Samstag, 24. Juni 2017

Kaminfeuer (Diana Wintermeer) [Q]

Titel: Kaminfeuer (Sinnenlust #3)
Autor: Diana Wintermeer
Verlag: frei publiziert
Seitenzahl: 69 Seiten
Beschreibung: Als Charles Preston verletzt auf das Gut gebracht wird, in dem Harverty dient und er diesen auch noch pflegen muss, stößt Harverty schnell an seine Grenzen, so weckt Charles doch Gefühle in ihm, die er lange verborgen halten musste.

Meine Meinung:

Was mir hier sehr gut gefallen hat ist, dass es eben nicht nur eine Sexszene ist, sondern dass man um diese herum noch eine schöne Hintergrundstory geflochten hat. Die eigentliche Sexszene ist natürlich sehr prickelnd und erotisch und wahnsinnig gut beschrieben, aber das ist nicht alles und das finde ich toll. Ich finde, eine Sexszene kann viel mehr wirken, wenn man ein wenig Hintergrundinfo hat und deshalb gefällt mir diese Kurzgeschichte auch so gut.
Man bekommt auch ziemlich viel Hintergrundstory mit, z.B. ist sehr schön gestaltet, wie die beiden Männer sich annähern und wie von Anfang an eine gewisse Anziehung zwischen ihnen herrscht.
Schön ist auch, dass man erkennt, wie Haverty gegen seine Gefühle anzukämpfen versucht und nicht dem Verlangen nachgehen möchte, weil zu der Zeit eben Homosexualität noch als falsch gilt. Man kann sich also sehr gut in diese innere Zerrissenheit und den Charakter insgesamt hineinversetzen, was das ganz noch greifbarer macht.
Ich meine, man kann hier keine ausgefuchste Lovestory erwarten und das ist vermutlich auch der Grund, warum das Ende ein bisschen konstruiert wirkt, allerdings finde ich das hier gar nicht schlimm. Es ist ja nur eine Kurzgeschichte und es wirkt jetzt auch nicht total unrealistisch, so dass man durchaus damit Leben kann.
Wie gesagt, der Schreibstil ist – wie erwartet echt super und ich kann die Kurzgeschichte echt nur empfehlen.

Mittwoch, 21. Juni 2017

Das ewige Blabla [K]

Ihr könnt dem Titel ja schon entnehmen, dass das wieder ein Thema ist, das mir sehr auf die Nerven geht. Und zwar geht es mir heute um diese schreckliche Eintönigkeit und Langweile, die meiner Meinung nach vom Gay Romance Genre Besitz ergriffen hat.
Keine Ahnung, ob es nur mir so geht, aber für mich ist es einfach mittlerweile so: Ich gehe auf Amazon, möchte mir ein neues Buch holen und werde von einer Flut von neuen Gay Geschichten erschlagen – aber KEINE EINZIGE davon spricht mich auch nur im Entferntesten an.
Ich habe das Gefühl, dass sich einfach jeder Idiot mittlerweile dazu berufen fühlt, eine Gay-Geschichte online zu stellen, ob er nun Talent fürs Schreiben hat oder nicht. Und je mehr dieses Genre gehypt wird, je größer der Leserkreis wird, desto größer wird auch die Flut an Autoren, die Bücher schreiben, die einfach die schlechteste Fanfiction noch überbieten. Nur mit dem Unterschied, dass man für eine Fanfiction wenigstens kein Geld zahlen muss.
Und ich möchte nicht mal sagen, dass es nur ein paar Self Publisher sind, die einfach totalen Schrott online stellen, denn mich sprechen auch immer weniger Verlagbücher an.
Ich habe das Gefühl, es ist immer wieder die gleiche Geschichte, nur in anderer Form, weil das ganze Genre einfach schon so ausgelutscht ist. Geschichten, die sich noch richtig von anderen abheben und wirklich mal etwas völlig neues erzählen oder auf irgendeine andere Art und Weise aus der Masse hervorstechen, gibt es immer seltener. Meistens lese ich die Beschreibung und bin schon davon gelangweilt.
Und wenn mal eine Beschreibung dabei ist, die einen wirklich anspricht, dann liest man oft das Buch und muss erkennen: Vom Inhalt her ist es trotzdem so, dass es einen ähnlichen Ablauf hat wie 100 andere Bücher vor ihm auch schon.
Ich meine, klar werden sich gewisse Dinge immer wieder wiederholen, das ist bei jedem Genre so, das ist völlig normal. Aber man muss doch irgendwie als Autor den Ehrgeiz haben, dass sich sein Buch abhebt. Und man muss doch auch so viel Kreativität besitzen, wenn man schon ein Buch schreibt, dass es dann nicht wie die Kopie von 30 anderen Büchern endet, sondern etwas Individuelles darstellt.
Es gibt immer weniger Autoren, die es wirklich noch schaffen, in das Genre ein wenig Abwechslung zu bringen.
Und auch manche Verlage achten mittlerweile mehr auf Quantität als auf Qualität. Ich meine, okay, es ist hart, mit so einem relativ kleinen Genre am Markt zu bestehen, aber irgendwie ist es einfach schade, wenn die Bücher immer unspektakulärer und ähnlicher werden und man einfach das Gefühl hat, niemand gibt sich mehr Mühe.
Das ist für mich auch echt so ein Grund, warum ich mittlerweile kaum noch Lust auf dieses Genre habe und auch bei Rezensionsexemplaren immer kritischer be ider Annahme bin – vom Bücherkauf ganz zu schweigen.
Ich weiß nicht, geht es euch denn auch so wie mir? Ödet euch dieses Genre nicht auch langsam an? Habt ihr nicht mittlerweile auch Autoren, von denen ihr wisst, die haben’s drauf und seid bei allen anderen einfach total vorsichtig geworden?
Mir ist es einfach auch zu schade ums Geld. Denn nicht immer ist die Geschichte ja kostenlos oder über Unlimited kostenlos… man zahlt ja oft auch einen gewissen Betrag, nur dafür, dass man dann etwas liest, was man schon 100x vorher auch gelesen hat…
Es kann auch sein, dass ich über dieses ewige kritische Lesen von Büchern zwecks Rezension einfach zu streng geworden bin. Aber trotzdem… jedes Buch hat so sein Manko nur bei manchen stört es einfach nicht, weil sie besonders sind. Und bei 1.000 anderen ist es einfach nur furchtbar, weil sie so gewöhnlich sind und das dann noch schwerwiegend dazu kommt.
Also: Sagt mir, ob es euch auch so geht und ob auch ihr irgendeine negative Entwicklung von Verlagen oder Autoren oder dem Genre im Allgemeinen erkannt habt.
Jules :)

Samstag, 17. Juni 2017

Der gezähmte Boy (Noah Winters) [Q]

Titel: Der gezähmte Boy
Autor: Noah Winters
Verlag: frei publiziert
Seitenzahl: 39 Seiten
Beschreibung: Gareth lebt nur für den schnellen Sex und das schon seit vielen Jahren. Eine Beziehung scheint für ihn unmöglich, doch dann holt ihn die Liebe ein. Bei Florian denkt er zum ersten Mal an mehr als nur Sex - nur hat er auch Chancen bei ihm?

Meine Meinung:

Also ich muss sagen, diese Kurzgeschichte hat mich doch sehr überrascht. Ich habe nicht damit gerechnet, dass sie mir so gut gefallen könnte.
Ich glaube allerdings, dass diese Geschichte nicht für jeden von euch geeignet sein wird. Ich finde, es ist absolut keine typische Gay Romance sondern eher eine sehr erotische schwule Geschichte, die sich fast ausschließlich auf Sex bezieht. Und glaubt mir, die Sexszenen sind wahnsinnig heiß. Dabei gibt es eigentlich kaum richtigen Sex, sondern es geht auch viel um Selbstbefriedigung und solche Dinge – jedoch absolut heiß erzählt und wirklich schon ein bisschen Porno. Aber nicht falsch verstehen, ich finde, es ist eine sehr gute Art von Porno.
Dem entsprechend kann man jetzt vielleicht nicht absolut viel Story erwarten, es gibt schon einen groben Plot, aber ich würde mal sagen, dass Hauptaugenmerk liegt dann doch eher auf den Sexszenen. Deshalb leidet die Geschichte an der Stelle dann etwas. Man bekommt zwar einen Hauch einer Liebesgeschichte mit, aber so wirklich viel Gefühl kann man nicht erwarten. Tatsächlich hat mich das aber gar nicht gestört, ich kann mir jedoch gut vorstellen, dass es einige andere stören wird. Man darf wohl einfach nicht zu viel Gefühl erwarten und auch keine großartige Story, aber für ein kurzes, absolut heißes Leseerlebnis taugt die Geschichte super.
Leider musste ich ein paar Tippfehler feststellen. Da waren Wörter mal zusammengeschrieben, oder klein oder mit falschem Anfangsbuchstaben… das finde ich ziemlich ärgerlich, denn wenn man Geld dafür bezahlt, kann man eigentlich schon erwarten, dass diese Dinge eben nicht ständig auftauchen.
Ansonsten kann ich aber am Stil nicht groß meckern, im Gegenteil. Für die Kürze der Geschichte war er sehr ausführlich und wirklich anschaulich geschrieben. Ich mag auch die Wortwahl, also da gibt es wirklich absolut nichts dran zu meckern. Da steckt auch ziemlich viel Potential darin, um mal eine länger Geschichte zu schreiben – gerne auch wieder mit vielen heißen Sexszenen.
Also wenn ihr auf solche Geschichten steht, unbedingt lesen. Eine klare Empfehlung von mir!

Mittwoch, 14. Juni 2017

Stille Sehnsucht (Diana Wintermeer) [Q]

Titel: Stille Sehnsucht (Sinnenlust #4)
Autor: Diana Wintermeer
Verlag: frei publiziert
Seitenzahl: 64 Seiten
Beschreibung: Diego ist jung und voller Sehnsucht nach etwas, dass er nich so genau greifen kann - zumindest nicht, bis er Javier begegnet und dieser alles verändert.

Meine Meinung:

Wie der Titel schon sagt, geht es in diesem Buch um Sehnsucht und wenn man als Leser etwas in diesem Buch nachempfinden kann, dann eindeutig die quälende Sehnsucht, die Diego verspürt, wann immer er an den Körper eines anderen Mannes denkt.
Er beobachtet dann auch noch zwei andere Männern beim Sex, was sein Verlangen nur noch mehr schürt und man merkt ganz eindeutig, wie es innerlich einfach an ihm nagt. Man kann sich also auch bei dieser Kurzgeschichte wieder völlig in den Charakter hineinversetzen und versteht Diegos Verzweiflung.
Damit ergibt sich dann wieder eine schöne Hintergrundgeschichte, welche die eigentliche Sexszene sehr gut umrahmt. Diese ist auch hier wieder sehr schön und sehr erotisch gestaltet, so dass es einfach Spaß macht, das Buch zu lesen.
Natürlich gibt es auch hier wieder ein Happy End und es mag sein, dass auch in dieser Geschichte alles wieder ein bisschen zu sehr nach Friede, Freude, Eierkuchen aussieht, aber ich glaube echt, dass es schon okay so ist. Ich meine, es ist doch besser, wenn man eine kurze Episode ein wenig anpasst, anstatt wenn man in so wenig Seitenzahlen eine komplexe Story presst, die dann unrealistisch oder zu schnell abgehandelt wirkt.
Von daher will ich mich mal nicht beschweren und möchte euch die Geschichte einfach empfehlen, denn auch vom Stil her finde ich die Geschichte wieder sehr schön.

Samstag, 10. Juni 2017

Jonas & Dennis: Abschluss in Sachen Liebe (Katharina B. Gross)

Titel: Jonas & Dennis: Abschluss in Sachen Liebe
Autor: Katharina B. Gross
Verlag: frei publiziert
Seitenzahl: 148 Seiten
Beschreibung: Eher mädchenhaft und auch noch schwul, hat es Jonas in seiner Klasse nicht gerade leicht. Vor allem sein Schwarm Dennis und dessen Clique machen ihm das Leben schwer. Doch auf der Klassenfahrt ändert sich Dennis Verhalten plötztlich und sie kommen sich unverhofft näher.

Meine Meinung:

Für mich eine ganz klare Teenie-Lovestory, womit sie eigentlich schon mal total in mein Beuteschema fällt. Ihr wisst ja, dass ich eine Schwäche für so Jugendromane und –erzählungen habe.
Diese hier hat mir nur leider nicht so gut gefallen.
Das liegt zum einen daran, dass sie ein wenig künstlich in die Länge gezogen wird.
Jonas ist ja in einen Klassenkameraden verknallt und ich finde es auch gut gemacht, wie dieser sich erst abweisend gegenüber ihm verhält, dann aber immer mehr die Nähe sucht oder ihn in Schutz nimmt… es ist einfach schön zu sehen, wie sie ganz langsam zueinander finden und von dem Punkt aus auch gut gemacht.
Leider ist es dann so, dass ein klärendes Gespräch zwischen den beiden dann nie stattfinden kann, weil immer irgendetwas dazwischen kommt. Am Anfang hebt es noch so ein wenig die Spannung, aber dann später ist es dann einfach too much. Ich habe mir dann ständig gedacht: „ach ja, genau“ und war wirklich ziemlich genervt.
Ich glaube, das ist das erste mal, dass mir ein Quickie noch zu lang gezogen ist.
Auch bin ich mit Jonas nicht richtig warm geworden. Für mich ist er einfach ein totales Weichei, viel zu mädchenhaft und nicht in der Lange, seinen Mann zu stehen. Dann kann er dies nicht und das nicht und ist einfach so eine richtige – sorry – Pussy. Das kann ich gar nicht ab. Und dann wird noch geschwärmt, wie in so einem Boys-Love-Manga, das ist mir irgendwie einfach zu süß. Ihr kennt mich ja, ich komme auf so was einfach nicht klar.
Deswegen war die Geschichte dann insgesamt einfach nichts für mich, aber ich weiß ja, dass ihr teilweise gerne so was lest, also ist sie wahrscheinlich etwas für euch.
Ansonsten ist der Stil auch echt okay und abgesehen von meinen beiden Kritikpunkten ist die Geschichte auch durchaus schön gestaltet und gut gemacht.

Mittwoch, 7. Juni 2017

Eis bricht langsam (Dima von Seelenburg)

Titel: Eis bricht langsam
Autor: Dima von Seelenburg
Verlag: MAIN
Seitenzahl: 498 Seiten
Beschreibung: Mitten im größten Troubel wagt Aljoscha eine Zeitreise in seine Jugend, in die Zeit zwischen 1989 und 1991, als er Tobias kennelernte und mit diesem seine erste große Liebe.
Von ihren Gefühlen verwirrt, dauert es eine Weile, bis sie sich nähern kommen und auch als sie zusammenfinden, sind die Sterne für sie nicht immer günstig gestellt.

Meine Meinung:

Dieses Buch fand ich wirklich großartig. Zunächst hatte ich ja nicht das Gefühl, so richtig damit warm werden zu können, weil ich anfangs noch dachte, es beginnt ein wenig schleppend. Aber je mehr ich gelesen habe, desto mehr hat es mir dann doch gefallen.
Ich finde einfach auch schon den Aufbau des Buchs richtig klasse. Es ist ja so, dass Aljoscha in der Gegenwart erzählt, was damals in der Vergangenheit geschehen ist. Ich sag mal so, es geht dabei immer um einen gewissen Gegenstand, der eine Erinnerung hervorruft, die dann die Geschichte fortsetzt. Ich finde das einfach wahnsinnig schön umgesetzt, als wäre es aus dem echten Leben gegriffen. Uns geht es doch allen mal so, dass wir etwas in die Hand nehmen, dass eine Erinnerung in uns erwachen und kurz in die Vergangenheit reisen lässt.
Und es wird auch wirklich wahnsinnig schön erzählt. Es ist fast wie ein Jugendbuch, man geht auf viele kleinere und größere Probleme der Jugendlichen ein und man kann die erste große Liebe, die erste Unsicherheit, den ersten Kuss, den ersten Sex… einfach alles miterleben. Ein bisschen, als wäre man selbst noch mal jung und würde das alles das erste Mal mitmachen. Vielleicht gefällt es mir deshalb so gut, weil es auch ein bisschen an meine Jugend erinnert. Okay, ich bin erst 1994 geboren, aber trotzdem habe ich das alles auch mitgemacht – bis hin zu den dämlichen Fragen an das Dr. Sommer Team, die nie richtig beantwortet wurden.
Ich liebe an diesem Buch auch die Gefühle, die darin geschildert werden. Teilweise ist es wirklich traurig und man leidet mit und hat auch mal Tränchen in den Augen… ich finde das sehr schön.
Ich muss sagen, zum Ende hin dachte ich erst, dass es jetzt doch ein bisschen zu viel Drama wird, weil dann einiges geschieht, von dem ich nicht sagen kann, ob es realistisch ist oder nicht. Aber dennoch war es so geschrieben, dass ich die ganze Sache glauben konnte und es zumindest durchdacht wirkte. Vielleicht hätte es auch weniger sein können, aber sei es wie es ist, es ist dennoch ein sehr schöner Schluss und dieser endet letztlich auch wieder in der Gegenwart – wie ein perfekter Kreis.
Ich muss sagen, die Gegenwart… ich weiß nicht, ich habe damit gerechnet und war dann doch überrascht. Das gefällt mir, wenn man sich denken kann, wie es endet und es einen dann doch verblüfft. Aber vielleicht ging das nur mir so, da müsst ihr euch wohl eure eigene Meinung bilden.
Ich empfehle das Buch auf jeden Fall, nicht nur vom Inhalt her, auch vom Schreibstil, der mir sehr gut gefallen hat. Und wegen dem ganzen jugendlichen Gefühlschaos, das so vorherrschend darin ist und authentischer nicht sein könnte.

Samstag, 3. Juni 2017

Ihr seid gefragt!

Hallo ihr Lieben!

Diesmal seid ihr gefragt und ich hoffe, ihr seid nicht zu schüchtern zum antworten:

Für einen neuen Blogbeitrag wüsste ich gerne von euch, was ihr schon immer über BDSM wissen wolltet.
Stellt mir eure Fragen und dann werde ich sie vllt bald auf dem Blog beantworten können.

Wenn euch das zu peinlich für einen Kommi ist, könnt ihr euch auch per Mail melden.
Keine Angst, wenn ihr die Frage nicht gerade selbst öffentlich stellt, bleibt es auch anonym.

Jules ;)

Aufs Spiel gesetzt (Amy Lane)

Titel: Aufs Spiel gesetzt
Autor: Amy Lane
Verlag: Dreamspinner Press
Seitenzahl: 269 Seiten
Beschreibung: Xander wollte immer nur zwei Dinge im Leben: Chris und Basketball. Nun hat er beides, doch um seinen Traum als Profisportler zu Leben, muss die Liebe zu Chris geheim bleiben. Was zunächst gut geht, wird mehr und mehr zu Qual und bald schon muss Xander eine Entscheidung treffen, die alles verändern wird.

Meine Meinung:

Was mir bei dieser Geschichte sehr gut gefallen hat, ist, dass man sehr viel Hintergrundgeschehen rund um ihren Sport mitbekommt. Dass muss man zwar auch, weil es einfach zur Story beiträgt, aber dennoch möchte ich es positiv hervorheben, weil es einfach viel zu viele Sportromane gibt, in denen es einfach nicht der Fall ist.
Was mir auch oft fehlt, sind ausgeschriebene Sportszenen. Hier kommt der Sport ab und an zur Sprache und man bekommt auch mal die eine oder andere kleine Szene mit – für meinen Geschmack zwar leider immer noch zu wenig, aber immerhin.
Trotzdem finde ich, dass die Sportwelt an sich gut dargestellt wird, auch was z.B. einen intoleranten Trainer betrifft, etc.
Man erkennt auch gut, dass Basketball – ja, es geht um Basketball, ich liebe das!!! -, für die beiden Jungs einfach extrem wichtig ist und wie ehrgeizig sie an diese Sache herangehen. Auch erkennt man, was ihre Beziehung betrifft, wie sich das auf ihre Spielweise auswirkt und dass sie allein deshalb so gut auf dem Spielfeld miteinander harmonieren.
Das Buch zieht in der Richtung auch eine Parallele zum Alltag, man erkennt also, dass sie sich sowohl im Sport als auch im Leben einfach gegenseitig brauchen, beeinflussen und eben lieben.
Am Anfang bekommt man noch ein wenig von ihrer Jugendzeit mit und ich muss ehrlich sagen, dass mich das Buch dort an der einen oder anderen Stelle echt gerührt hat, weil es teilweise einfach sehr bewegend ist. Ich hätte noch viel mehr davon lesen können. Auch erkennt man in dieser frühen Zeit, wie ihre Beziehung eben das ganze weitere Leben prägt und kann nachvollziehen, warum sie sich so sehr brauchen. Wieso vor allem Xander Chris so sehr braucht.
Es gibt auch wirklich viel Gefühl in dem Buch, teilweise schon fast ein bisschen viel. Teilweise war es für mich einfach so, dass es mir zu viel Drama und Gejammer war. Vor allem Xander ist schon sehr rumheulen… andererseits ist es auch relativ nachvollziehbar gemacht, wie oben schon gesagt – deshalb denke ich, dass es noch im Rahmen ist.
Auch sonst mag die Geschichte an der einen oder anderen Stelle ein wenig unrealistisch sein, oder zumindest ein wenig abgehoben, aber unterm Strich gefällt sie mir doch wahnsinnig gut und auch der Schreibstil ist einfach sehr schön.
Man kann sich gut in die Story fallen lassen, man kann sich super in die Charaktere hineinversetzen und es macht auch einfach Spaß, das Buch zu lesen.
Wenn ihr also solche Sportgeschichten mögt, dann ist das Buch echt empfehlenswert.

Mittwoch, 31. Mai 2017

Neuzugänge #8

Hi!

Neue Mangas!
Viel Spaß damit!



Love Prism – Kae Maruya

Der Manga hat mir sehr gut gefallen. Ich liebe eh den Zeichenstil von Kae Maruya und auch die Geschichte. Diese hier ist… keina Ahnung, ob man sagen kann, sie hat einen Hauch Fantasy oder Magie oder was auch immer – aber ich fand sie trotzdem schön. Sie entwickelt sich auch recht langsam, was in Mangas ja nicht selbstverständlich ist. Ich finde sie auch putzig und mit ein bisschen Drama – so viel, dass man es noch gut ertragen kann, aber ansonsten eher ruhig und einfach auch ein bisschen alltäglich. Ich mag so etwas und ich denke, es könnte euch vielleicht auch gefallen, also schaut ihn euch mal an.

Ein Spiel namens Liebe - Chise Ogawa

Ein typischer Manga, in dem sich alles ein wenig zu schnell entwickelt. Es kommt schnell zum Sex und überhaupt erkennt man eben nicht so gut, wie sich die Gefühle aufbauen. Aber trotzdem fand ich die Idee ganz witzig und mir hat auch der Zeichenstil gut gefallen.
Es gibt auch ein paar Nebengeschichten in dem Manga, die ich teilweise sogar besser finde, auch wenn einige vielleicht recht offen enden.
Es haut einen nicht vom Hocker, aber man kann es gut lesen.

Love whispers in the rusted night - Ogeretsu Tanaka

Etwas tieferer Manga, in dem nicht alles so zuckersüß und lockerflockig ist, wie man es sonst so von Mangas kennt. Trotzdem sind typische Elemente eines Mangas eingebaut, also er unterscheidet sich jetzt nicht komplett von den sonstigen teils sehr kitschigen Mangas, die man im Boys Love Genre so findet.
Der Zeichenstil ist wirklich schön und auch der Aufbau der Geschichte hat mir gut gefallen.
Ich finde, es ist einfach mal ein bisschen was anderes, weil der Manga einen ernstern Ton anschlägt, was ich fast besser finde. Ich glaube, dadurch wird es einfach mal wieder spannender, sonst weiß man ja eigentlich immer schon ganz genau, auf was es in Mangas hinauslaufen wird. Deshalb: Empfehlenswert!

Samstag, 27. Mai 2017

Augenblicke: Die Begegnung (Minelle Chevalier) [Q]

Titel: Augenblicke: Die Begegnung
Autor: Minelle Chevalier
Verlag: BookRix
Seitenzahl: 21 Seiten
Beschreibung: Markus macht Urlaub, um seine gescheiterte Beziehung zu vergessen. Tatsächlich kommt er sehr schnell auf andere Gedanken, als er in ein Paar silberne Augen blickt, welche ihm nicht mehr aus dem Kopf gehen.

Meine Meinung:

Wenn ich das jetzt richtig mitbekommen habe, dann ist diese Kurzgeschichte nur ein kleiner Auszug aus der richtigen Geschichte bzw. scheint die richtige Geschichte mit längerer Seitenzahl dann an diese hier anzuschließen. Also ist das hier sozusagen ein kleiner Teaser, der erst richtig Lust auf die tatsächliche Story machen soll.
Daraus können wir natürlich schon mal schlussfolgern, dass die Geschichte somit nicht abgeschlossen ist. Ist ja aber nicht dramatisch, weil ja eine Fortsetzung existiert.
Leider finde ich aber schon die Kurzgeschichte nicht so toll. Für mich entwickelt sich die Geschichte viel zu schnell, sie reden kurz miteinander, haben aber gleich Sex und gestehen sich schon gefühlt gleich ihre Liebe… Finde ich irgendwie too much und einfach auch lächerlich, da gleich schon von Liebe zu reden.
Dabei finde ich, dass der Stil durchaus Potential hat. Man geht auch ein wenig auf das Hintergrundgeschehen ein und bietet einen guten Rahmen für die Story. Auch bekommt man Gedanken des Protagonisten mit und erfährt etwas von seiner Vorgeschichte… alles eben so Sachen, die richtig super sind, wäre der eigentliche Verlauf der Geschichte nicht so lieblos hingeklatscht.
Ich meine, die Kurzgeschichte ist kostenlos und daher kann man sie sich auch reuelos durchlesen, aber sie soll ja Lust auf die eigentliche Geschichte machen und mich hat das jetzt nun mal eher abgeschreckt. Ich werde jetzt folglich die Geschichte wahrscheinlich nie lesen, obwohl es natürlich sein kann, dass sich meine Kritikpunkte in der richtigen Geschichte noch zerschlagen.
Probiert es halt mal aus und urteilt selbst. Vielleicht kennt ihr auch die andere Geschichte? Dann sagt mir doch bitte mal, ob sie lesenswert ist oder nicht.

Mittwoch, 24. Mai 2017

Das Problem mit Sexszenen [K]

Hi!

Wer meinen Blog schon länger verfolgt, weiß, dass ich teilweise schon viel Wert auf Sexszenen lege – also sprich darauf, dass ein Buch eine Sexszene hat und man Dinge, die man andeutet auch ausschreibt, statt sie einfach zu überspringen. Ich habe darüber auch schon mal etwas geschrieben, könnt ihr hier nachlesen.
Wahrscheinlich kommt dieser Artikel deshalb ein wenig überraschend, denn ich muss euch einfach gestehen, dass mich Sexszenen mittlerweile einfach nur noch anöden. Ja, ihr habt richtig gelesen, mich langweilen Sexszenen momentan sehr häufig und es gab auch schon Bücher, in denen ich nur eine gelesen und alle anderen übersprungen habe.
Deswegen muss ich nun meine Meinung ein wenig revidieren. Mittlerweile bin ich nämlich der Meinung, dass man eine Sexszene durchaus weglassen kann, wenn sie eigentlich nur überflüssig ist. Dieses erzwungene Rumvögeln, nur weil gerade in dem Buch Leerlauf ist und man nicht weiß, was die Protagonisten sonst machen sollen, nervt. Ebenso, wenn nach dem ersten Kuss auch gleich der erste Sex folgt, weil es sich eben gerade anbietet. Oder Massen an Sexszenen, weil Männer sowieso immerzu nur an Sex denken. Ich könnte da noch hunderte Beispiele nennen, wann eine Sexszene einfach nur vom Autor/von der Autorin verwendet wird, um irgendwelche Lücken zu füllen oder mal kurz zu verdeutlichen, dass sie Männer, geil aufeinander und totally in love sind.
Das nervt einfach nur. Und was noch mehr nervt, als dieser erzwungene Sex, alle 20 Seiten, sind Sexszenen, die an ihrer Kreativität ungefähr genauso originell sind wie eine Klobürste. Wisst ihr, dieses immer gleiche Schema, da abgespult wird und den Eindruck erweckt, man hätte eine vorherige Szene kopiert und die Sätze etwas umgestellt.
Es ist tatsächlich erschreckend, in wie vielen Büchern Sex immer den gleichen Ablauf hat. Da wird ein wenig gegenseitig rumgespielt, dann geblasen und am Ende fickt einer den anderen eben in den Arsch. Und das war es. Manchmal mit Gefühlen untermalt, manchmal ohne – aber immer gleich und vor allem gleich schlecht.
Dabei besteht Sex doch aus so vielen Kleinigkeiten, es gibt so viele Arten Sex zu haben (ich will jetzt übrigens nicht auf BDSM hinaus, weil die Chance, eine BDSM-Sexszene zu ruinieren, ist doch 1000x größer, als die, eine normale zu ruinieren und das geschieht schon viel zu oft) und so viele wunderbare Wörter, mit denen man all das beschreiben kann, ohne dass es klingt, als hätte man sich den schlechtesten Porno als Beispiel genommen.
Und ich meine damit nicht, dass solche Szenen auch automatisch schlecht geschrieben sind, sprich niveaulos und obszön. Sondern ich meine damit auch Sexszenen, die stilistisch eigentlich echt gut gemacht sind, aber eben auch zu wenig Kreativität besitzen. Selbst wenn man solche Szenen wunderbar beschreibt, muss man ein wenig Variation hineinbringen, sonst wird es nämlich nach dem 2. Mal schon langweilig.
Deswegen echt meine Bitte (auf die eh niemand Rücksicht nimmt ;-D): Bringt doch in einem Buch nicht 10 sondern nur 2 Sexszenen und formuliert die dann so wunderschön und so fantasievoll, dass sie einen einfach gefangen nehmen. Und wenn euch wirklich überhaupt nix einfällt, mit dem ihr so eine Szene heißt oder romantisch oder was-auch-immer-sie-werden-soll wird, dann lasst sie doch einfach weg.
Weil es gibt tatsächlich etwas Schlimmeres als übersprungene Sexszenen: Schlecht ausgearbeitete Sexszenen.
Jules :)

Samstag, 20. Mai 2017

Pfirsichduft (Diana Wintermeer) [Q]

Titel: Pfirsichduft (Sinnenlust #1)
Autor: Diana Wintermeer
Verlag: frei publiziert
Seitenzahl: 49 Seiten
Beschreibung: Jahrelang hat Desmond gegen das Verlangen in sich gekämpft, doch als Jimmy auftaucht und ihn so frech herausfordert, kann er diesem nicht mehr länger wiederstehen.

Meine Meinung:

Hier ist es so, dass die Sexszene nicht alleine im Vordergrund steht, sondern von einer Geschichte umrahmt wird, die wirklich sehr gut gelungen ist. Das finde ich einfach super, weil es so einfach viel abgerundeter wirkt.
Man kann sich als Leser sehr gut in Desmond hineinversetzen und erkennt deutlich, wie sehr er darunter leidet, dass er sich eben zu Männern hingezogen fühlt. In der damaligen Zeit gilt Homosexualität ja noch als Krankheit und er versucht wirklich, dagegen anzukämpfen und sein Leben gesellschaftskonform zu leben – sprich, vor seiner Neigung zu flüchten.
Deshalb finde ich es auch super umgesetzt, dass er dann versucht, gegen die Versuchung anzukämpfen, sobald sie sich ihm bietet. Aber gleichzeitig erkennt man, dass ihn der ständige Kampf einfach depressiv macht und er letztlich erkennt, dass er der „Sünde“ nachgehen muss, wenn er selbst glücklich sein möchte.
Das Ende ist relativ offen, weil sich noch ein weiterer Teil anschließt, aber ich finde das ziemlich gut, weil es für mich in dem Rahmen hier eigentlich perfekt ist. Ich denke, hätte man hier ein anderes Ende zurechtgebastelt, hätte es vermutlich unrealistisch gewirkt.
Die Sexszene selbst ist wieder sehr gut und mir gefällt die Idee mit dem Pfirsich, auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist. Auch der Stil ist wieder sehr schön und deshalb auch bei dieser Geschichte wieder eine klare Leseempfehlung von mir.

Mittwoch, 17. Mai 2017

Sagt es doch einfach mal auf Deutsch! [K]

Hallo!

Ich weiß, es wird immer moderner in unserer Gesellschaft, englische Wörter in unsere Sprache einfließen zu lassen. Warum sollte man auch seine Muttersprache benutzen, wenn es auf Englisch doch gleich viel besser und wichtiger klingt? Ich bin da ja auch nicht besser als alle anderen und benutze ebenfalls (d)englische Wörter, um durch den Alltag zu kommen.
Ich denke auch, dass es wichtig ist, sich der Globalisierung anzupassen und englische Wörter zu benutzen – auch wenn ich es absolut unnötig finde, dass es jetzt nicht mehr Bürokauffrau/mann heißt, sondern Kauffrau/mann für Büromanagment. Ich meine, man kann es auch übertreiben. Und man muss auch nicht zwingend überall ein blödes, englisches Wort mit reinzwängen, egal wie scheiße es sich dann plötzlich anhört.
Und genau so ist es auch bei Büchern.
Ich kriege mittlerweile wirklich einen Hals, wenn jemand sein Buch unter einem englischen Titel verkauft. Ich sehe es ja noch ein, wenn es die Übersetzung eines englischen Originales ist, auch wenn ich trotzdem der Meinung bin, dass man sich da auch einen deutschen Titel zu einfallen lassen könnte – aber immerhin heißt das Buch in dem Fall ja auch in Wirklichkeit so.
Nur warum müssen deutsche Autoren ihrem Buch einen englischen Titel geben? Ich meine, es ist doch vollkommen sinnlos. Das Buch ist doch selbst auch auf Deutsch und irgendwie wirkt der Titel dann einfach unpassend. Zumal man es ganz ehrlich sagen muss – ich will jetzt keinen beleidigen, aber ich empfinde das wirklich so – ein deutsches Buch mit englischem Titel wirkt auf mich immer irgendwie billig. Ich weiß, das klingt hart, aber es ist einfach so, dass ich, sobald ich den englischen Titel lese, mir denke: Och, das ist jetzt wieder so eine 14jährige, die in ihrer Fanfiction die Namen geändert hat, um ihr Buch auf Amazon anbieten zu können. Und manchmal ist dem tatsächlich dann auch noch so, dem Selfpublishing – wieder ein englisches Wort, juhe – sei Dank.
Ich habe auch wirklich die Erfahrung gemacht – und selbstverständlich stimmt das nicht auf jedes Buch, das einen englischen Titel hat zu –, dass diese Bücher dann auch eher 0-8-15 sind.
Ich will jetzt nicht sagen, man erkennt an einem englischen Titel ein schlechtes Buch, denn das stimmt natürlich nicht, denn ein Buch lebt nicht von seinem Titel alleine. Aber manchmal erkennt man eben doch, dass jemand mit der deutschen Sprache wirklich umgehen kann, wenn das Buch einen Namen trägt, der wie Faust aufs Auge zum Buch passt.
Natürlich gibt es auch deutsche Titel, da kann man nur mit dem Kopf schütteln und manchmal passt ein englischer Titel auch aus irgendwelchen Gründen zum Buch und ist damit völlig okay – aber wenn jemand wirklich mit Worten – deutschen Worten – umgehen kann, wird er auch einen deutschen Titel finden, der einen schon vor dem Lesen vom Buch überzeugen kann.
In gewisser Hinsicht ist das dann also auch eine Werbestrategie, mit der man vielleicht den einen oder anderen Leser mehr anziehen kann – inklusive mir, denn ich sortiere manchmal Bücher allein wegen ihres Titels aus und ich schätze, ich bin da nicht der einzige.
Jules :)

Samstag, 13. Mai 2017

Eisprinz und Herzbube (Elena Losian)

Titel: Eisprinz und Herzbube
Autor: Elena Losian
Verlag: MAIN Verlag
Seitenzahl: 410 Seiten
Beschreibung: Emilios Leben ist das reine Chaos. Er gerät öfters mit seinem Stiefvater aneinander, in der Schule gehen ihm alle auf die Nerven und dann gerät er auch noch mit dem Schulsprecher Nicholas aneinander. Es könnt nicht schlimmer kommen, als ein ungewollter Kuss plötzlich alles verändert.

Meine Meinung:

Ich schleiche jetzt schon echt lange um dieses Buch herum, und jetzt war es einfach an der Zeit, es zu lesen. Ich muss sagen, es hat mir echt gut gefallen.
Ich mag, dass es wirklich Richtung Jugendbuch geht, man kann sich super in die Welt der Charaktere hineinversetzen und wird mit den Problemen konfrontiert, mit denen man sich eben so in seiner Jugend auseinandersetzen muss. Man erkennt die Probleme, die man manchmal mit seinen Eltern hat, in der Schule… wie so die Denkweise und der Alltag aussehen… also, unterm Strich kurz gesagt: die Welt eines Teenagers wird hier wirklich gut umgesetzt und geschildert, echt schön.
Ich mag auch die Liebesgeschichte der beiden Jungs, es gefällt mir, wie sie ein wenig brauchen, bis sie zueinander finden und auch dann noch an ihrer Beziehung oder anfangs Nicht-Beziehung arbeiten müssen, dass es auch wirklich funktioniert. Auf so was wird viel zu selten eingegangen, meistens kommen die Protagonisten einfach zusammen und dann ist Schluss. Hier ist das ein längerer Prozess, der auch gut dargestellt wird, hat mir gefallen.
Es ist auch nicht so viel Drama eingebaut, zugegeben, an mancher Stelle ist es mir ein wenig too much (z.B. kommen darin Intrigen vor, das mag ich einfach überhaupt nicht, aber okay…), doch so im Großen und Ganzen kommt die Geschichte ohne Übertriebenes und ohne Kitsch aus, was mir gut gefällt.
Außerdem gibt es gute Sexszenen.
Aber ich habe trotzdem auch Kritik.
Zum einen die Sache mit den zwei Vätern. Einerseits fand ich das richtig gut, weil es schön umgesetzt wird. Man erkennt an der einen oder anderen Stelle z.B., wie Emilio so ein paar Probleme damit hat, weil es eben auch unter seinen Mitschülern intolerante Arschlöcher gibt… andererseits erkennt man gut, wie auch sein einer Vater eben keine Rechte hat, weil er „nur“ der Lebensgefährt von Emilios richtigen Vater ist… ihr versteht was ich sagen will, oder? Dieses doch sehr komplexe Thema wird eben angeschnitten und das auch auf eine gute Art und Weise.
Aber andererseits nervt es mich auch einfach. Ich hätte vielleicht noch mit den zwei schwulen Vätern leben können, aber irgendwie ist so gefühlt fast jeder in Emilios Umfeld schwul. Ich meine, mich nervt das einfach so unglaublich sehr, weil nicht immer jeder schwul sein muss. Und es ab einem gewissen Häufigkeitsgrad auch einfach absolut unglaubwürdig wirkt. Ich finde das echt nicht gut. Gefühl jeder ist schwul, das ist einfach too much und dadurch absolut unrealistisch. Das mochte ich gar nicht.
Zum anderen hat mir das Ende nicht gefallen. Also, das eigentlich Ende ist schon schön, keine Angst, es gibt auch ein Happy End und alles, aber ich finde, es gibt so einen Punkt, an dem einfach hätte Schluss sein können. Doch statt aufzuhören, schreibt man dann noch einige Kapitel weiter und auf mich wirkt das dann einfach, als wenn man unbedingt noch was dranhängen wollte, es unnötig in die Länge ziehen wollte… keine Ahnung, vielleicht wollte man eine gewisse Seitenzahl füllen oder hatte das Gefühl, noch mehr sagen zu müssen, als nötig gewesen wäre… ich weiß es nicht, aber mir ist das Ende zu lang gezogen, das hätte man abkürzen können.
Auf mich wirkt das Buch echt wie so ein Diamant, der noch geschliffen gehört. Es ist teilweise so perfekt und dann sind da so ein paar Kleinigkeiten, die man einfach noch verbessern kann. Aber ich glaube, das ist auch Jammern auf hohem Niveau, denn unterm Strich hat mir das Buch –wie gesagt – sehr gut gefallen und Elena Losian hat definitiv Potential. Sie muss es nur ausschöpfen.

Mittwoch, 10. Mai 2017

Klare Rollentrennung beim Sex?! [K]

Hallo!

„Wer von euch ist eigentlich das Mädchen in der Beziehung?“
Ich glaube, jeder von uns hat diesen Satz schon mal gehört. Entweder, weil er einen wirklich an den Kopf geworfen wurde, oder aber, weil er uns irgendwo schon mal begegnet ist. In Filmen, in Büchern, bei Freunden… vielleicht habt ihr diese Frage ja selbst schon gestellt.
Denn nein, auch wenn einige jetzt glauben, so eine Frage kann nur von einem homophoben Spinner kommen, ist es in Wahrheit so, dass sehr viele Leute diese Frage stellen. Nicht nur aus einer bösen Absicht heraus, sondern weil wir Menschen einfach eine extreme Neugier an den Tag legen, wenn es um das Sexleben unserer Mitmenschen geht.
Das Problem ist nur, dass solche Denkansätze, wie sie in dieser Frage stecken, nicht wirklich etwas mit der Realität zu tun haben, leider aber in vielen Köpfen so fest verankert sind. Ich möchte jetzt keine Grundsatzdiskussion anfangen, aber ich möchte zumindest eine Brücke zur Literatur ziehen. Denn auch da begegnet einen oft diese stupide Denken in schwarz und weiß – und das oft in einem Klischeedenken, dass seinesgleichen sucht.
Jeder, der Gay Romance liest, wird irgendwann einmal auf das klassische Modell treffen. Ein junger, blonder, schlanker Twink als Bottom und ein muskulöser, männlicher, älterer Mann als Top. Nichts daran ist erstmal verkehrt, solche Paare gibt es und manche werden auch tatsächlich ihr Sexleben so gestalten, wie es das Buch suggeriert. Aber manchmal ist da eben auch ein Twink, der aktiv ist, obwohl sein passiver Partner ein Bär von einem Mann ist. Auch das gibt es, nur witziger Weise tut das manche Leser tatsächlich so irritieren, dass sie es dann in der Rezension ankreiden. Ich habe so was schon gesehen und auch so einiges andere. Da wird kritisiert, dass es unrealistisch ist, wenn sich die beiden Männer mit der aktiven Rolle abwechseln, obwohl so was in vielen, vielen Beziehungen völlig normal ist. Es gibt auch Paare, die sehr wenig Analsex haben. Oder gar keinen. Es gibt also nichts, dass nicht realistisch ist.
Ich meine, man muss es als Autor schon realistisch gestalten, das Sexleben seiner Protagonisten. Es darf nicht – wie man so schön sagt – völlig out-of-charater sein. Aber das heißt nicht, dass der eher sanftere in der Beziehung nicht auch mal aktiv sein kann.
Und ja, ich weiß, es gibt Dinge, auf die man selbst nicht so richtig klar kommt. Ich wasche mich da auch gar nicht frei von Sünde. Ich hatte es auch schon mal, dass in einem BDSM-Buch plötzlich der Sub aktiv war und mich das ziemlich irritiert hat. Hauptsächlich, weil das etwas ist, dass ich mir für mich nicht vorstellen kann. Sowas muss ich aber dann in einer Rezension herauslassen oder zwar ansprechen, aber klarstellen, dass das keine Kritik, sondern persönlicher Geschmack ist. Denn auch hier ist es eben so, dass es für manche in einer Session okay ist, wenn der Sub als Top agiert. Irgendwie kann man das sicher einbauen, ohne dass das ganze Machtgefälle verschoben wird. Alles ist möglich und alles ist okay.
Also bitte, kritisiert solche Dinge nicht an Büchern, sondern akzeptiert einfach, dass nicht immer alles so ist, wie es scheint und dass in der Realität immer alles möglich ist, selbst wenn es nicht in euer Denkschema passt.
Und glaubt nicht, dass alle Stereotypen, die einem in Büchern/Filmen/sonst wo begegnen, immer gleich die einzig mögliche Realität sind. Wir sind doch alle clever genug zu wissen, dass man nie alle Menschen über einen Kamm scheren kann und häufig in einer Person mehr steckt, als man äußerlich zunächst erwartet.
Und das ist doch auch gut, das macht uns doch alle aus und es wäre doch auch langweilig, wenn alles immer gleich offensichtlich wäre. Vor allem wäre es langweilig, wenn es in allen Betten dieser Welt genau gleich ablaufen und jeder genau das gleiche mögen würde.
Also lasst den haarigen Bären passiv und den devoten Sklaven aktiv sein und genießt einfach die Sexszene. Wenn sie gut gemacht ist, ist es nämlich egal, welcher Schwanz wo drin steckt – und vor allem ist es ziemlich irrelevant für den Rest der Geschichte, um den es ja eigentlich geht.
Jules :)

Samstag, 6. Mai 2017

Die stille Seite der Musik (Svea Lundberg)

Titel: Die stille Seite der Musik
Autor: Svea Lundberg
Verlag: Traumtänzer Verlag
Seitenzahl: 210 Seiten
Beschreibung: Als bei einem Unfall Valentins Hand zertrümmert wird, schein seine Pianisten-Karriere vorbei - und mit ihr sein Leben. Um wieder Fuß zu fassen in der Welt, beschießt Valentin, auf dem Pferdehof seiner Tante Erholungsurlaub zu machen. Dort lernt er den gehörlosen Florian kennen, der so gar kein Problem mit seinem Handicap zu haben scheint.

Meine Meinung:

An sich fand ich das Buch ganz schön. Mir gefällt eben einfach das Thema sehr gut, ihr wisst ja, dass ich es mag, wenn ein Charakter so ein bisschen ein Handicap hat – hier haben ja sogar beide ein Handicap. Für mich bringt das immer ein bisschen Tiefgang und etwas Abwechslung in die sonst so eintönig Welt des Gay Romance Genres.
Hier muss man auch sagen, dass es wirklich gut umgesetzt wurde. Man erkennt richtig, wie Tino unter seiner kaputten Hand leidet, wie es ihn anfangs quält, dass er kein Klavier mehr spielen kann und wie er auch versucht, z.B. seine Hand zu verstecken, weil er es einfach nicht ertragen kann, sie zu sehen. Also so Kleinigkeiten, die einfach zeigen, wie schwer es für ihn ist.
Und im Gegensatz dazu dann Flo, der mit seiner Gehörlosigkeit super klar kommt und Tino nach und nach beweist, dass man auch mit einer Einschränkung glücklich sein kann.
Es wird auch wirklich schön dargestellt, wie Flos Einstellung nach und nach die von Tino ändert und somit zu Tinos psychischer Genesung beiträgt.
Was ich klasse fand, war, dass man gut sehen konnte, wie das Leben so für Flo mit seiner Gehörlosigkeit ist. Ich denke, auf das Thema wird super eingegangen. Und ich mochte z.B. sehr, dass Tino versucht hat, sich in Flos Welt hineinzuversetzen.
Man erkennt auch gut die Anziehung zwischen den beiden Jungs und ich mag, dass sie ein bisschen brauchen, ehe es ein Happy End für sie gibt. Es gibt halt schon ein bisschen ein Auf und Ab, ehe sie sich annähern und das mag ich ganz gerne. So ein bisschen Drama muss schon sein, oder?
Der Stil gefällt mir eigentlich auch ganz gut, auch wenn ich finde, dass an der einen oder anderen Stelle schon noch Luft nach oben ist. Damit kommen wir eigentlich auch schön zu meinen Kritikpunkten:
Ich fand, dass das Buch sich an mancher Stelle ein wenig zu sehr in die Länge gezogen hat. Es wird z.B. sehr viel auf Flos Umgang mit Pferden und Pferden allgemein eingegangen und irgendwie hat man das Gefühl, dass hier genau das passiert, was oft in diesem Genre kritisiert wird, nämlich, dass man irgendwie das Gefühl hat, in einem Mädchenroman gelandet zu sein. Einfach so typisch: Süße Jungs, die halt passenderweise noch miteinander rummachen, und Pferde. Dazu kommt halt noch, dass Tino ein bisschen zu oft von Florian schwärmt und sich echt wie so ein verknalltes Mädchen benimmt.
Ich will es nicht total schlecht reden, auch wenn es vielleicht harte Worte sind. Der Stil hat mir durchaus gut gefallen, er ist flüssig und man kann sich in die Geschichte gut reindenken und mitfiebern… er ist halt noch ein bisschen zu ausgeschmückt und ein bisschen zu schnulzig. Aber auch wenn ich das jetzt kritisiere, ist das echt nur eine Kleinigkeit und ich glaube auch, dass die positiven Aspekte an dem Buch wirklich hervorgehoben gehören und überwiegen und einfach das Buch auch lesenswert machen.
Ach und ich sag das viel zu selten, aber hier muss ich es echt mal anmerken: Der Titel ist einfach wunderschön und passend.

Mittwoch, 3. Mai 2017

fels (Anyta Sunday)

Titel: fels
Autor: Anyta Sunday
Verlag: frei publiziert
Seitenzahl: 272 Seiten
Beschreibung: Coopers Welt ist völlig zerstört, als sich seine Eltern scheiden lassen. Und nicht nur das, sein Vater scheint seit Jahren eine zweite Familie zu haben, die Cooper und seine Schwester nun regelmäßig besuchen müssen. Noch schlimmer wird es, als er seinen Stiefbruder kennenlernt und vom ersten Moment an weiß, dass dieser sein Leben gehörig auf den Kopf stellen wird.

Meine Meinung:

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ich dieses Buch verschlungen habe. Ich glaube, seit langem hat mich kein Buch mehr so angesprochen, wie dieses.
Für mich hat hier einfach alles gepasst. Es wird hier auf das Thema Scheidung und "neue Familie" eingegangen und zwar auf eine Art und Weise, dass man genau weiß, wie Cooper sich fühlt, mitleiden und mitfühlen kann, und teilweise auch die gleiche Wut und den gleichen Frust spürt, wie er.
Mit Sicherheit liegt es hier auch an dem Stil, dass man sich so wahnsinnig gut in Cooper hineinversetzen kann, denn der Stil hat mir wirlich ausgesprochen gut gefallen. Anyta Sunday schafft es wirklich, hier flüssig und spannend das Leben eines Teenagers mit all den verwirrenden Gefühlen zu beschreiben, die man als Teenager eben so hat. Und glaubt mir, das Buch war keine Sekunde langweilig.
Ich mochte auch, wie sich die Liebe zu seinem Stiefbruder Jace entwickelt hat. Es ist eigentlich vom ersten Moment an klar, dass er etwas in Cooper bewegt, dennoch dauert es ein wenig, bis sich Cooper seiner Gefühle bewusst wird und noch viel, viel länger, ehe es einen winzigen Fortschritt in ihrer Beziehung gibt. Aber keine Angst, es wirkt nicht langgezogen oder unrealistisch, eher im Gegenteil. Die beiden haben ettliche Hürden und Probleme zu entwickeln und man weiß im Prinzip bis zum Schluss nicht, wie es ausgehen wird. Das Ende ist auch ein wenig überraschend, aber gar nicht so relevant. Viel interessanter ist das Auf und Ab innerhalb des Buchs und das ganze Drama, das nie übertrieben ist, aber einen als Leser immer wieder selbst in ein Gefühlschaos stürzt.
Teilweise behandelt das Buch auch - wie oben ja schon angesprochen - einfach Familienprobleme ganz unterschiedlicher Art, die durchaus auch mal sehr traurig sein können.
Ich habe es wirklich durchgesucht und kann es einfach nur empfehlen, ihr solltet es unbedingt lesen. Ich möchte auch gar nicht zu viel verraten, weil ihr einfach selbst herausfindet müsst, was dieses Buch so alles bereit hält.

Samstag, 29. April 2017

Für einen regnerischen Nachmittag (RJ Scott) [Q]

Titel: Für einen regnerischen Nachmittag
Autor: RJ Scott
Verlag: Dreamspinner Press
Seitenzahl: 82 Seiten
Beschreibung: Robbie könnt nicht erstaunter sein, als seine Freundin Maggie ihm das ehemalige Stationshaus hinterlässt, auf dass er sich darum kümmern soll. Umso erstaunter ist er, als Jason, entfernter Verwandter von Maggie, in das kleine Dorf zieht und eigentlich einen viel größeren Anspruch auf das Stationshaus hätte. Doch nicht nur, dass ihm diese seltsame Erbschaft verwirrt, auch Jason verwirrt Robbie zunehmend - und das auf keine schlechte Art.

Meine Meinung:

In dem Buch herrscht eigentlich durchweg eine recht ruhige Atmosphäre, was mir an sich eigentlich gut gefällt, weil es nicht immer übertriebenes Drama sein muss. Manchmal sind so ruhige Bücher tatsächlich die wahren Schätze.
Allerdings muss man hier schon sagen, dass in der Geschichte selbst auch wirklich nicht viel passiert. Es ist eben eine Liebesgeschichte, die sicherlich einen interessanten Rahmen hat, aber man kann jetzt nicht viel Spannung erwarten. Ich möchte nicht sagen, dass die Geschichte langweilig ist, aber es ist eben eher etwas, um mal richtig zu entspannen und nicht so sehr, um total mitzufiebern.
Richtig gut gefallen hat mir jedoch der Hintergrund der Geschichte. Teilweise ist es vielleicht auch ein bisschen konstruiert, aber dennoch finde ich, rundet es die Liebesgeschichte ab und bringt auch ein bisschen Pepp in die Geschichte. Ich finde es auch klasse, dass sich beides so in einander einfügt, das ist schon gut durchdacht gewesen.
Dennoch muss ich sagen, dass sich mir ihre Beziehung trotzdem zu schnell entwickelt hat. Es ist zwar nachvollziehbar, wenn auch – wie oben schon gesagt – etwas konstruiert. Heißt, an der einen oder andere Stelle passieren eben so Dinge, die für ihre Beziehung förderlich sind, die auch sicherlich erklärt werden, aber für mich dennoch etwas zu zufällig sind.
Ich finde es auch ein wenig schade, denn die Geschichte ist ja trotzdem recht kurz… hätte man sie an der einen oder anderen Stelle noch etwas ausgedehnt, noch den einen oder anderen kleineren Pepp reingebracht, dann wäre sie nicht nur länger gewesen, sondern vielleicht auch noch ein kleines bisschen spannender.
Aber wie schon gesagt, langweilig ist sie jetzt auch nicht und man kann es sich mit ihr sicherlich – ganz gemäß dem Titel – an einem regnerischen Nachmittag gemütlich machen und einfach mal abschalten.
Der Stil ist übrigens sehr schön, ausführlich, fehlerfrei und so, dass man sich durchaus in die Geschichte fallen lassen kann.

Mittwoch, 26. April 2017

Never will I ever... [TAG]

Hey ihr Lieben!

Die liebe Julia hat mich getaggt und jetzt, gefühlt Jahre später, mache ich mich mal daran, den TAG auch zu beantworten. Deshalb gibt es heute mal keine Rezension, aber keine Angst, es kommen noch weitere, die Reziwelle ist noch nicht vorüber.
Ich habe allerdings voll das schlechte Gewissen, weil ich den TAG total cool finde und so lange nicht darauf geantwortet habe... deswegen muss ich den jetzt einfach einmal zwischenrein schieben. Viel Spaß damit und besucht auch unbedingt Julias Blog, ich verlinke ihn euch hier.
An Julia: Vielen Dank fürs taggen und tut mir leid, dass ich so eine unglaubliche Schnarchnase geworden bin.

Niemals werde ich es shippen
Puh, eigentlich shippe ich gar nicht, weil ich ja auch keine Fanfictions schreibe bzw. auch keine mehr lese. Was ich absolut schrecklich finde ist aber, wenn man generell einen Protagonisten mit einem eigenen Charakter shippt. Ich finde das einfach nur blöd, dass man die Story damit so beeinflusst, dass man sich da extra wen ausdenken muss. Ich finde, es hat mehr Reiz, wenn eben kein eigener Charakter dabei ist, weil es so auch die Leute anspricht, denen dieser eigene Charakter nicht im Kopf rumspukt. Also deswegen würde ich wohl nie etwas lesen, was mit eigens ausgedachten Charakteren bestückt ist.

Niemals werde ich dieses Ende vergessen
"Die Farbe des Lichts" von Diana Wintermeer.
Das ganze Buch hat mich schon so ergriffen und ich habe auch von Anfang an geahnt, was auf mich zukommen wird und dennoch hat mich das Ende einfach absolut aus dem Gleichgewicht gebracht. Ich fand es so dermaßen traurig, ich habe mir wirklich das letzte Drittel des Buchs die Augen aus dem Kopf geweint… und das hat mich wirklich beeindruckt, weil eigentlich weine ich nie, wenn ich weiß, worauf es hinauslaufen wird. Aber so… hat es mich irgendwie getroffen und wenn ich jetzt an ein dramatisches Ende denke, dann denke ich sofort an dieses Buch.

Niemals werde ich über diesen Tod hinweg kommen
Ganz ehrlich? Ich weiß es nicht. Ehrlich gesagt fällt mir da so spontan niemand ein. Ich kann es mir nicht mal leicht machen und noch einmal Richard aus „Die Farbe des Lichts“ nennen, weil er für mich einfach sterben musste. Es war so schon genau passend.
Und ansonsten komme ich über den Tod von Buchfiguren eigentlich schon drüber weg… irgendwann haben die Nachwehen des Buchs aufgehört und dann finde ich eigentlich nichts mehr so dermaßen dramatisch, dass ich das Gefühle habe, noch nicht darüber weg zu sein.

Niemals werde ich aufhören, wegen diesem Buch zu weinen
Vielleicht „Die Belchdose“ von Kim Fielding. Nicht, weil es so dermaßen traurig war, obwohl es das natürlich zweifellos auch war, sondern einfach, weil es ein sehr sensibles Thema behandelt, dass auch sehr viel Realität an sich hat. Wenn man sich einmal vor Augen führt, dass das alles mal so gewesen ist und dass solch schreckliche Dinge Menschen angetan worden sind, deren einziges Verbrechen es war, jemanden zu lieben, dann erschüttert mich das einfach so sehr, dass ich nur weinen kann. Ich habe das Buch gelesen und ich war entsetzt und mir war schlecht und ich war einfach fertig. Und das allertraurigste ist an der Sache noch, dass es ja in manchen Ländern auf dieser Erde heute noch immer so ist. Das verursacht mir einen Schmerz im Herzen, der sich mit Worten gar nicht beschreiben lässt.

Niemals werde ich dieses Buch lesen
„50 Shades of Grey“. Das hättet ihr euch jetzt vielleicht auch denken können, zumindest wenn ihr mich einigermaßen kennt.

Niemals werde ich aufhören, dieses Buch zu feiern
Ich bete die „Thekenwelt-Reihe“ von Violet Mascarpone an und ich lasse auch wirklich keine Gelegenheit aus, diese Buchreihe zu empfehlen. Ich liebe die Art, wie sie schreibt und auch wenn die Geschichte vielleicht nicht die realistischste ist, so ist sie doch wahnsinnig gut und Violet ist wirklich eine Meisterin ihres Fachs… Und ich glaube, ich habe auch selten ein Buch so oft gelesen, wie diese drei Teile.

Niemals werde ich dieses Buch verleihen
Ich verleihe ehrlich gesagt überhaupt keine Bücher. Ich habe nur schlechte Erfahrungen, was allgemein mit Verleihen zu tun hat, deshalb würde ich gerade meine Schätze nie aus der Hand geben. Also selbst bei Leuten, die ich wirklich gut kenne und sehr mag, tue ich mir unheimlich schwer… und meistens sage ich dann auch nein, so leid es mir auch tut.

Niemals werde ich aufhören, diese Leute zu taggen
Ich glaube, so lange wie dieser TAG jetzt schon zurück liegt, tagge ich vermutlich nur Leute, die wahrscheinlich schon von anderen getaggt worden sind. Ist mir jetzt aber egal, weil mir sonst keiner einfällt und weil ja doch die Chance besteht, dass sie den TAG vllt noch nicht gemacht haben. Ihr könnt es ja zweimal machen. Oder ignorieren. Oder, oder, oder. :D


Samstag, 22. April 2017

Depressiva (Denn van Heynen) [Q]

Titel: Depressiva
Autor: Denny van Heynen
Verlag: frei publiziert
Seitenzahl: 70 Seiten
Beschreibung: In Phils Leben läuft alles schief. Er findet keinen Job, sein Ex stalkt ihn und als er meint, endlich wieder in Adam einen Lichtblick gefunden zu haben, bahnen sich auch mit diesem Streits und Ärger an. Immer mehr gerät Phil dadurch in die Tiefen einer Depression, bis er irgendwann nicht mehr weiß, ob er überhaupt noch leben möchte.

Meine Meinung:

Diese Geschichte ist ein bisschen anders, als die anderen von Denny van Heynen, was mich gleich neugierig gemacht hat. Ich mag es, wenn ein Autor wandelbar ist. Obwohl ich durchaus auch sagen muss, dass man nicht auf jeder Hochzeit mittanzen muss, aber das ist jetzt nicht das Thema.
Was ich an dem Buch mochte, war die Art, wie die negativen Gedanken und die dunkle Stimmung des Protagonisten dargestellt werden. Es ist durchaus so, dass man durchaus nachvollziehen kann, warum er so denkt und auch versteht, wie er sich damit selbst in eine Depression bringt.
Gleichzeitig herrscht in dem Buch aber auch so eine negative Denkweise und Hoffnungslosigkeit, dass man auch mal denkt: „Jetzt rede doch nicht alles noch schlimmer, als es schon ist!“ Aber vermutlich kann man das ab einen gewissen Punkt gar nicht mehr stoppen und ich finde, das kommt auch gut rüber.
Ebenso, wie die Umstände, die ihn dazu bringen, solche Gedanken und Sichtweise zu bekommen.
Allerdings ist es dadurch auch so, dass einen als Leser das Buch irgendwie mit runterzieht. Es ist schon sehr dunkel und negativ und irgendwie drückt es einem dann selbst auf die Stimmung. Einerseits ist das gut, weil es zeigt, dass die Emotionen gut rübergebracht werden, andererseits hat man dann vielleicht nicht mehr so viel Spaß an dem Buch.
Was es aber definitiv deutlich macht, ist, dass es durchaus schnell gehen kann, dass man durch gewisse Lebenssituationen in eine Depression gerät, wie viele Dinge oft im Zusammenspiel dazu führen und man selbst noch seines dazu tut.
Vielleicht ist das Buch auch ein wenig erschreckend, weil man sich in dem einen oder anderen Moment selbst erkennt.
Das Buch ist recht kurz, aber ich finde, es reicht so auch. Es zeigt eben recht gerafft, was es zeigen will und das ist völlig in Ordnung in der Form.
Der Stil ist wie immer aufs Wesentliche reduziert, das Thema Homosexualität wieder allgegenwärtig, aber nie im Mittelpunkt.

Mittwoch, 19. April 2017

Dir zu gehören (Anna Martin)

Titel: Dir zu gehören
Autor: Anna Martin
Verlag: Dreamspinner Press
Seitenzahl: 236 Seiten
Beschreibung: Seit 3 Jahren lebt Jesse nun schon mit seinem Dom Will in einer Beziehung und eigentlich läuft auch alles super zwischen ihnen. Ein Autounfall bringt ihre Beziehung jedoch deutlich ins Wanken und plötztlich müssen sie auch erkennen, dass zuvor schon nicht mehr alles so perfekt war, wie gedacht. Nun liegt es an ihnen, ob sie ihre Liebe noch retten können.

Meine Meinung:

Ich war von Teil 1 dieser Reihe ja schon sehr begeistert und hatte ein wenig Angst vor der Fortsetzung, weil ich einfach dachte, dass diese sicher nicht an den ersten Teil anknüpfen kann. Aber tatsächlich habe ich an diesem zweiten Teil nichts auszusetzen.
Im Gegenteil, ich bin wirklich absolut begeistert von diesem Buch.
Ich finde, es gelingt Anna Martin sehr gut, die Emotionen in dem Buch so rüberzubringen, dass man sie wirklich nachempfinden kann und verstehen kann, was die Protagonisten in der Geschichte durchmachen müssen. Man spürt, wie ihre Beziehung zu scheitern droht, erkennt aber auch ganz deutlich, dass sie bereit sind, wirklich dafür zu kämpfen, wieder alles ins Lot zu bringen. Es zeigt auch deutlich zwei unterschiedliche Arten, mit so einer Stresssituation umzugehen und dass man eben auch mal einen Kompromiss schließen oder – auf gut Deutsch – einfach mal die Klappe halten muss, damit eine Beziehung wirklich funktionieren kann. Ich finde es super, dass sich ein Buch mal mit den Problemen in einer Beziehung und der Dynamik innerhalb einer solchen auseinandersetzt, weil es so was eigentlich kaum gibt, darin aber doch die eigentliche Arbeit besteht. Zueinander findet man schnell, aber dieses Miteinander dann zu halten, das ist die eigentliche Herausforderung.
Zudem gelingt es auch noch, die Probleme so darzustellen, dass es weder übertrieben wirkt, noch zu schnell wieder in Friede, Freude, Eierkuchen umschwenkt.
Was mir besonders gefallen hat, waren die BDSM-Elemente, die immer wieder auch Thema in ihrer Beziehung sind. Das Buch enthält eigentlich kaum BDSM, aber das macht nichts, man vermisst es nicht, weil das Thema dennoch allgegenwärtig ist und immer mal wieder auftaucht. Es braucht nicht unbedingt eine Sexszene, um BDSM in einem Buch wirken zu lassen.
Und ich finde es hier wirklich großartig gelungen, wie dargestellt wird, dass man manchmal BDSM und eine Beziehung separat von einander betrachten und in Angriff nehmen muss, es aber dennoch immer wieder auch zusammenspielt. Das ist ein sehr komplexes und auch sehr schwer zu begreifendes Thema, was für Laien sicherlich kaum nachvollziehbar ist, aber hier ist es tatsächlich so schlüssig dargestellt, dass man es eigentlich verstehen müsste.
Es zeigt eben deutlich, dass es nie nur eines geben kann, also nur Beziehung oder BDSM, man nicht verzichten sollte, sondern beides braucht.
Ich finde auch, dass die Ich-Perspektive hier sehr gut gewählt ist, dass man sich als Leser noch mal besser in die Situation hineinversetzen kann.
Allgemein gefällt mir der Still von Anna Martin sehr gut und er passt hier auch perfekt dazu, sehr einfühlsam, aber auch sehr lässig, so dass es einfach Spaß macht, das Buch zu lesen und man auch von so ernsten Themen nicht heruntergezogen wird.
Ihr seht, ich bin voller Lob und ich wüsste jetzt auch nichts zu kritisieren. Ein wirklich klasse Buch!

Samstag, 15. April 2017

Rauschgefühle (Jannis Plastargias)

Titel: Rauschgefühle
Autor: Jannis Plastargias
Verlag: Astikos
Seitenzahl: 222 Seiten
Beschreibung: Jonas' Leben könnte nicht besser sein, er genießt seine Zeit mit seinem Freund Paul. Doch als sein Kumpel Fabi einen Schicksalsschlag erleidet, ist nichts mehr wie vorher und Jonas muss zusehen, wie dieser immer weiter abzurutschen droht.

Meine Meinung:

Ich habe bei diesem Buch ein bisschen das Problem gehabt, dass ich zwar Plattenbaugefühle gelesen habe, aber nicht den zweiten Teil (dies ist Teil 3). Dadurch war ich gar nicht mit im Bilde, wie die Geschichte verlaufen ist, allerdings muss man sagen, dass ich doch recht schnell wieder rein gekommen bin. Glücklicherweise wird mal grob immer wieder darauf eingegangen, was eigentlich in Teil 2 so passiert ist, so dass ich dann einigermaßen im Bilde war. Außerdem habe ich das Gefühl, dass Teil 2 jetzt nicht sooo viel Einfluss auf Teil 3 hat, so dass es jetzt nicht sehr schlimm war, dass ich das Buch nicht gelesen habe.
Aber ich empfehle euch echt, vorher den zweiten Teil zu lesen, weil es schon anfangs etwas verwirrend ist.
Der Stil besteht aus kurzen Sätzen. Das ist echt nicht so meins, ich kritisiere so was auch gern bei anderen Büchern, weil es mir einfach nicht gefällt. Ich habe dann immer das Gefühl, dass man sich nicht wirklich in die Geschichte reinfallen lassen kann. Allerdings muss man es differenziert betrachten: Dieses Buch ist ja doch ein Jugendbuch und ich glaube, so für Jugendliche ist das ein Stil, mit dem viele sicher gut klarkommen werden. Es liest s ich eben dadurch relativ schnell und einfach.
Man merkt auch wirklich, dass es ein Jugendbuch ist und dass sich da jemand auch wirklich Gedanken über die Welt der Jugendlichen gemacht hat. Ich finde, der Alltag und auch die Gefühle der Protagonisten werden unheimlich authentisch dargestellt. Vielleicht kann ich mich damit nicht so identifizieren, mir ist solch ein Stadtleben – gerade auch in diesen Vierteln, in denen die Charaktere leben – einfach fremd. Ich bin ein unbescholtenes Dorfkind, hier ist alles noch fernab der bösen Großstadteinflüsse.
Aber auch ich muss erkennen, dass es wirklich sehr realistisch dargestellt ist, auch wie die Jugendlichen zu Drogen kommen, wie sie versuchen, ihre Gefühlswelt damit in Kontrolle zu bekommen und wie das letztlich in Abhängigkeit ausartet. Und darum geht es in dem Buch ja auch. Es geht auch viel um die Beziehung der beiden Protagonisten, aber es steht nicht allein im Vordergrund, weil auch das Thema Abhängigkeit und Drogen hier viel Raum einnimmt, was ich gut finde, weil ich nicht der Meinung bin, dass das Thema „Homosexualität“ immer im Vordergrund stehen muss.
Was mich ein wenig gestört hat, war, dass dadurch, dass auch viel Alltag erzählt wird, immer mal wieder sehr Unwichtige Dinge erläutert werden, die ein wenig langweilig sind, weil sie nicht zwingend zum Geschehen im Buch beitragen. Wie gesagt, es schildert eben die Welt der Charaktere und macht sie auch irgendwie echt, aber es ist halt nicht sooo spannend.
Auch nicht so schön fand ich, dass hier wieder das Thema Dreierbeziehung angesprochen wurde. Ich weiß nicht, es ist einfach nicht meins. Und ich kann das auch immer absolut gar nicht nachvollziehen. Ich glaube, für mich wäre das einfach ein Trennungsgrund und ich komm nicht so darauf klar, wenn andere sich damit einigen und arrangieren. Aber gut, muss jeder selbst wissen.

Mittwoch, 12. April 2017

Langer Weg zum Glück (Chris McHart)

Hi!

Eine neue Rezension, wie versprochen.


Titel: Langer Weg zum Glück
Autor: Chris McHart
Verlag: MAIN Verlag
Seitenzahl: 320 Seiten
Beschreibung: Nachdem Sebastian betrunken einen Unfall verursacht, muss er Sozialstunden in einem Rehazentrum ableisten. Dort trifft er auf Ben, der nach einem Unfall im Rollstuhlsitzt und sein Leben verflucht. Die beiden kommen sich schnell näher, doch sie ahnen nicht, dass ihr Schicksal enger miteinander verwoben ist, als es zunächst scheint.

Meine Meinung:

Ich fand das Buch wirklich schön und habe es auch echt verschlungen.
Was mir an dem Buch einfach sehr gut gefallen hat, ist, dass es wirklich ein langer Weg zum Glück ist. Es gibt so viele Aufs und Abs und immer wenn man denkt, dass sie jetzt langsam zueinander finden, geschieht wieder etwas, dass sie auseinander treibt, dann stehen sie sich selbst im Weg… also, ich kann das gar nicht so richtig beschreiben, ohne jetzt zu viel zu verraten: sagen wir einfach, dass es echt relativ lang dauert, bis sie zueinander finden und dass dieser Weg aber auch wirklich authentisch und einfach schön beschrieben ist.
Obwohl es so lange dauert, hatte ich jetzt nicht das Gefühl, dass es irgendwie jemals an einer Stelle langweilig war. Ich habe auch nie gedacht, dass sie sich ja jetzt mal zusammenreißen könnten, sondern ich fand es immer sehr realistisch, wie sie gehandelt und gedacht haben. Soll heißen, ich hätte es jetzt nicht beschleunigt lesen wollen, sondern das Tempo, dass die beiden sozusagen da selbst anschlagen, fand ich genau richtig.
Der Stil hat mir auch sehr gut gefallen, es war auch immer wieder abwechselnd von den beiden zu lesen, so dass man da auch wirklich jede Sichtweise so ein bisschen als Leser mitbekommen hat – ansonsten flüssig und einfach so, dass man sich in das Buch und in die Charaktere hat fallen lassen können.
Was mir auch gut gefallen hat ist, dass Ben ja eben eine Behinderung hat und sich deshalb auch weniger liebenswert findet, er glaubt eben, dass er keine Beziehung mehr haben kann, weil er glaubt, dass kein Mann ihn so mag, wie er ist.
Ich finde das echt schön, dass in dem Buch so auf dieses Thema eingegangen wird, dass man auch klar nachvollziehen kann, warum Ben diese Gedanken hegt. Ich finde, das gibt einen eben einfach einen schönen Einblick und zeigt aber auch gleichzeitig, dass solche Gedanken wirklich schwachsinnig sind und der Wert eines Menschen nicht von seiner Bewegungsfreiheit abhängig ist.
Mir gefällt auch, dass so ein bisschen das Thema Sucht aufkommt. Ich hätte es nicht zwingend gebraucht, ich verstehe aber, warum Sebastian anfällig ist und ich finde, man hätte es auch noch vertiefen können, wenn man es denn schon anspricht, aber letztlich war es so auch okay.
Sexszenen gibt es nur so… ich mag jetzt nicht zu viel verraten, sagen wir, es kommt nicht bis zum Äußersten, was ich aber ganz gut finde, weil es mal eine andere Art von Sex ist und weil es aber gelungen ist, das Buch dennoch erotisch gestalten. Also sexuell angehauchte Szenen fand ich auch wirklich gut gestaltet.

Samstag, 8. April 2017

Die richtigen Worte (Lane Hayes)

Hey ihr Lieben!

Gleich vorweg: Es tut mir leid, dass die Rezensionen in nächster Zeit nur in dieser gekürzten Fassung kommen werden. Aber ich dachte mir, lieber kurze Rezis als gar keine Rezis.
Und um euch dafür ein wenig zu entschädigen, dass die Rezis jetzt aussehen, wie sie eben aussehen, kann ich euch zumindest versprechen, dass in der nächsten Zeit erstmal jeden Samstag und jeden Mittwoch eine Rezension kommen wird.
Jetzt viel Spaß bei der Rezension.

Titel: Die richtigen Worte
Autor: Lane Hayes
Verlag: Dreamspinne Press
Seitenzahl: 235 Seiten
Beschreibung: Luke leidet noch immer unter einer gescheiterten Beziehung, möchte aber unbedingt wieder sein Leben in den Griff kriegen. Deshalb nimmt er den Auftrag des Profisportlers Michael an, dessen Haus zu renovieren. Dabei kommen sich die beiden zwar näher, jedoch müssten sie ein Leben im Verborgenen führen, um Michaels Karriere nicht zu gefährden.

Meine Meinung:

Ein, wie ich finde, sehr geniales Buch! Mir gefällt schon allein der Schreibstil richtig gut. Ich mag den Stil von Lane Hayes ja eh, aber hier wurde ich wieder einmal in meiner Meinung bestätigt. Ich finde, das Buch enthält eine ganz leichte Brise Humor, keine wirkliche Slapstickkomik, sondern einfach nur eine witzige Erzählweise, weil der Ich-Erzähler eben einfach alles so schön humorvoll rüberbringt. Teilweise gibt es auch witzige Gespräche, die aber nie künstlich wirken.
Ich mag es, dass der Hauptcharakter ein wenig paranoid ist und sich einfach über alles viel zu viele Gedanken macht, weil das zum einen witzig ist und zum anderen aber auch dafür sorgt, dass man sich selbst ein wenig mit ihm identifizieren kann. Mir ging es da echt so, weil ich wirklich genauso bin. Und ich finde, so was macht den Charakter dann einfach sehr menschlich und das gefällt mir unglaublich gut an diesem Buch.
Für mich hat das Buch genau die richtige Spur Drama. Man hat nicht das Gefühl, das etwas übertrieben wurde oder zusammengebastelt ist, um jetzt möglichst dramatisch zu sein, aber dennoch ist es spannend bis zum Ende – auch dann, wenn eigentlich nicht wirklich etwas passiert, weil eben einfach die Frage offen ist, wie sich ihre Beziehung nun entwickelt und was passieren wird, wenn es sich zu einer richtigen Beziehung entpuppt.
Hauptsächlich bezieht sich die Unsicherheit der Beziehung natürlich auf Michaels Profisportlerkarriere. Ich finde es schön, dass wieder einmal die Frage, ob ein Profisportler schwul sein darf, in einem Buch behandelt wird, allerdings finde ich, dass es noch etwas tiefer hätte gehen können. Dadurch, dass das Buch nicht aus Michaels Sicht ist, bekommt man eigentlich relativ wenig von dieser Seite der Geschichte mit. Es ist zwar so, dass es im Hintergrund allgegenwärtig ist und ihre Beziehung beeinflusst, aber einen wirklichen Sportroman kann man das Buch nicht nennen. Das ist natürlich für alle die schön, die vielleicht sonst vom Thema Sport abgeschreckt werden, aber wer einen Sportroman erwartet, könnte natürlich ein wenig enttäuscht sein, wenn Fußball dann eigentlich keine wirkliche Rolle spielt.
Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich auch mit viel mehr Sport gerechnet habe (und mich darauf gefreut habe, weil ich wirklich gerne Sportromane lese), aber nicht enttäuscht war, weil das Buch auch ohne Sport einfach toll ist.
Zu guter letzt, die Sexszenen: Es gibt welche und ich finde, sie sind auch echt schön dargestellt. Mehr kann man dazu eigentlich gar nicht sagen.
Für mich passt in diem Buch wirklich alles und ich kann es euch nur empfehlen. Wie schon gesagt, ist es kein Sportroman, aber egal, ob ihr das jetzt gut oder schade findet, lesenswert ist das Buch so oder so.

Samstag, 25. März 2017

Say yes (J. R. Grey) [Q] [E]

Hi!

Seit langem mal wieder ein englisches Buch, muss auch mal wieder sein, oder?
Und zwar handelt es sich um "Say yes" von J. R. Grey. Das Buch wird frei publiziert, umfasst 113 Seiten und handelt von Charles, der an James eine devote Seite entdeckt, die dieser jedoch zu unterdrücken versucht.


Beschreibung:

Als Charles auf James trifft, erkennt er sofort, dass dieser der geborene Sub ist. Doch jeder Versuch, diesen in sein Bett zu kriegen, scheitert. Denn James möchte all das nicht. Er möchte seine devote Seite nicht ausleben und er möchte sich nicht auf einen schnellen Spaß einlassen.Wenn er "Ja" zu Charles Angebot sagen würde, würde dies seine gesamt Welt ins Wanken bringen.

Meine Meinung:

Mir hat das Buch richtig gut gefallen, weil es hier eben nicht gleich zur Sache geht, sondern Charles und James ein wenig um einander herum schwänzlen, ehe sie sich annähern. Ich mag es, wie James doch immer wieder "entkommen" kann, es ist teilweise sehr amüsant mitzulesen.
Gleichzeitig erkennt man aber, dass es James eigentlich will und vor allem erkennt man, wie sehr Charles James will und wie viel Mühe er sich damit macht, den Jungen zu einer Session zu bringen. Ich finde dieses langsame Tempo schön, zumal es dennoch ganz sexy ist. Und es lohnt sich, denn am Ende sagt James natürlich doch noch "ja".
BDSM ist hier wirklich ganz schön beschrieben, aber mir ist das Buch eben mehr in Erinnerung geblieben, weil die Gedanken und Gefühle der beiden doch gut rüberkomme. Eben dadurch, dass nicht sofort Action ist, kann man gut die Zweifel erkennen, die James plagen.
Der Stil gefällt mir auch sonst gut, sehr flüssig und ausgeschmückt, trotz der wenigen Seiten.

Verständichkeit:

Ich bin wirklich gut durchgekommen, man kann da Buch auch verstehen, wenn man nicht so gutes Englisch hat. Ich würde es nicht als Einsteigerbuch empfehlen, aber so generell kann man mit ein bisschen Verständnis hier gut mit klarkommen.
Es sind weder sonderlich schwere Vokabeln dabei, noch ist die Sprache sonderlich kompliziert. Zudem ist das Buch recht kurz, so dass es aufs Wesentliche beschränkt bleibt.

Zielgruppe:

Wie gesagt, man kann hier auch mit nicht sooo gutem Englisch gut klarkommen. Ansonsten umfasst es ein wenig BDSM und Kink, man muss das also durchau mögen, um hier Freude dran zu haben. Ansosnten ist es einfach eine schöne, sexy Geschichte, die trotz ihrer nicht all zu großen Länge ein schönes Leseerlebnis beschehrt.

 Jetzt bringe ich nur einmal in der Woche einen Post und bin trotzdem unzufrieden. Verrückt, oder? Erst ist es mir zu viel, dann zu wenig...
Jules :)

Samstag, 11. März 2017

Steigende Preise bei eBooks? [K]

Hi!

Vor einigen Tagen ist mir etwas aufgefallen, was ich gerne mit euch teilen möchte. Es ist nicht so, dass ich hierzu aufwändige Statistiken erstellt haben, aber es ist eben mein Eindruck und in erster Linie würde ich von euch gerne wissen, ob ihr diesen Eindruck bestätigen könnt oder ob ich nur weiße Mäuse sehe.
Seid einiger Zeit lese ich über Kindle Unlimited, aber weil ich ein sehr raffgieriger Mensch bin (;D), kaufe ich auch sehr viele Bücher trotzdem, statt sie nur zu leihen. Und dann kommt natürlich noch dazu, dass nicht jedes Buch über Kindle Unlimited zu erhalten ist. Fakt ist: Ich gebe im Monat noch immer viel Geld für Bücher aus und muss deshalb natürlich auch immer mein Budget irgendwie planen.
Was das anfangs gar kein Problem, habe ich neulich einen wahren Schock erlitten, als ich meine Bücher auf der Wunschliste durchgegangen bin. Ich glaube, ich habe kein einziges Buch mehr darauf, dass weniger als fünf Euro kostet. Und wenn ich jetzt bedenke, dass ich „früher“ mit 20 Euro im Monat locker hingekommen bin, wüsste ich jetzt nicht, wie ich sagen wir sieben Blogposts jetzt noch mit nur 20 Euro finanzieren sollte. Das würde bedeuten, dass ich nur knapp 3 Euro für ein Buch ausgeben dürfte – absolut unmöglich, wenn das billigste 5,99 Euro auf meiner Wunschliste ist. Jetzt kann mir doch niemand sagen, dass es früher nicht anders war.
Ja, wir wissen alle, es gibt jetzt 19% Umsatzsteuer auf eBooks, nicht mehr nur 7%. Und ja, natürlich werden Bücher dann ein paar Cent teurer. Aber warum ein Buch plötzlich statt 3,99 Euro 5,99 Euro kostet, das erklärt uns die liebe Umsatzsteuer nicht. Weil, ich rechne euch vor: 3,99 Euro wären früher netto 3,73 Euro gewesen. Darauf dann 19% sind: 4,44 Euro. Wir runden mal zu einer netten Summe: 4,50 Euro. Wo aber kommt der zusätzliche Euro dann bitte her? Hinzu kommt ja noch, dass viele eBooks jetzt mit 6,99 Euro auf den Markt gehen. Vor einiger Zeit noch, hatte ich ganz selten ein Buch mit 6,99 Euro auf der Wunschliste und wenn, dann war es von einem Verlag und ich habe es eingesehen, dass da noch gewisse Kosten gedeckt werden müssen. Das tue ich auch immer noch.
Aber liebe frei publizierenden Menschen da draußen: Warum kosten eure Bücher denn bitte genauso viel, wie die eBooks eines Verlages?
Ich sehe das irgendwie nicht so richtig ein, für ein Buch, dass vermutlich nicht mal jemand Korrektur gelesen hat, so viel Geld zu bezahlen. Am Ende zahle ich rund 7 Euro für Schrott.
Und die Krönung bilden die lieben Kurzgeschichten. Für einen Witz von einem Buch, sagen wir mal 30 Seiten, werden 3,99 Euro verlang. Früher gab es das für 0,99 bis 1,99 Euro. Ein Preis, den ich akzeptabel finde. Aber dass ich fast 4 Euro für etwas ausgebe, dass weder literarisch wertvoll, noch stilistisch schön, noch schreibfehlerfrei ist, das ist ja wohl eine Frechheit.
Witziger Weise finde ich auch, dass es nur bei eBooks der Fall ist. Prints erachte ich jetzt nämlich nicht als wesentlich teurer wie sonst auch. Aber eben weil ich ja nicht mal mehr einen Quickie für unter einen Euro kaufen kann, war ich doch ein wenig erzürnt. Oder sagen wir besser: Mega angepisst!
Deshalb sagt jetzt mal an: Habt ihr den gleichen Eindruck wie ich? Wurde dieses Drama um 19% Umsatzsteuer vielleicht dafür verwendet, die Preise schleichend komplett zu erhöhen? Oder liegt es einfach an den Büchern, die ich auf der Wunschliste habe? Lest ihr immer noch welche für 3,99 Euro? Oder habt ihr vielleicht einen ähnlichen Effekt bemerkt? Kennt ihr vielleicht noch einen anderen Grund, warum dies so sein könnte – literarische Wirtschaftskrise, von der ich nichts mitbekommen habe oder so? Schreibt einfach mal in die Kommentare, was ihr so denkt, es würde mich echt mal interessieren.

Jules :)

Samstag, 4. März 2017

Guards of folsom: Gezügelt (SJD Peterson)

Hallo meine Lieben!

Heute gibt es wieder BDSM und zwar aus der wundervollen Guards of Folsom-Reihe von SJD Peterson. Der dritte Band nennt sich "Gezügelt", umfasst 253 Seiten und erschien im Cursed Verlag. Er handelt von Max, der im Coffeeshop auf den unerfahrenen Sub Aiden trifft.
Ihr müsst die anderen Teile nicht zwingend gelesen haben, um den Band zu verstehen, allerdings hängen sie grob zusammen, heißt, ihr erfahrt in den anderen Büchern etwas über die anderen Paare im Guards of Folsom.
Hier die Rezensionen zu "Berührt" und "Gefunden".


Beschreibung:

Eigentlich wollte Max nur einen Kaffee, aber dann trifft er im Coffeeshop auf Aiden und sofort steht seine Welt Kopf. Der junge Mann ist einfach perfekt und eindeutig ein Sub. Nur leider hat Aiden noch keinerlei Erfahrung im BDSM-Bereich und so steht Max vor der Herausforderung, nicht nur Aidens Herz zu gewinnen, sondern ihn auch in eine ganz fremde Welt einzuführen.

Meine Meinung:

Wenn ihr meine Rezensionen zu den anderen Teilen der Reihe kennt, werdet ihr wissen, dass ich bisher gerne mal bemängelt habe, dass es durchaus noch ein wenig mehr BDSM hätte sein können. Umso mehr hat mich dieser Teil erfreut, denn hier ist BDSM wirklich fester Bestandteil und zeigt sich in vielen kleineren und größeren Sessions. Ich finde es schön, dass diese Sexszenen hier so gut ausgearbeitet sind, denn schließlich erwartet man ja auch genau das, wenn man ein BDSM-Buch kauf. Außerdem liebe ich das Buch dafür, dass es die Welt des BDSM so genau erklärt und zwar so, dass auch Anfänger (wie Aiden nun mal selbst einer ist) sie verstehen können. Ich denke, damit ist das Buch auch gut für Einsteiger in dieses Unter-Genre geeignet.
Der Schreibstil ist schön, flüssig und detailliert. Mir gefällt, dass viel auf Aidens Sorgen eigegangen wird und sich so ein bisschen mit der Frage beschäftigt wird, ob sich ein Sub in der Dominanz seines Masters verlieren kann. Ich denke auch, dass diese Frage im Buch gut beantwortet wird.
Schön ist auch, dass man erkennt, dass auch ein Dom (also Max) nicht immer perfekt ist, dass hier nun mal Menschen agieren und auch mal versagen. Ich mag es, wie auf beiden Seiten einerseits Fehler gemacht werden, aber auch sehr viel Mühe in die Sache gelegt wird, weil beide nun mal wollen, dass es mit ihnen funktioniert. Ich finde, dadurch zeigt sich ihre Liebe besonders klar und das ist eine viel schönere Darstellung, wie es jede kitschige Szene sein könnte.
Kitsch kommt in der Geschichte übrigens gar nicht vor, auch wenn am Ende des Buches kurz mal eine etwas romantischere Szene vorkommt.
Übrigens hat es mich sehr gefreut, dass hier mal eine etwas andere Art von BDSM unterkommt, wie man sie aus anderen Büchern kennt: Pony-Play. Ich glaube, das ist nicht für jeden etwas (ich mag es auch nicht sooo), aber hier wird es wirklich nur gemäßigt, dafür aber sehr sexy erzählt, so dass man da sicher Freude dran haben kann.
Wirklich sehr gelungen, dieses Buch - bis jetzt gefällt es mir in dieser Reihe echt am besten.

Zielgruppe:

Für Fans von BDSM und auch für solche, die gerne Fan werden möchten. Ich finde, die Geschichte ist wunderbar erzählt und der Stil ist schön. Das Buch schildert BDSM auf eine schöne Art und Weise und alleine schon deshalb, aber auch, weil ich es sonst etwas toll fand, gibt es eine klare Leseempfehlung von mir.

Manchmal lese ich länger kein BDSM und dann fällt mir so ein Buch in die Hände und dann frage ich mich, wie ich nur je etwas anderes habe lesen können. :D
Jules :)

Samstag, 25. Februar 2017

Es kommt immer anders, als man denkt [K]

Hi!

Ehrlich gesagt, hätte ich diesem Thema wohl nie wirklich Bedeutung beigemessen und darüber geschrieben, wenn ich nicht neulich ein Buch in Händen gehalten hätte, dass Anreiz genug für mich war, es doch zu tun.
Wahrscheinlich kennt diese Situation jeder von euch. Man liest die Buchbeschreibung und hat sofort eine grobe Vorstellung von der Geschichte vor Augen, anhand derer man dann entscheidet, ob man das Buch lesen möchte oder nicht. Wenn man sich dann dazu entscheidet und die Geschichte aber plötzlich so ganz anders ist, als gedacht, ist man auf einmal völlig (grundlos) enttäuscht. Grundlos, wenn das Buch vielleicht trotzdem toll ist, man aber einfach etwas anderes erwartet hat und deshalb der tatsächliche Handlung nichts abgewinnen kann. Oder aber wirklich begründet, weil einem das Buch einfach nicht gefallen hat, obwohl man es sich doch so schön ausgemalt hat.
Selbstverständlich kann diese Reaktion auch positiv ausfallen. Vielleicht hatte man nicht all zu große Erwartungen an ein Buch und wird positiv überrascht. Oder es gefällt einem einfach noch besser als das, was man sich schon ausgemalt hat. Solange es so ist, ist ja alles gut – blöd ist es eben nur, wenn es einem dann geht wie mir und man so richtig frustriert ist.
So ging es mir neulich. Eine Buchbeschreibung sprach mich an, es klang für mich ein wenig psycho und düster und einfach so, wie ich es gerne mag. Ich musste das Buch unbedingt haben und als ich es dann gelesen habe, war ich maßlos enttäuscht, weil meine Vorstellung einfach überhaupt nicht zu dem Buch gepasst hat. Es war dann eine ganz normale Liebesgeschichte mit ein wenig Abenteuer und allem, aber eben einfach nicht psycho. Und ja, ich gebe es zu, ich war mega enttäuscht und ich musste dann bei der Rezension wirklich aufpassen, meine Enttäuschung nicht einfließen zu lassen. Genau das ist nämlich das Problem. Man neigt dann dazu, ein Buch schlecht zu bewerten, weil es nicht ist, wie man es sich gedacht hat und gibt ihm damit eigentlich gar nicht wirklich eine Chance. Sowas ist ziemlich unschön für den Leser und natürlich auch für den Autor.
Doch wie kann man nun vermeiden, dass ein Leser eine allzu verschobene Vorstellung von der Geschichte bekommt? Meistens liegt die Lösung im Klappentext, denn natürlich ist die Buchbeschreibung der häufigste Grund für falsche Erwartungen. Deshalb wirklich mein Appell an alle Autoren da draußen: erstellt einen passenden Klappentext!
Natürlich sollte man vermeiden, in der Beschreibung schon zu viel zu verraten, aber trotzdem sollte man die Story nicht verzerrt darstellen. Man sollte auf die tatsächlich Handlung eingehen und nicht auf etwas, dass im Buch dann nur eine müde Erwähnung findet. Ich weiß, es ist schwer, das alles unter einen Hut zu bringen, ohne zu viel vorweg zu werden. Aber wenn ihr euch wirklich sehr grob fassen müsst, achtet darauf, dass der Text nicht suggeriert, ein Thema zu behandeln, dass im Buch vielleicht nur der Anfang etwas ganz anderem ist und eigentlich gar nicht ausgeführt wird. Achtet darauf, dass man zumindest erahnen kann, in welche Richtung es gehen wird. Und schreibt lieber mal einen Satz zu viel als einen zu wenig.
Es gibt aber auch andere Dinge, die falsche Erwartungen schüren. Zum Beispiel das Cover. Irgendwie sollte das Cover schon zur Geschichte passen, ebenso der Titel. Ich hab mir auch schon ein Buch gekauft, weil sowohl Titel als auch Cover nach BDSM schrieen und es letztlich nur ganz normale Sexszenen hatte und ansonsten eher ein Jugendbuch war. Verstehe einer, warum man dann so ein Cover und so einen Titel ausgewählt hat… Deswegen, liebe Autoren, macht keine halbherzige Covergestaltung/Titelvergabe, sondern durchdenkt diese komplett. Man findet immer irgendwie etwas, dass einigermaßen zur Story passt.
Was ich auch schon hatte: Ein Autor ändert einen Schreibstil völlig und irritiert damit seine bestehenden Fans. Mal zum positiven, weil er sich verbessert hat, mal zum negativen, weil er nicht mehr das ist, was man mal geliebt hat. Vermeidet also allzu große Stilbrüche oder kündigt die wenigstens vorher an, so dass man gleich weiß, worauf man sich einlässt.
Ich weiß, ich gebe hier jetzt Tipps, obwohl ich selbst nie ein Buch herausgebracht habe und gar nicht weiß, wie schwer es teilweise ist, dass all das passt. Aber ich meine es ja nur gut. Es nützt ja niemanden etwas, wenn man als Leser eine völlig andere Erwartung hat und dann das Buch schlecht bewertet, weil sich diese nicht erfüllt.
Und auch ein kleiner Appell an alle Leser da draußen: Checkt vielleicht mal ein paar Rezensionen, um zu sehen, ob das Buch wirklich hält, was es verspricht – aber bitte von Leuten, deren Rezensionen ihr einschätzen könnt. Nicht, dass dann wieder eine Rezension eine falsche Erwartung auslöst, weil der Verfasser dieser einen ganz anderen Geschmack hat, als ihr…
Und wenn ihr jetzt denkt: OMG, das ist eine Wissenschaft für sich, dann kann ich euch beruhigen: Es gibt so viele Bücher, die genau das halten, was sie versprechen und wenn es diese Autoren geschafft haben, dann schafft ihr das auch bei eurem Buch.
Und wir als Leser müssen uns eben vor Augen halten, dass anders als erwartet nicht gleichbedeutend mit scheiße ist, sondern dass wir einem Buch auch dann noch eine reelle Chance geben, wenn es ganz anders ist, als gedacht. Weil ganz anders eben manchmal sehr viel besser ist.
Jules :)