Mittwoch, 16. August 2017

Alles hat einmal ein Ende...

Meine Lieben!

Alles muss einmal ein Ende haben und deshalb schreibe ich heute diesen Post, auch wenn es mir sehr schwer fällt.
Ihr habt in den letzten Monaten gemerkt, dass es mir nicht mehr so gut ging mit dem Blog, dass es mehr Arbeit als Spaß wurde und ich allgemein ein wenig die Lust an dem Gay Romance Genre verloren habe.
Das alles ging natürlich nicht spurlos an mir vorbei und so habe ich mich entschlossen, den Blog hier größtenteils auf Eis zu legen.
Ich werde nicht ganz aufhören, das bringe ich nicht übers Herz, aber zumindest wird es keine regelmäßigen Posts mehr geben.
Wann immer ich etwas zu sagen habe, wann immer ich ein Buch in diesem Genre lesen werde, wird es auch eine Rezension geben, aber ich möchte mir selbst den Druck nehmen, weiterhin irgendwie eine klare Linie in den Blog zu bringen.
Vielleicht ist es mir so eher möglich, auch wieder mehr Freude am Lesen zu gewinnen. Und vielleicht profitiert ihr dann dadurch, dass ihr seltenere aber dafür bessere Blogposts vorgesetzt bekommt - ich könnte dann sogar in Ruhe an Themenwochen arbeiten, etc...
Seht es mir nach, es fällt mir selbst sehr schwer.

Danke an euch alle, dass ihr mich bis hierhin unterstützt habt!
Es wäre schön, wenn ihr mir auch die Treue haltet, wenn nicht mehr so oft etwas online geht, vielleicht könnt ihr mich ja ein wenig verstehen.

Alles Liebe,
Jules 

Samstag, 12. August 2017

Der Hundesitter (Gabrielle Queen) [Q]

Titel: Der Hundesitter
Autor: Gabriella Queen
Verlag: frei publiziert
Seitenzahl: 31 Seiten
Beschreibung: Wegen einer Verletzung kann Tim seinen Hund nicht Gassi führen und braucht deshalb einen Hundesitter. Doch als Esra dann vor seinerr Tür steht, hat nicht nur sein Hund Interesse an dem Mann.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist an sich schon okay. Ich mag den Schreibstil sehr gerne, weil er ein wenig humoristisch gestaltet ist, allerdings nicht all zu sehr, als dass es mich nerven könnte. Und er ist schön und flüssig und auch sonst sehr angenehm zu lesen.
Die Story ist jetzt vielleicht nicht sonderlich ausführlich oder ausgeschmückt, aber dafür ist es eben auch eine Kurzgeschichte. Was ich daran mochte, war einfach der springende Punkt, dass man nicht zu viel Geschehen in wenig Seiten pressen musste und es daher sehr beschränkt hält. Schade daran ist allerdings, dass man da noch ein wenig mehr Hintergrundinfo hätte geben können – aber so, wie es ist, kann man es auch gut lassen, da gibt es ganz andere. Also nicht falsch verstehen, der Plot ist okay.
Auch okay sind die Sexszenen. Ich finde es ganz schön, dass da ein wenig Dogplay mit eingebaut ist, weil das etwas ist, dass man eher selten in Romane findet – selbst in BDSM-Romanen. Allerdings muss man auch sagen, dass die Sexszenen – gerade das Dogplay – jetzt nicht total ausführlich sind und es auch eher ein wenig ein Spaß ist, als jetzt ernst gemeintes Rollenspiel. Das ist einerseits okay, andererseits ein wenig schade… kommt wohl auch darauf an, was man so erwartet als Leser.
Ein bisschen fehlt mir das Gefühl und das Knistern zwischen den beiden. Allerdings wird auch nie groß von Liebe geredet, dafür ist es ja auch noch zu früh. Auf dieser Basis ist das dann schon okay und deshalb finde ich die Geschichte auch recht schön. Für Zwischendurch ist sie sicher geeignet und lässt sich besser lesen, als so viele andere Kurzgeschichten.

Samstag, 5. August 2017

Wie man die Sterne zählt (Diana Wintermeer)

Titel: Wie man die Sterne zählt
Autor: Diana Wintermeer
Verlag: frei publiziert
Seitenzahl: 442 Seiten
Beschreibung: Einfach einen Rucksack schnappen und damit in die weite Natur Schwedens wandern, das ist Nathans Traum. Leider unmöglich auszuleben, so muss er sich doch um seine Familie kümmern.
Als er Arik kennenlernt, ist er sofort fasziniert von dem Jungen und plötztlich scheint auch sein großer Traum immer näher zu kommen. Zusammen mit Arik macht er sich auf den Weg in die Freiheit und zu sich selbst.

Meine Meinung:

Bei diesem Buch weiß ich einfach nicht so genau, was ich davon halten soll. Natürlich fand ich es gut, keine Frage. Ich glaube, ein Buch von Diana Wintermeer, das mir nicht gefallen könnte, wird es niemals geben. Aber dennoch hat mir dieses nicht so gut gefallen, wie die anderen Bücher zuvor. Nur warum?
Ich glaube, es liegt daran, dass es doch ein sehr ruhiges Buch ist. Es geht sehr viel einfach um die Wanderung an sich und darum, wie sich die beiden Protagonisten annähern – und das ist auch wirklich toll umgesetzt. Man erkennt sofort, dass zwischen Ihnen eine Anziehung herrscht, kann mitverfolgen, wie sich dies langsam aufbaut und zu Liebe wird. Und auch das Wandern ist gut geschildert. Ich war erst in Schweden und zuvor habe ich dieses Buch gelesen und nun kann ich bestätigen, wie traumhaft es dort ist. Und irgendwie hat das Buch dann noch mal richtig meine Lust auf Schweden und auf Wandern geweckt. Ich mag auch dieses Szenario, der Welt einfach zu entfliehen. Das ist eine ganz neue Freiheit und man spürt beim Lesen richtig diese Freiheit.
Aber, wie schon gesagt, der Plot ist sonst eher ruhig, es passiert nichts dramatisches, außer einmal zum Ende hin. Ich will nicht sagen, dass ich großes Drama vermisse, ich finde, es muss auch ruhigere Bücher geben. Ich glaube auch, mit mehr Drama wäre das Buch schon wieder umglaubwürdig gewesen, deswegen ist es so schon okay. Aber doch ist es so, dass man lange nicht weiß, worauf das Buch hinaus will, weil man zunächst mit mehr Story rechnet. Wenn man sich dann damit abgefunden hat, dass da nicht viel mehr kommt, ist es auch schön, aber irgendwie auch schade.
Aber keine Angst, an findet trotzdem in die Geschichte und kann sich einfach in diese verträumte Kulisse fallen lassen.
Was ich wirklich ganz grandios fand, waren die Sexszenen oder auch generell die leichten sexuellen Andeutungen, die ab und an in dem Buch auftauchen. Das ist wirklich sehr erotisch und ich fand es auch richtig toll beschrieben.
Generell ist es wieder ein ganz wunderbarer Schreibstil mit einer schönen Wortwahl. Und man muss auch sagen, dass die Gefühle und Sehnsüchte der beiden Männer wirklich gut dargestellt werden. Man weiß sofort, wo das Problem der beiden liegt, das finde ich schön.
Auch schön finde ich, dass das Thema Gehörlosigkeit aufgegriffen und zudem noch gut umgesetzt wird. Ich mag so was, das wisst ihr und hier war es schön gemacht. Immer allgegenwärtig, nie zu nervig oder zu sehr im Mittelpunkt… also wirklich super gemacht.
Vielleicht jetzt nicht mein absoluter Favorit von Diana Wintermeer, aber wirklich lesenswert, da sehr gelungen.
Und im Übrigen liebe ich den Titel total. :D