Samstag, 29. April 2017

Für einen regnerischen Nachmittag (RJ Scott) [Q]

Titel: Für einen regnerischen Nachmittag
Autor: RJ Scott
Verlag: Dreamspinner Press
Seitenzahl: 82 Seiten
Beschreibung: Robbie könnt nicht erstaunter sein, als seine Freundin Maggie ihm das ehemalige Stationshaus hinterlässt, auf dass er sich darum kümmern soll. Umso erstaunter ist er, als Jason, entfernter Verwandter von Maggie, in das kleine Dorf zieht und eigentlich einen viel größeren Anspruch auf das Stationshaus hätte. Doch nicht nur, dass ihm diese seltsame Erbschaft verwirrt, auch Jason verwirrt Robbie zunehmend - und das auf keine schlechte Art.

Meine Meinung:

In dem Buch herrscht eigentlich durchweg eine recht ruhige Atmosphäre, was mir an sich eigentlich gut gefällt, weil es nicht immer übertriebenes Drama sein muss. Manchmal sind so ruhige Bücher tatsächlich die wahren Schätze.
Allerdings muss man hier schon sagen, dass in der Geschichte selbst auch wirklich nicht viel passiert. Es ist eben eine Liebesgeschichte, die sicherlich einen interessanten Rahmen hat, aber man kann jetzt nicht viel Spannung erwarten. Ich möchte nicht sagen, dass die Geschichte langweilig ist, aber es ist eben eher etwas, um mal richtig zu entspannen und nicht so sehr, um total mitzufiebern.
Richtig gut gefallen hat mir jedoch der Hintergrund der Geschichte. Teilweise ist es vielleicht auch ein bisschen konstruiert, aber dennoch finde ich, rundet es die Liebesgeschichte ab und bringt auch ein bisschen Pepp in die Geschichte. Ich finde es auch klasse, dass sich beides so in einander einfügt, das ist schon gut durchdacht gewesen.
Dennoch muss ich sagen, dass sich mir ihre Beziehung trotzdem zu schnell entwickelt hat. Es ist zwar nachvollziehbar, wenn auch – wie oben schon gesagt – etwas konstruiert. Heißt, an der einen oder andere Stelle passieren eben so Dinge, die für ihre Beziehung förderlich sind, die auch sicherlich erklärt werden, aber für mich dennoch etwas zu zufällig sind.
Ich finde es auch ein wenig schade, denn die Geschichte ist ja trotzdem recht kurz… hätte man sie an der einen oder anderen Stelle noch etwas ausgedehnt, noch den einen oder anderen kleineren Pepp reingebracht, dann wäre sie nicht nur länger gewesen, sondern vielleicht auch noch ein kleines bisschen spannender.
Aber wie schon gesagt, langweilig ist sie jetzt auch nicht und man kann es sich mit ihr sicherlich – ganz gemäß dem Titel – an einem regnerischen Nachmittag gemütlich machen und einfach mal abschalten.
Der Stil ist übrigens sehr schön, ausführlich, fehlerfrei und so, dass man sich durchaus in die Geschichte fallen lassen kann.

Mittwoch, 26. April 2017

Never will I ever... [TAG]

Hey ihr Lieben!

Die liebe Julia hat mich getaggt und jetzt, gefühlt Jahre später, mache ich mich mal daran, den TAG auch zu beantworten. Deshalb gibt es heute mal keine Rezension, aber keine Angst, es kommen noch weitere, die Reziwelle ist noch nicht vorüber.
Ich habe allerdings voll das schlechte Gewissen, weil ich den TAG total cool finde und so lange nicht darauf geantwortet habe... deswegen muss ich den jetzt einfach einmal zwischenrein schieben. Viel Spaß damit und besucht auch unbedingt Julias Blog, ich verlinke ihn euch hier.
An Julia: Vielen Dank fürs taggen und tut mir leid, dass ich so eine unglaubliche Schnarchnase geworden bin.

Niemals werde ich es shippen
Puh, eigentlich shippe ich gar nicht, weil ich ja auch keine Fanfictions schreibe bzw. auch keine mehr lese. Was ich absolut schrecklich finde ist aber, wenn man generell einen Protagonisten mit einem eigenen Charakter shippt. Ich finde das einfach nur blöd, dass man die Story damit so beeinflusst, dass man sich da extra wen ausdenken muss. Ich finde, es hat mehr Reiz, wenn eben kein eigener Charakter dabei ist, weil es so auch die Leute anspricht, denen dieser eigene Charakter nicht im Kopf rumspukt. Also deswegen würde ich wohl nie etwas lesen, was mit eigens ausgedachten Charakteren bestückt ist.

Niemals werde ich dieses Ende vergessen
"Die Farbe des Lichts" von Diana Wintermeer.
Das ganze Buch hat mich schon so ergriffen und ich habe auch von Anfang an geahnt, was auf mich zukommen wird und dennoch hat mich das Ende einfach absolut aus dem Gleichgewicht gebracht. Ich fand es so dermaßen traurig, ich habe mir wirklich das letzte Drittel des Buchs die Augen aus dem Kopf geweint… und das hat mich wirklich beeindruckt, weil eigentlich weine ich nie, wenn ich weiß, worauf es hinauslaufen wird. Aber so… hat es mich irgendwie getroffen und wenn ich jetzt an ein dramatisches Ende denke, dann denke ich sofort an dieses Buch.

Niemals werde ich über diesen Tod hinweg kommen
Ganz ehrlich? Ich weiß es nicht. Ehrlich gesagt fällt mir da so spontan niemand ein. Ich kann es mir nicht mal leicht machen und noch einmal Richard aus „Die Farbe des Lichts“ nennen, weil er für mich einfach sterben musste. Es war so schon genau passend.
Und ansonsten komme ich über den Tod von Buchfiguren eigentlich schon drüber weg… irgendwann haben die Nachwehen des Buchs aufgehört und dann finde ich eigentlich nichts mehr so dermaßen dramatisch, dass ich das Gefühle habe, noch nicht darüber weg zu sein.

Niemals werde ich aufhören, wegen diesem Buch zu weinen
Vielleicht „Die Belchdose“ von Kim Fielding. Nicht, weil es so dermaßen traurig war, obwohl es das natürlich zweifellos auch war, sondern einfach, weil es ein sehr sensibles Thema behandelt, dass auch sehr viel Realität an sich hat. Wenn man sich einmal vor Augen führt, dass das alles mal so gewesen ist und dass solch schreckliche Dinge Menschen angetan worden sind, deren einziges Verbrechen es war, jemanden zu lieben, dann erschüttert mich das einfach so sehr, dass ich nur weinen kann. Ich habe das Buch gelesen und ich war entsetzt und mir war schlecht und ich war einfach fertig. Und das allertraurigste ist an der Sache noch, dass es ja in manchen Ländern auf dieser Erde heute noch immer so ist. Das verursacht mir einen Schmerz im Herzen, der sich mit Worten gar nicht beschreiben lässt.

Niemals werde ich dieses Buch lesen
„50 Shades of Grey“. Das hättet ihr euch jetzt vielleicht auch denken können, zumindest wenn ihr mich einigermaßen kennt.

Niemals werde ich aufhören, dieses Buch zu feiern
Ich bete die „Thekenwelt-Reihe“ von Violet Mascarpone an und ich lasse auch wirklich keine Gelegenheit aus, diese Buchreihe zu empfehlen. Ich liebe die Art, wie sie schreibt und auch wenn die Geschichte vielleicht nicht die realistischste ist, so ist sie doch wahnsinnig gut und Violet ist wirklich eine Meisterin ihres Fachs… Und ich glaube, ich habe auch selten ein Buch so oft gelesen, wie diese drei Teile.

Niemals werde ich dieses Buch verleihen
Ich verleihe ehrlich gesagt überhaupt keine Bücher. Ich habe nur schlechte Erfahrungen, was allgemein mit Verleihen zu tun hat, deshalb würde ich gerade meine Schätze nie aus der Hand geben. Also selbst bei Leuten, die ich wirklich gut kenne und sehr mag, tue ich mir unheimlich schwer… und meistens sage ich dann auch nein, so leid es mir auch tut.

Niemals werde ich aufhören, diese Leute zu taggen
Ich glaube, so lange wie dieser TAG jetzt schon zurück liegt, tagge ich vermutlich nur Leute, die wahrscheinlich schon von anderen getaggt worden sind. Ist mir jetzt aber egal, weil mir sonst keiner einfällt und weil ja doch die Chance besteht, dass sie den TAG vllt noch nicht gemacht haben. Ihr könnt es ja zweimal machen. Oder ignorieren. Oder, oder, oder. :D


Samstag, 22. April 2017

Depressiva (Denn van Heynen) [Q]

Titel: Depressiva
Autor: Denny van Heynen
Verlag: frei publiziert
Seitenzahl: 70 Seiten
Beschreibung: In Phils Leben läuft alles schief. Er findet keinen Job, sein Ex stalkt ihn und als er meint, endlich wieder in Adam einen Lichtblick gefunden zu haben, bahnen sich auch mit diesem Streits und Ärger an. Immer mehr gerät Phil dadurch in die Tiefen einer Depression, bis er irgendwann nicht mehr weiß, ob er überhaupt noch leben möchte.

Meine Meinung:

Diese Geschichte ist ein bisschen anders, als die anderen von Denny van Heynen, was mich gleich neugierig gemacht hat. Ich mag es, wenn ein Autor wandelbar ist. Obwohl ich durchaus auch sagen muss, dass man nicht auf jeder Hochzeit mittanzen muss, aber das ist jetzt nicht das Thema.
Was ich an dem Buch mochte, war die Art, wie die negativen Gedanken und die dunkle Stimmung des Protagonisten dargestellt werden. Es ist durchaus so, dass man durchaus nachvollziehen kann, warum er so denkt und auch versteht, wie er sich damit selbst in eine Depression bringt.
Gleichzeitig herrscht in dem Buch aber auch so eine negative Denkweise und Hoffnungslosigkeit, dass man auch mal denkt: „Jetzt rede doch nicht alles noch schlimmer, als es schon ist!“ Aber vermutlich kann man das ab einen gewissen Punkt gar nicht mehr stoppen und ich finde, das kommt auch gut rüber.
Ebenso, wie die Umstände, die ihn dazu bringen, solche Gedanken und Sichtweise zu bekommen.
Allerdings ist es dadurch auch so, dass einen als Leser das Buch irgendwie mit runterzieht. Es ist schon sehr dunkel und negativ und irgendwie drückt es einem dann selbst auf die Stimmung. Einerseits ist das gut, weil es zeigt, dass die Emotionen gut rübergebracht werden, andererseits hat man dann vielleicht nicht mehr so viel Spaß an dem Buch.
Was es aber definitiv deutlich macht, ist, dass es durchaus schnell gehen kann, dass man durch gewisse Lebenssituationen in eine Depression gerät, wie viele Dinge oft im Zusammenspiel dazu führen und man selbst noch seines dazu tut.
Vielleicht ist das Buch auch ein wenig erschreckend, weil man sich in dem einen oder anderen Moment selbst erkennt.
Das Buch ist recht kurz, aber ich finde, es reicht so auch. Es zeigt eben recht gerafft, was es zeigen will und das ist völlig in Ordnung in der Form.
Der Stil ist wie immer aufs Wesentliche reduziert, das Thema Homosexualität wieder allgegenwärtig, aber nie im Mittelpunkt.

Mittwoch, 19. April 2017

Dir zu gehören (Anna Martin)

Titel: Dir zu gehören
Autor: Anna Martin
Verlag: Dreamspinner Press
Seitenzahl: 236 Seiten
Beschreibung: Seit 3 Jahren lebt Jesse nun schon mit seinem Dom Will in einer Beziehung und eigentlich läuft auch alles super zwischen ihnen. Ein Autounfall bringt ihre Beziehung jedoch deutlich ins Wanken und plötztlich müssen sie auch erkennen, dass zuvor schon nicht mehr alles so perfekt war, wie gedacht. Nun liegt es an ihnen, ob sie ihre Liebe noch retten können.

Meine Meinung:

Ich war von Teil 1 dieser Reihe ja schon sehr begeistert und hatte ein wenig Angst vor der Fortsetzung, weil ich einfach dachte, dass diese sicher nicht an den ersten Teil anknüpfen kann. Aber tatsächlich habe ich an diesem zweiten Teil nichts auszusetzen.
Im Gegenteil, ich bin wirklich absolut begeistert von diesem Buch.
Ich finde, es gelingt Anna Martin sehr gut, die Emotionen in dem Buch so rüberzubringen, dass man sie wirklich nachempfinden kann und verstehen kann, was die Protagonisten in der Geschichte durchmachen müssen. Man spürt, wie ihre Beziehung zu scheitern droht, erkennt aber auch ganz deutlich, dass sie bereit sind, wirklich dafür zu kämpfen, wieder alles ins Lot zu bringen. Es zeigt auch deutlich zwei unterschiedliche Arten, mit so einer Stresssituation umzugehen und dass man eben auch mal einen Kompromiss schließen oder – auf gut Deutsch – einfach mal die Klappe halten muss, damit eine Beziehung wirklich funktionieren kann. Ich finde es super, dass sich ein Buch mal mit den Problemen in einer Beziehung und der Dynamik innerhalb einer solchen auseinandersetzt, weil es so was eigentlich kaum gibt, darin aber doch die eigentliche Arbeit besteht. Zueinander findet man schnell, aber dieses Miteinander dann zu halten, das ist die eigentliche Herausforderung.
Zudem gelingt es auch noch, die Probleme so darzustellen, dass es weder übertrieben wirkt, noch zu schnell wieder in Friede, Freude, Eierkuchen umschwenkt.
Was mir besonders gefallen hat, waren die BDSM-Elemente, die immer wieder auch Thema in ihrer Beziehung sind. Das Buch enthält eigentlich kaum BDSM, aber das macht nichts, man vermisst es nicht, weil das Thema dennoch allgegenwärtig ist und immer mal wieder auftaucht. Es braucht nicht unbedingt eine Sexszene, um BDSM in einem Buch wirken zu lassen.
Und ich finde es hier wirklich großartig gelungen, wie dargestellt wird, dass man manchmal BDSM und eine Beziehung separat von einander betrachten und in Angriff nehmen muss, es aber dennoch immer wieder auch zusammenspielt. Das ist ein sehr komplexes und auch sehr schwer zu begreifendes Thema, was für Laien sicherlich kaum nachvollziehbar ist, aber hier ist es tatsächlich so schlüssig dargestellt, dass man es eigentlich verstehen müsste.
Es zeigt eben deutlich, dass es nie nur eines geben kann, also nur Beziehung oder BDSM, man nicht verzichten sollte, sondern beides braucht.
Ich finde auch, dass die Ich-Perspektive hier sehr gut gewählt ist, dass man sich als Leser noch mal besser in die Situation hineinversetzen kann.
Allgemein gefällt mir der Still von Anna Martin sehr gut und er passt hier auch perfekt dazu, sehr einfühlsam, aber auch sehr lässig, so dass es einfach Spaß macht, das Buch zu lesen und man auch von so ernsten Themen nicht heruntergezogen wird.
Ihr seht, ich bin voller Lob und ich wüsste jetzt auch nichts zu kritisieren. Ein wirklich klasse Buch!

Samstag, 15. April 2017

Rauschgefühle (Jannis Plastargias)

Titel: Rauschgefühle
Autor: Jannis Plastargias
Verlag: Astikos
Seitenzahl: 222 Seiten
Beschreibung: Jonas' Leben könnte nicht besser sein, er genießt seine Zeit mit seinem Freund Paul. Doch als sein Kumpel Fabi einen Schicksalsschlag erleidet, ist nichts mehr wie vorher und Jonas muss zusehen, wie dieser immer weiter abzurutschen droht.

Meine Meinung:

Ich habe bei diesem Buch ein bisschen das Problem gehabt, dass ich zwar Plattenbaugefühle gelesen habe, aber nicht den zweiten Teil (dies ist Teil 3). Dadurch war ich gar nicht mit im Bilde, wie die Geschichte verlaufen ist, allerdings muss man sagen, dass ich doch recht schnell wieder rein gekommen bin. Glücklicherweise wird mal grob immer wieder darauf eingegangen, was eigentlich in Teil 2 so passiert ist, so dass ich dann einigermaßen im Bilde war. Außerdem habe ich das Gefühl, dass Teil 2 jetzt nicht sooo viel Einfluss auf Teil 3 hat, so dass es jetzt nicht sehr schlimm war, dass ich das Buch nicht gelesen habe.
Aber ich empfehle euch echt, vorher den zweiten Teil zu lesen, weil es schon anfangs etwas verwirrend ist.
Der Stil besteht aus kurzen Sätzen. Das ist echt nicht so meins, ich kritisiere so was auch gern bei anderen Büchern, weil es mir einfach nicht gefällt. Ich habe dann immer das Gefühl, dass man sich nicht wirklich in die Geschichte reinfallen lassen kann. Allerdings muss man es differenziert betrachten: Dieses Buch ist ja doch ein Jugendbuch und ich glaube, so für Jugendliche ist das ein Stil, mit dem viele sicher gut klarkommen werden. Es liest s ich eben dadurch relativ schnell und einfach.
Man merkt auch wirklich, dass es ein Jugendbuch ist und dass sich da jemand auch wirklich Gedanken über die Welt der Jugendlichen gemacht hat. Ich finde, der Alltag und auch die Gefühle der Protagonisten werden unheimlich authentisch dargestellt. Vielleicht kann ich mich damit nicht so identifizieren, mir ist solch ein Stadtleben – gerade auch in diesen Vierteln, in denen die Charaktere leben – einfach fremd. Ich bin ein unbescholtenes Dorfkind, hier ist alles noch fernab der bösen Großstadteinflüsse.
Aber auch ich muss erkennen, dass es wirklich sehr realistisch dargestellt ist, auch wie die Jugendlichen zu Drogen kommen, wie sie versuchen, ihre Gefühlswelt damit in Kontrolle zu bekommen und wie das letztlich in Abhängigkeit ausartet. Und darum geht es in dem Buch ja auch. Es geht auch viel um die Beziehung der beiden Protagonisten, aber es steht nicht allein im Vordergrund, weil auch das Thema Abhängigkeit und Drogen hier viel Raum einnimmt, was ich gut finde, weil ich nicht der Meinung bin, dass das Thema „Homosexualität“ immer im Vordergrund stehen muss.
Was mich ein wenig gestört hat, war, dass dadurch, dass auch viel Alltag erzählt wird, immer mal wieder sehr Unwichtige Dinge erläutert werden, die ein wenig langweilig sind, weil sie nicht zwingend zum Geschehen im Buch beitragen. Wie gesagt, es schildert eben die Welt der Charaktere und macht sie auch irgendwie echt, aber es ist halt nicht sooo spannend.
Auch nicht so schön fand ich, dass hier wieder das Thema Dreierbeziehung angesprochen wurde. Ich weiß nicht, es ist einfach nicht meins. Und ich kann das auch immer absolut gar nicht nachvollziehen. Ich glaube, für mich wäre das einfach ein Trennungsgrund und ich komm nicht so darauf klar, wenn andere sich damit einigen und arrangieren. Aber gut, muss jeder selbst wissen.

Mittwoch, 12. April 2017

Langer Weg zum Glück (Chris McHart)

Hi!

Eine neue Rezension, wie versprochen.


Titel: Langer Weg zum Glück
Autor: Chris McHart
Verlag: MAIN Verlag
Seitenzahl: 320 Seiten
Beschreibung: Nachdem Sebastian betrunken einen Unfall verursacht, muss er Sozialstunden in einem Rehazentrum ableisten. Dort trifft er auf Ben, der nach einem Unfall im Rollstuhlsitzt und sein Leben verflucht. Die beiden kommen sich schnell näher, doch sie ahnen nicht, dass ihr Schicksal enger miteinander verwoben ist, als es zunächst scheint.

Meine Meinung:

Ich fand das Buch wirklich schön und habe es auch echt verschlungen.
Was mir an dem Buch einfach sehr gut gefallen hat, ist, dass es wirklich ein langer Weg zum Glück ist. Es gibt so viele Aufs und Abs und immer wenn man denkt, dass sie jetzt langsam zueinander finden, geschieht wieder etwas, dass sie auseinander treibt, dann stehen sie sich selbst im Weg… also, ich kann das gar nicht so richtig beschreiben, ohne jetzt zu viel zu verraten: sagen wir einfach, dass es echt relativ lang dauert, bis sie zueinander finden und dass dieser Weg aber auch wirklich authentisch und einfach schön beschrieben ist.
Obwohl es so lange dauert, hatte ich jetzt nicht das Gefühl, dass es irgendwie jemals an einer Stelle langweilig war. Ich habe auch nie gedacht, dass sie sich ja jetzt mal zusammenreißen könnten, sondern ich fand es immer sehr realistisch, wie sie gehandelt und gedacht haben. Soll heißen, ich hätte es jetzt nicht beschleunigt lesen wollen, sondern das Tempo, dass die beiden sozusagen da selbst anschlagen, fand ich genau richtig.
Der Stil hat mir auch sehr gut gefallen, es war auch immer wieder abwechselnd von den beiden zu lesen, so dass man da auch wirklich jede Sichtweise so ein bisschen als Leser mitbekommen hat – ansonsten flüssig und einfach so, dass man sich in das Buch und in die Charaktere hat fallen lassen können.
Was mir auch gut gefallen hat ist, dass Ben ja eben eine Behinderung hat und sich deshalb auch weniger liebenswert findet, er glaubt eben, dass er keine Beziehung mehr haben kann, weil er glaubt, dass kein Mann ihn so mag, wie er ist.
Ich finde das echt schön, dass in dem Buch so auf dieses Thema eingegangen wird, dass man auch klar nachvollziehen kann, warum Ben diese Gedanken hegt. Ich finde, das gibt einen eben einfach einen schönen Einblick und zeigt aber auch gleichzeitig, dass solche Gedanken wirklich schwachsinnig sind und der Wert eines Menschen nicht von seiner Bewegungsfreiheit abhängig ist.
Mir gefällt auch, dass so ein bisschen das Thema Sucht aufkommt. Ich hätte es nicht zwingend gebraucht, ich verstehe aber, warum Sebastian anfällig ist und ich finde, man hätte es auch noch vertiefen können, wenn man es denn schon anspricht, aber letztlich war es so auch okay.
Sexszenen gibt es nur so… ich mag jetzt nicht zu viel verraten, sagen wir, es kommt nicht bis zum Äußersten, was ich aber ganz gut finde, weil es mal eine andere Art von Sex ist und weil es aber gelungen ist, das Buch dennoch erotisch gestalten. Also sexuell angehauchte Szenen fand ich auch wirklich gut gestaltet.

Samstag, 8. April 2017

Die richtigen Worte (Lane Hayes)

Hey ihr Lieben!

Gleich vorweg: Es tut mir leid, dass die Rezensionen in nächster Zeit nur in dieser gekürzten Fassung kommen werden. Aber ich dachte mir, lieber kurze Rezis als gar keine Rezis.
Und um euch dafür ein wenig zu entschädigen, dass die Rezis jetzt aussehen, wie sie eben aussehen, kann ich euch zumindest versprechen, dass in der nächsten Zeit erstmal jeden Samstag und jeden Mittwoch eine Rezension kommen wird.
Jetzt viel Spaß bei der Rezension.

Titel: Die richtigen Worte
Autor: Lane Hayes
Verlag: Dreamspinne Press
Seitenzahl: 235 Seiten
Beschreibung: Luke leidet noch immer unter einer gescheiterten Beziehung, möchte aber unbedingt wieder sein Leben in den Griff kriegen. Deshalb nimmt er den Auftrag des Profisportlers Michael an, dessen Haus zu renovieren. Dabei kommen sich die beiden zwar näher, jedoch müssten sie ein Leben im Verborgenen führen, um Michaels Karriere nicht zu gefährden.

Meine Meinung:

Ein, wie ich finde, sehr geniales Buch! Mir gefällt schon allein der Schreibstil richtig gut. Ich mag den Stil von Lane Hayes ja eh, aber hier wurde ich wieder einmal in meiner Meinung bestätigt. Ich finde, das Buch enthält eine ganz leichte Brise Humor, keine wirkliche Slapstickkomik, sondern einfach nur eine witzige Erzählweise, weil der Ich-Erzähler eben einfach alles so schön humorvoll rüberbringt. Teilweise gibt es auch witzige Gespräche, die aber nie künstlich wirken.
Ich mag es, dass der Hauptcharakter ein wenig paranoid ist und sich einfach über alles viel zu viele Gedanken macht, weil das zum einen witzig ist und zum anderen aber auch dafür sorgt, dass man sich selbst ein wenig mit ihm identifizieren kann. Mir ging es da echt so, weil ich wirklich genauso bin. Und ich finde, so was macht den Charakter dann einfach sehr menschlich und das gefällt mir unglaublich gut an diesem Buch.
Für mich hat das Buch genau die richtige Spur Drama. Man hat nicht das Gefühl, das etwas übertrieben wurde oder zusammengebastelt ist, um jetzt möglichst dramatisch zu sein, aber dennoch ist es spannend bis zum Ende – auch dann, wenn eigentlich nicht wirklich etwas passiert, weil eben einfach die Frage offen ist, wie sich ihre Beziehung nun entwickelt und was passieren wird, wenn es sich zu einer richtigen Beziehung entpuppt.
Hauptsächlich bezieht sich die Unsicherheit der Beziehung natürlich auf Michaels Profisportlerkarriere. Ich finde es schön, dass wieder einmal die Frage, ob ein Profisportler schwul sein darf, in einem Buch behandelt wird, allerdings finde ich, dass es noch etwas tiefer hätte gehen können. Dadurch, dass das Buch nicht aus Michaels Sicht ist, bekommt man eigentlich relativ wenig von dieser Seite der Geschichte mit. Es ist zwar so, dass es im Hintergrund allgegenwärtig ist und ihre Beziehung beeinflusst, aber einen wirklichen Sportroman kann man das Buch nicht nennen. Das ist natürlich für alle die schön, die vielleicht sonst vom Thema Sport abgeschreckt werden, aber wer einen Sportroman erwartet, könnte natürlich ein wenig enttäuscht sein, wenn Fußball dann eigentlich keine wirkliche Rolle spielt.
Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich auch mit viel mehr Sport gerechnet habe (und mich darauf gefreut habe, weil ich wirklich gerne Sportromane lese), aber nicht enttäuscht war, weil das Buch auch ohne Sport einfach toll ist.
Zu guter letzt, die Sexszenen: Es gibt welche und ich finde, sie sind auch echt schön dargestellt. Mehr kann man dazu eigentlich gar nicht sagen.
Für mich passt in diem Buch wirklich alles und ich kann es euch nur empfehlen. Wie schon gesagt, ist es kein Sportroman, aber egal, ob ihr das jetzt gut oder schade findet, lesenswert ist das Buch so oder so.