Montag, 31. Oktober 2016

Happy Halloween

Hallo!

Ich wünsche euch ein fröhliches und natürlich auch schauriges Halloween!

 Jules :)





Sonntag, 30. Oktober 2016

Blogpause

Hey ihr Lieben!

Leider muss ich euch mitteilen, dass ich es momentan nicht schaffe, groß Bücher zu lesen und zu rezensieren.
Einige haben es vielleicht schon mitbekommen, ich bin zum einen im Umzugsstress und zum anderen haben sich auch sonst meine Lebensumstände ein wenig geändert, so dass ich jetzt erstmal in meinen neuen Alltag reinkommen muss.
Ich weiß nicht genau, wie lange es dauert, bis ich einen Rhythmus gefunden habe, aber bis dahin ist es einfach nicht möglich, noch parallel einen Blog zu führen.
Deshalb macht mein Blog

vom 01.11.16 bis 31.12.16 Blogpause

Ich habe mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht, aber gerade sehe ich keinen anderen Weg. Auf gar keinen Fall will ich den Blog aufgeben. Deshalb suche ich in dieser nach einer Lösung, die hoffentlich dann irgendwie für uns alle funktioniert.

Ich werde im November und Dezember noch ein paar vereinzelte Blogposts bringen, weil die einfach schon fertig sind oder mir am Herzen liegen. Auch werde ich die Rezensionsexemplare noch irgendwie lesen und online stellen. 

Jules :)

Samstag, 29. Oktober 2016

Happy Halloween: Süßes Saures Schnuckeltypen (Valerie le Fiery, Frank Böhm) [Q]

Hi!

Halloween steht vor der Tür und heute sowies selbstverständlich nächsten Montag möchte ich ein bisschen Halloweenstimmung auf dem Blog bringen. Ihr wisst ja vielleicht, dass ich dieses Fest einfach nur Liebe und deshalb gibt es heute die ersten Geschichte dazu.
Und zwar handelt es sich um die Anthologie von Valerie le Fiery und Frank Böhm mit dem Namen "Happy Halloween: Süßes Saures Schnuckeltypen". Es erschien auf BookRix und umfasst 43 Seiten.


Beschreibung:

Das Buch beinhaltet diverse Geschichten, die sich mit dem Halloweenfest verschiedener Leute befassen. Ich werde jetzt nicht auf jede einzeln eingehen, da diese doch recht kurz sind und ich nicht schon alles verraten möchte.

Meine Meinung:

Irgendwie war das Buch leider nichts für mich. Ich kam einfach schon mit dem Stil nicht klar, er war mir zu… ich würde mal sagen umgangssprachlich. Es hat mir einfach nicht so zugesagt. Ich finde, gerade Umgangssprache gehört – selbst wenn der Prota selbst erzählt – nicht in den Fließtext, sondern rein in die wörtliche Rede. Ich weiß nicht, ob man damit einen Bezug zwischen Lesen und Chara herstellen will, aber mich spricht so was nicht an.
Auch ist das Problem, dass die Geschichten seeeehr kurz sind. Und daraus ergibt sich dann die Folge, dass die Geschichten teilweise wirklich sehr unrealistisch und überhaupt nicht nachvollziehbar sind. Es geht auch anders, aber hier ist es wirklich so, dass es teilweise so schnell und übereilt geht, dass ich damit einfach nicht klargekommen bin. Dann lieber eine Geschichte weniger und die anderen dafür ausführlich. Vor allem, weil mir die grundlegenden Ideen der Geschichten teilweise echt gut gefallen haben.
Ich finde es schön, dass man so Ausschnitte ganz verschiedener Halloweensituationen vorgesetzt bekommt und ich mag auch, dass diese Episoden teilweise von Gegenständen erzählt werden. Nur hätte man bei so viel Potential einfach sehr viel mehr daraus machen können und auch müssen.

Zielgruppe:

Also wenn man es nicht schlimm findet, dass die Geschichten so kurz sind, kann es durchaus ein vergnügliches Leseerlebnis bieten. Ein bisschen bringt es einen auch in Halloweenstimmung, von daher ist es schon okay.

Was macht ihr denn an Halloween? Ich hätte Bock auf was richtig Gruseliges, wer hätte das gedacht. :D
Jules :)

Mittwoch, 26. Oktober 2016

500 Küsse (Anyta Sunday) [Q]




Hallo!

Dieser Quickie nennt sich "500 Küsse", stammt von Anyta Sunday und wird frei publiziert. Er umfasst 86 Seiten und handelt von Chris und Dylan, einst beste Freunde, nun beste Feinde, die eine Wette miteinander eingehen.




https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/I/512jCjwSnJL.jpg

Beschreibung:

Früher waren Chris und Dylan beste Freunde, aber heute reden sie kein Wort mehr miteinander - zumindest kein nettes. Die Behauptung, es bräuchte nur 500 Küsse und man würde sich in jeden beliebigen Menschen verlieben, ist für sie ein weiterer Grund, zu streiten. Chris hält dies für Blödsinn und Dylan glaubt es zwar auch nicht, will aber trotzdem einen Beweis für Chris' ablehnende Haltung. Schnell ist daraus eine Wette entstanden: Chris soll beweisen, dass er 500 mal jemanden küssen kann, ohne sich zu verlieben. Dieser willig ein, allerdings unter einer Bedingung: Dylan muss als Versuchsobjekt herhalten.

Meine Meinung:

Was mir so gut an der Geschichte gefallen hat ist, dass man nicht wirklich merkt, dass sie so wenige Seiten hat. Klingt erstmal blöd, aber es gibt ja nichts schlimmeres, als wenn eine Geschichte durchgehetzt wird und man sich einfach wünscht, sie wäre wesentlich ausführlicher gewesen. Diese hier ist nämlich eben das: ausführlich. Es wurde sich auch mal mit kleinen Details Mühe gegeben und obwohl es hier und da auch mal kleine Zeitsprünge gibt, ist die Geschichte nicht nur auf das Wesentliche reduziert, sondern es werden auch mal eher unbedeutendere Szenen eingebaut, die die Geschichte somit schön abrunden.
Die Story selbst gefällt mir auch. Sie ist witzig gestaltet, durch das Geplänkel zwischen Chris und Dylan, aber sie besitzt auch etwas Nostalgie. Und gerade das hat mir so schön gefallen. Ich mag es, wie die beiden Männer immer mal wieder in der Vergangenheit schwelgen und man nach und nach erfährt, was damals geschehen ist, dass sie heute nicht mehr miteinander auskommen. Teilweise ist das auch ein bisschen traurig, finde ich - das gefällt mir einfach, weil es so ganz unterschiedliche Emotionen hochruft und das Buch dadurch einfach fesselnd wird.
Man erkennt als Leser auch deutlich, wie aus diesen 500 Küssen eben langsam mehr wird und sich ganz gemächlich Gefühle zwischen ihnen aufbauen - oder besser gesagt: wieder an die Oberfläche gelangen. Dazu passt auch das Ende, dass sehr passend ist und zu ihren Charakteren und dem Rest der Geschichte passt.
Ich habe ein paar überflüssige Worte in der Geschichte gefunden, vermutlich, weil Sätze umgebaut wurden. Das ist aber nicht sonderlich dramatisch (so viele waren es nicht) und bleibt auch mein einziger Kritikpunkt.

Zielgruppe:

Irgendwie hat mir das Buch einfach gefallen und in gewisser Weise hat es auch so ein schönes Sommerfeeling rübergebracht, so dass ich jetzt am liebsten auch zu Dylan ins Ferienlager fahren würde. Meiner Meinung nach auch ein schöner romantischer Hintergrund und wenn euch genau sowas reizt, dann solltet ihr das Buch lesen.

Zum Herbstanfang lese ich also Sommerbücher, eigentlich ein doofer Zeitpunkt. Aber so sehr ich gerade bei Dylan und Chris am See sitzen würde, so sehr freue ich mich auf den Herbst. Einfach mit die schönste Jahreszeit.
Jules :)

Samstag, 22. Oktober 2016

Subject 13 (Ethan Stone)

Hey ihr!

Heute gibt es die Rezension zu "Subject 13" von Ethan Stone. Das Buch erschien im Dead Soft Verlag, umfasst 324 Seiten und handelt von Luke, der seiner Vergangenheit auf die Schliche kommt.


Beschreibung:

Erst wird Luke von seinem Lover verlassen, dann erlebt eine alte Freundschaft neu und plötztlich wird alles ins Chaos gestürzt, als er sich an Fragmente seiner Kindheit zu erinnern glaubt.
Auf der Suchen nach der Wahrheit, geraten Luke und sein Kumpel Ben schnell in Gefahr. Außerdem muss Luke auch noch mit seinen Gefühlen für Ben zurecht kommen, denn dieser ist hetero.

Meine Meinung:

 An sich hat mich das Buch durchaus überzeugen können. Diese Storyline, um die es eben geht, finde ich wirklich super erzählt. Man erfährt nach und nach mehr aus Lukes Vergangenheit und somit fügen sich die Puzzelteilchen über dsa Buch hinweg zusammen, was es eben einfach spannend macht. Auch, weil man lange Zeit nicht weiß, wer gut und wer böse ist und somit immer ein wenig mitbangt.
Allerdings finde ich, dass es am Anfang ein wenig zäh voran geht, bis er dann wirklich mal anfängt, zu recherchieren. Wenn Luke erstmal loslegt, ist es aber wirklich sehr durchdacht gemacht und klärt sich auch nachvollziehbar auf.
Ähnlich verhält es sich mit der Liebesgeschichte. Diese beginnt sehr langsam, was aber zu der gegebenen Situation sehr gut dazu passt und mir sehr gut gefallen hat. Ich mag auch, dass es einfach nicht kitschig ist, aber man dennoch ihre Gefühle nachvollziehen kann.  Irgendwie einfach nicht so typisch Gay Romance, wenn ihr wisst, was ich meine.
Der Stil ist flüssig, man kann sich in die Geschichte fallen lassen. Manchmal geht es recht schnell, es gibt Zeitsprünge oder Themenwechsel - aber es ist noch erträglich. Manchmal ist es auch ein wenig humorvoll gestaltet, zumindest muss man ab und an einfach aus der Situation heraus lachen. Luke erzählt seine Geschichte ja selbst und ich mag einfach seine Art.
Die Sexszenen fand ich klasse! Nciht übermäßig viel - auch wenn es nervt, dass sehr viele sexuelle Andeutungen vorkommen - und wirklich wahnsinnig schön ausgeführt. Nicht romantisch, aber schön.
Das Ende ist zwar in sich abgeschlossen, aber irgendwie auch offen, so dass man sich da eine Fortsetzung gut vorstellen kann. Ich hoffe, ihr wisst was ich damit meine.

Zielgruppe:

Ich finde, auch wenn es schon ein bisschen in die Thrillerrichtung geht, kann man das auch gut lesen, wenn man sowas nicht sooo sehr mag. Und die Liebesgeschichte ist wirklich gut gemacht und schon alleine deshalb durchaus empfehlenswert.

Meine erste Rezi seit langem. Ich hasse es, wenn ich so wenig zum bloggen komme.
Jules :)

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Homosexualität außerhalb des Genres Gay Romance [K]

Heyho!

Diesmal finde ich es ein wenig schwierig, meine Gedanken verständlich auf Papier zu bringen, damit ihr versteht, was ich sagen möchte. Aber ich versuche es natürlich trotzdem:
Ich lese jetzt schon so lange Gay Romance – und ich lese es für mein Leben gerne! -, aber natürlich ist mir bewusst, dass es eine Nischenliteratur ist und wohl bleibt. Klar, es gibt schon sehr viele, die dieses Genre mögen, aber hauptsächlich sind das eben Homosexuelle selbst oder Frauen, die das irgendwie süß oder sexy finden. Aber ein Großteil der Menschheit interessiert sich so gar nicht für dieses Genre und wird das niemals lesen.
Im Prinzip ist das ja auch echt okay, weil ja nicht jeder alles lesen kann und weil Geschmäcker einfach verschieden sind, aber irgendwie ist es dennoch traurig, dass dieses Thema nur in Büchern erscheint, die für Menschen geschaffen werden, die tolerant oder „betroffen“ sind.
Dabei finde ich es so wichtig, dass Homosexualität noch viel mehr in die Gesellschaft integriert wird. Es sollte nicht nur im Gay Romance Genre Krimis geben, deren Protagonist homosexuell ist, sondern es sollte auch in ganz normalen Krimis mal ein Kommissar Männer lieben bzw. eine Kommissarin Frauen. Es wäre so schön, wenn in ganz normalen Büchern Homosexualität stecken würde, ohne auch nur im Ansatz im Mittelpunkt zu stehen, aber so ganz selbstverständlich, wie sie es eben in unserer Gesellschaft sein sollte.
Das kein Hetero-Mann sagt: „Ne, so was les ich doch nicht!“, sondern dass sie einfach einen Thriller kaufen, den sie cool finden, ganz gleichgültig, ob vielleicht irgendein Charakter darin homosexuell ist.
Oder Jugendbücher. Es gibt einige Jugendbücher, die sich mit dem Thema befassen. Aber die befassen sich dann ganz konkret damit. Und dann gibt es welche, in denen vielleicht eine Nebenfigur schwul/lesbisch ist. Aber in den allerwenigsten Fällen ist eine Hauptfigur homosexuell, ohne dass es gleich Thema wird. Dabei würde gerade das die Toleranz doch so viel mehr fördern. Wenn Kinder und Jugendliche schon in Büchern klar gemacht bekommen: so was ist völlig normal und gar nicht der Rede wert.
Homosexualität sollte nicht immer nur im Fokus stehen, aber sie sollte da sein. Damit sie eine größer Zielgruppe anspricht und damit endlich auch der Dümmste einsehen muss, dass es völlig normal ist, als Mann einen Mann und als Frau eine Frau zu lieben.
Übrigens gilt das nicht nur für Bücher. Auch für Filme. Da ist es nämlich dasselbe Spiel.
Wie gesagt, ich sage nicht, dass es keine Bücher mehr geben sollte, in denen das Ganze im Fokus liegt. Gay Romance ist ein ganz wunderbares Genre. Aber es wäre schon, wenn sich alle die, die über glückliche Heteropärchen schreiben, mal überlegen würden, ob es nicht auch völlig legitim wäre, wenn ihr Charakter auf das gleiche Geschlecht steht, während seine eigentliche Hauptaufgabe nicht darin besteht, die große Liebe zu finden, sondern die Welt zu retten.
Ich habe das Gefühl, das ist ein Fortschritt, auf den wir noch lange werden warten müssen. Und das ist so schade. Ich denke nämlich, es könnte etwas bewegen. Vielleicht würde es nicht jeden vor Augen führen, dass Homosexualität nicht so abnormal ist, wie sie denken, aber vielleicht wenigstens ein paar Leuten. Und dann wäre es die Sache ja schon wert.
Jules :)

Montag, 17. Oktober 2016

Literatur[TAG] #4

Hallo!

Ich habe für meinen 3. Literatur-TAG gesammelt, dass tatsächlich zwei Posts draus geworden sind. Heute gibt es also nach langer Zeit weitere Fragen zum Thema Bücher. Viel Spaß!

Jules :)



1. Hast du je darüber nachgedacht, selbst ein Buch zu schreiben und wenn ja, wovon würde es handeln?

Habe ich, tatsächlich ist es sogar ein großer Traum von mir. Ich glaube auch, dass irgendwann mal etwas schreiben werden. Ob das dann gleich als Buch heraus kommt, oder ich es vielleicht nur hier auf dem Blog veröffentliche, sei mal dahin gestellt.
Ich weiß auch noch nicht, in welche Richtung es genau gehen würde. Aber es wäre wohl etwas, das mir sehr zusagt, also entweder eine Liebesgeschichte zwischen Jugendlichen oder ein Buch über BDSM.

2. Wie viele Bücher kaufst du im Jahr?

Zuviele. :D Ich kann das gar nicht so genau sagen… Wenn ich davon ausgehe, dass ich jeden Monat ca. 8 Blogposts bringe… plus ein paar oben drauf, die zusätzlich kommen… würde ich definitiv allein für den Blog 100 Stück sagen. Und dann halt noch, was ich zusätzlich lese.

3. Welches ist dein absoluter Lieblingscharakter? Und welcher dein absoluter Hass-Chara?

Jetzt allein im Gay Romance Bereich ist mir Kai aus der Thekenwelt-Reihe am liebsten. Ich liebe ihn. Er ist so süß und so bemüht und trotz seiner schüchternen Art weiß er einfach, was er will und steht dazu.
Und so ganz allgemein: Hermine Granger. Ich finde die Frau so cool.
Tja und Hass-Charas habe ich eigentlich nicht. Wüsste jetzt einfach niemanden.

4. Wie sieht das perfekte Cover aus?

Gibt es für mich eigentlich gar nicht, weil ich nicht groß auf Cover achte. Aber wenn, dann müsste es einfach perfekt zur Geschichte des Buchs passen. So dass man, wenn man es sieht, sofort wieder die Story vor Augen hat – bzw., wenn man es kauft, sofort eine Ahnung hat, um was das Buch handeln könnte.

5. Wenn du nur noch drei Bücher lesen könntest, welche wären das?

Die Thekenwelt-Trilogie. ;P

6. Wie viele Bücher sind auf deiner Wunschliste?

Aktuell gar nicht so viele, wie man meint. Momentan kommen nicht so viele Bücher raus, die mich ansprechen – und wenn, dann kauf ich sie sofort. Also stehen nur ein paar ältere Bücher auf der Wunschliste, die ich einfach noch nicht gekauft habe. Wenn ihr eine konkrete Zahl sehen wollt: 13 Bücher

7. Wirst du sofort aufmerksam, wenn das Wort „Buch“ irgendwo fällt?

Ja, schon. Selbst wenn mich das Buch dann gar nicht interessiert. Erstmal muss ich die Neugier einnehmen.

8. Wie viele ungelesene Bücher hast du und hast du eine SuB-Leiche?

Aktuell? Sechs Stück. Alle für den Blog, soll heißen: Sie werden wahrscheinlich zeitnah gelesen.
Allerdings sind zwei davon tatsächlich SuB-Leichen. Das sind zwei englische Bücher, die ich schon ewig besitze und auf die ich einfach keinen Bock habe.

9. Hörst du dir einen Song an, wenn er in einem Buch genannt wird?

Ja, meistens schon. Allerdings nicht sofort, sondern erst, wenn ich das Buch dann mal aus der Hand lege. Und ich hör mir den Song auch nur an, wenn ich ihn oder die Band gar nicht kenne. Wenn ich ihn schon mal gehört habe oder nix von der Band halte, etc, dann nicht.

10. Was ist für dich ein No-Go in Büchern?

Èin Heiratsantrag.

11. Wie sieht für dich das perfekte Buch aus?

Es muss die Gefühle einfach sehr authentisch rüberbringen, so dass man als Leser komplett nachempfinden kann, was mit den Protagonisten geschieht. Dann ist das Buch eigentlich schon perfekt – insofern der Plot dazu natürlich auch interessant ist.
Und wenn ich mir noch ein Gerne aussuchen dürfte, dann wäre es natürlich ein BDSM-Buch.

12. Hast du in einem Buch etwas Hilfreiches für dein Leben finden können?

Ja, schon. Ich habe z. B. aus „Die Mitte der Welt“ eine etwas andere Sicht der Dinge mitnehmen können. Ich war damals ein wenig… na ja, nicht depressiv, aber ich hatte schon ein wenig zu kämpfen und irgendwie kam das Buch da einfach zur richtigen Zeit.

13. Kann für dich eine gute Story einen schlechten Stil ausgleichen und umgekehrt?

Nein. Ich meine, wenn mir die Story sehr zusagt, dann verzeihe ich auch mal das eine oder andere in der Schreibweise und wenn mir total er Mist wunderbar vorgesetzt wird, dann verzeihe ich auch in der Geschichte einiges.
Aber letztlich wird es halt immer etwas geben, dass man kritisieren kann und gäbe es bei mir nie eine 5-Sterne-Rezension, weil es einfach Mankos gibt.

14. Hast du einen besonderen Tick beim Lesen?

Ja, ich lese meistens als erstes den Schluss. Das ist voll blöd, weil ich mich damit immer selbst spoilere, aber irgendwie muss ich immer erst die letzten ein, zwei Seiten lesen.

15. Hat sich dein Büchergeschmack mit dem Alter verändert?

Ja, ich glaube, das ist auch nur normal. Bei mir hat sich das allerdings sehr krass entwickelt: Ich habe als Kind nämlich tatsächlich am liebsten Fantasy gelesen und jetzt hasse ich dieses Genre einfach nur.

16. Was würde dich dazu bringen, ein Buch sofort wieder aus der Hand zu legen?

Ich weiß nicht, ich bin ja sehr tolerant und gebe jedem Buch erstmal eine Chance. Aber wenn es natürlich Aussagen enthalten würde, mit denen ich gar nicht klar käme, weil sie etwas z. B. völlig falsch darstellen oder rassistisch wären oder so, dann würde ich es wohl nicht lesen wollen.

17. Hattest du schon mal eine totale Leseflaute und was machst du dagegen?

Ja, habe ich momentan wieder. Was ich dagegen mache? Kann man da denn was gegen machen? Ich zwinge mich einfach zum Weiterlesen, weil mein Blog keine Leseflaute toleriert.

18. Was machst du mit Büchern, die du geschenkt bekommst, die dich aber nicht interessieren?

Weiterverschenken. So hat wenigstens irgendwer anderes was davon.
Übrigens mach ich das mit allen Geschenken so, die mir nicht zusagen. Ist das scheiße?

19. Liest du auch Sachbücher/Biographien?

Sehr selten. Biographien finde ich unter Umständen ganz interessant, aber trotzdem lese ich lieber Romane.

20. Was liest du, wenn du kein Gay Romance liest?

Ich hab die Frage mit aufgenommen, weil es einige von euch interessiert hat, nachdem ich habe verlauten lassen, dass ich (natürlich) nicht nur Gay Romance lese. Also, was lese ich noch?
Ich lese gerne so Dramas wie „Der Dachenläufer“ oder „Beim Leben meiner Schwester“. Und ich lese gerne richtig krasse Psychothriller und Horror. Aber da gibt es kaum etwas, das mich richtig verstören kann, also lese ich davon wenig.
Ach ja und so manches Jugendbuch lese ich auch sehr gerne.

Samstag, 15. Oktober 2016

Alter ist kein Makel (France Carol)

Hi!

Ich will euch heute die Anthologie von France Carol mit dem Namen "Alter ist kein Makel" vorstellen. Diese umfasst 3 Geschichten, rund um das Thema: Liebe ab 50.
Sie wird frei publiziert und umfasst 141 Seiten.


Beschreibung:

Jetzt erst recht:
Karsten feiert 50 Geburtstag und möchte am liebsten flüchten. Glücklicherweise gewinnt er bei einem Rätsel eine Reise und kann so der Party seiner Freunde entgehen. Doch die Reise entpuppt sich als Flopp, das einzig gute daran ist ein Mann, der Karsten schon auf dem Flug schöne Augen macht.


Fünfzig ist nur eine Zahl:
Holger und Bernhard sind Nachbarn, aber keine friedlichen. Stattdessen führen sie einen Nachbarschaftsstreit, weil Bernhard so gar nicht in die Vorstellung von Holger passen möchte. Irgendwann eskaliert dieser Streit dann, allerdings in etwas anderer Form, als erwartet.

Vielleicht alt, aber... noch lange nicht tot:
Horst feiert 50. Geburtstag und seine Freunde wollen ihn wieder einmal verkuppeln. Dafür zerren sie ihn in einen Club, in dem eine Verlosung stattfindet, bei der natürlich Horst gewinnt. Mit drei anderen Männern darf er ein Wochenende in einem Hotel verbringen - allerdings nicht gänzlich in Ruhe, denn die anderen Drei sollen dafür sorgen, dass dieser Aufenthalt unvergesslich wird.

Meine Meinung:

Jetzt erst recht:
Geschichte ist nicht schlecht, aber auch kein Brüller. Ich finde, es ist vielleicht ein bisschen konstruiert. Dass er den Kerl eben schon im Flugzeug trifft, dann wieder im Hotel, dass sie sich annähern und der sich als Ex vom Ex entpuppt... das sind mir einfach zu viele Zufälle, die auch gar nicht nötig gewesen wären, weil die Geschichte auch ohne diese ganzen Zufälle funktioniert hätte.
Vom Stil ist sie gut, flüssig und anschaulich. Es gibt auch eine gute Sexszene. Aber naja... nicht der Brüller.

50 ist nur eine Zahl:
Diese Geschichte mochte ich mehr, als die erste, auch weil sie für mich realistisch gestaltet ist. Ich finde sie auch ziemlich witzig, weil diese Streitigkeiten eben einfach einen gewissen Humor beinhalten, der mir zusagt. Außerdem geht es hier nicht so schnell und sie müssen sich wirklich erst annähern und sich ihrer Liebe sozusagen bewusst werden. Gerade Holger ist daj a viel zu stur zunächst.
Ich finde auch schön, dass man erkennt, wie Bernhard Holger so aus seinem tristen Alltag reißt und zeigt, dass er vom Leben noch was erwarten kann. Also von daher, super gemacht.

Vielleicht alt, aber... noch lange nicht tot:
Auch hier ist wieder ein ziemlich großer Zufall inbegriffen, der auch irgendwie ein wenig vorhersehbar war. Ich mag das immer nicht so, obwohl ich es hier nicht so schlimm fand, wie in der ersten Geschichte.
Der Gewinn des Wochenendes ist vielleicht etwas kosntruiert, aber irgendwie ist die Idee auch ziemlich cool. Und ich mag auch, wie sie letztlich umgesetzt wurde. Teilweise auch ein bisschen witzig und man hätte da auch noch viel mehr draus machen können.
Aber für die Kürze wirlich okay.

Allgemein will ich noch kurz was zu den drei Geschichten sagen. Mir ist aufgefallen, dass eigentlich alle Geschichten nach dem gleichen Schema ablaufen: Erst Sex, dann Liebe. Das würde mich noch nicht mal sonderlich stören, würden die Männer mir nicht zu sehr mit dem Schwanz denken. Klar denkt man als Mann mit dem Schwanz, aber wenn man etwas absolut nicht will, kann man schon auch mal den Kopf sich durchsetzen lassen.
Auch ein Schema aller drei Geschichten: Die Protas sind unzufrieden mit ihrem Alter und müssen sich vom Partner bekehren lassen. Natürlich ist das ein Stück weit das Thema, man will ja zeigen, dass Alter eben doch kein Makle ist - ich bin aber der Meinung, man hätte das noch in anderer Konstruktion zeigen können.

Zielgruppe:

Ich persönlich finde es wichtig, dass es auch Bücher gibt, in denen die Charaktere nicht mehr alle jung und perfekt sind, sondern eben schon älter und auch vom Alter gezeichnet. Das macht die Geschichte irgendwie besonders und hebt sie auch vom restlichen Gay Romance ein wenig ab.
Wenn euch sowas ähnlich zusagt, wie mir, solltet ihr sie lesen.

Ihr ahnt ja gar nicht, wie anstrengend es ist, Anthologien zu rezensieren. Ich hasse es einfach nur, jede Geschichte kurz zu beschreiben und zu kritisieren. Man hat das Gefühl, der Post wird endlos und dabei sagt man noch nicht mal sonderlich viel zu den einzelnen Punkten.
Jules :)

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Pfad der Striemen (Eliza Bauer) [Q]

Hi!

Endlich mal wieder BDSM, ich les das echt noch viel zu wenig. Diesmal sogar ein Fantasy-BDSM, mal was ganz neues. Und zwar geht es um Eliza Bauers "Pfad der Striemen". Die Geschichte wird frei publiziert und umfasst 40 Seiten, auf denen es um Will geht, der sich den Elfen Grayce ins Haus bestellt.
Es handelt sich um mehrere Kurzgeschichten, die getrennt von einander gelesen werden können.


Beschreibung:

Der Magier Will beauftragt ein Lusthaus, ihm einen Gefährten zu schicken und trifft damit auf den Elfen Grayce. Dieser entspricht optisch genau seinen Vorstellungen, jedoch ist es für Will wichtiger, dass Grayce zu völliger Hingabe bereit ist. Doch schnell merkt Will, dass manches Grayce ziemlich verunsichert. Nun gilt es abzuwarten, ob Grayce Wills Wünsche wirklich erfüllen kann.


Meine Meinung:

Eine wirklich schöne Kurzgeschichte mit einer tollen BDSM-Szene, an der ich wirklich nicht groß etwas zu meckern habe.  Ich mochte einfach, wie es schön detailliert und vor allem korrekt dargestellt wird und fand es ziemlich interessant, weil sich eben der Fantasy-Aspekt auf die Sexszene auswirkt. Ist doch mal was anderes, wenn Magie im Spiel ist, oder? Obwohl das auch ein wenig das ist, was ich - naja, kritisieren ist zu viel gesagt - anmerken möchte. Ich finde einfach, es hat der Geschichte jetzt nicht so viel gegeben. Hätte man es weggelassen und einfach kein Fantasy draus gemacht, wäre es so ziemlich das gleiche gewesen. Also, an sich ist es schon cool, dass man das eingebaut hat, aber man hätte da noch mutiger vorgehen und es noch stärker nutzen können.
Auch sehr mochte ich den Stil, er ist flüssig und detailliert. Ich meine, es ist zwar nur eine Sexszene, aber sie ist gut gemacht und das - finde ich - zeigt, dass man sowas gut schreiben kann und einen Sinn für Ästhetik besitzt. Außerdem kann man sich gut in die Geschichte hineinversetzen und trotz der Kürze wirkt es auf mich nicht abgehackt. Das fand ich super.
Besonders gut gefällt mir das Ende, sehr überraschend und nicht vorhersehbar, sowas mag ich einfach sehr. Und es sorgt dafür, dass man die Geschichte dann noch mal mit anderen Augen sieht, das fand ich schön.

Zielgruppe:

Natürlich was für Freunde des BDSM - und diesmal sogar mit einer Spur Fantasy, so dass man sich auch angesprochen fühlen kann, wenn man auf Elfen steht. Wenn ihr, wie ich, kein Fantasy mögt, macht das nichts, weil es im Grunde nicht sonderlich relevant ist und somit nicht "stört".

Warum gibt es so wenig guten deutschen BDSM? Ich weiß, ich frage das dauernd, aber es ist doch so! Warum, warum, warum???
Jules :)

Montag, 10. Oktober 2016

Warum ich keine Fanfictions rezensiere [K]

Hallo ihr Lieben!

Ich habe schon mal erzählt, dass ich ganz am Anfang eigentlich kein Gay Romance gelesen habe, sondern nur Fanfictions. Und tatsächlich bin ich dann über Fanfictions überhaupt erst auf die Idee gekommen, das Internet nach „professionellen“ Büchern zu durchforsten.
Nachdem ich dies auf dem Blog erwähnt habe, hat mich mal jemand gefragt, ob ich immer noch Fanfictions lese und warum ich es nicht, wie manch anderer Blogger halte und auch Fanfictions rezensiere bzw. einfach Werbung dafür mache.
Deswegen dachte ich, schreibe ich hier mal einen ausführlichen Post, in dem ich dazu Stellung nehme:
Nein, ich lese keine Fanfictions mehr. Das liegt vor allem daran, dass ich nicht wüsste, worüber. Früher habe ich mehr Serien und Animes gesehen und dann auch Fanfictions dazu gelesen, aber jetzt tue ich das nicht mehr, also muss ich so was auch nicht mehr lesen. Außerdem bleibt mir bei all den Büchern für den Blog auch keine Zeit mehr dafür – und nein, ich werde keine Bücher weglassen und dafür Fanfictions rezensieren.
Warum nicht? Weil Fanfictions eben einfach so eine Sache sind. Man kann sehr viele nicht ernst nehmen, weil sie wenig mit der ursprünglichen Serie gemein haben sondern AU (Alternatives Universum) sind, also spricht, die Charas in einer völlig anderen Umgebung ihr Leben fristen. Das sind dann meistens solche Geschichten, die dann mit anderen Namen versehen und auf Amazon veröffentlicht werden. Schön und gut, aber was soll ich dann daran noch rezensieren, denn mit der eigentlichen Definition einer Fanfiction hat das dann ja nichts mehr zu tun. Ich kann dann also nicht bewerten, ob die Protagonisten In-Character sind (also sich so verhalten, wie im Original) und ich kann nicht beurteilen, ob die äußere Umgebung nahe am Original ist, weil es ja eine ganz andere ist. Im Prinzip rezensiere ich dann etwas, das nichts eigenes aber auch nichts Fremdes ist, sondern irgendein komisches Gemisch auf einer bestehenden Serie und einer eigenen Geschichte. Danke, aber nein danke.
Der nächste Punkt ist, dass Fanfictions kostenlos sind. Niemand veröffentlicht diese auf Portalen und verdient damit Geld. Das geht ja auch gar nicht, weil die Serie oder was auch immer „befanfict“ wird, ja nicht den Leuten gehört, die FFs schreiben – es wäre also Diebstahl geistigen Eigentums, wenn man es vermarkten würde. Und jetzt meine Frage, warum sollte ich etwas rezensieren, auf das sowieso jeder kostenlos zugreifen kann? Das mache ich schon nicht groß mit kostenlosen Büchern auf Amazon, weil es so sinnlos ist, wieso dann mit FFs?
Hinzu kommt noch, dass ich gar nicht wüsste, welche ich dann rezensieren sollte. Es gibt davon massig, aber es kommen ja logischerweise nur die in Frage, die mich persönlich ansprechen. Zu allen anderen kann ich ja gar nichts sagen. Und wenn ich dann irgendwelche FFs zu uralten Serien ausbuddeln, die sowieso keiner mehr kennt, brauche ich doch dann keine Rezension schreiben.
Ich kann auch keine rezensieren, von denen ich die ursprüngliche Serie nicht kenne, wie sollte ich sonst bewerten, ob alles der Serie entspricht oder nicht? Aber das ist ja eines der Hauptkriterien, wenn man nach einer guten FF sucht.
Dann schreiben auch sehr junge und sehr untalentierte Leute FFs. Ist es wirklich fair, etwas zu bewerten, dass eine 12jährige geschrieben hat? Oder eine 25jährige, die nicht mal ihre Namen richtig buchstabieren kann? Die stellen einfach ins Netz, was ihnen gefällt und verlangen dafür ja nichts – da kann ich doch nicht hergehen und in meiner sehr kritischen Art die ganze Story zerreißen. Ich versuche ja, meine Rezensionen halbwegs professionell zu halten und zu einer professionellen Rezension gehört meiner Meinung nach auch, nur Bücher zu rezensieren, die auch irgendwie professionell sein wollen – also eben Bücher, die auf dem Markt angeboten werden.
Und ja, es gibt ausnahmen. Es gibt viele Leute, die auf Fanfictionportalen ihre eigenen Geschichten veröffentlichen und glaubt mir, da gibt es Geschichten, die finde ich besser als so manche auf Amazon. Aber solange sie nicht als „echtes Buch“ herausgebracht werden, bekommen sie auch keine „echte Rezension“ von mir. Doch glaubt mir, manchmal würde ich mir wünschen, dass jemand in Shades of Grey Manier hergeht und seine Geschichte als Buch veröffentlicht, weil manche dieser Geschichten einfach zu schade sind, nur auf einem solchen Portal herumzulungern. Aber auch das ist etwas, dass jeder für sich selbst entscheiden muss. Ich rede da sicher keinem rein, ich schreibe nur eine lobende Rezi, sobald man sich doch dafür entschieden hat, es zu verkaufen.
Jules :)

Samstag, 8. Oktober 2016

Die Blechdose (Kim Fielding)

Hey ihr!

Heute möchte ich euch ein sehr berührendes Buch vorstellen. Es nennt sich "Die Blechdose", stammt von Kim Fielding und erschien bei Dreamspinner Press. Auf 229 Seiten geht es um William, der als Hausmeister in einer ehemaligen psychiatrischen Anstalt zum einen zu sich selbst und zum anderen zu seiner große Liebe findet.


Beschreibung:

Um in Ruhe an seiner Dissertation arbeiten zu können, und auch, um die Scheidung von seiner Frau zu verarbeiten, nimmt William einen Job als Hausmeister in einer alten Psychiatrie an.
Dort angekommen, lernt er schnell Colby kennen. Dieser arbeitet im Lebensmittelgeschäft der kleinen Stadt und nimmt es sich zur Aufgabe, William in das schwule Leben einzuführen.
Als William eine Blechdose findet, in der alte Briefe eines früheren Insassen versteckt sind, gelingt es William, nach und nach zu sich selbst zu finden und zu erkennen, was er wirklich will.

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich wirklich fertig gemacht, weil es einfach unter die Haut geht. Zu lesen, was mit Bill - dem Verfasser der Briefe - geschehen ist, ist wirklich nur schwer zu ertragen, einfach weil es wirklich großartig dargestellt wird. Die Briefe sind sehr authentisch und beschreiben ein Schicksal, dass tatsächlich damals nichts ungewöhnliches war. Sie zeigen eine Grausamkeit, von der einem wirklich schlecht wird und das war auch der Grund, warum ich öfter eine Pause einlegen musste, weil mir das Buch einfach zu nahe ging. Es ist einfach erschreckend, so etwas zu lesen, aber natürlich macht es das Buch auch einfach großartig. Solche Gefühle hervorzurufen, muss man als Auror erstmal hinbekommen, wenn dazu muss man die Sache eben in aller Schrecklichkeit darstellen und das auf eine sehr einfühlsame Weise.
Das Buch beinhaltet aber auch eine zarte Liebesgeschichte, die mir sehr zusagt. William hat jahrelang sein Schwulsein verleugnen müssen und muss jetzt erstmal damit klarkommen, es ausleben zu können. Das wird wirklich gut dargestellt und ich finde auch, dass super rüber kommt, wie Colby und Bills Briefe Will helfen, jetzt zu sich selbst zu stehen und sein neues Leben zu genießen.
Die Beziehung zwischen Will und Colby entwickelt sich langsam, nachvollziehbar und einfach schön. Es gibt ein paar Missverständnisse, die jedoch gut umgesetzt sind und deshalb nicht einfach nur irgendwelche Muster typischer Gay Romance erfüllen.
Auch gibt es Sexszenen, die wirlich gut gemacht sind.
Ich finde auch schön, dass in dem Buch rüber kommt, dass jetzt, nach so langer Zeit, jemand an Bill denkt und seine Geschichte erzählen möchte, so dass er nicht in Vergessenheit gerät. Ich hätte gerne noch sehr viel mehr von Bills Geschichte gelsen, aber das ist keine Kritik - so, wie es in dem Buch dargestellt ist, ist es meiner Meinung nach genau richtig.

Zielgruppe:

Ich sage euch, das Buch ist nichts für schwache Nerven, weil es einen einfach so tief berührt und irgendwie auch verstört. Ich musste sehr oft weinen und ab und an konnte ich auch gar nicht weiterlesen, sondern musste erstmal schwer schlucken und das Gelesene verdauen. Aber so traurig es auch ist, so toll ist es gemacht und mir gefällt auch die Liebesgeschichte in dem Buch. Deshalb kriegt es auch eine klare Leseempfehlung von mir.

Was für ein Buch! Ich bin echt sprachlos.
Jules :)

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Die Frage aller Fragen: Dürfen Frauen Gay Romance schreiben? [K]

Hallo ihr Lieben!

Der Anlass dieser Kolumne ist eine Mail, die ich erhalten habe und in der kritisiert wird, dass häufig „Müll“ verkauft wird. „Müll“ deshalb, weil Frauen für Frauen Gay Romance schreiben, ja aber keine Ahnung von der männlichen Gefühlswelt eines Mannes haben und deswegen ein völlig falsches Bild von der schwulen Welt und Liebe darstellen. Soll ich euch sagen, was wirklich Müll ist? Diese Aussage. Ehrlich gesagt habe ich schon lange nicht mehr so ein blödes Gerede gehört. Ich musste ja auch wirklich erst mal lachen. Aber natürlich ist das eine Frage, die schon öfter aufgekommen ist und leider ist dieser Verfasser nicht der einzige, der dieser Meinung ist. Deshalb also nun wirklich die Frage aller Fragen: Dürfen Frauen Gay Romance schreiben?
Für mich ist das keine Frage, denn ja, natürlich dürfen Frauen das! Allgemein ist die Frage schon deshalb lächerlich, weil jeder das Schreiben soll, was er möchte. Es gibt ja nirgendwo ein Gesetz, dass verbietet, dass Frauen sich mit männlichen Gefühlswelten in einem Buch auseinandersetzen. Und ich glaube, so etwas wird es auch nie geben, weil selbst Politikern so ein Gesetz zu affig wäre. Trotzdem wird das Thema aus unerfindlichen Gründen heiß diskutiert.
Um jetzt mal auf die Aussage zurück zu kommen: Frauen schreiben Gay Romance ja nur für andere Frauen. Tatsächlich ist es ja so, dass neben schwulen Männern Frauen die Zielgruppe von Gay Romance sind. Das ist einfach so, vermutlich, weil Frauen zwei Männer, die sich lieben, sehr süß finden. Ein ähnliches Phänomen sind Lesbenpornos. Die sind ja auch nicht rein für Lesben da, sondern die meisten dieser Filmchen werden von Männern angesehen, weil sie es sexy finden, wenn zwei Frauen Sex haben. So ist das eben und daran ist auch gar nichts schlecht oder verwerflich.
Trotzdem ist es Schwachsinn, dass eine Frau sich an ihren PC setzt und sagt: Jetzt schreibe ich Gay Romance für andere Frauen. Das wäre auch ziemlich unlogisch, denn wenn man viel verkaufen möchte, muss man es irgendwie schaffen, dass sein Buch beiden Geschlechtern gefällt und dann sowohl Männer als auch Frauen die Geschichte kaufen. Stellt euch mal vor, was das für Einbußen bei den Einnahmen bringt, wenn nur noch ein Geschlecht das Buch kaufen würde. Mit so einem Ziel geht niemand an sein Buch und wer das denkt, denkt für mich nicht zu Ende.
Ebenso verhält es sich bei männlichen Autoren. Da schreibt doch niemand nur für Männer, die sind doch auch froh, wenn eine Frau das Buch kauft, so lange es überhaupt wer kauft.
Hinzu kommt, dass die meisten Bücher dieses Genres tatsächlich von Frauen geschrieben werden. Würden all diese Frauen keine Geschichten mehr schreiben, sähe das Angebot schon recht mager aus. Das wäre aber vermutlich nur im Sinne meines ominösen Mailverfassers, denn wie wir ja jetzt schon gehört haben: Eine Frau kennt sich in der männlichen Gefühlswelt ja nicht aus.
Auch hierzu kann ich nur sagen: Blödsinn! Zunächst muss man einfach sagen, dass die Kunst des Schreibens darin besteht, auch über Dinge und Gefühle zu schreiben, die man selbst nicht erfahren hat. Ein guter Autor kann sich auch in einen komplett anderen Menschen denken und muss es nicht zwingend selbst erlebt haben. Zumal es auch Schwachsinn ist, dass eine Frau keinerlei Ahnung von männlichen Gefühlen hat. Sie wird ja wohl auch einen Mann oder einen Bruder oder einen Sohn oder männliche (vllt sogar schwule) Bekannte haben… Deren Verhaltens- und Denkweisen kennt sie ja, da sollte sie auch fähig sein, diese auf Papier zu bringen. Und was ist das überhaupt für ein Gelaber, dass jemand nur über etwas schreiben darf, dass er selbst erlebt hat. Um ein Gespräch mit einer Leserin meines Blogs zu zitieren und zusammen zu fassen, dürfte ja dann niemand einen Krimi schreiben, außer er hat selbst gemordert oder ist bei der Polizei angestellt. Kein Journalist dürfte über Nachrichten berichten, die er selbst nicht live miterlebt hat. Niemand dürfte ein Jugendbuch schreiben, wenn er schon erwachsen ist. Eine Frau dürfte ja nicht mal eine heterosexuelle Liebesgeschichte verfassen, weil sie sich ja auch da nicht in einem Mann denken kann, genauso wenig, wie Menschen über Tiere schreiben dürfen. Und Fantasy dürfte es dann gar nicht als Genre geben, denn woher soll man bitte wissen, wie ein Vampir oder Werwolf tickt, wenn man selbst keiner ist?
Seht ihr, wie unsinnig so eine Aussage ist und was so ein Quatsch für Kreise zieht, wenn man es denn mal wortwörtlich nimmt.
Ja, natürlich verstehe ich diese Aussage teilweise. Es gibt weibliche Autorinnen, die viele Klischees oder viel Kitsch einbauen. Und vielleicht ist das nicht immer so gänzlich realistisch. Andererseits wird es aber immer jemanden geben, der das Klischee tatsächlich auslebt und es wird immer jemanden geben, der auch als Mann auf sehr viel Romantik – oder eben Kitsch – steht. Also wieso sollte das ein Bild des schwulen Lebens und Liebens falsch aufzeigen?
Zumal – und das muss man jetzt mal ganz konkret klar stellen – es auch männliche Autoren gibt, die teilweise kitschiger und Klischeebelasteter schreiben, als eine Frau.
Tja und manchmal versteckt sich hinter einem weiblichen Pseudonym sogar ein Mann, ebenso, wie sich manchmal hinter männlichen Pseudonymen Frauen verstecken. Manchmal kann man also gar nicht sagen, von wem das Buch eigentlich stammt und folglich gar keine sinnlosen Rückschlüsse ziehen.
Tja und wie oben schon gesagt, wird dieses Gerne eben von Frauen dominiert und das liegt vielleicht auch einfach daran, dass Frauen eher einen Hang zu Liebesgeschichten haben. Männer sind da oft ein wenig mehr auf der sexuellen Schiene, verfassen lieber eine Erotikgeschichte, während die ganzen zarten Gefühle eher von Frauen geschildert werden. Trotzdem finden sich auch Frauen, die ein Herz für Pornogeschichten haben und Männer, die mal ihre romantische Seite in einem Buch ausleben möchten.
Ich sehe da aber kein Problem drin. Jeder soll doch schreiben, was er möchte, oder um Kooky Rooster aus meinem Interview zu zitieren: „[…] Doch mittlerweile denke ich mir, dass ich auch über die Selbstwertproblematik transsexueller Silberfischchen schreiben dürfte, wenn ich mich dazu berufen fühle. […]“ (Das ganze Interview findet ihr hier.) Tja und damit hat sie auch Recht. Deshalb liebe Autorinnen, macht einfach weiter und lasst euch von solchen dummen Diskussionen nicht die Lust verderben oder verunsichern. Nehmt es euch auch nicht zu Herzen, wenn jemand euch solche Dinge an den Kopf wirft und denkt immer daran: ihr schreibt teilweise so wunderbare Bücher, ohne die dieses Gerne nicht dasselbe wäre und auf die wir einfach nicht verzichten wollen.
Jules :)

Dienstag, 4. Oktober 2016

Zwischenspiel: Die Winterhimmel-Reihe (Christina McKay)

Autor: Christina McKay
Titel: Winterhimmel-Reihe
Verlag: BookRix
Länge: Winterhimmel - 206 Seiten
             Sonne am Winterhimmel - 162 Seiten
             Winterhimmel: Zwei trauen sich - 14 Seiten
             Winterhimmel: Juli und Lars - 83 Seiten

Beschreibung:

Winterhimmel:
Nachdem Jannick seine große Liebe Mike verloren hat, findet er nur schwer ins Leben zurück. Eine neue Beziehung kann er sich überhaupt nicht mehr vorstellen. Doch dann begegnet er Nils. Auch Nils hat jemanden verloren und genau deshalb kann er Jannick besser verstehen, als jeder andere.
Und ganz langsam wird mehr aus ihrer intensiven Freundschaft.
   


Sonne am Winterhimmel:
 Die Winterhimmel-Geschichte aus der Sicht von Nils.
Winterhimmel - zwei Trauen sich:
Jan und Nils sind endlich zusammen und wieder glücklich. Um ihr Glück zu vollenden, steht nun die Hochzeit an.









Winterhimmel - Juli und Lars:
Juli und Lars haben kein Interesse an festen Beziehungen und toben sich lieber aus. Bis sie eines Abends aufeinandertreffenund ihr altes Leben damit Kopf gestellt wird.








Meine Meinung:

Winterhimmel:
Eine superschöne und vor allem wahre Geschichte. Am Anfang musste ich eigentlich pausenlos heulen und am Ende einfach nur Schmunzeln. Zudem ist der Stil einfach großartig. Eine absolute Empfehlung. Zum Inhalt erlaube ich mir kein Urteil, denn was wahr ist, kann einfach nur zauberhaft sein.

Sonne am Winterhimmel:
Das Pendant zu „Winterhimmel“ – diesmal aus Nils Sicht. Hat mir auch gut gefallen, aber ich fand „Winterhimmel“ einfach ausführlicher. Hier hatte ich mehr das Gefühl, es wird einfach alles noch mal im Schnelldurchlauf erzählt. Vielleicht täuscht das aber auch, weil ich „Winterhimmel“ jetzt schon kenne.

Winterhimmel - Zwei trauen sich:

Sozusagen die Krönung zu "Winterhimmel" und "Sonne am Winterhimmel". Hier geht es ausschließlich um die Trauung und beschränkt sich auf einige wenige Seiten, die aber noch mal sehr süß und sexy sind und die Sache super abrunden.

Winterhimmel - Juli und Lars:
Hier wird noch die Liebesgeschichte der beiden guten Freunde von Jan und Nils - nämlich Juli und Lars - erzählt. Ich muss sagen, ich mochte das, weil man eben doch was von ihnen mitbekommen hat und hier noch mal miterleben kann, wie sie zusammen gekommen sind.
Und irgendwie fand ich ihre Geschichte auch sehr romantisch. Wahre Liebe auf den ersten Blick. Eigentlich ja nicht meins, aber da es ja anscheinend wirklich so war, ist das doch echt süß.



ACHTUNG:
Die eBooks sind allesamt kostenlos, aber die Printversionen kosten natürlich etwas. Der Erlös aus den Printversionen wird allerdings einen guten Zweck gespendet, weshalb es sich meiner Meinung nach lohnt, sich die Printversionen zu kaufen!

Samstag, 1. Oktober 2016

Liebesblind (Renae Kaye)

Hallo ihr Lieben!

Heute geht es um "Liebesblind" von Renae Kaye. Es umfasst 247 Seiten und erschien bei Egmont LYX. Das Buch handelt von Jake, der als Haushaltshilfe beim mürrischen, blinden Patrick anfängt.


Beschreibung:

Jake mus sich um seine alkoholkranke Mutter und seine drei Schwestern kümmern und braucht deshalb ganz dringend Geld. Schon zu oft hat er einen Job verloren, weil er seinen Mund nicht halten kann und ist deshalb verzweifelt genug, einen Job als "Haushaltshilfe" anzunehmen. Daraufhin darf er bei Patrick anfangen, einem mürrischen Blinden, der es gewöhnt ist, dass alles läuft, wie er es will. Jake aber bietet ihm Kontra und bald schon entwickeln sich Gefühle zwischen den beiden Männern.

Meine Meinung:

Ich sage euch, das ist einfach mal wieder ein absolut wunderbares Buch. Mir hat es wirklich sehr gefallen. Vor allem, weil es einen sehr schönen Humor hat, der sich durch das ganze Buch zieht, so dass wirklich alles mit einem gewissen Augenzwinkern erzählt wird. Dadurch wird einen Jake auch so wirklich sympathisch, weil man seine Art und seinen Witz einfach mögen muss. Und es führt dazu, dass man immer mal lachen oder zumindest schmunzeln muss - das finde ich bei einem Buch einfach perfekt.
Dieser Humor führt auch dazu, dass die Blindheit von Patrick mit einer gewissen Leichtigkeit einher geht. Für Jake stellt es viel weniger ein Problem dar, als für Patrick selbst und das macht es wiederum Patrick leichter, damit umzugehen und sich auch mal etwas zu trauen. Tatsächlich erkennt man auch sehr gut, dass Patrick Jake braucht, um einfach mal aus seinem Schneckenhaus zu kommen - aber man merkt auch, dass Jake Patrick braucht, um für sich selbst wieder eine Aufgabe zu finden, nachdem er jahrelang nur für seine Familie da war.
Ich finde übrigens Jakes Charakter sehr bemerkenswert. Zu lesen, wie unbeschwert er durchs Leben geht, obwohl er doch so viel für seine Familie hat opfern müssen, macht ihm zu einem unglaublich starken Charakter, der wirklich ein Vorbild darstellt.
Besonders gefallen hat mir der Anfang, als Jake noch mit Patrick über Zettel kommuniziert. Das hat einfach etwas sehr witziges an sich, aber man merkt bereits da, dass es eine gewisse Chemie zwischen ihnen gibt. Und das zieht sich auch weiter durch das Buch, als sie sich dann persönlich kennenlernen und sich zarte Bande zwischen ihnen bilden. Nicht nur, dass es wirklich gemächlich vorangeht, so wie ich das immer befürworte, es ist auch für den Leser nachvollziehbar und man würde ihnen auch gerne einen Schubs in die richtige Richtung geben.
Wie gesagt, ist Blindheit ein großes Thema in dem Buch und es ist wirklich gut umgesetzt. Ich finde es einfach wichtig, dass man es auch wirklich konrekt anspricht, wenn man es schon in ein Buch einbauen will und dann auch auf Kleinigkeiten eingeht, die damit einhergehen. Hier ist es wirklich so, dass der Alltag von Patrick gut dargestellt wird, man mitbekommt, in wie weit er eingeschränkt ist, Kompromisse eingehen und Dinge anders handhaben muss. Gleichzeitig ist aber auch zu erkennen, dass es machbar ist, alls das zu bewältigen, selbst wenn man eben blind ist.
Ein weiteres Thema ist die Adoption. Ihr wisst selbst, ich habe es nicht so, mit diesem Thema oder Kinder allgemein. Aber es ist wichtig. Vielleicht ist es in dem Buch ein bisschen einfach gehandhabt, weil Patrick reich genug ist, es irgendwie hinzukriegen, aber dennoch wird es angesprochen. Und das finde ich gut.
Der Stil ist klasse, nicht nur wegen dem Humor, sondern, weil er auch sonst ausführlich und flüssig ist und ich keine Fehler entdecken konnte.

Zielgruppe:

Ich finde das Buch wirklich perfekt und deshalb ist es wieder so ein Buch, dass ich einfach jedem gerne ans Herz legen möchte. Wenn ihr also auch nur einen winzigen Funken Interesse habt, dann lest es unbedingt!

Ich freue mich immer wieder wie ein Honigkuchenpferd, wenn ich solche Schätzchen entdecke. ♥
Jules :)