Freitag, 1. Dezember 2017

Der Zauber von Weihnachten [K]

Hallo ihr Lieben!


Als ich beschlossen habe, einen Adventskalender zu machen, der sich rundum mit dem Thema Weihnachten beschäftigt, war mir sofort klar, dass ich auf gar keinen Fall um einen Blogpost herum komme, der sich mit dem Thema Weihnachten in der Literatur beschäftigt. Immerhin stelle ich euch ja einige weihnachtliche Bücher vor und darin ist mir eigentlich nur eines wichtig: Der Geist von Weihnachten sollte spürbar sein. Aber wie kommt diese Stimmung eigentlich auf? Ich habe versucht, ein paar Punkte zu finden, die ein Weihnachtsbuch für mich zu einem guten Weihnachtsbuch machen.
Am wichtigsten ist mir bei Weihnachtsbüchern eigentlich, dass sie irgendwie diese besinnliche Stimmung rüberbringen, die Weihnachten einfach herrscht. Das kann zum Beispiel dadurch geschehen, dass die Figuren einfach ein schönes Miteinander erleben – zum Beispiel am Heiligabend, oder irgendwie anders dieses Zusammenkommen von Menschen thematisiert wird. Ich hatte zum Beispiel letztes Jahr in einer Geschichte, dass man sich der Charakter einem sozialen Projekt beteiligt hat und man dann daran auch diesen großen Aspekt Nächstenliebe festmachen konnte. Das ist ja letztlich das, was Weihnachten ausmacht, dass man mit geliebten Personen zusammen kommt oder sozial Schwächeren unterstützend unter die Arme greift.
Ein wenig kann man das vielleicht auch an die Weihnachtsgeschichte anlehnen. So ein kleines Weihnachtswunder ist – so unrealistisch es irgendwie sein mag – für so eine Geschichte perfekt und wenn es gut gemacht ist, dann passt das hervorragend in so ein Buch.
Auch ist es schön, wenn man Weihnachten nicht nur in den Handlungen, sondern in der ganzen Szenerie erkennen kann. Kälte, Schnee und Weihnachtsdeko sind dabei eigentlich unabdingbar. Ebenfalls schön ist, wenn vielleicht Traditionen mit in die Geschichte eingebaut werden. Zum Beispiel das Schmücken eines Baums, der Besuch eines Weihnachtsmarktes oder das Backen von Plätzchen.
Obwohl ich eigentlich nicht so der Fan von Kindern in Gay Romance Büchern bin, sind begeisterte Kinderaugen an Weihnachten, gerade bei der Bescherung, sicherlich mit das Schönste.
Ganz schlimm finde ich es, wenn Weihnachten zwar erwähnt wird, aber aus keiner einzigen Zeile in einem Buch wirklich Weihnachten erkennbar ist. Wenn nur gesagt wird, morgen ist Weihnachten, aber die ganze Geschichte sonst auch an Ostern oder sonst wann spielen könnte, finde ich es einfach nur schade. Das hat für mich dann auch nichts mit Weihnachtsbuch zu tun. In einer Weihnachtsgeschichte sollte Weihnachten nicht nur im Hintergrund ablaufen, sondern irgendwie ein den Plot integriert sein. Am besten, dieser ist komplett darauf aufgebaut, aber zumindest angelehnt daran sollte er sein.
Schön ist es auch, wenn die Geschichte eher ruhig abläuft. Ich meine, sie muss schon auch spannend sein und ein wenig Drama bieten können, um den Leser zu fesseln, aber ich finde, totale Action oder riesige, bösartige Intrigen sind da irgendwie fehl am Platz. Man möchte doch eher etwas leichtes, seichtes, das einen gemütlichen Tag mit Plätzchen und Tee auf der Couch garantiert, als ein Buch, dass einen total aufwühlt, wenn man eine Weihnachtsgeschichte kauft.
Allerdings bin ich der Meinung, dass eine Weihnachtsgeschichte auch nicht all zu kitschig sein darf. Natürlich sage ich das, als bekennender Kitsch-Hasser, aber glaubt mir, bei Weihnachtsgeschichten bin ich doch ein wenig nachsichtig. Tatsächlich finde ich, dass darin ruhig etwas mehr Kitsch vorkommen darf, als in einer „normalen“ Geschichte. Allerdings finde ich auch, dass Weihnachten sowieso einen sehr romantischen Unterton in den Roman bringt und man dann nicht noch mit all zu kitschigen Szenen aufwarten muss. Viel schöner ist es, wenn der Geist von Weihnachten einfach auf die Geschichte Einfluss nimmt, ohne dass zu viel Tamtam gemacht werden muss.
Warum ich mir überhaupt darüber Gedanken mache und diese zu Papier bringe, werdet ihr euch jetzt fragen. Das hat zum einen den Grund, dass ich euch natürlich auch ein wenig zeigen möchte, wieso meine Weihnachtsrezensionen ausfallen, wie sie eben ausfallen. Ich finde es immer schön, wenn ihr nachvollziehen könnt, warum ich ein Buch wie bewertet habe und was für mich meine Aussagen im Detail bedeuten.
Zum anderen ist es vielleicht eine kleine Hilfe für Autoren, wie sie ihre Geschichte richtig weihnachtlich gestalten können.
Und letztlich mache ich mir Gedanken, damit ich euch dazu motivieren kann, euch ebenfalls Gedanken zu machen. Denn mich würde interessieren: Was macht für euch eine gute Weihnachtsgeschichte aus. Habt ihr ebenso romantische Vorstellungen davon oder reicht es euch, wenn es kurz erwähnt wird? Lest ihr überhaupt gerne solche Geschichten oder seid ihr froh, wenn die Zeit wieder vorbei ist?
Wie dem auch sei, ihr kennt jetzt zumindest meine Vorstellungen von einem guten Buch und könnt diese als Leitfaden ansehen, wenn ihr meine Rezensionen zu den Weihnachtsbüchern in diesem Monat mitverfolgt.
Wir lesen uns dann morgen wieder,
Jules :)

1 Kommentar:

  1. Ich bin kein großer Weihnachtsfan, aber ich mochte es immer, wenn die ganze Familie zusammen war. Und das versuche ich auch in "Weihnachtsgeschichten" so zu gestalten, allerdings recht neutral sprich ohne Kirche usw.
    Wenn es in die Geschichte passt, darf es gerne mehr sein <3

    AntwortenLöschen