Samstag, 30. April 2016

April

Hi!

Ich bin gerade total im Stress und habe sogar kurz überlegt, die Monatszusammenfassung ausfallen zu lassen, aber ich hasse es, wenn etwas unvollständig ist und deshalb gibt es sie jetzt doch. Viel Spaß damit!

Bücher, Bücher, Bücher

Ich wollte mich eigentlich nicht noch einmal darüber aufregen, aber ich tue es dennoch. Ich habe ja Printbücher bestellt, die zur LBM erschienen sind. Erhalten habe ich die Bücher aber erst Wochen später, weil sich irgendwie niemand darum gekümmert hat, dass die Bücher rechtzeitig verschickt werden. Stattdessen musste ich mich erst überall beschweren, bis aufgefallen ist, dass sie beim Großhändler rumliegen. Ich bin jetzt nicht wirklich jemanden böse - außer dem scheiß Großhändler - aber ich muss sagen, dass es mich wahnsinnig genervt hat. Im März hatte ich nicht genug zum Lesen und jetzt im April bin ich nicht richtig nachgekommen. Sowas hasse ich, weil mir das total Stress macht.
Ich hab auch den Fehler gemacht, darüber zu twittern, weshalb sich dann einige an mich gewandt haben, weil sie ein ähnliches Problem hatten und wissen wollten, ob ich etwas erreicht habe. Ich finde das zwar echt niedlich von euch, wenn ihr euch bei sowas an mich wendet, aber ganz so viel Einfluss hab ich kleines Bloggerchen jetzt auch nicht auf das Lieferverhalten von dummen Großhändlern. Ich bin da relativ hilflos und kann mich auch nur beschweren und aufregen. ;)
Aber immerhin: Bisher sind die Bücher das Warten defintiv wert gewesen.
Die restlichen Aprilbücher haben mir auch sehr zugesagt, ihr lest es ja dann im Mai in den Rezensionen.
Welches Buch hat mir im April nun am meisten zugesagt? Eindeutig "Die Seelenlosen: Die Stadt der Maschinenmagie". Ja, ein Fantasybuch. Ja, ich bin darüber auch sehr erstaunt. Ich fand aber auch "Bitte, lüg mich an!" sehr gut.
Bei meinem ersten Buch stimmt ihr mir zu, ansosnten habt ihr euch im April am meisten für "Jante: The endless love" interessiert.

Rund um den Blog

Wie gesagt, diese Bücherkatastrophe hat mich in Stress versetzt und das Endergebnis ist, dass ich mich jetzt nicht darauf konzentrieren konnte, Montagsblogposts vorzubereiten und gerade auch absolut keinen Bock habe, mich damit zu befassen. Also allgemein mit dem Blog. Es stresst mich wahnsinnig, dass ich noch 4 Bücherh habe, die im Mai rezensiert werden müssen, ich aber keine Zeit dafür habe. Davon ab, dass im Mai ja schon wieder die Maibücher dazu kommen.
Es ist ja auch nicht mit Lesen getan. Ich muss ja noch Rezensionen schreiben.
Eigentlich wollte ich im Mai auch langsam die nächste Themenwoche vorbereiten, aber dazu komm ich vielleicht erst im Juni und dann verschiebt sich das wieder endlos nach hinten.... Meine Launte ist echt am Tiefpunkt und ich auf 180.
Zumal Lesen mir auch keine Spaß macht, wen ich das Gefühl habe, Akkordarbeit leisten zu müssen.
Nicht, dass ich mich jetzt ernsthaft beschweren will, ich liebe das Bloggen ja. Aber ich hasse es, wenn etwas schief geht - und noch mehr hasse ich es, wenn ich darauf keinen Einfluss habe. Für mich als Kontrollfreak ist das wirklich nur schwer zu ertragen.

Mein Leben und Ich

Ich will jetzt nicht sagen, dass die Blogsituation mich irgendwie fertigmacht, aber ich bin durchaus ein wenig schlecht gelaunt deswegen. Vorhin habe ich eine Rezension geschrieben und dabei dann Schluckauf bekommen... Gibt es etwas nervigeres? Glaubt mir, in solchen Momenten ist es besser, man geht mir weitläufig aus den Weg.
Ansonsten kann ich mich aber nicht beschweren. Im März habe ich durchblicken lassen, dass auf Arbeit nicht alles so rosig ist. Momentan geht es, weil ich es gerade mehr mit Humor nehme und vor allem so eine Fich-dich-Einstellung an den Tag lege. Manches belastet mich, aber vieles belächle ich jetzt auch. Das liegt vielleicht auch daran, dass sich dennoch ab und an die Sonne blicken lässt und mir so ein wenig die Schwermütigkeit nimmt. Und wohl auch sonst an meinen momentanen... Lebensumständen. Also nicht alles ist perfekt, aber ich komme damit gerade etwas besser klar. Zumindest meistens.
Sport ist so lala momentan. Manchmal kann ich mich dazu durchringen, oft kommt mir aber auch was dazwischen. Ich versuche dann, mich irgendwie anders zu bewegen (Shoppen oder so :D) oder zumindest nicht so viel zu Essen.
Ich muss jetzt echt keinen Six-Pack bekommen, aber ich mag auch nicht so ein paar Pölsterchen mit mir herumtragen. Gerade jetzt, wo bald die Badesaison eröffent ist. Ich bin ja eine kleine Wasserratte. ich möchte die warmen Tage auf keinen Fall ohne Badesee verbringen.
Appropros Badesee. Bisher hat sich noch nichts ergeben, was auf Urlaub und Verreisen hindeutet, aber ich hoffe stark, dass sich das noch ändert. Ich glaube, es würde mir nicht gefallen, nicht wenigstens ein langes Wochenende irgendwo hinzufahren und was Neues zu sehen. Aber bisher ist kein Urlaub geplant. Ich weiß auch echt nicht so, wo man momentan hin kann. Also... ihr wisst schon, mit der Terrorgefahr. Viele sagen zwar, man soll ich davon nicht abhalten lassen, aber ich häng zu sehr an meinem Leben um mich davon nicht abhalten zu lassen.

Vorschau auf den Mai

Der Mai... ich weiß nicht, irgendetwas möchte ich noch bringen, dass eben neu ist. Aber wenn, dann kommt das wohl erst Ende Mai auf euch zu - da sind auch noch Montagsblogposts offen.
Wie jetzt schon ausreichend erläutert, habe ich eben nicht so viel Zeit, wie ich eigentlich bräuchte. Das macht es schwer noch neues zu planen. Deshalb verspreche ich jetzt nicht viel, nur, dass ich mein bestes geben werde.
Ansonsten gibt es ganz coole Rezensionen, auch zu Rezensionsexemplaren... Ein englisches Geschichtchen ist geplannt... solche Dinge eben. Also bunt gefüllt ist der Mai auf jeden Fall.
Die Kolumnen sind vielleicht ganz interessant, weil ich ein wenig Kritik an der aktuellen Rezensionslage üben möchte. Wahrscheinlich mach ich mir damit nicht nur Freunde, aber egal.

Famous last words

"Man muss ins Dunkle, um die Sterne zu sehen."
Wolfgang J. Reus

Jules :)

Vielleicht für immer (Susann Julieva)

Huhu!

Heute gibt es die Rezension zu "Vielleicht für immer" von Susann Julieva. Das Buch stammt aus dem Cursed Verlag, umfasst 336 Seiten und handelt von Gabriel, einen aufsteigenden Star, der durch Zufall seine Jugendliebe Sam wiedertrifft.



Beschreibung:

Gabriel ist ein gefeierter Rockstar, der gerade seinen Durchbruch geschafft hat. Nur eines belastet ihn: Vor Jahren hat er seinem besten Freund Sam das Herz gebrochen.
Als für seine Tournee Sam als Kameramann eingestellt wird, versucht er, an diesen wieder heranzukommen, aber Sam fällt es schwer zu verzeihen. Erst, als nach und nach die Gründe für Gabriels Handeln ans Licht kommen, kann sich auch Sam den noch immer bestehenden Gefühlen nur noch schwerlich entziehen.

Meine Meinung:

Also gleich vorweg, das Buch hat mir richtig gut gefallen. Ein wenig habe ich diese Star-liebt-Normalo-Geschichten ja langsam satt, obwohl mich die Thematik eigentlich mal sehr gereizt hat, aber hier ist es so schön umgesetzt, dass es mich nicht stört. Zumal sie sich ja eigentlich auch schon von früher kennen und es nicht ganz so wie ein Märchen wirkt. Das mag ich sehr an dem Buch.
Was mich an dem Buch am meisten überzeugt hat, war der Aufbau der Geschichte. Man erlebt quasi parallel, wie sich die Beziehung von Gabe und Sam in der Vergangenheit entwickelt hat und wie sie im Hier und Jetzt wieder zueinander finden. Das fand ich wirklich sehr genial, weil man so gleich zwei Geschichten in einer vorgesetzt bekommt, die zusammen dann die Situation als Gesamtbild darstellen. Ganz davon ab, dass ich ein großer Fan davon bin, solche Puzzelstückchen als Leser vorgesetzt zu bekommen, mochte ich, dass man so gleich doppelte Spannung hat. Man will wissen, wie es damals weiterging und gleichzeitig, wie es in der Gegenwart weitergeht.
Allgemein muss man sagen, dass der Schreibstil wirklich sehr angenehm zu lesen ist. Ich finde zwar, an der einen oder anderen Stelle hätte man noch ein wenig tiefer gehen können und manche Sachen waren auch nicht so ausführlich ausformuliert, wie man es hätte tun können (zum Beispiel die Abschiedsszene zwischen Gabe und Sam, als Gabe wegzieht), aber nichtsdestotrotz fand ich den Stil ausführlich und detailliert.
Mir gefällt ebenfalls sehr gut, dass man so ein wenig hinter die Kulissen des Musikerdaseins - oder hier: insebesondere hinter das Tourleben - blicken kann. Ich mochte, dass man versteht, wie viele Leute bei einer Tour mithelfen und wie alles abläuft, etc. Sowas ist einfach interessant und lässt die Geschichte nebenbei auch realistischer wirken.
Dann beinhaltet die Geschichte natürlich das Thema Coming-out, hier sogar in doppelter Form. Einmal vor den Eltern und einmal vor der Öffentlichkeit. Das hat mir sehr gut gefallen, ihr wisst ja, ich liebe Coming-out-Geschichten. Ein wenig ausführlicher hätte dieser Punkt gerne sein können, aber es tut der Geschichte jetzt keinen Abbruch, dass dem nicht so ist.
Was auch ein Thema ist: Depression. Das finde ich sehr schön umgesetzt, klasse beschrieben und sehr authentisch dargestellt. Ich finde, psychische Krankheiten sind immer schwer darzustellen, weil man sie nicht richtig nachempfinden kann. Deswegen ist es dann richtig klasse, wenn sie ein Buch greifbar rüberbringt und das war hier der Fall.
Ansonsten hat das Buch durchaus ein wenig Drama zu bieten, seien es nun Missverständnisse und ungünstige Situationen/Handlungen, die eben für Spannung sorgen und das Buch abrunden. Mir hat das wirklich sehr gefallen.
Ich mochte auch die Charaktere, alle sehr schön ausgearbeitet und auf ihre Art liebenswert.
Kritik habe ich eigentlich fast keine. Gut, das Ende geht für mich gar nicht, aber irgendwie war es auch rührend, also sehe ich darüber weg. Ansosnten wüsste ich jetzt nicht viel, was mich gestört und hat und die paar Kleinigkeiten, die ich geändert hätte, habe ich in der Rezension ja schon genannt.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich würde das Buch wirklich empfehlen, weil es eine schöne Geschichte ist, die die richtige Dosis Gefühl und Spannung besitzt. Ich habe auch wirklich wenig Kritik, die gegen die Geschichte sprechen könnte. Falls euch die Handlung also interessiert, schaut unbedingt vorbei.

Ich bin gerade richtig mies gelaut, weil ich diese Rezension so kurzfristig erst auf Papier bringen konnte. Das lag daran, dass die Prints viel zu spät geliefert wurden, wei offensichtlich sehr viele Leute es nicht für nötig gehalten haben, sich darum zu kümmern, die Bücher den Kunden RECHTZEITIG zu liefern.
Ich hasse es, wenn ich unter Stress lesen muss, weil ich sonst keine Rezis habe. Und ich hasse es, Rezis zu ungünstigen Momenten zu schreiben, weil ich mir damit keine Zeit lassen kann.
Jules :)

Mittwoch, 27. April 2016

Asche zu Asche (Ashan Delon) [Q]

Huhu Leute!

Der heutige Quickie nennt sich "Asche zu Asche", stammt von Ashan Delon und umfasst 93 Seiten. Es wird frei publiziert und handelt von Rafael, der nach dem Tod seines verschwundenen Zwillingsbruders endlich einige Geheimnise lüften kann.


Beschreibung:

Eines Nachts verlässt Rafaels Zwillingsbruder René ohne eine Erklärung ihr Elternhaus und ist seitdem verschwunden. Jahrelang schwankt Rafael danach zwischen Vermissen und Hassen. Dann stirbt René und noch immer hat Rafael keine Antworten. Am Tag der Beerdigung, zieht er danach allein durch die Gassen von Renés neuer Heimat und trifft dort auf einen Mann, der ihn für René hält und ziemlich sauer auf ihn scheint. Als Rafael ihn zum reden bringt, kommt er Renés Geheimnis endlich auf die Spur.

Meine Meinung:

Was man hier wirklich sagen muss, ist, dass die Gefühle von Rafael unglaublich gut rüber kommen. Sei es nun seine Trauer oder auch diese Wut, die er auf René spürt, weil dieser ihn alleine gelassen hat. Das wird sehr deutlich geschildert und so, dass es einen auch als Leser einfach trifft und mitreißt. Es ist auch einfach sehr authentisch, wie mit dem Schmerz des endgültigen Verlustes auch der des vorherigen Verlassenwerdens rüber kommt. Eine super Mischung, die mir echt gut gefallen hat.
Auch sonst kommen die Gefühle in dem Buch sehr schön rüber. Sei es der Hass und die Wut, die Rafael später auf seine Eltern, insbesondere seine Muter hat, oder auch Lukas' Trauer um seinen Lebensgefährten.
Allgemein ist es überhaupt ein sehr trauriger Grundton, der in dem Buch angeschlagen wird und der ein wenig schwermütig macht, aber dem Buch trotzdem auch einen gewissen Zauber gibt, der einen beim Lesen bannt.
Allerdings muss ich auch sagen, dass mir nicht alles an dem Buch gefallen hat. Ich finde einfach diese ganze Geschichte mit Lukas ziemlich seltsam. Sei es nun das mehr als zufällige Treffen, wie sich Rafael und dieser überhaupt treffen oder das fast sofortige Kribbeln, dass Rafael in Lukas' Nähe fühlt. Allgemein lässt sich die Beziehung, welche die beiden dann aufbauen, für mich nicht nachvollziehen. Obwohl man eigentlich weiß, dass es darauf hinaus laufen wird, kann ich es nicht verstehen. Ich kann noch akzeptieren, dass Rafael als eineiiger Zwillingsbruder von René dessen Vorliebe auch bei Männern teilt, aber ich kann nicht verstehen, warum er sich wirklich auf Lukas einlässt. Egal wie es in dem Buch auch gedreht und gewendet wird und egal was man für Erlärungen bringt, für mich sieht es so aus, als wäre Rafael nur der Ersatz für René und ich habe keine Ahnung, wie man damit leben kann. Und auch wenn Lukas sagt, er will Rafael, so sagt er gleichzeitig, dass er in ihm auch immer René sehen wird und ich finde das einfach so... ganz schrecklich unfair, Rafael gegenüber. Ich weiß nicht, andere werden das eher hinnehmen können, aber ich kann das einfach gar nicht akzeptieren und deshalb finde ich die Geschichte auch so schwierig. Sie hat mir echt unglaublich gut gefallen, aber dieser ganze Beziehungsaspekt ist mir wirlich schleierhaft.
Sorry, ich spoiler gerade ziemlich, aber ich kann sonst einfach nicht erklären, warum ich so skeptisch bin. Es sei aber gesagt: Wie es zu dieser Kosntellation kommt, ist an sich wirklich lesenswert und gut gemacht und auch voll mit Emotionen. Der Weg dahin hat mir sehr zugesagt, nur das Ergebnis dann leider nicht so.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Etwas für Fans von traurigen, rührenden Geschichten, für Fans von Familiendramen und solche, die trotzdem ein Happy End wollen.

Ich lese gerne traurige Geschichten. Fast lieber wie humorvolle. Weiß auch nicht warum, wahrscheinlich, weil die einen so berühren und ich es mag, wenn man eine Geschichte am eigenen Leib miterfühlen kann.
Jules :)

Montag, 25. April 2016

Literatur [TAG] #3

Hey ihr Lieben!

Lange ist es her, dass ich bei einem TAG mitgemacht habe und da dachte ich mir, dass ich ja zumindest mal wieder ein paar Fragen zum Thema Literatur beantworten könnte. Wie immer habe ich die einzelnen Fragen in Kategorien geteilt, so dass es ein wenig übersichtlicher ist.
Ich wünsche euch viel Spaß damit, vielleicht ist ja die eine oder andere Antwort ganz interessant.

Jules :)


Rund um den Blog:

1. Welche Rezension schreibt sich leichter? Die zu guten oder zu schlechten Büchern?

Ehrlichgesagt zu schlechten Büchern. Es ist einfach, etwas zu kritisieren, als wirklich rüberzubringen, warum ein Buch einen so unfassbar gut gefallen hat. Manchmal kann man das nämlich nirgendwo festmachen, wohingegen so negative Aspekte mir dann doch eher im Gedächtnis bleiben. Und es macht auch Spaß, sich seinen Frust in der Rezi von der Seele schreiben zu können. ;)

2. Wie kam es zu deinem aktuellen Blogdesign? Und bist du zufrieden damit?

Wer von Anfang an dabei war, weiß, dass ich zuerst ein ganz anderes, viel verspielteres Design hatte. Anfangs war es auch nur ein wenig Spielerei von mir. Über die Zeit hat sich der Blog aber dann zu einem ernsthaften Projekt von mir entwickelt und deshalb musste auch das Design gediegener und seriöser werden. Ja, ich bin zufrieden, wie es jetzt ist. Ich wollte es schlicht, so dass der Fokus wirklich auf meinen Rezensionen liegen kann. Aktuell sehe ich auch keinen Anlass dazu, es irgendwie zu ändern. Vielleicht möchte ich irgendwann etwas anderes, aber momentan nicht.

3. War dein Blogkonzept von Anfang an geplant oder hat es sich entwickelt?

Am Anfang wollte ich eigentlich nur so eine Art Sammlung von Gay-Books machen, mit einer kurzen Einschätzung zum Buch. Aber dann fand ich das so langweilig und Rezensionen haben mir so viel Spaß gemacht, dass es letztlich ausgeweitet habe. Anfangs wollte ich auch nicht ständig irgendwas bringen und irgendwann ist da echt eine riesige Sache mit regelmäßigen Blogposts draus geworden. Wie konnte das nur passieren? :D

4. Wie motivierst du dich, etwas für den Blog zu tun?

Ich muss mich gar nicht so sehr motivieren, weil es mir einfach Spaß macht und ich es gerne tue. Wenn ich mal gar keine Lust habe, dann muss ich nur gucken, wie wenig Zeit ich sonst habe, wenn ich es nicht sofort mache, dann geht es mir gleich leichter von der Hand – mit Angstschweiß auf der Stirn.
Ja und dann natürlich durch positive Rückmeldungen von Lesern. Das freut mich jedes Mal total und dann will man natürlich nachlegen.

5. Die beste Zeit zum bloggen?

Am Wochenende, wenn ich genug Zeit habe, auch wirklich dran sitzen zu bleiben.




Ein Buch, …

1. …dass du mehrmals gelesen hast?

Da gibt es viele. Wenn mir ein Buch gefällt, lese ich immer mal wieder einige Szenen oder gar das ganze Buch noch mal. Wenn ich jetzt ein Buch herauspicken müsste, wäre das wohl die Thekenwelt-Trilogie, weil ich die wohl schon am häufigsten gesuchtet habe.

2. …von dem du traurig warst, als es vorbei war?

Ich bin immer traurig, wenn ein Buch zu Ende ist, das ich gerne mochte. Ganz schlimm fand ich, als ich „Honigsommer“ beendet hatte. Die Geschichte war so zauberhaft, sie hätte doppelt so lange sein können.

3. …von dem du froh warst, als es vorbei war?

Die Frage ist ja echt mal gemein. Ich beantworte die Frage mal ein wenig netter: ich bin immer froh, wenn ich Rezensionsexemplare durch habe. Nicht, weil sie mir nicht gefallen, sondern weil da immer ein wenig Druck dahinter steht. Der Autor wartet ja auf deine Rezension und die sollte ja auch relativ zeitnah erfolgen. Da bin ich immer sehr erleichtert, wenn ich wieder ein Buch rechtzeitig beendet habe.
Was natürlich nicht heißt, dass ich nicht gerne Reziexemplare annehme, nur damit das niemand missversteht. Ich stresse mich da nur gerne selbst etwas, wenn ich das Gefühl habe, ich brauch zu lange. Daran muss ich echt noch bissi arbeiten.

4. …dass dich am meisten beeindruckt hat?

In der letzten Zeit war das „Bitte,lüg mich an!“. Der Protagonist darin ist schrecklich entstellt und die Art, wie seine Situation und seine Liebesgeschichte rübergebracht wird, finde ich beeindruckend. Man muss es erstmal schaffen, dass man sich als „Normalo“ in so eine Figur hineinversetzen kann.

5. …dass dich aufgeregt hat?

Das war „Eigentlich“. Es hat mir nicht so gefallen und das hat mich beim lesen schon genervt, aber dann habe ich mir auch noch sinnlose Diskussionen darüber geben müssen und seitdem ist das so ein Buch, dass meinen Blutdruck sofort in die Höhe treibt.

6. …mit enttäuschendem Ende?

Keine Ahnung. :D So spontan fällt mir da gar nichts ein. Für mich ist jedes Ende enttäuschend, dass plötzlich total auf Friede-Freude-Eierkuchen macht, am besten noch mit Heiratsantrag, als muss man das unbedingt noch bringen, weil das Ende sonst nicht happy genug ist.

7. …dass dich zum Büchersuchti gemacht hat?

Irgendein Kinderbuch, schätze ich, da ich ja als Kind schon Suchti war.

8. …dass viele Fehler enthält?

Mh… Mir fällt gerade nicht so wirklich eins ein. In „Jante“ gab es viele fehlende Absätze, das hat mich sehr gestört.

9. …, dass dich komplett enttäuscht hat?

Das war auch „Jante“. Also jetzt nicht falsch verstehen, ich fand es jetzt nicht total schlecht oder so, aber es hat mir nicht so zugesagt. Dabei hatte ich darauf aber sehr große Hoffnungen gesetzt, weil es mir wieder eine ganze Reihe aus dem Genre BDSM offenbart hätte.

10. …, dass du kaum aus der Hand legen konntest?

Da gab es in letzter Zeit einige, ich picke mir mal „Nur drei Worte“ heraus. Das fand ich so zuckersüß und auch so spannend, weil man mitgerätselt hat, wer denn nun Blue ist.




Entweder, oder:

1. Buchverfilmung: Erst Buch oder erst Film?

Ehrlich gesagt erst Film. Erstens kann man da schon mal abchecken, ob einen die Story überhaupt zusagt und man das Buch lesen will und zweites ist man andersherum sicherlich nur enttäuscht, weil der Film nie hält, was das Buch verspricht, sei er noch so gut umgesetzt.

2. Liest du Bücher nacheinander oder parallel?

Beides. Meistens nacheinander, aber oft sagt mir eines nicht so zu und dann lese ich in ein anderes rein, um einfach mal was anderes lesen zu können.

3. Bücherkauf: Kopf- oder Bauchentscheidung?

Beides. Wenn mir ein Buch sehr zusagt, dann kaufe ich es im Prinzip auch. Aber wenn ich dann sehe: es ist von einer Autorin, die ich nicht mag oder einem Verlag, mit dem ich nur negative Erfahrungen gemacht habe, dann zögere ich dann doch. Auch, wenn zum Beispiel der Preis unangemessen hoch ist.
Oft hol ich dann auch eine Leseprobe und entscheide erst dann… Also was mir zusagt, dass entscheidet mein Bauch, aber die finale Entscheidung trägt dann mein Gehirn.

4. Übersetzung oder Original?

Übersetzung, einfach, weil es einfach zu lesen ist. Allerdings mag ich auch gerne Originale und oft gibt es einfach keine Übersetzung dazu…

5. Klassiker oder Neuerscheinungen?

Neuerscheinungen? Also halt neuere Bücher, die müssen jetzt nicht erst vor 3 Tagen erschienen sein oder so, aber sie sind eben noch keine Klassiker.
Obwohl ich auch Klassiker gerne mal lese.

Samstag, 23. April 2016

Guards of Folsom: Gefunden (SJD Peterson)

Hey!

Heute gibt es die Rezenson zu SJD Petersons neuem Buch aus der Reihe "Guards of Folsom". Es nennt sich "Berührt", umfasst 260 Seiten und erschien im Cursed Verlag. Handlen tut es von Mason, der mit dem Tod seiner beiden Doms klarkommen muss.
Wie  schon erwähnt, ist das Buch Teil einer Reihe, in der aber jede Geschichte in sich abgeschlossen ist und folglich seperat gelesen werden kann. Wenn ihr aber auch auf das erste Buch neugierig seid, dann verlinke ich euch hier meine Rezension dazu.



Beschreibung:

Als Masons Doms sterben, sieht er in seinem Leben keinen Sinn mehr. Nicht wirklich fähig, mit seiner Sozialphobie alleine im Leben klar zu kommen, glaubt er, nur im Tod Erlösung finden zu können. Gerade noch rechtzeitig wird er vom Bobby und Rig aufgefangen. Diese sind ein Paar, obwohl sie beide Doms sind, und verstehen Mason sehr gut, denn sie haben vor Jahren ihren gemeinsamen Sub verloren.
Bobby und Rig machen es sich zur Aufgabe, für Mason dazu sein, aber obwohl sie versuchen, selbstlos zu handeln, merken sie schnell, dass Mason genau das sein könnte, was sie brauchen, um endlich wieder vollständig zu sein.

Meine Meinung:

Ich schwöre euch, dieses Buch hat mich an meine Grenzen getrieben. Es ist wirklich ein Buch, bei dem man extrem mitfühlt und dann auch extrem emotional wird. Ich zumindest musste mehrmals weinen, weil einen manche Szenen und Handlungen einfach die Tränen in die Augen treiben. Man kann ganz wunderbar in Masons Gefühlswelt eintauchen, erlebt seine Trauer und seine Verzweiflung am eigenen Leib und wird einfach von dieser Geschichte berührt.
Ich finde, es ist ein ganz wunderbares Buch zum Thema Trauerbewältigung, weil diesen Verlustschmerz einfach unglaublich gut beschreibt. Jeder, der schon mal einen geliebten Menschen verloren hat, wird wissen, wie schreckliches ist - und wenn man sich dann noch Masons Situation vor Augen führt, dann bricht es einem als Leser wirkich das Herz.
Umso schöner finde ich, wie Bobby und Rig es nach und nach schafffen, Mason aus seinem Tief herauszuholen. Man kann ganz wunderbar mitverfolgen, wie er langsam wieder aufblührt und zurück ins Leben findet. Dabei werdne viele Dinge angesprochen, mit denen man sich unweigerlich auseinander setzen muss, wenn man seine große Liebe verliert: zum Beispiel eben, ob man sich neu verlieben darf. Nicht nur, dass einem das wirklich Nahe geht, es hilft einen vielleicht auch, für sich selbst Antworten darauf zu finden.
Ich finde auch gut, dass in dem Buch auch wirklich das Thema professionelle Hilfe angesprochen wird, weil ich nicht finde, dass ein Dom alleine ein Allheilmittel für psychische Probleme darstellt. Ein wenig wurde das im ersten Buch der Reihe so dargestellt und das hat mich gestört. Hier aber kommt Bobby und Rig noch ein Pychiater zur Hilfe, was alles ein wenig authentischer macht.
Die Story besitzt einen ruhigen Plot, der nicht wirklich groß Drama beinhaltet. Aber ich finde, er ist dennoch dadurch spannend, dass man eben förmlich miterleben kann, wie Masons mit seiner Trauer umzugehen lernt und wie sich eben die Beziehung zu Bobby und Rig langsam aufbaut. Ich finde es auch schön zu sehen, wie das Kümmern um Mason die beiden Doms wieder glücklich macht und ihnen eine Aufgabe gibt.
Kritik habe ich relativ wenig. Aber natürlich muss man es schon sagen: Die Geschichte beinhaltet wirklich nur einen Hauch BDSM. Wenn man also auf Sessions hofft, dann hofft man da eher vergebens, was schade ist, weil eine Session mit einem Sub und zwei Doms doch wahnsinnig anregend sein kann. Zudem ist es eben einfach so, dass die Protagonisten diesen Lifestyle ausleben und wenn man es dann nur so dezent in die Geschichte einbaut, dann könnte es ja auch ein ganz normales Pärchen sein.
Wobei man schon sagen muss, dass manche Dinge aus dem BDSM-Bereich angesprochen werden, die zwar nichts mit einer Session zu tun haben, die ich aber sehr wichtig in einer solchen Beziehung finde. Eben zum Beispiel die Verantwortung, die ein Dom gegenüber seinem Sub hat. Solche Dinge werden im Buch gut dargestellt und anschaulich gemacht. Das finde ich wirklich klasse.


Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich denke, das Buch ist sehr gut für Leute geeignet, die vielleicht nicht so viel Ahnung vom Thema BDSM haben und erstmal reinkommen wollen. Ich finde - wie oben gesagt - es zeigt sehr schön das Schema einer Beziehung auf, ohne eben wirkliche explizite BDSM-Szenen zu beinhalten. Wenn man natürlich darauf Wert legt, dann ist man hier eher falsch.

Habt ihr noch Tipps aus dem Genre BDSM? Ich sitze auf dem Trockenen und das ist FURCHTBAR!
Jules :)

Mittwoch, 20. April 2016

Auf in neue Gefilde! - Fazit [K]

Hallo ihr!

Vielleicht erinnert ihr euch ja noch, auch wenn es schon relativ lange her ist, aber ich habe euch im November 2014 vorgeschlagen, euch mal an ein Genre heranzuwagen, dem ihr bisher eher aus dem Weg gegangen seid. (Klick mich!) Natürlich würde ich euch nie etwas vorschlagen, dass ich nicht selbst auch ausprobiere. Zugegeben, es ist seitdem schon etwas Zeit vergangen, aber ich habe diese genutzt und mich an meinen eigenen Ratschlag gehalten. Heute möchte ich euch meine persönlichen Erkenntnisse mitteilen. Vielleicht ist das ja noch mal ein Anreiz für euch, so etwas auch auszuprobieren – und wenn ihr das schon habt, dann könnt ihr mir ja auch eure Ergebnisse berichten.
Wenn ihr neu auf meinem Blog seid, noch einmal ein kleiner Überblick: Ich weiß nicht warum, aber für mich gibt es nichts langweiligeres, als Krimiserien. Folglich ist das auch kein Genre, auf das ich zurückgreife, wenn es um Bücher geht. Außerdem hasse ich Fantasy. Früher habe ich das eigentlich relativ gerne gelesen, aber mittlerweile ist mir all das eher suspekt.
Beide Genre habe ich ausprobiert und ihr ist nun also mein Fazit:

Crime

Ich habe einige Bücher dazu gelesen und war von den meisten tatsächlich positiv überrascht. Mir ist auch aufgefallen, dass in einem Buch oft mehr Detailliebe steckt, als im Sonntagskrimi, der allwöchentlich im Fernsehen läuft. Das hat es mir leicht gemacht, die Geschichten spannend zu finden und auch wenn das Genre niemals zu einem meiner Lieblinge zählen wird, so bin ich doch nicht mehr gänzlich abgeneigt.
Außerdem ist mir beim Lesen etwas sehr wichtiges aufgefallen: Trotz meiner Abneigung zu Krimiserien, bin ich ja schon immer großer Fan von „Criminal Minds“. Ich weiß nicht warum, aber sobald es ein wenig psycho wird, hat man mich dann doch wieder am Bildschirm kleben.
Wenn mich also schon kein richtiger Krimi überzeugen kann, dann wenigstens ein Psychothriller. Manchmal lohnt es sich einfach, auch mal ein Subgenre oder ein verwandtes Genre anzusehen und vielleicht entdeckt man da etwas, was einem eben doch gefällt.

Fantasy

Genau die Erfahrung habe ich auch im Bereich Fantasy gemacht. Ich habe es wirklich probiert, mir sogar ein Buch geholt, dass teils noch Dinge behandelt, die ich eigentlich total liebe, aber es hat mich einfach nicht überzeugt. Dann habe ich auch hier (fast zwangsläufig, da es ein Rezensionsexemplar war), zum Genre Mysterie gegriffen und konnte mich damit dann doch anfreunden. Ich habe ja schon immer Horrorfilme und Schauergeschichten geliebt und solange etwas nicht zu fantastisch sondern einfach ein wenig unheimlich und übernatürlich ist, kann ich doch Gefallen daran finden.

Zusammenfassend eigentlich eine recht positive Entwicklung. Ich kann nun besser eingrenzen, was mir genau nicht gefällt und was eben doch und habe dadurch nun noch mehr Auswahl, was Bücher anbelangt. Wäre irgendwie traurig gewesen, wenn ich manche Schätze nie zur Hand genommen hätte, nur weil mir das übergeordnete Genre nicht zugesagt hätte. Natürlich bleibe ich trotz allem immer noch vorsichtig. Vielleicht ist das auch der Schlüssel, bei der Auswahl wirklich kritisch zu sein und genau zu überlegen, ob man der Sache unter gewissen Umständen etwas abgewinnen kann oder nicht.
Und falls doch ein durchweg negatives Ergebnis herauskommt, dann hat man der Sache wenigstens eine Chance gegeben und ist um eine Erfahrung reicher. Ist doch auch was wert, oder nicht?
Jules :)

Samstag, 16. April 2016

Bitte, lüg mich an! (Coco Zinva)

Hallo ihr Lieben!

Heute gibt es wieder ein ganz tolles Buch. Und zwar "Bitte, lüg mich an!" von Coco Zinva. Es umfasst 502 Seiten, wird frei publiziert und handelt von Nick, der einen sehr außergewöhnlichen Job annimmt.


Beschreibung:

Marius war einst schön, reich und anerkannt. Doch nach einem Unfall ist sein Körper entstellt und er zieht sich auf sein Anwesen zurück und lebt dort völlig einsam.
Um wieder einmal in den Genuss menschlicher Nähe zu kommen, sucht er nach einem Mann, den er dafür bezahlten möchte, dass er ihm ein Freund ist. Nick lässt sich auf dieses Angebot ein, nicht ahnend, was ihn bei Marius erwartet.

Meine Meinung:

Ich liebe einfach die Geschichten von Coco Zinva, weil sie so eine Art hat, Gefühle echt toll rüberzubringen. Und weil sie immer so außergewöhnliche Protagonisten in ihre Bücher einbaut, die ihre Geschichten einfach besonders machen.
Hier natürlich auch wieder. Marius ist schon echt ein Fall für sich, aber man kann sich trotzdem wunderbar in ihn hineinversetzen. Ich meine, man kann sich als "normaler" Mensch mit Sicherheit nicht vorstellen, wie er sich fühlen muss, weil man es nicht selbst erlebt hat. Aber durch die Art, seine Gefühle und Gedanken darzustellen, kriegt man ein sehr gutes Bild davon, versteht ihn und kann auch mit ihm mitleiden. Ich finde, das ist schon eine Kunst, eine so krasse Belastung so darzustellen, dass man sie sich irgendwie vorstellen kann.
Aber man versteht sowohl, warum er Panik hat, sich anderen zu zeigen, warum es ihn so belastet - da er doch früher so schön und beliebt war - und weshalb er sich auch irgendwie hilflos fühlt und das Leben satt hat. Auch das Bedürfnis nach Nähe kommt sehr gut rüber.
Nick finde ich gar nich so oberflächlich, er ist eben einfach selbstverliebt und auch ein wenig jugendhaft. Aber ich finde, er ist ein beeindruckender Charakter. Obwohl er selbst so hübsch ist, ist es ausgerechnet Marius, der etwas in ihm berührt und wie das dargestellt wird und auch, wie man miterlebt, wie er darum kämpft, Marius aus seinem Tief zu holen, macht ihn zu einem großartigen Protagonisten. Alles, vom ersten Schock, über das langsame Annähern, bis hin zu tieferen Gefühlen ist so nachvollziehbar und mit gebührender Langsamkeit beschrieben, dasss man wirklick nachvollziehen kann, was für eine Wandlung Nick da mitmacht - und warum.
Und es ist so schön, mitzuverfolgen,  wie er es wirklich schafft, Marius aus seinem Tief zu holen.
Ich muss sagen, ich war ja anfangs auch ein wenig skeptisch, wie die Sexszenen werden sollen, aber ich finde sie wahnsinnig gelungen. Es ist toll, wie selbstverständlich Marius' Narben usw. eingebauten werden, ohne dass es abstoßend wirkt oder die Stimmung zerstört. Es ist so sexy geworden und das finde ich wirklich erstaunlich.
Ich mochte auch die Nebencharaktere sehr und gerade auch ihre Reaktionen auf Marius. Darin zeigt  sich so schön dieser erste Schock, wenn man einem Menschen wie ihm begegnet, aber gleichzeitig wird klar, dass sowas nur aus Unwissenheit und Unsicherheit entsteht. Man reagiert, ohne darüber nachzudenken, was der andere dabei fühlt. Aber umso toller ist es, dass gezeigt wird, dass man damit umgehen kann, wenn man ehrlich ist und einfach erstmal den ersten Schock überwunden hat. Also auch hier wieder eine tolle Beschreibund der Reaktionen, die auch echt was tiefgründiges haben.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich meine, die Sache ist im Prinzip klar. Wenn man Geschichten mag, in der ein Protagonist von der Norm abweicht, ist man hier richtig. Aber auch sonst sollte man das Buch einfach lesen. Es bringt einen ein bisschen zur Selbstreflexion, wie man sich Menschen mit auffälligen Narben, etc. gegenüber verhält. Und vor allem ist es eine zauberhafte Liebesgeschichte, ein bisschen wie die "Schöne und das Biest", absolut lesenswert.

Ich bin krank, also habe ich Zeit für den Blog. Ist doch immerhin was, aber trotzdem nervt es.
Jules :)

Mittwoch, 13. April 2016

Verzettelt: Noticed me yet? (Anyta Sunday) [Q]

Hallo!

Diese Geschichte nennt sich "Verzettelt" und stammt von Anyta Sunday. Sie wird frei publiziert und umfasst 82 Seiten. Handeln tut sie von Jacob, der einen neuen Mitbewohner sucht und dabei auf Mr. X stößt.


Beschreibung:

Jacob sucht einen neuen Mitbewohner und verteilt deshalb Zettel in der Uni. Doch schon kurz darauf hat jemand sämtliche Anzeigen wieder vom schwarzen Brett gerissen. Wütend darüber hinterlässt er dem Unbekannten dort eine Nachricht und bekommt auch prompt eine Antwort. Aus dem Wortgefecht entsteht bald ein Spiel um die große Frage: Wer ist dieser Mr. X, der mit ihm Nachrichten austauscht?


Meine Meinung:

Ich muss sage, ich fand die Geschichte einfach irgendwie cool, weil die Idee mit den Zettelchen sehr cool ist. Ich mag ja Geschichten, die sich an Notizen, Mails, Briefen, etc. entlang hangeln sehr gerne. Nicht nur, dass so etwas der Geschichte einen ganz eigenen Charme und Witz gibt, es macht sie auch zu etwas, dass man selten so noch einmal zu lesen bekommt.
Und natürlich muss man auch einfach sagen, dass es die Geschichte wahnsinnig spannend gemacht hat. Das ganze wird im Buch selbst als Spiel beschrieben und das ist es ja auch. Ein ewiges Rätselraten, wer denn nun „Mr. X“ ist. Man steigt da auch als Leser nicht wirklich durch. Es ist nicht so, dass man es schon erkennt und nur darauf wartet, dass es Jacob auch tut, sondern man weiß es ebenso wenig, wie dieser.
Dadurch, dass man es selbst nicht weiß, kann man das Buch auch einfach nicht weglegen, da siegt eben die Neugier. Es ist ja auch fast schon ein wenig interaktiv, weil man natürlich selbst miträtselt.
Für mich ist die Auflösung unerwartet, was Schwachsinn ist, weil man ja eigentlich nichts erwarten kann. Trotzdem hat es mich überrascht, aber das ist wohl auch so der Witz an der Sache. Man ist dann doch noch mal überrascht.
Neben der Sache mit dem ominösen Mr. X, gibt es aber auch noch einen anderen Teil der Geschichte, nämlich das Loslösen vom Exfreund. Obwohl das Buch eigentlich sehr witzig gestaltet ist – ein super Humor, gerade bei den Zettelnachrichten! –, hat es mich doch auch begeistert, dass es bei diesem Thema dann eher in eine sehr ernste, emotionale Erzwählweise abgerutscht ist, die einen guten Kontrast zu dem fröhlichen Rätselspaß bietet. Irgendwie hat es mir einfach gefallen und war auch ein wenig ergreifend, aber sehr schön nachvollziehbar.
Und daran hat man auch die Gefühle sehr gut erkennen können, denn obwohl Jacob von seinem Ex genervt war, waren es eben die Zettelnachrichten, die ihn dann wieder glücklich gemacht haben. Das fand ich sehr schön. Ich mochte, dass man erkennt, dass es ihm mehr gibt, als nur ein wenig Rätselspaß.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Mal ein etwas anderes Buch, aber sehr cool, witzig und spannend gemacht. Ich mochte es super und würde es echt empfehlen, wenn man auf ein wenig Rätselspaß und Humor in Büchern steht.

Wie gesagt, ich mag Bücher, die auf Zettelchen und so einem Kram aufbauen. Ich hätte gerne noch viel mehr davon, es macht so Spaß, sowas zu lesen. Kennt ihr noch Bücher, die so aufgebaut sind?
Jules :)

Montag, 11. April 2016

Die Seelenlosen: Die Stadt der Maschinenmagie 1 (Tanja Meurer)

Hey!

Heute gibt es noch eine Fantasygeschichte. "Die Seelenlosen: Die Stadt der Maschinenmagie 1"* stammt von Tanja Meurer, erschien im Incubus Verlag und umfasst 704 Seiten.  Handeln tut sie von Gwenael, der als neuer Commandant der Stadt Valvermont einen mysteriösen Fall untersuchen muss, in dem sich Menschen in seelenlose Kreaturen verwandeln.
Das Buch ist Teil einer Reihe.


Beschreibung:

Gwenael war eins Soldat, ist nun aber wieder in seine Heimat Valvermont zurückgekehrt, um dort als Commandant der Garnisonen zu fungieren. Fast sofort wird er dabei mit einem mysteriösen Fall konfrontiert. Ein Mann verhält sich, als hätte jemand anderes die Kontrolle über dessen Körper erlangt.
Kurz darauf geschieht auch noch ein Mord und bald schon erkennt Gwenael einen Zusammenhang der Ereignisse. Er nimmt die Ermittlungen auf, nichts ahnend, in welche Gefahr er sich damit begibt und nicht wissend, wem er noch trauen kann.

Meine Meinung:

Ich muss zugeben, am Anfang war ich von dem Buch erst nicht so begeistert. Dazu muss man sagen, dass die Szenen in dem Buch alle wahnsinnig ausführlich sind, sei es nun die Beschreibung der Umgebung, die Hanldungen und Gespräche der Protagonisten... alles wird sehr detailiert erläutert. Das ist natürlich positiv zu sehen. Es gibt dem Buch viel Spannung und man kann sich als Leser wirklich richtig in die Charaktere und das Geschehen hineinversetzen, mit Gwenael mitermitteln und einfach auch miterleben. Es wirkt dadurch einfach, als würde ein Film vor einem Ablaufen und man hat alles wirklich sehr bildlich vor Augen.
Dadurch ist es aber gerade am Anfang, bis die Geschichte Fahrt aufnimmt, ein wenig langatmig. Das war so der Punkt, an dem ich am liebsten das Buch weggelegt hätte, weil es sich doch erst ziemlich gezogen hat.
Doch dann, wenn erstmal so die Basic geschaffen ist und Gwen dann wirklich mit der Ermittlung anfängt, es auch langsam anfängt, dass sein Liebesleben mit einbezogen wird, dann ändert sich das schlagartig. Plötzlich wollte ich das Buch gar nicht mehr weglegen und dann hat man auch erst diesen ausführlichen Schreibstil zu schätzen gelernt.
Wie gesagt, es gibt den Szenen sehr viel, natürlich ist das Buch dementsprechend lang, aber die Szenen sind dadurch auch spannungsgeladen. Man kriegt auch wirklich alles ungeschönt vorgesetzt und das ist natürlich gerade in den grausamen Teilen des Buches wirklich gut, weil man dann dieses Entsetzen selbst nachempfinden kann. Allgemein kann man alles, was die Protagonisten fühlen und tun, nachvollziehen. Man taucht auch wirklich richtig in die Charaktere ein, was mir sehr gut gefällt.
Man muss auch wirklich einmal dazu sagen: Es ist eine Kunst, so ausführlich zu beschreiben. Und noch einmal, damit ihr es wirklich versteht: Am Anfang denkt man zwar, dass es nicht voran geht, aber das legt sich recht schnell und dem Rest des Buchs tut dieser Stil wirklich gut.
Zum Beispiel führt das auch zu einer wunderbaren Sexszene. Allgemein wird die Beziehung, die Gwenael aufbaut, so schön dargestellt. Oft auch nur durch kleine Gesten, die mir total gut gefallen haben und so einen richtig romantischen Zauber auf die sonst eher düstere Geschichte legen.
Und überhaupt mochte ich auch die Charaktere sehr gerne. Sie sind alle so plastisch dargestellt, mit ihren Eigenheiten und einfach ihrer ganz eigenen, besonderen Rolle, die für das Buch wichtig ist. Und auch hier ist der detaillierte Stil wieder von Nutzen: Es kommen wirklich unheimlich viele Charaktere vor und durch diese Ausführlichkeit kann man sich aber Leser sehr gut merken, wer wer ist und kommt nicht durcheinander.
Ebenso verhält es sich mit den ganzen Details der Ermittlungen. Es sind wirklich wahnsinnig viele Kleinigkeiten und Inforamtionen, die da zusammen kommen - mein Respekt auch, dass man den Überblick als Autorin behält und es auch noch schafft, dass der Leser ebenfalls im Bilde bleibt.
Aber eben durch diese umfassende Beschreibung, kann man sich an die einzelnen Punkte gut erinnern und zusammen mit Gwen Puzzelstück um Puzzelstück zu einem Gesamtbild zusammenfügen.
Was mir auch gut gefällt: Es ist ja nun Steampunk-Fantasy und dieses Steampunk-Element wird darin auch super umgesetzt. Überhaupt ist das Theme Fantasy auch super umgesetzt. Selbst, wenn man - wie ich - keine große Ahnung in dem Gerne hat, ist alles sehr verständlich geschildert. Man findet sich also wunderbar in diese ganze andere Welt ein. Aber gleichzeitig sind noch genug andere Elemente - wie eben Crime und diese seichte Lovestory -, so dass man auch als Nicht-Fantasy-Fan Gefallen an der Geschichte finden kann.
Das Ende ist ein fieser Cliffhanger, aber natürlich taktisch sehr gut gewählt, weil man jetzt natürlich unbedingt wissen will, wie es weiter geht. Dementsprechend sehr freue ich mich auch auf den zweiten Teil. Ich hoffe nur, er kommt relativ bald, weil ich ein wenig Angst habe, dass mir sonst viele Dinge entfallen sind - und so ein dicker Wälzer liest sich halt nicht eben fix noch ein zweites Mal.
Andererseits ist durch diese Ausführlichkeit natürlich jetzt vielleicht mehr im Gedächtnis geblieben, als es bei einem 200 Seiten Buch der Fäll gewesen wäre. Trotzdem hoffe ich auf eine kurze Wartezeit, schon alleine, weil ich unbedingt wissen will, wie es weitergeht.




Altersbeschreibung/Zielgruppe:

Das Buch ist für alle Fantasyfans geeignet, die mit Steampunk etwas anfangen können. Ich finde, das Element kommt darin sehr gut zur Geltung und gibt der Geschichte ihren eigenen Reiz. Ich als nicht Fantasyfan mochte sie auch und denke, anderen "Fällen" wie mir, könnte es ähnlich gehen.
Sie ist definitiv sehr lang und ausführlich, so dass man als Fan richtiger Schmöker hier richtig ist. Wie gesagt, das gibt dem Buch auch wirklich seinen eigenen Reiz und sorgt für Spannung.
Beachtet aber bitte, dass das Buch kein abgeschlossener Band ist und lest es nur, wenn ihr auch Lust auf die ganze Reihe habt.

Gerade habe ich Urlaub und viel Zeit für den Blog - nur leider nichts zu tun, weil alles steht. Manchmal echt bescheuert, oder?
Jules :)



* Dieses Buch wurde mir von Tanja Meurer und dem Incubus Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Noch einmal vielen Dank dafür.

Samstag, 9. April 2016

Operation Wahnsinn (Sydney Stafford/Nicole Henser)

Hey!

Das heutige Buch nennt sich "Operation Wahnsinn", stammt von Sydney Stafford und Nicole Henser, umfasst 129 Seiten und wird frei publiziert. Die Geschichte handelt von Falk, der seine große Liebe in einem Soldat findet, und diesem nach Afghanistan hinterherreist.


Beschreibung:

Falk ist Fotograf und mit seinem Leben nicht recht zufrieden. Seine Arbeit langweilt ihn, diese Hochglanzwelt, in der er sich befindet, ist ihm zu oberflächlich.
Dann begegnet er dem Soldaten Joe und schon nach kurzer Zeit ist Falk ihm verfallen, obwohl Joe immer auf Distanz bleibt.
Ein spontaner Einsatz trennt die beiden und Falk erfährt, dass er Joe vielleicht nie mehr wieder sehen wird. Kurzerhand entschließt er sich, ihm zu folgen und besteigt das nächste Flugzeug nach Kabul. Doch angekommen, befindet er sich in einer völlig anderen Welt und kämpft ums Überleben.

 Meine Meinung:

Also... das ist wieder so ein Buch, zu dem ich so viel Kritik habe und das mir trotzdem irgendwie gefallen hat. Also nur schon vorweg: Ich werde sehr viel kritisieren, aber das soll euch nicht abhalten, das Buch zu lesen, weil es einfach irgendetwas an sich hat, dass mir echt zugesagt hat und euch vielleicht auch zusagen wird.
Zunächst muss man es einfach sagen, wie es ist: Die Geschichte ist unrealistisch. Damit meine ich jetzt nicht mal die Tatsache, dass Falk Joe hinterherfliegt, sondern eher die Art, wie er das verwirklicht. Dass sich da irgendwelche hochrangigen Tiere für sie einsetzen und er auf fadenscheinige Art die Erlaubnis bekommt, sich im Lager aufzuhalten...  Es wird zwar nachvollziehbar erklärt, aber unrealistisch ist es dennoch.
Auch so die Leute in dem Lager sind mir ein wenig zu unrealisitsch. Bis auf ein, zwei Leute, sind eigentlich alle recht offen gegenüber Homosexualität eingestellt, gerade auch die, die was zu sagen haben. Ich finde das ziemlich merkwürdig. Also... ich unterstelle Soldaten nicht, dass sie homophob sind, da wird es klar solche und solche geben. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man SO wenig Probleme als Homosexueller bekommt, wie Falk und Joe. Vielleicht nicht gleich offene Anfeidung, aber doch so unterschwellig... keine Ahnung. Ich glaube, wenn dem so wäre, würden viel mehr Homosexuelle beim Bund offen zu ihrer Homosexualität stehen und dass sie das nicht tun, zeugt wohl davon, dass sie irgendetwas davon abhält. Ist bis zu einem gewissen Grad ja auch verständlich. Ich meine, dort herrscht Testosteron pur und ich möchte da auch nicht rumrennen und rumschreien "Ich bin schwul, juhu!".
Dann Falk. Ich meine, was er da tut ist hochromantisch (und wahnsinnig bescheuert), aber ich kapiere es trotzdem nicht. Er kennt Joe ja noch nicht so lange, dieser hat ihn sehr auf Distanz gehalten und dann reist er ihm nach, obwohl er nicht mal weiß, ob Joe überhaupt Bock auf ihn hat? Wie der Titel schon sagt, das ist "Wahnsinn". Also, ich finde das jetzt nicht schlecht, aber wirklich nachvollziehen kann ich es nicht. Man muss aber dazu sagen: Teilweise zweifelt Falk selbst an sich und der Aktion, was das ganze abmildert. Und ich finde auch, diese Zweifel werden gut geschildert.
Ein letzter Kritikpunkt ist der Stil. Eigentlich war er nicht schlecht, aber ein paar Kleinigkeiten sind mir aufgefallen. Zum einen könnte man mache Stelle noch ein wenig ausführen. Oft kam ich mir vor, als wenn jemand so eine Vorspultaste gedrückt hat, gerade bei ihren Dates. Etwas mehr Detail und Länge hätten der Szene dann gut getan. Zum anderen so Kleinigkeiten, wie z. B. Gedanken, die als wörtliche Rede - also in "..." - geschrieben sind. Das sieht aus, als würde er Selbstgespräche führen und das finde ich in einem Buch eher seltsam zu lesen. (Also, selbst wenn es richtige Selbstgespräche darstellen soll, ist es meiner Meinung nach komisch.) Dann lieber kursiv schreiben.
Auch ein wenig seltsam fand ich, dass man teilweise versucht, einen sehr rauen Ton anzuschlagen, dann aber wieder ziemlich kitschige Szenen einbaut. Als will man einerseits zeigen, wie männlich die Jungs sind, aber andererseits dann wieder große Romantik aufkommen lassen will.
Jetzt aber auch Lob. Ich finde, das Klima im Lager ist super dargestellt. Wie die Jungs miteinander umgehen und die Abläufe... das gibt sehr spannende Einblicke in das Leben eines Soldaten und das erwarte ich bei so einem Buch auch. Ich mochte auch, dass die Umgebung super erklärt worden ist. Man fühlt sich selbst in die Hitze Afghanistans versetzt.
Falks Entführung ist ebenfalls authentisch dargestellt - wenn man von der Tatsache absieht, dass es sehr unrealistisch ist, dass ausgerechnet er entführt wird. Es gibt dem ganzen auch sehr viel Spannung, auch weil nix verschönt und einem knallhart vorgesetzt wird.
Joes Art finde ich auch klasse. Die Distanz, die er am Anfang wahrt. Das ist gut umgesetzt worden.
Tja und wie gesagt: Irgendetwas hat die Geschichte einfach an sich, dass es mir gut gefällt. Vielleicht der außergewöhnliche Plot oder dieses Military-Gedöhnse. Sowas mag ich einfach.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:




Ich glaube, wenn man mal eine etwas andere Liebesgeschichte lesen will, ist man hier richtig. Ja, ich habe oben viel kritisiert, aber trotzdem finde ich die Story lesenswert. Ich kann euch nicht sagen, was es ist, aber sie hat etwas an sich, dass man einfach mögen muss. Selbst dann, wenn man vielleicht mit Militärthematik nicht so viel anfangen kann.

Ich hasse mich selbst.Ich hab keine Lust, eine Rezi zu schreiben, dann sammeln sich 100e an, dann muss ich alle auf einmal schreiben und hab noch weniger Lust. Und wenn ich mal Lust hab, hab ich keine Zeit.
Jules :)

Mittwoch, 6. April 2016

Englischsprachige Bücher - Fazit [K]

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich noch mal ein Fazit zu meinem Beitrag über englischsprachige Bücher bringen. (Klick mich!) Ich habe euch ja wirklich in den höchsten Tönen davon vorgeschwärmt und euch danach so einige englische Geschichten aufs Auge gedrückt. Aber natürlich will ich nicht irgendwelche Theorien in den Raum werfen, die ich dann nicht vertreten kann und deshalb möchte ich euch heute erzählen, ob und wenn ja, in wie weit, sich mein Englisch seitdem verbessert hat.

Vokabeln

Ich bin jemand, der äußerst ungern auswendig lernt. Manche können so was ja wirklich super, aber ich muss Dinge immer komplett verstehen/beherrschen, um sie mir langfristig merken zu können. Und deshalb war ich in der Schule auch immer äußerst miserabel, was Vokabeln lernen anging. Manche habe ich mir hundertmal angesehen und konnte sie danach immer noch nicht.
Das hat sich jetzt ein wenig geändert. Wenn ich Vokabeln immer wieder lese, weil es einfach gebräuchliche Wörter sind, die im Buch immer wieder auftauchen, dann präge ich sie mir jetzt ganz einfach ein. Man hat dann ja quasi einen Kontext, an den man sich erinnern kann, wenn man sie sich abrufen will und bekommt sie immer wieder unter die Nase gerieben, sodass sie einfach irgendwann gefestigt werden. Das geht eigentlich ganz automatisch, ohne, dass man da bewusst etwas lernen muss.
Ich glaube, seit ich auf Englisch lese, hat sich mein Wortschatz schon deutlich vergrößert. Gerade auch mit alltäglichen Begriffen, die man immer wieder mal brauchen könnte.

Ausdrucksweisen/Satzbau

Man sagt, wenn jemand viel liest, wird er sich in der Schule im Deutschunterricht leichter tun. Und natürlich stimmt das. Hier ist das natürlich nichts anderes. So wie man im Deutschen eine schöne Ausdrucksweise, eine gewisse Wortgewandtheit und einen grammatikalisch korrekten Satzbau lernt, so lernt man diesen auch in der englischen Sprache, wenn man nur viel liest. Man bekommt ja die richtige Formulierung in jedem Satz präsentiert und irgendwann sind diese einfach im Kopf drin. Dann sind if-Sätze, Zeiten und Passivsätze kein Problem mehr. Die bildet man dann ganz automatisch, ohne vorher großartig Grammatik pauken zu müssen. Und vor allem muss man vorher nicht mehr darüber nachdenken, ehe man zu sprechen/schreiben beginnt.

Zusammenhänge/Verständnis

Ich weiß, es gibt Leute, die ein Wort nicht verstehen und dann den ganzen Kontext nicht mehr begreifen. Dass sich das ändert, kann man aber durch lesen ganz leicht trainieren. Ich hatte damit zugegeben noch nie all zu große Probleme, aber auch mir fällt es deutlich leichter, Wörter aus dem Zusammenhang zu verstehen, wenn es sich einfach um eine alltägliche Szene handelt. Das sich gerade Schüler bei irgendwelchen wissenschaftlichen Texten schwer damit tun, kann ich aber nachvollziehen. Umso besser ist es aber, wenn man mit eher einfachen Situationen trainiert, über unbekannte Wörter „drüberzulesen“ und sie einfach aus dem Zusammenhang heraus irgendwie grob zu übersetzen. Das erleichtert einen mit der Zeit das Verständnis und ich schwöre euch: es funktioniert. Als ich angefangen habe, habe ich öfters mal bei einem Wort gestutzt. Aber je mehr ist von dem Buch gelesen hatte, umso leichter fiel es mir, die Bücher einfach zu übergehen. Mittlerweile nehme ich unbekannte Vokabeln schon gar nicht mehr wahr oder finde sofort eine passende Übersetzung, die ich aus dem Kontext heraus erschließen kann.
Etwas, was einem in Schule oder Beruf sicher sehr nützlich sein kann.

Ich weiß, wenn Englisch wirklich nicht zu seinen Stärken gehört, dann ist es schwer und man hat vielleicht auch einfach Angst, das man das Buch nicht versteht und traut sich deshalb gar nicht erst ran. Aber ich versichere euch, es wird mit der Zeit besser werden. Und das dauert teilweise gar nicht so lange, wie ihr vielleicht denkt. Ihr könnt natürlich sagen, dass ich leicht reden habe, aber ich war nicht immer so gut in Englisch, wie ich es heute bin. In der 9. Klasse hatte ich sogar Nachhilfe darin, weil ich mich so grandios dämlich angestellt habe. Ich kann also genau nachempfinden, wie man sich fühlt, wenn man kein Wort versteht und an fremder Grammatik verzweifelt. Aber mit jedem Buch, das ihr lest, werdet ihr den Fortschritt merken. Und ich versichere euch: Es macht Spaß. Es macht Spaß, wenn man seine ersten Erfolge feststellt. Und Lernen macht Spaß, wenn man es mit seinem Hobby verknüpfen kann. Ich kann euch nur ermutigen, euch zu trauen. Ihr werdet es bestimmt nicht bereuen. Gebt euch einfach ein wenig Zeit und es ändert sich von ganz alleine.
Jules :)

Montag, 4. April 2016

Elfenprinz - Verrat (Ray van Black)

Hey ihr!

Heute gibt es den zweiten Teil aus der Elfenprinz-Reihe von Ray van Black. Die Geschichte nennt sich "Elfenprinz - Verrat"*, umfasst 366 Seiten und wird frei publiziert.
Handeln tut es von Elyon, der lange in einem Turm gefangen ist, bis er von dort entführt wird.
Die Bände können im Prinzip einzeln gelesen werden, jeder erzählt die Geschichte eines Elfenprinzen. Allerdings kann es sein, dass die Elfenprinzen anderer Geschichten nochmal in irgendeiner Art vorkommen.


Beschreibung:

Elyon hats ein ganzes Leben in einem Turm verbracht und bis auf wenige Elfen, hat er nie ein anderes Gesicht gesehen. Er ist einsam und wünscht sich nichts mehr, als endlich die Stadt vom Nahen zu sehen.
Als ein Fremder in seinem Zimmer auftaucht und ihn mitnimmt, folgt er ihm blind, weil er darin eine Chance sieht, endlich frei zu kommen. Der Fremde jedoch führt ganz andere Dinge im Schilde und so ist Eylons Vertrauen bald etwas, dass ihm gefährlich werden könnte.

Meine Meinung:

Ich war ja sehr begeistert von ersten Teil und habe mich sehr auf den zweiten gefreut. Leider hängt der zweite ein wenig nach und konnte mich nicht ganz so überzeugen, wie Band 1.
Das Geschehen ging mir einfach ein wenig zu schnell. Also die Szenen selbst sind ausführlich und wirklich toll beschrieben, auch sehr spannend gestaltet, aber die Handlung selbst war oft ein wenig abrupt oder nicht so ganz nachvollziehbar. Das lag wohl hauptsächlich an den Sinneswandlungen der Protagonisten. Irgendwie konnte man z.B. schon nachvollziehen, warum Delavar handelt, wie er handelt, aber trotzdem kam es mir manchmal nicht wirklich überzeugend vor, wie er seine Meinung ändert. Das hat mich einfach ein wenig gestört. Ich finde es wichtig, dass man solche Sinneswandlungen sehr gut nachempfinden kann, aber hier war es einfach ein bisschen sprunghaft.
Elyon hingegen ändert sich kaum, was ich schon mal gut finde, weil ich es mag, wenn sich ein Charakter so durch das ganze Buch zieht. Allerdings erschien er mir doch noch sehr naiv, als wäre er wirklich nur ein Kind. Das war anfangs süß, aber irgendwann seltsam, wenn es dann intime Szenen ging.
Was mir gut gefallen hat, waren die Intrigen und Pläne, die wieder eingebaut wurden. Das gibt der ganzen Geschichte sehr viel Spannung. An der einen oder anderen Stelle hätte es zwar ein wenig ausführlicher sein können oder war ein wenig verwirrend, aber im Großen und Ganzen hat es mich doch überzeugt und war dann der Grund, warum ich das Buch schnell durchhaben wollte, um eben zu wissen, wie die verzwickte Situation ausgeht.
Ich finde natürlich auch, dass diese ganze Elfenwelt wieder sehr toll dargestellt wird. Für mich ist bei Fantasy absolut wichtig, dass man sich voll in die andere Welt hineinverstzen kann und sie anschaulich geschildert bekommt. Ansonsten ist es einfach nicht überzeugend. Das gelingt hier wirklich gut und macht auch so Lust auf weitere Bücher und neue Elfenarten. Auch zeugt es einfach davon, dass man sich wirklich Gedanken gemacht hat.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Natürlich etwas für Fantasyfans, aber es ist eigentlich noch recht schlicht. Jetzt kein Vergleich zu manch anderen Fantasywelten. Das finde ich aber gut, weil man so auch als Nicht-Fantasyfan (wie ich) Freude daran hat. Es beinhaltet einige Intrigen, wer sowas mag, ist hier richtig.

Ich staune immer wieder, wie lange ich doch an Rezis sitze. Man denkt sich immer: Ist ja gleich getippt, und dann braucht man ewig.
Jules :)




* Dieses Buch wurde mir von Ray van Black als Rezensionsexemplar überlassen. Noch einmal ein herzliches Dankeschön dafür.

Sonntag, 3. April 2016

Themenwoche BDSM - Ein kurze Review

Hey ihr Lieben!

Ich möchte mich bei euch bedanken, dass ihr in der vergangenen Woche meinen Blog besucht habt und Begeisterung für die Themenwoche aufbringen konntet. Ich habe nicht damit gerechnet, so viel nettes Feedback, so viele Fragen und so viele Seitenaufrufe dafür zu bekommen.
Ihr wisst gar nicht, wie viel Angst ich hatte, dass es nicht so gut ankommen könnte. Jetzt freue ich mich unglaublich sehr darüber, dass die Woche dank euch so gelungen ist.

Und natürlich ziehe ich Konsequenzen aus diesem Probelauf. Nachdem die Woche so gut angekommen ist, steht einer zweiten natürlich nichts im Wege - selbstverständlich dann zu einem anderen Thema.
Wenn ihr irgendeinen Wunsch oder Vorschlag habt, könnt ihr ihn mir gerne mitteilen. Hier, per Mail, auf Lovelybooks oder auf Twitter. Ansonsten habe ich aber auch schon ein paar Ideen im Hinterkopf - also irgendwas kommt so oder so.

Mir ist natürlich auch aufgefallen, wie sehr euch das Thema BDSM zugesagt hat. Damit habe ich gar nicht gerechnet. Ich habe das ja auch ein wenig aus eigennützigen Gründen gewählt. Aber weil ich eben diese Woche gemerkt habe, wie sehr ihr euch für das Thema interessiert, überlege ich tatsächlich, irgendwann dieses Jahr noch eine zweite Themenwoche dazu zu machen. Ideen dafür hätte ich noch genug und wenn ich damit helfen kann, das Thema für Außenstehende greifbarer zu machen, dann muss ich das doch auch tun!
Im Übrigen könnt ihr mir auch gerne schreiben, wenn ihr noch irgendwelche Fragen zu dem Thema habt. Ich bin dann gerne bereit, sie euch zu beantworten.

Auch sonst könnt ihr mich gerne noch mit Gedanken, Anregungen und sonstigen Dingen zur Themenwoche vollabern.

Noch einmal Danke an alle, die die Woche den Blog verfolgt haben. Ihr macht mich echt glücklich. ♥♥♥

Jules :)

Interview mit Violet Mascarpone [K]

Hey ihr Lieben!

Meine Themenwoche geht zu Ende, aber das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss. Ihr könnt euch wahrscheinlich nicht vorstellen, wie sehr ich mich darüber freue, euch heute ein Interview mit Violet Mascarpone präsentieren zu können.Wer meinen Blog verfolgt, weiß, wie sehr ich ihre Arbeit schätze und wie sehr ich ihre Geschichten lieben. Deshalb noch einmal vielen lieben Dank, dass du meine Fragen beantwortet hast, liebe Violet!
Ich wünsche euch ganz viel Spaß damit!


Liebe Violet,

zunächst wäre es schön, wenn wir etwas über dich erfahren könnten. Wie würdest du dich selbst beschreiben?


Ich lebe mit Teenager, aber ohne Haustiere im Bergischen Land, wo ich als Grafikerin arbeite. Meine freie Zeit verbringe ich mit Menschen, Büchern, Musik, schreiben und Poker. Das Innenleben meiner Handtasche gleicht einer Müllhalde, aber dafür bin ich immer pünktlich.

Wie bist du dazu gekommen, über BDSM zu schreiben und wie hat dein Umfeld darauf reagiert?

Aus reiner Freude am Thema. Mit Thekenwelt, meiner ersten Geschichte, habe ich mir den Wunsch erfüllt, meinen persönlichen Traum-Porno mit Handlung zu schreiben, in dem BDSM einfach Spaß macht. Ich wollte, dass diese Form des sexuellen Ausdrucks in meinem Roman eine gleichwertige Möglichkeit darstellt, sein Liebesleben zu gestalten, ohne die Neigung als solche in Frage zu stellen, zu rechtfertigen oder zu problematisieren. Darüber hinaus sollte die Raumgestaltung und Kleidungswahl meinem Geschmack entsprechen, der nicht unbedingt Fetischdesign-orientiert ist.

Meine Familie und Freunde waren darüber nicht sonderlich überrascht, sie kennen mich ja. Menschen, die mich nicht kennen und keine Berührungspunkte mit dem Thema BDSM haben, reagieren überwiegend mit höflich überspieltem Unbehagen, wenn sie erfahren, worüber ich schreibe.

Oft schreiben Autoren über BDSM, ohne sich aber richtig darüber zu informieren, und vermitteln so ein falsches Bild. Wie stehst du dazu? 

Schwierige Frage. Ob mir eine Geschichte gefällt, hängt eigentlich nicht davon ab, wie realistisch sie ist oder die Praktiken technisch korrekt wiedergegeben werden.

Problematisch hingegen finde ich BDSM-Erotik-Geschichten, die nicht auf Einvernehmlichkeit basieren: die Diebin, die sich aus Angst vor einer Anzeige den sexuellen Wünschen des Kaufhausdetektivs beugt und das plötzlich total scharf findet. Oder der Mann, dessen sexuelle Demütigung Teil eines fremden Racheakts ist. Nötigung ist nicht geil. Missbrauch zu sexualisieren, ist für mich weder erotisch, noch hat das etwas mit BDSM zu tun.

Deine Protagonisten sind immer alle sehr authentisch, mit Fehlern und Eigenarten. Wie wichtig ist es dir, dass deine Charaktere nicht perfekt, sondern menschlich sind?

Danke, es freut mich, wenn du das so empfindest. Es ist eigentlich ganz simpel: Mich zieht gerade die Ambivalenz und Eigenartigkeit eines Menschen an. Perfektion ist für mich einfach nicht sexy. Klar, dass ich keine erotische Geschichte über etwas schreiben möchte, das ich selbst nicht sexy finde.

Verrate uns doch bitte: Wie viel von dir selbst steckt in deinen Figuren?

In meine Geschichten fließen viele Dinge aus meinem realen Leben ein.

Ich bin jede Figur und gleiche dennoch keiner Einzigen. Wobei ich zu jedem Charakter eine eigene Freundschaft pflege. So ist mir Arnies Mutter eine treue Verbündete im Alltagskampf, mein innerer Linus hingegen macht mir das Leben oft zur Hölle, wogegen ich dann die problemglattbügelnde Medea hervorkrame, um nicht als sozial unangepasst zu gelten :-)

Ich finde es immer sehr erfrischend, welche teils skurrilen Namen du für deine Protagonisten auswählst. Woher kommt diese Leidenschaft?

Wenn ich das nur wüsste! Schon als Kind haben mich seltsame Namen begeistert. Wahrscheinlich haben mich früher Comics in dieser Hinsicht geprägt und später Mangas meine Vorliebe vertieft.

Mein Spleen geht so weit, dass ich einmal ein Date mit einem Mann hatte, nur weil mir sein Name so gut gefiel. (Durch Erfahrung klüger geworden, empfehle ich dieses Vorgehen bei der Partnersuche ausdrücklich nicht weiter.)

Einige deiner Geschichten gibt es sowohl in hetero als auch in homo. Was hat dich dazu bewogen, die Geschichten in beiden Versionen zu schreiben?

Ich habe mir schon immer gewünscht, es gäbe Bücher in verschiedenen Versionen. Stell dir „Vom Winde verweht“ in einer Homo-Variante vor! Oder „Fight Club“ mit einem weiblichem Tyler Durden! Aber da man die Geschichten anderer nicht einfach umschreiben darf, musste ich meine eigenen nehmen.

Was ist das schönste Kompliment, das du je von einem Leser/einer Leserin bekommen hast?

Jedes ist das schönste.

Dürfen wir auf ein neues Buch zum Thema BDSM von dir hoffen – gerade auch im Gay Romance Bereich?

Leider ist mein Leben momentan voller Pflichten, die mir wenig Zeit zum Schreiben lassen. Aber ich bin mir sicher, dass ich noch nicht meine letzte Geschichte erzählt habe. Zumindest fast sicher.




Nun, ich hoffe sehr, dass noch Geschichten folgen werden, schon alleine aus egoistischen Gründen. (Wir wollen doch nicht, dass ich in eine mittelschwere Krise gerate, oder? ;))
Bisher geben wir uns aber mal mit den vorhandenen zufrieden. Ich verlinke euch wie immer die Rezensionen dazu und hoffe sehr, ihr schaut mal rein. Ansonsten findet ihr hier Vios Facebookseite, da bleibt ihr auf dem Laufenden.

Einen schönen Sonntag wünsche ich euch noch!
Jules :)

Arnies Kosmos
Thekenwelt 1
Thekenwelt 2
Thekenwelt 3
Nachtpark
Falls ihr aus unerfindlichen Gründen diesen Blog lest, obwohl ihr lieber Heterobücher mögt, dann sei gesagt: "Arnies Kosmos" und "Nachtpark" gibt es auch als Heteroversion.

Samstag, 2. April 2016

Jante: The endless love (Miamo Zesi)

Hallo ihr Lieben!

Die letzte Rezension zur Themenwoche befasst sich mit "Jante: The endless Love" von Miamo Zesi. Die Geschichte ist Teil einer Reihe, deren Bücher aber alle völlig seperat von einander gelesen werden könne.
Das Buch wird frei publiziert und umfasst 253 Seiten. Handeln tut es von Jante, einem Sub, der auf die falsche Spur gerät, bis ein Freund seines Bruder sich einklinkt und versucht, ihm zu helfen.


Beschreibung:

Eine Nacht in einem Schwulenklub wird Jante zum Verhängnis und wenig später findet er sich im Krankenhaus wieder. Der Hass auf seine Angreifer ist groß und führt dazu, dass er bald schon auf die falsche Spur gerät. Nur Roan, der beste Freund seines Bruders, kann ihm jetzt noch helfen. Er versucht, Jante wieder Disziplin beizubringen, so dass dieser wieder ein geordnetes Leben führen kann. Doch dann wird ihr Vertrauensverhältnis tief erschüttert und Jante muss lernen, alleine zu kämpfen.

Meine Meinnung:

Wieder ein Buch, dass mich doch sehr enttäuscht hat. Ich habe mir davon viel versprochen, aber letztlich hat mir die Geschichte einfach nicht richtig gefallen.
Das lag hauptsächlich am Schreibstil. Die Geschichte wird einfach eher nacherzählt, aber auf eine Art und Weise, dass man als Leser nicht richtig ins Geschehen eintauchen kann. Es ist einfach so, dass Emotionen und Gedanken nicht richtig rübergebracht werden und man dann einfach nicht mitfühlt, sondern einfach nur liest, wie Ereignise abgearbeitet werden.
Auch finde ich die vielen Perspektivenwechsel in dem Buch unglaublich anstrengend. Zum einen verwirren sie, weil man oft gar nicht richtig versteht, wer gerade erzählt, zum anderen sind sie oft nicht mal durch Absätze getrennt, sodass mitten im Fließtext plötzlich jemand anders zu Wort kommt. Ich finde auch schlimm, dass sogar Nebenfiguren zu Wort kommen, das ist einfach unnöitg. Auch mag ich nicht, dass oft Elemente von Thade in die Geschichte einfließen. Es ist zwar schön, wenn man Parallelen zu anderne Büchern hat, aber ich mag es nicht, wenn komplette Teile daraus erzählt werden. Das ist einfach Jantes Geschichte, Thade hat seine eigene - da will ich nicht ständig von ihm lesen.
Hinzu kommt, dass die Wendungen in dem Buch teilweise ein wenig unrealistisch sind. Vielleicht wären sie es nicht, wenn nicht mit einer gewissen Distanz geschrieben worden wäre, aber so finde ich Jantes Verhalten nicht immer völlig nachvollziehbar. Auch ist das, was ihm passiert ist, schrecklich, aber er ist schon sehr in seiner Opferrolle gefangen und dramatisiert manche Dinge ein wenig zu viel.
Dann die BDSM-Szenen. Erstaunlicherweise sind die eigentlich gut gelungne. Es mag am Stil liegen, dass mir das gewisse Extra gefehlt hat, dieser besondere Zauber, der eine BDSM-Szene zu einer  guten BDSM-Szene macht, aber trotzdem sind sie nicht schlecht.
Vor allem merkt man, dass ein Verständnis für BDSM vorhanden ist. Es ist nicht unrealistisch dargestellt, vielleicht an mancher Stelle überzogen, aber das Wesen selbst ist schon korrekt beschrieben.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Das Buch findet ja doch sehr viel Anklang. Für mich ja eher unverständnlich, aber das kennen wir ja schon. BDSM-Fans werden zumindest bei den expliziten Szenen schon auf ihre Kosten kommen. Ansonsten ist es eine interessante Liebesgeschichte, mit ein bisschen sehr viel Drama, aber wenn man auf sehr dramatische Bücher steht, ist es vielleicht eine Überlegung wert.

Ich hab mich echt auf eine neue BDSM-Reihe gefreut, die mir zusagt, aber leider ist daraus nichts geworden. Folglich müsst ihr jetzt nicht auf Rezensionen zu anderen Teilen der Reihe warten, die wird es von mir eher nicht geben, sorry.

Der vorletzte Tag der Themenwoche. Die ging so wahnsinnig schnell rum, eigentlich echt schade.
Morgen kommt noch ein Interview, auf das ich mich total freue. Ihr hoffentlich auch. Bis dahin, machts gut. :)
Jules :)

Freitag, 1. April 2016

Third Club - Blinde Lust (T. C. Jayden) [Q]

Hallo ihr!

Diesmal gibt es wieder einen Quickie zum Thema BDSM. Und zwar "Third Club - Blinde Lust" von T. C. Jayden. Das Buch erschien bei Weltenschmiede um handelt von Connor, der besonders viel Wert auf Anonymität beim Sex legt, bis er Darragh kennenlernt.
Das Buch ist Teil der Club-Reihe, in der jede Geschichte völlig unabhängig von den anderen gelesen werden kann.


Beschreibung:

Connor pendelt von Dom zu Dom, weil er beim Sex viel Wert auf Anonymität legt. Für ihn ist es der Kick, wenn er seinen Gegenüber nicht erkennen kann - und andersherum.
Doch trotz seiner Fantasien sehnt er sich auch oft danach, jemanden zu treffen, den er wirklich vertrauen kann.
Dann lernt er Darragh kennen und dieser scheint Gefallen an Connor und seinen Fantasien zu finden. Doch ob Connor seine Gewohnheiten einfach ablegen kann?

Meine Meinung:

Ich musste das Buch sofort haben, als es erschien, denn ich bin wirklich großer Fan dieser Reihe. Auch diesmal wurde ich wieder nicht enttäuscht.
Es finden sich in dem Buch ganz viele wunderbare, detaillierte BDSM-Szenen (okay, nicht wirklich SM, aber ganz viel Dominance/submission), die sehr sexy und ausführlich und einfach toll beschrieben sind. Man kann sich ganz in die Szene fallen lassen, merkt, wie die beiden harmonieren und versteht auch, was dieser Faible Connor gibt, selbst wenn man selbst diesem nicht viel abgewinnen kann.
Ich finde es auch sehr klasse, dass T. C. Jayden oft etwas außergewöhnliche Spielarten anspricht, wie eben zum Beispiel Vergewaltigungsfantasien. Ehrlichgesagt habe ich da selbst einen kleinen Faible für und freue mich immer sehr, wenn so etwas mal in einem Buch angesprochen wird - und dann auch noch auf eine gute Art und Weise. Man kann sowas nämlich echt schnell verkacken, wenn ich das jetzt einfach mal so sagen darf. Man muss ja dafür sorgen, dass dieser Kick dem Leser verständlich gemacht wird, aber trotzdem klar ist, dass alles zu jederzeit safe ist.
Auch sonst hat Connor natürlich sehr krasse Fanatsien und oder besser: eine krasse Art, das umzusetzen. Ich weiß nicht, inwiefern sowas wirklich realistisch ist - ich hab keine Ahnung/Erfahrung, ob sowas in einem BDSM-Club wirklich so umzusetzen ist. Aber das finde ich auch nicht wild, wenn dem nicht so wäre, weil es eben einfach eine Geschichte ist - eine heiße noch dazu. Also vielleicht ist es unrealistisch, aber es ist so gut gemacht, dass man das trotzdem mögen muss.
Ich mag auch, wie man richtig miterleben kann, wie sich zwischen Connor und Darragh eine Beziehung entwickelt. Also... sie können wunderbar auf den anderen eingehen und man merkt einfach, wie sich gerade bei Darragh Faszination zu mehr entwickelt. Man darf keine Superromanze erwarten, tatsächlich ist selbst das Happy End noch entfernt von einer richtigen Liebesbeziehung. Aber man erkennt das Potential und die Tatsache, dass sie einfach wunderbar zueinander passen. Und das finde ich in BDSM-Büchern viel wichtiger als großes Leibestrara. Es mag sein, dass manchen Leuten hier Gefühl fehlt, aber ich finde, in der Geschichte steckt durchaus Gefühl - nur auf eine subtilere Art, als in so  typsicher Gay Romance erwartet wird.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Definitiv etwas für BDSM-Fans. Vielleicht nicht unbedingt etwas für Leute, die eine große Liebesdramatik erwarten, aber durchaus etwas für Menschen, die gerne dabei zusehen, wie sich zwei Männer finden und sich einander öffnen. Mir hat es gut gefallen, eben auch wegen der tollen BDSM-Sznene und alleine dafür lohnt sich der Kauf meiner Meinung nach schon.

Mein Gott... heute ist der 13.03.16 (also nicht heute, sondern an dem Tag, an dem ich die Rezi geschrieben haben, ihr wisst schon) und ich kämpfe immernoch mit der Themenwoche.
Wenn ihr das lest, ist hoffentlich alles super und durchgeplant, aber jetzt, kurz davor, dreh ich hier voll am Rad. :D
Jules :)