Freitag, 15. Dezember 2017

Christmas Wishes (M. S. Kelts) [Q]

Titel: Christmas Wishes
Autor: M. S. Kelts
Verlag: frei publiziert
Seitenzahl: 56 Seiten
Beschreibung: Innerlich jubelt Lorenz über den hübschen Kunden, der das Juweliergeschäft betritt, vielleicht endlich der Mann fürs Leben. Doch die Freude währt nicht lange, denn der Mann möchte einen Verlobungsring für seinen Freund kaufen.

Meine Meinung:

Ich muss ehrlich gestehen, von dieser Geschichte war ich wirklich enttäuscht. Da denkt man, M. S. Kelts ist doch eigentlich ein Name im Gay Romance Bereich, aber die Story hier, die war ja einfach mal gar nichts.
Mir hat schon der Stil einfach überhaupt nicht gefallen. Die Situationen werden einfach schon viel zu übertrieben dargestellt, so dass man das Gefühl hat, dass hätte irgendein Teenager-Girlie geschrieben. Dadurch bin ich auch mit dem Charakter nicht warm geworden, weil er mir einfach zu dümmlich und affektiert wirkte.
Ich weiß nicht, was so eine überzogene Darstellungsweise bezwecken soll, ob man damit witzig sein möchte oder ob man wirklich denkt, das wäre ein guter Schreibstil, aber ich fand es einfach nur total komisch. Es hat auch meinen Lesefluss total gestört, obwohl der Text ansonst ja anschaulich beschrieben, flüssig und fehlerfrei geschrieben ist.
Leider hört es dabei aber nicht auf, ich fand nämlich die Story mindestens genauso blöd, wie den Stil. Das ganze Geschehen war total überzogen und absolut unrealistisch. Man muss sich das mal vor Augen führen. Typ A geht in ein Juweliergeschäft, um Verlobungsringe zu kaufen, und flirtet dort aber mit Typ B. Sinnloser geht es doch gar nicht mehr. Gut, etwas später erfährt man dann, warum das so passiert, aber ganz ehrlich? Wirklich Sinn macht auf mich die Erklärung auch nicht. Eher wirkt es wie eine zusammengewurschtelte Notlösung, um totalen Quatsch irgendwie sinnvoll zu Papier zu bringen – nur dass es halt leider nichts bringt. Ich will jetzt nicht zu sehr spoilern, aber ich muss es jetzt einfach sagen, weil ich es so unglaublich bescheuert finde: Er will seinem Freund einen Antrag machen, um ihn so dazu zu zwingen, endlich Stellung zu ihrer Beziehung zu beziehen. Hä?! Dümmer geht es doch kaum noch, also entschuldigt bitte, aber ich komm darauf einfach nicht klar. Man macht doch keinen Heiratsantrag, nur um zu sehen, wo man in einer Beziehung eigentlich steht. Da hilft Klartext reden und notfalls trennen – aber doch nicht einen waghalsigen Heiratsantrag machen, obwohl es einem am liebsten wäre, der Typ sagt nein, damit man ihn endlich los hat. Und schon beim Kauf, den nächsten anzulachen… Da lang ich mir echt an den Kopf.
Genauso blödsinnig geht es dann weiter. Im Prinzip verbringen sie ihr erstes Date schon damit, zu beschließen, dass es wohl offensichtlich die Liebe ihres Lebens wird, weil dann schon von Heiratsplänen fantasiert wird, etc.
Totaler Quatsch von vorne bis hinten.
Und mit Weihnachten hat die Geschichte auch nicht so viel am Hut, einzig ihr Date ist eben an Weihnachten.
Wenn ihrs lesen wollt, bitte, lest es. Aber ich habe euch gewarnt!

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