Freitag, 30. September 2016

September

Hi!

Ich beginne ja fast immer mit dem gleichen Blabla, von wegen, der Monat ist schon wieder rum, etc. Diesmal kam das Monatsende aber tatsächlich viel früher, als erhofft. Der September war definitiv zu kurz!

Bücher, Bücher, Bücher

Vor allem war der September zu kurz, um alle Bücher zu lesen, die ich mir im September vorgenommen hatte, weil ich einfach nicht dazu kam.
Das macht ihn auch zu einem Monat, in dem ich zwar viel tolles gelesen habe – aber definitiv zu wenig.
Egal, so ist das nun mal und ich glaube, ich brauche langsam eine neue Zeiteinteilung, wenn ich das Jahr noch so vollenden möchte, wie ich es seit Anfang des Jahres tue.
Aber nun zu den Büchern. Wie gesagt, ich hatte sehr viele, sehr tolle Bücher und gerade auch meine Reziexemplare kann ich nur empfehlen. Das ist auch der Grund, warum ich diesen Monat einfach nicht nur ein Buch des Monats wählen kann. Es haben mir so viele so gut gefallen, das würde ja für mehr als nur einen Monat reichen. Aber so was ist natürlich gut, denn nichts macht einem ja mehr schlechte Laune, als ein Monat voller doofer Bücher.
Mein Favorit diesen Monat war definitiv „Duett“ von Eden Winters. Es ist ein sehr zauberhaftes Buch, dass einen wirklich in seine Welt entführt und berührt und… überhaupt. Wunderschön.
Aber auch „Geisterküsse“ von Diana Wintermeer hat mir ausgesprochen gut gefallen. Ich liebe Dianas Art, zu schreiben und in diesem Buch vermischt sie ein bisschen Mythos mit einer zarten Jugendliebe – einfach alles Dinge, die ich wirklich sehr gerne lese.
Ihr mochtet vor allem "Der Löwe und die Krähe", ebenfalls ein tolles Buch.

Rund um den Blog

Wie gesagt, ich kam nicht so viel zum lesen und deshalb ist es jetzt auch so, dass ich mit der Blogplanung ein bisschen hinterher hänge. Aber es ist noch keine Katastrophe, nur fast.
Wie fast immer, werdet ihr davon wahrscheinlich gar nix merken und hinter den Kulissen komme ich ins Schwitzen.
Ich kann es euch ja schon mal sagen, ich habe Anfang des Monats einige neue Themenwochen geplant. Ja, einige – ich hatte ein paar richtig gute Ideen. Aber nein, sorry, nicht mehr in diesem Jahr. Wir müssen uns ja auch ein bisschen was für 2017 lassen, ne? Wo bleibt denn sonst die Spannung? Und keine Angst, bei all den neuen Ideen habe ich nicht den Wunsch nach einer zweiten BDSM-Woche vergessen.
Jetzt kommt aber erstmal Weihnachten und davon Halloween. Leider – ich weiß nicht, wie das passieren konnte!!! – hätte ich fast Halloween vergessen und deshalb weiß ich gerade noch nicht, ob es da ein kleines Special gibt und wenn ja, welches, etc.
Aber so ein bisschen Halloween muss schon sein, oder? Das Fest ist einfach das mit das schönste im Jahr.

Vorschau auf Oktober

Ich habe ja schon gesagt, ich muss etwas für 2017 aufheben, um euch dort zu bespaßen und deshalb könnt ihr es euch schon fast denken: Kein großes Special im Oktober. Aber ich hoffe und ich versuche, zumindest die Monate gut zu füllen, auch wenn der erste Montag erstmal ohne Blogpost sein wird – ab und an, brauche ich eine Montagspause, und die gönne ich mir jetzt im Oktober, weil wir da eh 5 Montage haben.
Dafür gibt es aber auf jeden Fall ein paar coole Rezensionen im Oktober, hoffentlich auch wieder ein paar Rezensionsexemplare und… meiner Meinung nach ziemlich spannenden Kolumnenthemen, die vielleicht ein bisschen Diskussion aufwerfen.
Ähm, ansonsten kann ich noch gar nicht viel sagen, weil ich es selbst noch nicht weiß… Doof. :D Ich sage ja, die Planung hängt.

Mein Leben und Ich

So, jetzt wurde so viel hohles Blabla in den Raum geworfen, weil der September nicht viel hergibt und jetzt ist hier der Grund dafür: Ich habe wieder ein Leben.
Nein, Spaß, natürlich hatte ich vorher auch schon ein Leben, es war halt nur kein sonderlich ereignisreiches, aufregendes Leben. Aber jetzt im September sind ein paar sehr positive Dinge geschehen, die mich sehr glücklich machen, die allerdings auch dazu führen, dass ich nicht viel Zeit übrig habe. Nun weiß ich endlich mal, wie sich die Blogger fühlen, die tatsächlich ein Reallife mit ihrem Blog vereinbaren müssen. Und jetzt bitte euer Tipp: Wie schafft ihr das?
Nun habe ich sehr viel zu organisieren, bin nicht mehr so oft zu Hause und überhaupt könnte der Tag gerne 48 Stunden haben… Ich weiß nicht, ich bin vermutlich wieder mal verrückt, aber das ist mir fast schon wieder zu viel Chaos. Ich bin immerhin eher der Typ, der Buch und Couch anderen Menschen vorzieht. Aber wie gesagt, der Grund macht mich glücklich und deshalb beschwere ich mich nicht… ganz so sehr.
Ach ja, übrigens: ENDLICH HERBST!!!!! ♥♥♥

Was mich bewegt

Jetzt noch etwas, dass wirklich wichtig ist und mir am Herzen liegt und das jetzt wohl etwas Platz einnimmt, aber einfach raus muss.
Neulich hatte ich ein Erlebnis, dass mich so wahnsinnig wütend gemacht hat, dass ich jetzt einfach nicht anders kann, als mit euch darüber zu reden. Die Ganze geschah auf Twitter: Jemand hat fröhlich in die Runde gefragt, was man sich so von der neuen Woche verspricht und meine Antwort darauf war: dass sie schnell wieder umgeht und Wochenende ist. (Für alle, die es nicht wissen: Ich habe schon meine Gründe, warum ich mich die ganze Woche aufs Wochenende freue, aber das sind natürlich keine Dinge, die ich wildfremden Leuten auf Twitter mitteilen würde.)
Die Antwort der Person war, unterm Strich zusammengefasst: Ich bin eine dieser Personen, die ihr Leben viel schlechter reden, als es ist und ich müsste mich eigentlich schämen, dass ich nicht jeden Tag genieße, weil es mir ja, im Gegensatz zu anderen Leuten (hier wurden Flüchtlinge angedeutet) doch wirklich gut geht.
Wohlgemerkt: Diese Person kennt weder mich, noch mein Leben noch meine Probleme. Und auch wenn sie damit recht hat, dass es anderen Leuten – von mir aus, nehmen wir die Flüchtlinge her – sicherlich viel schlechter geht als mir, so brauche ich mir nicht sagen lassen, dass meine Probleme und meine Gefühle deshalb keine Bedeutung haben und ich mich einfach nur anstelle und mit Gejammer – wenn ihr mir auf Twitter folgt, dann wisst ihr, dass ich selten jammere und wenn, dann über so Dinge, über die vermutlich jeder mal jammert (müde, hungrig, kalt z.B.) – in den Mittelpunkt stellen möchte.
Das durfte ich mir also von einem Menschen sagen lassen, der mich gar nicht kennt und jetzt sage ich euch etwas, auch wenn ich euch ebenfalls nicht kenne:
Egal wie klein oder groß eure Probleme auch sein mögen, lasst euch NIEMALS von irgendjemanden sagen, dass sie deshalb nicht wichtig wären, weil es anderen schlechter geht. Natürlich wird es immer jemanden geben, der noch viel, viel schlimmer dran ist, aber das ist kein Grund, weshalb die Dinge, die euch runterziehen, nicht bedeutungsvoll sind.
Jedes Problem, dass jemand hat, ist bedeutungsvoll, weil jeder Mensch bedeutungsvoll ist. Und wenn es etwas gibt, das eben diesen einen Menschen weh tut, dann hat man das nicht mit so einer saublöden Ansage runterzuspielen. Denn auch wenn man sich hundertmal sagt, dass es anderen schlechter geht, tut es deshalb nicht weniger weh.
Ich bin sicher, wir alle tragen unsere Narben im Inneren und manche von uns kommen vielleicht besser damit klar, als andere. Manche haben schlimme Dinge erlebt, andere weniger schlimme – aber jeder einzelne von uns hat etwas, dass ihn verletzt hat. Und egal, wie klein die Narbe auch sein mag, sie ist da und keiner hat das Recht, über diese Narbe zu urteilen.
Also denkt bitte immer daran, wenn euch auch eine dumme Nuss mit so einer dämlichen Ansage daher kommt: Hört nicht darauf!
Eure Gefühle sind genauso wichtig wie die von anderen.
Eure Geschichte ist genauso wichtig wie die von anderen.
Was ihr zu sagen habt, ist auch genauso wichtig, wie das, was andere sagen.
Weil ihr wichtig seid und euer Leben es ist. Und weil ihr ein Recht darauf habt, dass auch eure Stimme angehört wird.

Famous last words

Es gibt keinen Fußabdruck, der so klein ist, als dass er keine Spuren auf dieser Welt hinterließe.“
Unbekannt

Jules :)

Donnerstag, 29. September 2016

Zwischenspiel: Sehnsucht (Leona I. Read) [Q]

Autor: Leona I. Read
Titel: Sehnsucht
Verlag: BookRix
Länge: 22 Seiten

Beschreibung:

Rene hasst Geschäftsreisen, denn diese trennen ihn oft wochenlang von seinem geliebten Mann Philipp. Auch diesmal will er einfach nur noch nach Hause und nimmt dafür in Kauf, durch einen heftigen Schneesturm zu fahren.

Meine Meinung:

Ich fand das Buch sehr angenehm zu lesen. Was mich vor allem überzeugt hat, war der Stil. Es gibt eine schöne Wortwahl, die Geschichte ist recht ausführlich gestaltet, auch wenn in diesen wenigen Seiten natürlich nicht sonderlich viel geschehen kann. Tatsächlich ist es eine sehr ruhige Geschichte, in der man nicht viel Dramatik und Spannung erwarten kann, dafür aber eine schön gestaltete Sexszenen. Sie ist sicher geeignet, um sich damit mal 5 Minuten Pause vom Alltag zu gönnen - okay, ein paar mehr Minuten werden es dann schon.
Am meisten hat mich wirklich beeindruckt, dass der Stil so schön ausgefeilt ist, damit könnte ich mir definitiv auch eine längere Geschichte vorstellen. Einziges Manko an dem Buch: Ab und an gibt es Rechtschreibfehler. Oder so kann man das gar nicht sagen, es ist eher so, dass manche Wörter mit einem Leerschritt zerhackt wurden. Aber da es eh kostenlos ist, kann man über so etwas wohl wirklich großzügig hinwegsehen.


Mittwoch, 28. September 2016

Never give up your dreams! (Antoine Montpierre) [Q]

Hi!

Ich habe wieder einen Quickie von euch, diesmal auch wieder aus dem Erotikbereich. Es handelt sich um Antione Montpierres "Never give up your dreams!". Die Geschichte wird frei publiziert und umfasst 28 Seiten, auf denen es um vier Jungs geht, die ein etwas anderes Pokerspiel bestreiten.


Beschreibung:

Vier Freunde vertreiben sich die Zeit gerne mit Glücksspielen und an einem Abend soll ihr Pokerspiel etwas anders verlaufen, als sonst. Die Regeln werden geändert und schnell wird deutlich, worauf es hinaus laufen wird. Allerdings gibt es kein Zurück mehr, alle wollen es jetzt wissen. Jedoch werden dadurch auch Gefühle frei, von denen bisher keiner etwas geahnt hat.

Meine Meinung:

Puh, ich finde es ein wenig kompliziert, das Buch zu rezensieren, weil meine Gefühle dafür sehr, sehr gemischter Natur sind. Wenn ich es jetzt als reine Erotikgeschichte betrachte - mehr ist es für mich auch nicht - finde ich es an sich okay. Es geht wirklich hautpsächlich nur um Sex und wie es dazu kommt und was davor noch alles stattfindet und ehrlichgesagt ist es für mich wirklich einfach nur niedergeschriebener Porno. Nicht wirklich obszön, es ist noch im Rahmen und damit eigentlich angenehm zu lesen. Aber man kann halt nicht viel davon erwarten.
Und dann ist es einfach so: Wenn ich eine Geschichte schreibe, die sich nur mit Erotik befasst, dann muss ich einfach alles noch ein wenig ausführlicher erzählen. Ich erwarte keine groß ausgeführten Sexszenen, aber schon mehr Details, um es anregender zu gestalten. So wirkt es auf mich eher, als muss man zwar möglichst viel Sauerei einbringen, traut sich aber nicht, diese wirklich zu erzählen. Das finde ich einfach schade, weil es so einfach nichts Halbes und nichts Ganzes ist.
Dann wird das Buch als "Gay Romance" beworben, aber meiner Meinung nach ist es das nicht. Es ist Sex und das wars. Die zarte Anbandlung zwischen zwei der Jungs wird zwar angedeutet, aber für mich ist das noch lange keine Liebesgeschichte. Ich finde es auch nicht schlimm, dass es das nicht ist, ich finde es nur ungünstige, dass man diese Erwartung weckt, wenn man  es eben "Gay Romance" nennt. Für mich schließt das mehr Handlung ein, als es eben einfach hat.
Der Stil... wie gesagt, er ist einfach nicht ausführlich genug und dadurch wirkt er auch ein wenig durchgehetzt. Vielleicht wäre er gar nicht schlecht, wenn man sich selbst mehr Zeit lassen würde, ihn auszufeilen und auszureizen. Die Geschichte ist ja auch wirklich sehr kurz. Da hätte man noch ein paar Seiten anhängen können und dann wäre sie sicher auch runder gewesen.
Die Geschichte ist auch nicht realistisch. Ich meine gut, wenn man es als Porno betrachtet, ist das okay, welcher Porno ist schon realistisch? Aber wenn man es als mehr als nur Sex sehen will, finde ich es unrealistisch dargestellt. Alle vier sind hetero und alle vier fahren aber auf schwulen Sex ab. Irgendwie unlogisch. Oder auch nicht, man hätte es nur besser rüberbringen müssen, um es realistischer wirken zu lassen.

Zielgruppe:

Für mich ist hier wirklich der Schwerpunkt auf Sex und deswegen empfehle ich es auch nur als Erotikgeschichte. Leider nicht wirklich ausführlich, aber sicher auch nicht schlecht.

Irgendwie kämpfe ich in letzter Zeit oft mit Geschichten, die in mir falsche Erwartungen wecken. Sowas nervt mich gerade einfach nur.
Jules :)

Montag, 26. September 2016

Der Löwe und die Krähe (Eli Easton)

Hey!

Auch heute gibt es wieder eine Rezension zu einem echt schönen Buch. Es nennt sich "Der Löwe und die Krähe"*, stammt von Eli Easton und erschien bei Dreamspinner Press. Es umfasst 164 Seiten. Handeln tut es von zwei Rittern, die ihre Liebe zueinander entdecken, trotz dessen, dass es im Mittelalter als schweres Verbrechen geahntet wird.

https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/I/51hotAtYh6L.jpg

Beschreibung:

Im mittelalterlichen England dreht sich alles um Pflichtgefühl und Ehre. Gänzlich verboten ist die Liebe zwischen zwei Männern, sei es von der Kirche oder der Gesellschaft selbst.
Trotzdem kann Sir Christian Brandon nicht wirklich leugnen, wie er wirklich fühlt und als er auf Sir William Corbet trifft, ist er bereit, sein Leben dafür zu riskieren, mit dem Mann zusammen zu sein.
Auch William ist nicht abgeneigt, wenn auch ihm seine Moralvorstellungen im Weg stehen. Und selbst wenn er ihnen nachgeben würde, so gäbe es nie einen Weg für Christian und ihn.


Meine Meinung:

Ich habe es schon mehrmals erwähnt, aber dennoch weiß ich nicht, ob es alle mitbekommen haben: Ich liebe Historyromane wirklich sehr. Zumindest die, in denen keine Liebesgeschichte im Vordergrund steht, sondern die damalige Zeit und das damalige Geschehen. Deshalb hatte ich große Angst, dass in diesem Buch kitschige Gay Romance Elemen alles kaputt machen könnten, was meiner Meinung nach einen guten Geschichtsroman ausmacht.
Glücklicherweise war dem absolut nicht so. Im Gegenteil. Ich finde, das Buch ist durchaus realistisch gestaltet und spielt die damalige Zeit und die damaligen Gepflogenheiten sehr gut wieder. Man erkennt, dass Homosexualität damals eine Sünde war und gesellschaftlich verpönt - und kann auch erahnen, was mit solchen gemacht wurde, die eben erwischt wurden. Man hätte es durchaus noch krasser darstellen können, aber die Richtung ist gut und das reicht mir schon.
Auch sonst konnte ich mich gut in die Zeit zurückversetzt fühlen, denn vieles, was damals Gang und Gäbe war, wurde gut eingebaut. Machtkämpfe, Familienstreitigkeiten und auch Intrigen und Listen. Letztlich ist es ja auch nur einer guten List zu verdanken, dass die beiden irgendwie zusammen leben können. Sowas war damals sicher nicht selten, weil man oft mit irgendjemanden verheiratet wurde und romantische Gefühle damals keine große Rolle gespielt haben.
Ich mag, wie sich die Beziehung zwischen den beiden Männern entwickelt, weil es langsam geschieht und man erkennt, dass gerade William Angst hast, erwischt zu werden - und auch viel mit seinen eigenen Ansichten hadern muss.
Der Stil ist klasse und fesselnd und es gibt zwar am Ende ein paar Zeitsprünge, ich finde aber nicht, dass diese stören. In dem Moment gibt es eben einfach nicht mehr zu sagen. Das Ende selbst ist ziemlich passend, wenn auch traurig. Ich finde es gut, dass es endet, wie es eben endet, weil alles andere zu viel verlangt und damit unrealisitsch gewesen wäre. Es ist so schon eine labile Sache. Deswegen gefällt es mir so sehr gut.



Und nicht zuletzt, muss ich einfach loben, dass der Titel so schön in das Buch einbunden wurde - oder besser: So toll auf das Buch zugeschnitten ist. Man kann sich ja nicht viel darunter vorstellen, aber ich versichere euch: Mir gefallen die Spitznamen und wie treffend sie die Charaktere der beiden wiederspiegeln - und damit eben das Buch.

Zielgruppe:

Etwas für Fans von Historical Romance. Dazu zähle ich mich übrigens auch, denn ich habe einen absoluten Faible für historische Geschichten - vor allem, wenn es um das Mittelalter geht.
Aber auch so ist es wirklich ein schönes Buch, dass man mal ins Auge fassen sollte.

Wusstet ihr eigentlich, dass ich so auf geschichtliche Romane stehe? Irgendwie hat man davon auf dem Blog bisher nicht viel davon mitbekommen, weil es eben so wenig gute Gay Romance in diesem Bereich gibt. Aber für Empfehlungen dieser Art bin ich natürlich sehr dankbar.
Jules :)



* Dieses Buch wurde mir von Dreampsinner Press als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! :)

Samstag, 24. September 2016

Ihr habt das so gewollt! - Teil 2 (Kai Sanders)

Hi!

Ich hab echt schon darauf gebrannt, zu lesen, wie es weitergeht und endlich ist Teil 2 da. Und zwar spreche ich von Kai Sanders' Buch "Ihr habt das so gewollt!". Dieser zweite Teil umfasst 172 Seiten, wird frei publiziert und führt die Geschichte um eine Gruppe Jungs fort, die auf einer einsamen Insel stranden und auf sich alleine gestellt sind.
Ihr müsst erst Teil 1 lesen, sonst werdet ihr Teil 2 nicht verstehen.


Beschreibung:

Es ist ein Monat vergangen, seit eine Gruppe Jungs auf einer einsamen Insel strandeten, nachdem ihr Flugzeug abgestürzt ist. Dort haben sie sich mittlerweile organisiert und ein Lager errichtet. Die Gruppe wird geführt von Simon, einem Jungen, der früher eher unscheinbar war, auf der Insel aber plötzlich sein wahres Gesicht zeigt. Durch Manipulation und Intrigen gelingt es ihm, die anderen Jungs ihm untertan zu machen. Doch einige der Jungs sind von ihm als Anführer nicht angetan und versuchen, ihn zu stürzen.

Meine Meinung:

Ich habe es oben schon gesagt, ich habe auf Teil 2 hingefiebert, weil mir Teil 1 einfach so gut gefallen hat. Und auch diesen Teil fand ich wieder toll. Es geht spannend weiter, denn Simon findet immer mehr in die Rolle als Alleinherrschender hinein. Man bekommt auch noch mehr mit, was eigentlich in seinem Kopf vorgeht, z.B. was er für wahnwitzige Vorstellungen hat, wie das Leben auf der Insel (für ihn) weitergehen soll. Er mal sich beispielsweise aus, dass er die Strafen für die anderen verhärten möchte und überlegt, wie er Aufsässige aus dem Weg räumen kann.
Es wird auch wirklich deutlich, wie er sich selbst hochjubbelt und erkennt, wie er sich regelrecht selbstverherrlicht. Er interessiert sich nicht für die anderen, sie sollen nur zufrieden sein, damit er ihnen seinen Willen aufdrücken kann.
Ich mag es einfach, wie sein Persönlichkeit dargestellt wird, wie man erkennt, wie er andere kontrollieren kann. Es ist auch erschreckend, ich habe es in der Rezension zum ersten Teil schon gesagt. Menschen, die gleichermaßen narzistisch, intelligent und intrigant sind, gibt es auch im echten Leben und das ist einfach nur erschreckend.
Gleichzeitig bahnt sich unter einigen Jungen der Wunsch an, Simon zu stürzen, welcher auch - ohne jetzt spoilern zu wollen - realisiert wird. Dies führt auch dazu, dass langsam auch andere anfangen, Simons Taten anzuzweifeln. Allerdings führt das aber auch dazu, dass Simon sich herausgefordert fühlt und umso manipulativer und hässlicher zurückschlägt.
Das Ende ist taktisch clever gewählt und jetzt ist man natürlich gespannt auf Band 3 und darauf, wie Simon versuchen wird, seinen Arsch zu retten. Er schafft es zumindest, selbst die, die an ihm zweifeln, bei sich zu halten und ich bin gespannt, wie es ausgehen wird. Natürlich hofft man darauf, dass Simon den Kürzeren zieht, aber so, wie er in dem Buch dargestellt wird, muss man wohl als Leser auf alles gefasst sein.
Habe ich Kritik? Eigentlich nicht wirklich, obwohl mir in Band 2 etwas aufgefallen ist, dass ich in Band 1 irgendwie nicht wirklich wahrgenommen habe. Ich finde es ein wenig unrealistisch, dass bei dem Absturz nur Jungs überlebt haben. Wisst ihr, für die Geschichte mag es förderlich sein, aber ansonsten finde ich es einfach unlogisch. Da waren ja nun auch Mädels dabei, aber es haben nur Jungs es auf die Insel geschafft. Merkwürdig!

Zielgruppe:



Das Buch ist wirklich nichts für sehr schwache Nerven! Also, es ist jetzt auch nicht schlimm, aber es beinhatlet schon so ein paar Szenen, in denen man als normal denkender Mensch schlucken muss und wenn man sowas gar nicht mag, dann sollte man es nicht lesen. Wenn man solche Psychostories aber mag, wird man auch diesem Buch etwas abgewinnen können.

Ich habe das Gefühl, dass es immer zu gewittern anfängt, wenn ich Rezensionen schreibe. Und die Folge ist: Ich bekomme Kopfschmerzen und muss aufhören. Frustrierend.
Jules :)

Mittwoch, 21. September 2016

Altersempfehlungen - Kampf auf verlorenem Posten? [K]

Hallo!

Ihr könnt dem Titel ja schon entnehmen, um was es geht. Der Grund, warum ich meine Gedanken dazu loswerden möchte ist, dass ich mir momentan sehr schwer tue, zu Büchern eine Altersempfehlung abzugeben und es deswegen auch nicht mehr ständig mache, außer es handelt sich um Bücher, bei denen das zwingend notwendig scheint.
Warum das so ist? Ich schätze, es ist einfach so, dass ich gemerkt habe, dass es eigentlich eher sinnlos ist. Ich kann natürlich bei jeder Sexszene schreien, dass man das doch bitte erst ab 14 Jahren oder noch älter lesen soll, aber damit mache ich uns doch allen nur etwas vor. Mittlerweile scheinen ja selbst 12jährige schon mehr über Sex zu wissen als ich. Natürlich heißt das noch lange nicht, dass so was gut ist, aber diesen Prozess wird man doch eine lose Altersempfehlung eh nicht stoppen können. So ist das einfach. Und im Grunde finde ich so was auch übertrieben. Wenn ich mich nun selbst ansehe, dann habe ich auch sehr früh angefangen, z.B. Dinge im Fernsehen sehen, die eigentlich laut Altersempfehlung nicht für meine Augen bestimmt waren. Meine Güte, ich habe als Kind mehr Horrorfilme gesehen als jetzt und seltsamerweise fürchte ich mich bei solchen Filmen jetzt mehr als damals. Und auch Sexszenen haben mich jetzt eigentlich nicht sonderlich geschockt. Wie kann ich mich dann also hinstellen und behaupten, so was sei jugendgefährdend, wenn ich selbst doch nicht mal mit der Wimper gezuckt habe, wenn ich als Kind so was gesehen habe?
Ihr seht, ich mache mich ja selbst lächerlich damit. Aber auch ich erkenne natürlich an, dass es gewisse Grenzen gibt. Tatsächlich gibt es Bücher, bei denen ich deutlich mehr Grenzen setzen würde, als dies in der Realität geschieht. Ich kenne z.B. sehr wenige Thriller, auf denen wirklich eine Altersempfehlung abgedruckt ist. Es gibt da zwar einige – obwohl ich nicht wirklich glauben kann, dass es etwas nutzt – aber die meisten haben keine und sind trotzdem teilweise echt morbide. Wieso soll das also einem Kind weniger schaden als etwas noch krasseres? Für unschuldige Kinder ist ja im Prinzip selbst ein einfacher Mord schon ziemlich krass.
Oder Sexszenen. Ich würde niemals behaupten, dass ein Minderjähriger wirklich begreifen kann, was BDSM bedeutet, aber andererseits frage ich mich, ob ein 18jähriger jetzt wirklich sehr viel mehr Verständnis dafür haben wird, als ein 17järhiger. Versteht ihr, was ich meine? Und kommt es nicht auch immer auf die individuelle Reife an? Es gibt ja 14jährige, die sich vernünftiger verhalten, wie mancher 30jähriger und denen ich dann mehr zutrauen würde, als manchen Erwachsenem.
Im Prinzip kann man eh nicht verhindern, dass nicht auch Literatur, die ab 18 Jahren verkauft wird, nicht in Hände von Minderjärhigen gelangt. Kann man so was schon bei Zigaretten und Alkohol nicht stoppen, dann sicher nicht bei Büchern.
Ich möchte jetzt keine Erziehungstipps verteilen, so was maße ich mir sicher nicht an, aber ich spreche mal von mir selbst: hätte ich Kinder, würde ich ihnen jederzeit erlauben, auch etwas zu sehen, für dass sie eigentlich noch zu jung sind oder ein Buch zu lesen, in dessen Altersempfehlung sie noch nicht passen. (Wieso sollte ich auch etwas verbieten, dass ich selbst als Kind nicht verboten bekommen habe?) Nur würde ich halt danach mit ihnen darüber reden. Und ein bisschen muss man ihnen vielleicht auch klar machen, was Fiktion und was Realität ist. Gerade bei Folterszenen oder ähnlichem. Dass die Realität manchmal noch abscheulicher ist, wie die Fiktion, das brauchen sie ja noch nicht zu wissen. Irgendwann lernen sie das noch von ganz alleine. Und dann sind sie darauf vielleicht auch schon ein bisschen vorbereitet.
Jules :)

Dienstag, 20. September 2016

Zwischenspiel: Queer Tango (France Carol) [Q]

Autor: France Carol
Titel: Queer Tango
Verlag: BookRix
Länge: 24 Seiten

Beschreibung:

Leos beste Freundin heiratet und bittet ihn, einen Tanzkurs mitzumachen. Auch ihren Bruder Marcello schickt sie dorthin - für Leo ein Graus, denn er kann Marcello nicht leiden. Doch dann kommt der Tanzkur und mit ihm verändern sich die Dinge.

Meine Meinung:

Ich weiß wirlich nicht so richtig, was ich davon halten soll. Es ist schon eine schöne Geschichte, sehr humorvoll gestaltet und auch vom Stil her gut umgesetzt. Es gibt zwar einige Zeitsprünge, aber die einzelnen Szenen sind relativ ausführlich.
Aber ich muss einfach sagen, dass es schon seeeehr zufällig ist. Das mit dem Tanzkurs und dass sie dort zusammen tanzen müssen, war noch im Rahmen, wenn auch schon an der Grenze. Aber die Sache mit dem eigentlichen Queer Tango war mir dann einfach zu viel. Vor allem auch, weil ich gerade Cello sehr undurchsichtig finde und einfach nicht verstehe, wie er bei so etwas mitmachen kann. Das hat mich ein wenig irritiert und ich merke auch, dass mir das dann letztlich alles wieder zu kitschig war. Sicherlich eine humorvolle Geschichte, aber einfach ein bisschen too much.

Montag, 19. September 2016

Duett (Eden Winters)



Hallo ihr Lieben!

Heute geht es um ein wirklich tolles Buch. Es nennt sich "Duett"* und stammt von Eden Winters. Erschienen ist es bei Dreampsinner Press und auf 234 Seiten handelt es von Aillil, dessen Liebe zu Malcolm stärker ist, als der Tod.

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Beschreibung:

 Aillil ist stolzer Schotte und deshalb ist ihm der neue englische Hauslehrer ein Dorn im Auge. Aber aus anfänglicher Abneigung entsteht bald doch gegenseitige Anziehung und bald schon muss Aillil sich eingestehen, dass Malcolm die Liebe seines Lebens ist.
Doch ihr Glück ist von kurzer Dauer und bald schon werden sie auseinander gerissen. Doch ihre Liebe ist stärker als der Tod und zwei Jahrhunderte später bekommen sie eine neue Chance.

Meine Meinung:

Ich kann wirklich nur schwer in Worte fassen, für wie wunderschön ich dieses Buch empfunden habe.  Allein der Stil gefällt mir wirklich unglaublich gut, sehr mitreißend, anschaulich und emotional, so dass man sich wunderbar in die Geschichte fallen lassen kann und mitfühlt. Ich konnte es wirklich kaum aus der Hand legen und musste es einfach an einem Stück lesen, weil es mich so gefesselt hat. Man leidet auch wirklich mit, bekommt an der einen oder anderen Stelle Gänsehaut und manchmal habe ich auch ein Tränchen vergossen.
Besonders schön finde ich, dass es einen wirklich in seine Welt zieht. Die Szenen, die in der Vergangenheit spielen, sind so gut und authentisch dargestellt, dass man das Gefühl hat, live mit dabei zu sein. Auch finde ich sie sehr realistisch gemacht, Eden Winters hat offenbar wirklich Ahnung, von welcher Zeit sie da schreibt.
Es ist auch einfach so, dass über der ganzen Geschichte so ein gewisser Zauber liegt, der den Leser einfach mitreißt. Natürlich auch im wahrsten Sinne des Wortes. Ich empfinde das Buch aber nicht als Fantasyroman, sondern einfach zu einer wunderbaren Mythe, die wahr geworden ist.
Es gefällt mir auch sehr, dass sich in dem Buch immer wieder kleine Puzzelteilchen ineinander fügen und so ein gewisses Band zwischen Vergangenheit und Gegenwart bilden. Dadurch, dass sich erst alles nach und nach aufklärt und man erst nach einer gewissen Zeit erahnen kann, worauf es hinausläuft, bleibt es auch wirklich spannend bis zuletzt. Auch das Ende finde ich recht passend gewählt. Es klingt einfach aus, ohne zu viel Kitsch oder unpassende Wendungen, so dass es eben einfach völlig zu der Geschichte passt, die uns da erzählt wurde.
So sehr ich mich auch bemühe, so finde ich doch keine Kritik, ich halte dieses Buch wirklich für wahnsinnig gelungen.

Zielgruppe:

 Ich kann es einfach nur empfehlen und ich wüsste nicht, wen ausschließen. Natürlich solltet ihr einen gewissen Faible für schottische Mythen und eine frühere Zeit haben, denn sonst ist es vielleicht nicht wirklich das richtige für euch  - aber solange ihr mit so etwas klar kommt, ist dieses Buch wirklich ein Muss!

Ich liebe historische Geschichten und wenn sie auch noch so wunderbar erzählt werden, wie diese, bin ich wirklich hin und weg. Falls ihr also weitere solcher Geschichten kennt, empfehlt sie mir bitte.
Jules :)



* Dieses Buch wurde mir von Dreamspinner Press als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Nochmals vielen Dank dafür! :)

Samstag, 17. September 2016

Geisterküsse (Diana Wintermeer)

Huhu!

Heute habe ich wieder ein tolles Buch für euch. Und zwar "Geisterküsse" von Diana Wintermeer. Dieses wird frei publiziert und umfasst 382 Seiten. Es handelt von dem Außenseiter Ti, der Vertrauen zum neuen Schüler Ned fasst.


Beschreibung:

Ned ist neu an der Schule und wird sofort in den Kreis der Sportler aufgenommen, obwohl er das eigentlich gar nicht will. Viel mehr interessiert ihn der Junge mit den seltsamen Augen, der in der ehemaligen Nervenheilanstalt wohnt. Doch Ti hat schlechte Erfahrungen machen müssen und blockt Neds Annäherungsversuche immer wieder ab.
Als Ned es doch noch gelingt, einen Zugang zu Ti zu finden, erzählt dieser ihm von seinen Albträumen und Ned ist überzeugt, dass diese vielleicht gar nicht nur Träume sind.

Meine Meinung: 

Wieder ein Buch, dass mir unheimlich gut gefallen hat! Ich bin einfach sehr großer Fan von Diana und ihrem Schreibstil und auch davon, dass sie immer mal wieder etwas neues wagt.
Hier webt sie ein wenig Mysterie in ihr Buch und das mochte ich total gerne. Nicht nur, weil ich eh auf solchen Kram stehe, sondern auch, weil sie es schafft, dass es einem wirklich real vorkommt und man nicht denkt: Was ist das denn für ein Quatsch?
Jetzt denkt aber nicht, das Buch ist total gruselig, das ist es nicht. Natürlich kriegt man mal eine leichte Gänsehaut, aber es ist ja kein Horrorschocker. Obwohl ich da wahrscheinlich auch nichts gegen einzuwenden gehabt hätte, ist es also wirklich perfekt getroffen. Auch, weil es sich so gut mit dem Rest der Geschichte vermischt. Es hat auch ein wenig etwas von einer richtigen Abenteuergeschichte, und die ist dabei auch noch so schön dargestellt, dass man wirklich das Gefühl hat, man ist selbst dabei. (Und ein wenig traurig bin ich, dass ich nicht wirklich richtig dabei war.)
Hauptsächlich ist es aber natürlich eine Liebesgeschichte und diese ist einfach nur schön. Es geht wirklich langsam voran, man bemerkt ihre zarten Gefühle und wie daraus langsam mehr wird - und natürlich kommt am Anfang auch gut durch, wie Ned erstmal nur um ihre Freundschaft kämpfen muss. Ihr wisst, ich mag dieses kleinschritte vorgehen, weil das auf mich einfach realistischer wirkt, als die große Liebe auf einen Blick. Und gerade bei Teenagern finde ich es auch wichtig, dass es eher zart voran geht. Außerdem beschreibt Diana z.B. sehr gut Tis Unsicherheit, aber auch die von Ned. Und ich mag es einfach, wenn es so dargestellt wird, weil das einfach in so einem Alter völlig normal ist.
Noch kurz zum Stil, obwohl ich ihn ja indirekt bereits gelobt habe. Er ist einfach so, dass man sich total in das Buch fallen lassen kann und es gar nicht weglegen möchte. So ging es zumindest mir, ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Er ist flüssig, detailliert und beschreibt die Gedanken/Handlungen/Emotionen wirklich so, dass man sie nachvollziehen und nachempfinden kann. Teilweise musste ich auch ein wenig schmunzeln, weil es manchmal eine Prise Humor enthält.
Die Protagonisten sind allesamt sympatisch, auch die Nebencharaktere.
Ehrlich gesagt, habe ich auch nichts, dass ich an dem Buch wirklich kritisieren kann, für mich war es wirklich perfekt. Ich kann es wirklich nur empfehlen.

Zielgruppe:

Wie schon gesagt, es enthält einen leichten Mysterieaspekt, ohne aber jetzt gruselig oder unrealistisch zu sein. Ich würde es noch nicht mal Fantasy nennen.
Ansonsten ist es wirklich einfach eine ganz wunderbare Liebesgeschichte zwischen Teenagern, die echt perfekt gelungen ist und die ich deshalb jedem ans Herz legen möchten.

Ich habe Urlaub (okay, wenn ihr das lest, ist der leider schon vorbei) und arbeite fleißig am Blog. Klingt jetzt doof, aber August ist auch immer Weihnachtsvorbereitungszeit. Später komme ich - aufgrund mangelnder Freizeit - ja nicht mehr dazu.
Jules

Donnerstag, 15. September 2016

Zwischenspiel: Weihnachtswirbel (Gabriele Oscuro) [Q]

Autor: Gabriele Oscuro
Titel: Weihnachtswirbel
Verlag: BookRix
Länge: 50 Seiten

Beschreibung:

Hannes baut seine Beziehung auf Lügen auf und als dieser enttarnt werden, steht er vor den Scherben einer glücklichen Beziehung, die für ihn die große Liebe war. Er versucht alles, um sich zu erklären, doch Ajith will einfach nichts mehr von ihm wissen, ihn nicht mehr anhören. Kann es noch eine Chance für sie geben?

Meine Meinung:

Ich fand die Geschichte sehr schön. Man erfahrt eben noch, was es mit Hannes und Ajith auf sich hat, die in Liebeswirbel schon kurz angesprochen werden. Aber auch wenn es sich hier auf Liebeswirbel bezieht, kann man die Geschichte auch so gut lesen. Ich finde nicht, dass man da die Vorkenntnisse der Hauptstory braucht.
Der Stil ist schön und für die Kürze ist die Geschichte eigentlich auch recht ausführlich geschrieben. Es wird noch mal auf ihr Kennenlernen eingegangen und darauf, was zwischen ihnen vorgefallen ist, ehe sie sich versöhnen. Natürlich wird viel nur nacherzählt, aber trotzdem kann man sich in die Geschichte fallen lassen. Meiner Meinung nach ändert Ajith seine Meinung recht plötzlich, aber im Nachhinein erklärt er sich und da war es schon okay.
Es ist eine gute Ergänzung, die trotz des Titels nicht viel mit Weihnachten zu tun hat. Das finde ich aber gut, weil wenn man Liebeswirbel jetzt unterm Jahr liest, dann will man vielleicht nicht unbedingt einen Weihnachtsbonus dazu lesen.

Mittwoch, 14. September 2016

Ein grausames Erwachen (S. M. Berger) [Q]

Hey!

Heute geht es um die Kurzgeschichte "Ein grausames Erwachen" von S. M. Berger. Das Werk wird frei publiziert und beinhaltet 33 Seiten. Handeln tut sie von Dan und Erik, die ihre Beziehung mit BDSM neu aufleben lassen.


Beschreibung:

Dan und Erik führen eigentlich eine gute Beziehung, allerdings ist Dan nicht völlig glücklich. Seit einiger Zeit schon hat er seine Leidenschaft für BDSM entdeckt und möchte seinen Parnter nun in diese Welt mitnehmen. Erik ist davon nicht wirklich begeistert, gibt dem Ganzen aber eine Chance. Leider beginnen die Dinge bald aus dem Ruder zu laufen.

Meine Meinung:

Auch dieses ist wieder ein Buch, dass ich sehr schwer zu bewerten finde. Vielleicht auch, weil ich es nicht wirklich einordnen kann. Es ist keine wirkliche Erotikgeschichte, weil es ja auch vorrangig darum geht, wie ihre Beziehung außer Kontrolle gerät - aber viel mehr ist es dann auch wieder nicht. Ich versuch mal, meine Meinung in Worte zu fassen.
Zunächst finde ich es schön, wie dargestellt wird, dass Dan sich eben von Erik Offenheit gegenüber BDSM erhofft und versucht, diesen heranzuführen. Es ist immer schwierig, wenn in einer Beziehung so etwas passiert, aber ich mag es, wie gezeigt wird, dass man jemanden schon an das heranführen kann, auch wenn dieser erst gar nicht begeistert ist. Ein Kompormiss findet sich immer.
Leider werden die Sexszenen dann nicht richtig ausführlich dargestellt. Eigentlich kaum. Irgendwie schade, was spricht dagegen, erstmal eine gute BDSM-Szene einzubauen, wenn es schon darum geht. Folglich ist das ja auch nicht wirklich eine Erotikgeschichte, weil dafür bräuchte die Geschichte ja auch eine wirkliche, ausführliche Sexszene. Nun gut.
Danach wird geschildert, wie das ganze aus dem Ruder läuft. Hier ist wichtig, dass man erkennt, wo jetzt das Problem liegt, das wird auch gut gelöst. Z.B. wird das Safeword übergangen. Man sollte auch als Laie also erkennen, was jetzt normaler BDSM ist und was Misshandlung. ABER - und ich schreibe es extra groß, weil ich das ein wenig schwierig finde -, teilweise werden Dinge auch als normal hingestellt, die eher sehr extreme BDSM-Beziehungen beschreiben. Es ist z.B. eher selten der Fall, dass der Sub richtig als Sklave gehalten wird und dafür sein ganzes Leben aufgibt. Das gibt es, aber doch nicht in einem sehr großen Teil dieser Beziehungen. Ein bisschen irritierend finde ich das.
Und ich finde es ein bisschen unlogisch. Okay, Erik benutzt sein Safeword und Dan übergeht es. Das läuft falsch. Dann gehen sie zusammen in den Club und Erik wird gegen seinen Willen zu ziemlich krassem Zeug gezwungen. Und dann sagt man mir, dass niemanden auffällt, dass er das nicht will? Tut mir leid, aber dadurch wird die ganze Szene schlecht gemacht. Normalerweise sollte auffallen, wenn ein Sub das gar nicht will und dann wird auch jemand einschreiten. Also entweder ist dieser Club, in den die Protagonisten gehen, ein Heim für lauter perverse Psychos, oder aber es wird zu Gunsten der Geschichte völlig unrealistisch dargestellt. Das regt mich aber einfach auf. Dadurch verschwimmt die Grenze zwischen Misshandlung und BDSM völlig und das finde ich echt scheiße.

Zielgruppe:

Lest es bitte nur, wenn ihr euch mit BDSM auskennt, weil sonst bekommt ihr am Ende nur einen völlig falschen Eindruck. Ansonsten ist es schon schockierend, also mir war schlecht, als ich es gelesen habe. Und das, obwohl es ja nicht wirklich groß ausgeführt wird.

Ich reg mich jetzt nicht auf. Ich frage mich nur, wie man etwas so schräg darstellen kann, wenn man doch offenbar selbst einen Faible für BDSM hat.
Jules :)

Montag, 12. September 2016

Interview mit Diana Wintermeer [K]

Hey ihr Lieben!

Ich freue mich so wahnsinnig darüber, dass Diana diesem Interview zugestimmt hat, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Ich halte sie wirklich für eine der fähigsten Autorinnen in unserem kleinen Genre. Euch wünsche ich jetzt ganz viel Spaß mit ihren Antworten auf meine Fragen. :)

Ich finde es immer wieder aufs Neue interessant, zu sehen, welche Person eigentlich hinter dem Namen auf einem Buch steckt. Deshalb wüsste ich gerne, wie für dich ein perfekter Tag aussehen würde?

Ich glaube, das kostbarste Gut auf dieser Welt ist Stille. Leider gibt es sie heute fast nirgendwo mehr. Einige sind froh darüber, weil sie sie nicht ertragen, andere wünschen sich nichts sehnlicher, als der täglichen negativen Geräuschkulisse zu entfliehen. Man hört den Fernseher des Nachbarn durch die Wand, ein Hund kläfft die halbe Nacht hindurch, mittags um Eins schmeißt jemand den Rasenmäher an, oder irgendwo in der Nähe ist eine Baustelle und der Kleinbagger piept seit Stunden vor sich hin und selbst wenn man aus der Stadt herausfährt, an einen See vielleicht, sind dort schon andere, ein Radio dudelt, Kinder toben und kreischen herum … Was ich beschreibe, mag die meisten Menschen nicht stören, für mich jedoch ist all das eine tägliche Qual, deshalb wäre mein perfekter Tag vermutlich vollgepackt mit Ruhe und Entspannung in der Natur, einem Streifzug durch den Wald vielleicht, ein bisschen Tai Chi oder Yoga und abends ein paar ruhigen Stunden vor dem Kamin, wo ich über neue Geschichten nachdenken kann.


Ich habe schon so viel von dir gelesen und bin noch nie von deinen Büchern enttäuscht worden. Es ist unverkennbar, dass du dir wahnsinnig viel Mühe mit deinen Werken gibst, egal in welcher Hinsicht. Gibt es aber etwas, auf das du dem Schreiben am meisten wert legst? Recherche z.B.?

Recherche ist gleichzeitig auch Inspiration. Wenn mich etwas interessiert (zum Beispiel ein Land), suche ich danach im Internet oder in Büchern, schaue mir Bilder und Dokumentationen an und lasse mich so immer tiefer in die Thematik fallen. Erst dabei entstehen die meisten Details meiner Bücher. Das Thema bzw. die Umgebung schreibt im Prinzip die Geschichte, die ich vorher nur vage formuliert habe.
Wichtig ist mir persönlich außerdem der Sprachrhythmus. Manchmal tüftele ich drei Tage an einem Satz, bis er endlich den für mich stimmigen Rhythmus hat. Oft gehe ich mir damit selbst auf die Nerven, aber wenn ich dann Lob für meinen Schreibstil bekomme, weiß ich, dass sich die Arbeit gelohnt hat. 
 

Wie sieht es eigentlich mit deiner Inspiration aus? Wo kommt die her und setzt du eine Idee dann auch sofort um oder sammelst du erstmal und kommst irgendwann darauf zurück?

Als Autor ist man ständig auf der Jagd nach neuen Ideen. Alles und jeder ist eine potentielle Geschichte oder zumindest ein Fragment davon. Das Autorenherz ist immer wachsam. Ich persönlich finde wirklich überall Inspiration. Ob ich durch den Supermarkt schiebe, einen Fall in den Nachrichten höre, oder meine Lieblingsserie schaue, manchmal ist es ein Ort, eine interessante Person oder schlicht nur ein Satz und schon fängt das Fantasie-Spinnrad an, sich zu drehen. Wichtig ist nur, jeden Fetzen schnellstmöglich aufzuschreiben, weil ich nämlich leider unfassbar vergesslich bin.


Könntest du dir vorstellen, mal mit einem anderen Autoren zusammen zu arbeiten und wenn ja, mit wem?

Absolut! Gern sollte es ein/e Autor/in sein, mit dem ich schreibtechnisch auf einer Wellenlänge liege. Jeder, der meine Bücher kennt, weiß, dass ich z. B. keine Gossensprache benutze und generell dieses ganze Gay-Klischee meide. Ein Rezensent schrieb vor kurzem zu Geisterküsse: »Erstaunlich, in der ganzen Geschichte fällt nicht einmal das Wort schwul.« Ich weiß, viele meiner Kollegen forcieren die Genre-Klischees mit Vergnügen bis aufs Blut, aber das ist nicht mein Stil. Ich schreibe Liebesromane und ob da nun Mann und Frau, Mann und Mann oder Frau und Frau zusammenfinden, macht für mich keinen Unterschied. Liebe ist Liebe. Von mir aus könnte man das Wort 'schwul' ganz abschaffen und die Genre-Schubladen gleich mit. Ich schweife ab … Wenn ich einen Namen nennen müsste: Håkan Lindquist liebe ich sehr. Er schreibt ebenfalls sehr ruhig und naturverbunden und ich denke, in einer Zusammenarbeit mit ihm könnte etwas ganz Wunderbares entstehen - außerdem wollte ich schon immer mal nach Schweden. ;-D … Även om jag inte kan tala svenska! 
 

Als ich „Die Farbe des Lichts“ gelesen habe, musste ich gefühlt 100x weinen. Wie war es für dich, so etwas zu schreiben? Siehst du das dann mit mehr Distanz oder musstest du selbst Tränchen vergießen?

»Die Farbe des Lichts« ist generell ein Sonderfall. Die Geschichte selbst habe ich gedanklich über zehn Jahre mit mir herumgeschleppt (im wahrsten Sinne) und somit auch die Charaktere Chris und vor allem Richard. Läge ich auf einer Psychologen-Couch und spräche über Richard, würde sich vermutlich schnell herausstellen, dass die Erschaffung dieses Charakters in meiner Kindheit begründet liegt. Es gab viele Jahre einen Mann in meinem Leben, der meine Kinderseele maßgeblich geformt hat, nicht nur im positiven Sinne, entsprechend nervenaufreibend war die Schreibphase von »Die Farbe des Lichts«. Es war eine Erlösung, all das endlich zu verarbeiten. Also, um die Frage zu beantworten: Nein, ich hatte überhaupt keine Distanz. Ich habe gelitten und geheult und schwankte ständig zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt, aber letzten Endes hat Chris von Richard das bekommen, was am wichtigsten ist: Bedingungslose, ehrliche Liebe. Er hat seinen Frieden damit gemacht und ich auch.
Distanz zu wahren fällt mir generell schwer, weil ich mich oft viel zu tief in meine Geschichten hineinfallen lasse. Jeder Schreibratgeber sagt einem, man dürfe das nicht, aber vielleicht ist gerade das die Magie dabei, denn: Wie soll ein Roman einem Leser nahegehen, wenn er den Autor selbst nicht berührt? 
 

Mit „Geisterküsse“ setzt du ein bisschen auf Mysterie und einen Hauch von Grusel, was im Gay Romance Genre nicht so oft vorkommt. Wie kamst du zu dieser doch recht außergewöhnlichen Idee?

So außergewöhnlich ist sie für mich eigentlich gar nicht. Schon als Kind hat mich alles fasziniert, was irgendwie düster und andersartig ist. Ob Stephen Kings Geschichte von Rose Red oder Shining, ich hatte schon immer eine Obsession für Geisterhäuser und alte Schlösser, deshalb wollte ich auch unbedingt einmal eine eigene Spukhaus-Geschichte erfinden. Und das war nun die perfekte Gelegenheit. Die Idee hat sich mir geradezu aufgedrängt.


Ich weiß, „Geisterküsse“ ist gerade erst erschienen, aber ich weiß auch, dass du an neuen Projekten arbeitest. Kannst du schon verraten, wann wir uns auf eine neue Veröffentlichung von dir freuen können oder ist das noch zu früh?

Generell versuche ich, alle 6 Monate etwas herauszubringen (von meinen »Sinnenlust«-Kurzgeschichten abgesehen). Das heißt, mein nächster Roman wird vermutlich Anfang 2017 erscheinen. Momentan kann ich verraten, dass mir drei Plots im Kopf herumschwirren. Welcher davon das Rennen machen und mein nächstes großes Projekt wird, steht jetzt, da ich an »Sinnenlust« 4 arbeite, noch nicht ganz fest, vor allem weil ich auf alle Drei ganz furchtbare Lust habe. Aber so viel vorweg: Eine der Geschichten wird ein Tabu-Thema behandeln, die andere eine Liebe mit Handicap und die dritte soll ein Folgeband eines bereits veröffentlichten Romans werden. Um welches meiner Bücher es dabei geht, verrate ich lieber noch nicht, sonst verfallen gleich einige Hysterie. :-)

Noch mehr von Diana findet ihr auf: www.dianawintermeer.de

Samstag, 10. September 2016

Oh boy: Sweet as candy (Kay Monroe)

Hi!

"Oh boy: Sweet as candy" ist das Buch, um das es mir heute geht. Es stammt von Kay Monroe, umfasst 228 Seiten und wird frei publiziert. Handeln tut es von Torey, der sich in den Gaststudenten Mackenzie verliebt.


Beschreibung:

Torey ist wenig begeistert davon, dass der hochbegabte Sohn der besten Freundin seiner Mutter ein paar Monate bei ihnen leben soll, um dort als Gaststudent an ihre Uni zu gehen. Vor allem nicht, weil Mackenzie mit gerade mal 17 Jahren für Torey noch ein Baby ist.
Doch kaum erscheint Mackenzie auf der Bildfläche, spielen Toreys Hormone völlig verrückt.

Meine Meinung:

Ja nun... also... ich hätte es wohl einfach besser wissen müssen. Der Titel impliziert es ja schon und es ist tatsächlich so, dass dieses Buch genaus kitschig zuckrig ist, wie eben der Titel. Nein, eigentlich sogar noch schlimmer.
Also ja, ich weiß, manche von euch lieben solche Geschichten ja total, aber ihr wisst, ich hasse es. Und dieses Buch ist einfach extrem kitschig. Ich glaube, ich habe noch nie ein Buch gelesen, in dem so viele Liebeserklärungen, Schmeicheleien und Anbetungen ausgetauscht worden sind, wie hier. Wahnsinn. Das ist schon wirklich bemerkenswert.
Für mich ist das einfach zu viel, vor allem, weil ganz davon ab, dass die Protagonisten sich gegenseitig dermaßen anhimmeln, das ganze Buch auch noch so aufgebaut ist, dass die zwei Jungs förmlich gehypt werden. Torey ist natürlich der Mädchenmagnet schlecht hin und dann taucht Mackenzie auf und dieser ist dann sofort Mittelpunkt der ganzen Uni. Das ist mir einfach viel zu übertrieben und ich verstehe den Sinn dahinter auch einfach nicht. Warum stellt man etwas so dermaßen unrealistisch dar?
Auch unrealistisch finde ich allgemein die Liebesbeziehung: Torey ist genau so lange hetero, bis er Mackenzie sieht und dann ist es Liebe auf den ersten Blick.  Ich meine, von mir aus, aber irgendwie geht es mir einfach so schnell. Obwohl man es irgendwie so darstellen will, als würde er jetzt mit seiner Sexualität straucheln - das ist sogar ganz gut in dem Buch dargestellt -, tut er auf der anderen Seite halt schon in Gedanken Dinge mit Mackenzie, die irgendwie zeigen: Er ist verknallt und weiß es eigentlich auch selbst.
Schön finde ich, dass man die Geschichte aus beiden Perspektiven mitbekommt, weil abwechselnd Torey und Mackenzie erzählen. So bekommt man einfach mehr von der Geschichte mit, weil man von beiden die Gedanken kennt.
Ich muss auch sagen, bis sie zusammen kommen, vergeht einige Zeit und das mag ich eigentlich ganz sehr. Es ist zwar Liebe auf den ersten Blick, braucht aber doch eine Weile, ehe sie zueinander finden - sowas bringt Spannung in die Geschichte und ist schon wesentlich realistischer. Man lässt sogar ein wenig Intrigen und Drama einfließen. Da kann man wirklich nichts dagegen sagen.
Der Stil ist ganz okay, sehr flüssig und ohne Fehler. Man kann sich auch gut in die Geschichte fallen lassen. Ab und zu wird mal etwas unwichtiges etwas zu sehr ausgeführt, aber das ist nicht dramatisch.
Was mich immer wieder aufs neue bei Büchern stört: Wenn die Mädels allesamt als dumme gackender Hühner dargestellt werden.  Hier war das auch wieder so und ich verstehe es einfach nicht. Es gibt auch normale Mädchen, mit denen schwule Kerle klar kommen. Als schwuler Mann empfindet man nicht jede Frau als scheiße und pentrant und hysterisch. Meine Güte.

Zielgruppe:

Das ist wieder so ein Buch, da tut es mir echt leid, dass die Rezension so mies ausfällt, aber das ist eben meine Meinung. Nur, wem soll ich es jetzt empfehlen? Vielleicht mögt ihr ja so zuckrige Geschichten? Dann ist das Buch ganz sicher etwas für euch. Ein wenig erinnert es mich auch an Fanfictions. Wenn ihr das mögt, dann schaut mal rein.

Ja, nun... eher nichts für mich, ich glaube, ich werde künftig wohl noch etwas vorsichtiger sein müssen, bei der Auswahl. Ich vermeide ja auch gerne solche schlechten Rezis.
Jules :)

Mittwoch, 7. September 2016

Jeder verdient eine 2. Chance - oder? [K]

Hallo ihr,

heute geht es um ein Thema, dass mir oft Kopfzerbrechen bereitet. Da meine Wunschliste ungeheuer lang ist, vertrete ich mittlerweile eine einfach Philosophie: Wenn mich ein Autor nicht überzeugt hat, dann streiche ich seine anderen Werke von meinem Wunschzettel und konzentriere mich auf die anderen Romane. Das ist ziemlich resolut und klappt eigentlich hervorragend. Wenn da nicht eine kleine Stimme wäre, die mir ständig zuflüstern würde, dass doch eigentlich jeder eine zweite Chance verdient hat. Gerade auf meinen Blog tut es mir immer ungeheuer Leid, jemandes Buch zerreißen zu müssen. Dann fühle ich mich fast schon verpflichtet, noch ein weiteres zu lesen und vielleicht meine Meinung zu revidieren. Natürlich ist das Blödsinn, aber andererseits finde ich es nur fair, wenn man dem Autor/der Autorin noch eine Chance gibt, einen zu überzeugen. Und nicht immer bin ich damit auf die Nase gefallen. Tatsächlich habe ich selbst schon die Erfahrung gemacht, dass man nicht jedes Buch eines Autors/einer Autorin über einen Kamm scheren kann. Erst dieses Jahr habe ich wieder erlebt, wie ich ein Buch einer Autorin als absolute Niete einstufen konnte, während mich ein anderes von ihr restlos begeister hat. Man kann sich gar nicht vorstellen, dass so etwas möglich ist, vor allem, wenn es der Stil ist, an dem man sich stört (war hier der Fall) - aber doch, das gibt es. Die anderen Bücher der Autorin fand ich wieder allesamt nicht so gut, aber dieses eine Buch war ein wahrer Schatz und ich bin froh, ihn entdeckt zu haben.
Natürlich kann man nicht davon ausgehen, dass dies immer der Fall sein wird und man solch eine positive Überraschung erlebt. Aber ich denke doch, dass man vielleicht tatsächlich jedem Autor und jeder Autorin eine zweite Chance einräumen sollte. Oft ist es ja auch so, dass sich jemand aufgrund der Kritik von Lesern verbessert. Wer kann also sagen, ob das zweite Buch tatsächlich so schlecht ist wie das erste?
Ihr seht, eigentlich wäre es wirklich unfair, jemanden keine zweite Chance zu zugestehen.
Aber - und es gibt ja immer ein Aber - häufig ist dies eben doch nicht der Fall. Häufig ist und bleibt der Stil nicht das, was man möchte und die Geschichten sind nicht das, was man sich erhofft. Dann ist es einfach nur ärgerlich, wieder ein solches Buch gekauft zu haben und man könnte sich selbst dafür ohrfeigen.
Was ist nun also der optimale Weg? Ich fürchte, es gibt keinen. Wahrscheinlich muss jeder mit sich selbst ausmachen, ob er sich noch ein zweites Buch "antun" möchte oder nicht. Trotzdem möchte ich euch noch einmal darauf aufmerksam machen, dass jeder erstmal eine zweite Chance verdient hat. Ich möchte euch nicht dazu anhalten, unbedingt noch ein zweites Buch zu lesen - denn auch ich mache das nicht immer. Aber wenn ihr das Gefühl habt, dass es Verbesserungspotential gibt, wenn ihr vielleicht vom neuen Buch nur Gutes gehört habt - dann überlegt es euch vielleicht einfach noch einmal. Wenn ihr dann immernoch sagt, ihr wollt es nicht, dann ist das auch völlig okay. Aber wenn ihr sagt, es könnte doch etwas besser geworden sein, dann hakt das Buch nicht gleich als Mist ab, sondern gebt ihm vielleicht doch noch eine Chance. Manchmal erlebt man dabei eine schöne Überraschung und wenn nicht, dann könnt ihr euch zumindest ganz sicher sein, dass ihr von dem Autor/der Autorin nie wieder etwas lesen möchtet.
Jules :)

Dienstag, 6. September 2016

Zwischenspiel: Zauberdings (Ellie Sandberg) [Q]

Autor: Ellie Sandberg
Titel: Zauberdings
Verlag: BookRix
Länge: 9 Seiten

Beschreibung:

Sie treffen sich und verbringen eine heiße Nacht miteinander. Eine Flucht aus dem Alltag soll es darstellen und ist doch noch so viel mehr. Mit der Nacht geht auch ihre Affäre, doch nichts ist, wie es scheint.

Meine Meinung:

Die Geschichte ist einfach viel, viel, viel zu kurz. Ich bin sogar der Meinung, dass im Stil Potential steckt, aber durch die unglaublich verkürzten Szenen, das schnelle abhandeln des Plots und den ganzen Zeigsprüngen, hat man die Geschichte 1. in fünf Minuten durch und bekommt 2. auch nicht viel geboten. Okay, sie ist kostenlos und sie hat sogar eine kleine Pointe, die ganz witzig wäre und sogar etwas tiefgründigen Gedanken - zwei Männer, die ihrem Alltag entfliehen wollen, heißt es in einer anderen Rezi. Aber auch wenn die Idee vielleicht ganz gut gewesen ist, so ist die Umsetzung dann eher doch nichts. Wenn man mal 5 Minuten füllen will, kann man sie ja lesen, aber sonst... Schwierig. 

Montag, 5. September 2016

Yours (Kim Alan) [Q] [E]

Hey!

Ich habe heute mal wieder ein englischsprachiges Buch für euch, nämlic Kim Alans "Yours". Die Kurzgeschichte wird frei publiziert und umfasst 22 Seiten. Handeln tut sie von Kyle, der eines Nachts in einer Bar aufkreuzt und deren Barkeepers Welt völlig auf den Kopf stellt.


Beschreibung:

Kyle weiß nicht, wohin und landet letztlich ziemlich unerwartet in einer Bar. Dort arbeitet Barkeeper Beau und dieser ist sofort gefangen von dem hübschen Jungen, den es in seine Bar verschlagen hat.
Obwohl er überzeugt vom Alleinsein ist, kann er sich Kyle nicht entziehen, denn er ahnt, dass der Junge ihn braucht. Und dass er Kyle braucht.

Meine Meinung:

Ich habe das Buch natürlich kaufen müssen, einfach weil es um BDSM geht. Allerdings muss man zugeben, dass die eigentliche BDSM-Szene dann eher eine ausführliche Sexszene ist, in der zwar ganz leicht auch BDSM vorkommt, aber wirklich nicht groß nennenswert. Das ist natürlich ein wenig enttäuschend, aber weil es sonst schön gemacht ist, sehe ich da mal darüber hinweg.
Mir gefällt der Stil, weil es trotzt der Kürze nicht so wirkt, als würde etwas fehlen. Man steigt auch gut durch, obwohl man anfangs natürlich gar nicht weiß, was mit Kyle geschehen ist und das erst nach und nach erfährt, wenn er davon erzählt.
Ich mag jetzt nicht zu viel vorwegnehmen, indem ich mich groß über den Inhalt auslasse (so viel Inhalt haben Kurzgeschichten ja immer nicht), aber es ist auf jeden Fall interessant zu beobachten, wie Beau gleich von Kyle gefangen genommen ist und ihn unbedingt mit nach Hause nehmen will.
Das Ende kam für mich überraschend. Ich habe es so nicht kommen sehen und war dann doch ein wenig erstaunt. Allerdings fand ich es dann gut, dass es ist, wie es eben ist, weil so auch der Rest des Buchs mehr Sinn ergibt, die Geschichte rund wird und es auch ein wenig bedeutungsvoller wird.

Verständlichkeit:

Gerade am Anfang tat ich mir ein wenig schwer. Ich weiß nicht, ob dort einfach nur sehr viele mir unbekannte Wörter vorkamen oder ob ich einfach ein wenig Zeit brauchte, um in die Geschichte zu finden. Jedenfalls wurde es dann fast schlagartig besser und ich bin gut durchgekommen.
Weil ich aber anfangs ein paar Probleme hatte, würde ich das Buch jetzt auch nicht an jemanden empfehlen, der gerade erst mit englischen Büchern begonnen hat. Lest erst zwei, drei andere, dann dürfte diese Kurzgeschichte kein Problem mehr darstellen.

Zielgruppe:

Wie gesagt, es enthält nicht wirklich BDSM, also wenn man nicht darauf steht, kann man es trotzdem lesen. Was die Sprache anbelangt, habe ich es ja oben schon gesagt und ansonsten ist es eben eine schöne Kurzgeschichte, die nicht wirklich viel Inhalt hat, aber trotzdem Spaß macht.

Eigentlich wollte ich ja so schnell nix mehr auf Englisch lesen... Aber ihr wisst es ja selbst, ich werfe meine eigenen Prinzipien dauernd über Bord. :D
Jules :)

Samstag, 3. September 2016

Jesses Diner (Cardeno C.)

Huhu!

Das heutige Buch nennt sich "Jesses Diner", stammt von Cardeno C. und wird frei publiziert. Auf 108 Seiten wird die Geschichte von Tanner erzählt, der schon lange in den Vater seines besten Freundes verliebt ist.



Beschreibung:

Tanner ist glücklich mit seinem einfachen Leben, sehnt sich aber nach einer Beziehung und Liebe. Schon lange schwärmt er für Seve, den Vater seines besten Freundes, doch dieser ist glücklich mit Tanners Boss. Als dieser stirbt, versucht Tanner, sich um Steve zu kümmern und die beiden Männer müssen lernen, ehrlich zu einander zu sein, wenn sie ihr Glück finden wollen.

Meine Meinung:

Auch diese Geschichte ist eher ruhig, aber dennoch sehr gut erzählt. Mir gefällt der Stil, weil er sehr ausführlich ist und man sich wirklich in die Geschichte hineinversetzen kann. Außerdem finde ich, dass es an der einen oder anderen Stelle auch mal ein wenig witzig ist, und ich glaube, wenn ein Stil ein wenig Humor enthält, dann hat er mich schon überzeugt.
Die Geschichte ist wirklich sehr auf den Punkt. Die Beziehung der beiden Protagonisten entwickelt sich recht langsam, auch weil sie beide mit Unsicherheiten kämpfen müssen. Tanner weiß nicht so recht, was genau Steve von ihm will und Steve ist unsicher, weil Tanner noch so unerfahren ist.
Wie sich die Gefühle aufbauen, warum sie teilweise sehr vorsichtig agieren, all das kann man als Leser wirklich gut nachvollziehen und somit kann man auch mitfiebern, ob sie es nun gebacken kriegen, sich anzunähern oder nicht.
Ich mag auch so Geschichten, in denen ein Partner stirbt und der andere wieder zurück ins Leben finden muss. Es ist auch gut gelöst, man merkt, dass Jesse zwar nicht zwischen ihnen steht, Tanner aber dennoch fürchtet, nicht so richtig mit Jesse mithalten zu können. Ich finde das sehr realistisch.
Ansonsten kann man sich wohl darüber streiten, wie realistisch die Geschichte ist. Irgendwie klignt das schon eher unmöglich, wenn man sich mal die Fakten vor Augen führt. Andererseits ist es irgendwie sehr überzeugend geschrieben, so dass es mich nicht sonderlich gestört hat.
Was ich wirklich klasse finde, sind die Sexszenen. Wahnsinnig feinfühlig und einfach schön.

Zielgruppe:

Ich finde die Liebesgeschichte der beiden irgendwie sehr zauberhaft und niedlich, und wenn euch sowas anspricht, dann solltet ihr zuschlagen. Der Stil ist definitiv schön und somit ist das Buch durchaus lesenswert.


Ich habe mir tatsächlich ein Wochenende frei schaufeln müssen, um mal wieder so richtig bloggen zu können. Ich glaube, ich wäre nie nach gekommen, wenn ich wieder nur so ein, zwei Stunde am Sonntag daran gesessen hätte. Der Wahnsinn, was so ein Blog doch an Arbeit aufwirft.
Jules :)