Sonntag, 17. Dezember 2017

Heimkehr (L. A. Witt)

Titel: Heimkehr
Autor: L. A. Witt
Verlag: frei publiziert
Seitenzahl: 258 Seiten
Beschreibung:  Neils Leben scheint nach einem schrecklichen Verbrechen völlig zerstört und der bevorstehende Weihnachtsbesuch bei seinen Eltern treibt ihn in den Wahnsinn. Mitten im größten Chaos taucht dann auch noch Jeremy auf, ein ehemaliger Jugendfreund, der frisch aus dem Krieg zurück gekehrt ist. Auch Jermey kämpft mit seinen Dämoen und erhofft sich bei Neil Zuflucht - und vielleicht die Chance, mehr aus ihrer Beziehung machen.

Meine Meinung:

Leute, ich sag es euch! Dieses Buch ist soooo schön! Ich habe es geliebt.
Es ist einfach so tragisch, was mit den beiden Protas passiert, dass es einen wirklich richtig umhaut. Man bekommt eine Einsicht in die Welt des Kriegs, in eine Welt, von jemanden, der terrorisiert wurde, eine Welt voller Bomben, Schießereien und allem, was der Krieg zu bieten hat – man kann gar nicht anders, als davon geflasht zu werden.
Und gleichzeitig daneben dann jemand, der eher alltägliche Probleme hat, der sich mit der Grausamkeit der Welt auseinandersetzen muss – und doch eben so sehr leidet.
Ich finde es großartig geschildert, wie die beiden einerseits mit sich kämpfen, andererseits mit ihrer Umwelt und ihren Familien…
Ich mag es, wie man erkennt, dass die Freundschaft das ist, was ihnen in der schweren Zeit Stütze bietet, obwohl sie beide doch glauben, dass sie nicht Stütze für den jeweils anderen sein können.
Und man ist so nah dran an den Charakteren. Man kennt ihre Gedanken, Zweifel, Emotionen und leidet als Leser einfach mit. Es ist z.B. so gut geschildert, wie sie Angst haben, aufeinander zuzugehen und doch wissen, dass sie ohne einander verloren sind.
Dazu noch ein flüssiger, fesselnder Stil, der wirklich großartig ist. Einfach rund herum ein perfektes Buch.
Sogar das Ende! Es ist weder zu kitschig noch zu nüchtern, sondern einfach perfekt und teilweise noch mal so ergreifend, dass da auch mal ein Tränchen fließen kann.
Das Buch hat sich deshalb in den Adventskalender verirrt, weil es zur Weihnachtszeit spielt. Sehr viel von Weihnachten bekommt man darin nicht mit, andererseits ist einfach die Art, wie sie wieder ins Leben finden, ein kleines Weihnachtswunder und schon deshalb ist das Buch dennoch einfach so passend für diese Zeit des Jahres.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen