Deswegen ist es auch kein Wunder, dass mir diese Geschichte sehr gut gefallen hat. Einfach schon vom Thema her, finde ich so etwas ganz zauberhaft, vor allem, wenn die Gefühle und vor allem das Gefühlschaos gut geschildert wird. Und das war hier der Fall. Man hat richtig gesehen, wie sowohl Nick als auch Marcel mit ihren Gefühlen gestrauchelt haben und konnte ihre Reaktionen, die sie deshalb gezeigt haben, sehr gut nachempfinden.
Es hat auch ein wenig Spannung aufgebaut, weil einfach lange nicht klar war, worauf alles hinaus laufen wird, auch wenn man schon gemerkt hat, dass eine gewisse Anziehung vorhanden ist. Aber dadurch, dass Marcel sehr abgeblockt hat und man seine Angst vor seinen Gefühlen gut bemerkt hat, war man sich eben nicht sicher, ob er sich auf Nick einlassen kann. Allgemein ist diese Unsicherheit von beiden einfach sehr greifbar und das mochte ich wirklich sehr.
Nick widerum ist ein sehr undurchsichtiger Charakter, von dem ich bis jetzt nicht weiß, ob ich ihn mag oder nicht. Ich finde seine Art ziemlich speziell und das war auch so der Punkt in dem Buch, wegen dem ich anfangs nicht genau sagen konnte, ob es mir nun zusagt oder nicht. Letztlich hat es das aber doch, weil eben der Rest so schön gepasst hat.
Wie gesagt, man merkt einfach, wie Freundschaft langsam zu Liebe wird und wie das die Jungs auch beschäftigt und hemmt. Das habe ich selten so authentisch dargestellt gesehen. Hinzu kommt noch ein schöner Stil, um das alles hübsch abzurunden.
Trotzdem habe ich ein wenig Kritik. Zum einen finde ich die Umstände, wie es dazu kommt, dass sie ihre Gefühle für einander entdecken, ein wenig komisch. Und auch die Sache mit Lukas, Nicks Stiefbruder, finde ich ein wenig befremdlich und auch zu schnell abehandelt. Allgemein waren einfach so ein paar Dinge in dem Buch, die man hätte auch weglassen können. Dafür hätte ich mir zum Beispiel mehr und ausführlichere Sexszenen gewünscht.
Aber ich hab es ja schon gesagt, die Geschichte gefällt mir trotzdem gut und ich freue mich auch auf weitere Geschichten von Marlene Lauterbach.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Nun, wenn ihr wie, gerne solche zarten Annäherungen zwischen Freunden lest, seid ihr hier richtig. Es ist auch wirklich sehr gut beschrieben, auch wenn die Geschichte an manch einer Stelle vielleicht noch nicht komplett ausgereift ist. Aber ich denke, es ist dennoch lesenswert.

Momentan komme ich an den Wochenenden wieder nicht viel zum bloggen und dann hol ich alles auf einmal an einem Tag nach und dreh noch durch, weil es so viel ist. Aber ich mag einfach nicht darauf verzichten.
Jules :)

Mittwoch, 2. März 2016

Blinded Date (Chris P. Rolls) [Q]

Hallo ihr Lieben!

Diesmal wieder ein Quickie. Und zwar zu Chris P. Rolls "Blinded Date". Die Geschichte umfasst 96 Seiten und wird frei publiziert. Handeln tut sie von Silas, der sich an ein außergewöhnliches Sexabenteuer heranwagt.


Beschreibung:

Silas wird auf einen Club, das "Blinded Date", aufmerksam. Dort hat man mit Fremden Männern Sex, der auf die eigenen Vorlieben zugeschustert ist. Das prickelnde daran: Man erfährt nicht, wer der andere ist.
Da Silas nach einer unschönen Trennung eh nur Sex möchte, lässt er sich auf dieses Abenteuer ein und findet mehr als erwartet.


Meine Meinung:

An sich hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Obwohl es natürlich eine erotische Geschichte ist, steht der Sex nicht dauernd im Vordergrund sondern man hat auch eine Geschichte drum herum, welche die Story schön abrundet. Dadurch wirkt das ganze auch nicht so, als hätte man nur eine Sexszenen hingeklatscht und sich fix eine Einleitung überelgt. Es ist wirklich an Details gedacht worden, um die Geschichte sehr anspruchsvoll und realistisch und durchdacht wirken zu lassen.
Ach die Sexszenen selbst sind sehr erotisch und sexy gestaltet und dadurch sehr heiß, aber keinesfalls plump. Der Schreibstil trägt natürlich ebenfalls dazu bei, dass diese Szenen sehr anregend sind, ebenso wie die Situation an sich. Hier muss man wirklich sagen, dass es schon sehr reizvoll und prickelnd dargestellt wird, in welcher Situation sich Silas da befindet.
Um noch mal kurz auf den Club zurück zu kommen. Ich finde es wirklich nachvollziehbar beschreiben und erklärt, so dass man genau versteht, wie das Konzept von diesem und eben der Club selbst gestaltet ist. Das finde ich auch nur richtig, weil ich das meiner Meinung nach viel zu der Geschichte beiträgt. Das einzige, was vielleicht ein wenig verwirrend war, waren diese X- und Y-Bezeichnungen. Irgendwann kommt man rein, aber an Anfang hab ich es immer verwechselnd und musst dann noch mal nachlesen. Vielleicht lag das aber auch an mir und der späten Stunde, zu der ich das Buch gelesen habe.
Wie gesagt, es gibt eine Geschichte drum herum und ich mag die kleinen Details, die dort eingearbeitet sind. Sei es die Katze oder die Chefin... Sehr schön. Ich mochte auch, dass man schon merkt, dass sie auch außerhalb des Bettes eine gewisse Anziehung zu einander haben. Bzw. auch während dem Sex merkt man, dass sie sich aufeinander wirklich einlassen und gut harmonieren und sich dadurch irgendwie näher kommen. Ob man sich nun durch Sex wirklich verlieben kann, sei mal dahin gestellt, aber ich finde, so wie es gemacht ist, wirkt es zumindest nicht unrealistisch. Zumal sie sich ja auch außerhalb des Bettes dann noch näher kennenlernen und man von daher wirklich nicht sagen kann, es wäre irgendwie übertrieben.
Ein bisschen Kritik habe ich an der Geschichte aber dann doch. Das erste ist, dass das ganze schon wie ein Tunnelspiel gestaltet ist und ich es deshalb ein wenig seltsam finde, dass kein Safeword verwendet wird. Es gibt zwar strikte Sicherheitsregeln aber so dieser Hauch Gefahr ist dann ja doch vorhanden, wenn man seinen Sexpartner nicht kennt. Klar, so lang sich der Partner an die Vorlieben hält, ist es vielleicht nicht zwingend nötig. Aber es kommt ja oft auch auf die Intensität an - mag ich es nur leicht oder auch sehr extrem - und dann finde ich es doch wichtig, eines zu haben, um dem Fremden signalisieren zu können, wann die persönliche Grenze erreicht ist oder um durch Schweigen zu signalisieren, dass dies eben nicht der Fall ist. Gut, im Idealfall merkt man das als guter Sexpartner auch selbst, aber es gibt ja auch andere Fälle und ich würde mich jetzt auf keinen Fall darauf verlassen wollen.
Tja und der zweite Kritikpunkt: All das klingt jetzt total nach BDSM, oder? Die ganze Beschreibung und die ganzen "Sicherheitsvorkehrungen" und alles. Man erwartet es förmlich und dann... Vanilla Sex. Nicht, dass ich das schlechte finde - und wie gesagt, der Sex war auch echt mega! Aber warum muss man implizieren, dass es BDSM ist und dann ist es das eben einfach nicht. Wenn man es nicht mag, wird man sich freuen - aber wenn man es mag, dann ist das ein kleines bisschen enttäuschend.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

 Nun gut, die Sache ist klar: Für jeden geeignet, der Erotikgeschichten mit Niveau und einem gewissen Stil mag. Ich fand die Geschichte sehr gelungen und kann sie nur empfehlen. Sie ist echt toll geschrieben und sehr sexy.

Kein BDSM für den armen Jules. ;o;
Manchmal gehe ich mir ja schon selbst auf die Nerven damit, aber so ist das eben, mit seinen Vorlieben. Man kriegt nicht genug.
Jules :)

Dienstag, 1. März 2016

Ankündigung #22

Hey ihr Lieben!

Ganz lange habe ich euch immer wieder von einem neuen Projekt erzählt, ohne euch konkret zu sagen, was ich mir eigentlich ausgedacht habe. Ostern soll mein neues Baby aber an den Start gehen und deshalb möchte ich euch heute erklären, was ich geplant habe.
Schon länger schwebt in meinem Kopf der Gedanke herum, Themen auf meinem Blog eine größere Bedeutung beizumessen und sei es nur für kurze Zeit. Die Lösung zu diesem Wunsch kam mir irgendwann, als ich dachte, ich könnte ja einfach einen Monat im Zeichen eines Themas stehen lassen. Dann musste ich allerdings feststellen, dass ein Monat schon sehr lange ist und ich damit sicher Leute, die sich für eben genau dieses Thema nicht interessieren, vor den Kopf stoße. Immerhin würden so alles Mittwoche und Samstage dafür drauf gehen und ihr keine regulären Blogposts bekommen. Das wollte ich vermeiden, damit auch alle, die sich nicht dafür interessieren, noch neue Rezensionen und Kolumnen auf dem Blog finden, die sie vielleicht eher ansprechen. Also habe ich das Ganze auf eine Woche reduziert, aber diese wird voll und ganz dem Thema gewidmet. Bedeudet: 7 Tage, 7 Blogposts.
Ich habe lange darauf hingearbeitet, euch diverse Kolumnen, Bücher und ein Interview zu dieser Woche zusammen zu stellen und endlich bin ich fertig und kann alles online bringen.
Und welches Thema soll es nun sein? Natürlich meine große Liebe: BDSM.
Als Einstieg finde ich das Thema sehr passend, denn da kenne ich mich bestens aus und da fällt es mir auch nicht schwer, mir Dinge zu überlegen, die dazu passen.
Wenn ihr kein BDSM mögt, braucht ihr aber keine Angst haben: Das bleibt natürlich nicht die einzige Themenwoche, ich möchte natürlich noch öfter solch ein Projekt starten und dann natürlich auch zu anderen Themen. (Im Übrigen könnt ihr sehr gerne einen Themenvorschlag machen. Wenn er mir zusagt und ich Ideen dafür finde, bin ich gerne bereit, darauf einzugehen.)
Die BDSM-Themenwoche startet am 28. März. Ich freue mich sehr darauf und hoffe, dass ihr reinschauen werdet.
Einen Tag vorher werde ich euch noch ein paar Infos dazu posten. Bis dahin, viel Spaß mit den anderen Rezensionen und Gedanken!
Jules :)