Samstag, 16. Dezember 2017

Notizbuch [DIY]


Hallo ihr!

Wenn ihr auch noch auf der Suche nach dem passenden Geschenk für einen eurer Liebsten seid, dann habe ich heute eine Idee für euch, wie ihr mit ein wenig Geduld und – zugegeben – ein wenig Aufwand ein cooles DIY-Geschenk basteln könnt.
Ich finde immer, wenn man etwas selber macht, dann hat das irgendwie mehr Charakter und wirkt ein wenig eindrucksvoller. Damit zeigt ihr dem anderen dann auch: Ich hab mir für dich wirklich Gedanken und Mühe gemacht.
Aber selbst wenn ihr es nicht für jemand anderen basten wollt, so ist es generell ein cooles DIY, mit dem ihr euch auch selbst eine Freude machen könnt. Ich möchte euch jetzt nämlich zeigen, wie man ein Notizbuch selbst herstellt.
Ich glaube, so etwas kann man immer gebrauchen – als Notizbuchfetischist, wie ich es bin, sowieso , aber es eignet sich auch ideal für Blogger, für Leute mit kreativen Jobs/Hobbys, für Studenten… ach, JEDER sollte ein Notizbuch haben! Und ich zeige euch jetzt, wie es geht.

So soll das Notizbuch am Ende aussehen:



Und so geht ihr vor:

Ihr braucht für das Notizbuch folgende Dinge:

 

Wenn ihr alles beisammen habt, könnt ihr beginnen:


Zunächst brauchen wir das Papier. Ihr benötigt 25 Blätter für ein 50-Seiten-Buch oder 50 Blätter für ein 100-Seiten-Buch. Es liegt an euch, wie dick euer Notizbuch werden soll.

 

Die Blätter teilt ihr dann in 5 Stapel mit entweder 5 (25 Blätter) oder 10 (50 Blätter) Blatt Papier ein.


Jeder Stapel wird nun in der Hälfte gefaltet. Arbeitet hier sehr genau, damit keine Kanten überstehen!

Den Falz glättet ihr am besten noch einmal mit einem Lineal, für ein optimales Ergebnis.


Als nächstes geht es ans Binden. Dafür brauchen wir Löcher im Falz. Diese markiert ihr euch am besten mit einem Bleistift. Zwei Löcher setzt ihr mit Abstand zum Rand von 2,5 cm und drei weitere mit dem Abstand von 4 cm.
(Ich habe den Papierstapel mit Büroklammern zusammengehalten, damit nichts verrutscht.)


Mit einem Zirkel bohrt ihr nun die markierten Löcher nach. Größer muss das Loch gar nicht sein.
Das wiederholt ihr jetzt mit allen Papierstapeln.


Zum Binden fädelt ihr euren Faden (er muss recht lang sein, also nicht geizen) ein und dann geht ihr wie folgt vor:


 Ihr stecht von Außen durch das unterste Loch und dann von innen wieder durch das Loch daneben.
(Es gibt verschiedene Arten ein Buch zu binden, das hier war nun die Variante, wie es bei mir am besten gehalten hat. Ihr könnt aber ausprobieren, wie eure Stapel am Ende am besten zusammen halten. Man kann da nicht viel falsch machen, die Hauptsache ist, dass am Ende alles fest sitzt.)


Von Außen dann durch das dritte Loch und dann wieder durch das äußerte nach Außen.


So fädelt ihr nun alle Stapel nacheinander auf. Bedenkt aber, dass ihr immer durch sämtliche Löcher stechen müsst, damit es richtig fest sitzt. Bei allen weiter Stapeln müsst ihr nun auch durch das fünfte Loch (das in der Mitte), damit euer Faden am Ende wieder Außen ist.


Dann verknotet ihr den Faden fest.


Und fixiert das ganze mit Klebeband.


Nun benötigen wir die Pappe.


Diese schneidet ihr die Coverdeckel in Größe eures Papierstapels zu. Auf jeder Seite gebt ihr dafür aber 5mm dazu, damit das Buchcover dann ein wenig überlappt.


Dann schneidet ihr einen Buchrücken zu. Die Länge davon ist so lang, wie eure Außenseiten. Die Breite könnt ihr variieren, eben so, dass euer Papierstapel später gut hinein passt.


Nun benötigen wir den Stoff.


Legt eure Coverdeckel und den Buchrücken darauf. Der Abstand zwischen Cover und Rücken sollte ca. 3 mm betragen.


Das ganze wird mit doppelseitigem Klebeband am Stoff befestigt.


Dann könnt ihr den Stoff grob ausschneiden.


Und die Ränder dessen einklappen und mit doppelseitigem Klebeband fixieren.
Es muss nicht schön aussehen, ums Design kümmern wir uns gleich noch.


Jetzt schneiden wir ein Stück Geschenkpapier ab, auf das euer Notizbuch gut liegen kann.


Mit flüssigem Kleber könnt ihr nun das Cover auf dem Geschenkpapier befestigen.

 
Auch hier klappt ihr die Kanten wieder um und fixiert diese mit Tesafilm.

Nun klebt ihr doppelseitiges Klebeband auf den Rücken eures Papierpäckchens.


Und klebt dieses in die Mitte eures Covers.


Die jeweils erste Seite könnt ihr nun mit Flüssigkleber an das Cover kleben. So hält der Stapel bombenfest.


Zum Schluss könnt ihr das Innere des Buches noch mit eurem Geschenkpapier verschönern.

Das war es auch schon. Ich habe dafür ca. 3 Stunden gebraucht. Es ist gar nicht so schwer, wie es Anfangs aussieht und ich finde, das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

Freitag, 15. Dezember 2017

Christmas Wishes (M. S. Kelts) [Q]

Titel: Christmas Wishes
Autor: M. S. Kelts
Verlag: frei publiziert
Seitenzahl: 56 Seiten
Beschreibung: Innerlich jubelt Lorenz über den hübschen Kunden, der das Juweliergeschäft betritt, vielleicht endlich der Mann fürs Leben. Doch die Freude währt nicht lange, denn der Mann möchte einen Verlobungsring für seinen Freund kaufen.

Meine Meinung:

Ich muss ehrlich gestehen, von dieser Geschichte war ich wirklich enttäuscht. Da denkt man, M. S. Kelts ist doch eigentlich ein Name im Gay Romance Bereich, aber die Story hier, die war ja einfach mal gar nichts.
Mir hat schon der Stil einfach überhaupt nicht gefallen. Die Situationen werden einfach schon viel zu übertrieben dargestellt, so dass man das Gefühl hat, dass hätte irgendein Teenager-Girlie geschrieben. Dadurch bin ich auch mit dem Charakter nicht warm geworden, weil er mir einfach zu dümmlich und affektiert wirkte.
Ich weiß nicht, was so eine überzogene Darstellungsweise bezwecken soll, ob man damit witzig sein möchte oder ob man wirklich denkt, das wäre ein guter Schreibstil, aber ich fand es einfach nur total komisch. Es hat auch meinen Lesefluss total gestört, obwohl der Text ansonst ja anschaulich beschrieben, flüssig und fehlerfrei geschrieben ist.
Leider hört es dabei aber nicht auf, ich fand nämlich die Story mindestens genauso blöd, wie den Stil. Das ganze Geschehen war total überzogen und absolut unrealistisch. Man muss sich das mal vor Augen führen. Typ A geht in ein Juweliergeschäft, um Verlobungsringe zu kaufen, und flirtet dort aber mit Typ B. Sinnloser geht es doch gar nicht mehr. Gut, etwas später erfährt man dann, warum das so passiert, aber ganz ehrlich? Wirklich Sinn macht auf mich die Erklärung auch nicht. Eher wirkt es wie eine zusammengewurschtelte Notlösung, um totalen Quatsch irgendwie sinnvoll zu Papier zu bringen – nur dass es halt leider nichts bringt. Ich will jetzt nicht zu sehr spoilern, aber ich muss es jetzt einfach sagen, weil ich es so unglaublich bescheuert finde: Er will seinem Freund einen Antrag machen, um ihn so dazu zu zwingen, endlich Stellung zu ihrer Beziehung zu beziehen. Hä?! Dümmer geht es doch kaum noch, also entschuldigt bitte, aber ich komm darauf einfach nicht klar. Man macht doch keinen Heiratsantrag, nur um zu sehen, wo man in einer Beziehung eigentlich steht. Da hilft Klartext reden und notfalls trennen – aber doch nicht einen waghalsigen Heiratsantrag machen, obwohl es einem am liebsten wäre, der Typ sagt nein, damit man ihn endlich los hat. Und schon beim Kauf, den nächsten anzulachen… Da lang ich mir echt an den Kopf.
Genauso blödsinnig geht es dann weiter. Im Prinzip verbringen sie ihr erstes Date schon damit, zu beschließen, dass es wohl offensichtlich die Liebe ihres Lebens wird, weil dann schon von Heiratsplänen fantasiert wird, etc.
Totaler Quatsch von vorne bis hinten.
Und mit Weihnachten hat die Geschichte auch nicht so viel am Hut, einzig ihr Date ist eben an Weihnachten.
Wenn ihrs lesen wollt, bitte, lest es. Aber ich habe euch gewarnt!

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Kinderbücher mit homosexueller Thematik [K]

Hi ihr Lieben!

Tag 14 möchte ich gerne einem Thema widmen, dass mir persönlich echt am Herzen liegt. Ich finde auch, dass man das Thema echt zu Weihnachten mal ansprechen sollte, jetzt wo alle nach Geschenken Ausschau halten. Und zwar möchte ich euch eben Bücher vorstellen, die ihr verschenken könnt - nicht an irgendjemanden, sondern eben an kleine Kinder. Mein Blog ist ja nicht unbedingt von Thema her prädestiniert dafür, sich mit Kinderbüchern zu beschäftigen, aber dennoch gibt es sie: die Kinderbücher mit homosexueller Thematik.
Darin kriegen Kinder eben sozusagen gezeigt, wie sie mit homosexuellen Paaren umgehen sollen. Also sprich, man kann ihnen daran wunderbar erkären, dass so etwas völlig normal ist, dass sie deshalb niemanden auslachen oder ausschließen sollen und kann damit auch verhindern, dass sie komisch reagieren, wenn sie mal ein homosexuelles Pärchen irgendwo sehen. Es ist einfach die optimale Grundlage dafür, so ein Gespräch mit einem Kind zu führen.
Oft kriegen sie ja auch im Kindergarten oder der Schule von anderen Kindern mit, dass z. B. "Schwuchtel" voll das tolle Schimpfwort ist und da ist es unglaublich wichtig, dass man Kindern dann erklärt, dass das kein Grund ist, jemanden zu beschimpfen beziehungsweise es ihnen einfach zu erklären, was damit überhaupt gemeint ist. Weil das ist ja noch da schlimmste daran: Sie benutzen dieses diskriminierende Schimpfwort dann und wissen eigentlich gar nichts damit anzufangen.
Also, ich bin jetzt kein Pädagoge, aber ich halte diese Bücher schon für padägogisch sehr wertvoll. Ich meine, allgemein sind Kinderbücher pädagogisch sehr wertvoll. Ich bin der Meinung, darin lernen die Kinder so viel, wie sie sich sozial verhalten aber auch ganz viele andere Dinge des täglichen Lebens... Jedes Kind sollte Massen an Büchern vorgelesen bekommen, finde ich. Und dann eben auch gerade solche, in denen sie Dinge wie Toleranz von klein auf lernen.
Ich möchte jetzt natürlich niemanden in seine Erziehung reinreden, aber ich denke, es kann kein Fehler sein, Kinder schon früh mit Büchern vertraut zu machen und erst recht nicht, solche Themen dann über ein Kinderbuch anzusprechen. Und überhaupt kann es kein Fehler sein, ein Buch zu Weihnachten - oder überhaupt - zu verschenken.
Also falls ihr jetzt kleine Kinder in eurer Familie, eurem Verwandten- oder Bekanntenkreis habt und für diese ein Geschenk braucht, dann denkt doch vielleicht mal darüber nach, ob nicht so ein Buch ein ideales Geschenk wäre. Ihr könnt es ja dann auch selbst in die Hand nehmen und mit dem Kind das Buch lesen und darüber sprechen. Ich finde das eine schöne Geste, gerade jetzt zu Weihnachten.
Ich muss zugeben, dass ich die Bücher, die ich jetzt für euch rausgesucht habe, selbst nicht gelesen habe und deshalb auch keine Einschätzung dazu abgeben kann. Deshalb habe ich auch überlegt, ob ich diesen Beitrag überhaupt bringen soll, aber dann dachte ich mir: Egal! Mir ist das Anliegen zu wichtig, um es jetzt unangesprochen zu lassen.
Ich habe leider kein kleines Kind in meiner näheren Umgebung, dem ich so ein Buch schenken könnte, aber hätte ich eines, wäre es wohl das erste, was es von mir bekommen würde. Und ich habe mir jetzt einfach durch das Angebot gewühlt, Rezensionen von anderen Leuten gelesen und nun drei Kinderbücher herausgesucht, die ich euch nun eben ans Herz legen möchte.
Schaut sie euch doch einfach mal an, vielleicht ist da ja eines dabei, von dem ihr denkt, dass ihr es verschenken wollt. Ich verlinke euch einfach mal die zugehörige Amazon-Seite zu jedem Buch. Dann könnt ihr euch dort auch die Rezensionen anschauen.

König und König (Linda de Haan/Stern Nijland):
Das Buch stammt aus dem Gerstenberg Verlag, umfasst 32 Seiten und handelt von einem Kronprinz, der einfach keine Braut findet. Dann aber reist ein Prinz an und plötztlich verliebt sich der Kronprinz.

Keine Angst in ANDERSRUM: Eine Geschichte vom anderen Ufer (Olivia Jones):
Das Buch erschien im Schwarzkopf und Schwarzkopf Verlag und beinhaltet 56 Seiten. Darin geht es um Luis, der aus der Schule das Schimpfwort "schwul" mitgebracht hat. Um ihm und seiner Schwester Emma zu zeigen, dass dies kein Schimpfwort ist, erfindet Tanta Maria das Land Andersrum, in dem eben alles andersrum ist.

Zwei Papas für Tango (Edith Schreiber-Wicke):
Das Buch erschien im Thienemann Verlag, umfasst 32 Seiten und handelt von den beiden Pinguinen Roy und Silo, die sich kein Weibchen suchen, sondern lieber zusammen leben. Als sie anfangen, einen Stein auszubrüten, bekommen sie ein echtes Ei untergeschoben und heraus kommt Pinguin Tango, mit dem sie nun endlich eine richtige Familie sind.

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Herr Grummel und sein Rentierchen (Neela Faye/Eve Flavian)

Titel: Herr Grummel und sein Rentierchen
Autor: Neela Faye/Eve Flavian
Verlag: frei publiziert
Seitenzahl: 138 Seiten
Beschreibung: Bjarne liebt Weihnachten, doch sein Mitbewohner Jannik hasst es. Deshalb versucht Bjarne alles, um Jannik vom Gegenteil zu überzeugen.

Meine Meinung:

Von dem Buch bin ich ehrlich gesagt nicht so überzeugt. Es war mir einfach mal wieder zu viel. Die Charaktere waren mir einfach schon zu viel. Der eine viel zu grummelig, der andere zu schusselig und optimistisch und einfach irgendwie zu dümmlich. Ich mochte einfach nicht, dass man immerzu den Eindruck hatte, zwei Kleinkinder treffen aufeinander, weil das dann so grotesk wirkt, wenn sie geil aufeinander sind.
Ich mochte auch nicht, wie sie im ersten Moment übereinander herfallen und dann wieder Abstand nehmen – weil sie einfach nicht miteinander reden können. Ja okay, solche Missverständnisse passieren wohl im realen Leben auch so häufig, aber hier hat es mich einfach genervt.
Und auch der Schreibstil ist jetzt nicht so sonderlich weltbewegend, dass man das Buch unbedingt gelesen haben muss.
Ich mag auch nicht, wie sie dann doch zueinander finden und dass das Buch dann damit nicht beendet ist… irgendwie mochte ich die Geschichte einfach nicht, tut mir Leid. Vielleicht gefällt sie euch ja besser.

Dienstag, 12. Dezember 2017

Bücherspenden [K]

Hi!

Ich finde immer, Weihnachten ist nicht nur die Zeit, in der man Geschenke kriegt, sondern vor allem auch die Zeit, in der man selbst Gutes tun kann. Und dazu gehören nicht nur Geschenke, sondern auch Spenden. Nicht umsonst betteln viele Organisationen gerade an Weihnachten dafür, dass man die Wale rettet oder Kindern in Not hilft.
Ihr müsst aber kein Geld spenden, um etwas Gutes zu tun. Ihr könnt auch Bücher spenden – und vielleicht hilft das sogar noch ein bisschen mehr, denn das könnt ihr vor Ort tun und seht gleich, wie es jemand anderen glücklich macht.
Ich habe mal zusammengetragen, wohin ihr Bücher bringen könnt, die ihr einfach aussortiert habt oder von denen ihr denkt, dass sie in anderen Händen vielleicht besser aufgehoben sind, als in euren:

Kinder- und Jugendbücher:
  • Krankenhäuser (Kinderstation)
  • Kindertagesstätten/Kindergärten/Grundschulen
  • Waisenhäuser
  • Jugendheime
  • Bücherei
  • Jugendtreffs/-zentren
  • Öffentliche Bücherschränke
  • Mutter-Kind-Cafés

Romane:
  • Bücherei
  • Öffentliche Bücherschränke
  • Obdachlosenheime
  • Cafés mit Bücherschrank
  • Sozialhilfestellen (z.B. die Tafel)
  • Gefängnis
  • Flüchtlingsheime

Sachbücher: (hier kommt es natürlich auf die Art des Buchs an)
  • Volkhochschulen
  • Schulen
  • Bücherei
  • Öffentliche Bücherschränke
  • Schülerhilfe
  • Universitäten
  • Bibliotheken

Jules :)

Montag, 11. Dezember 2017

Julafton hemma (Rona Cole) [Q]

Huhu!

Auch heute gibt es einen weihnachtlichen Quickie und zwar Rona Coles Kurzgeschichte "Julafton hemma". Diese umfasst 50 Seiten, wird frei publiziert und gehört zu Ronas Buch "Fairy-Tale". Man muss dieses Buch gelesen haben, um die Geschichte zu verstehen. In der eBook-Version von "Fairy-Tale" wurden die beiden  Kapitel ergänzt, aber wenn ihr das Buch schon vorher gelesen habt, müsst ihr sie eben zusätzlich kaufen.




Beschreibung:

Phil und Per verbringen Weihnachten in Europa, aber obwohl der Weihnachtsabend wunderschön ist, holt sie die Realität bald wieder ein. Zurück in New York, müssen sie ihre Liebe weiter verborgen halten und können nicht viel Zeit miteinander verbringen. Während Phil damit kämpft, auf Per zu warten, beginnt dieser, sein Leben langsam in Frage zu stellen.

Meine Meinung:

Ich finde diese kurze Episode mit den beiden einfach so süß und irgendwie auch so traurig. Es wird einfach deutlich, dass sie beide mit ihrer Situation nicht so ganz zufrieden sind und gerade Phil eben darunter leidet, dass er immernoch auf Per wartet und oft alleine ist.
Die Geschichte ist aber auch irgendwie sehr romantisch. Gerade die Kulisse passt da eben auch noch perfekt dazu. Es unterstreicht einfach, wie sie zu einander halten, egal, wie blöd die Situation gerade ist. Aber man kann eben auch gut erkennen, dass man einen Neuanfang will, dass man die Situation ändern will.
Obwohl die Geschichte sehr kurz ist, lohnt sie sich meiner Meinung nach total, gerade, wenn man Fan dieser Geschichte ist. Ich mag die tiefsinnigen Gespräche und es gibt sogar schöne Sexszenen.
Das einzige, dass vielleicht ein bisschen gestört hat: Das Schwedisch hätte ich gerne übersetzt gehabt, ich musste nämlich alles googlen und das stoppt den Lesefluss dann natürlich total.
Ach ja und dann spielt die Geschichte natürlich um Weihnachten und Silvester und wird deswegen auch erst jetzt rezensiert. Ich finde, diese weihnachtliche Stimmung passt 1. perfekt zur Geschichte und kommt 2. auch super rüber, so dass man richtig in Stimmung kommt. Also echt klasse!

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich finde, die Geschichte ist ein absolutes Muss, wenn man Fair-Tale gelesen und geliebt hat und rundet das Buch super ab. Außerdem bringt sie einen schon schön in Weihnachtsstimmung, ich habe es verschlungen.

Am Anfang dachte ich, der Adventskalender tötet mich, aber langsam füllt er sich eigentlich ganz gut. Super, oder?
Jules :)

Sonntag, 10. Dezember 2017

Heiße Spiele auf der Berghütte (Kim Langthon) [Q]

Hi meine Lieben!

Der heutige Quickie nennt sich "Heiße Spiele auf der Berghütte" und stammt von Kim Langthon. Er wird frei publiziert und umfasst 37 Seiten. Handeln tut er von Nils, der sich Weihanchten auf eine Berghütte zurück zieht und dort auf Tom trifft.


Beschreibung:

Nils zieht sich Weihnachten auf eine einsame Berghütte zurück, um seine Sorgen zu vergesse. Doch dann taucht Tom auf, der in Nils noch ganz andere Gefühle weckt. Nicht nur, dass er sich sexuell stark zu ihm hingezogen fühlt, irgendwie empfindet er nach und nach mehr für Tom. Aber zunächst muss Nils die Dinge klären, die er eigentlich hatte zurücklassen wollen.

Meine Meinung:

Der Stil ist wirklich okay. Er ist zwar nicht sonderlich anspruchsvoll, aber trotz seiner Einfachheit kann man gut und flüssig lesen und sich in die Geschichte hineinversetzen. Trotzdem muss ich natürlich sagen, dass man es an mancher Stelle noch hätte ausführen könne. Und das schon alleine deswegen, weil es dann auch der Geschichte mehr Form gegeben hätte.
Ich bin zum Beispiel der Meinung, dass man sowohl Nils' als auch Toms Geschichte noch hätte mehr ausführen müssen, so dass man viel mehr Hintergrundinformation zu den Charakteren gehabt hätte. Gerade über Tom erfährt man so gut wie gar nichts und auch die Probleme von Nils finde ich nur sehr grob umrissen. Und auch, wie sie sich letztlich lösen, erscheint mir eher zurechtgebogen, um sie schnell abhandeln zu können, als wirklich realistisch oder nachvollziehbar.
Man merkt eben ganz deutlich, dass der Fokus hier eher auf den Sex und ihren Aufenthalt in der Hütte liegt, aber dann hätte man den Rest lieber ganz weggelassen.
Auch die Entwicklung ihrer Beziehung hätte ich mir ein wenig ausführlicher gewünscht.
Die Sexszenen selbst sind in Ordnung, sie waren sexy und recht ausführlich.
Weihnachten ist zwar Thema, bekommt aber nicht sonderlich viel Bedeutung zugetragen. Das finde ich jetzt aber nicht sonderlich schlimm.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Nicht unbedingt etwas für Weihnachtsfans, aber auf jeden Fall für alle die, denen ein heißes Abenteuer auf einer einsamen Berghütte zusagt. Viel mehr ist es leider nicht, aber ein wenig Sex für Zwischendurch ist sicher auch nicht das schlimmste.

Die Rezi musste jetzt ein Jahr auf ihren Einsatz warten. Ich kann ja so grausam zu meinen armen Rezis sein.
Jules :)

Samstag, 9. Dezember 2017

Winterkuss (Heidi Cullinan)

Titel: Winterkuss
Autor: Heidi Cullinan
Verlag: Cursed Verlag
Seitenzahl: 195 Seiten
Beschreibung: Frankie ist wahrlich ein Pechvogel. Mitten im größten Schneesturm, bleibt er in der Pampa stecken und hat die Wahl, entweder zu erfrieren oder sich mit drei bärigen Männern eine kleine Holzhütte zu teilen. Er wählt letzteres und sieht sich daraufhin mit Marcus konfrontiert, der ihn absolut nicht zu mögen scheint - und ihn das auch voll spüren lässt.

Meine Meinung:

Das Buch hat mir schon sehr gut gefallen.
Vielleicht ist es eine sehr lahme Storyidee, wenn vier schwule Männer ganz zufällig zusammen in er Hütte eingeschneit sind, aber zumindest ist es gut erklärt und dann kann man da auch darüber hinweg sehen – zumindest mit etwa guten Willen.
Zumal das fröhliche Hüttenmiteinander eigentlich ganz schön geschildert wird. Es passiert eigentlich gar nicht so viel in der Zeit, aber dennoch macht es Spaß, es zu lesen. Und es ist auch schön, wie sich die beiden Männer nur langsam näher kommen, man aber dennoch erkennt, dass da eigentlich die Funken fliegen.
Ein wenig geht das Buch auch auf das Thema ein, wie oft ein Mann einfach nicht als Mann dargestellt wird, nur weil er sich zu weibisch-tuntig verhält. Ehrlich gesagt mag ich die Art, wie das Thema behandelt wird, sehr gerne. So intensiv habe ich bisher noch nie etwas dazu gelesen und was ich da zu lesen bekomme, hat mir gefallen. Es zeigt nämlich die Sicht, ganz außerhalb des Klischeedenkens und vor allem stellt es eben klar, was schon lange mal klargestellt gehört: tuntig oder nicht, ein Mann ist ein Mann. Und es muss auch nicht, nur weil ein Prota weibisch wirkt, immer alles so mit Klischees überzogen und völlig übertrieben sein – es reicht genau so, wie es in dem Buch hier dargestellt ist – und damit ist es vermutlich sehr viel realistischer.
Es hat mir sehr gut gefallen.
Weihnachten kommt zwar nur ein kleinerer Anteil an dem Buch zu, aber dafür sorgt der Schneesturm für Weihanchtsfeeling und Kuschelstimmung. Echt lesenswert um diese Zeit rum.

Freitag, 8. Dezember 2017

Queer as Folk [K]

Hi!

Ich weiß, was ihr jetzt denkt: jetzt packt der Junge diese alte Serie wieder aus. Ich wäre aber nicht ich, hätte ich mir das nicht lang und breit überlegt. Letztlich habe ich mich also bewusst dafür entschieden, einen Post über eine Serie zu machen, die bereits vor 10 Jahren in Deutschland lief. Damals war ich noch recht jung und die Serie ist an mir vorbeigegangen, ohne dass ich ihr sonderlich groß Beachtung geschenkt habe. Natürlich habe ich reingeguckt, aber das war es auch schon. Vor einigen Wochen dann bin ich zufällig wieder darauf gestoßen und dann hat es mich einfach nicht mehr losgelassen. Ich hab mir die komplette Serie gekauft und sie noch mal geschaut – und diesmal richtig. Und dabei ist mir der Gedanke gekommen, dass es sicher vielen so geht wie mir: Sie haben sie damals genau wie ich nicht beachtet oder waren noch jünger als ich und haben sich mehr für Legosteine und Puppen interessiert – und manche wussten vielleicht bis eben gar nicht, dass es die Serie überhaupt gibt, auch wenn sie eigentlich wirklich Kult ist. Dieser Beitrag ist aber auch für alle, die die Serie vielleicht schon kennen. Vielleicht bekommen die mal wieder Lust, sie zu sehen. Ich finde, das ist die Serie wirklich wert, dass man sie sich noch mal anschaut.
Tja, das waren meine Überlegungen und hier ist nun also das Endresultat daraus:

Auf Amazon gibt es eine Box, in der alle Staffeln und einer Bonus-DVD, und die ist sogar recht günstig im Vergleich dazu, sich jede Staffel einzeln zu kaufen. Ich habe sofort zugeschlagen. Falls ihr also die Serie nicht zu Hause habt, empfehle ich diese Box.
Jetzt aber endlich zur Serie:
QAF entstand 2000 bis 2005 und umfasst 83 Episoden innerhalb von 5 Staffeln. Erstausstrahlung in Deutschland war 2006 auf Pro 7.
Die Serie handelt von fünf schwulen Freunden, aber es werden auch teilweise die Geschichten ihrer Freunde und Familie mit eingewoben – allem voran, die eines lesbischen Pärchens. Im Prinzip dreht sich die Serie um deren Alltag, ihr Leben und ihre Liebe. Dabei werden aber auch viele Dinge angesprochen, die eher ernsterer Tobak sind, z.B. AIDS, Diskriminierung, oder Homophobie.
Es ist eine der wenigen Serien, die sich ausschließlich mit dem Leben von homosexuellen Charakteren befasst. Genau das macht sie auch so besonders.

Ich finde, die Serie ist eine mutige Herangehensweise daran, schwules Leben in der Gesellschaft zu integrieren und sich für die Rechte von Homosexuellen und Toleranz einzusetzen. Natürlich beinhaltet die Serie manchmal auch Klischees, aber ich finde, die Klischees werden mit einem gewissen Witz getragen und deshalb finde ich das gar nicht so schlimm. Es ist auch wirklich einfach nur toll umgesetzt. Die Darstellung ist oft provokant, aber auch ehrlich und das finde ich so schön. Eben auch, weil ernste Themen angesprochen werden und es eben doch nicht nur um Sex geht, auch wenn Sex in der Serie nicht zu kurz kommt.
Die Charaktere sind allesamt liebenswert und es macht einfach Spaß, sie af einen Teil ihres Lebens begleiten zu können. Ein wenig fühlt man sich leer, wenn man die letzte Folge geguckt hat und weiß, es wird keine weitere mehr geben.
Ich bin momentan wirklich verliebt und ich denke, ihr werdet es nicht bereuen, wenn ihr auch mal (wieder) in die Serie hineinschaut. Von mir gibt es auf jedenfalls eine ganz klare Empfehlung.

Bis morgen!
Jules :)

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Winterpunsch und Herzenswunsch (Savannah Lichtenwald) [Q]

Hey!

Ich möchte euch heute die Geschichtensammlung "Winterpunsch und Herzenswunsch" von Savannah Lichtenwald vorstellen. Diese erschien bei BookRix und auf 81 Seiten beinhaltet sie sechs Geschichten rund um die Weihnachts- und Winterzeit.


Beschreibung: 

Fieberträume:
Hier geht es um zwei Protagonisten, die nur Sex miteinander haben, bis der eine - Fynn - krank wird und der andere - Simon - ihn pflegen muss. Dabei kommen die Gefühle an die Oberfläche, die beide schon länger hegen. Simon ist nämlich schon länger in Fynn verliebt und auch Fynn mag Simon, auch wenn er Angst hat, von der Beziehung enttäuscht werden zu können.  

Herzenswunsch:
Paul betreibt auf dem Weihnachtsmarkt einen Stand und benötigt dringend eine Ausfhilfe. Bisher hat er nur Nieten eignestellt und auch der diesjährige, nämlich Yasir, scheint eine solche Niete zu sein. Dennoch gibt ihm Paul eine Chance und sie kommen sich sogar näher - doch dann passiert etwas, dass die Pechwelle der letzten Jahre doch zu bestätigen scheint.

Peers letzte Chance:
Peer hat letztes Weihnachten einen Fehler gemacht und dank eines Engels bekommt er nun die Chance, diesen wieder auszubügeln und nebenbei eben seine große Liebe Luca zurück zu gewinnen.

Winterpunsch:
Stefan wird von seinem Freund Karsten von Jarno verlassen, kann ihn aber nicht vergessen. An Silvester will er ihn zurückgewinnen und hofft, ihn in einer Kneipe anzutreffen. Tatsächlich erscheint Karsten, in Begleitung des verhassten Jarno. Doch nichts ist, wie es zunächst scheint und plötztlich ist es Jarno, mit dem Stefan sich verbunden fühlt und nicht Karsten.

Weiß ist keine Farbe:
Eric ist HIV positiv und trifft bei einem Gesundheitscheck im Wartezimmer auf Lysander. In diesen ist er schon eine ganze Weile verschossen, doch bisher wurde ihm nur die kalte Schulter gezeigt. Nun scheint er zu erahnen, warum Lysander nur schwer Leute an sich heranlässt und hat auch endlich eine Gemeinsamkeit gefunden, die ein Gespräch ermöglicht, aus dem vielleicht mal mehr wird.

Ganz leise rieselt der Schnee:
Tom hat einen stressige Zeit im Job hinter sich und möchte einfach ein bisschen entspannen und seine Ruhe genießen. Dazu reist er in einen Ferienpark, wo er allerdings Adrian und dessen Neffen Lukas als Nachbarn bekommt - dise sind viel zu laut und durchkreuzen damit Toms Pläne, was schnell zu Streitigkeiten führt.

Meine Meinung:

Fieberträume:
Ich fand es eine schöne Kurzgeschichte, auch weil sie sich auf eine einzige Szene beschränkt, die dafür sehr ausführlich ist. Das gefällt mir besser, als würde man 100 Zeitsprünge einbauen. Natürlich geht es sehr fix, wie Fynn sich überzeugen lässt, dass Simon ihn liebt und ihre Beziehung lang und super werden wird - aber bei so wenigen Seiten kann man auch keine komplexe Lovestory mit Höhen und Tiefen erwarten.
Was nicht so rüber kommt, ist die weihnachtliche Stimmung, aber das finde ich nicht schlimm.

Herzenswunsch:
Für mich entwickelt sich diese Geschichte einfach zu schnell. Sie arbeiten ja nur zusammen, lernen sich aber sonst nicht näher kennen und sind doch plötztlich total verliebt in einander. Das ist mir zu unausgeführt, ich kann das nicht richtig nachvollziehen und deswegen finde ich es auch nicht so gut.
Dafür hat diese natürlich mehr mit Weihnachten zu tun, als die erste Geschichte und ist natürlich schön, um sich somit in Stimmung zu bringen.

Peers letzte Chance:
Dank dem Engel, bekommt die Geschichte natürlich so einen magischen Touch, der mir in Weihnachtsgeschichten immer sehr gut gefällt. Wann, wenn nicht an Weihnachten, ist es mal wieder Zeit, an Engel zu glauben? Ich mag auch, wie Peer hier eben dank dem Engel eine Chance bekommt - entfernt erinnert das sozusagen an die Weihnachtsgeschichte, wenn die Thematik auch anders ist.
Vielleicht ist die Lösung ein bisschen zu einfach, aber ich mag die Geschichte trotzdem, auch, weil sie Weihnachten so gut aufgreift und einen guten Humor besitzt.

Winterpunsch:
Es ist natürlich keine Weihnachtsgeschichte, aber es geht um Silvester und das finde ich auch toll, weil es eben symbolisch für einen Neubeginn steht, was hier gut zur Geschichte passt.
Ich mag auch, wie Jarno und Stefan sich annähern, aufgrund ihres Ex-Freundes eben. Ich mag es, wenn es so ein bisschen Ironie des Schicksal ist und da die Geschichte auch gut gemacht ist, kann ich da nicht viel dran kritisieren.

Weiß ist keine Farbe:
Ich finde es ja immer wieder schön und wichtig, wenn Geschichten HIV ansprechen. Auch wenn die Krankheit schrecklich ist, ist sie hier jedoch der Grund, warum es Eric gelingt, sich endlich seinem Schwarm anzunähern, was ich irgendwie ganz schön finde. Ich mag auch, dass die Geschichte nicht unnötig schnell voran geht, sondern dass sie sich einfach sympathisch sind und sich verabreden, ohne dass man schon die Hochzeitsglocken läuten hört. Sowas mag ich.
Auch hier hat es nicht wirklich mit Weihnachten zu tun, eher mit Winter allgemein, aber das ist völlig okay, weil die Geschichte wirklich gut gelungen ist.

Ganz leise riesel der Schnee:
Ich finde, diese Geschichte geht wieder etwas schnell. Tom ist sich Adrian recht schnell sicher und auch hier kennen sie sich meiner Meinung nach zu wenig, um sich das wirlich sein zu können. Ich finde es zwar ganz süß, dass Tom Adrian zeigen will, dass er ihn auch mag, obwohl er ein "Kind an der Backe" hat, aber wie gesagt, es ist einfach ein bisschen fix in der Entwicklung. Und natürlich ist mir der Liebesbeweis zu kitschig, wenn er auch ganz passend gestaltet ist.
Obwohl die Geschichte nur indirekt mit Weihnachten zu tun, finde ich aber, dass sie zumindest Lust auf Schnee und Winter macht.

Zielgruppe:

Wenn ihr Lust habt, euch mit Geschichten rund um Weihnachten und Winter in Stimmung zu bringen, seid ihr hier richtig. Natürlich ist die eine Sammlung von Kurzgeschichten und wie immer darf man bei Kurzgeschichten nicht das ganz große Kino erwarten, aber ich finde sie doch unterm Strich gelungen und sie erfüllen auch ihren Zweck.

Das war die erste Weihnachtsgeschichte, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Im August. :D Aber das macht mir nichts, denn eignetlich ist für mich das ganze Jahr Vorzweihnachtszeit - ich liebe diese Zeit einfach so sehr, ich ertrag das auch 365 Tage im Jahr.
Jules :)

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Eine Hütte für Zwei (Teodora Kostova)

Titel: Eine Hütte für Zwei
Autor: Teodora Kostova
Verlag: Cursed Verlag
Seitenzahl: 114 Seiten
Beschreibung: Nate liebt Quinn eigentlich schon immer, doch als er ihm seine Liebe gesteht, bricht Quinn ihm das Herz. Doch Quinn hatte einen Grund dafür und muss nun alles dafür tun, dass Nate ihm verzeiht.

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich ehrlich überrascht. Ich hatte nicht all zu hohe Erwartungen, weil man das bei Weihnachtsgeschichten offenbar nicht haben darf, aber ich hätte nie gedacht, dass mir das Buch so gut gefallen könnte.
Ich mag, dass in dem Buch sehr viel Drama drin ist, es aber irgendwie trotzdem nicht zu übertrieben wirkt. Wisst ihr, normalerweise ist es meistens dann einfach zu viel, aber hier war es so nachvollziehbar umgesetzt, dass es gar nicht gestört hat und die Geschichte wirklich spannend gemacht hat.
Ich finde, die Reaktionen der Charaktere sind nachvollziehbar und gut rüber gebracht worden, so dass man sich als Leser auch hineindenken und mitfühlen kann. Und vor allem versteht man die Reaktionen – zumindest verstehe ich diese, weil ich wohl genauso reagieren würde.
Ich mag auch die Geschichte an sich. Man weiß ja am Anfang noch gar nicht, was eigentlich genau los ist und somit hält sich die Spannung dann auch aufrecht, bis es endlich aufgeklärt wird. Und ich finde auch die Begründung gut gelungen, weil sie wirklich einen Grund zum Verzeihen bietet und es somit nicht wieder ein erzwungenes Friede-Freude-Eierkuchen-Ende gibt, sondern ein realistisches.
Okay, vielleicht geht es dann mit dem Verzeihen und mit dem Thema Beziehung dann doch etwas schnell, aber ich finde nicht, dass man das jetzt wunder wie kritisieren muss, weil es noch im Rahmen ist.
Tja und dank dieser ganzen Hütten-Atmosphäre ist das Buch auch noch bestens für Weihnachten geeignet und bekommt von mir deshalb eine absolute Weihnachts-Leseempfehlung.

Jules :)

Dienstag, 5. Dezember 2017

Ein Buch als Weihnachtsgeschenk [K]

Hallo ihr Lieben!

Geht es euch genauso, dass jetzt die stressige Zeit beginnt, in der man langsam anfängt, sämtliche Weihnachtsgeschenke zu besorgen und sich krampfhaft fragt, was man dieses Jahr schon wieder verschenken soll? Ich habe dieses Problem jedes Jahr, obwohl ich eigentlich recht früh mit meiner Geschenkeplanung anfange und halte es dann gerne, wie ein Großteil der Deutschen, um dem Stress Einhalt zu gebieten: Ich verschenke Bücher.
Bücher sind alle Jahre wieder ein sehr beliebtes Geschenk und zwar schnell besorgt, aber aufgrund der Thematik und des Genres doch immer wieder ein sehr individuelles Präsent. Leider ist es aber oft so, dass Bücher unter dem Weihnachtsbaum liegen, die dem Beschenkten gar nicht richtig zusagen. Und auch mir geht es oft so, dass ich dann im Buchladen stehe, eine fesselnde Geschichte in Händen halte und sie am liebsten selbst lesen würde, aber dann kritisch feststellen muss: Für XY ist dieses Buch eigentlich gar nicht geeignet.
Wenn man selbst gerne liest, ist es eben einfach so, dass dann manchmal der eigene Geschmack mit einem durchgeht und man etwas kauft, dass einen zwar selbst zusagt, einer anderen Person aber gar nicht zusagt.
Vielleicht lest ihr selbst aber auch gar nicht und seid jetzt nur hier gelandet, weil ihr krampfhaft nach einem Buch sucht, dass jemanden gefallen könnte, obwohl ihr selbst gar keine Ahnung von Literatur habt?
Egal ob ihr zur ersten oder zur zweiten Gruppe gehört, ich habe versucht, ein paar Tipps und Tricks zusammen zu stellen, mit denen es euch vielleicht leichter fällt, ein passendes Buch zu finden, dass ihr Weihnachten verschenken könnt:

Kauft eher unbekannte Bücher, die aber zum Geschmack eures „Opfers“ passen:
Eigentlich recht einfach gestaltet sich die Buchsuche natürlich, wenn ihr wisst, welchen Buchgeschmack derjenige/diejenige, dem/der ihr das Buch kaufen wollt, besitzt. Wenn jemand z. B. gerne Thriller liest, dann sollte man jetzt nicht darauf hoffen, dass ihm auch ein Fantasybuch zusagt, sondern wirklich in der Thrillerabteilung seine Runden drehen.
Wichtig ist dabei, dass ihr vielleicht nicht unbedingt den Lieblingsautor bzw. die Liebingsautorin kauft denn: Wenn jemand wirklich Fan ist, hat er es entweder schon selbst gekauft oder aber jemanden unter die Nase gerieben, dass er dieses Buch gerne hätte. Seid ihr also nicht derjenige/diejenige, der/die mit der Nasenspitze auf das Buch gestoßen worden ist, kauft es nicht. Niemanden ist geholfen, wenn das Buch dann doppelt vorliegt.
Ebenso verhält es sich mit Bestsellern und anderen Büchern, die sehr im Auge der Öffentlichkeit liegen. Also alles, was quasi im Buchladen direkt vorne dran steht, so dass jeder zugreifen muss. Auch hier ist die Gefahr relativ groß, dass euer Beschenkter/eure Beschenkte das Buch schon besitzt.
Lasst euch lieber vom Personal beraten oder grabt ein wenig in den hinteren Ecken der Abteilung, dann findet ihr vielleicht ein eher unbekanntes Buch, einen kleinen Geheimtipp sozusagen, mit dem auch die Chance steigt, dass es noch nicht im Regal eures Bücheropfers steht.

Findet heraus, welches Genre dem Beschenkten zusagt:
Schwieriger gestaltet sich die Suche nach dem richtigen Buch natürlich, wenn ihr keine Ahnung habt, was euer „Opfer“ so für Genre liest. Denn heißt es: Detektiv spielen.
Sucht erstmal nach einer Möglichkeit, das Thema auf Bücher zu lenken, so dass ihr vielleicht heraushören könnt, welche Bücher der andere mag. Wenn das nicht klappt oder sich kein guter Ansatz ergibt, dann achtet einfach auf das Bücherregal. Welches Gerne ist darin am meisten vertreten? Richtet euch dann danach.
Wenn ihr gar keine Chance habt, irgendwie den Geschmack eures „Opfers“ herauszufinden, dann überlegt euch anhand anderer Dinge, die ihr von demjenigern/derjenigen wisst, welches Buch vielleicht gefallen könnte.
Ein paar Beispiele:
Wenn XY gerne einen Mittelaltermarkt besucht, ist ein Historical Roman vielleicht ganz interessant.
Ist XY Tatort-Fan, tut es sicher ein guter Krimi.
Im Kino schaut XY gerne Komödien, kauft ein witziges Buch, dass zum Lachen bringt.
Hobbys, Lieblingsserien, Lieblingsfilme… all solche Kleinigkeiten können einen auf eine gute Spur lenken, die dann vielleicht nicht 100%ig den Büchergeschmack trifft, aber sicher auch nicht total daneben liegt.

Schließt Sachbücher und Biographien nicht von Anfang an aus:
Ich weiß, dass man sich meist auf einen Roman einschießt, wenn man daran denkt, ein Buch zu verschenken, aber auch Biographien oder Sachbücher können eine interessante Idee sein, wenn es um ein passendes Buch geht.
Nicht nur, dass sie auch etwas für Leute sein könnten, die sonst eher kein Buch in die Hand nehmen, sie sind vielleicht noch passender als ein Roman:
Ist jemand großer Fußballfan und es kam gerade eine Biographie eines Fußballers heraus, solltet ihr euch die mal ins Auge fassen.
Oder studiert jemand gerade, dann kann ihm ein gutes, hilfreiches Fachbuch sicher nützlich sein.
Ein Hobbykoch wiederum freut sich vielleicht über ein neues Backbuch.
Für Leute mit schwarzen Humor gibt es so einige witzige Büchlein, die zwar keinen Roman darstellen, aber sicher dessen Geschmack treffen.

Achtet auf Kleinigkeiten:
Ihr habt nun also einen ungefähren Plan, welches Buch es werden soll und seid im Laden unterwegs – so weit, so gut. Nun gilt es aber, dennoch darauf zu achten, was man genau kauft.
Wichtig ist, dass das Buch vom Preis her dem Budget entspricht, dass ihr angedacht habt. Gerade Fachbücher sind sehr teuer und oft ist es da schwere, einen passend Preis zu finden, aber bei Romanen und Sachbüchern/Biographien, sollte es kein Problem sein. Das ist auch wichtig, weil wenn jemand euch nur eine Kleinigkeit schenkt, dann kommt er sich sicher doof vor, wenn ihr mit einem 30 € teuren Buch aufkreuzt. Oder anders herum: Wenn ihr wisst, jemand gibt viel Geld für euch aus, dann wäre es nicht wirklich nett, wenn ihr ein Mängelexemplar für 3 € vom Wühltisch greift. Gut fahrt ihr, wenn ihr einfach ein Taschenbuch wählt, die kosten nicht allzu viel, aber auch nicht so wenig, dass ihr euch damit eine Blöße gebt.
Worauf man auch achten sollte: Kauf kein Buch, dass zu einer Reihe gehört. Mehrteiler sind immer nervig, denn entweder muss man ständig den neuesten Teil kaufen oder es gefällt einen nicht, so dass man nicht weiter lesen will und hat dann eine unvollständige Geschichte herumliegen.
Es ist okay, wenn ihr ein Buch kauft, das zu einer Reihe gehört, aber in sich abgeschlossen ist. Aber alles, was einen Cliffhanger hat und zwingend einen weiteren Teil verlangt, solltet ihr nicht mitnehmen.

Was aber tun bei Planlosigkeit?
Mir ist natürlich klar, dass all diese Tipps und Tricks nicht helfen, wenn es schon bei der ersten Hürde scheitert. Wenn ihr also absolut keine Ahnung habt, in welche Richtung das Buch gehen soll, dann ist es schwer, etwas passendes zu finden.
In dem Fall habt ihr 3 Möglichkeiten, wie ihr vorgehen könnt:

1. Ihr fragt einfach, was für ein Buch sich der/diejenige wünscht. Das ist nicht sonderlich kreativ und wirklich Gedanken macht ihr euch dann auch nicht, aber immerhin trefft ihr dann den Geschmack zu 100% und helft noch mit, eine Wunschliste abzuarbeiten.

2. Kauft ein Buch, von dem ihr selbst total begeistert wart. Vielleicht ist es dann nicht der Geschmack des Anderen, aber ihr habt zumindest eine persönliche Verknüpfung zu dem Buch und schenkt etwas, dass euch am Herzen liegt – womit ihr auch XY zeigt: Du liegst mir am Herzen. Ich möchte mit dir etwas teilen, dass mir sehr viel Freude bereitet hat.
(Aus persönlicher Erfahrung weiß ich: Ich habe mal ein Lieblingsbuch von jemanden geschenkt bekommen und obwohl ich dem Genre nicht zugeneigt war, habe ich es geliebt. Und anders herum habe ich auch mal ein Lieblingsstück verschenkt und den anderen damit tatsächlich Freude bereiten können.) Seid nicht traurig, wenn das Buch dann nicht wirklich Euphorie auslöst, egal ob es gefällt oder nicht, der andere wird sich zumindest freuen, dass ihr euch Gedanken gemacht habt.

3. Lasst es einfach. Ich weiß, dass ist eine blöde Option, aber wenn ihr gar keine Ahnung habt und auch die anderen beiden Möglichkeiten nicht so glorreich findet, dann kauft lieber etwas anders, von dem ihr wisst, dass es gefallen könnte. Man muss sich nicht zwingend auf ein Buch einschießen, es gibt so viele Dinge, die man stattdessen schenken könnte und die auch persönlich sind.
Alternativ kann es vielleicht für den losen Bekannten auch etwas unpersönlicheres sein und dann schenkt doch einfach einen Buchgutschein. Damit wird der andere dann ganz, ganz sicher etwas anfangen können und ihr seid fein raus.

Wenn man sich selbst sehr viel mit Büchern befasst oder die Lesegewohnheiten des anderen kennt, wird es einen sicher nicht schwer fallen, ein passendes Buch zu finden. Aber wenn ihr euch aus irgendwelchen Gründen damit schwer tut, ein Buch als Geschenk zu finden, dann hoffe ich, ich konnte euch mit diesem Artikel ein wenig weiterhelfen.
Ich wünsche euch viel Erfolg bei der Geschenkejagd!
Jules :)

Montag, 4. Dezember 2017

Blizzard Boy (Nicole Lungeanu)

Titel: Blizzard Boy
Autor: Nicole Lungeanu
Verlag: Books on demand
Seitenzahl: 178 Seiten
Beschreibung: Kian versucht in New York neu anzufangen, doch scheitert kläglich. Es ist Victor, der ihn for dem Erfrieren rettet und der in Kian ganz neue Gefühle weckt. Doch Vic hat noch sein eigenes Päckchen zu tragen.

Meine Meinung:

Bei diesem Buch weiß ich irgendwie nicht so genau, wie ich es finden soll. Einerseits mag ich die Story irgendwie, weil sie trotz der außerodentlich gehäuften Zufälle noch halbwegs glaubwürdig ist und irgendwie ja auch ganz gut gemacht. Ich finde, es geht auch nicht übermäßig schnell, was ihre Beziehung anbelangt - zumindest ist nicht gleich von der großen Liebe die Rede. Das gefällt mir ganz gut, weil es somit halbwegs realistisch ist und schon gar keinen abgehobenen Weihnachtskitsch besitzt.
Natürlich ist die Story aber trotzdem ein wenig zurechtgebogen, damit man sich voll auf die zwei Protas konzentrieren kann und das ganze Drumherum nicht groß ins Gewicht fällt. Das ist vielleicht ein wenig schade, weil man das noch hätte ausbauen können.
Was ich mag, sind die Charaktere. Ich finde, sie sind nicht die typischen Jammerlappen, die so oft in diesem Genre auftauchen und vor allem gleichen sie nicht pubertierenden Mädchen. ;D
Auch der Stil ist schön flüssig und die Geschichte ist so gestaltet, dass man sich als Leser durchaus hinein versetzen kann. Alles in allem ein schönes Buch, das auch gut in die Weihnachtszeit passt. Vielleicht kein all so großer, romantischer Kitsch, wie viele sich das von Weihnachten erhoffen, aber trotzdem sehr passend.

Jules :)

Sonntag, 3. Dezember 2017

Weihnachten für Fans und Spinner (Savannah Lichtenwald) [Q]

Huhu!

Nun wieder ein Weihnachtsquickie. Diesmal die Kurzgeschichte "Weihnachten für Fans und Spinner" von Savannah Lichtenwald, welche 83 Seiten umfasst und bei BookRix erschien.
Es ist eine Sammlung mehrerer kleiner Geschichten, rund um das Thema Weihnachten.


Beschreibung:

Die Lüge, das Fell und der Elf im Kamin:
Kim ist schon lange in Andree verliebt, aber dieser hat für seine neue Freundin sogar die Stadt verlassen. Kims Liebe scheint hoffnungslos zu sein, doch dann heißt es, Andree kommt zurück - und Unterschlupf sucht er ausgerechnet bei Kim.

Engel zum Mitnehmen:
Tristan ist ein Weihnachtsfan, aber einsam. Doch dann trifft er auf einen Obdachlosen und bietet ihm an, das Fest mit ihm zu verbringen. Was nur eine nette Geste sein soll, entwickelt sich schnell zu etwas ganz Großem.

Moppelchens Wichtelgeschenk:
Matthias liebt Schokolade und das sieht man auch. Leider muss er sich deshalb von seinem Kollegen Valentin die eine oder andere Spitze anhören. Dabei ist er schon so lange in ihn verliebt. Aber dann kommt die Weihnachtsfeier und er muss erkennen, dass manche Dinge anders sind, als gedacht.

Lennards Welt der Worte:
Marten und Lennard sind schon lange beste Freunde, aber was Marten nicht ahnt: Lennard ist in ihn verliebt.
Erst, als Marten Geschichten und Gedichte von Lennard findet, wird diesem klar, wie sein Freund zu ihm steht und er muss sich plötzlich mit der Frage beschäftigen, was er für diesen fühlt.

Meine Meinung:

Die erste Geschichte geht mir ein wenig zu schnell voran, was die Beziehung der beiden angeht. Ein kurzes Gespräch und dann schon die Liebeserklärung - das ist mir zu fix.
Aber der Rest ist sehr süß. Ich mochte es, wie sie quasi die ganze Zeit umeinander herumgestreunt sind und einfach nicht ihren Mund aufbekommen haben. Und ich mochte auch den Grund, warum Andree Kim belogen hat. Das hat sowas menschliches.
Übrigens hat mir der Elf im Kamin sehr gut gefallen. Das hat einen Hauch von Magie, die sein kann oder auch nicht - sehr schön und sehr passend zu Weihnachten.

Bei der zweiten Geschichte fand ich den Stil irgendwie schöner. Keine Ahnung, woran das lag. Ich fand halt auch, dass die Geschichte viel langsamer voran geht. Im Prinzip entwickeln sich die Gefühle hier auch recht schnell, aber immerhin gibt es nicht gleich Liebesschwüre.
Ich mochte auch, dass so eine gute Tat darin enthalten war, die den Geist von Weihanchten ein wenig hervorhebt. Und auch hier wieder ein Hauch von Magie - oder auch nicht. Irgendwie finde ich es schön, wie es immer angedeutet wird, aber eben nur das.

Die dritte Geschichte war jetzt nicht sonderlich weihnachtlich, auch wenn natürlich die Weihnachtsfeier darin vorkam. Aber gut fand ich an ihr, dass der Protagonist eben ein wenig moppelig ist. Da gefällt mir eben die Message so gut. Sie hätte ruhig ein wenig ausführlicher sein können, aber trotzdem war sie okay.

Dann noch die letzte Geschichte. Diese war einfach nur süß. Ich mag ja dieses aus-Freundschaft-wird-Liebe-Ding so sehr und das war hier echt wudnerbar umgesetzt. Was ich auch besonders toll war, waren die Geschichten/Gedichte... eben einfach Lennards Worte. Eine tolle Idee und auch gut umgesetzt.
Man kann motzen, dass Marten dann doch recht schnell seine Gefühle ergründet hat, aber hier war mir das egal.


Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Eigentlich eine gute Sammlung für die Weihnachtstage, die sicher Weihnachtsfans erfreuen wird. Aber da es nicht in jeder Geschichte eine zentrale Bedeutung hat, kann man es sicher auch so lesen.
Alles in allem hätten die Geschichten zwar ausführlicher sein können, aber niedlich sind sie trotzdem und ich finde, da kann man schon drüber wegsehen. Dafür sind sie eben was Putziges für Zwischendurch.

Wie nervig, wenn man so viele kleine Geschichten hat. Ich meide solche Sammlungen ja eigentlich immer, weil die Rezis dazu sehr aufwendig sind. Aber gerade an Weihnachten muss das einfach sein, oder?
Ach ja: Frohen 1. Advent!
Jules :)

Samstag, 2. Dezember 2017

Dieser gottverdammte Weihnachtsblues (Tharah Meester) [Q]

Titel: Dieser gottverdammte Weihnachtsblues
Autor: Tharah Meester
Verlag: frei publiziert
Seitenzahl: 70 Seiten
Beschreibung: Nicht nur, dass seine Brüder Weihnachtsmuffel Phil mit auf den Weihnachtsmarkt schleppen, dann wird er dort auch noch von einem Typen umgerannt. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, schaffen es seine Brüder auch noch, dass er den Idioten noch einmal treffen muss.

Meine Meinung:

Mir hat das Buch eigentlich ganz gut gefallen.
Erst fand ich ein wenig übertrieben, wie die beiden Männer so gezwungen werden, Zeit miteinander zu verbringen, weil die Art und Weise, wie das zu Stande kommt, einfach übertrieben ist. Allgemein finde ich, ist die Familie von Phil ein bisschen zu übertrieben dargestellt – evtl. soll das witzig sein, ich finde es aber eher lächerlich.
Das ist aber auch das einzige, was ich daran jetzt auszusetzen hätte. Zugegeben, es gibt sicher schönere, kreativer Geschichten, aber ich mag die Art, wie sie Zeit mit einander verbringen, wie abweisend Phil die ganze Zeit ist und wie Chris dennoch versucht, ihm nahe zu kommen. Ich mag, wie man erkennt, dass beide Interesse am anderen haben und warum z.B. Phil so auf Abwehr geht.
Am Ende geht es auch noch um Weihnachten und ich finde, was Liebe und den Geist einer gemeinsamen Weihnachtszeit mit der Familie angeht, kann das Buch echt was. Es ist definitiv eine Geschichte, die man lesen kann, um sich in Stimmung zu bringen. Und auch schon romantisch, ohne übertrieben kitschig zu sein.
Vielleicht nicht die beste Geschichte überhaupt, aber doch lesenswert. Zumindest zur Weihnachtszeit.

Freitag, 1. Dezember 2017

Der Zauber von Weihnachten [K]

Hallo ihr Lieben!


Als ich beschlossen habe, einen Adventskalender zu machen, der sich rundum mit dem Thema Weihnachten beschäftigt, war mir sofort klar, dass ich auf gar keinen Fall um einen Blogpost herum komme, der sich mit dem Thema Weihnachten in der Literatur beschäftigt. Immerhin stelle ich euch ja einige weihnachtliche Bücher vor und darin ist mir eigentlich nur eines wichtig: Der Geist von Weihnachten sollte spürbar sein. Aber wie kommt diese Stimmung eigentlich auf? Ich habe versucht, ein paar Punkte zu finden, die ein Weihnachtsbuch für mich zu einem guten Weihnachtsbuch machen.
Am wichtigsten ist mir bei Weihnachtsbüchern eigentlich, dass sie irgendwie diese besinnliche Stimmung rüberbringen, die Weihnachten einfach herrscht. Das kann zum Beispiel dadurch geschehen, dass die Figuren einfach ein schönes Miteinander erleben – zum Beispiel am Heiligabend, oder irgendwie anders dieses Zusammenkommen von Menschen thematisiert wird. Ich hatte zum Beispiel letztes Jahr in einer Geschichte, dass man sich der Charakter einem sozialen Projekt beteiligt hat und man dann daran auch diesen großen Aspekt Nächstenliebe festmachen konnte. Das ist ja letztlich das, was Weihnachten ausmacht, dass man mit geliebten Personen zusammen kommt oder sozial Schwächeren unterstützend unter die Arme greift.
Ein wenig kann man das vielleicht auch an die Weihnachtsgeschichte anlehnen. So ein kleines Weihnachtswunder ist – so unrealistisch es irgendwie sein mag – für so eine Geschichte perfekt und wenn es gut gemacht ist, dann passt das hervorragend in so ein Buch.
Auch ist es schön, wenn man Weihnachten nicht nur in den Handlungen, sondern in der ganzen Szenerie erkennen kann. Kälte, Schnee und Weihnachtsdeko sind dabei eigentlich unabdingbar. Ebenfalls schön ist, wenn vielleicht Traditionen mit in die Geschichte eingebaut werden. Zum Beispiel das Schmücken eines Baums, der Besuch eines Weihnachtsmarktes oder das Backen von Plätzchen.
Obwohl ich eigentlich nicht so der Fan von Kindern in Gay Romance Büchern bin, sind begeisterte Kinderaugen an Weihnachten, gerade bei der Bescherung, sicherlich mit das Schönste.
Ganz schlimm finde ich es, wenn Weihnachten zwar erwähnt wird, aber aus keiner einzigen Zeile in einem Buch wirklich Weihnachten erkennbar ist. Wenn nur gesagt wird, morgen ist Weihnachten, aber die ganze Geschichte sonst auch an Ostern oder sonst wann spielen könnte, finde ich es einfach nur schade. Das hat für mich dann auch nichts mit Weihnachtsbuch zu tun. In einer Weihnachtsgeschichte sollte Weihnachten nicht nur im Hintergrund ablaufen, sondern irgendwie ein den Plot integriert sein. Am besten, dieser ist komplett darauf aufgebaut, aber zumindest angelehnt daran sollte er sein.
Schön ist es auch, wenn die Geschichte eher ruhig abläuft. Ich meine, sie muss schon auch spannend sein und ein wenig Drama bieten können, um den Leser zu fesseln, aber ich finde, totale Action oder riesige, bösartige Intrigen sind da irgendwie fehl am Platz. Man möchte doch eher etwas leichtes, seichtes, das einen gemütlichen Tag mit Plätzchen und Tee auf der Couch garantiert, als ein Buch, dass einen total aufwühlt, wenn man eine Weihnachtsgeschichte kauft.
Allerdings bin ich der Meinung, dass eine Weihnachtsgeschichte auch nicht all zu kitschig sein darf. Natürlich sage ich das, als bekennender Kitsch-Hasser, aber glaubt mir, bei Weihnachtsgeschichten bin ich doch ein wenig nachsichtig. Tatsächlich finde ich, dass darin ruhig etwas mehr Kitsch vorkommen darf, als in einer „normalen“ Geschichte. Allerdings finde ich auch, dass Weihnachten sowieso einen sehr romantischen Unterton in den Roman bringt und man dann nicht noch mit all zu kitschigen Szenen aufwarten muss. Viel schöner ist es, wenn der Geist von Weihnachten einfach auf die Geschichte Einfluss nimmt, ohne dass zu viel Tamtam gemacht werden muss.
Warum ich mir überhaupt darüber Gedanken mache und diese zu Papier bringe, werdet ihr euch jetzt fragen. Das hat zum einen den Grund, dass ich euch natürlich auch ein wenig zeigen möchte, wieso meine Weihnachtsrezensionen ausfallen, wie sie eben ausfallen. Ich finde es immer schön, wenn ihr nachvollziehen könnt, warum ich ein Buch wie bewertet habe und was für mich meine Aussagen im Detail bedeuten.
Zum anderen ist es vielleicht eine kleine Hilfe für Autoren, wie sie ihre Geschichte richtig weihnachtlich gestalten können.
Und letztlich mache ich mir Gedanken, damit ich euch dazu motivieren kann, euch ebenfalls Gedanken zu machen. Denn mich würde interessieren: Was macht für euch eine gute Weihnachtsgeschichte aus. Habt ihr ebenso romantische Vorstellungen davon oder reicht es euch, wenn es kurz erwähnt wird? Lest ihr überhaupt gerne solche Geschichten oder seid ihr froh, wenn die Zeit wieder vorbei ist?
Wie dem auch sei, ihr kennt jetzt zumindest meine Vorstellungen von einem guten Buch und könnt diese als Leitfaden ansehen, wenn ihr meine Rezensionen zu den Weihnachtsbüchern in diesem Monat mitverfolgt.
Wir lesen uns dann morgen wieder,
Jules :)

Montag, 27. November 2017

Ankündigung #27

Hallo ihr Lieben!

Ich weiß nicht, was mich geritten hat, dass ich - obwohl ich den Blog doch still gelegt hatte - jetzt unbedingt ein Weihnachtsspecial bringen musste. Vielleicht liegt es einfach daran, dass ich keine offenen Dinge mag und diese Projekt schon letztes Jahr online gehen sollte...
Fakt ist, ich werde dieses Jahr einen Adventskalender bringen, also 24 Tage, 24 Blogposts. Hauptsächlich mit Weihnachtsthematik - aber auch andere Dinge.
Keine Ahnung, ob hier überhaupt noch jemand reinliest, aber wenigstens habe ich jetzt nicht mehr diesen Zwang, dieses Projekt beenden zu müssen.
Viel Spaß mit dem Adventskalender.

Es kann übrigens sein, dass die Rezensionen unterschiedlich aufgebaut sind. Einige sind schon älter, andere neu und in den neuen konnte ich nicht sooo viel Zeit investieren, wie in den alten - aber die Rezis sind wie immer: ehrlich, ausführlich und vermutlich zu kritisch. ;D

Jules :)




Mittwoch, 16. August 2017

Alles hat einmal ein Ende...

Meine Lieben!

Alles muss einmal ein Ende haben und deshalb schreibe ich heute diesen Post, auch wenn es mir sehr schwer fällt.
Ihr habt in den letzten Monaten gemerkt, dass es mir nicht mehr so gut ging mit dem Blog, dass es mehr Arbeit als Spaß wurde und ich allgemein ein wenig die Lust an dem Gay Romance Genre verloren habe.
Das alles ging natürlich nicht spurlos an mir vorbei und so habe ich mich entschlossen, den Blog hier größtenteils auf Eis zu legen.
Ich werde nicht ganz aufhören, das bringe ich nicht übers Herz, aber zumindest wird es keine regelmäßigen Posts mehr geben.
Wann immer ich etwas zu sagen habe, wann immer ich ein Buch in diesem Genre lesen werde, wird es auch eine Rezension geben, aber ich möchte mir selbst den Druck nehmen, weiterhin irgendwie eine klare Linie in den Blog zu bringen.
Vielleicht ist es mir so eher möglich, auch wieder mehr Freude am Lesen zu gewinnen. Und vielleicht profitiert ihr dann dadurch, dass ihr seltenere aber dafür bessere Blogposts vorgesetzt bekommt - ich könnte dann sogar in Ruhe an Themenwochen arbeiten, etc...
Seht es mir nach, es fällt mir selbst sehr schwer.

Danke an euch alle, dass ihr mich bis hierhin unterstützt habt!
Es wäre schön, wenn ihr mir auch die Treue haltet, wenn nicht mehr so oft etwas online geht, vielleicht könnt ihr mich ja ein wenig verstehen.

Alles Liebe,
Jules 

Samstag, 12. August 2017

Der Hundesitter (Gabrielle Queen) [Q]

Titel: Der Hundesitter
Autor: Gabriella Queen
Verlag: frei publiziert
Seitenzahl: 31 Seiten
Beschreibung: Wegen einer Verletzung kann Tim seinen Hund nicht Gassi führen und braucht deshalb einen Hundesitter. Doch als Esra dann vor seinerr Tür steht, hat nicht nur sein Hund Interesse an dem Mann.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist an sich schon okay. Ich mag den Schreibstil sehr gerne, weil er ein wenig humoristisch gestaltet ist, allerdings nicht all zu sehr, als dass es mich nerven könnte. Und er ist schön und flüssig und auch sonst sehr angenehm zu lesen.
Die Story ist jetzt vielleicht nicht sonderlich ausführlich oder ausgeschmückt, aber dafür ist es eben auch eine Kurzgeschichte. Was ich daran mochte, war einfach der springende Punkt, dass man nicht zu viel Geschehen in wenig Seiten pressen musste und es daher sehr beschränkt hält. Schade daran ist allerdings, dass man da noch ein wenig mehr Hintergrundinfo hätte geben können – aber so, wie es ist, kann man es auch gut lassen, da gibt es ganz andere. Also nicht falsch verstehen, der Plot ist okay.
Auch okay sind die Sexszenen. Ich finde es ganz schön, dass da ein wenig Dogplay mit eingebaut ist, weil das etwas ist, dass man eher selten in Romane findet – selbst in BDSM-Romanen. Allerdings muss man auch sagen, dass die Sexszenen – gerade das Dogplay – jetzt nicht total ausführlich sind und es auch eher ein wenig ein Spaß ist, als jetzt ernst gemeintes Rollenspiel. Das ist einerseits okay, andererseits ein wenig schade… kommt wohl auch darauf an, was man so erwartet als Leser.
Ein bisschen fehlt mir das Gefühl und das Knistern zwischen den beiden. Allerdings wird auch nie groß von Liebe geredet, dafür ist es ja auch noch zu früh. Auf dieser Basis ist das dann schon okay und deshalb finde ich die Geschichte auch recht schön. Für Zwischendurch ist sie sicher geeignet und lässt sich besser lesen, als so viele andere Kurzgeschichten.

Samstag, 5. August 2017

Wie man die Sterne zählt (Diana Wintermeer)

Titel: Wie man die Sterne zählt
Autor: Diana Wintermeer
Verlag: frei publiziert
Seitenzahl: 442 Seiten
Beschreibung: Einfach einen Rucksack schnappen und damit in die weite Natur Schwedens wandern, das ist Nathans Traum. Leider unmöglich auszuleben, so muss er sich doch um seine Familie kümmern.
Als er Arik kennenlernt, ist er sofort fasziniert von dem Jungen und plötztlich scheint auch sein großer Traum immer näher zu kommen. Zusammen mit Arik macht er sich auf den Weg in die Freiheit und zu sich selbst.

Meine Meinung:

Bei diesem Buch weiß ich einfach nicht so genau, was ich davon halten soll. Natürlich fand ich es gut, keine Frage. Ich glaube, ein Buch von Diana Wintermeer, das mir nicht gefallen könnte, wird es niemals geben. Aber dennoch hat mir dieses nicht so gut gefallen, wie die anderen Bücher zuvor. Nur warum?
Ich glaube, es liegt daran, dass es doch ein sehr ruhiges Buch ist. Es geht sehr viel einfach um die Wanderung an sich und darum, wie sich die beiden Protagonisten annähern – und das ist auch wirklich toll umgesetzt. Man erkennt sofort, dass zwischen Ihnen eine Anziehung herrscht, kann mitverfolgen, wie sich dies langsam aufbaut und zu Liebe wird. Und auch das Wandern ist gut geschildert. Ich war erst in Schweden und zuvor habe ich dieses Buch gelesen und nun kann ich bestätigen, wie traumhaft es dort ist. Und irgendwie hat das Buch dann noch mal richtig meine Lust auf Schweden und auf Wandern geweckt. Ich mag auch dieses Szenario, der Welt einfach zu entfliehen. Das ist eine ganz neue Freiheit und man spürt beim Lesen richtig diese Freiheit.
Aber, wie schon gesagt, der Plot ist sonst eher ruhig, es passiert nichts dramatisches, außer einmal zum Ende hin. Ich will nicht sagen, dass ich großes Drama vermisse, ich finde, es muss auch ruhigere Bücher geben. Ich glaube auch, mit mehr Drama wäre das Buch schon wieder umglaubwürdig gewesen, deswegen ist es so schon okay. Aber doch ist es so, dass man lange nicht weiß, worauf das Buch hinaus will, weil man zunächst mit mehr Story rechnet. Wenn man sich dann damit abgefunden hat, dass da nicht viel mehr kommt, ist es auch schön, aber irgendwie auch schade.
Aber keine Angst, an findet trotzdem in die Geschichte und kann sich einfach in diese verträumte Kulisse fallen lassen.
Was ich wirklich ganz grandios fand, waren die Sexszenen oder auch generell die leichten sexuellen Andeutungen, die ab und an in dem Buch auftauchen. Das ist wirklich sehr erotisch und ich fand es auch richtig toll beschrieben.
Generell ist es wieder ein ganz wunderbarer Schreibstil mit einer schönen Wortwahl. Und man muss auch sagen, dass die Gefühle und Sehnsüchte der beiden Männer wirklich gut dargestellt werden. Man weiß sofort, wo das Problem der beiden liegt, das finde ich schön.
Auch schön finde ich, dass das Thema Gehörlosigkeit aufgegriffen und zudem noch gut umgesetzt wird. Ich mag so was, das wisst ihr und hier war es schön gemacht. Immer allgegenwärtig, nie zu nervig oder zu sehr im Mittelpunkt… also wirklich super gemacht.
Vielleicht jetzt nicht mein absoluter Favorit von Diana Wintermeer, aber wirklich lesenswert, da sehr gelungen.
Und im Übrigen liebe ich den Titel total. :D

Samstag, 29. Juli 2017

Leon & Mick: 24/7 (Simon Rhy Beck)

Titel: Leon & Mick: 24/7
Autor: Simon Rhys Beck
Verlag: dead soft Verlag
Seitenzahl:3 69 Seiten
Beschreibung: Mick betreibt zusammen mit einem Kumpel ein Tierasyl und benötigt dafür Geld. Als er auf den reichen Leon trifft, scheint er eine geeignete Geldquelle gefunden zu haben und er trifft mit diesem eine pikante Abmachung, mit der das Tierasyl gerettet scheint.

Meine Meinung:


Ich weiß nicht genau warum, aber irgendwie bin ich mit diesem Buch einfach nicht richtig warm geworden. Man kann nicht mal sagen, dass es nicht schön geschrieben ist, denn das ist es. Es ist flüssig zu lesen, es hat einen gewissen Witz in seiner Erzählung und eine schöne, abwechslungsreiche Wortwahl. Also unterm Strich einen super Stil. Aber dennoch konnte es mich nicht so ganz überzeugen.
Das liegt zum einen an der Story. Ich finde sie irgendwie ganz süß und ein bisschen, ist es auch mal etwas anderes – zugegeben, es gibt genug solcher Geschichten, in denen irgendwer jemand anderen zur Verfügung stehen muss, weil er Geld braucht, etc. Aber das mit den Tieren ist neu und echt putzig. Ich habe mich gefreut, dass es abwechslungsreicher gestaltet war, wenn auch ich die ganze Geschichte dennoch weit hergeholt finde.
Vielleicht liegt es daran, daran und an Micks treudoofer Art, die mich irgendwie mit der Zeit ein wenig genervt hat… Es ging mir auch teilweise einfach zu schnell und das mag ich einfach gar nicht. Ihr wisst ja… bei mir muss es sich alles ein wenig ausführlicher entwickeln und ich hatte eigentlich auch gehofft, dass es bei so vielen Seiten der Fall sein wird – aber Pustekuchen. Auch gibt es wieder den einen oder anderen „Zufall“, so was nervt einfach. Fällt denn niemanden mal was Besseres ein?
Dafür habe ich sehr gemocht, dass es kein übermäßiges Drama gab. Wenn mal ein Problem war, wurde es irgendwann gelöst und gut. Kein endloses Gejammer, etc.
Und auch die Sexszenen haben mir gut gefallen. Sehr ausführlich, sehr kreativ und mit BDSM gespickt , genau so, wie ich es mir erhofft hatte. Vielleicht kommt hauptsächlich „harmloses“ BDSM darin vor, aber das finde ich okay, weil die Geschichte auch viel Story bietet. Vielleicht ist es ein wenig eine ulkige Story, aber das macht ja nichts. Und ich mag einfach, dass man hier langsam an den BDSM rangeht und dass es auch wirklich gut geschildert ist. Ich denke, gerade, wenn man sonst nicht viel mit BDSM am Hut hat, kann man sich hier schön rein finden.
Und ich glaube, so kann man es generell sagen: für mich war es vielleicht nicht ganz so das perfekte Buch, aber ich glaube, dass es vielen von euch gefallen wird und ich schätze mal, dass auch Leute, die mit BDSM eher nicht so viel anfangen können, hier nicht enttäuscht werden, weil die Geschichte schon ganz süß gemacht ist. Probiert es ruhig mal aus, schaden kann es nicht.
Ach und lasst euch nicht in die Irre führen. Ich weiß nicht, warum das Buch „24/7“ heißt, aber damit hat es nichts zu tun.