Dienstag, 31. Mai 2016

Mai

Hallo!

Der Mai ist um, eine neue Monatszusammenfassung steht an. Wer hätte das gedacht, höhö.
Ich hasse es, immer ein Blabla davor zu setzen, also fang ich gleich an.

Bücher, Bücher, Bücher

Ich habe tatsächlich wieder ein wenig Freude am Lesen zurückgefunden, nachdem es im April mehr einem Marathonlauf glich. Lag vielleicht auch daran, dass ich gut durchgekommen bin und jetzt nur noch Rezenionsexemplare übrig sind - also kein Stress, nicht rechtzeitig irwelche Rezensionen fertig zu bekommen. Ich kann wieder entspannter lesen.
Hinzu kam noch, dass ich im Mai auch fast nur tolle Bücher lesen durfte. Und die, die nicht sooo toll waren, waren auch immernoch nicht schlecht. Also ein echt guter Monat.Vielleicht liegt es auch daran, dass ich meine Auswahlkriterien (noch mehr) verschärft habe? Allerdings bereue ich das ein wenig. Meine Wunschliste ist winzig geworden. Ich muss aber auch ehrlich gestehen, dass mich zur Zeit kaum Bücher ansprechen. Ich weiß nicht, woran das liegt, aber das meiste langweilt mich schon von der Beschreibung her und ich hab das Gefühl, nur noch die wenigsten Bücher können mich wirklich packen. Geht euch das denn auch so oder bin ich Überlesen oder woran liegt das nur?

Jetzt ist vielleicht noch interessant, welches Maibuch mir und euch besonder gefallen hat. Meine Wahl fällt da definitiv auf "Sex, Drugs and Handicaps". Euer Favorit: "Die Arme ausbreiten und fliegen"
Beide Bücher sind absolut lesenswert, schaut sie euch an!

Rund um den Blog

In letzter Zeit hatte ich mit dem Gedanken gespielt, ein Päuschen einzulegen. Also mit dem Blog. Mach ich jetzt nicht. Ich meine halt nur. Ich habe so viele Dinge vor und ständig verschiebe ich es nach hinten, weil ich mir denke: Nein, das jetzt nicht auch noch. Dann habe ich gedacht: Wenn ich einen Monat aussetze, habe ich vielleicht genug Zeit, all das aufzuarbeiten.
Aber jetzt hat sich der Mai ja doch bewährt. Ich hab etwas mehr Zeit und kann diese Projekten widmen. Immerhin.
Übrigens habt ihr es sicher gesehen. Ich habe diesen Monat genutzt, um harsch Kritik an der aktuellen Rezensionslage zu üben. Ich meine davon jedes Wort ernst und auch wenn ich es schon oft genug gesagt habe, noch einmal: Es darf nicht sein, dass man seine Meinung nicht mehr frei äußern darf! Rezensionen sind Meinungen und die fällt bei jedem anders aus und das ist auch gut so!

Mein Leben und Ich

Der Mai war schön, ich hatte ein wenig Urlaub und auch so ist momentan nicht alles so nervig. Auch auf Arbeit nicht. Ich meine, blöde Leute bleiben blöd, aber ich lerne, besser damit umzugehen.
Im Mai war ein bisschen viel Trubel, gerade auch, weil einige Geburtstage in den Mai fallen und ich es nicht immer ertragen kann, vielen lauten Menschen ausgesetzt zu sein. Ich habe es lieber etwas ruhiger, mit wenigen, tollen Menschen um mich herum...
Aber ich muss auch sagen, dass ich momentan schon echt sehr glücklich bin. Also jetzt trotz der einen oder anderen Kacke. Manchmal findet man eben ganz plötzlich etwas, das schon lange da ist und ganz plötzlich Bedeutung bekommt - oder wie auch immer.
Es ist endlich sonnig. Zumindest meistens. Allerdings gleich wieder total heiß. Irgendwie kann das Wetter auch nur eklig oder heiß sein, aber nie einfach mal angenehm, oder? Mir macht dieser Wetterumschwung auch immer stark zu schaffen und die Hitze sowieso. Ich komm mir schon blöd vor, erst wollte ich unbedingt Wärme und jetzt bin ich auch wieder am mosern. Aber ist doch auch echt wahr, warum ist das Wetter so scheiße?
Ich hätte so gerne Urlaub, also so richtig. Mal irgendwo hin fahren und wirklich 14 Tage Seele baumeln lassen oder sowas. Natürlich mit guten Büchern. Aber das ist dieses Jahr definitiv nicht drin und das frustriert mich. Aber gut, was soll man dagegen machen? Muss man hinnehmen. Vielleicht ergibt sich spontan ja doch noch was.

Vorschau auf den Juni

Vielleicht kriege ich im Juni wieder ein Interview auf die Reihe und dann habe ich eine zweite Themenwoche geplant - allerdings erst für Juli. Nur muss ich die ja langsam mal vorbereiten. Dazu gibts dann noch mehr Infos, aber sie wird wesentlich weniger aufwendig, einfach weil ich, wie oben gesagt, kaum Zeit hatte.
Ansonsten gibt es im Juni wieder einige Rezensionsexemplare und Rezis zu echt tollen Büchern, auf die ihr euch wirklich freuen könnt. Und nachdem der Mai ein wenig von Kritik geprägt war, meckere ich im Juni auch ein wenig in den Kolumnen weiter. Aber das seht ihr ja dann alles selbst. Ich verrate mal noch nichts.

Famous last words

"Alle Stärke wird nur durch Hindernisse erkannt, die sie überwältigen kann."
Immanuel Kant

Jules :)

Montag, 30. Mai 2016

Karan und die Schatten der Vergangenheit (Melanie Elberfeld)

Hey ihr Lieben!

Die heutige Rezension dreht sich um Melanie Elberfelds "Karan und die Schatten der Vergangenheit"*. Das Werk wird frei publiziert und dreht sich auf 204 Seiten um Karan, der von einem rachsüchtigen Vampir heimgesucht wird.


Beschreibung:

Karan hat ein eigentlich behütetes Leben, auch wenn er sich in seiner Familie nicht outen kann und darunter leidet. Als ein Fremder in ihren Laden kommt, hat Karan das Gefühl, diesen zu kennen. Doch obwohl ihn der Mann nicht loslässt, ist er sich sicher, dass es besser ist, nicht zu sehr in seiner Vergangenheit zu wühlen. Doch der Fremde - Vincent - ist nicht zum Spaß hier. Er möchte Rache, auch wenn diese letztlich ein wenig anders aussieht, als geplant.

Meine Meinung:

Alles in Allem konnte mich diese Geschichte definitiv überzeugen. Ich muss gestehen, auch wenn ich kein sonderlich großer Fantasy-Fan bin, finde ich doch, dass Vampire so ein wenig ihren eigenen Reiz haben. Hier wurde ich auch nicht enttäuscht und zum Glück hat man einige dämliche Vampir-Klischees weggelassen.
Die Story selbst hat mich dadurch fasziniert, dass die Handlung sich fast nur an einem Ort abspielt. Die Szenerie wechselt kaum, aber es ist trotzdem nicht langweilig oder einschlafend. Ich betone das, weil ich immer finde, dass es schon eine kleine Kunst ist, sowas noch spannend zu gestalten.
Aber auch sonst ist die Geschihte wirklich spannend. Gerade am Anfang wird ein wenig mit dem Nervenkitzel gespielt und fesselt einen fast sofort - später kommt noch mal ein wenig Action mit den anderne Vampiren ins Spiel. Langweilig wird es echt nicht, obwohl man schon sagen muss, dass zwischenzeitlich sehr viel geredet wird. Einerseits ist es gut, dass so viel diskutiert wird, weil man so besser das Geschehen begreift, andererseits wünscht man sich manchmal vielleicht ein wenig mehr Handlung als Gerede und Gedenke. Allerdings muss ich sagen, dass ich manche Erklärungen dann doch noch ausführlicher hätte haben wollen. Also, es bleibt jetzt nichts ungeklärt, aber für mich ist es an mancher Stelle auch nicht total nachvollziehbar.
Was ich sehr schön fand, ist, dass Karan am Ende ein wenig gegen sein Vampir-Inneres kämpfen muss. Ich mag es, wie er den Trieben unterliegt, aber dennoch versucht, sich seine Menschlichkeit zu bewahren. Das wird sehr schön behandelt und bringt natürlich noch mal ein wenig Pepp in die Geschichte.
Der Stil ist wirlich super angenehm zu lese, teilweise sogar ein wenig witzig, was mir echt gut gefallen hat.
Melanie hat mir gesagt, sie wollte das Thema Vampire ein wenig anders angehen, als in letzter Zeit oft der Fall. Tatsächlich ist es ein wenig blutiger und nicht ganz so glitzernd. Ein bisschen mehr noch so, wie man sich einen Vampir eigentlich vorstellt. Ich finde das super, so sollte es doch eigentlich sein.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:



Ich werde nicht müde, solche Geschichten einfach Fantasy-Fans zu empfehlen. Es ist ein wenig düster, die Vampire nicht so ktischig - ich denke, sowas kommt ganz gut.
Probiert es mal aus. Ich kann mich defintiv nicht beschweren.

Am Anfang sah es ja recht aussichtslos aus, ob ich alle Bücher für Juni im Mai schaffen werde, aber jetzt liege ich doch ganz gut in der Zeit. Pfingsten sei Dank! Feiertage sind echt praktisch, sollte es viel mehr geben! ;p
Jules :)



* Dieses Buch wurde mir von Melanie Elberfeld als Rezensionsexemplar überlassen. Vielen Dank noch einmal dafür.

Samstag, 28. Mai 2016

GayRomeo (Andrew Summers)

Hey ihr!

Diesmal geht es um "GayRomeo" von Andrew Summers. Das Buch umfasst 142 Seiten, erschien bei X-Scandal Books und handelt von Sam, der im Internet seinen vermutlichen Traummann begegnet.


Beschreibung:

Sam wünscht sich wahnsinnig sehr einen Partner und surft deshalb die meiste Zeit des Tages im Internet. Leider scheint es auf diversen Plattformen nur Leute zu geben, die Sex wollen oder FAke sind. Doch dann schreibt ihn Zac an - ein absoluter Traummann. Und obwohl dieser es Ernst mit ihm zu meinen scheint, kann Sam einfach nicht glauben, dass ein Mann wie Zac ausgerechnet ihn möchte.

Meine Meinung:

Bei dieser Geschichte muss ich zugeben, dass mir die Rezension schon ein wenig schwierig von der Hand geht. Ich fand sie einfach viel zu schnell voranschreitend, um mich richtig mitfühlen lassen zu können. Man kann sich durchaus in die Geschichte hineinfallen lassen, aber eben nicht auf wirklich tiefer Ebene. Es ist eher so eine Story, die man fix nebenbei mal liest.
Wie angedeutet, liegt das einfach daran, dass sie nicht ausführlich genug ist. Es beginnt schon damit, dass ein Großteil des Buchs aus wörtlicher Rede besteht, die leider nicht wirklich weiter ausgeschmückt ist. Es ist nicht mal so, dass man darüber die Übersicht verliert – sie sind ja nur zu zweit – aber trotzdem ist es dann eben so, dass man dazu neigt, die Geschichte nur zu überfliegen.
Auch die Szenen selbst hätte man noch ein wenig ausschmücken können. Zumal sich viele Sachen auch immer wieder wiederholt haben. Dabei finde ich eigentlich, dass die Geschichte durchaus Potential besitzt. Man kann auch durchaus die Unsicherheit und diesen Wunsch nach Nähe der beiden Protagonisten nachempfinden. Aber manchmal wären ein paar Details einfach gut gewesen.
Es gibt auch ein paar kleinrer Höhepunkte, oder besser: Höhepünktchen. Die sorgen auch für Spannung, auch wenn es jetzt kein großes Drama darstellt, aber auch diese hätten vielleicht noch ein paar mehr Ausschmückungen vertragen können.
Dann die Sexszenen. Die waren mir eindeutig zu obszön. Wäre es eine reine Erotikgeschichte, hätte ich damit leben können, aber dies hier stellt ja irgendwo noch eine Liebesgeschichte dar und dafür war es dann doch zu derb. Viel zu derb. Es muss nicht unbedingt romantisch sein, aber so ist es auch nicht mehr wirklich sexy.
Wie gesagt, es hätte einfach ein bisschen mehr gebraucht, um aus dem Buch einen richtigen Roman zu machen. So ist eine Mischung aus einer fixen Erzählung und einem Porno und obwohl das Buch so seine gute Stellen hatte, konnte es mich nicht wirklich überzeugen.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich finde wirklich, dass Buch hat Potential und wenn ihr euch an meinen Kritikpunkten nicht stört, dann wird es euch sicher gefallen. Ich finde, es ist eine sehr schöne, wenn auch einfache Liebesgeschichte, die sicher schön für Zwischendurch ist.

Ich hasse es, wenn der halbe Tag für den Blog draufgeht. Andererseits kann ich einfach nicht aufhören, sondern muss dann doch noch "schnell" die 5. Rezension schreiben. Wie eine Sucht...
Jules :)

Mittwoch, 25. Mai 2016

Regenbogensommer (T. S. Nightsoul) [Q]

Hallo!

Am heutigen Tag gibt es wieder einen Quickie! Es handelt sich um T. S. Nightsouls "Regenbogensommer". Die Kurzgeschichte umfasst 88 Seiten und wird frei publiziert. Handeln tut sie von Dennis, der sich in den distanzierten Spike verliebt hat.


 Beschreibung:

Schon eine ganze Weile ist Dennis in seinen Arbeitskollegen Spike verliebt. Dieser jedoch gibt sich ziemlich unnahbar und scheint nicht schwul zu sein.
Ein Ausflug mit Kollegen führt dazu, dass Spike hinter Dennis' Geheimnis kommt und nun ist es an ihm, zu reagieren. Dabei steht er sich jedoch selbst im Weg und nun muss Dennis genau überlegen, wie er nun mit Spike umgehen soll.

Meine Meinung:

Bei diesem Buch waren meine Erwartungen eigentlich recht niedrig, weil man aus der Beschreibung ja nicht viel herauslesen konnte. Ich kenne allerdings von T. S. Nightsoul schon „Wie Flammen im Regen“ und das mochte ich sehr gerne, also habe ich hier auch auf ein ähnliches Leseerlebnis gehofft.
Und tatsächlich wurde ich letztlich positiv überrascht. Obwohl es sich um eine Kurzgeschichte handelt, ist die Geschichte wirklich recht ausführlich. Natürlich gibt es Zeitsprünge und natürlich kann man aus so einer Geschichte auch noch viel mehr herausholen, aber die Szenen selbst sind sehr detailliert, so dass einem wirklich nichts fehlt. Vor allem hat mir gut gefallen, dass die Gefühle und Gedanken der Protagonisten gut zur Geltung kommen und man sich wirklich in die Charaktere hineinversetzen kann. So kann man auch mitfühlen und sich wirklich in die Story fallen lassen.
Allgemein haben mich die Charaktere sehr überzeugt. Vor allem, weil sie sich durch das Buch erstens treu geblieben sind und man ihre Eigenheiten auch richtig gut herauslesen kann. Und wenn man dann die Beschreibung hernimmt, dann muss man wirklich sagen, dass sie sehr auf den Punkt ist. Denn man erkennt letztlich sehr gut, wie Spike vor seinen Gefühlen wegläuft, sich selbst damit aber unglücklich macht und letztlich bei dem Versuch, dagegen anzukämpfen, scheitert. Und bei Dennis merkt man wirklich, wie er erst versucht, gegen seine Gefühle anzukämpfen, dann aber merkt, dass er um Spike kämpfen muss. Es ist wirklich spannend, mitzuerleben, wie sie umeinander herumtanzen.
Natürlich darf man bei einer Kurzgeschichte jetzt nicht all zu viel Handlung erwarten, es ist wirklich auf das Wesentliche beschränkt. Aber ich finde, dass hier trotzdem eigentlich nichts fehlt und der Rest einfach gut gemacht ist. Das ist so eine schöne, leichte Sommergeschichte, die Lust auf einen Tag am See macht und die zwar ohne große Dramen daher kommt, einen aber trotzdem fesseln kann.
Ich möchte jetzt nicht zu viel vorwegnehmen, aber ich kann euch versichern, dass sie mir gut gefallen hat und sicher ein schönes, kurzes Leseerlebnis darstellt – vielleicht an einem schönen warmen Sommertag am See.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich fand es wirklich eine schöne, kurze Geschichte, die Lust auf Sommer macht. Sie ist zwar nur für ein kurzweiliges Leseerlebnis geeignet, aber wirklich gut geschrieben und sollte euch eigentlich zusagen - insofern die Länge für euch kein Problem darstellt.

Der März war ein Witz. Ich war zu schnell mit meinen Büchern durch, meine bestellten Prints kamen zu spät und dann habe ich im März bereits alle Bücher gelesen, die für April gedacht waren. Verrückt!
Jules :)

Montag, 23. Mai 2016

Blutzoll der Wölfe 2 (Alegra Cassano)

Hi!

Diesmal gibt es den zweiten Teil des Buchs "Blutzoll der Wölfe"* von Alegra Cassano. Es umfasst 384 Seiten und erschien im Dead Soft Verlag. Handeln tut es von Wolfswandler Waydar, der sich in den Menschen Morgan verliebt.



Beschreibung:

Nachdem sich Morgan fast vollständig in einen Bestador verwandelt hat, steht einer Flucht so gut wie nichts mehr im Wege. Aber neben ihren jetzigen Problemen, kommt noch ein weitaus schlimmers auf sie zu: Waydars Vater ist auf den Weg zu ihnen, um seinen Sohn endlich in seine Schranken zu verweisen.


Meine Meinung:

Ich habe Teil 1 ja schon sehr gelobt, was vor allem auch an den tollen Verstrickungen lag. Ich hatte wirklich selten ein Buch in der Hand, in dem so viele Handlungsstränge sich zu einer Geschichte vereint haben und ich muss noch mal betonen, dass ich das einfach nur großartig fand.
Allerdings muss ich zugeben, dass es mir am Ende von Teil dann doch ein wenig too much war. Also, ich mag nicht so richtig vorweg greifen, aber es erschien dann so, als wären alle Probleme gelöst, doch statt es dann auslaufen zu lassen, kam dann eben noch mal was und das hätte ich nicht unbedingt gebraucht. Es hat mich jetzt nicht total gestört, aber ich denke, es wäre auch so gut gewesen.
Was mir immernoch fehlt, ist die eine oder andere Erklärung. Allerdings kennt Morgan ja immer noch nicht das wirklich Ausmaß seiner Fähigkeiten und ich denke ja, dass sich das in Teil 3 vielleicht noch ein wenig aufklären wird. Bis jetzt aber hätte ich mir an der einen oder andern Stelle etwas mehr gewünscht, um zu verstehen, was genau bei Morgans "Zaubereien" abläuft.
Ein großes Lob muss ich aufgrund der Charaktere aussprechen. Da sind ja wirklich sehr, sehr viele Charaktere dabei und alle finde ich großartig gelungen. Sie haben halt wirklich allesamt ihre eigene Persönlichkeit und jeder einzelne trägt auch etwas zu der Handlung bei. Es ist auch eben schön, dass nicht nur die Geschichte von Waydar und Morgan behandelt wird - auch wenn die natürlich im Vordergrund ist - sondern auch auf die Leben der anderen eigegangen wird. Ich muss auch ehrlich gestehen, dass ich manche der Nebencharatere sogar lieber mag, als Waydar und Morgan. Am Ende hin hatte ich nämlich das Gefühl, dass Waydar nur noch liebestrottelig ist und Morgan nervtötend. Das klingt jetzt böser, als es gemeint ist, ich mag die Charaktere ja trotzdem. Also jetzt nicht denken, die zwei sind unerträglich oder so. So ist es wirklich nicht und überhaupt kann ich die ganze Geschichte - trotz kleiner Kritipunkte - echt empfehlen. Wie gesagt, sie ist mega durchdacht, super spannend und hat wunderbare Charaktere. Ein tolles Buch!

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Wie auch schon bei Teil 1 gesagt, mag ich an dem Buch die durchdachte Handlung und die großartige Spannungskurve sehr gerne. Ich kann es Fantasy-Fans nur empfehlen und auch solchen, die eher selten zu Fantasy greifen, aber prinzipiell offen dafür sind.
Man kann den zweiten Teil nicht lesen, ohne den ersten zu kennen, weil Teil 2 auf diesen aufbaut.Teil 3 ist in Arbeit.

Den Mai vorzubereiten, war wirklich ein Kampf, aber so langsam nimmt er Form an. Was bin ich froh darüber!
Jules :)




* Dieses Buch wurde mir von Alegra Cassano als Rezensionsexemplar überlassen. Noch einmal ein herzliches Dankeschön dafür.

Sonntag, 22. Mai 2016

Nachtrag

Hey!

Weil ich das Thema so wichtig finde, muss ich noch ein weiteres Mal darauf aufmerksam machen. Ganz unabhängig von mir, hat sich die liebe Elma auch damit beschäftigt, wie schwer es Lesern gemacht wird, ihre Meinung zu einem Buch frei zu äußern. Vielleicht habt ihr ähnliche Erfahrungen bereits selbst gemacht und wenn nicht, müsst ihr euch nur umhören und werdet merken: Sehr viele wurden schon von Fans oder gar dem Autor selbst angegangen, weil sie eine negative Rezension verfasst haben. Ich rede dabei nicht (nur) vom Bloggern, sondern gerade auch von Leuten, die einfach nur ihre Meinung auf Amazon oder wo auch immer kund tun wollten.
Ein ähnliches Problem ist die Tatsache, dass immer mehr Leute Gefälligkeitsrezensionen schreiben und - was am schlimmsten ist - dann aber keine ehrlichen daneben dulden. So greifen die Probleme auch noch ineinander und das Resultat ist: Viele trauen sich nicht mehr, Rezensionen zu schreiben, auch nicht zu Autoren, die noch professionell mit Kritik umgehen können. Das ist natürlich nicht Sinn der Sache, denn wie schon 100x bemerkt: Rezensionen helfen nicht nur anderen Lesern, sondern auch den Autoren selbst.
Schaut euch meine letzten Beiträge dazu an und schaut euch auch unbedingt mal Elmas Post an. Und noch wichtiger: Schreibt Rezensionen und lasst euch nicht von Idioten aufhalten, die noch nichts vom Recht auf freie Meinungsäußerung gehört haben.
Jules :)

Elmas Beitrag auf Facebook

Angriff der Zombiefans

Von Meinungsfreiheit und Charakterlosigkeit

Samstag, 21. Mai 2016

Boxhandschuhe und Seidenkrawatte (Coco Zinva)

Hey ihr Lieben!

Heute gibt es die Rezension zu Coco Zinvas "Boxhandschuhe und Seidenkrawatte". Die Geschichte wird frei publiziert und handelt auf 280 Seiten von Firmenboss Brian, der sich in einen ehemaligen Straftäter verliebt.


Beschreibung:

Brian übernimmt bald das Familienunternehmen und kann sich keinen Fehltritt leisten. Dazu gehört auch, dass er seine Homosexualität geheim hält. Bisher für ihn kein Problem, doch dann lernt er den Barkeeper Tom kennen. Was als Affäre beginnt, wird langsam mehr und bald muss sich Brian entscheiden, was ihm im Leben wirklich wichtig ist.

Meine Meinung:

An sich hat mir das Buch durchaus gut gefallen. Ich mag den Schreibstil von Coco Zinva sehr gerne und die Art, wie die Geschichten immer romantisch aber auch spannend gestaltet sind.
Hier mochte ich z.B. gerade den Anfang des Buchs total. Wie sie sich kennenlernen und man dann erkennt, wie sich doch etwas mehr als eine Affäre daraus entwickelt. Dieser langsame Aufbau einer Beziehung ist genau mein Ding. Auch, weil Tom dann noch nicht weiß, wer Brian ist und sie sich so ein wenig umschleichen und aneinander rantasten. Das ist teilweise ein wenig witzig gemacht, teilweise auch ein wenig dramatisch, so dass man das echt angenehm lesen kann und eine gute Spannungskurve hat.
Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat: Wie sie erkennen, dass ihre Liebe zu wertvoll ist, um sie in der Öffentlichkeit verleugnen. Das ist irgendwie rühren, dauch wenn das Outing an sich mir zu drüber war. Irgendwie, wie aus einem schlechten Hollywoodfilm.
Der ganze Presserummel der dann folgt, ist dann aber wieder sehr realistisch und irgendwie cool umgesetzt. Nicht so überzogen, wie in manch anderem Buch, aber schon so, dass man erkennt, wie belastend das Ganze ist.
Am besten gelungen finde ich in dem Buch, wie man erkennt, dass ihre Beziehung das ganze Leben der beiden Protagonisten verändert. Also Tom, der plötzlich in der Öffentlichkeit steht und Brian, der erst jetzt merkt, wie unzufrieden er eigentlich vorher war... Das kommt so gut rüber und ich finde das großartig umgesetzt.
Auch sonst kann ich nicht viel an dem Buch bemängeln. Die Sexszenen sind heiß und wie gesagt, der Stil ist schön. Es bleibt auch durchweg spannend.
Was ich aber finde: Manchmal waren die Handlungen der Charaktere schon ein wenig vorhersehbar und an mancher Stelle war mir das Buch auch ein wenig zu schnulzig. Aber das ist bei mir ja sowieso ein Problem und vermutlich bin ich da wieder der einzige.
An sich aber eine schöne Geschichte, wie eigentlich alle von Coco Zinva.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Auch wenn es für mich jetzt nicht das beste von Coco Zinvas Büchern ist, kann ich es einfach nur empfehlen. Es ist eine tolle Geschichte, mit gutem Schreibstil und einem schönen Spannungsbogen. Wer auf klassische Gay Romance steht, ist hier also genau richtig.

Im Übrigen gibt es passend zu diesem Buch noch die Geschichte "Boxhandschuhe und Perlenkette", in welcher es um Brians Schwester Nina geht. Die Geschichte ist hetero und wenn ihr auch solche Liebesgeschichten lest, dann ist die Story mit Sicherheit eine Überlegung wert.

Ihr glaubt gar nicht, wie viele Rezensionen ich schon hin und her tauschen musste, weil ich momentan kaum zum lesen kam. Meine ganze Planung ist durcheinander und jetzt strebe ich für  Ende Juli die nächste Themenwoche an.
Jules :)

Mittwoch, 18. Mai 2016

Angriff der Zombiefans [K]

Hallo!

Neulich habe ich in einer Rezension etwas gelesen, dass mich ein wenig hat Schmunzeln lassen. Ein Leser hat sehr erbost festgestellt, dass die Rezensionen zu dem Buch allesamt zum einen recht gleich klangen und zum anderen so überhaupt gar nicht zu dem Buch gepasst haben, dass er da vor sich hatte. Er hat dann ausgesprochen, was ich schon sehr lange denke, wenn ich mir Rezensionen auf Amazon anschaue: Offenbar wurde dem Autor hier ein Gefallen getan.
Leider etwas, dass ich in letzter Zeit sehr gehäuft vorfinde. Da haben die schlechtesten Bücher plötzlich die besten Bewertungen und niemand kann sich so richtig erklären, warum. Und wenn man dann die Rezensionen liest, dann wird darin meist nicht auf den Inhalt oder den Stil eingegangen, sondern man liest nur knappe Aussagen wie: „XY hat eine tolle Geschichte verfasst, die Spaß macht und sexy ist“ oder noch besser „Über den Inhalt brauch ich gar nichts mehr sagen, denn die 5 Sterne sagen schon alles“. Tja, wenn ich ehrlich sein soll, sagen die 5 Sterne leider gar nichts mehr aus. Im Gegenteil. Mitterlweile ist es so schlimm, dass ich bei 5 Sternen sofort davon ausgehe, dass es auch hier nur wieder eine Gefälligkeitsrezension ist, die nicht viel mit der Wahrheit zu tun hat.
Zwei Leserinnen meines Blogs und ich sind dazu übergegangen, dieses Phänomen Zombiefan zu nennen. Und ich finde diese Bezeichnung ziemlich passend.
Anscheinend gibt es immer mehr Leser, die es ganz großartig finden, über Facebook/Twitter/Whatever Kontakt zu Autoren aufzunehmen und sich dann ganz special fühlen, wenn dieser ihnen Aufmerksamkeit schenkt. Und um sich einzuschleimen, werden dann gute Rezensionen geschrieben und man freut sich dann einen Keks, wenn der Autor sich dafür persönlich bedankt. Häufig bekommt man dann das neueste Werkt als Rezensionsexemplar und fühlt sich dann großartig, weil man jedem – ob es den nun interessiert oder nicht – sagen kann: „Ich bin mit XY ganz dicke und er vertraut meiner Meinung so sehr, dass sogar sein Buch testlesen darf.“
Ich hoffe, ich muss nicht extra erwähnen, dass solche Aktionen mit Ehrlichkeit und Fairness nichts mehr zu tun haben. Wenn ein wirklich unkreatives Buch genauso bewertet wird wie ein Buch, dass wahnsinnig toll gelungen ist, fehlt da irgendwo die Relation. Und das fällt ja – wenn man auf mein Eingangsbeispiel blickt – langsam aber sicher auch auf.
Ich weiß nicht, ob es ein gutes Licht auf einen Autoren wirft, wenn sich herumspricht, dass er Rezensionen erkauft oder erschleimt. Und mit der Zeit werden neutrale Leser dann auch feststellen, dass die Rezensionen nicht zutreffen und bei neuen Büchern die Finger davon lassen, auch wenn wieder getürkte Rezensionen online gestellt werden.
Im Prinzip ist es peinlich, wenn Menschen nichts besser zu tun haben, als einen anderen zu glorifizieren und dann so etwas tun. Es ist einfach falsch, 5 Sterne zu vergeben, nur weil man der Meinung ist, sich unter allen Umständen einschleimen zu müssen. Und es ist auch falsch von einem Autor, seine Fans zu derartigen Handlungen anzustacheln, in dem er sich ausufernd bedankt oder Goodies verteilt. Man sollte als Autor auf ehrliche Rezensionen wert legen und nicht auf solche, die das Ego streicheln und sonst nur heiße Luft sind.
Ich hoffe sehr, dass da noch manch einer zur Einsicht kommt, aber um ehrlich zu sein bezweifle ich so was.
Es steht nicht in meiner Macht, die Welt zu ändern, aber ich kann zumindest eine Warnung aussprechen: Wenn ihr Rezensionen lest, achtet darauf, wie viel wirklich über den Inhalt ausgesagt wird. Gebt keinen Acht auf Rezensionen, die nur allgemein ein wenig loben und schmeicheln und sonst keine Aussagekraft besitzen. Seid skeptisch, wenn sehr viele Leute fast das gleiche sagen oder die gleiche Anzahl Sterne verteilen.
Wenn es überhaupt eine gibt, lest euch die Rezensionen mit weniger Sternen durch und hört euch diese Meinung an. Ich möchte nicht sagen, dass keine gute Rezension mehr ehrlich ist – um Gottes Willen! – aber ich möchte euch ein wenig feinfühliger dafür machen, nicht jeder blind Glauben zu schenken. Wenn jemanden das Buch wirklich gefällt, wird er ausschweifend begründen können, warum, aber wenn es jemand nur so daher sagt, wird er euch keine nachvollziehbaren, auf das Buch bezogenen Gründe bieten können.
Eigentlich ist es traurig, dass man Rezensionen nicht mehr blind vertrauen kann sondern fast schon stutzig werden muss, wenn ein Buch gut bewertet ist. Das sollte wirklich nicht Sinn der Sache sein. Zu ändern ist es nicht, aber wir können dagegen angehen, in dem wir selbst ehrliche Rezensionen schreiben und ein Buch nicht nur deshalb kaufen, weil es 20 gefakte 5-Sterne-Rezensionen aufweist.
Jules :)

So schade es auch ist, dass wir es überhaupt ansprechen müssen, so wichtig ist es auch. Deshalb freue ich mich sehr, dass auch andere Blogger dieses Problem mittlerweile erkannt haben und darüber berichten. Die liebe Elma hat zu dem Thema einen ähnlichen Post verfasst und bringt dieses Problem ebenfalls sehr gut auf den Punkt. Schaut unbedingt mal bei ihr vorbei, ich verlinke euch ihren Beitrag hier

Montag, 16. Mai 2016

Frohe Pfingsten!

Hey!

Ich bin ein wenig spät dran, aber ich wünsche euch allen noch ein schönes Pfingstfest. Genießt heute noch den Feiertag!

Jules :)




Samstag, 14. Mai 2016

Die Arme ausbreiten und fliegen (Karo Stein)

Huhu!

Der heutige Roman nennt sich "Die Arme ausbreiten und fliegen" und stammt von Karo Stein. Es ist ein Jugendbuch, welches 239 Seiten umfasst und frei publiziert wird. Handeln tut es von Marvin, dessen erstes Mal in einer Katastrophe endet und dazu führt, dass er sich ausgerechnet mit der "Schwuchtel" Anjo annähert.


Beschreibung:

Kurz vor dem Urlaub verbringt Marvin sein erstes Mal mit Jasmin und schwebt seitdem auf Wolken. Aber kaum zurück, erfährt er etwas, dass sein Leben völlig auf den Kopf stellt und ihn ziemlich verängstigt zurück lässt.
Mit seinem besten Freund Stefan kann er darüber nicht reden, weil dieser zu sehr mit seiner neuen Liebe beschäftigt ist, und so kommt es, dass ausgerechnet die Klassenschwuchtel Anjo sein Vertrauter wird - und mehr.

Meine Meinung:

Was ich bei Karo Stein immer wieder total mag, ist ihre Art, mit ihren Geschichten auf das Thema HIV/Aids aufmerksam zu machen. Und gerade in diesem Buch finde ich es wirklich wieder sehr gelungen, weil es einfach zeigt, dass man sich immer schützen muss, egal ob nun hetero- oder homosexuell, egal ob beim ersten Mal oder beim fünfhundertsten…
Hier ist das wunderbar umgesetzt. Man leidet richtig mit Marvin mit und kann wirklich nachempfinden, was für eine schreckliche Ungerechtigkeit es ist, dass er sich beim ersten Mal mit solch einer schrecklichen Infektion angesteckt hat. Ich fand seine Angst wirklich gut beschrieben, ebenso seine Verzweiflung. Auch seinen anfänglichen Frust und die Art und Weise, wie er zunächst versucht, alles alleine durchzustehen – letztlich aber dann doch froh ist, zumindest Anjo zu haben, der ihn unterstützt. Wie gesagt, man kann es wirklich nachempfinden und gerade das finde ich wichtig, um zu verstehen, dass das durchaus eine reale Geschichte sein kann – die einen auch selbst widerfahren kann.
Im Gegenzug finde ich aber auch gut, wie aufgezeigt wird, dass solch eine Infektion nicht das Ende von allem ist, sondern dass man aufgrund des jetzigen Standes der Medizin wirklich gut damit klar kommen kann. Es zeigt eben, dass man zwar sein ganzes Leben lang Medikamente nehmen muss, aber dennoch eine Perspektive hat, sonst ein normales Leben zu führen. Ich finde das wichtig. Natürlich muss man zeigen, dass dies nichts ist, was man auf die leichte Schulter nimmt, aber für alle Betroffenen ist es auch wichtig, ein wenig Mut zu machen.
Ich möchte auch noch hinzufügen, dass ich Marvins Eltern wirklich super dargestellt finde. Man erkennt ihre Angst und Überforderung, aber auch, dass sie einfach versuchen, für ihr Kind da zu sein. Das fand ich so rührend in dem Buch.
Und dann eben Anjo. Es ist schön, wie er so vorbehaltlos hinter Marvin steht und ihn in dieser schweren Zeit unterstützt. Überhaupt muss man sagen, dass ich die Entwicklung der Beziehung der beiden sehr gelungen finde. Coming-out beziehungsweise überhaupt erstmal das Finden der eigenen Sexualität ist sozusagen das zweite große Thema in dem Buch und ich mag, wie Marvin versucht, damit umzugehen, dass er nun eben Gefühle für Anjo hat, aber dennoch damit zu kämpfen hat. Das ist wirklich gut dargestellt und rundet die Geschichte super ab.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Es wirklich tolles Buch zum Thema HIV/Aids. Wenn ihr euch dafür interessiert, solltet ihr das Buch unbedingt lesen - aber auch ganz abgesehen von diesem Thema, ist das Buch wirklich schön und lesenswert. Es lohnt sich also, hier zuzuschlagen.

Ich freue mich immer sehr, wenn Bücher HIV/Aids aufgreigen. Das ist so wichtig und man sollte da wirklich drauf aufmerksam machen! Habt ihr noch Empfehlungen in diese Richtung?
Jules :)

Mittwoch, 11. Mai 2016

Großer böser Bär (Rufus Bärenfänger) [Q]

Hey ihr!

Diesmal wieder ein Quickie und zwar aus dem Genre Erotik. Es geht um "Großer böser Bär" von Rufus Bärenfänger. Dieses umfasst 57 Seiten, wird frei publiziert und handelt von Bruno, dem Leiter eines Boxclubs, der seinen Schützlingen nicht nur durch das Boxen helfen möchte, zu sich selbst zu finden.



Beschreibung:

Bruno leitet einen Boxclub und kümmert sich sehr um das Wohl seiner Schützlinge. Er möchte ihnen helfen, auf den richtigen Weg zu gelangen und das tut er nicht nur, in dem er ihnen beim Boxen Ratschläge gibt. Oft sind seine Methoden ein wenig speziell und nicht ganz uneigennützig, aber oft sehr wirkungsvoll. Als der zurückhaltende Nils zu ihm in den Club kommt, weiß Bruno gleich, auf welche Art er Nils helfen kann, sich selbst ein wenig zu finden. Nun muss er es nur noch richtig anstellen, dass Nils bei seinen wenig jugendfreien Plänen auch mitmacht.

Meine Meinung:

Zugegeben, die Geschichte ist schon mehr ein Porno als irgendetwas anders. Aber als dieses wird sie ja auch verkauft. Jedem sollte klar sein, dass sich hinter dem Begriff „homoerotische Kurzgeschichte“ keine große Liebesromanze verbirgt.
Es beschränkt sich also hauptsächlich auf Sex und ich muss sagen, dieser ist gelungen. Obwohl die Ausdrucksweise in dem Buch an einigen Stellen doch sehr derb ist, finde ich sie nie obszön oder plump, sondern trotzdem immer noch irgendwie niveauvoll. Der Sex wird einfach gut dargestellt, die Menschen behalten sich darin ihre Würde und werden als Menschen angesehen und nicht als bloßes Fickinstrument. Gerade deshalb sehr schön, weil es darin ja auch um devot veranlagte Bottoms geht.
Es ist nur eine Kleinigkeit, aber einfach, dass klar gemacht wird, dass man darauf achtet, Nils nicht zu überfordern und schaut, dass es ihm einfach auch fällt, gibt dem Buch schon sehr viel Klasse. Nils wird benutzt, weil er es will und nicht, weil jemand anderes einen schlechten Porno nachstellen möchte. Das gefällt mir gut.
Natürlich geht diese Dominanzschiene in den Bereich BDSM, obwohl kein SM darin vorkommt. Trotzdem verstehe ich, dass es nicht jedermanns Geschmack ist. Wenn man aber nicht nur Standartsex sondern etwas mehr Fetisch mag, dann ist man hier schon richtig.
Ich finde auch den Hintergrund des Geschehens sehr schön. Das Boxstudio bietet ja so seine Möglichkeiten, die auch kreativ umgesetzt werden und das fand ich schon echt klasse gemacht.
Natürlich darf man jetzt nicht allzu viel Handlung erwarten. Aber es ist nicht eine einzige lange Sexszene, ab und an werden auch mal Gedanken oder Gefühle geäußert oder einfach über das Boxen geredet. So bekommt die Geschichte allgemein einen Hintergrund, der sie ein wenig ausfüllt. So kann man sich auch von den Sexszenen „erholen“; soll heißen, man wird davon jetzt nicht erschlagen.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Natürlich  nur was für Fans des Genres Erotik, denn wie mehrfach gesagt, beinhaltet die Geschichte hauptsächlich Sex. Ich mag die Art, wie sie erzählt wird und kann mir vorstellen, dass sie auch vielen anderen zu sagen wird, da sie sehr sexy aber nicht too much ist.


Ich freu mich immer, wenn ein wenig BD in eine Geschichte eingebaut wird, aber meistens fehlt mir dann trotzdem immer das SM. Ich bin schon komisch, was? :D
Jules :)

Montag, 9. Mai 2016

Blutzoll der Wölfe 1 (Alegra Cassano)

Hallo!

Heute möchte ich euch "Blutzoll der Wölfe"* von Alegra Cassano vorstellen. Das Buch ist der erste Teil einer Reihe und umfasst 440 Seiten. Es erschien im Dead Soft Verlag und handelt von Wolfswandler Waydar, der sich inden Menschen Morgan verliebt.


Beschreibung:

Wolfwandler Waydar ist auf der Durchreise zu seiner zukünftigen Braut, als er in einem Dorf auf den jungen Mann Morgan aufmerksam wird. Er fordert diesen als Blutzoll, frisst ihn allerdings nicht, da Morgan eine starke Anziehungskraft auf ihn ausübt. Bald schon sind Gefühle im Spiel, denen sich die beiden Männer nicht enziehen können. Dadurch begeben die beiden sich jedoch in Gefahr, denn die Hochzeit steht nach wie vor. Hinzu kommt noch, dass in Morgan Kräfte schlummern, von deren Ausmaß bisher noch keiner etwas ahnt.


Meine Meinung:

Ich hab extra die Rezension in wesentlichen Punkten zu Papier gebracht, ehe ich mit Teil 2 angefangen habe, damit ich nichts durcheinander bringe oder irgendetwas übergehe. Also bekommt ihr jetzt meinen geballten Eindruck zum ersten Teil - ohne das ich jetzt schon irgendeine Ahnung von Teil 2 habe.
Was mich an diesem Buch sehr beeindruckt: Es ist durchweg spannend. Es geschieht ja nun wirklich sehr viel in diesem Buch, aber die einzelnen Abschnitte - sag ich jetzt mal - sind wirklich alle für sich sehr spannend.
Anfangs geht es noch eher um das Annähern von Morgan und Waydar und das finde ich schon sehr gut gemacht.  Man erkennt zunächst Morgans Angst, aber auch diese Anziehung, die sie aufeinander ausüben. Ich finde, das ist sehr nachvollziehbar für den Leser, wie aus Morgan langsam mehr für Waydar wird, als nur eine Beute. Und eben auch, wie aus Morgans Angst so langsam Zuneigung wird.
Dann kommen irgendwann mehr und mehr Feinde ins Spiel und ab dann wird es eben noch eine Spur spannender, weil die Situation wirklich immer verzwickter und auswegloser wird. Man denkt irgendwann echt, dass man da doch nie mehr eine Lösung finden kann - also perfekt, um den Spannungslevel beim Leser sehr weit oben zu halten. Teilweise ist die Geschichte echt sehr verstrickt und es kommen wahnsinnig viele Personen vor, so dass ich immer ein wenig Angst habe, den Überblick zu verlieren. Aber bisher geht es wirklich ganz gut.
Das liegt vielleicht auch am Stil. Also davon ab, dass er sehr flüssig ist, ist er eben gut im Beschreiben von Dingen. Wisst ihr, ausführlich eben, so dass man die einzelnen Szenen und Beweggründe gut versteht und sich vorstellen kann, so dass man dann doch irgendwie den Überblick behält. Ich hoffe nur, dass es in Teil 2 jetzt so weitergeht.
Übrigens muss man dazu sagen: Man erkennt eben auch wirklich, dass sich da jemand hingesetzt hat, sich Gedanken gemacht und geplant hat. Anders kann man so eine komplexe Geschichte sicher schwer auf Papier bringen und es ist einfach schön, wenn man diese Mühe dann auch als Leser erkennen kann.
Was ich gut finde, manche Sachen werden recht unbeschönt beschrieben. Eben z.B., dass Menschen gefressen werden und wie mit der Angst dieser gespielt wird, etc. Das ist teilweise vielleicht ein wenig verstörend, aber jetzt auch nicht mega krass und halt einfach sehr passend zur Geschichte. Ohne hätte etwas gefehlt und ich mag die Art, wie es eingebunden wird.
Momentan ist mein einziger Kritikpunkt: Ab und an fehlt mir eine ausführlichere Erklärung. Es ist nicht so, dass man Sachen nicht versteht, aber trotzdem hätte ich es mir an der einen oder anderen Stelle etwas genauer gewünscht. Es kann aber gut sein, dass sich das in Teil 2 alles noch aufklärt, deswegen war es mir auch so wichtig, die Teile wirklich seperat von einander zu rezensieren.
Die Rezension zu Teil 2 gibt es dann für euch in zwei Wochen. 


Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ein wirklich spannendes Fantasy-Buch mit einer echt interessanten Handlung. Mir gefällt wirklich, wie verstrickt die Geschichte ist und dass sie durchweg spannend bleibt. Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen, wenn man mit der Handlung auch nur im Entferntesten etwas anfangen kann.

Wie oben erwähnt, gibt es es einen zweiten Teil und Teil 3 ist in Arbeit. Man muss sich also bewusst sein, dass man alle Bücher lesen muss, um die ganze Geschichte zu erfahren, da die Teile in sich nicht wirklich abgeschlossen sind und aufeinander aufbauen.

Momentan bin ich mega im Stress und komm mit Lesen und Rezensieren kaum nach. Ich hasse sowas wirklich.
Jules :)




* Dieses Buch wurde mir von Alegra Cassano als Rezensionsexemplar überlassen. Noch einmal ein herzliches Dankeschön dafür.

Samstag, 7. Mai 2016

Sex, Drugs & Handicaps - Liebe kann dein Leben ändern (Jona Dreyer)

Hi Leute!

Heute dreht sich alles um "Sex, Drugs and Handicaps - Liebe kann dein Leben ändern" von Jona Dreyer. Es umfasst 302 Seiten, wird frei publiziert und handelt von Rhys, der seinen Lieblingsmusiker - Tyr Ravenson - näher kommt.


Beschreibung:

Rhys freut sich wie wahnsinnig, als er die Chance bekommt, für seinen Blog ein Interview mit dem Frontmann seiner Lieblingsband zu bekommen. Doch Tyr Ravenson entpuppt sich als absoluter Idiot und voller Wut schreibt Rhys einen bitterbösen Blogpost, der Tyr ganz schön in Schwierigkeiten bringt.
Tyr, alias Avery, selbst ist das ziemlich unangenehm und er sucht das Gespräch mit Rhys. Daraus entsteht eine Freundschaft, die langsam zu mehr wird. Aber kann ihre Liebe bestehen, wenn ihre Leben doch so grundverschieden sind?

Meine Meinung:

Ich muss sagen, dieses Buch hat mir wirklich sehr, sehr gut gefallen. Ich mag ja diese ganze Szenerie „Rockstar trifft auf 'normalen' Menschen“ sowieso sehr gerne, vor allem, wenn sie so authentisch und schön umgesetzt wird, wie hier.
Man hat richtig gemerkt, wie unwohl sich Rhys in Tyrs bzw. Averys Welt fühlt und wie unterschiedlich die Leben der beiden einfach sind. Nicht nur, dass es eben recht realsitisch ist, es bringt auch gleich ein wenig Spannung in die Geschichte, weil man schon wissen will, wie sie dieses Problem denn nun lösen.
Was ich ebenfalls mochte, war Rhys Krankheit. Ich finde es ja immer gut, wenn solche Dinge in einer Geschichte theamtisiert werden und hier hat mich sehr begeistert, dass es wirklich in die Geschichte eingebaut wurde. Es wurde immer mal erwähnt, hat mal eine größere, mal eine kleinere Rolle gespielt, war aber immer da. Sowas gefällt mir einfach richtig gut, weil es das Buch noch ein wenig menschlicher macht und weil es einfach wichtig ist, dass es auch solche Figuren gibt.
Man muss auch sagen, dass es wirklich gut gemacht ist. Man erkennt, wie stark Rhys ist, so mit seiner Krankheit und seinem Schicksal umzugehen, wie er es in dem Buch eben tut. Und wie er zwar so sehr kämpft, aber gleichzeitig auch glaubt, dass Leben hat nichts Gutes für ihn zu bieten und dann gar nicht wirklich annehmen kann, geliebt zu werden.
Ich mag auch, wie er in seiner Welt feststeckt, weil er gelernt hat, darin zurecht zu kommen, aber deshalb eben nur schwer mit Veränderungen klar kommt – die ihm aber zweifelsfrei gut tun, was man als Leser auch merkt.
Aber nicht nur Rhys' Charakter ist gut umgesetzt, auch der von Avery. Ich mag es, wie er sich hinter seiner Maske Tyr Ravenson versteckt und man aber doch erkennt, dass er das wirklich nur tut, um im Showbiz zurecht zu kommen und weil er eben einfach einsam ist.
Tja und das dann zusammen, ergibt ein sehr interessantes, grundverschiedenes Pärchen, so dass es wirklich eine Freude ist, mitzuverfolgen, wie die beiden Männer zueinander finden.
Hinzu kommt dann noch ein toller Stil, an dem ich wirklich nichts auszusetzen habe, heiße Sexszenen und – was mir besonders gut gefallen hat – ein wenig Humor, der mich ab und an wirklich zum lachen gebracht hat, ohne jetzt total hervorzustechen.
Kritikpunkte habe ich kaum, nur Kleinigkeiten. Ich fand, dass die Intrige, der die beiden zum Opfer fallen, doch ein wenig offensichtlich für den Leser ist. Aber auch wenn die Sache an sich ziemlich klar ist, so sind die Geschehnisse, die daraus resultieren, dann doch wieder super umgesetzt Ein bisschen Drama, nicht zu viel, um übertrieben, aber genug, um spannend zu sein.
Auch war mir die Versöhnungsszene eine Spur zu kitschig, aber ich denke, manch anderer wird sie lieben.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Mir hat das Buch so gut gefallen, ich muss es euch einfach ans Herz legen. Ein wirklich wundervolles Buch, dass ich gar nicht aus der Hand legen konnte. Ich mag auch, dass Rhys Krankheit so thematisiert wird, weil ich es wichtig finde, dass so etwas auch in Büchern vorkommt. Ihr müsst es einfach lesen.

Ich habe gerade ganz viele Rezensionen vorbereitet und muss jetzt nur noch meine eigene Meinung abtippen. Wenn man sich die Arbeit so ein wenig aufteilt, ist der Zeitaufwand gar nicht so schrecklich. Aber ich werde es sowieso nicht durchhalten, also was freue ich mich eigentlich? :D
Jules :)

Mittwoch, 4. Mai 2016

Von Meinungsfreiheit und Charakterlosigkeit [K]

Hey ihr!

Es ist noch gar nicht so lange her, das habe ich in einem Kolumnenpost darüber gesprochen, wie wichtig es ist, Kritik richtig zu äußern und Kritik aber auch richtig anzunehmen. Leider habe ich das Gefühl, dass es seitdem nicht besser sondern gar noch schlimmer geworden ist. Wenn ihr zum Beispiel höre, dass Autoren zusammen mit ihren Lesern auf Facebook über Blogger oder andere Leute, die negative Rezensionen geschrieben haben, ablästern, diese beleidigen und sie einfach schlecht reden, dann finde ich das wirklich nur noch traurig. Und vor allem ist es peinlich.
Ich weiß nicht, wie wenig Charakter man haben muss, wenn man so schlecht mit Kritik umgehen kann, dass man so etwas tun muss. Ich meine, wir wissen, dass viele Leser sich manchmal nicht unter Kontrolle haben, wenn es um ihr Lieblingsbuch geht, aber dann muss man doch als Autor dafür sorgen, dass seine Fans sich im Rahmen halten. Einfach mal ein Statement bringen, dass so etwas nicht in Ordnung ist. Aber statt das zu tun, machen sie einfach mit oder sind selbst diejenigen, die so einen Shitstorm auslösen.
Ich muss das echt mal so sagen: Wahre Größe zeigt sich nicht darin, dass man andere fertig macht, sondern darin, dass man auch mit einer schlechten Rezension umgehen kann.
Und ich verstehe wirklich nicht, warum manchen Leuten das so schwer fällt: Wie gesagt. Man kann es ja ignorieren, wenn man es als nicht gerechtfertigt empfindet. Aber ich glaube, das Problem ist, dass die Autoren ganz genau wissen, dass es gerechtfertigt ist. Und damit können sie nicht umgehen. Und statt dann aber zu sagen, ich versuche die Kritik beim nächsten Buch umzusetzen, lassen sie ihren angegriffenen Stolz sprechen und verwenden Beleidigungen und üble Nachreden, um sich selbst besser dastehen zu lassen. Ich hoffe, euch fällt selbst auf, wie widerlich das ist.
Ich wiederhole mich, wenn ich sage, dass wir bei einer Rezension niemanden etwas Böses wollen oder das wir nicht den Menschen angreifen sondern einfach Dinge äußern, die uns an einem Buch nicht gefallen haben. Uns. Jeder weiß, dass es eine persönliche Meinung ist, die nicht mit der von anderen übereinstimmen muss. Niemanden kann alles gefallen und jedem gefällt etwas anderes und solange es nicht verboten wird, seine Meinung frei äußern zu können, werden wir das auch weiterhin tun.
Wir Blogger sind nicht blöd, wir rechnen mit bösen Kommentaren zu unseren Rezensionen – und um ehrlich zu sein, geht uns so was am Allerwertesten vorbei. Das ist leider einfach normal. Aber oft sind es ja auch ganz „normale“ Leser, die dann den Zorn zu spüren zu bekommen. Das sollte nicht Sinn sein, dass man Angst haben muss, seine eigene Meinung zu äußern, weil man sonst von irgendwem angegriffen wird. Was soll das denn?
Und vor allem: Es fällt doch auf einen zurück. Wenn dann neutrale Personen sehen, wie unprofessionell mit Kritik umgegangen wird, dann wird sich zweimal überlegen, ob man das Buch kauft, einfach, weil einem der Autor unsympathisch ist. Ich glaube nicht, dass das der Sinn ist, wenn man ein Buch verkaufen will.
Und selbst wenn sich Leser vom Autor manipulieren lassen und das Buch dann trotzdem kaufen, statt auf die Rezensionen zu achten, werden sie beim Lesen wohl selbst feststellen, dass das Buch einfach nicht gut ist.
Es tut mir leid, wenn ich das jetzt so sage, aber Kritik geschieht gerade bei Bloggern nicht in böser Absicht sondern einfach aus Erfahrung heraus. Und vielleicht sollte man weniger Energie in das Lästern und Beleidigen und Schlechtreden stecken und mehr in die Geschichte – und vielleicht ist uns allen damit dann mehr geholfen
Jules

So schade es auch ist, dass wir es überhaupt ansprechen müssen, so wichtig ist es auch. Deshalb freue ich mich sehr, dass auch andere Blogger dieses Problem mittlerweile erkannt haben und darüber berichten. Die liebe Elma hat zu dem Thema einen ähnlichen Post verfasst und bringt dieses Problem ebenfalls sehr gut auf den Punkt. Schaut unbedingt mal bei ihr vorbei, ich verlinke euch ihren Beitrag hier

Montag, 2. Mai 2016

Two night stand (Ellis Carrington) [E] [Q]

Hi!

Heute mal wieder etwas auf Englisch. Ich komm zu selten dazu, das tut mir leid. Diesmal ist es auch wieder nur ein Quickie geworden, aber immerhin. Und zwar geht es heute um Ellis Carringtons "Two night stand". Dieser umfasst 51 Seiten, wird frei publiziert und handelt von Gabe, der in seinem One Night Stand mehr findet, als zunächst erwartet.


Beschreibung:

Gabe trifft Lincoln vor einem Hetero-Club, in den ihn sein Ex geschleppt hat. Frustriert, geht er auf das Angebot ein, dass Lincoln ihn nach Hause fährt. Doch am Ende entwickelt sich aus ihrem Treffen ein One-Night-Stand, den beide am nächsten Morgen nicht einfach so beenden wollen. Doch bald schon, müssen sie sich mit ihrer Vergangenheit auseinander setzen, wenn sie ihrer Beziehung eine Chance geben wollen.

Meine Meinung:

Ich fand die Geschichte eigentlich recht süß. Man merkt irgendwie von Anfang an, wie sie sich zueinander hingezogen fühlen und kann ganz gut miterleben, wie sich langsam aus einem One-Night-Stand eben etwas mehr entwickelt. Gerade Lincoln ist anfangs noch ein wenig unsicher, eben aufgrund seiner Vergangenheit - auch das kann man gut nachvollziehen. Gleichzeitig erkennt man aber auch, dass er eigentlich schon längst von Gabe gefesselt ist.
Ich mag, wie sie dann Zeit miteinander verbringen und dabei echt gut beschrieben wird, wie sie einander besser kennenlernen und Vertrauen schenken. Nach und nach erzählen sie dann auch persönlichere Dinge, wo wir wieder bei der Vergangenheit wären. Ich finde, diese bringt noch mal ein wenig Würze in die Geschichte, ohne dass es jetzt so übertrieben ist.
Was mir sehr gut gefallen hat: Die Szenen selbst sind doch recht ausführlich, weil eben nur ein Wochenende beschrieben wird. Folglich hat man sich dabei Zeit lassen können, alles detaillierter zu gestalten und konnte auch auf zu große Zeitsprünge verzichten.
Den Stil mochte ich auch sehr gerne. Ein wenig lässig, mit etwas Umgangssprache, aber wie gesagt: Ausführlich und auch fesselnd.

Verständlichkeit:




Im Prinzip sind wir damit auch schon bei der Verständlichkeit. Wie gesagt, es ist schon ein wenig Umgangssprache in dem Buch enthalten. Die Vokabeln dürften eigentlich kein Problem sein, nicht viel außergewöhnliches und genug, dass man einfach nachschlagen oder überlesen kann. Aber gerade in der wörtlichen Rede sind halt oft Redewendungen oder Phrasen vertreten, die man als Anfänger vielleicht noch nicht so kennt. Mir ging es so, dass ich es teilweise super verstanden habe, aber manchmal auch kurz darüber nachdenken musste. Auch ein Problem könnten die... ich weiß nicht, wie man sagen soll... "Wortverkürzungen" sein. Wisst ihr, wenn zwei Wörter so zu einem zusammengewürfelt werden, damit es sich halt ein wenig wie Slang anhört. Wenn man da gerade erst anfängt, dann kommt man da vielleicht noch nicht so drauf klar. Wer aber öfter Englisch liest, der wird das sicher verstehen.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:


Daraus ergibt sich ja schon die Zielgruppe. Ich würde es jetzt nicht unbedingt Anfängern empfehlen, aber wer in der englischen Sprache schon einigermaßen drin ist, der wird hier sicher Freude habe. Das Buch ist sexy, und trotz der Kürze besitzt es eine schöne Handlung. Ich mochte es, kann es also durchaus empfehlen.

Ich sag es immer wieder: ich lese zu wenig englische Bücher. Sollte ich ändern. Aber das sag ich ja immer und tu es dann doch nicht... :P
Jules :)