Dienstag, 26. Dezember 2017

Schuld (K. C. Wells)

Titel: Schuld (Rezensionsexemplar)
Autor: K. C. Wells
Verlag: Dreamspinner Press
Seitenzahl: 281Seiten
Beschreibung: Nikko will nur seine Schulden loswerden und verkauft dafür seinen Körper. Nie hätte er damit gerechnet, in seiner persönlichen Hölle auf Mitch zu treffen. Dieser hat selbst einiges durchgemacht und spürt gleich das Band, dass ihn und Nikko verbindet. Doch wie kann man einen Stricher lieben?

Meine Meinung:


Leider habe ich mir von diesem Buch doch etwas mehr erhofft.
Ich dachte, es geht viel mehr um Prostitution und Gewalt, um etwas, dass einen einfach ein wenig mehr erschüttert. In der Beschreibung klingt das alles noch recht dramatisch, aber im Buch selbst wird all das nur immer kurz angeschnitten und gar nicht wirklich ausgeführt. Das finde ich irgendwie schade, weil es ja eigentlich das Thema des Buches ist. Und da kann der Rest noch so gut sein, fehlt da irgendwie einfach was.
Was mir auch nicht so gefallen hat, ist, dass man als Leser sehr lange im Dunkeln bleibt. Man erfährt ewig nicht, warum er sich überhaupt prostituieren muss und wenn es am Anfang noch für Spannung sorgt, nervt es dann irgendwann einfach. Es wirkt dann fast schon, als würde man es künstlich hinauszögern, den Leser mal zu erleuchten, was eigentlich los ist. Wisst ihr, mich stört das mit der Zeit einfach, weil da so etwas Großes im Hintergrund ist, dass man nicht zu fassen bekommt – das einen aber näher an die Story bringen würde.
Die Liebesgeschichte in dem Buch ist ganz gut geschildert, ebenso, wie Nikkos Zuhälter versucht, sie von einander fern zu halten. Ich finde, die Probleme, die daraus entstehen, werden nicht unnötig aufgeputscht und sind somit noch halbwegs realistisch – allerdings lösen sie sich dadurch auch recht leicht, was ich ein wenig schade finde. Das Ende ist zu einfach gestaltet, für die Dramatik, die das Buch ausstrahlen will.
Was in Ordnung ist, sind die Sexszenen und der Stil im Allgemeinen. Es geht flüssig und schön lesen und man kann sich auch in die Geschichte fallen lassen. Komplett überzeugen konnte mich das Buch aber dann leider doch nicht.

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