Mittwoch, 3. Mai 2017

fels (Anyta Sunday)

Titel: fels
Autor: Anyta Sunday
Verlag: frei publiziert
Seitenzahl: 272 Seiten
Beschreibung: Coopers Welt ist völlig zerstört, als sich seine Eltern scheiden lassen. Und nicht nur das, sein Vater scheint seit Jahren eine zweite Familie zu haben, die Cooper und seine Schwester nun regelmäßig besuchen müssen. Noch schlimmer wird es, als er seinen Stiefbruder kennenlernt und vom ersten Moment an weiß, dass dieser sein Leben gehörig auf den Kopf stellen wird.

Meine Meinung:

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ich dieses Buch verschlungen habe. Ich glaube, seit langem hat mich kein Buch mehr so angesprochen, wie dieses.
Für mich hat hier einfach alles gepasst. Es wird hier auf das Thema Scheidung und "neue Familie" eingegangen und zwar auf eine Art und Weise, dass man genau weiß, wie Cooper sich fühlt, mitleiden und mitfühlen kann, und teilweise auch die gleiche Wut und den gleichen Frust spürt, wie er.
Mit Sicherheit liegt es hier auch an dem Stil, dass man sich so wahnsinnig gut in Cooper hineinversetzen kann, denn der Stil hat mir wirlich ausgesprochen gut gefallen. Anyta Sunday schafft es wirklich, hier flüssig und spannend das Leben eines Teenagers mit all den verwirrenden Gefühlen zu beschreiben, die man als Teenager eben so hat. Und glaubt mir, das Buch war keine Sekunde langweilig.
Ich mochte auch, wie sich die Liebe zu seinem Stiefbruder Jace entwickelt hat. Es ist eigentlich vom ersten Moment an klar, dass er etwas in Cooper bewegt, dennoch dauert es ein wenig, bis sich Cooper seiner Gefühle bewusst wird und noch viel, viel länger, ehe es einen winzigen Fortschritt in ihrer Beziehung gibt. Aber keine Angst, es wirkt nicht langgezogen oder unrealistisch, eher im Gegenteil. Die beiden haben ettliche Hürden und Probleme zu entwickeln und man weiß im Prinzip bis zum Schluss nicht, wie es ausgehen wird. Das Ende ist auch ein wenig überraschend, aber gar nicht so relevant. Viel interessanter ist das Auf und Ab innerhalb des Buchs und das ganze Drama, das nie übertrieben ist, aber einen als Leser immer wieder selbst in ein Gefühlschaos stürzt.
Teilweise behandelt das Buch auch - wie oben ja schon angesprochen - einfach Familienprobleme ganz unterschiedlicher Art, die durchaus auch mal sehr traurig sein können.
Ich habe es wirklich durchgesucht und kann es einfach nur empfehlen, ihr solltet es unbedingt lesen. Ich möchte auch gar nicht zu viel verraten, weil ihr einfach selbst herausfindet müsst, was dieses Buch so alles bereit hält.

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